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Näh deinen Stil
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Näh deinen Stil

Autor: Elle Puls

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Beschreibung

Was steht mir? Wie nähe ich das? Was gibt es Neues und Altbewährtes in der Nähszene? Das sind nur einige der Fragen, die meine Gesprächspartner und mich bewegen. In Interviews und Soloepisoden gehen wir diesen Fragen auf den Grund.

Es geht um Nähtechniken, Schnittmuster, Stilfindung, Farbberatung, Schnittänderungen, Nähideen, Nähanleitungen, Näh- und Modetrends, Nachhaltigkeit, Capsule Wardrobe und viele weitere spannende Themen, die uns Hobbynäherinnen umtreiben.

Der Näh deinen Stil Podcast erscheint jede Woche montags neu. Wenn er dir gefällt, würde ich mich sehr über eine Bewertung bei iTunes oder einer der vielen anderen Podcast Apps freuen.

Du kannst den Podcast direkt im Podcast Player auf meinen Blog www.ellepuls.com hören. Viel praktischer ist jedoch, wenn du „Näh deinen Stil“ in deiner Podcast App (Overcast, podcastaddict, PocketCasts, Castbox, Podbean, Spotify, uvm) abonnierst. Damit verpasst du keine Episode und kannst den Podcast auf dein Handy herunterladen und auch unterwegs hören.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Zuhören.
Deine Elle

Komm in unseren Club>> Näh deinen Stil Club -Die Community, in der du lernst Kleidung zu nähen, die dir perfekt steht. Hier kannst du dich informieren und anmelden:
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96 Episodes
Reverse
Ich glaube, wir müssen reden. Über unsere Körper. Über uns also, auch wenn wir uns vielleicht nicht persönlich kennen. Ich habe nämlich gerade gelesen, dass 91% aller deutschen Frauen unzufrieden mit ihrem Körper sind (leider ist mir die Quelle durch die Lappen gegangen). Damit ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass das auch auf uns beide zutrifft (falls du eine Frau bist). In der letzten Podcastepisode habe ich einen Blick in die Zukunft der Stoffe und Mode gewagt. Heute möchte ich aus einer ganz anderen Perspektive nach vorne schauen. Denn was ich aus vielen Beiträgen herauslese und aus meiner Jugend kenne, ist, dass sich auch, oder gerade, viele junge Mädchen und Frauen selbst fertig machen, wegen vermeintlicher Mängel ihres Körpers. Ich habe 2 Söhne und eine Tochter. Ich möchte, dass meine Kinder mit einem gesunden Selbstbewusstsein und Körpergefühl in und durch die Pubertät und durch den Rest ihres Lebens gehen. Das ist heutzutage eine Herausforderung. Ich muss gestehen, dass ich mir noch nie so viele Gedanken um eine Podcastepisode gemacht habe, wie dieses Mal. Von: “Wie sage ich das jetzt möglichst neutral, damit ich niemanden verletze” bis “Wer bin ich eigentlich, überhaupt darüber zu sprechen?”, ist mir vieles durch den Kopf gegangen. Warum ich erst gezögert habe, in dieser Episode über mich selbst zu sprechen? Weil ich von außen betrachtet vermutlich zu einer privilegierten Minderheit gehöre. Ich bringe äußere Merkmale mit, die in unserer Gesellschaft grundsätzlich erst mal als positiv betrachtet werden: Ich bin weiß, schlank, blond (zumindest früher mal Naturblond), groß. Was für einen Grund hätte ich bitteschön, mich zu Beschweren? Ich weiß natürlich nicht, wie es sich anfühlt, ganz anders auszusehen. Und ich habe selbst nie die Diskriminierung