BIM ist tot, sagen viele. 15 Jahre Versprechen, eingelöst wurde wenig. Jeder Bauherr sein Katalog, jedes Amt seine Struktur, jeder Baumeister seine Excel-Liste. Und jetzt kommt eine Handlungsempfehlung für Data Dictionaries. Noch ein Papier?Thomas Glättli, Co-Geschäftsführer von Bauen digital Schweiz, stellt sich den unbequemen Fragen von Mario und Gasthost Adrian Wildenauer. Wir sprechen darüber, warum die Branche zu viele statt zu wenige Datenkataloge hat, über das Maturitätskonzept in vier Stufen bis zur Standardisierung, über das fehlende Vertrauen im Markt und die Koordination im Netzwerk Digital. Dazu der Prototyp von SBV, CRB und Bauen digital Schweiz, die Frage, warum KI ohne strukturierte Daten auf Sand gebaut ist, und Data Governance über 50 Jahre.Thomas Glättli führt Bauen digital Schweiz seit rund zehn Jahren. Der Verband hat rund 450 Mitglieder und deckt den ganzen Lebenszyklus ab, von der Planung bis zum Rückbau.Handlungsempfehlung Data Dictionaries: https://bauen-digital.ch/publikationen/datadictionaries/Mitglied werden bei Bauen digital Schweiz: https://bauen-digital.ch/mitglieder/#mitglied-werdenBauTechTalk: www.bautechtalk.chBauTechTalk ist der Podcast für Technologie und Digitalisierung im Schweizer Bau. Mit Mario und Moritz.#BauTechTalk #BIM #DataDictionary #Digitalisierung #Bauwirtschaft
Auf einem Schulhausdach musste die ganze Dämmung wieder runter, weil das Produkt die Anforderungen des Nachhaltigkeitszertifikats nicht erfüllte. Bezahlt hat der Bauunternehmer. Wie hätte man das verhindern können?Mailin Jappé, CEO von Materius, prüft Bauprodukte digital gegen die Anforderungen von Minergie-ECO, SNBS und SGNI. Heute machen Nachhaltigkeitsberater diesen Job von Hand, mit Datenblättern, Excel-Listen und E-Mails. Wir sprechen über Herstellerdaten per Fax, den digitalen Produktepass ab 2027, die Frage, warum Materius auf Regeln statt auf KI setzt, und über das «Black Hole» zwischen Zertifikat und Baustelle: Am Ende bekommt der Bauherr ein Label, weiss aber nicht, was verbaut wurde. Dazu die Parallele zu Asbest und das Haftungsrisiko für jedes ausführende Unternehmen.Mailin Jappé hat bei Acer das As-a-Service-Geschäft in Europa aufgebaut und bringt Plattform- und Kreislaufdenken in den Bau.Mehr zu Materius: https://www.materius.app
Zu Gast in Folge 34 ist Benjamin Kuster von der Leadway Intelligence AG. Er begleitet KMU und grössere Unternehmen dabei, die richtigen Tools und den passenden KI-Einsatz zu finden, unabhängig vom Anbieter.Wir sprechen darüber, warum die Front oft offener ist als gedacht, weshalb jede Digitalisierung bei der Adoption beginnt und wann sich ein Investment wirklich lohnt. Dazu Sprachbarrieren auf dem Bau, das private Handy als Arbeitsgerät, Quick Wins wie das Arztzeugnis per Foto und die Frage, was KI-Agenten für die Baubranche verändern.Bennis Fazit: nicht einfach digitalisieren, sondern dort ansetzen, wo es weh tut, und die Leute mitnehmen. Probieren statt studieren.Kontakt zu Benjamin Kuster findest du in den Shownotes.Benjamin KusterFOUNDER & TRUSTED ADVISORLeadway Intelligence AGMühlebachstrasse 28 · 8008 Zürich076 500 71 19benjamin.kuster@leadway.chleadway.ch
5000 Seiten in ein paar Stunden statt in Tagen. In dieser Folge von BauTechTalk ist Dominic zu Gast, CEO von Scait.Mit Moritz und Mario geht er den grössten Schmerzpunkt der Baumeister durch: die Submission. Dokumentenflut, Widersprüche, versteckte Risiken. Dominic zeigt, wie KI die Analyse abnimmt, die Kalkulation schärft und wo der Mensch trotzdem unverzichtbar bleibt.Und dann wird es grundsätzlich. Denn KI verbessert nicht nur die Effizienz, sie stellt das Geschäftsmodell selbst infrage. Wie schafft man morgen einen Wert, wie bepreist man ihn, wie arbeitet man zusammen? Eine ehrliche und unbequeme Folge über den echten Umbruch im Bau.BauTechTalk, der Podcast über Digitalisierung und Technologie im Bau. Mit Moritz und Mario.www.scait.chhttps://www.linkedin.com/in/dominic-graber-53772912a/
Innovation im Bau entsteht nicht im Buzzword-Workshop, sondern im Tunnel. Karel van Eechoud war jahrelang Leiter Innovation bei Implenia und ist heute Chief Growth Officer bei der urb-x AG in Basel.Mit Moritz und Mario spricht er darüber, wie aus einer Idee im Vortrieb am Semmering ein patentiertes Bauteil aus Polystyrol statt Stahl wurde, warum Disruption als Modewort ausgedient hat und weshalb die Lücke zwischen den vier, fünf ganz Grossen und den tausenden KMU der eigentliche Knackpunkt der Schweizer Baubranche ist.Es geht um Pragmatismus statt Hype, um das Not-Invented-Here-Syndrom, um KI in der Frühphase von Infrastrukturprojekten und um einen ehrlichen Blick aus den Niederlanden auf eine Branche, die mehr kann, als sie sich zutraut.Geile, ehrliche Folge. Manchmal unbequem. Genau deshalb hörenswert.Jetzt überall, wo es Podcasts gibt.