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Aufsturz
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Aufsturz

Author: Lasse Nolte, Holger Schwarz

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Description

Ein Leben ohne Alkohol, wie geht das überhaupt? Holger Schwarz und Lasse Nolte, beide inzwischen nüchtern, versuchen, diese schwierige, einfache Frage zu beantworten. Dabei muss man natürlich auch intensiv in die Zeit vor die Entscheidung gegen den Alkohol blicken. In das Leben mit Alkohol - in das Leben mit einer Abhängigkeit. Nüchtern werden, nüchtern bleiben, die Hintergründe und Wege in eine Abhängigkeit, die Wege hinaus, das neue Leben nach dem Alkohol: der ehemalige Weinhändler und der Drehbuchautor verstecken nichts und erzählen alles, mal alleine, mal mit Gästen. Ein Podcast für jeden, der ohne Alkohol leben möchte, der gerade den Sprung gewagt hat oder der noch zweifelt. Neue Folgen alle 14 Tage am Samstag. Gastwunsch, Mitmachen, Anregungen, Lob, Kritik bitte an [email protected] .

Musik von L’Orchestra Cinematique, basierend auf ”BoJack Horseman Theme” von Patrick und Ralph Carney. Intro gesprochen von Solveig Duda.

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60 Episodes
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60 - Konstanze

60 - Konstanze

2026-09-2601:43:30

In dieser wahrhaftigen XXl-Folge, die nur knapp unter der Zwei-Stunden-Grenze bleibt, lernen wir die großartige Konstanze kennen. Sie ist Wienerin, höchst erfolgreiche Schauspielerin, Kabarettistin, Romanautorin, Regisseurin und nicht zuletzt Drehbuchautorin - und feiert hier mit uns auf den Tag genau ein Jahr Nüchternheit. Konstanze erzählt, wie im Kulturbetrieb Alkohol einfach immer dazugehört hat, wie er als Problemlöser diente, wie er Unsicherheit und Schüchternheit verschwinden ließ, wie er scheinbar half, strukturelle Ungerechtigkeiten, denen sie als Frau ausgesetzt war, auszuhalten. Sie spricht auch über ihre schmerzhafte Kindheit in einem Weinbauerndorf südlich von Wien, von einer "eiskalten Mutter" und einem überstrengen Vater, den der Alkoholkonsum ins Grab bringt - und davon, wie das Gefühl "Ich bin falsch" als stigmatisierende Überschrift über ihrer Kindheit stand und warum sie früh lernte, sich "von sich selbst wegzutrinken". Wir hören vom Regiment des "Königs Alkohol" am Theater und erfahren, wie Konstanze lange Jahre ihren Selbstbetrug aufrecht erhielt, wie sie aufwändige "Genussinszenierungen" erfand, um immer weiter und mehr trinken zu können. Erst, als sie betrunken mit dem Weinglas in der Hand beim Spielen mit der heißgeliebten Enkelin weggedämmert, gelingen ihr Erkenntnis und der finale Absprung. Ein ganz persönliches, anrührendes und lebenskluges Gespräch mit einer Frau, die heute sagt: "Es ist niemals zu spät aufzuhören!"Hier findet ihr Konstanzes eigenen Podcast "Generation O ...wie Omi!": https://open.spotify.com/show/0XR1dfJElgvABm9SW6R6gZUnd hier findet ihr Informationen zur No&Low-Messe "Unbeschwipst" am 04.10. in Wien: https://www.markterei.at/zukuenftig/unbeschwipst-wiens-erste-messe-fuer-no-low-getraenke-curated-by-keinlow
59 - Die Notfolge

59 - Die Notfolge

2026-09-1256:37

Wenn ihr diese Folge hört, ist irgendetwas schiefgegangen. Denn diese "Notfolge", im Januar 2026 als "zeitlose Folge" produziert, wird nur eingesetzt, wenn eine andere geplante Folge nicht erscheinen kann. Und weil sich in einer Notfolge als Thema "Not" direkt anbietet, geht es in dieser Folge um verschiedene Nöte: die Nöte, die es gab, als wir noch getrunken haben, die neuen Nöte, die in der Nüchternheit entstehen können und wie wir ihnen begegnen. Eine kleine, aber feine Folge!
58 - Kevin