erlebt, der man mit anderer Hautfarbe und/oder Körperform, Behinderung, Aussehen ausgesetzt sein kann. Aber offensichtlich fokussieren sich Menschen oft auf das, was aus dem Rahmen fällt. Was bei mir aufgrund meiner Körpergröße und Schlankheit auch der Fall war. Was mir wildfremde Männer auf der Straße gesagt haben, darüber kann ich nur den Kopf schütteln. Warum können sie nicht einfach die Klappe halten und sich selbst im Spiegel anschauen? Manchmal sind Bemerkungen von Frauen noch schlimmer. Und mir fehlte dann leider immer die Schlagfertigkeit, um gekonnt darauf zu antworten. Die guten Antworten fallen mir immer erst dann ein, wenn die Situation vorbei ist. Egal wie man aussieht, es wird immer Menschen geben, die gedankenlos, unhöflich oder schlichtweg fies sind. Ich habe auch nicht die Illusion, dass wir das ausmerzen können. Aber wir können unsere Gesellschaft dafür sensibilisieren und versuchen ein gutes Beispiel zu sein. Ich glaube sehr wichtig ist es auch, dass wir eine bessere Beziehung zu unserem Körper haben, damit uns solche Sprüche nicht sofort aus dem Gleichgewicht bringen. Das ist eine große Aufgabe, denn die meisten Minderwertigkeitsgefühle kommen schon aus unserer Kindheit und Jugend und sind ziemlich eingebrannt. Die kann man nicht einfach wegwischen. Ich bin auch keine Psychologin, die hier Fachwissen anbringen kann. Aber drüber reden hilft ja meist schon, Gedanken klarer zu sehen und vielleicht im Gespräch andere Perspektiven zu entdecken. Wie gesagt, die ein oder andere Geschichte könnte ich auch erzählen, aber ich habe mich nie grundsätzlich diskriminiert gefühlt. Deswegen habe ich auch so lange mit dieser Episode gehadert. Wer bin ich, darüber zu reden? Was war der Auslöser für diese Episode? Schon vor einigen Wochen kam der Wunsch nach diesem Thema für eine Podcastepisode von einem Clubmitglied aus dem Näh deinen Stil Club. Sie schrieb dazu: “Hier im Club kommt ja ganz viel an verzerrter Wahrnehmung des eigenen Körpers zutage, und ich finde, das hält uns als Frauen so klein. Ich muss beruflich öfter mal Portraitfotos machen, und vor allem Frauen empfinden das als sehr unangenehm, da ist eine große Unsicherheit. Und ich habe das im Club als große Befreiung erlebt, wenn man plötzlich einen realistischeren und auch liebevolleren Blick auf den eigenen Körper bekommt. Das setzt viel Selbstbewusstsein frei.” Ich hatte das Thema also schon eine Weile auf meiner Ideenliste. Eine Mail einer Newsletter-Leserin hat mich dann motiviert, endlich mal in die Umsetzung zu gehen. In dieser Mail kritisierte sie mich für meine Wortwahl in meinem Schnittmuster-Shop. Kurz zum Hintergrund: Vor einigen Jahren hatte ich begonnen, Schnittmuster für große Frauen zu veröffentlichen. Darauf bin ich gekommen, weil ich selbst immer Schnittmuster verlängern muss. Ich empfand Schnittmuster für große Frauen als Marktlücke und wollte meine Idee unbedingt ausprobieren. Diesen Größensatz nannte ich “Langgrößen”, weil ich das so in der Konfektion auch kenne. Und damit eine klare Abgrenzung bei den bisherigen Größen stattfindet, habe ich den anderen Größensatz einfach “Normalgrößen” genannt. Diese Größen gehen von 34-48. Der Punkt in der E-Mail war, dass ich der Verfasserin damit, dass ich diesen Größensatz von 34-48 als “Normalgrößen” bezeichne, das Gefühl vermittelt habe, nicht normal zu sein. Ihre