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Näh deinen Stil
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Näh deinen Stil

Autor: Elle Puls

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Beschreibung

Was steht mir? Wie nähe ich das? Was gibt es Neues und Altbewährtes in der Nähszene? Das sind nur einige der Fragen, die meine Gesprächspartner und mich bewegen. In Interviews und Soloepisoden gehen wir diesen Fragen auf den Grund.

Es geht um Nähtechniken, Schnittmuster, Stilfindung, Farbberatung, Schnittänderungen, Nähideen, Nähanleitungen, Näh- und Modetrends, Nachhaltigkeit, Capsule Wardrobe und viele weitere spannende Themen, die uns Hobbynäherinnen umtreiben.

Der Näh deinen Stil Podcast erscheint jede Woche montags neu. Wenn er dir gefällt, würde ich mich sehr über eine Bewertung bei iTunes oder einer der vielen anderen Podcast Apps freuen.

Du kannst den Podcast direkt im Podcast Player auf meinen Blog www.ellepuls.com hören. Viel praktischer ist jedoch, wenn du „Näh deinen Stil“ in deiner Podcast App (Overcast, podcastaddict, PocketCasts, Castbox, Podbean, Spotify, uvm) abonnierst. Damit verpasst du keine Episode und kannst den Podcast auf dein Handy herunterladen und auch unterwegs hören.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Zuhören.
Deine Elle

Komm in unseren Club>> Näh deinen Stil Club -Die Community, in der du lernst Kleidung zu nähen, die dir perfekt steht. Hier kannst du dich informieren und anmelden:
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90 Episodes
Reverse
Melanie Stiebner ist Geschäftführerin des Stiebner Verlags und hat uns u.a. bei den Näh deinen Stil Camps mit einer sehr beliebten Nähbuch-Bibliothek unterstützt. Sie schreibt u.a. auch den Blog The Flying Needle. Das Verlagsprogramm des Stiebner Verlags aus München umfasst Bücher zu den Themen Graphik/Design, Mode, Karikaturen, Bavarica und Kunst (STIEBNER) sowie Sportbücher (COPRESS SPORT). Außerdem bringt der Stiebner Verlag Europas führende Monatszeitschrift zum Thema Grafikdesign heraus. Novum – World of Graphic Design erreicht eine monatliche Verbreitung von mehr als 9000 Exemplaren. In meinem Gespräch mit Melanie geht es natürlich auch darum, wie Melanie und der Verlag sich während der Corona-Zeit organisieren. Außerdem sprechen wir ausführlich über ihr Sortiment an Nähbüchern, ihre On- und Offline Events und übers Stricken. Und hier gehts zum Stiebner Insta-Feed.  Liebe Grüße Elke -- Wenn dir diese Episode des Näh deinen Stil Podcasts gefallen hat, würde ich mich sehr über eine positive Bewertung freuen.  ALLGEMEIN Elle Puls Schnittmustershop und Nähblog https://ellepuls.com Lade dir kostenlose Schnittmuster herunter https://ellepuls.com/kostenlose-schnittmuster/ Dein Erfolg beim Nähen soll lange anhalten. Nicht nur an der Nähmaschine, sondern auch beim Tragen deiner selbst genähten Garderobe.  Erfahre mehr über meinen Club: https://www.ellepuls.com/nds-club Hast du Lust, ein ganzes Wochenende lang mit Gleichgesinnten zu nähen? Dann komm in eines meiner Nähcamps in ganz Deutschland. https://ellepuls.com/naehcamp-tour/ Elle Puls auf Instagram https://instagram.com/ellepuls/ Elle Puls auf Pinterest https://www.pinterest.de/pulsinchen/ Elle Puls auf Facebook http://facebook.com/ellepuls  
Tobias Milse ist mir heute aus Genf zugeschaltet. Er ist eigentlich gebürtiger Bremer, hat in Hamburg studiert und ist mit Anfang 20 nach Paris gezogen, dann nach Berlin, um vor 4 Jahren dann seine Boutique in Genf zu eröffnen. Tobias ist Täschner, Buchautor und gibt auch Nähkurse. Viele von euch kennen ihn bestimmt als Gewinner von "Geschickt eingefädelt" aus 2015. "Die Sendung hat bei mir eine riesige Veränderung bewirkt", sagt Tobias. "Vorher habe ich viele Accessoires gemacht, jetzt nähe ich mehr Kleidung und beschäftige mich auch viel mehr mit Stoffen. "Geschickt eingefädelt" hat mir auch geholfen mein Nähnetzwerk zu erweitern." Tobias erzählt von seinem "Offenen Atelier", von seinen Taschenmodellen, von seinem Buch "Männermode nähen", von seinen Plänen mit seinem Unternehmen zu wachsen und von seinen Inspirationsquellen. Außerdem geht es um Sticken und Zierstiche, um Tobias's Näh-Fuhrpark mit 13 Maschinen, um Neues von Pfaff- und Gütermann und Tobias' zweisprachigen Youtube Kanal. Viel Spaß und liebe Grüße Elke Podcast enthält Werbung. -- Wenn dir diese Episode des Näh deinen Stil Podcasts gefallen hat, würde ich mich sehr über eine positive Bewertung freuen.  ALLGEMEIN Elle Puls Schnittmustershop und Nähblog https://ellepuls.com Lade dir kostenlose Schnittmuster herunter https://ellepuls.com/kostenlose-schnittmuster/ Dein Erfolg beim Nähen soll lange anhalten. Nicht nur an der Nähmaschine, sondern auch beim Tragen deiner selbst genähten Garderobe.  Erfahre mehr über meinen Club: https://www.ellepuls.com/nds-club Hast du Lust, ein ganzes Wochenende lang mit Gleichgesinnten zu nähen? Dann komm in eines meiner Nähcamps in ganz Deutschland. https://ellepuls.com/naehcamp-tour/ Elle Puls auf Instagram https://instagram.com/ellepuls/ Elle Puls auf Pinterest https://www.pinterest.de/pulsinchen/ Elle Puls auf Facebook http://facebook.com/ellepuls  
Hallo und herzlich Willkommen. Heute begrüße ich Rike von Rosa P., die ich vom Lillestoff Festival kenne. Bei der fünffachen Mutter Rike wird genäht und gestrickt. "Ich finde beides ergänzt sich", sagt sie, die ihren Blog nach ihrer Oma benannt hat. Mit ihren lässigen und zeitlosen Schnittmustern und dazu passenden Jacken, Pullovern und Accessoires nach ihren Strickmustern bietet sie den perfekten Grundstock für eine genau aufeinander abgestimmte und nachhaltige Garderobe, an der du lange Freude hast. "Meine Schnitte müssen praktisch und gut für jede Figur sein. Sie sind einfach zu nähen, schlicht und damit gut abwandelbar", sagt Rike. Im Laufe unseres Gesprächs geht's um Stricken als Meditation, "Raglan von oben", das Rosa P. Strickteam, Schnittempfehlung für Anfänger, Sommerliche Projekte, Tipps zur Garnauswahl und Inspirationsquellen.  Viel Spaß beim Zuhören und liebe Grüße Elke -- Wenn dir diese Episode des Näh deinen Stil Podcasts gefallen hat, würde ich mich sehr über eine positive Bewertung freuen.  ALLGEMEIN Elle Puls Schnittmustershop und Nähblog https://ellepuls.com Lade dir kostenlose Schnittmuster herunter https://ellepuls.com/kostenlose-schnittmuster/ Dein Erfolg beim Nähen soll lange anhalten. Nicht nur an der Nähmaschine, sondern auch beim Tragen deiner selbst genähten Garderobe.  Erfahre mehr über meinen Club: https://www.ellepuls.com/nds-club Hast du Lust, ein ganzes Wochenende lang mit Gleichgesinnten zu nähen? Dann komm in eines meiner Nähcamps in ganz Deutschland. https://ellepuls.com/naehcamp-tour/ Elle Puls auf Instagram https://instagram.com/ellepuls/ Elle Puls auf Pinterest https://www.pinterest.de/pulsinchen/ Elle Puls auf Facebook http://facebook.com/ellepuls  
Ich freue mich heute über meinen Gast Martina von Machwerk. Sie hat einen Shop für Taschen und hochwertiges Taschen-Zubehör, z.B. tolle Reißverschlüsse. Außerdem geht es um Martina's Nähfuhrpark, nach welchen Kriterien sie ihre Schnitte erstellt, um Siebdruck, Sashiko und Shibori. Viel Spaß beim Zuhören und liebe Grüße, Liebe Grüße Elke -- Wenn dir diese Episode des Näh deinen Stil Podcasts gefallen hat, würde ich mich sehr über eine positive Bewertung freuen.  ALLGEMEIN Elle Puls Schnittmustershop und Nähblog https://ellepuls.com Lade dir kostenlose Schnittmuster herunter https://ellepuls.com/kostenlose-schnittmuster/ Dein Erfolg beim Nähen soll lange anhalten. Nicht nur an der Nähmaschine, sondern auch beim Tragen deiner selbst genähten Garderobe.  Erfahre mehr über meinen Club: https://www.ellepuls.com/nds-club Hast du Lust, ein ganzes Wochenende lang mit Gleichgesinnten zu nähen? Dann komm in eines meiner Nähcamps in ganz Deutschland. https://ellepuls.com/naehcamp-tour/ Elle Puls auf Instagram https://instagram.com/ellepuls/ Elle Puls auf Pinterest https://www.pinterest.de/pulsinchen/ Elle Puls auf Facebook http://facebook.com/ellepuls  
Mira Schwarz aus Berlin ist Hair- und Make Up Artist. Wir kennen uns aus der Fortbildung bei Imago zur Farb- und Stilberaterin. In unserem Gespräch erzählt Mira über die Herausforderungen als Frisörin (und auch Flugbegleiterin, die sie ist) in Zeiten von Corona. Außerdem geht es natürlich um alles rund um Haare und Frisur. Mira rät z.B. davon ab, sich die Haare selbst zu schneiden, weil momentan keine Frisöre geöffnet sind. Stattdessen empfiehlt sie, die Haare anders zu tragen. Auch zum Thema Färben (Tönung, Intensivtönung, Dauercoloration, Blondierung) gibt sie Tipps. Bestimmten Typen ermutigt sie, diese Zeit zu nutzen, um graue Haare herauswachsen zu lassen und gibt außerdem Vorschläge zu Frisuren zu den vier Grundtypen natürlich, klassisch, sinnlich und sportlich.  Viel Spaß beim Zuhören und liebe Grüße Elke Mehr Infos zu Mira gibt es hier.  -- Wenn dir diese Episode des Näh deinen Stil Podcasts gefallen hat, würde ich mich sehr über eine positive Bewertung freuen.  ALLGEMEIN Elle Puls Schnittmustershop und Nähblog https://ellepuls.com Lade dir kostenlose Schnittmuster herunter https://ellepuls.com/kostenlose-schnittmuster/ Dein Erfolg beim Nähen soll lange anhalten. Nicht nur an der Nähmaschine, sondern auch beim Tragen deiner selbst genähten Garderobe.  Erfahre mehr über meinen Club: https://www.ellepuls.com/nds-club Hast du Lust, ein ganzes Wochenende lang mit Gleichgesinnten zu nähen? Dann komm in eines meiner Nähcamps in ganz Deutschland. https://ellepuls.com/naehcamp-tour/ Elle Puls auf Instagram https://instagram.com/ellepuls/ Elle Puls auf Pinterest https://www.pinterest.de/pulsinchen/ Elle Puls auf Facebook http://facebook.com/ellepuls  
Ich freue mich heute wieder einen sehr netten Gast zu haben. Ich begrüße Steffi Romig von Zuleeg in Helbrechts. Zuleeg ist eine der wenigen deutschen Webereien und Steffi Textildesignerin. Zuleeg steht für feinste Stoffe aus der eigenen Hi-Tech-Manufaktur „Made in Germany“. Gelebte Textiltradition am Standort in Deutschland seit 1925. Es entstehen einzigartige Premium Stoffe aus Wolle, Baumwolle, Leinen und Seide, vieles auch in Bio-Qualität vom Rohstoff zum fertigen Produkt für den Zuschnitt mit herausragenden Eigenschaften. Ressourcenschonend durch Photovoltaik und Energieeffizienz mit Wärmerückgewinnung im Produktionsprozess werden bei Zuleeg Stoffe unter nachhaltigsten Bedingungen produziert.  Steffi gibt Einblicke in das Unternehmen und ihre Tätigkeiten. Viel Spaß bei Teil 1 unseres Gesprächs.  Elke -- Wenn dir diese Episode des Näh deinen Stil Podcasts gefallen hat, würde ich mich sehr über eine positive Bewertung freuen.  ALLGEMEIN Elle Puls Schnittmustershop und Nähblog https://ellepuls.com Lade dir kostenlose Schnittmuster herunter https://ellepuls.com/kostenlose-schnittmuster/ Dein Erfolg beim Nähen soll lange anhalten. Nicht nur an der Nähmaschine, sondern auch beim Tragen deiner selbst genähten Garderobe.  Erfahre mehr über meinen Club: https://www.ellepuls.com/nds-club Hast du Lust, ein ganzes Wochenende lang mit Gleichgesinnten zu nähen? Dann komm in eines meiner Nähcamps in ganz Deutschland. https://ellepuls.com/naehcamp-tour/ Elle Puls auf Instagram https://instagram.com/ellepuls/ Elle Puls auf Pinterest https://www.pinterest.de/pulsinchen/ Elle Puls auf Facebook http://facebook.com/ellepuls  
Ich freue mich heute wieder einen sehr netten Gast zu haben. Ich begrüße Steffi Romig von Zuleeg in Helbrechts. Zuleeg ist eine der wenigen deutschen Webereien und Steffi Textildesignerin. Zuleeg steht für feinste Stoffe aus der eigenen Hi-Tech-Manufaktur „Made in Germany“. Gelebte Textiltradition am Standort in Deutschland seit 1925. Es entstehen einzigartige Premium Stoffe aus Wolle, Baumwolle, Leinen und Seide, vieles auch in Bio-Qualität vom Rohstoff zum fertigen Produkt für den Zuschnitt mit herausragenden Eigenschaften. Ressourcenschonend durch Photovoltaik und Energieeffizienz mit Wärmerückgewinnung im Produktionsprozess werden bei Zuleeg Stoffe unter nachhaltigsten Bedingungen produziert.  Steffi gibt Einblicke in das Unternehmen und ihre Tätigkeiten. Viel Spaß bei Teil 1 unseres Gesprächs.  Elke -- Wenn dir diese Episode des Näh deinen Stil Podcasts gefallen hat, würde ich mich sehr über eine positive Bewertung freuen.  ALLGEMEIN Elle Puls Schnittmustershop und Nähblog https://ellepuls.com Lade dir kostenlose Schnittmuster herunter https://ellepuls.com/kostenlose-schnittmuster/ Dein Erfolg beim Nähen soll lange anhalten. Nicht nur an der Nähmaschine, sondern auch beim Tragen deiner selbst genähten Garderobe.  Erfahre mehr über meinen Club: https://www.ellepuls.com/nds-club Hast du Lust, ein ganzes Wochenende lang mit Gleichgesinnten zu nähen? Dann komm in eines meiner Nähcamps in ganz Deutschland. https://ellepuls.com/naehcamp-tour/ Elle Puls auf Instagram https://instagram.com/ellepuls/ Elle Puls auf Pinterest https://www.pinterest.de/pulsinchen/ Elle Puls auf Facebook http://facebook.com/ellepuls  
Heute ist meine Mitarbeiterin Louise bei mir zu Gast. Louise ist Grafik-Designerin, bereitet unsere Produkte und Beiträge ästhetisch auf und macht damit für uns "ganz viele Sachen schön". In unserem Gespräch geht es ums Nähen bzw. Handarbeiten in Zeiten von Corona, um Kreativität (die Louise schon in die Wiege gelegt bekommen hat), um Inspiration und um Louise's Faible, das Sticken. "Ich habe Spaß daran, normale Sachen zu verändern, individuell und schön zu machen.", sagt Louise, die von ihren Projekten in ihrem Blog und auf Instagram berichtet. Da geht es mal um bestickte Chucks, Jeans und Rucksäcke oder auch Plottervorlagen und viele DIY's. Natürlich sprechen wir auch über unseren derzeit aufregenden und spannenden Schaffensprozess bei Elle Puls, unsere Tüfteleien an einem neuen Schnittmuster oder den Enstehungsprozess unserer "Schnutenschoner", für welche Louise die süßen Applikationen erstellt hat. Viel Spaß beim Zuhören und liebe Grüße Elke -- Wenn dir diese Episode des Näh deinen Stil Podcasts gefallen hat, würde ich mich sehr über eine positive Bewertung freuen.  ALLGEMEIN Elle Puls Schnittmustershop und Nähblog https://ellepuls.com Lade dir kostenlose Schnittmuster herunter https://ellepuls.com/kostenlose-schnittmuster/ Dein Erfolg beim Nähen soll lange anhalten. Nicht nur an der Nähmaschine, sondern auch beim Tragen deiner selbst genähten Garderobe.  Erfahre mehr über meinen Club: https://www.ellepuls.com/nds-club Hast du Lust, ein ganzes Wochenende lang mit Gleichgesinnten zu nähen? Dann komm in eines meiner Nähcamps in ganz Deutschland. https://ellepuls.com/naehcamp-tour/ Elle Puls auf Instagram https://instagram.com/ellepuls/ Elle Puls auf Pinterest https://www.pinterest.de/pulsinchen/ Elle Puls auf Facebook http://facebook.com/ellepuls  