58 - Kevin

2026-08-2901:39:26

In dieser Folge lernen wir Kevin kennen, Sohn einer Gastwirtsfamilie in dritter Tradition in einem kleinen fränkischen Weindorf. Kevin hat lange gebraucht, bis er den Mut hatte, über seine Geschichte offen zu sprechen. Das ist auch kein Wunder: Wir erfahren von einem generationalen Problem, bei dem Großvater und auch Vater Alkoholiker waren, von Kevins eigenem Trinken, um irgendwie entspannen zu können, um schlafen zu können. Wir hören von einer schwierigen Kindheit inmitten einer kaputten Ehe voller Streß, Streits und Trinkexzessen des Vaters, von der Scham, die Kevin für seinen offen vor Gästen betrunkenen Vater empfand und wie er trotzdem immer das Gefühl hatte: "Ich kann ihn retten!" Wie es Kevin nach der Übernahme des Wirtshauses mit dem pegeltrinkenden Vater in der Küche erging, warum er nach weiteren Tiefschlägen dicht machen musste und wie er nach Österreich flüchtete, während sein eigener Konsum immer weiter anstieg, ist ebenso Teil der Geschichte wie die Tatsache, dass die Corona-Krise alle Probleme verstärkte und wieso der erste Entzugsversuch scheiterte. Welche Rolle ein spät gestellte ADHS-Diagnose spielte und warum Kevin heute anderen Menschen Mut machen will, unbedingt den ersten Schritt in die Nüchternheit zu wagen, hört ihr in dieser besonderen Folge!Hier findet ihr weitere Infos zur Fachklinik Weibersbrunn:https://www.hephata.de/fachklinik-weibersbrunnHier ist der Link zur Homepage der Suchtberatungsstelle der Caritas in Bad Kissingen, die Kevin auf seinem Weg begleitet hat:https://caritas-kissingen.de/beratung-hilfe/suchtberatung/
57 - Bruno

57 - Bruno

2026-08-1501:30:48

In dieser Folge geht es um die Erlebnisse - ja, man kann fast sagen: die Aventüren - von Bruno, der erst vor kurzem nüchtern geworden ist nach einen überreichen Leben voller Exzesse, Höhenflüge und tiefster Tiefen. Wo andere die Hoffnung aufgegeben haben, weit hinten im Leben noch etwas verändern zu können, sagt Bruno mit 73 Jahren voller Überzeugung: Es ist nie zu spät! Wir erfahren, wie Bruno in schwierigsten Verhältnissen, als Kind einer italienischstämmigen Mutter und eines Schweizer Vaters aufwuchs, in einem Haushalt, der buchstäblich von Sprachlosigkeit, Vereinsamung und auch von brutaler Gewalt bestimmt war. Wir hören, wie er in seiner Einsamkeit den Exzess suchte und den "verlässlichsten Freund seines Lebens" fand, den Alkohol, auf den er immer wieder zurückfiel und der im Triumph wie im Elend immer "helfen konnte". Wir hören vom Ausbruch aus der Dorfenge, von einem ungeahnten Leben in gehobensten Kreisen, innerlich aber immer als Außenseiter, wir sind Zeuge von von irrwitzigen Glücksfällen, von der Fähigkeit, selbst Katastrophen noch in Erfolge zu wenden. Und: nie die Hoffnung zu verlieren. Das gilt besonders für den letzten, schwierigsten Kampf: Gegen die Abhängigkeit vom "falschen Freund Alkohol" und für die Rettung seiner großen Liebe. Eine Folge, die ihr nicht verpassen dürft.
56 - H wie Heimlichkeit

56 - H wie Heimlichkeit

2026-08-0101:29:57

Triggerwarnung: Suizid (ca. Minute 11 - Minute 31). In dieser Folge - die mit einer ziemlich heftigen Geschichte in der Befindlichkeitsrunde anfängt - führen wir das "ABC der Abhängigkeit" mit dem Buchstaben "H" weiter. Der steht für "Heimlichkeit", und was das bedeutet, erklären wir ausführlich. Heimlichkeit wird unweigerlich nötig, weil der oder die Konsumierende eine Normalität vorgaukeln muss, die es längst nicht mehr gibt. Es wird heimlich getrunken, um die Symptome von Kater zu verstecken oder um die körperlichen Probleme von zu geringem Pegel im Körper auszugleichen. Es wird heimlich getrunken, weil man längst weiß, dass das Umfeld den eigenen Konsum kritisch beobachtet. Alles wird überbaut mit komplizierten Lügen- und Rechtfertigungsgebilden, mit "Showflaschen", mit angeblicher "Me-Time", alles, um bloß weiter trinken zu können. Wir sprechen über eingeladene Gäste, die beim Trinken stören und über verbrannte Menüs. Über "Preßhalbe" bei kleinen Besorgungsgängen, um auf Pegel zu kommen. Über den Schleier der Heimlichkeit, der heftiges Trinken ohne Beobachtung oder Verurteilung erst möglich macht und über das innere Kommando "Let's get lost". Und wir reden glasklar über das, was Heimlichkeit beim Trinken immer bedeutet - nämlich Lügen, Lügen und immer wieder Lügen. Eine intime, in jedem Bereich intensive Folge.
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