Größe liegt offensichtlich außerhalb dieser Größen. Ganz ehrlich. Darüber habe ich mir damals keine Gedanken gemacht. Ich habe diese Größen-Range als mein Angebot festgelegt, weil ich nach einem Gespräch mit meiner Schnittdirektrice gelernt hatte, dass alle Größen, die über die 48 hinausgehen, wieder eine eigene Schnittkonstruktion und Gradierung benötigen. Man kann einen Schnitt, der für eine Größe 38 angelegt wird, nicht einfach beliebig nach oben gradieren. Irgendwann stimmen die Proportionen nicht mehr. Gerade bei meinen ersten Schnitten habe ich mich aus Kostengründen auf eine Gradierung beschränkt und sie so gewählt, dass meine Größe mit dabei ist, weil ich meine Schnitte natürlich auch selber nähen wollte. Bei den Langgrößen habe ich schnell gemerkt, dass sie zwar bei der Zielgruppe, großen Frauen, gut ankamen, aber wirtschaftlich nicht für sich alleine stehen konnten. Also konzentrierte ich mich wieder mehr auf die tja, wie soll ich sie nennen, nicht Langgrößen? Die “anderen Größen” oder sie einfach als Größensatz 34-48 benennen? Begriffe können so schnell in die falsche Richtung gehen, wie ich es bei dieser Kundin gesehen habe. Vielleicht geht es ja schon jahrelang Frauen so, wenn sie bei mir das Wort Normalgrößen gelesen haben, es hat bisher nur niemand gesagt? Wenn es um Körper und deren Beschreibung geht, werden die Worte schnell zum Eiertanz. Was darf ich sagen, was sollte ich besser nicht sagen, und wie könnte ich es anders sagen? Darf ich das Wort “dick” genauso verwenden wie dünn? Darf ich genauso schwarz sagen wie weiß? Die Größen heißen immer noch Normalgrößen, weil ich noch keinen besseren Namen gefunden habe. Ist Standardgrößen besser? Als ich den Näh deinen Stil Club gegründet habe, war mir von Anfang an klar, dass es nicht vordergründig um unsere Schnittmuster gehen sollte. Denn diese sind einfach vom Stil und von der Größenspanne zu begrenzt, um jeder Frau es zu ermöglichen, ihren ganz persönlichen Stil zu nähen. In den vergangenen 1,5 Jahren, seit der Club gestartet ist, stand das Thema Proportionen hoch im Kurs. Welche Kleidungsstücke betonen oder kaschieren diese oder jene Stelle des Körpers? Wir wollten daraufhin den Schwerpunkt noch stärker auf den Stil setzen, denn viele Frauen definieren sich sehr stark über die vermeintlichen Mängel ihres Körpers. Die Persönlichkeit, die du über deinen Stil ausdrücken kannst, ist wichtiger und aussagekräftiger als Dellen im Oberschenkel, Röllchen am Bauch oder eine kleine Oberweite. Aber haben dann doch gesehen, dass das Thema bleiben muss, bzw. Noch intensiviert werden muss, um den Frauen mehr Wohgefühl in ihrer Kleidung zu geben. Die Vergleicheritis Wir Menschen haben Gefühle und Ängste, wollen Männern und/oder Frauen gefallen. Wollen erfolgreich, glücklich sein und das Leben genießen. Negative Gedanken über unseren Körper verhindern das. Dieses Genießen und glücklich sein. Unsere Gedanken um vermeintliche Mängel stehen wie eine Wand vor uns oder sogar wie eine Mauer um uns herum. Ich glaube jetzt kommt ein ganz wichtiger Punkt: Wenn wir neben einer anderen Frau stehen, setzt oft ein Vergleichsimpuls ein. Und meist stellen wir dann fest, dass “die andere” an irgendeiner Stelle schöner ist oder intelligenter, schlagfertiger etc. Ich wünschte es wäre nicht so, aber so kann schnell ein Komplex entstehen. Und jetzt kommt der