Annika von Näh-Connection hat einen besonderen Online Shop, in dem sie Schnitte primär von englischsprachigen Designern anbietet, die sie ins Deutsche übersetzt hat. In unserem Gespräch vergleichen wir Schnittanbieter aus verschiedenen Ländern und deren Eigenarten. Annika erzählt von den Anfängen ihres Blogs, von ihrer Probenähgruppe und über die Herausforderung Familie und Job unter einen Hut zu bekommen. Im Näh-Connection Shop findest du Ebooks ihrer liebsten Indielabels aus dem Ausland. Ihre Leidenschaft sind  ausgefallene Schnitte, die stets durch besondere Details beeindrucken, sehr ausführliche Anleitungen vorweisen und qualitiativ extrem hochwertig sind. Da sie weiß, dass viele sich leider nicht an englischsprachige Ebooks wagen, freut sie sich, euch so diese besonderen Ebooks trotzdem näher bringen zu können. Viel Spaß beim Zuhören und liebe Grüße Elke -- Wenn dir diese Episode des Näh deinen Stil Podcasts gefallen hat, würde ich mich sehr über eine positive Bewertung freuen.  ALLGEMEIN Elle Puls Schnittmustershop und Nähblog https://ellepuls.com Lade dir kostenlose Schnittmuster herunter https://ellepuls.com/kostenlose-schnittmuster/ Dein Erfolg beim Nähen soll lange anhalten. Nicht nur an der Nähmaschine, sondern auch beim Tragen deiner selbst genähten Garderobe.  Erfahre mehr über meinen Club: https://www.ellepuls.com/nds-club Hast du Lust, ein ganzes Wochenende lang mit Gleichgesinnten zu nähen? Dann komm in eines meiner Nähcamps in ganz Deutschland. https://ellepuls.com/naehcamp-tour/ Elle Puls auf Instagram https://instagram.com/ellepuls/ Elle Puls auf Pinterest https://www.pinterest.de/pulsinchen/ Elle Puls auf Facebook http://facebook.com/ellepuls  
Was du in diesem Podcast hörst: Ideen für die Corona Zeit Angesagte Stoffe in Petra's Shop Arbeiten im Team bei pepelinchen Stoffe aus PET Flaschen Lieferketten / Corona-Auswirkung auf die Stoffindustrie Mehr zu Petra in Episode #1 vom Näh deinen Stil Podcast. Liebe Grüße Elke   -- Wenn dir diese Episode des Näh deinen Stil Podcasts gefallen hat, würde ich mich sehr über eine positive Bewertung freuen.  ALLGEMEIN Elle Puls Schnittmustershop und Nähblog https://ellepuls.com Lade dir kostenlose Schnittmuster herunter https://ellepuls.com/kostenlose-schnittmuster/ Dein Erfolg beim Nähen soll lange anhalten. Nicht nur an der Nähmaschine, sondern auch beim Tragen deiner selbst genähten Garderobe.  Erfahre mehr über meinen Club: https://www.ellepuls.com/nds-club Hast du Lust, ein ganzes Wochenende lang mit Gleichgesinnten zu nähen? Dann komm in eines meiner Nähcamps in ganz Deutschland. https://ellepuls.com/naehcamp-tour/ Elle Puls auf Instagram https://instagram.com/ellepuls/ Elle Puls auf Pinterest https://www.pinterest.de/pulsinchen/ Elle Puls auf Facebook http://facebook.com/ellepuls  
Was dich in dieser Episode erwartet: Mundschutz-Schnittmuster Nähen in Zeiten von Corona Anna's Mitgliederbereich Mach dein Ding-Aktion Anna's Youtube Kanal Auch interessant: Folge 7 vom Näh deinen Stil Podcast mit Anna von einfach nähen. Liebe Grüße Elke -- Wenn dir diese Episode des Näh deinen Stil Podcasts gefallen hat, würde ich mich sehr über eine positive Bewertung freuen.  ALLGEMEIN Elle Puls Schnittmustershop und Nähblog https://ellepuls.com Lade dir kostenlose Schnittmuster herunter https://ellepuls.com/kostenlose-schnittmuster/ Dein Erfolg beim Nähen soll lange anhalten. Nicht nur an der Nähmaschine, sondern auch beim Tragen deiner selbst genähten Garderobe.  Erfahre mehr über meinen Club: https://www.ellepuls.com/nds-club Hast du Lust, ein ganzes Wochenende lang mit Gleichgesinnten zu nähen? Dann komm in eines meiner Nähcamps in ganz Deutschland. https://ellepuls.com/naehcamp-tour/ Elle Puls auf Instagram https://instagram.com/ellepuls/ Elle Puls auf Pinterest https://www.pinterest.de/pulsinchen/ Elle Puls auf Facebook http://facebook.com/ellepuls  
Bevor ich mit der eigentlichen Episode starte, muss ich etwas ansprechen, das mir schlaflose Nächte bereitet hat. Unsere Events. Denn Anfang April und Anfang Mai sollten eigentlich 2 Näh deinen Stil Camps stattfinden. Aufgrund der Entwicklung in der letzten Woche, müssen wir diese nun absagen. Das kommt jetzt sicherlich nicht überraschend, aber wir möchten die Events nicht ersatzlos streichen, sondern um ein Jahr verschieben. Falls du also ein Ticket für Düsseldorf oder Stuttgart hast, sei beruhigt. Es behält seine Gültigkeit, wir klären gerade mit den Hotels, welche Termine wir anbieten können. Die Teilnehmerinnen und ich hatten uns schon so sehr auf die Wochenenden gefreut. Es sollte eine Möglichkeit sein, uns endlich mal oder mal wieder zu treffen und ein ganzes Wochenende mit Gleichgesinnten zu verbringen. Gemeinsam zu lachen, zu nähen und zu lernen. Deswegen ist es mir so wichtig, diese Wochenende auf jeden Fall stattfinden zu lassen, wenn auch nicht zu den bisher geplanten Terminen. Die Teilnehmerinnen erhalten natürlich noch eine ausführlichere Mail dazu. In dieser Episode möchte ich meine Gedanken rund ums Nähen in Zeiten von Corona mit dir teilen. Denn aus meiner Sicht wird das Nähen einen neuen Stellenwert erhalten. Ich bin auch gespannt auf deine Gedanken dazu. Diese kannst du im Blog in den Kommentaren oder auch auf Instagram oder Facebook teilen. Sieh meine Gedanken als Anregung. Mir ist sehr wohl bewusst, dass nicht jeder durch die Ausnahmesituation auf einmal mehr Zeit hat, im Gegenteil, für viele wird es mehr Arbeit und weniger Freizeit bedeuten. Dennoch plädiere ich dafür immer nach einer Möglichkeit zu suchen, Kraft zu tanken. Dazu werde ich dir gleich eine sehr persönliche Erfahrung erzählen. #nähenistmeinetherapie Der Hashtag #nähenistmeinetherapie ist auf Instagram mit über 35.000 Verwendungen recht beliebt und wird gerne auch von Müttern mit kleineren Kindern verwendet, die den ruhigen Moment an der Nähmaschine als Ausgleich zum anstrengenden Alltag sehen. Das Nähen ist für viele Frauen ein toller Ausgleich zum Familienalltag, Job oder zu stressigen Momenten oder Tagen. Zum Glück darf ich mich auch wieder zu denen zählen, die den Hashtag mit einem Schmunzeln setzen. Vor ein paar Jahren sah das noch ganz anders aus, da war das Nähen tatsächlich meine Therapie, ohne die ich wahnsinnig geworden wäre. Unser Leben war damals eher ein Überleben. Unserem damals 9-jährigen Sohn wurde ein schmerzhafter Knoten im Bein rausoperiert. Nach der OP ging es ihm schnell besser und schon eine Woche später hat keiner von uns mehr einen Gedanken daran verschwendet. Und dann, einen Monat später, kam ein Anruf, der uns den Teppich unter den Füßen wegzog. Das Gewebe aus dem Bein sei durch verschiedene Labore gegangen, um die Diagnose abzusichern: er habe eine seltene Art von Krebs und müsse umgehend in die Charité um sofort mit einer 9-monatigen Chemo zu beginnen. Mir läuft es immer noch eiskalt den Rücken herunter, wenn ich an diesen Moment denke. Was das mit einer Mutter, mit einer ganzen Familie, macht, ist nicht in Worte zu fassen. Ich bin ja ein eher nüchterner Mensch, aber in den ersten Tagen nach diesem Anruf waren Tränen an der Tagesordnung. In den darauffolgenden Monaten haben wir alle gekämpft. Mein Sohn mit den Medikamenten, der Angst, den Schmerzen, dem Haarverlust, der Isolation von seinen Klassenkameraden und Freunden. Wir Eltern mit der großen Sorge um sein Leben und seine Gesundheit, der Organisation unseres Alltags unter diesen Umständen. Die beiden anderen Kinder (damals 2 und 7) kämpften mit der Abwesenheit ihres Bruders und mir, wenn wir in der Klinik waren, den langen Aufenthaltszeiten in Kita und Hort und der für sie überfordernden Situation insgesamt. Dennoch oder gerade deswegen, entwickelte sich eine Routine. Der Mensch braucht sowas. Eine Verlässlichkeit. Wenn A passiert, dann folgt B. Das beruhigt und strukturiert den Tag. Diese Routine fehlt gerade vielen Menschen durch die schnelle Entwicklung in Sachen Corona. Aber auch hier werden wir Routinen brauchen. Routinen, wenn jemand krank wird, wenn jemand gepflegt werden muss, wenn die ganze Familie auf einmal tage- und wochenlang dichter zusammenleben muss, wenn ein Familienmitglied dauerhaft nicht zuhause ist aufgrund eines Jobs im Gesundheitswesen, wenn wir auf einmal weniger von allem haben. Das kann explosiv sein. Ich erzähle dir das nicht, um auf die Tränendrüse zu drücken oder Angst zu schüren, sondern, weil wir alle im gleichen Boot sitzen, egal wie alt, wie reich, welche Hautfarbe wir haben. Auf einmal fallen Aktivitäten weg, die unsere Routine bisher bestimmt haben. Eine unbestimmte Angst vor dem Virus und/oder dem Zusammenbrechen unseres Systems schweben gerade über allem. Wir brauchen einen Halt. Das kann für jeden anders aussehen, aber da wir ja gerne nähen, kann das unsere Therapie sein. Nähen als Therapie, wirklich? Ja! Mit 3 Ausrufezeichen. Als ich mich das erste Mal während der Chemo meines Sohnes wieder in meinen Blog eingeloggt hatte, stand ich davor ihn zu löschen. Wie lächerlich oberflächlich und unwichtig erschien mir die Beschäftigung mit Äußerlichkeiten wie Kleidung. Sollte ich in der Situation darüber schreiben wie schön ein Stoff oder Schnitt sei? Ich wollte ihn einfach löschen! Mein Mann hat mich glücklicherweise davon abgehalten mit den Worten: “Lass ihn jetzt einfach ruhen, den Blog, löschen kannst du ihn später immer noch!”. Was für ein Glück. Denn gerade das Nähen und Bloggen wurde zu meiner Oase in den wirklich belastenden Monaten damals. Ich habe das im Blog bewusst nicht thematisiert. Die Nähcommunity, mein Blog, die Zeit an der Nähmaschine, das war eine Welt für mich, in der ich den Krebs ausklammern konnte. Eine heile Welt, in der ich was Schönes sehen und machen konnte, in der ich dadurch auftanken konnte. Ja, das hatte eine therapeutische Wirkung auf mich. Ich kam zur Ruhe, musste mich auf Anleitungen, gerade Nähte etc. konzentrieren. Mein Geist war dadurch abgelenkt. Es war wie eine Art Meditation, bei der am Ende ein fertiges Kleidungsstück heraus kam. Ich denke, wir werden diese Oasen in unserem Leben mehr denn je brauchen. Eine kurze Pause, in der wir abtauchen können. Und wenn es nur für eine halbe Stunde ist. Wenn du also denkst, dein Hobby, das Nähen sei jetzt gerade das am wenigsten wichtige, dann denk noch mal drüber nach. Nähen beruhigt. Nähen macht Freude. Nähen ist Therapie. Nimm dir auch in stürmischen Zeiten die Zeit zum Nähen. Vielleicht ist es für dich ein anderes Hobby, das dir genau das gibt. Oder du denkst jetzt, dass du das Nähen doch mal ausprobieren möchtest. Dann ran an die Maschine! Wenn du noch keine hast, leih dir eine oder kaufe dir erst mal eine günstige bei Kleinanzeigen. Community als Hafen Ein Stück weit haben wir uns in den letzten Jahren freiwillig isoliert. Wir kommunizieren immer mehr über Whatsapp, Facebook und Co anstatt direkt mit unseren Mitmenschen zu kommunizieren. Immer häufiger ist ein Bildschirm zwischen der Kommunikation. Einfach mal anrufen oder sich mit anderen treffen ist in den Hintergrund gerückt. Und selbst wenn wir mit anderen zusammen sind, ist das Handy immer präsent. Das meine ich mit freiwilliger Isolation. Nun werden wir kollektiv in eine Isolation gezwungen. Das ist neu. Sowas kenne ich nicht. Jeder soll möglichst zuhause bleiben. Nur wirklich notwendige soziale Kontakte sollen stattfinden. Alle Events, Schulungen, Unterricht und Co. werden abgesagt. Das sind alles Kontaktmöglichkeiten mit anderen Menschen, die nun wegfallen. Länder machen ihre Grenzen zu. Unser Leben wird kleiner. Dadurch wird die Kommunikation über Bildschirme tatsächlich wichtig. Handy, Tablet, Laptop, das sind jetzt die Wahl für menschliche Interaktion, wenn sie über den häuslichen Rahmen hinausgeht. Wie gut, dass es das gibt. Wie gut also, dass wir unsere Bildschirme haben um uns mit anderen Menschen zu verbinden. Unsere Sorgen zu teilen, aber auch Witze zu machen, uns gegenseitig auf die Schippe zu nehmen, voneinander zu lernen und sich übers Nähen und andere Themen auszutauschen. Bis Ende der Woche läuft der Blusenshirt Sew- & Style-Along und dort schrieb eine Frau: “Der Sew-Along ist eine schöne Ablenkung von Corona”. Das stimmt. Sich über ein Thema auszutauschen, wo man den Virus ausklammern kann, tut gut. Und es tut gut, sich nicht ständig den Corona Live-Ticker durchzulesen, sobald es eine neue Meldung gibt. Weiterbildung Das Schöne am Nähen und anderen handwerklichen Hobbies ist, dass du am Ende etwas Handfestes in den Händen hältst. Ja, Hände, Hände, Hände. Die können was. Mehr als nur tippen. Nutze das und lasse sie Neues entdecken. Probier mal neue Techniken aus. Hast du bisher nur Patchwork genäht? Dann probiere es mal mit einem Kleidungsstück und umgekehrt. Auch für Profis gibt es immer wieder etwas zu entdecken mit und an der Nähmaschine. Du kannst etwas flicken, dich aber auch künstlerisch verwirklichen. Teile dein Wissen, deine Tricks und deine Ideen, damit wir uns alle daran erfreuen können. Dieses nachher in den Händen halten und anderen zeigen können, bringt so ein gutes Gefühl der Zufriedenheit. Stolz. Wenn du nun unerwartet Zeit hast, weil Termine oder gar ganze Reisen ausfallen, dann nutze sie um dich weiterzubilden. Keine Sorge, niemand erwartet, dass du in den kommenden 3 Wochen eine komplette Ausbildung machst, aber du kannst eine Nähtechnik ausprobieren vor der du dich schon immer gescheut hast, endlich den Online-Kurs zuende machen, den du vor Monaten mal angefangen hast, oder dich etwas ganz Neuem zuwenden, das dich schon länger interessiert, sei es für Hobby oder Beruf. Online lernen wird gefragter denn je sein. Ich plädiere immer dafür, dass du in dich selbst investierst, in deine Kenntnisse und Fähigkeiten. Denn diese kann dir keine Krise nehmen! Was du im Kopf hast, hast du. Das Lernen und Ausprobieren lenkt ab und du nutzt die Zeit produktiv. Denn Corona wird auch wieder vorübergehen und das Gefühl diese Lebenszeit produktiv genutzt zu haben, wird dir ein gutes Gefühl geben. Sinnvolle Beschäftigung für Kinder Ich habe mir vorgenommen, die Corona-Ferien zu nutzen, um meinen Kindern etwas von dem beizubringen, was ich kann. Meiner Tochter werde ich einiges an der Nähmaschine zeigen. Sie hat sich zwar schon häufiger an den Zierstichen ausgetobt, aber jetzt ist sie 8 und kann durchaus lernen, ein einfaches Kleidungsstück selbstständig zu nähen. Da sie gerade Hosen braucht, werden wir zum Einstieg eine einfache Jogginghose nähen. Sie findet die Idee gut und meinte zu mir: “Wenn man dann nichts mehr zum Anziehen kaufen kann, mache ich es einfach selber.” So weit soll es nicht kommen, aber: “Ja.” Mein mittlerer Sohn soll lernen sich ums Mittagessen zu kümmern und ich werde ihm zeigen, wie er eine Webseite gestalten kann. Mein Großer wird mit meinem Mann ein Gartenhaus bauen. Im Alltag bisher habe ich das vernachlässigt, den Kindern bewusst etwas beizubringen. Es musste immer etwas erledigt werden. Erledigt war gut. Kind, du hast die Hausaufgaben schon erledigt? Sehr gut. Eine Sorge weniger. Etwas worum ich mich nicht kümmern musste. Auch auf die Gefahr hin, dass es nicht auf jeden zutrifft, aber die aktuelle Situation birgt auch Chancen Dinge zu tun, die wir lange haben schleifen lassen, die wir schon immer machen wollten, Zeit für die Kinder und die Familie. Zeit Erinnerungen zu schaffen wie viele Hobbynäherinnen sie haben: “Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich mit der Knopfkiste meiner Oma gespielt habe”, “Wie meine Mutter mich beim Nähen auf dem Schoß hatte”. Reparieren und Upcycling als Notwendigkeit? Die Wirtschaft wird gerade ausgebremst. China, einer unserer wichtigsten Lieferanten für maschinell hergestellte Produkte, kann nicht mehr so liefern wie wir es alle gewohnt sind. Ich kann mich an keinen Mangel an Waren in meinem 43-jährigen Leben erinnern. Immer war alles da. Und plötzlich ist da dieser Gedanke, dass es auch anders sein kann. Wenn die halbe Welt sich über mehrere Wochen verlangsamt in der bisherigen Produktion, werden wir das zu spüren bekommen. Im