Pino ist jung als Drogen immer mehr Raum in seinem Leben einnehmen. Er betäubt seine Gefühle täglich und vergräbt seine Vergangenheit im Konsum. Was zunächst wie ein einfacher Ausweg wirkt, wird mit der Zeit zu etwas, das sein Leben übernimmt. Jahre später sitzt er im Gefängnis und hat das erste Mal die Ruhe, sich wirklich mit sich selbst auseinanderzusetzen. Aber wie gerät man in eine Sucht? Wie lässt man es so weit kommen? Pinos Geschichte erzählt davon, wie leicht man sich in der Sucht verlieren kann. Und dass es schwer, aber dennoch möglich ist, seinen eigenen Weg wieder zu finden. Gesprächspartner:innen: Pino (Spitzname) - Betroffener Norbert Gerstlacher – Leiter Koordinationsbüro Blaues Kreuz e.V. München e.V. Skript und Moderation: Anna Palma Recherche: Anna Palma Produktion: Anna Palma Sendeleitung: Ella Butz, Stella Feitelson, Marie-Noelle Svihla
Ein unauffälliges Treffen. Ein offenes Ohr. Ein Gefühl von Zugehörigkeit – und plötzlich steckt man mittendrin. Sekten sind längst nicht mehr die altmodischen Bilder aus Aussteigerdokus, die man aus dem Fernsehen kennt. Sie sind näher, moderner und gefährlicher geworden als viele denken. Welche Schicksalsschläge und Lebenssituationen machen empfänglich für solche Gruppierungen? Und wie kommt man da wieder raus? In dieser Folge M94.5 to Go gehen wir den Mechanismen von toxischen Gruppierungen nach. Wir sprechen mit Dr. Sarah Pohl, Expertin für Weltanschauungsfragen bei der ZEBRA BW, die uns über Abhängigkeitsverhältnisse informiert, mit denen Sekten ihre Mitglieder binden. Außerdem erzählt eine Aussteigerin der Zeugen Jehovas, wie sich das Leben innerhalb einer solchen Gemeinschaft anfühlt und wie der Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben aussehen kann. Gesprochen haben wir für den Podcast mit: Sylvie Hoffmann – Aussteigerin der Zeugen Jehovas Dr. Sarah Pohl – Leiterin Zentrale Beratungsstelle für Weltanschauungsfragen (ZEBRA/BW) Skript und Moderation: Mathilda Sienerth und Isabella Schessner Recherche: Mathilda Sienerth und Isabella Schessner Produktion: Mathilda Sienerth und Isabella Schessner Sendeleitung: Marie -Noelle Svihla und André Wengenroth
Stellt euch vor es kommt zu einem Verbrechen und wir fragen uns: Was hat das Opfer falsch gemacht? Dabei wissen wir, wer die Straftat begangen hat. Wir schieben dem Opfer also eine Verantwortung zu. Es sei selbst schuld oder träge zumindest mit Schuld an dem begangenen Unrecht. Diesen Prozess nennt man Victim Blaming. Mathias Twadawski und Barbara Krahé forschen beide zu diesem Thema. Gemeinsam mit ihnen finden wir in dieser Folge von M94.5 To Go heraus, wann und warum Victim Blaming so häufig vorkommt. Um die Perspektive der Opfer selbst zu verstehen, hat Karl Frass vom Weißen Ring seine Erfahrungen geteilt. Recherche, Skript, Produktion und Moderation: Mona Sotih Sendeleitung: Jakob Schlüter
Über die NS-Zeit wurde schon viel geforscht. Die Nazis haben viele ihrer Gräueltaten genau dokumentiert und sie so für die Nachwelt festgehalten. Trotzdem wurde in der Nachkriegszeit dem Thema lange aus dem Weg gegangen. Über das Schicksal Schwarzer Menschen während der NS-Regierung ist allerdings weniger bekannt. In dieser Folge von M94.5 To Go schauen wir uns genauer an, wie das Leben Schwarzer Menschen zu dieser Zeit in Deutschland aussah und welche Auswirkungen der Zweite Weltkrieg für sie hatte. Wir thematisieren auch, warum es bei diesem Thema an vielen Stellen schwer ist, genauere Informationen herauszufinden. In dieser Folge sprechen wir mit Susann Lewerenz, Leiterin der Abteilung Bildung und Studienzentrum bei der KZ-Gedenkstätte Neuengamme, die unter anderem auch zu den Verstrickungen zwischen Kolonialismus und Nationalsozialismus geforscht. Außerdem kommt Maximlian Lütgens zu Wort. Er ist Mitarbeiter in der Bildungsabteilung der KZ Gedenkstätte Dachau und hat ebenfalls zu dem Thema geforscht. Recherche, Skript und Produktion: Benjamí Puchtinger Regàs Moderation: Johanna Kopp Sendeleitung: Franziska Sprinzl Erwähnte Bücher: Deutsch sein und Schwarz dazu: Erinnerungen eines Afro-Deutschen von Theodor Wonja Michael
Der Gouverneur von Minnesota, Tim Walz, hatte im Mai 2025 die amerikanische Polizeieinheit ICE als die "modern-day Gestapo" von Trump bezeichnet. Einige US-Politiker:innen und Prominente haben es ihm seitdem gleichgetan und damit gleichzeitig eine Debatte um passende oder unpassende historische Vergleiche angestoßen Doch wieviel ist wirklich dran an dem Vergleich? Und lassen sich die beiden politischen Situationen überhaupt vergleichen? Helena Linsenmaier ist im Gespräch mit vier Expert:innen und beleuchtet die jeweiligen Hintergründe genauer. Vielen Dank an Georg Hörnschemeyer, Prof. Dr. Magnus Brechtken, Prof. Dr. Michael Hochgeschwender und Dr. Markus Hünemörder für ihre Expertise und ihre Unterstützung.