Punkt: die andere Frau hat mit großer Wahrscheinlichkeit ganz ähnliche Gedanken über uns. Das geht auch weit über die körperlichen Merkmale hinaus. Ich hatte das schon mal bei Instagram oder hier im Podcast vielleicht… erzählt, dass ich als meine Jungs noch im Kindergartenalter waren, häufiger mal mit einer anderen Mutter den gleichen Weg zur Kita hatte. Wir sind oft ins Gespräch gekommen. Sie ist optisch quasi das Gegenteil von mir. Sie ist ca. 1,50 m groß und eher füllig. Sie schaute mich eines Tages an und sagte sowas wie: “Hach, ich beneide dich um deine Größe und deine langen Beine. Was würde ich nicht dafür geben!” Ich fragte sie: “Hmmm, würdest du deine volle Brust dafür aufgeben?” Ein entsetztes “Nein” war ihre Antwort. Wie oft habe ich mir eine zumindest B-Körbchen Brust gewünscht? Statt A oder Doppel A! Wir haben dann gewitzelt, dass ich ihr etwas von meiner Beinlänge gebe und sie mir im Tausch 2 Körbchengrößen. Dann würden wir beide ziemlich durchschnittlich aussehen. Wir haben entschieden, dass das ja auch irgendwie langweilig wäre. Und ihre volle Brust passt perfekt zu ihr, genauso wie meine Beine zu mir passen. Bei dieser Geschichte muss ich an einen Satz denken, den ich in meiner Kindheit und Jugend oft gehört habe: “Man kann halt nicht alles haben”. Damals mit einem genervten Augendrehen quittiert, ist ja doch viel Wahres dran. Man kann den Satz sicherlich auch begrenzend interpretieren, aber ich möchte ihn jetzt mal so sehen, dass ich eben nicht gleichzeitig ewig lange Beine haben kann und dabei eine Körpergröße von 1,73 m, genauso wenig wie wallende Locken, die ich bei anderen Mädchen immer beneidet habe und gleichzeitig die Pflegeleichtigkeit meiner Haare behalten. Fazit Diese Episode hat vielleicht nicht DIE Antwort auf das Thema, aber eines ist sicher! Wir haben nur unseren eigenen Körper. Einen einzigen! Das lass dir mal auf der Zunge zergehen, bevor du dich beim nächsten Mal selbst wieder schlecht redest. Hier habe ich noch einen Perspektivwechsel für dich, mit dem ich die Episode auch abschließen möchte: Angenommen, deine Gedanken drehten sich nicht mehr so viel um dein Gewicht, deine Figur, dein Aussehen, wofür würdest du deine Zeit einsetzen?” Wenn du dir innerlich nicht ständig sagen würdest, dass du dies oder jenes erst machen kannst, wenn du 10 kg abgenommen hast oder der Bauch flacher ist? Was würdest du mit deiner Energie machen? In diesem Sinne wünsche ich dir eine schöne Zeit bis wir uns wieder hören. Liebe Grüße Elke -- Wenn dir diese Episode des Näh deinen Stil Podcasts gefallen hat, würde ich mich sehr über eine positive Bewertung freuen.  ALLGEMEIN Elle Puls Schnittmustershop und Nähblog https://ellepuls.com Lade dir kostenlose Schnittmuster herunter https://ellepuls.com/kostenlose-schnittmuster/ Dein Erfolg beim Nähen soll lange anhalten. Nicht nur an der Nähmaschine, sondern auch beim Tragen deiner selbst genähten Garderobe.  Erfahre mehr über meinen Club: https://www.ellepuls.com/nds-club Hast du Lust, ein ganzes Wochenende lang mit Gleichgesinnten zu nähen? Dann komm in eines meiner Nähcamps in ganz Deutschland. https://ellepuls.com/naehcamp-tour/ Elle Puls auf Instagram https://instagram.com/ellepuls/ Elle Puls auf Pinterest https://www.pinterest.de/pulsinchen/ Elle Puls auf Facebook http://facebook.com/ellepuls  
