Eschatologie klingt abstrakt – betrifft aber jeden Menschen. In dieser Folge geht es um unsere Sehnsucht nach Reife, Vollendung und Angenommensein. Ist unser Leben mehr als das, was wir hier erreichen? Was wird aus dem Unfertigen, dem Misslungenen, dem Unversöhnten? Im Gespräch zeigen wir, wie die christliche Hoffnung auf Auferstehung und Vollendung Anknüpfungspunkte für Dialoge mit Gläubigen und Nichtglaubenden bietet – und warum dieses Thema voller Geschenk und Überraschung steckt.
Wie wächst das Reich Gottes – und was heißt das konkret für unser Leben? In dieser Folge vertiefen wir die Spannung zwischen dem „Schon jetzt“ und dem „Noch nicht“ des Reiches Gottes. Ausgehend vom Bild der Erziehung wird deutlich: Wachstum lässt sich nicht erzwingen. Man kann nicht am Gras ziehen, damit es schneller wächst – genauso wenig können wir Gottes Wirken drängen oder beschleunigen.Im Hören auf Gottes Stimme – „Gebt Acht, dass ihr richtig zuhört“ – und im Vertrauen darauf, dass „der Glaube vom Hören kommt“, entfaltet sich ein empfangender, geduldiger Weg. Das Reich Gottes wächst dort, wo wir die Gesinnung Jesu verinnerlichen: dienend, gehorsam, hoffend. In der Feier der Eucharistie wird diese Hoffnung konkret – Christus selbst ist Gegenwart und Verheißung zugleich.Gleichzeitig bleibt die Frage nach den praktischen Konsequenzen: Welche sozialen Auswirkungen hat unser Glaube? Leben wir aus dieser Hoffnung heraus – oder überlassen wir das Feld anderen Ideologien? Eine hochaktuelle Folge über Geduld, Hoffnung und die konkrete Gestalt des Glaubens im Alltag.
In dieser Folge fragen wir, wie Eschatologie im christlichen Weltbild konkret Gestalt annimmt. Zwischen begonnenem und vollendetem Reich Gottes steht der Mensch in einer spannungsvollen Zwischenzeit – geprägt von Hoffnung und Ungeduld.Am Beispiel der Versuchung Jesu zeigen wir, wie der Griff nach schnellen Lösungen scheitert und warum wahre Veränderung Geduld braucht. Christlicher Glaube bedeutet nicht, das Heil zu erzwingen, sondern im Vertrauen zu wachsen – begleitet, getragen und ausgerichtet auf die Vollendung.
In dieser Folge fragen wir: Wie kann Eschatologie zur Lebensweise werden – und wo lauern Gefahren?Im Blick auf die Theologie von Rudolf Bultmann zeigen wir, wie eine radikal auf den Moment reduzierte Deutung soziale Verantwortung ausblenden kann. Demgegenüber betont Jürgen Moltmann die Hoffnung als Kraft zur Weltgestaltung.Zwischen politischer Theologie, Revolutionsgedanken und christlichem Maßstab suchen wir nach einer Haltung, die aus der Zukunft Gottes heraus das Heute verantwortungsvoll prägt.
In dieser Folge gehen wir der Frage nach: Was geschieht am Ende der Welt – Zerstörung oder Vollendung?Ausgehend von theologischen Überlegungen und der spannenden Zeitdeutung von C. H. Dodd sprechen wir darüber, warum Christus nicht das Ende, sondern die Mitte der Geschichte ist. Zwischen bereits angebrochenem Reich Gottes und seiner Vollendung leben wir in einer entscheidenden Zwischenzeit.Was wir über das „Wie“ kaum wissen, fordert uns im Hier und Jetzt umso mehr heraus.
In dieser Folge tauchen wir tiefer in die Spannung zwischen dem bereits gegenwärtigen und dem noch kommenden Reich Gottes ein.Ausgehend vom Neuen Testament – in dem der Begriff 122-mal erscheint – fragen wir: Was ist das Reich Gottes eigentlich? Ist es eine innere Wirklichkeit, ein zukünftiges Ereignis oder Jesus selbst?Anhand der Evangelien nach Matthäus, Markus und Lukas entdecken wir, wie Naherwartung, Hoffnung und Sendung zusammengehören – und warum diese Spannung bis heute bleibt.
In dieser Folge sprechen wir über die Faszination der Eschatologie – die Lehre von den „letzten Dingen“. Ausgehend von einem Buch von Josef Ratzinger (Benedikt XVI) tauchen wir ein in die Frage, was sich hinter diesem großen theologischen Themenfeld verbirgt.Zwischen dem bereits gegenwärtigen Reich Gottes und seiner künftigen Vollendung entfaltet sich eine spannende Perspektive auf Glaube, Geschichte und Hoffnung. Eine Einladung, die christliche Erwartung neu zu entdecken – zwischen Freude, Ernst und der Frage nach der Zukunft.