Magazin “Textilwirtschaft” lese ich schon seit einigen Wochen, dass die Modebranche stark unter den Auswirkungen von Corona leidet. Die Menschen bleiben den Geschäften fern wegen der Ansteckungsgefahr aber auch aus finanziellen Gründen. Wenn wir weiter denken, werden die Geschäfte auch Lieferengpässe für kommende Kollektionen erwarten können, denn ein Großteil der Ware, die wir in Bekleidungsgeschäften kaufen können ist nun mal “Made in China”. Zitat textilwirtschaft.de: “Bei den Lieferungen aus China wird es zu Engpässen kommen, davon ist GermanFashion-Beschaffungsexperte Thomas Ballweg überzeugt. In diesem Frühjahr wird aber wohl nur ein bisschen weniger Ware als üblich verfügbar sein. So ähnlich sieht das auch Tom Tailor. "Derzeit gehen wir davon aus, dass sich die Auswirkungen in der Mai-/Juni-/Juli-Lieferung in Maßen halten", so eine Sprecherin. Allerdings nur, wenn die Produktion bis Mitte März wie geplant wieder bei 100% sei. Einige Anbieter versuchen Aufträge auf andere Fertigungsländer umzuschichten, um so auf der sicheren Seite bei den Lieferterminen für Herbst/Winter zu sein. Denn bei diesen Programmen könnte es, geht man vom klassischen Kollektionsrhythmus aus, wirklich eng werden, rechnet Beschaffungsexperte Jan Hilger vor. "Wenn die Rohware jetzt nicht fertig werden kann und in die Pipeline kommt, wird es zu signifikanten Problemen in der Supply Chain kommen." Das Auslagern in andere Länder wird gerade auch schwierig, weil sich die Lähmung nun auf die ganze Welt ausbreitet. Das wird sich vermutlich auch in Stofflieferungen bemerkbar machen. Wenn dazu noch Großhändler auf Kurzarbeit umstellen müssen, werden wir das auch in den Stoffgeschäften zu spüren bekommen. Das wünsche ich natürlich keinem Stoffhändler, insbesondere nicht denen, die mir am Herzen liegen. Müssen wir uns etwa wieder auf das gute alte Flicken einlassen? Sachen nicht gedankenlos in die Altkleider werfen? Ressourcen schonen? Mitbürgerinnen, die in der DDR aufgewachsen sind, kennen das noch, weil es damals nicht anders ging. Vielleicht tut es uns ja auch mal gut, nicht so im Überfluss zu leben und Sachen zu einem längeren Leben zu verhelfen. Mit den eigenen Händen. Unabhängig von der Quarantäne ist es schon länger ein richtiger Trend, Kleidung sehr kunstvoll zu reparieren. Ein kleiner Buchtipp an dieser Stelle: “Mending Matters” von Katrina Rodabaugh. Ich habe es schon oft als Empfehlung gesehen und tolle Resultate von Frauen, die nach der Methode Jeans flicken. Wenn du aktuell ein Buch oder Stoff brauchst, dann kaufe es lokal oder bei kleinen Händlern, denn gerade die kleinen Geschäfte leiden am schnellsten unter dem wirtschaftlichen Druck, der auf einmal da ist. Der Begriff Slow Fashion bekommt auf einmal eine ganz neue Dimension. Wer mit Nadel und Faden umgehen kann, ist klar im Vorteil. Wenn wir für die Herbst-Winter-Mode oder darüber hinaus tatsächlich mit Engpässen rechnen müssen, werden wir immer noch etwas zum Anziehen haben, da bin ich mir sicher. Dafür hat Deutschland mit 2 Milliarden kaum getragenen Klamotten in den Kleiderschränken schon die letzten Jahre ausreichend gehamstert. Mit vorhandenen Sachen kreativ werden, darin sehe ich aktuell ein großes Potenzial für die Selbstverwirklichung an der Nähmaschine. Außerdem sehe ich große Chancen für den Second-Hand-Markt. Und das nicht nur für Bekleidung. Fazit: Nähen als Hafen in stürmischen Zeiten trifft es für mich sehr gut. Zur Ruhe kommen und abschalten, auch wenn es nur kurz ist, hilft dir wieder Energie zu tanken. Energie, die Menschen um dich herum zu unterstützen. Bringe dich in online Communities ein, die dich interessieren. Dort hast du die Möglichkeit, dich über Themen auszutauschen, die dich von deinem Alltag ablenken. Ein kleiner virenfreier Hafen. Bringe deine Skills auf das nächste Level. Ob Nähskills oder andere, nutze die Zeit zuhause um dich mit Online-Kursen weiterzubilden. Wenn du Kinder zuhause hast, gib ihnen die Möglichkeit von dir etwas zu lernen, wozu im normalen Alltag keine Zeit bleibt. Nutze die Ressourcen in deinem Stoffregal und Kleiderschrank kreativ und verantwortungsvoll. Bleib gesund, finde einen kleinen Hafen für dich zum Abschalten und denk dran: Näh immer deinen Stil! Liebe Grüße, Elke -- Wenn dir diese Episode des Näh deinen Stil Podcasts gefallen hat, würde ich mich sehr über eine positive Bewertung freuen.  ALLGEMEIN Elle Puls Schnittmustershop und Nähblog https://ellepuls.com Lade dir kostenlose Schnittmuster herunter https://ellepuls.com/kostenlose-schnittmuster/ Dein Erfolg beim Nähen soll lange anhalten. Nicht nur an der Nähmaschine, sondern auch beim Tragen deiner selbst genähten Garderobe.  Erfahre mehr über meinen Club: https://www.ellepuls.com/nds-club Hast du Lust, ein ganzes Wochenende lang mit Gleichgesinnten zu nähen? Dann komm in eines meiner Nähcamps in ganz Deutschland. https://ellepuls.com/naehcamp-tour/ Elle Puls auf Instagram https://instagram.com/ellepuls/ Elle Puls auf Pinterest https://www.pinterest.de/pulsinchen/ Elle Puls auf Facebook http://facebook.com/ellepuls  
Was ist ein Sew-Along? Diese Frage erreichte mich in den letzten Tagen vermehrt, weil ich ja gerade zum Blusenshirt Sew- & Style-Along einlade, der im März stattfinden wird. Dazu erzähle ich dir gleich noch mehr, aber erst einmal möchte ich auf die Frage eingehen, damit auch klarer wird, was dich bei meiner Mitmach-Aktion im März erwartet. Das Wort Sew-Along kommt aus dem Englischen und ich übersetze es mal als: “Mitnähen”. Ich beschreibe das gerne so: ein Sew-Along ist wie ein Nähtreffen nur online und zeitlich über mehrere Tage oder Wochen verteilt. Das erlaubt ortsunabhängig dabei zu sein, in Ruhe für sich nähen zu können, aber dennoch in Gemeinschaft zu sein. Klingt vielleicht widersprüchlich, ist es aber nicht. Ich finde Sew-Alongs genial und habe schon 2016 den damals sehr beliebten Jacken-Sew-Along ins Leben gerufen. 2017 dann den Blusen-Sew-Along. Damals lief fast alles noch über den Blog und der Austausch entstand hauptsächlich im Blog und bei Instagram, weil damals noch viel mehr Frauen auch kleine Blogs geführt hatten. Mit einer sogenannten Linkparty konnten die Teilnehmerinnen ihre Blogartikel und Instagramfotos verlinken. So konnte jeder den Fortschritt der anderen verfolgen und zum Teil sehr detaillierte Beschreibungen zur Stoff- und Schnittauswahl sowie zu den einzelnen Nähschritten lesen. Leider hat sich die Blogszene im Nähbereich durch die Einführung der neuen DSGVO 2018 gelichtet. Viele kleinere, nicht kommerzielle Blogs haben aufgehört, weil ihnen die rechtlichen Anforderungen zu hoch wurden für ihr Hobby, dem Bloggen. Wo finden sie heute statt? Sew-Alongs brauchen eine Plattform, auf der sich die Teilnehmerinnen austauschen können. Blogs habe ich bereits genannt, aktuell sind Facebook-Gruppen dazu sehr beliebt oder aber auch Hashtags bei Instagram. Wie lange so ein Sew-Along dauert, legt die Veranstalterin fest und ist sicherlich abhängig vom geplanten Projekt. Ein Mantel mit Futter braucht natürlich mehr Zeit als eine Kosmetiktasche. Dies kann also von ein paar Stunden bis zu mehreren Wochen dauern. Warum machen Frauen bei solchen Aktionen mit? Weil es Spaß macht und du die Community genießen kannst. Das Nähen findet ja meist im stillen Kämmerlein statt und durch einen Sew-Along kannst du dich dennoch mit Gleichgesinnten austauschen. Es entsteht eine positive Gruppendynamik, die dich motiviert mitzumachen und am Ball zu bleiben, was gerade bei größeren Projekten von Vorteil sein kann. Du kannst bei Fragen schnell Hilfe erhalten, denn im Schwarmwissen findet sich immer eine Antwort, die dir weiterhilft. Die Projekte der anderen Teilnehmerinnen inspirieren Am Ende feiern alle ihre Ergebnisse gemeinsam. Wer veranstaltet sowas? Häufig sind es Blogger, Influencer, Schnittanbieter, aber solche Sew-Alongs können auch im kleinen Kreis in privaten Facebook- oder Whatsapp Gruppen stattfinden. Es gibt aus meiner Sicht zwei verschiedene Arten von Sew-Alongs: Einmal gibt es die Variante, bei der sich alle einem ganz konkreten Schnittmuster widmen und dieses Step by Step zeitgleich in kleinen Häppchen nähen. Ich nenne sie mal Schnittmuster Sew-Along. Du kannst dir das so vorstellen wie ein detailliertes Ebook, das man gemeinsam durchnäht.Häufig sind es Schnitthersteller und Stoffgeschäfte, die dies für einen bestimmten Schnitt oder auch zur Promo eines bestimmten Stoffes aus ihrem Sortiment anbieten. Ein Sew-Along erregt Aufmerksamkeit, weil die Werbetrommel dafür gerührt wird und die Aktion terminlich gebunden ist. Dadurch eignet sich ein Sew-Along natürlich gut als Marketingaktion. Es kurbelt die Schnitt- und/oder Stoffverkäufe an, die Aufmerksamkeit wird auf das Schnittmuster gerichtet und am Ende sind viele Designbeispiele entstanden, die natürlich auch wieder förderlich sind für den Verkauf.Während dieser Sew-Alongs werden in der Regel die Nähschritte bis aufs kleinste aufgeschlüsselt, so dass auch Frauen mitmachen, die sich das alleine nicht zugetraut hätten. Dazu bietet sich das Videoformat an oder detaillierte Foto-Anleitungen. Du siehst, so ein Sew-Along ist eine Win-Win-Situation. Die Veranstalter erhalten Social Media Aufmerksamkeit und bessere Verkäufe, die Teilnehmerinnen erhalten tolle Tipps wie man ein bestimmtes Schnittmuster näht. Wenn die Teilnahme an einen Schnitt gebunden ist, kann es natürlich passieren, dass dir dieser nicht gefällt oder du ihn gerade genäht hast oder er dich aus einem anderen Grund aktuell nicht anspricht. Der Vorteil ist, dass du am Ende einer solchen Veranstaltung viele Tipps und Tricks erhalten hast um diesen oder einen ähnlichen Schnitt noch mal zu nähen. Meist stellen die Schnitthersteller diesen Sew-Along, also die Beiträge dazu, auch nach dem Ende der Aktion z. B. Im Blog zur Verfügung, so dass auch im Nachhinein noch jemand hingehen kann und die Anleitungen nutzen kann. Ein toller Service für alle, die Schritt für Schritt durch ein Nähprojekt geführt werden möchten. Das ist dann quasi von der Anleitung noch mal eine Steigerung zum E-Book, weil einfach noch mehr Infos rund um die Stoffauswahl, Alternativen in den Nähtechniken etc. Besprochen werden können. Die zweite Variante ist deutlich freier, denn hier wird in der Regel kein Schnitt, sondern ein Thema oder ein Kleidungsstück vorgegeben. Daher nenne ich diese Form mal Themen-Sew-Along.Beispiele dafür könnten sein: wir nähen uns ein Weihnachtskleid oder in meinem aktuellen Sew- & Style-Along ein Blusenshirt für den Frühling. Es gibt auch andere Sew-Alongs, für die du deine Kreativität so richtig aktivieren musst wie z. B. Wenn du einen Designerlook nacharbeiten sollst. Ach, ich glaube da gibt es viele verschiedene Themen, die man nähtechnisch angehen kann.Die Veranstalterin gibt das Thema vor und definiert, wie breit das gefasst ist. Manchmal ist es sehr frei. Zum Beispiel habe ich mal einen Herbst Sew-Along gesehen, bei dem es nur darum ging, etwas für den Herbst zu nähen. Egal ob Kleidung, Deko, Taschen… Es sollte nur einen Bezug zum Herbst haben. Als ich meinen Aufruf für den Sew-Along im März bei Facebook gepostet habe, wurde ich auch gefragt, wie denn der Sew-Along funktionieren soll, wenn nicht alle das gleiche nähen. Als ich die Frage gelesen habe, wusste ich, dass ich einen Podcast oder Blogartikel dazu machen muss. Erstmal noch vorweg: der Grund, warum ich immer diese Form des Sew-Alongs veranstaltet habe, ist dass ich die Vielfalt sehen möchte. Mein Motto ist Näh deinen Stil. Wenn ich einen Schnitt vorgebe, dann schränke ich die Möglichkeiten, dem eigenen Stil gerecht zu werden, ein. Wie funktioniert das nun also mit einem Themen-Sew-Along? Auch hier gibt es einen Plan, wann was passiert. Dies könnte zum Beispiel so aussehen, dass am ersten Termin das Thema genau vorgestellt wird und Fragen dazu beantwortet werden. Beim zweiten Termin werden die Schnitte diskutiert und ausgewählt, am dritten die Stoffauswahl, dann kommt der Zuschnitt, Änderungen am Schnitt, Nähschritte… Die Teilnehmerinnen tauschen sich über ihre Projekte aus und das finde ich so inspirierend, denn so kannst du tolle Schnitte und Umsetzungsideen mitverfolgen und deine eigenen teilen. Die Vorgaben bei einem solchen Sew-Along können also so vielfältig und individuell sein wie die Menschen, die sie veranstalten. Und erst durch die Teilnehmerinnen wird der Sew-Along lebendig. Denn was wäre eine Veranstaltung ohne Teilnehmer? Ich finde der Themen-Sew-Along fordert deine Kreativität mehr als ein Schnittmuster-Sew-Along. Dafür setzt die Veranstalterin aber auch voraus, dass du in der Lage bist, das von dir gewählte Projekt zu nähen. Ich freue mich auch schon total darauf zu sehen, was für schöne Blusenshirts im März entstehen werden. Nun kennst du also die beiden Sew-Alongs, die ich so identifiziert habe. Vielleicht kennst du ja noch eine ganz andere Form des Sew-Alongs. Das würde mich natürlich brennend interessieren. Schreibe gerne einen Kommentar unter den Shownotes zu dieser Podcast Episode. Was wird also bei meinem Blusenshirt Sew- & Style-Along passieren? Erst einmal möchte ich sagen, dass ich total glücklich bin über die vielen Anmeldungen. Denn wenn ich mir etwas ausdenke, dann bin ich natürlich immer sehr gespannt, ob mein Projekt auch angenommen wird. Vorweg, es wird eine kostenlose Mitmach-Aktion an der Nähmaschine und vor dem Spiegel. Denn wie das Wort „Style“ vermuten lässt, wird es nicht nur ums Nähen gehen, sondern auch darum, wie du es nachher trägst. Aber nicht nur das, denn bei der Auswahl von Stoff und Schnitt wird meiner Meinung oft total gut darauf geachtet, dass das eine zum anderen passt, also der Stoff zum Schnitt, aber genauso oft vergessen wird zu schauen, ob diese Kombination zur Trägerin passt. Denn nicht umsonst landen viele zu Ende genähte Sachen in der dunkelsten Ecke des Kleiderschranks. Das kann es ja nicht sein. Deswegen werde ich den Teilnehmerinnen bei der Stoff- und Schnittauswahl Tipps aus Stylisten-Sicht geben. Der Figurtyp kann eine Rolle spielen. Die Ausschnittform kann vorteilhaft oder nicht für die Figur sein, aber es ist nicht nur eine Frage des Figurtyps, sondern auch des persönlichen Stils, welche Wahl getroffen wird. Darüber kann ich lange reden und schreiben und ich teile mein Wissen darüber sehr gerne. Wenn du mitmachst, wirst du von mir während des Sew- & Style-Alongs, der vom 6.-19.3. stattfindet, regelmäßig Mails erhalten mit den Aufgaben für den Tag. In der Facebook-Gruppe findet der Austausch dazu statt. Dort werde ich auch Live-Videos machen mit spannenden Infos rund um die stilgerechte Schnitt- und Stoffwahl. In der zweiten Woche wird dann genäht, vom 12.-19.3. mit Posts in der Gruppe zu den Tagesaufgaben. Am letzten Tag gibt es natürlich ein Foto-Finale damit wir gemeinsam die fertigen Blusenshirts feiern können. Plus, abends am 19.3. gebe ich ein Webinar dazu, wie du dein Blusenshirt für dich individuell stylen kannst. Ich kann es kaum erwarten. Wenn du dabei sein möchtest, dann melde dich jetzt an unter ellepuls.com/blusenshirtssa Ich freue mich auf dich. Deine Elle -- Wenn dir diese Episode des Näh deinen Stil Podcasts gefallen hat, würde ich mich sehr über eine positive Bewertung freuen.  ALLGEMEIN Elle Puls Schnittmustershop und Nähblog https://ellepuls.com Lade dir kostenlose Schnittmuster herunter https://ellepuls.com/kostenlose-schnittmuster/ Dein Erfolg beim Nähen soll lange anhalten. Nicht nur an der Nähmaschine, sondern auch beim Tragen deiner selbst genähten Garderobe.  Erfahre mehr über meinen Club: https://www.ellepuls.com/nds-club Hast du Lust, ein ganzes Wochenende lang mit Gleichgesinnten zu nähen? Dann komm in eines meiner Nähcamps in ganz Deutschland. https://ellepuls.com/naehcamp-tour/ Elle Puls auf Instagram https://instagram.com/ellepuls/ Elle Puls auf Pinterest https://www.pinterest.de/pulsinchen/ Elle Puls auf Facebook http://facebook.com/ellepuls  