Wir starten in die diesjährige Fastenimpulse – und wagen uns an ein etwas ungewöhnliches Thema:Eschatologie, also die „letzten Dinge“ (Tod, Himmel, Gericht, Ewigkeit, ...).Warum gerade jetzt? Und warum kann dieses Thema sogar Hoffnung schenken?Darum geht’s in dieser Folge:Auftakt unserer FastenimpulseWarum wir uns mit Tod & Ewigkeit beschäftigenPersönliche Zugänge zum ThemaAusblick auf die nächsten FolgenEine Frage für dich: Was löst das Thema „letzte Dinge“ bei dir aus – eher Angst, Neugier oder Hoffnung?Lass es uns gerne wissen! In den nächsten Folgen klären wir Schritt für Schritt Grundlagen und Grundbegriffe der Eschatologie.
Bist du bereit deine Hände zu öffnen?
Wie gehst du mit Leiden und Sterben am Karfreitag um?
Mit wem würde ich mein letztes Abendmahl feiern?
Was ist nach der Fastenzeit anders als Vor der Fastenzeit?
Wenn ich mir nur eine Sache aus den letzten Wochen mitnehme, welche ist es?
Ich stelle mir die Liebe Gottes wie einen Funken einer Wunderkerze vor – ein göttlicher Funke, der seit unserer Geburt in uns leuchtet. Dieser Funke ist unsere Sehnsucht, ein Geschenk Gottes, das niemals erlischt. Wir können ihn nähren und zu einem leuchtenden Feuer werden lassen oder ihn ignorieren und überdecken. Wenn wir ihm Raum geben, wird unser Licht so stark, dass es nach außen strahlt und andere Menschen an ihren eigenen Funken erinnert. Jeder Mensch ist dazu berufen zu strahlen. Spürst du diesen Funken in dir? Erlaubst du deinem Licht, andere zu berühren?
Diese Impulse sind für mich ein Geschenk – ein Ausdruck bedingungsloser Liebe. Dass ich meine Fragen, Gedanken und Wünsche hier mit dir teilen darf, ist ein Geschenk. Ebenso die Menschen, die mich dazu ermutigen. Wenn wir uns öffnen, erkennen wir, wie reich beschenkt wir sind. Doch nehmen wir diese Geschenke auch wirklich an? Bin ich bereit, die Geschenke Gottes in meinem Leben wahrzunehmen und zu empfangen?
Die Fastenimpulse helfen mir, Klarheit über meinen Glauben zu gewinnen. Ich habe mich lange nicht getraut, meinen Glauben offen zu teilen, obwohl er mich prägt und ich viel Zeit in unserer Pfarre verbringe. Während ich andere Aspekte meines Lebens, wie das Laufen, offen teile, fiel es mir beim Glauben schwer. Doch durch die Impulse habe ich ein neues Selbstbewusstsein entwickelt und spreche nun authentischer darüber. Ich danke dir, dass du mich auf diesem Weg begleitest, und lade dich ein, darüber nachzudenken, wie authentisch du über deinen Glauben sprechen kannst oder möchtest.
Kleingruppen haben meinen Glaubensweg geprägt, da sie mir Raum gaben, Fragen zu stellen und zu lernen. Sie wurden regelmäßig neu zusammengesetzt, sodass ich mit verschiedenen Menschen über den Glauben sprechen konnte. Besonders bedeutend war eine Kleingruppe mit meiner Mama. Sie hat meinen Glauben von klein auf geprägt, aber in dieser Gruppe konnten wir uns erstmals als Erwachsene darüber austauschen. Das hat unsere Beziehung vertieft und eine neue Ebene des gemeinsamen Glaubens eröffnet. Ich möchte heute einfach ein Bewusstsein dafür schaffen, wie schön es sein kann, auch in einer erwachsenen Eltern-Kind-Beziehung Glauben auf Augenhöhe zu teilen.
Heute möchte ich eine Geschichte mit dir teilen, die mich zu Beginn der Fastenimpulse erreicht hat. Ich habe in dem Impuls erzählte von einem Buch, das mich begeistert hat und die Rückmeldung dazu, hat mich besonders berührt: „Ich habe ein Buch von einer Freundin ausgeborgt. Es lag lange herum, aber immer wieder drängte es sich in meine Gedanken – genau dann, wenn ich eine Antwort brauchte. Und sie stand genau dort geschrieben!“Kannst du dir vorstellen, dass Gott durch andere zu dir spricht? Und dass er auch durch dich zu anderen spricht?
Kennst du diese Menschen, die einen Raum mit Wärme füllen, tief zuhören und Worte sprechen, die Weisheit und Tiefe ausstrahlen? Ich habe in letzter Zeit einige getroffen und mich gefragt, was sie so besonders macht.Mein Eindruck: Sie stehen zu ihren Werten, leben authentisch und im Einklang mit ihrem Inneren. Oft wurzelt ihre Kraft in Jesus Christus – sie richten sich an ihm aus und lassen diese innere Haltung nach außen wirken.Heute lade ich dich ein, dich zu fragen: Woran richtest du dein Inneres aus? Und spiegelt dein äußeres Leben das wider?