Bei manchen Näherinnen ist nähen wie gekauft verpönt, für andere wiederum genau das was sie wollen. Es soll genauso aussehen, wie man es im Laden bekommt. Weder das eine noch das andere ist richtig oder falsch. Jeder hat einfach seine individuelle Motivation zu nähen. Soll es etwas Ausgefallenes werden, was sonst niemand hat, oder soll es ein unauffälliges Basic sein, das super passt und sich easy kombinieren lässt? Genauso unterschiedlich sind die Herangehensweise an ein Nähprojekt: nähst du genau nach Schnitt und Anleitung, ganz frei, nie mit Schnitt oder liegt dein Vorgehen irgendwo dazwischen? Ich habe mir das Nähen zum Teil selber beigebracht, brauchte aber schon Anleitungen dafür. Ich habe immer wieder schwierigere Projekte ausgewählt, um mich weiterzuentwickeln. Wenn mir eine Nähtechnik nach einer Weile geläufig ist, kann ich freier werden und mehr improvisieren. Das ist ganz ähnlich wie beim Kochen bei mir. Ich probiere ab und zu mal neue Zutaten aus, brauche dann aber erst einmal ein Rezept, damit die Verhältnisse stimmen und es hinterher auch schmeckt. Dass das Ergebnis den Kindern nicht immer schmeckt ist ein anderes Thema... Wenn ich das Gericht dann 2-3 mal gekocht habe, variiere ich freier, werfe noch einen Rest von gestern hinzu oder statt der Zucchini Erbsen. Nehme statt der Nudeln mal Reis. Vielleicht kennst du das. Insgesamt kann ich beim Kochen freier arbeiten als beim Backen. Da müssen die Zutaten schon abgewogen werden und stimmen, damit der Kuchen am Ende aufgeht. Und so bleibt... Genauso finde ich, dass es Nähprojekte gibt, bei denen sie besser werden, wenn ich frei arbeite, wie z. B. Bei Taschen, aber bei Kleidung muss ich mich mehr ans Backrezept halten, damit mein Plan aufgeht, zumindest was die Grundkonstruktion angeht. Ok, jetzt genug vom Kochen und Backen, sonst bekomme ich noch Hunger während der Podcastaufnahme. Kommen wir zum eigentlichen Thema heute, nämlich dem Kopieren von Lieblingsteilen im Kleiderschrank. Du hattest bestimmt auch schon mal ein gekauftes Lieblingsteil, das du getragen hast, bis es auseinander fiel. Irgendetwas muss an diesem Teil richtig gut gewesen sein. Wodurch wurde es zum Lieblingsteil? War es die Farbe? Die Passform? Das Design? Wie sich der Stoff anfühlte? Oder eine Kombination aus den gerade genannten Eigenschaften? Wenn du Glück hast, ist es ein Teil, das der Hersteller deines Lieblingsteils dauerhaft im Sortiment hat und du kannst es einfach nachkaufen. Das ist natürlich die einfachste Variante, aber oftmals wechseln die Kollektionen schnell und das schöne Oberteil, das du doch noch gerne in einer anderen Farbe nachgekauft hättest, gibt es nicht mehr. Letzte Woche habe ich einen Blogartikel veröffentlicht, in dem ich dir 10 interessante Blusenshirt Schnittmuster vorstelle. Ich finde der Markt für solche eher leicht zu nähenden Webware Oberteile wird immer vielfältiger und wer suchet, der findet. Aber manchmal liegt das Gute so nah, nämlich in deinem Kleiderschrank. Dein Lieblingsteil sagt dir, wovon du mehr bräuchtest. Und nutze die Gelegenheit, es zu kopieren, bevor es auseinander fällt. Das solltest du auf jeden Fall dann ausprobieren, wenn du Schwierigkeiten hast, etwas Passendes im Laden oder bei Schnittanbietern zu finden. Manchmal ist es einfacher und schneller einen Schnitt abzunehmen als nach einem ähnlichen Schnitt zu suchen, was ja unter Umständen Stunden oder Tage dauern kann. Diesen Schnitt dann zu kleben oder abzupausen, Design- und Passformänderungen vorzunehmen und dann zu nähen. Aber natürlich hängt es stark von deinen Vorkenntnissen ab und davon wie experimentierfreudig du bist. Ich will nicht sagen, dass es besser ist einen Schnitt abzunehmen, aber ich finde, dass es eine Option ist, die schnell vergessen wird, obwohl sie so nahe liegt. Wenn du zum ersten Mal einen Schnitt von einem Kleidungsstück abnimmst, würde ich es erst einmal mit einem einfachen Oberteil aus Webware ohne Stretch ausprobieren. Um erfolgreich Kleidungsstücke aus Jersey oder Stretchstoffen zu kopieren, ist es total wichtig, dass die Stoffqualität möglichst ähnlich ist wie die des Originals. Ich spreche aus Erfahrung. Vor Jahren habe ich den Schnitt meiner Lieblingsjeans abgenommen und aus zwei verschiedenen Jeansstoffen nachgenäht, die beide dem Original nicht nahe gekommen sind. Sie waren weicher, elastischer als das Original und waren nach kurzem Tragen schon ausgeleiert. Daher empfehle ich für dein erstes Kopierprojekt ein Webwareteil zu nehmen und daraus auch erst einmal ein Probestück zu nähen. Ach ja, und auch das Stoffgewicht ist ein wichtiger Punkt, damit das Teil dem Original möglichst ähnlich wird. 4 Methoden wie du einen Schnitt abnehmen kannst Dafür brauchst du für alle Varianten: Ein Lineal Idealerweise ein Kurvenlineal Radiergummi Bleistift Einfaches symmetrisches Oberteil, gewaschen und gebügelt Methode 1: Die vermutlich einfachste Methode ist es, das Kleidungsstück dicht entlang der Nähte zu zerschneiden und die Einzelteile als Vorlage für den Schnitt zu verwenden. Wenn es ein symmetrisches Oberteil ist, kannst du Vorder- und Rückenteil an der hinteren und vorderen Mitte halbieren wie du es auch von Kaufschnittmustern her kennst und in Ruhe auf ein Schnittmusterpapier übertragen. Mein Tipp an dieser Stelle: fotografiere alle Details zur Verarbeitung bevor du es zerschneidest. So kannst du immer wieder nachschauen, wie das Teil verarbeitet war und es nachbauen. Wenn der Schnitt einen Abnäher hat, finde ich die Herangehensweise von Kathi vom YouTube Kanal How to slay Omas Kleiderschrank sehr gut. Sie beginnt nämlich mit dem Abnäher und zeichnet von da aus weiter. Kathi zeigt das anhand eines Maxikleids, das sie kopiert. Ich verlinke dir das entsprechende Video in den Show Notes. Der Vorteil: einfach. Der Nachteil dieser Methode liegt klar auf der Hand: Dein Lieblingsteil ist hinterher zerstört! Das macht also nur Sinn, wenn es eh schon kaputt ist oder total zerschlissen. Wenn es ausgeleiert ist, ist es schon zu spät fürs Kopieren. Methode Nr. 2: auf durchsichtige Malerfolie übertragen Kopiere den Schnitt ohne das Kleidungsstück zu zerschneiden. Beliebt sind durchsichtige Malerfolien und wasserfester Stift. Bei YouTube habe ich auch Varianten gesehen, wo das Oberteil an der V. Mitte halbiert auf den Tisch gelegt wurde, die Folie drüber um dann die Umrisse abzuzeichnen. Das erscheint auf den ersten Blick einfach und logisch, aber… Vorteil: erscheint einfach Nachteil: Dadurch, dass die Folie auf dem Kleidungsstück liegt, kannst du nicht besonders genau zeichnen. Das ist was für alle, die gerne quick & dirty arbeiten. Vermutlich passen die Teile hinterher nicht so richtig zusammen. Das ist mir persönlich zu ungenau. Aber vielleicht hast du damit gute Erfahrungen gemacht oder einen Trick? Dann kommentiere das gerne im Blog unter den Show Notes zu dieser Episode. Methode Nr. 3: auf Papier übertragen Lege dir ein großes Stück Papier auf den Tisch. Ich habe eine Rolle Plotterpapier in dünnerer Qualität zu hause, was ich als Schnittpapier verwende. So kann ich immer Stücke in der gebrauchten Länge abschneiden. Das Oberteil legst du nun wieder halbiert auf das Papier und zeichnest die Umrisse aus Bleistift nach. An manchen Stellen musst du das Kleidungsstück etwas anheben, um zum Beispiel die Ärmelnaht an Vorder- und Rückenteil einzuzeichnen. Vorteil: das Teil bleibt erhalten, das Papier liegt flach, so dass du genauer zeichnen kannst Nachteil: Es bleibt schwierig, solche Stellen wie Ärmelnähte nachzuzeichnen Methode Nr. 4: Prickeln Das ist meine bevorzugte Methode, weil sie die größte Genauigkeit zulässt. Das Prinzip: Prickeln wie im Kindergarten. Du brauchst also eine weichere Unterlage, die keine Löcher bekommt, wenn du mit der Nadel durch stichst. Das kann eine Schneidematte, ein kurzfloriger Teppich, eine Matratze, ein Stück Karton etc. sein. Zuunterst liegt also diese prickelfähige Unterlage, darauf legst du dein Schnittpapier (keine Folie), darauf dein Kleidungsstück. Nun kannst du mit einer spitzen etwas dickeren Nadel die Linien entlang prickeln und vor allem die versteckten Linien nachprickeln. Anschließend kannst du die geprickelte LInie mit Bleistift und Lineal nachzeichnen. Meine Tipps: Bei allen 4 Methoden macht es Sinn, vorher den Fadenlauf am Oberteil zu finden und zu markieren. Du kannst ihn einbügeln oder mit Handstichen nachnähen, damit du ihn nicht verlierst. Ein weitere Tipp: schau dir ein fertiges Schnittmuster an, damit du eine Orientierung hast, wie der Ärmel ungefähr aussehen sollte, welche Passzeichen Sinn machen. Übertrage dir deine Notizen gleich mit auf den Schnitt, damit du ihn auch in ein paar Jahren noch mal nachnähen kannst ohne ratlos vor den Schnittteilen zu stehen. Alles schon passiert... Nach dem Abnehmen musst du die Nähte nachmessen: Passt die vordere Schulternaht auf die hintere? Ist die Saumlänge bei beiden Teilen gleich? Braucht es Passzeichen an Ärmeln oder anderen Nähten? Hosenschlitz, Manschetten, Kragen mithilfe eines Schnittteils von einem anderen Schnittmuster übernehmen. Anschließend lohnt sich ein Probeteil aus dem gleichen oder sehr ähnlichen Stoff, wie den, den du verwenden möchtest. So kannst du nochmal ein paar kleinere Justierungen vornehmen. Was sind die Herausforderungen beim Abnehmen eines Schnittes? Beim Schnitt Abnehmen musst du immer mitdenken, denn Abnäher, Raffungen, Falten musst du dabei mit berücksichtigen. Es ist zwar eine Herausforderung, wenn der Schnitt solche Details hat, aber es macht auch Spaß sie anzunehmen und herauszufinden, wie der Schnitt zusammengesetzt ist und wie du das für dich praktisch umsetzen kannst. Du hast natürlich nicht alles so schön vorgekaut wie bei einem Kaufschnitt mit Fotoanleitung, aber ich sage mal, wenn du schon einige Oberteile für dich genäht hast, hast du gute Grundlagen für diese Herangehensweise und kannst sie für dich noch vertiefen und festigen. Diese Kenntnisse geben dir langfristig mehr Freiheit beim Nähen, weil du dich nicht mehr sklavisch an Anleitungen und Schnittvorgaben halten musst, damit dein Nähprojekt ein Erfolg wird. Und Nähinsider fragen sich dann, welchen Schnitt hat sie denn da vernäht? Den kenne ich ja noch gar nicht. Habe ich bei dir das Interesse geweckt, mal einen Schnitt abzunehmen? Vielleicht zum ersten Mal oder nach längerer Zeit mal wieder? Dann wünsche ich dir viel Spaß dabei. Du weißt ja, der einen liegt das Nähen nach Zahlen, also mit Schnitt und Anleitung, die andere braucht Freiheit bei ihren Projekten und will sich nicht durch Schnitte und Anleitungen wühlen. Um aber beurteilen zu können, ob dir das liegt, ein fertiges Kleidungsstück zu kopieren, solltest du es einfach mal ausprobieren. Dazu möchte ich dich heute ermutigen. Ich finde das passt hervorragend zu meinem Hashtag #nähdeinenstil. Verwende ihn gerne, wenn du dein neues Lieblingsteil in den Social Media zeigst. Zum Abschluss habe ich noch einen Buchtipp für dich: “Lieblingsklamotten kopieren” von Swantje Wendt. Ich finde Swantje erklärt das Prinzip Schnitt abnehmen sehr gut. Und für dich schon mal als Info vorab: für den März plane ich wieder eine schöne Mitmach-Aktion, die dieses Mal wieder mit dem Nähen zu tun hat. Ich freue mich drauf und werde dich im Newsletter darüber auf dem Laufenden halten. Ich wünsche dir einen schönen Tag und denk dran: Näh deinen Stil! Links: Lieblingsklamotten kopieren von Swantje Wendt. Schnitt abnehmen Hose mit Gummibund Schnitt Maxikleid mit Abnähern und Raffungen abnehmen -- Wenn dir diese Episode des Näh deinen Stil Podcasts gefallen hat, würde ich mich sehr über eine positive Bewertung freuen.  ALLGEMEIN Elle Puls Schnittmustershop und Nähblog https://ellepuls.com Lade dir kostenlose Schnittmuster herunter https://ellepuls.com/kostenlose-schnittmuster/ Dein Erfolg beim Nähen soll lange anhalten. Nicht nur an der Nähmaschine, sondern auch beim Tragen deiner selbst genähten Garderobe.  Erfahre mehr über meinen Club: https://www.ellepuls.com/nds-club Hast du Lust, ein ganzes Wochenende lang mit Gleichgesinnten zu nähen? Dann komm in eines meiner Nähcamps in ganz Deutschland. https://ellepuls.com/naehcamp-tour/ Elle Puls auf Instagram https://instagram.com/ellepuls/ Elle Puls auf Pinterest https://www.pinterest.de/pulsinchen/ Elle Puls auf Facebook http://facebook.com/ellepuls  
Kürzlich habe ich mich quer durch diverse “Das sind die Modetrends für den Frühling/Sommer 2020” geklickt und gelesen. Wenn du eine treue Zuhörerin meines Podcasts bist, dann weißt du, dass ich selten einem Hype folge, aber ich informiere mich trotzdem gerne ab und an, was gerade angesagt ist, einfach um auf dem Laufenden zu bleiben und Inspiration für meine Kundinnen zu finden. Und auch um zu schauen, ob nicht vielleicht doch etwas dabei ist, was ich für mich und zu meinem Stil passend finde. Du erhältst hier also meine absolut subjektive Trendschau für den Frühling/Sommer 2020. Bevor ich mit den angesagten Trends loslege, muss ich mal meine Freude darüber teilen, dass nun anscheinend ein schlimmer Trend wieder out ist. Sagen zumindest die vorherrschenden Magazine, nämlich der Chunky Sneaker Trend. Auch Dad oder Ugly Sneaker genannt. Ich fand schon in den 90ern diese Buffalo Plateau Sneaker ziemlich schlimm. Genauso wenig konnte ich den Ugly Sneakern (der Name sagt alles), etwas abgewinnen. Ich finde ja viele Styles, die nicht zu mir passen, an anderen toll, aber bei diesen Schuhen fiel es mir von Anfang an schwer, diese in irgendeiner Form gut zu finden. Was wird uns denn am Trendbüffet dieses Jahr so präsentiert? Bei einem Büffet muss man ja immer aufpassen, dass man nicht zu viel futtert. Genauso ist es am Trendbüffet. Picke dir gezielt etwas heraus, das zu dir passt oder, wenn es nicht passt, setze einfach aus. Es ist ja auch immer spannend zu sehen, was von den Laufstegen tatsächlich am Ende des Tages in den Läden für Normalsterbliche hängt. Die extravaganten Outfits der Designer sind sicherlich eine Inspirationsquelle, aber in der Regel ja viel zu überkandidelt für den Endverbraucher. Auch manche Farbe des Jahres setzt sich nicht bis in die Outfits durch, die man so auf der Straße sieht. Zumindest nicht hier am Rande von Berlin. In der Stadt mag das schon wieder anders aussehen. Hier kommen also 7 Trends, die ich mir herausgepickt habe für diese Episode. Es sind Trends, die mir entweder gut gefallen, oder ...nicht. 1. Klassische Anzüge, Dandy Dreiteiler, Herrenhemd Männerhemden trägt man zu Bundfaltenhosen. Statt Ballerinas soll man Combat Boots dazu kombinieren. Und wenn es richtig kalt ist einen Rollkragenpullover, über dem man das Hemd bis zum Bauchnabel aufknöpft. Das Herrenhemd soll Stylish, praktisch und unkompliziert sein und gleichzeitig einen makellos eleganten Look erzeugen. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren, sind Statement-Sprüche oder weitere Verzierungen wie Galonstreifen, Patches nicht mehr so angesagt. Solche Statement Teile können schon ganz cool sein, aber langfristig sind die schlichteren Teile einfach die Langstreckenläufer. Denn die kannst du immer wieder tragen, neu kombinieren und Trends über Accessoires aufgreifen. Von kibadoo gibt es einen neuen Schnitt, die Boyfriend Bluse, mit der du diesen Trend gleich umsetzen kannst. Bei styleARC gibt es auch einiges in die Richtung, aber im Grunde findet sich eine Hemdbluse vermutlich bei allen größeren Schnittanbietern. Ob mit oder ohne Kragen, kannst du ja selbst entscheiden. Einen klassischen Anzug habe ich nicht im Schrank, aber eine Art Anzughose aus Leinen, die so ein bisschen in diese Dandy Richtung geht. Die habe ich im Schlussverkauf gekauft und daher noch nicht so oft tragen können. Aber jetzt wo ich so drüber nachdenke, gehen mir schon ein paar Kombinationsideen durch den Kopf! Einen Dreiteiler werde ich mir wohl nicht anschaffen, aber diese Anzugelemente als Akzent finde ich schon ganz cool. Bei so viel Klassik: ist klar, dass da einiges für den klassischen Typ dabei ist, aber schon etwas extravaganter. 2. Jeans-Upcycling Glamour schreibt: “Nicht nur bei Diy-Fans ist Upcycling beliebt, auch viele bekannte Designer und große Modelabels bedienen sich immer häufiger an bereits Vorhandenem – Resten von Stoff oder alten Textilien – und nähen diese neu zusammen. Ein sehr bekanntes Beispiel: Das Modelabel Vetements kreierte 2017 aus alten Levi's neue Denim-Hosen, die anschließend für das 15-fache des ursprünglichen Preises verkauft wurden! Upcycling ist also nicht nur kreativ, sondern kann auch ziemlich lukrativ sein. Warum der Fashion Hype so groß ist? Die entstehenden "neuen" Kleidungsstücke sind viel individueller als konventionelle Massenware und somit auch begehrlicher.” Mein Upcycling-Herz schlägt höher! Ich habe gestern gleich mal in meinem Upcycling-Stapel 3 Jeans rausgefischt und eine Idee für ein Kleid gesehen. Das Schöne, bei solchen Projekten ist einfach, dass ich mit dem Vorhandenen auskommen muss. So ist damals auch der Schnitt für die Chobe Upcycling-Tasche entstanden. Das Ebook dazu findest du bei mir im Shop. Gerade für den Sommer sind Jeansröcke, die aus alten Jeans gemacht wurden, cool um ein Outfit sehr lässig zu machen. Super für alle, die viel Natürlichkeit/ Unbändigkeit im Stiltyp haben oder aber mehr Natürlichkeit und Lässigkeit in ihren Look bringen wollen. Es hängt ja auch immer davon ab, wie abgewetzt so eine Jeans schon ist und wie wild sie gepatcht wird im neuen Kleidungsstück. Wenn deine Lieblingsjeans also schon seine besten Zeiten hinter sich hat, dann kannst du die gute Passform an Bund und Po gleich für einen Rock weiter nutzen. Dieser Trend ist nicht für jeden. Ich fühle mich sehr angesprochen, weil hier neue Kleidungsstücke entstehen können, ohne dass neue Ressourcen beansprucht werden müssen. Das Abgwetzte, Gepatchte, Unperfekte passt auch nur zu bestimmten Stiltypen so richtig gut, oder muss eben kombiniert werden mit richtig guten Teilen. Also z. B. beim klassischen Typ würde ich schauen, dass die Jeans weniger abgewetzt ist und ein Oberteil dazu gewählt wird, das sehr hochwertig aussieht. Die Schuhe sollten dann auch wieder hochwertig sein. Das ist eben sehr individuell. Jeans auf Jeans geht dieses Jahr auch super. 3. Weite Hosen Das ist jetzt eine gute Überleitung, weil sowohl im Jeans, als auch in anderen Bereichen die Hosen deutlich weiter werden als in den letzten Jahren. Man hat es ja schon gemerkt durch den Culottes Trend, aber die Skinny Jeans ist immer noch omnipräsent. Nun sind aber Bootcut und noch weiter geschnittene Modelle auf dem Vormarsch. Für alles Skinny-Hasser also eine gute Nachricht. Anzughosen dürfen auch überlang sein, so dass sie den Boden streifen, aber ehrlich gesagt, sieht die Hose dann spätestens nach einer Woche kaputt aus. Ich vermute, dass dieser Trend eher auf den Laufstegen bleibt und nicht in den Alltag einziehen wird. Auch Kurze Hosen werden weiter und wieder länger. Bermuda Shorts sind angesagt. Culottes bleiben dadurch weiterhin im Trend und auch Jeans-Culottes sind cool. So eine steht schon seit dem Herbst auf meiner Liste. Das mit den weiteren Hosen werde ich auf jeden Fall in meiner Garderobe einbauen. Letzten Sommer hatte ich mir ja schon eine Culottes gekauft, die aber leider bei einer meiner Nähcamp-Reisen abhanden gekommen ist. Die mochte ich sehr gerne. Da werde ich Ausschau nach Ersatz halten. Auch Schlaghosen und Hüfthosen sind wieder voll im Kommen. Es kommt ja immer alles irgendwann wieder. Die Modedesigner sind sehr kreativ, aber anscheinend gibt es kaum wirklich neue Kleidungsstück, die man noch erfinden könnte. Alles Neue ist eine neue Zusammensetzung von Altem. Die weiteren Hosen geben wieder neue Möglichkeiten des Stylings. Nur wird nicht alles, was zur Skinny gut aussieht auch zur Schlag- oder Marlenehose gut aussehen. Das Spiel der Weiten ändert sich dadurch bzw. Wird sogar eher umgekehrt. Weite Hosen also super für alle, die mehr Luft und Bequemlichkeit an den Beinen mögen, gerne oben herum schmal und unten weit tragen. 4. Seventies Die Schlaghose deutet es schon an: Die Seventies kommen zurück. Yippie für alle Charlie´s Angels Fans. Die Textilwirtschaft schreibt dazu: “Das sind auch die Hauptingredienzen dieses Trends: Jede Menge 70er Farben, vor allem Braun in allen Schattierungen, genauso wie Grün von Salbei bis Erbse. Retro-Karos in unterschiedlichsten Varianten für Hosen, Blazer und Hemdjacken. Dazu grafische Dessins für Schluppenblusen, Midiröcke und -kleider. Auch Faltenröcke als Fortführung des Plisseerocks gibt es wieder. In der Spitze kommt dazu dann der Hosenrock in allen Spielarten von der Bermuda bis zur Culotte. Dabei gilt es allerdings, sehr vorsichtig zu gewichten, sonst könnte das Thema schnell alt oder damenhaft wirken. Entsprechend haben alle Anbieter eher an gemäßigten 70er-Interpretationen gearbeitet. Bloß nicht in Reinform oder allzu originalgetreu umgesetzt. So sagt Nadine Frichot von Marc Cain: „70er Jahre-Einflüsse bringen wir nur sehr dezent. Die Einflüsse sind da, aber man muss sie dosiert einarbeiten. Wir zeigen diesen Bourgeoisie-Look deshalb nur als Highlight.“ Aber nicht nur die oben beschriebene Zurückhaltung ist Trend, sondern auch wilde Tapetenmuster aus den 70ern für alle, die sich nicht in Zurückhaltung üben, sondern mustermäßig auf die Kacke hauen wollen. Wilde oder geometrische Muster, gerne in Braun, Orange, Maigrün. Bzw. am besten alle Farben auf einmal. Da bin ich echt mal gespannt, wie sich dieser Trend beim Otto-Normalverbraucher durchsetzen wird. Da braucht mein Auge bestimmt eine längere Eingewöhnungszeit. 5. Häkel-Mode Dazu passt dann auch perfekt der Häkeltrend. Ich hätte da noch was im Schrank hängen… eine lange Strickjacke, die auch erst 6 Jahre oder so alt ist. Ich habe sie bei mir aussortiert, aber sie hängt hier im Büro zum Ausprobieren in den Stilberatungen. Ich war auf einer Mädchengymnasium, einer Klosterschule. Dort hatten wir noch richtigen Handarbeitsunterricht und irgendwann war Filethäkeln dran. Da häkelt man mit ganz feinem Garn. Das dauert ewig. Na, jedenfalls weckte das in mir die Häkellust und ich fing eine Häkelweste an. Diese wurde nie fertig, aber sie bestand aus zusammen genähten Häkelblumen. So sieht die Häkelmode in 2020 dann doch nicht aus. Das Häkelmuster geht einher mit sehr femininer Schnittführung. Körpernahe kurze oder lange Kleider, 6. Voluminöse Rüschen Harper’s Bazaar: “Doch bereits im vergangenen Jahr animierten verspielte und romantische Designs dazu, von geradlinigen und klaren Strukturen einmal abzusehen und groß zu denken. Voluminöse, fließende Silhouetten und romantische viktorianisch inspirierte Schnitte ließen einem den gestressten Alltag sowie politische Unsicherheiten für einen Moment vergessen. Allerdings nicht mit dem Ziel, diese Problemstellungen plötzlich als unwichtig zu sehen. Vielmehr erlauben es die femininen und leichten Designs, neue Kreativität und Energie zu tanken. Labels wie Louis Vuitton, Rejina Pyo oder Valentino machen mit ihren Kollektionen der Frühjahr-/Sommersaison 2020 darauf aufmerksam, wie wichtig es auch 2020 sein wird, sich zwischendurch das Träumen zu erlauben. Große Puffärmel, Rüschen und knallige Farben sorgen für eine hoffnungsvolle, positive Stimmung. Andere Regeln mögen vielleicht dazu da sein, um sie zu brechen. Bei dieser scheint es jedoch, als könnte sie den meisten gut tun.” Dieser Trend ist super für alle, die ein romantisches Stilthema haben. Wenn das bei dir der Fall ist, dann kannst du dich wohl diesen Sommer gut eindecken, denn wer weiß, wie lange dieser Trend wohl noch anhalten wird? Die Idee hinter diesem Trend: das Träumen nicht zu vergessen und Kreativität und Energie zu tanken finde ich sehr schön, aber ich bezweifle, dass man das nur in voluminösen Puffärmeln tun kann. Wenn du deinen Stil kennst, kannst du dich gezielt bei gewissen Trends bedienen. Wenn du keine Klarheit darüber hast, dann trägst du dieses Jahr Rüschen, nächstes Jahr Prilblumen und 2022 etwas ganz anderes. Ich weiß, dass viele Frauen gerne aus dem Vollen schöpfen und einen Kleiderschrank mit viel Auswahl brauchen. Das ist auch Ok, solange die Sachen nicht als Wegwerfware gekauft werden, sondern jahrelang immer wieder zum Einsatz kommen. 7. Farbe des Jahres Für mich die Farbe meines Lebens, bei Pantone die Farbe des Jahres: Classic Blue “Dieser klassische Blauton strahlt Ruhe, Souveränität und Bezogenheit aus – unsere Sehnsucht nach einer verlässlichen und sicheren Basis, auf die wir an der Schwelle zu einer neuen Ära aufbauen können. Da wir Blautöne instinktiv als beruhigend empfinden, vermittelt uns PANTONE 19-4052 Classic Blue ein willkommenes Gefühl von Ruhe, Harmonie und Geborgenheit. PANTONE 19-4052 Classic Blue fördert eine konzentrierte und klare Denkweise, sodass wir unsere Gedanken besser ordnen und strukturieren können. Gleichzeitig transportiert der reflektierende Blauton Classic Blue auch Optimismus und Lebensfreude. Universal begehrt, erinnert es uns daran, dass auf jede Nacht ein Morgen folgt.” Hach, gerade der letzte Satz ist schön. Ja, auf jede Nacht, jede dunkle Phase folgt wieder eine helle Phase. Das gibt Hoffnung. Passt wunderbar zum Jeansthema. Elle: “Blau ist weltweit die Lieblingsfarbe. Und die Blue-Jeans das am meisten online gesuchte Kleidungsstück. Doch banal?” Liebe Grüße, Elke   -- Wenn dir diese Episode des Näh deinen Stil Podcasts gefallen hat, würde ich mich sehr über eine positive Bewertung freuen.  ALLGEMEIN Elle Puls Schnittmustershop und Nähblog https://ellepuls.com Lade dir kostenlose Schnittmuster herunter https://ellepuls.com/kostenlose-schnittmuster/ Dein Erfolg beim Nähen soll lange anhalten. Nicht nur an der Nähmaschine, sondern auch beim Tragen deiner selbst genähten Garderobe.  Erfahre mehr über meinen Club: https://www.ellepuls.com/nds-club Hast du Lust, ein ganzes Wochenende lang mit Gleichgesinnten zu nähen? Dann komm in eines meiner Nähcamps in ganz Deutschland. https://ellepuls.com/naehcamp-tour/ Elle Puls auf Instagram https://instagram.com/ellepuls/ Elle Puls auf Pinterest https://www.pinterest.de/pulsinchen/ Elle Puls auf Facebook http://facebook.com/ellepuls  
Ich werde dich in diesem Podcast durch 3 Fragen führen, die dir mehr Klarheit über deinen Stil bringen. Wenn du unterwegs bist, dann hör dir alles in Ruhe an. Ich kann dir nur ans Herz legen, die Episode später noch einmal zu hören und dir Notizen dazu zu machen. Das Niederschreiben bringt dich dazu, deine Gedanken Klar auszuformulieren. Was hast du als Kind schon immer gerne gemacht? Hast du gerne drinnen mit Puppen gespielt und heimlich das Make-up deiner Mutter ausprobiert? Warst es das schönste dich zu verkleiden? Oder hast du lieber draußen mit den Jungs Fußball gespielt und wolltest du immer schneller als alle anderen sein? Vielleicht hast du schon immer gerne gelesen und Wissen in dich aufgesaugt. Damit deine Eltern nichts merken hast du dich mit der Taschenlampe unter der Bettdecke verkrochen und bis in die Puppen gelesen. Oder war es dein größtes Glück als Kind mit Oma den Garten zu pflegen und Gemüse zu ernten? Und es gibt so viele Vorlieben wie es Menschen gibt. Ich habe dir nur ein paar typische Beispiele genannt um dich zurück zu dir zu bringen. Wenn du dir also die Frage stellst: „Was habe ich als Kind am liebsten gemacht?“, dann fühle dich in deine Kindheit zurück. Wie hat sich das angefühlt, wenn du deine liebsten Sachen gemacht hast. Ist diese Vorliebe noch immer da? Wenn ich mir diese Frage stelle, dann fällt mir ein wie gerne ich gelesen habe. Ich habe mich nachts mit Dracula unter der Decke gegruselt und konnte danach nicht einschlafen und jedes Windgeräusch ließ mir einen kalten Schauer über den Rücken laufen. Hanni und Nanni habe ich innerhalb kürzester Zeit verschlungen, genauso wie „Blitz der schwarze Hengst“. Ich habe mich aber auch schon früh an das Bücherregal meiner Eltern begeben und mir Bücher rausgepickt, die meinem Alter weit voraus waren. Ich fand das faszinierend und habe es geliebt, in die Geschichten abzutauchen. Ich bin auch gerne draußen gewesen und habe mit meiner besten Freundin Hexensuppen in der Schubkarre gekocht, war im Wald unterwegs um Hütten zu bauen. Ich gehörte nie zu einer Clique, sondern hatte wenige sehr gute Freundinnen, die mich über Jahre begleitet haben. Ich habe mich auch für Handarbeiten interessiert. Ich konnte stricken, häkeln, nähen. Dabei habe ich aber nie Puppen benäht, sondern eher meine Kuscheltiere oder ich habe etwas Nützliches wie Kissenbezüge oder ein Portemonnaie genäht oder einen Pullover gestrickt. Ich war immer neugierig auf die große weite Welt und wollte gerne viel reisen. Da wollte ich meinem Vater nacheifern, der viel in Afrika gearbeitet hat. Daher habe ich meine frühe Kindheit in Algerien und Botswana verbracht. Auf die Frage danach, was ich mal werden wollte, antwortete ich entweder Goldschmiedin oder irgendwas mit Reisen und Sprachen. Mit 10 bin ich mit meiner Freundin alleine zu meinen Großeltern nach Belgien gereist. Wir sind am falschen Bahnhof ausgestiegen und dann alleine mit dem Bus zu Oma und Opa gefahren, die natürlich schon in größter Aufruhr waren. Mit 16 bin ich mit der Bahn zum Balaton zu meiner Brieffreundin gefahren. Eigentlich sollte ich 2 Wochen bleiben. Es wurden aber 5 Wochen daraus. Gleich nach dem Abitur bin ich in die Schweiz und nach Australien um zu studieren. Ich wollte schon immer neue Entdeckungen machen und meinen Weg finden. Zum Glück haben meine Eltern das immer gefördert. Auf der Kuhwiese vor unserem Haus floss ein kleiner Bach, den ich, wenn er mit Müll verstopft war gemeinsam mit meiner Freundin sauber gemacht habe. Wir haben uns dann immer vorgestellt wir seien Greenpeace Aktivisten. Ich fand es auch toll, dass mein Vater mit der erste im Dorf war, der eine Solaranlage aufs Dach gepackt hat. Auch der Gedanke daran, was ich als Kind nicht gemacht habe, zeigt mir wie früh sich schon abgezeichnet hat, in welche Richtung meine Neigungen auch später gehen würden. Ich habe nie mit Puppen gespielt. Ich habe mich jahrelang gegen Kleider und Röcke gewehrt. Meine Mutter hat ihr bestes gegeben. Ich mochte keine Teamsportarten. Ich habe zwar mal in einer Karnevals-Showtanzgruppe mitgemacht, aber das nur, weil meine Eltern wollten, dass ich mich mehr in die Dorfgemeinschaft integriere und Sport mache. Das Angebot in unserem kleinen Eifeldorf war nicht groß. Ich habe mich nicht besonders wohl gefühlt auf der Bühne und war froh, als großes Mädchen immer in der letzten Reihe tanzen zu dürfen. Außer Schwimmen mochte ich keine anderen Sportarten. Sportlicher Wettkampf war mir nicht wichtig. Ich habe mich nie in den Vordergrund gedrängelt. Ich habe gerne gelernt und im Unterricht viel gewusst, mich aber selten freiwillig gemeldet. Habe mich aber auch manches mal darüber geärgert, wenn dann eine Mitschülerin die gute Note erhalten hat, weil sie es ausgesprochen hat, was ich auch wusste. Ich wollte nie auffallen. Mir hat es schon gereicht, dass ich immer die Größte war und schon mein Sportlehrer in der Grundschule mir einen blöden Spruch deswegen gedrückt hat. Wenn es darum ging im Restaurant etwas zu bestellen oder eine Fahrkarte zu kaufen, habe ich mich gerne davor gedrückt, damit ich nicht mit fremden Menschen reden musste. Alkohol und Drogen haben mich nicht gelockt, weil ich Angst davor hatte die Kontrolle zu verlieren. Ich habe mich nie stark gegen etwas aufgelehnt. Ich habe nie gerne etwas organisiert. Was hat das mit meinem heutigen Leben und Stil zu tun? Wenn ich das hier so erzähle, merke ich wie diese Verbindung zu meiner Kindheit immer noch da ist. Im Grunde hat sich bei meinen Vorlieben nicht viel geändert. Ich lese und lerne sehr gerne Neues. Ich probiere gerne Dinge aus, das aber nicht mit großem Tamtam, sondern für mich. Ich mag immer noch keine Teamsportarten und gehe lieber 1,5 Stunden spazieren als eine schnelle oder kämpferische Sportart zu machen. Ich möchte noch immer lieber durch meine Kompetenz als durch mein Aussehen auffallen. Das könnte ich jetzt immer weiter führen, aber du siehst wohin der Weg führt. Meine Vorlieben und mein Charakter waren schon früh zu erkennen. Was mich rückblickend überrascht ist, dass ich jetzt Unternehmerin bin. Aber vielleicht ist das auf meine Reisefreude zurückzuführen? Denn mein Business ist auch eine Reise ins Unbekannte. Vielleicht ist es aber auch einfach etwas was sich erst spät entwickelt hat. Interessanterweise führe ich viele Events durch, was ich mir früher nie hätte vorstellen können. Gut ist aber, dass ich eine Mitarbeiterin habe, die die kleinteilige Vorbereitung und Organisation der Näh deinen Stil Camps übernimmt. Übertragen auf einen authentischen Stil kann ich mir die Bausteine zusammensuchen: in mir ist etwas sehr Klassisches, Wissen erwerben, Lesen, Dinge richtig machen wollen, Regeln beachten. Mich nicht auflehnen gegen etwas. Die Ruhe, die ich für mich brauche. Ein gewisser Perfektionismus. In mir ist auch etwas Natürliches: das spiegelt sich zwar nicht in meinem Garten. Gartenpflege ist nicht so mein Ding, aber ich finde Ruhe und Inspiration bei Spaziergängen. Ich mag natürliche Materialien. Mir ist Nachhaltigkeit wichtig. Ich verschwende ungern etwas. Etwas leicht Sportliches bzw. Lässiges passt auch gut zu mir, weil ich trotz aller Klassik auch mal alle Fünfe gerade sein lassen kann, vor allem im Haushalt. Ein bunter aufgeregter Stil oder etwas sehr Blumiges würde meinem Wesen völlig widersprechen. Und nur weil Blumenmuster gerade angesagt sind, werden die nicht besser an mir aussehen. Die Ruhe und Klassik ist wichtig für mich, aber eben nicht auf die klassische Art mit Bluse, Blazer und Pumps, sondern mehr über klassische Materialien mit einer Extravaganz in der Schnittführung die ich für mich noch mehr herausarbeiten möchte. Ich gehe eben nicht immer den ganz ausgetretenen Weg, sondern suche mir auch Nebenpfade und manchmal muss ich meinen eigenen Weg austreten. Kannst du dich in manchen meiner Kindheitserinnerungen wiederfinden? Oder auch nicht? Gut. So kommst du deinem Stil auf die Spur. Vielleicht stellst du fest, dass du schon immer laute Musik geliebt hast und du schon immer alles aus Prinzip anders machen wolltest als alle anderen. Vielleicht warst du als Kind ungeduldig und es konnte dir nie etwas schnell genug gehen. Deine Lehrer sind daran verzweifelt, dass du nicht still sitzen konntest? Ist es nicht logisch, dass dein Stil ein anderer sein muss als meiner? Wenn dir die Kindheitserinnerungen nicht so sehr weiterhelfen, dann bestimmt die folgende Frage: Welche Filme und Bücher magst du am liebsten? Bei welchen Blogartikeln kannst du dich festlesen? Sind es Actionfilme oder romantische Komödien? Historische Kostümfilme, die im Mittelalter spielen oder Science Fiction? Blockbuster oder kleines aber feines Programmkino? Science Fiction und Historische Filme standen für mich nie im Fokus. Wenn ich die Wahl habe, dann möchte ich lieber, dass die Filme, die ich gucke, im Hier und Jetzt spielen. Erst jetzt, wo ich mich immer mehr mit Mode beschäftige, werden auch historische Filme und Serien für mich interessant. Platte Actionfilme wo es nur um Geballere und Schnelligkeit geht, meide ich. Wenn ein Actionfilm aber eine clevere Geschichte hat und die Actionszenen nicht so im Vordergrund stehen, lasse ich mich gerne darauf ein. Bei meiner Filmwahl zeigt sich auch, das Geschwindigkeit nicht so wichtig ist. Ich mag es sehr, wenn ein Film eine unerwartete, clevere Wendung hat. Aber es geht auch mal ein romantischer Film, wo man von Anfang an weiß, wie er ausgeht. Bei Büchern ist es bei mir ähnlich, wobei ich auch sehr gerne Sachbücher zum Thema Marketing und Business lese. Vielleicht liest du aber auch gar nicht gerne? Und du brauchst mehr die Bewegung, findest still sitzen langweilig? Wofür interessierst du dich generell? Vermutlich wiederholt sich bei dieser Frage das ein oder andere, vielleicht kommt aber auch noch mal etwas hinzu. Handarbeiten, Sportarten, politische Themen, Engagement für bestimmte Themen, organisierst du gerne…? Hast du dich schon immer für Geschichte interessiert? Liebst du alte Filme oder hast schon immer Audrey Hepburns Kleider in Breakfast at Tiffany´s bewundert? Kannst du stundenlang in den Fotos deiner Oma herumstöbern? Museen, alte Bücher, Flohmärkte faszinieren dich? Diese Neigungen und Leidenschaften geben schon einen Hinweis auf deinen Stil. Kein Wunder also, dass dir der Vintage Stil gefällt. Trägst du ihn auch? Würde es dir Freude machen, Kleidung im Vintage Stil zu tragen oder diesen zumindest anzudeuten in deinen Outfits? Mir war alles Verspielte schon immer fern, wie zum Beispiel mit Puppen zu spielen, mich um Blumen zu kümmern, Röckchen zu tragen etc. Natürlich sind im Laufe meines Lebens auch mal verspielte Kleidungsstücke in meinen Schrank gewandert, weil sie entweder gerade aktuell waren oder ich dachte, ich müsse mal mehr Weiblichkeit in meinen Look bringen. Aber sie sind in meinen Schrank gewandert… und haben die Schranktür von innen angeschaut. Wenn ich etwas mit auffälligen Rüschen getragen habe, fühlte sich das komisch an und sah auch komisch aus. Gehst du am liebsten mit deinen Hunden draußen durch die Wälder, kümmerst dich um Bienen und unterstützt das lokale Tierheim? Passt es dann auch nicht viel besser zu dir, wenn du eine lockere Strickjacke trägst als einen klassischen Blazer? Vermutlich fühlst du dich in einem Hosenanzug eingesperrt und brauchst einen unkomplizierten Stil aus natürlichen Materialien. Und ja, du kannst auch ganz verschiedene Interessen und Neigungen haben, die sich in einem dazu passenden Stil zeigen dürfen. Es ist ja meistens so, dass sich verschiedene Stilrichtungen in einer Person vereinen. Ich fasse noch mal die 3 Fragen für dich zusammen: Was hast du als Kind schon immer gerne gemacht? Welche Filme und Bücher magst du am liebsten? Wofür interessierst du dich generell? Schreibe dir deine Gedanken dazu auf und überlege, wie sich das in deinem Kleidungsstil schon zeigt. Und was du tun kannst, um deine Persönlichkeit in deiner Kleidung noch mehr zu zeigen. Fazit: Zeig, wer du bist! Auch wenn du damit aus dem Einheitsbrei herausfällst. Oder vielleicht gerade darum. Wenn du trägst und zeigst wer du bist, fühlst du dich mehr bei dir selbst und kannst zu dir stehen. Wenn dir das gelingt, wirst du eine selbstbewusste Ausstrahlung haben. Denn dann bist du dir deiner selbst bewusst. Und das macht stark und schön. Liebe Grüße, Elle PS: Wenn dir diese Episode gefallen hat, dann freue ich mich über deine 5-Sterne Bewertung auf iTunes oder deinem favorisierten Podcast Player.  Diese hilft, den Näh deinen Stil Podcast noch bekannter zu machen. Danke, dass du dir diese Extra-Minute nimmst. -- Wenn dir diese Episode des Näh deinen Stil Podcasts gefallen hat, würde ich mich sehr über eine positive Bewertung freuen.  ALLGEMEIN Elle Puls Schnittmustershop und Nähblog https://ellepuls.com Lade dir kostenlose Schnittmuster herunter https://ellepuls.com/kostenlose-schnittmuster/ Dein Erfolg beim Nähen soll lange anhalten. Nicht nur an der Nähmaschine, sondern auch beim Tragen deiner selbst genähten Garderobe.  Erfahre mehr über meinen Club: https://www.ellepuls.com/nds-club Hast du Lust, ein ganzes Wochenende lang mit Gleichgesinnten zu nähen? 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Schätz mal, wie viele Kleidungsstücke in Deutschlands Schränken ungenutzt bleiben? Laut einer repräsentativen Studie von Greenpeace aus dem Jahr 2015 sind es 2 Milliarden. 1 Milliarde davon sind komplett ungetragen und die andere Milliarde weniger als alle 3 Monate im Einsatz. Leute, das bedeutet, dass knapp 40% aller Kleidung in Deutschland nur für den Schrank produziert und gekauft wurde. Was ist das für ein schiefes Bild, das sich hier zeigt? Das kann doch keiner von uns wollen! Und ich gehe mal ganz stark davon aus, dass es in der Schweiz und Österreich, sowie anderen Erste-Welt-Ländern nicht viel anders aussieht. Kein Wunder also, dass bei der Kleiderschrank-Challenge säckeweise Kleidung, Schuhe und Co. aussortiert wurden. Ich stelle mir das Ganze gerade vor wie ein Jongleur, der alle Bälle in der Luft halten muss. Wir zusammen sind der Jongleur und unsere Kleider sind die Bälle. Wenn wir etwas wegwerfen, dann fällt ein Ball herunter. Wenn wir etwas kaufen, dann kommt ein Ball hinzu. Wir jonglieren momentan sehr unkoordiniert und lassen viel fallen, weil wir uns keine Gedanken darüber machen, welche Bälle wir neu mit ins Spiel bringen und wie wir sie lange im Spiel behalten. Das Ziel ist also, mit dem was jetzt da ist gekonnt zu jonglieren. Sprich, die Kleider in einem Kreislauf zu halten. Mit 2 Milliarden ungenutzter Kleider liegt ein riesiges textiles Potenzial brach. Kann das Kleid, das wir einmal im Jahr tragen, nicht zwischendrin auch von jemand anders getragen werden? Kleidersharing quasi? Wie schaffen wir das? Indem wir das, was unnötig im Schrank liegt, verkaufen, tauschen, verschenken, reparieren, abändern, upcyceln. Die Sachen sollen in Hände gelangen, die sie benutzen. Dadurch sinkt der Bedarf an neuen Kleidern. Anstatt 3 verschlissene T-Shirts ins Recycling zu geben, wo mit viel Aufwand Putzlappen und Co. daraus gefertigt werden, kannst du einfach selbst Putzlappen aus den T-Shirts machen und sie verwenden. Ich nehme uns Frauen hier besonders in die Pflicht, weil wir im Schnitt deutlich mehr Kleidung besitzen als Männer. Ich zitiere aus der Greenpeace Studie: “Der Großteil der Kleidung besteht aus kurz- sowie langärmligen Oberteilen. Die meisten Leute (43 Prozent) geben an, 50 bis 100 Teile im Kleiderschrank zu haben. Immerhin ein Drittel hat aber 100 bis über 300 Teile im Schrank – deutlich mehr also. Frauen besitzen im Durchschnitt mit 118 Kleidungsstücken deutlich mehr als Männer (73 Teile). Insgesamt beeinflussen Geschlecht, Einkommen, Bildung und Herkunft stark die Kleidermengen im Schrank: So besitzen Frauen aus dem Westen Deutschlands am meisten Kleidung. Mehr Bildung und Einkommen führt auch zu deutlich mehr Kleidung.” “Der schnell wechselnde Geschmack spielt beim Aussortieren von noch tragbarer Kleidung eine entscheidende Rolle: Zwei von drei trennen sich von heilen Kleidungsstücken, weil sie sie nicht mehr mögen, 40 Prozent wenn sie nicht mehr der Mode oder dem eigenen Stil Entsprechen.” Hier wird offensichtlich, wie trendgesteuert unsere Welt doch ist. Je besser du weißt, was du willst und brauchst, desto weniger verfällst du sinnlos irgendwelchen Trends. “Vor allem Schuhe werden mehr und mehr zur Wegwerfware: Etwa jeder Achte trägt seine Schuhe weniger als ein Jahr.” “Die Reparatur von Kleidung/ Schuhen ist zwar der am meisten praktizierte Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit. Allerdings ist auch der nicht weit verbreitet: Nur jeder Siebte hat in der jüngeren Vergangenheit Kleidung reparieren lassen, etwa die Hälfte hat überhaupt noch nie Kleidung zur Reparatur gebracht.” Ich gehe mal davon aus, dass du eine Nähmaschine hast, wenn du den Näh deinen Stil Podcast hörst. Wenn es dir geht wie mir, dann reparierst du vermutlich nicht besonders gerne Kleidung, sondern nähst lieber Neue. Auch, wenn ich mich erst überwinden muss, etwas zu reparieren, freue ich mich anschließend umso mehr, wenn das Teil wieder im Einsatz ist. Ich weiß nur noch nicht, wie ich es mit den Socken halten soll. Die sind so zur Wegwerfware geworden. Schnell im 5-er oder 10-er Pack gekauft, schnell durchgelaufen, schnell weggeworfen. Und wieder schnell neu gekauft. Hier muss ich echt mal testen, ob sich teurere Socken länger halten und besser stopfen lassen. Nicht, dass ich Lust darauf hätte, aber wenn ich sehe, wie viele Socken in unserem Haushalt verbraucht werden… sehe ich da doch ein großes textiles Einsparpotenzial. Greenpeace fordert: von den Konsumenten: Kleidung darf nicht zum Wegwerf-Artikel verkommen wie Plastiktüten oder Einweggeschirr. Neu gekauft werden sollte nur, was man wirklich braucht und auch lange trägt. Denn die Produktion von Kleidung verbraucht viel Wasser. Zum Färben, Drucken und Waschen von Textilien werden Hunderte gefährliche Chemikalien eingesetzt. Deshalb ist es Zeit, nicht mehr nur „Verbraucher“ zu sein, nicht weiterhin Dinge zu kaufen, um sie nach kurzer Zeit wegzuwerfen. Kleidung sollte wieder geschätzt, gepflegt und repariert werden. von den Textilfirmen: Firmen sollten sauber produzieren und Konsumenten langlebige Kleidung anbieten, inklusive Garantien etwa auf Verschleißteile wie Reißverschlüsse. Gefragt ist mehr Qualität statt Quantität. Darüber hinaus sollte recyclingfähiges Design in Zukunft verpflichtend sein. von der Politik: Gesetzlich verpflichtende Sozial- und Umweltstandards bei der Textilproduktion. Man kann natürlich viel auf die Politik und die Konzerne schieben, aber letztendlich haben wir es als Konsumenten selbst in der Hand, was produziert wird. Wenn plötzlich 30% weniger Billigkleidung gekauft wird, müssen die Konzerne umdenken. Wenn wir reparierbare Schuhe nachfragen, wird es Firmen geben, die das anbieten. Aber wir müssen alle mitmachen und uns selbst hinterfragen. Brauche ich das wirklich? Ich möchte, dass wir Frauen es anpacken, weil wir die häufigsten Kaufentscheidungen treffen, weil wir durchschnittlich den vollsten Kleiderschrank haben mit den meisten ungenutzten Sachen. Was wenn dieses Jahr alle Frauen in Deutschland auf ein neues Paar Schuhe verzichten, und stattdessen ein vorhandenes Paar reparieren lassen oder Second Hand kaufen? Wenn überhaupt? Bei 42 Millionen Frauen/Mädchen kämen wir damit auf 42 Millionen weniger neu gekaufter Schuhe. Was, wenn wir kollektiv kommenden Monat keine neue Kleidung kaufen würden? Das würde die Konzerne und die Politik ganz schön aufrütteln. Was, wenn wir statt Putzlappen zu kaufen, einfach aus verschlissenen T-Shirts selber welche nähen? Es sind ja offensichtlich genügend Textilien in deutschen Haushalten gelagert, um das umzusetzen. Was, wenn wir dieses Jahr 3 Paar Socken stopfen und weitertragen, anstatt sie in den Müll zu werfen? Das wären 126 Millionen weniger neu gekaufte Paar Socken! Wäre das wirklich so aufwändig? Einfach mal vor der Glotze nebenbei ein Paar Socken zu stopfen? Was, wenn wir dieses Jahr 3 m Stoff weniger kaufen als sonst und uns stattdessen mehr Upcycling-Projekte vornehmen? Was wenn wir genauer wüssten, welche Kleidung uns steht? Um dann mit einer ausgewählten, gut kombinierbaren Garderobe zu arbeiten? Es ist auch eine Frage des Stils nicht zu verschwenden. Liebe Grüße Elke -- Wenn dir diese Episode des Näh deinen Stil Podcasts gefallen hat, würde ich mich sehr über eine positive Bewertung freuen.  ALLGEMEIN Elle Puls Schnittmustershop und Nähblog https://ellepuls.com Lade dir kostenlose Schnittmuster herunter https://ellepuls.com/kostenlose-schnittmuster/ Dein Erfolg beim Nähen soll lange anhalten. Nicht nur an der Nähmaschine, sondern auch beim Tragen deiner selbst genähten Garderobe.  Erfahre mehr über meinen Club: https://www.ellepuls.com/nds-club Hast du Lust, ein ganzes Wochenende lang mit Gleichgesinnten zu nähen? Dann komm in eines meiner Nähcamps in ganz Deutschland. https://ellepuls.com/naehcamp-tour/ Elle Puls auf Instagram https://instagram.com/ellepuls/ Elle Puls auf Pinterest https://www.pinterest.de/pulsinchen/ Elle Puls auf Facebook http://facebook.com/ellepuls  
Heute ist Kira von The Couture meine Gesprächspartnerin. Kira kenne ich von einer Blogveranstaltung in Berlin. Außerdem hat sie mich schon bei meinen Nähcamps als Workshopleiterin unterstützt. Wie sieht ein normaler Tag bei dir aus? “Ich bin 29 Jahre alt, habe zwei Kinder im Grundschulalter und stehe sehr früh auf, damit ich in Ruhe in den Tag starten kann. Wenn sich die Kinder auf den Weg zur Schule machen, fahre ich als erstes in den “Laden”. (Dieser liegt mitten in der Fußgängerzone, ist aber nur das Lager für unsere Stoffe und Schnittmuster.)  Ich bearbeite bis Mittags die Bestellungen und Nachbestellungen der Stoffe. Nachmittags probiere ich meinen Beruf in den Alltag zu integrieren. Meine Kinder wissen, dass ich viel am Computer arbeite und mir das Arbeiten Spaß macht.” Wie groß ist dein Team und wer macht was bei dir? “Mein Team besteht aus drei Mitarbeiterinnen, die mich jeden Tag unterstützen und eine freie Mitarbeiterin, die die Schnittkonstruktion macht. Eine meiner drei Mitarbeiterinnen kümmert sich um Social Media, Grafiken, Nähanleitungen, schneidet Videos, bearbeitet Fotos. Die anderen beiden Mitarbeiterinnen kümmern sich um den Kundensupport, verpacken und versenden die Bestellungen.” Arbeiten Deine Mitarbeiterinnen weiter wenn du nach Hause gehst? “Das hängt vom Arbeitsaufkommen ab. Wir haben keine festen Arbeitszeiten und die Mitarbeiterin, die sich um Social Media kümmert, arbeitet öfter von zu Hause. In der Regel arbeiten meine Mitarbeiterinnen weiter, wenn ich nach Hause fahre.” Ist es gewollt, dass deine Kinder so früh zu Hause sind, oder hängt das von den Betreuungszeiten in der Schule ab? “Es gibt die Möglichkeit, die Ganztagsschule zu besuchen aber wir haben uns bewusst dafür entschieden, dass die Kinder mittags nach Hause kommen und nicht die Ganztagsschule besuchen. Ich mache gerne alles anders, als andere. Wenn alle sagen, es geht nicht, Beruf und Familie unter einen Hut zu bekommen, will ich es trotzdem ausprobieren. Ich finde es schön, mit den Kinder Mittag zu essen.” Findest du es jetzt einfacher als zu deiner Zeit als du als Angestellte gearbeitet hast? “Ich habe das Gefühl, dass ich nicht mehr so richtig abschalten kann. Es ist immer alles im Kopf und es kommen auch Sorgen auf, die ich im Angestelltenverhältnis nicht hatte.” Wie kam es, dass du dich für die Selbständigkeit entschieden hast? “Ich wusste schon immer, dass dieser Beruf als Angestellte nichts für mich ist. Ich war nie so richtig glücklich. Als ich mit 21 Mutter wurde, hat sich unheimlich viel verändert. Wir zeigen unseren Kindern wie das Leben funktioniert und wenn ich ihnen zeige, dass mein (alter) Job im Grunde nur daraus besteht, Geld zu verdienen, ist es nicht richtig. Begonnen hat alles über das Nähen für die Kinder. Vorher konnte ich nicht nähen. Nach dem Start meines eigenen Blogs habe ich die ersten Schnittmuster entwickelt und dann kam der Zeitpunkt, an dem es meinem Arbeitgeber nicht gefallen hat, dass ich noch etwas nebenbei gemacht habe. Als mein Arbeitgeber mich zu einer Entscheidung gedrängt hat, entweder oder, habe ich mich nach einigen Tagen entschieden, zu kündigen.” Hast du deine Entscheidung für die Selbständigkeit schon einmal bereut? “Ernsthaft bereut habe ich diese Entscheidung noch nie. Vor ca. einem Jahr hatte ich gerade mein Buch fertig geschrieben und hatte das Gefühl, dass ist mir alles zu viel. Aber bereut habe ich es noch nie.” Was hast du für ein Buch geschrieben? “Kurz nachdem ich meinen Job gekündigt hatte, wurde ich vom emf Verlag angesprochen und noch von zwei anderen Verlagen, ob ich nicht Lust hätte, ein Buch zu schreiben. Dann habe ich das Buch “Oberteile nähen” mit vier Grundschnitten für Webware geschrieben.” Wie ist das Feedback zum Buch? “Das Feedback ist super. Ich habe viele Blusen aus diesem Buch schon gesehen. Es ist das Größte zu sehen, was die Leute aus diesem Schnitt zaubern. Das ist so wertvoll.” Worauf bist du besonders stolz, wenn du auf die letzten 5 Jahre zurückschaust? “Mir fällt es immer ein bisschen schwer, stolz zu sein. Ich finde, es geht so viel im Alltag unter. Ich schaue nicht zurück sondern nach vorne. Den Spruch: “Schaue nur zurück, um zu schauen, wie weit du gekommen bist.” finde ich sehr passend. Man gewöhnt sich so schnell an Dinge wie z. B. Mitarbeiterinnen zu haben oder einen Laden anzumieten.Ich kann gar nicht sagen kann, auf was ich besonders stolz bin.” Woher nimmst du die Ideen für deine Schnitte und wie vermittelst du diese an deine Schnittdirektrice? “Die grundsätzliche Inspiration nehme ich vielfach aus dem Alltäglichen. Wenn ich Dinge sehe wie Farben, Formen bzw. auch Pinterest inspiriert mich das. Manchmal sehe ich Stoffe und fange an zu überlegen, ob wir schon einen Schnitt haben, der zu diesem Stoff passen würde. Dann skizziere ich meine Idee und fertige danach am Computer eine technische Zeichnung an. Diese bekommt meine Schnittdirektrice. Dann nähe ich das Kleidungsstück. Noch nähe ich alles selber, aber wir sind dabei, unser Team aufzustocken.” Was bekommen deine Kundinnen, die ein Stoffpaket bestellen? “Wir haben mit DIY-Kits angefangen, d. h., man bekommt ein Schnittmuster meist in Papierform, Stoff in der passenden Menge sowie das Zubehör, das man für den Schnitt braucht. Bei einem Mantel z. B., Futter, warme Einlage, Vlies, Knöpfe. Im Shop kann sich die Kundin alle zusammenstellen und auswählen, welche Dinge sie nicht braucht. Wir verkaufen auch Meterware mit dem Hinweis, für welche unserer Modelle dieser Stoff geeignet ist und wie viel Stoff dafür benötigt wird.” Was wird am meisten gekauft? “Im Herbst/Winter sind Mäntel der absolute Renner. Generell werden im Frühjahr/Sommer Kleider in jeglicher Form gekauft, aber wir verkaufen auch viele Hosen.” Suchst du die Stoffe selber aus? Nach welchen Kriterien? “Ja, das liebe ich. Wir achten auf die Herstellung und wo der Stoff herkommt. Es ist mir wichtig, das es etwas besonderes ist. Wir kaufen viel Produktionsüberhänge aus Italien ein, die man nicht in jedem Geschäft bekommt. Die Lieferanten habe ich bei Messebesuchen gefunden. Online kann man die Stoffe nicht ordern und ich muss dafür auch nicht nach Italien reisen.” Bloggst du noch? “Leider nicht mehr, dafür reicht die Zeit nicht. Ich plane, den Blog wieder zu beleben.” Dein “Laden” befindet sich mitten in der Fußgängerzone. Möchten da nicht viele Leute hinein und kaufen? “Ja. Wir schicken keinen nach Hause, aber grundsätzlich geht es natürlich nicht, da wir ansonsten unsere Lagerbestände nicht mehr im Blick haben. In der Fußgängerzone ist viel Leerstand und ich wollte eine Immobilie haben, die ich mir leisten kann. So kam es zu unserem “Laden”.” Nähst du außerhalb der Prototypgeschichte noch für dich? “Ich nenne es Wellnessnähen. Ich nehme es mir ganz oft vor, aber leider komme ich nicht so oft dazu, wie ich es gerne möchte.” Wie viel in deinem Kleiderschrank ist handmade? “95 % würde ich schätzen. Die fehlenden 5 % sind Socken und Unterwäsche. Ich habe aber auch noch einen gekauften Blazer, den ich gerne trage.” Wie würdest du deinen persönlichen Stil beschreiben? “Er ist sehr wandelbar. Meine Kinder sagen: “Mama sieht immer anders aus.” Mein Stil ist sportlich bequem.” Hast du noch einen Tipp zur Selbständigkeit? “Ein großer Punkt - gerade für Frauen, die sich nicht so viel zutrauen - ist, dass man einen Job hat, bevor man startet. Es ist nicht einfach, aber vermittelt mehr Sicherheit und stärkt das Selbstvertrauen. Nebenberuflich etwas aufbauen und dabei schauen, ob es funktioniert.” Vielen Dank Kira, dass du uns einen Einblick in dein privates und berufliches Leben gegeben hast. Ich wünsche dir weiterhin ganz viel Erfolg mit The Couture. Die Zuhörerinnen finden dich: Instagram: @thecouture.de www.thecouture.de Wir hoffen, dass wir dich, liebe Zuhörerin neugierig gemacht haben und verabschieden uns bis zu nächsten Episode. Vielen Dank, dass du mir zugehört hast. Wenn dir die Episode gefallen hat, dann hinterlasse mir doch bitte eine 5-Sterne-Bewertung bei Apple Podcasts. Dadurch kann der Podcast noch mehr Frauen erreichen und sie inspirieren. __ Wenn dir diese Episode des Näh deinen Stil Podcasts gefallen hat, freue ich mich über eine Fünf-Sterne-Bewertung bei iTunes. Wenn du neugerig auf den Näh deinen Stil Club geworden bist und zukünftig auch planvoller deine Nähprojekte angehen möchtest, dann halte dich bereit.  Am 26.12.19 öffnen wir die Tore vom Club wieder und gemeinsam mit Gleichgesinnten kannst du deine Stilreise antreten. Liebe Grüße Elke -- Wenn dir diese Episode des Näh deinen Stil Podcasts gefallen hat, würde ich mich sehr über eine positive Bewertung freuen.  ALLGEMEIN Elle Puls Schnittmustershop und Nähblog https://ellepuls.com Lade dir kostenlose Schnittmuster herunter https://ellepuls.com/kostenlose-schnittmuster/ Dein Erfolg beim Nähen soll lange anhalten. Nicht nur an der Nähmaschine, sondern auch beim Tragen deiner selbst genähten Garderobe.  Erfahre mehr über meinen Club: https://www.ellepuls.com/nds-club Hast du Lust, ein ganzes Wochenende lang mit Gleichgesinnten zu nähen? Dann komm in eines meiner Nähcamps in ganz Deutschland. https://ellepuls.com/naehcamp-tour/ Elle Puls auf Instagram https://instagram.com/ellepuls/ Elle Puls auf Pinterest https://www.pinterest.de/pulsinchen/ Elle Puls auf Facebook http://facebook.com/ellepuls  
Heute geht es um ein Wort oder Motto für das Jahr 2020. Bestimmt hast du schon gehört, welcher Begriff zum Wort des Jahres 2019 gekürt wurde. Dazu schreibt Die Zeit:   Der Begriff Respektrente ist zum Wort des Jahres gewählt worden. Diese Entscheidung gab die Jury der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) in Wiesbaden bekannt. Das Wort habe das Jahr in besonderer Weise charakterisiert, begründete die GfdS ihre Entscheidung. Respektrente bezieht sich auf die geplante Einführung einer Grundrente für Männer und Frauen , die trotz langjähriger Erwerbstätigkeit nur eine geringe Rente beziehen. Der Begriff führe die besondere Fähigkeit der deutschen Sprache vor Augen, durch das Zusammensetzen von Wörtern nahezu unbegrenzt neue Wörter bilden zu können, hieß es.”    Das ist es also, das offizielle Wort des Jahres, was das Wort des kommenden Jahres sein wird, erfahren wir natürlich erst wieder in einem Jahr. Was wir aber selbst entscheiden können ist, welches Wort oder Motto wir uns für 2020 setzen. Hast du ein Motto für 2020?    Auf der Suche nach meinem Wort oder Motto für das kommende Jahr, sind folgende Ideen auf meine Liste gerutscht:   Just do it. Der Nike Slogan. Die Marke Nike an sich ist mir persönlich nicht so wichtig, es gibt ein paar ganz coole Sachen, klar, aber ich kann auch locker ohne diese auskommen. Was mir aber total gefällt ist dieser Slogan. Just do it. Augen zu und durch ohne lange drüber nachzudenken. Da ich dazu neige, viel über Entscheidungen nachzudenken, ist das schon mal ganz gut als Motto um mich durch gewisse Entscheidungen und Ängste durchzupushen.   Seit einigen Wochen mache ich ca. 6 mal die Woche morgens nach dem Frühstück oder direkt nach dem Aufstehen ein paar gymnastische Übungen zur Körperertüchtigung. Das klingt und ist jetzt nicht so aufregend und vor allem nicht so anstrengend wie High Intensity Training oder ähnliche Trendsportarten, aber Hauptsache ich mache was. Ich bin ja so der Wolke-Am-Himmel-Typ, wenn es um Sport geht. Sprich: wenn ich eine Wolke am Himmel sehe, dann kann das schon mal ein Grund sein, nicht Walken zu gehen. Anders formuliert, mein innerer Schweinehund ist manchmal sehr mächtig. Dass ich seit Anfang Oktober fast täglich ca. 15 Minuten Sport mache, ist schon sehr ungewöhnlich für mich. Warum das auf einmal klappt? Ich weiß nicht mehr wo ich es gehört oder gelesen habe, aber irgendwie ist mir dieser englische Satz im Sinn geblieben: “It is not about feelings, it is about commitment” . Ich interpretiere den so für mich: Es geht nicht darum wie ich mich fühle, sondern darum, was ich mir vorgenommen habe. Damit entkräfte ich solche Argumente wie “Ich fühle mich gerade so schwer, so müde, so schlapp, so ausgelaugt, so unlustig”. Oder sowas wie “Mir ist nicht danach einen Podcast zu skripten”.     Natürlich gehört auch Näh deinen Stil zu einem wichtigen Motto auf meiner Liste, welches ich für 2020 noch mal auf “Lebe deinen Stil” erweitert habe. Denn Stil ist mehr als nur die Klamotte, die ich mir nähe. Dazu habe ich in der Episode #68 schon ausführlich gesprochen, vor allem was das Thema der Umsetzung angeht.   Aber was ist denn nun mein Wort oder Motto für 2020?   Es ist… Trommelwirbel...Vorwärtsinvestition. So, jetzt denkst du wahrscheinlich: “Was soll das für ein Wort sein? Die hat doch einen Knall!”, dann gib mich bitte noch nicht auf und höre mir weiter zu. Ich habe mir natürlich etwas dabei gedacht und Nein, es soll nicht das Unwort 2020 werden. Ich dachte tatsächlich, dass es dieses Wort gibt, dem ist aber laut laut Duden nicht so und Google hat dazu auch keine Meinung.    Ich nutze also “die besondere Fähigkeit der deutschen Sprache, durch das Zusammensetzen von Wörtern nahezu unbegrenzt neue Wörter bilden zu können”.    Wenn wir schon so eine flexible Sprache haben, kann ich sie auch nutzen. Also Vorwärtsinvestition. Klingt so nach Lohnsteuerhilfeverein, oder?    Das Wort investieren ist klar und vorwärts auch. Es geht darum, etwas, und damit denke ich nicht nur an Geld, als Vorschuss zu geben ohne genau zu wissen, ob sich das was man gibt vermehrt oder nicht, aber die Absicht dahinter ist natürlich, dass sich das was man gibt vermehrt, bzw. Zu einer positiven Veränderung führt. Eigentlich sagt das Wort Investieren dies schon alleine aus, aber ich habe das “Vorwärts” noch mal vorangestellt, um diese Bedeutung für mein Jahreswort zu verstärken. Ich habe keine Ambitionen diese Kreation in den Duden oder eine öffentliche Wort des Jahres Liste zu pushen. Geld investieren: ich kaufe mir Aktien, in der Hoffnung, dass sich mein Geld dadurch vermehrt. Ob das passieren wird, weiß ich nicht mit Sicherheit, aber ich tue es trotzdem, weil wenn das Geld nur auf dem Sparkonto herumliegt, ändert sich nicht viel, sogar zum Schlechten durch niedrige Zinsen bis Minuszinsen, Inflation, aber Finanzen sollen heute nicht das Thema sein. Nicht zu investieren ist ein extremes Sicherheitsdenken, Angst vor Verlusten.  Geld in mich investieren: Ich habe sehr viel Geld in ein Coaching investiert für 2020. Das war keine leichte Entscheidung, aber welcher erfolgreiche Athlet trainiert alleine?  (Nebenbemerkung: Mich hier mit einem erfolgreichen Athleten zu vergleichen stellt schon eine Vorwärtsinvestition für mich dar. Denn damit sage ich öffentlich, dass ich etwas erreichen möchte. Dass ich an mich glaube.) Alle erfolgreichen Sportler haben einen Trainer, einen Coach oder sogar mehrere. Ich investiere also gerade eine 5-stellige Summe in dieses Jahrescoaching, auch wenn mir keiner garantieren kann, dass es mir die erwünschten Ergebnisse bringt. Eine solche Garantie kann mir auch keiner geben, weil ich selbst ja die Komponente bin, die die das größte Risiko birgt. Ich bin kein risikofreudiger Mensch, wenn es um Höhen, Schnelligkeit, extreme Sportarten geht, aber Geld aufs Spiel zu setzen um mich selbst herauszufordern, bringt einen Nervenkitzel, der mich anspornt.   Vertrauen in andere Menschen investieren oder auch Vertrauensvorschuss: Ich gebe jemandem mein Vertrauen, weiß aber nicht mit Sicherheit, ob die Person es möglicherweise missbraucht oder nicht so verwendet wie ich es möchte. Das kann bei den Kindern sein, denen ich zum ersten Mal den Haustürschlüssel anvertraue, das kann sein die Zügel bei der Hausaufgabenüberwachung lockerer zu lassen oder einem neuen Zahnarzt die Behandlung meiner Zähne anzuvertrauen. Immer wieder muss ich einen Vertrauensvorschuss geben. Für mich bedeutet das zum Beispiel auch, meinen Mitarbeitern Aufgaben anzuvertrauen, die ich bisher erledigt habe. Ihnen auch Aufgabenbereiche zu übertragen, die bisher nur in meinem Kopf existieren.  Vertrauen in mich investieren: So, jetzt steigt der Schwierigkeitsgrad. Du kannst nämlich auch dir selbst einen Vertrauensvorschuss geben und sagen: “Ja, ich kann das. Ja, ich mache das. Ich habe es zwar noch nicht ausprobiert, aber ich mache das jetzt einfach, weil eine große Chance besteht, dass mich das voranbringt. (Just do it) Auch wenn keiner mir garantieren kann, dass ich Gewinn damit mache oder Verlust. Aber ehrlich gesagt gewinnst du dabei auf jeden Fall, und wenn es “nur” neue Erkenntnisse sind und das gute Gefühl, es versucht zu haben. Aber das wäre ja schon fast worst cast. Es ist wie es ist. Zu einer Investition gehört in der Regel auch ein Risiko, aber das macht es ja auch so spannend. Was ich mit dieser Investition aber tue ist, mir selbst einen riesigen Vertrauensvorschuss zu geben und zu sagen: ja, das bist du wert und du kannst das erreichen was du willst. Mit dem Geld nagele ich mich selbst darauf fest.  Zeit & Energie in andere Menschen investieren: Eine weitere Vorwärtsinvestition ist es Zeit aufzuwenden um ein Ergebnis zu erhalten, das besser ist also vorher. Ich setze mich mit meinem Kind hin um ihm etwas beizubringen, damit es zu einem späteren Zeitpunkt etwas gut kann, das ihm weiterhilft und ggf. Mir auch. Beispiel: Ich übe mit meiner Tochter den Schulweg zu meistern, damit sie ihn nach einiger Zeit alleine bewältigen kann. Sie wird selbstständiger, selbstbewusster und ich habe wieder etwas mehr Zeit, weil ich sie nicht mehr jedes Mal begleiten muss und freue mich an ihrer Selbstständigkeit. Anderes Beispiel: Wir haben gerade eine neue Mitarbeiterin eingestellt. Wir investieren hier als Unternehmen Zeit, Vertrauen und Geld, damit wir langfristig eine produktive Unterstützung haben.  Zeit & Energie in mich investieren: Ähnlich wie beim Geld und Vertrauen, ist dies möglicherweise wieder die schwerste Übung für dich. Im Club komme ich immer und immer wieder auf die Tiger-Time zurück. Zeit, die du für dich einplanst und auch einhältst. Denn diese Zeit für dich ist eine Dreifach-investition: sie bringt dir die Vorfreude auf den Moment (wie mir die Nähcamp-Teilnehmerinnen immer berichten), während der Tiger-Time erfreust du dich (z. B. beim Nähen, beim Zusammenstellen deiner Schnittkollektion, beim Sport) und danach kannst du dich an den Früchten der Zeit erfreuen und von dieser Zeit zehren, wenn der Alltag mal wieder hektisch ist. Der vorhin erwähnte Morgensport ist eine solche Vorwärtsinvestition. Kurzfristig geht es mir besser, wenn ich mich nicht körperlich anstrenge. Ich mache diese Übungen aber, weil sie eine relativ sichere Investition sind. Langfristig geht es mir mit regelmäßigen Übungen besser also ohne. Ich tausche also meine morgendliche Schwere gegen 15 Minuten Anstrengung, um den Tag über und langfristig einen belastbaren Körper zu haben. Auch hier bekomme ich keine Garantie, dass das funktioniert, dass ich nicht krank werde oder mir ein Bein breche, aber nichts zu tun ist eben auch keine Option.  Wie sieht es bei dir aus?   Wie leicht fällt es dir, einen Vertrauensvorschuss zu geben? Daran zu glauben, dass die andere Person dein Vertrauen wert ist, dass sie es schaffen kann? Fällt es dir leichter anderen Menschen oder dir selbst einen Vertrauensvorschuss zu geben? Fällt es dir leichter in einen anderen Menschen oder in dich selbst Geld und Zeit zu investieren? Aus vielen Gesprächen mit anderen Frauen weiß ich, dass viele Frauen sich schwer damit tun mutig in sich zu investieren, auf allen 3 Ebenen. Hebe die Hand, wenn du dazu gehörst. Aussagen wie: “Ich hatte keine Zeit für mich, weil ich mich um … kümmern musste.” Meine Hand ist auch oben, aber ich denke so oft, dass ich ein Vorbild für meine Kinder und vor allem für meine Tochter sein möchte. Ich möchte, dass sie in sich investiert, dass sie sich etwas wert ist. Wie kann sie das ohne, dass es ihr vorgelebt wird?   Mein Wort des Jahres 2020 ist also “Vorwärtsinvestition”, zwar ein kleiner Zungenbrecher, aber für mich aus heutiger Sicht stimmig. Das Wort motiviert mich und gibt mir das gute Gefühl, die richtigen Weichen für 2020 gestellt zu haben. Denn das, was diese Vorwärtsinvestition mit sich bringt ist langfristig Wachstum und das gute Gefühl, Versprechen, die ich mir selbst gegeben habe, auch zu halten.    Dies ist die letzte Podcastepisode in 2019. Ich möchte mich bei dir fürs Zuhören dieser und anderer Episoden bedanken. Ich hoffe, dass ich dir Ideen, Inspiration und Unterhaltung in 2019 geben konnte.    Am 1.1. Etwas außer der Reihe, kannst du dann wieder ein Gastinterview im Podcast hören, und zwar mit Kira von The Couture. Ein spannender Werdegang, den Kira in der Nähszene hingelegt hat. Hör unbedingt rein!   Ich wünsche dir Frohe Weihnachten und einen Guten Rutsch ins Neue Jahr. Lass es dir gut gehen. Wir hören uns in 2020 wieder. Und jetzt lasse ich dich mit einer Frage zurück: Was ist dein Wort oder Motto für 2020?   Ganz liebe Grüße,   Deine Elke   __ Wenn dir diese Episode des Näh deinen Stil Podcasts gefallen hat, freue ich mich über eine Fünf-Sterne-Bewertung bei iTunes. Wenn du neugerig auf den Näh deinen Stil Club geworden bist und zukünftig auch planvoller deine Nähprojekte angehen möchtest, dann halte dich bereit.  Am 26.12.19 öffnen wir die Tore vom Club wieder und gemeinsam mit Gleichgesinnten kannst du deine Stilreise antreten. Liebe Grüße Elke -- Wenn dir diese Episode des Näh deinen Stil Podcasts gefallen hat, würde ich mich sehr über eine positive Bewertung freuen.  ALLGEMEIN Elle Puls Schnittmustershop und Nähblog https://ellepuls.com Lade dir kostenlose Schnittmuster herunter https://ellepuls.com/kostenlose-schnittmuster/ Dein Erfolg beim Nähen soll lange anhalten. Nicht nur an der Nähmaschine, sondern auch beim Tragen deiner selbst genähten Garderobe.  Erfahre mehr über meinen Club: https://www.ellepuls.com/nds-club Hast du Lust, ein ganzes Wochenende lang mit Gleichgesinnten zu nähen? Dann komm in eines meiner Nähcamps in ganz Deutschland. https://ellepuls.com/naehcamp-tour/ Elle Puls auf Instagram https://instagram.com/ellepuls/ Elle Puls auf Pinterest https://www.pinterest.de/pulsinchen/ Elle Puls auf Facebook http://facebook.com/ellepuls  
Miriam Pretot ist heute bei mir zu Gast. Du magst sie schon von ihrem Nähblog oder von Instagram kennen. Sie ist außerdem Mitglied in unserem Näh deinen Stil Club und darum soll es in diesem Podcast gehen. Miriam, wir sind uns das erste mal persönlich beim Nähcamp in Frankfurt begegnet und dann warst du Teilnehmerin bei meinem kostenlosen Sommerkurs "Alles passt zusammen". Warum hast du dich für den NDS Club entschieden? Es war tatsächlich der "Alles passt zusammen"-Kurs der mich dazu veranlasst hat, eine Jahresmitgliedschaft in deinem Club zu buchen. Ich fand es spannend zu erfahren, was man alles in Sachen Stil lernen kann und ich wollte herausfinden, ob bei mir "noch mehr geht". Speziell die "Stilwelten" haben mich gereizt in den Club zu kommen. Wie ist es dir denn mit deiner Stileinschätzung gegangen. Die Empfehlungen für dich waren, dich in der Stilwelt "High Energy" und "Natürlich minimalistisch" umzuschauen? Zunächst habe ich mich über die Wortwahl gefreut, die ihr für meine Stilanalyse gewählt habt. Demnach war das was in mir steckt, nah an den Zielen, die ich mir sowieso schon gesteckt hatte. Minimalismus ist eine Sache, die mich sehr interessiert. Alleine hätte ich mich da vielleicht nicht hingetraut, weil viel "schwarz, grau, weiß" ist, was ich bis dato nicht im Kleiderschrank hatte. Die Formensprache passt aber gut. Mit der Stilwelt "High Energy" konnte ich nicht direkt etwas anfangen. Meine Kinder sind "High Energy", entsprechend fehlt sie mir abends ein wenig. Da ich aber jahrelang Hockey gespielt und einen sportlichen Körperbau habe, ist an der Empfehlung schon etwas dran.  Bist zu ein ergebnisorientierter Mensch? Ich habe eine grobe Richtung und komme mal schneller mal langsamer immer zu meinem Ziel. Aber ich erreiche es. Insofern ja, ich bin ergebnisorientiert. Meine Vision für meine Garderobe ist noch klarer zu werden, in dem wie ich mich kleide. Das betrifft insbesondere die Stoff- und Schnittauswahl für meine Nähprojekte. Bei den Farben hingegen bin ich klar, weil ich seit Jahren mit einem Farbkonzept arbeite. Dennoch verfügt mein Kleiderschrank über Stücke, die sich nicht kombinieren lassen. Das führe ich dann darauf zurück, dass sie nicht zu meiner Stilwelt passen.  War dir mulmig vor deiner Stileinschätzung? Ja, ein bisschen. Der Minimalismus ist sehr ausdrucksstark. Ich habe einen Moment gebraucht, um mich damit anzufreunden. Ich hatte aber nicht das Gefühl, dass ich in eine Schublade gesteckt werde oder das mir etwas aufgedrückt wird. Wie konntest du deine beiden Stilwelten zusammenbringen? Man kann Schnitte unterschiedlich interpretieren. Gerade beim Nähen haben wir es selber in der Hand, welcher Stoff mit welchem Schnitt zusammenkommt. Über diese Freiheiten und Möglichkeiten freue ich mich und nutze sie. Was hast du in unserem Sew Along genäht? Den Picea Cardigan mit einer diagonalen Unterteilung, die mich schon beim Kauf des Schnittmusters angesprochen hat. "High Energy" hat Schrägen, Bewegungen so wie die Diagonalen. Das habe ich bei meinem Nähprojekt aufgegriffen. Übrigens war es ein Upcycling aus 2 alten Pullovern von meinem Mann.  Außerdem hab ich hochwertiges Material verwendet und die Farben reduziert. Auch aus Erkenntnissen heraus, die ich im Laufe der Zeit gewonnen habe. Setzt du sonst noch etwas von den Inhalten aus dem Club im Alltag um? Ich versuche es aber das Umsetzen ist nicht immer ganz einfach. Aber ich habe neue Kombinationen im Schrank, die ich so bisher nicht auf dem Schirm hatte. Anders mit den Sachen umzugehen, die man eh schon hat, ist spannend. Was gefällt dir gut im Club? Der konstruktive und freundliche Umgangston ist super und es sind immer Tipps da. Man kann Fragen stellen und bekommt in der Regel sehr nützliche Antworten.  Hast du einen Tipp für andere Clubmitglieder, die auch bald in die Phase 3 mit den Stilwelten kommen? Man sollte einen Zeitpunkt abpassen, wo man Ruhe hat und die Einschätzung auf sich einwirken lassen kann. Hast du dich vor dem Club bzw. vor dem Nähen schon mit dem Thema Stil auseinandergesetzt? Vor meiner Nähzeit bestand mein Look aus Jeans, Shirt und Pulli. Zuerst habe ich viele Blusen genäht, weil das technisch war und mir nächtechnische Herausforderungen liegen. Es ging zu Beginn also eher um die Nähtechnik als um das Thema Stil. Hast du Ideen, was wir noch verbessern sollten an den Inhalten oder am Format des Clubs? Durch die Unterteilung bzw. Aufspittung in die einzelnen Stilwelten könnte es sein, dass man sich aus den Augen verliert. Aber man trifft sich ja auch bei allgemeinen Posts und Aktivitäten wie z.b. den Sew Alongs wieder. Die Entwicklung der anderen Clubmitglieder zu verfolgen finde ich sehr spannend. Es ist schön zu sehen, wie sich Leute entwickeln und wie sie sich immer mehr trauen. Du hast den Plan deine eigenen Schuhe zu nähen, richtig? Ja, der Plan ist da. Ich werde die Weihnachtsferien für dieses Projekt nutzen und euch dann zeigen, was herausgekommen ist.  Liebe Miriam, vielen Dank für das Gespräch. Wir sehen uns im Club. __ Wenn dir diese Episode des Näh deinen Stil Podcasts gefallen hat, freue ich mich über eine Fünf-Sterne-Bewertung bei iTunes. Wenn du neugerig auf den Näh deinen Stil Club geworden bist und zukünftig auch planvoller deine Nähprojekte angehen möchtest, dann halte dich bereit.  Am 26.12.19 öffnen wir die Tore vom Club wieder und gemeinsam mit Gleichgesinnten kannst du deine Stilreise antreten. Liebe Grüße Elke -- Wenn dir diese Episode des Näh deinen Stil Podcasts gefallen hat, würde ich mich sehr über eine positive Bewertung freuen.  ALLGEMEIN Elle Puls Schnittmustershop und Nähblog https://ellepuls.com Lade dir kostenlose Schnittmuster herunter https://ellepuls.com/kostenlose-schnittmuster/ Dein Erfolg beim Nähen soll lange anhalten. Nicht nur an der Nähmaschine, sondern auch beim Tragen deiner selbst genähten Garderobe.  Erfahre mehr über meinen Club: https://www.ellepuls.com/nds-club Hast du Lust, ein ganzes Wochenende lang mit Gleichgesinnten zu nähen? Dann komm in eines meiner Nähcamps in ganz Deutschland. https://ellepuls.com/naehcamp-tour/ Elle Puls auf Instagram https://instagram.com/ellepuls/ Elle Puls auf Pinterest https://www.pinterest.de/pulsinchen/ Elle Puls auf Facebook http://facebook.com/ellepuls  
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Kommentare (2)

Anja Bolay

Liebe Elke, ich wollte dir gerne einfach mal "Danke!" sagen für deinen erfrischenden Podcast. Ich finde, dir ist eine gute Mischung zwischen Unterhaltung und Informationen gelungen. Und du hast mir richtig Lust gemacht, meine Kleidung selbst zu nähen! Da habe ich mich bisher nicht rangetraut... Ich freue mich schon auf die nächste Folge. Herzliche Grüße aus Rostock, Anja

Aug 29th
Antwort

Lesslie Hamdorf

Eine sehr interessante Unterhaltung mit vielen tollen Hintergrundinformationen über die Beteiligten. Elke, du hast das Interview sehr schön gestaltet.

Mar 13th
Antwort
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