Das Nähen begleitet die Menschheit schon sehr lange! Lange bevor die Nähmaschine ins Spiel kam. Das Nähen per Hand hat eine lange Tradition. Vor über 20.000 Jahren schon nutzten die Menschen erste Nadeln aus Fischgräten, spitzen Knochen oder ähnlichen Materialien. Das Garn bestand aus Tiersehnen. Wie der Mensch halt so ist, wurde dieses Handwerk über die Jahrtausende immer weiter verfeinert. Als die industrielle Revolution kam, wurde das Nähen von Hand nach und nach durch die Arbeit an der Nähmaschine ersetzt. Ich muss zugeben, dass ich mein geschichtliches Wissen in Grenzen hält. Ich muss für Informationen, die ins geschichtliche gehen, immer recherchieren. Ich verlinke in den Shownotes die entsprechenden Beiträge, die mir da weitergeholfen haben. Ich denke, dass wir alle irgendeine Vorstellung davon haben, wie die Kleidung der Steinzeitmenschen aussah. Ich sehe dann immer langhaarige kleine Menschen vor mir, die sich mit Fellen eingekleidet haben. Diese Vorstellung wird aus Büchern und Filmen genährt. Seitdem hat der Mensch einen weiten Weg hinter sich gelegt, aber so weit die Technologie fortgeschritten ist, bestimmte Grundbedürfnisse bleiben. Wir haben Hunger und Durst, uns wird kalt, wir müssen atmen, etc. In diesem Podcast geht es natürlich um die Kleidung. Ich möchte auch nicht länger darauf eingehen, wie die Kleidung in der Vergangenheit aussah, auch wenn es da sehr interessante Epochen gab, sondern mal einen Blick in die Zukunft wagen. Die Vergangenheit können wir nicht mehr beeinflussen, die Zukunft schon. Lass uns mal weiter nach vorne denken… Hmmm, lass uns sagen, in das Jahr 2050. Vor der Jahrtausendwende klangen alle Jahreszahlen mit einer 2 an der Tausender Stelle ganz schön futuristisch. Jetzt, im Jahr 2021 klingt 2050, die Hälfte unseres Jahrhunderts schon noch weit weg, aber auch nicht soooo sehr. Wenn ich das Jahr erleben darf, werde ich 73 Jahre alt sein. Vielleicht habe ich dann Enkelkinder. Ein Grund mehr, mir Gedanken darum zu machen, was ich dafür tun kann, dass unsere Welt dann für unsere Kinder und Enkelkinder eine schöne ist. Und wenn ich dann noch lebe, möchte ich natürlich auch gerne, dass sie schön ist. Schön ist natürlich ein sehr subjektiver Begriff, aber ich denke, dass wir uns einig sind, dass wir in Sachen Umweltverschmutzung schnell sehr viel aktiver werden müssen, als das jetzt der Fall ist. Wir als einzelne Personen, aber auch unsere Gesellschaft. Das ist ein sehr weites Themenfeld, das fast alle Bereiche unseres Lebens betrifft. Beim NDS Podcast soll es um Stoffe und Kleidung gehen. Heute insbesondere um die Stoffe der Zukunft. Werden sich die Fasern und Stoffe deutlich verändern zu heute? Nochmal ein kurzer Blick in die Vergangenheit: Leder, Fell, Leinen, Bauwolle, für die Reichen Seide, damit haben wir Menschen Jahrtausende gelebt und überlebt. Auch die Bekleidungsformen haben sich vom Grundprinzip nicht viel verändern. Klar, die Details, wer darf was tragen, Frauen in Hosen, da hat sich gesellschaftlich in vielen Ländern seitdem einiges getan. Aber an den grundlegenden Formen: Rock, Hose, Kleid, Oberteil, Schuhe, Taschen, hat sich ja nicht grundlegend etwas verändert. Wir müssen uns in unserer Kleidung durch den Alltag gehen können, dann gibt es bestimmte Anlässe, zu denen es schicker und auch mal unbequemer sein darf. Ein Blick auf die Materialien zeigt, dass wir heute ein viel breiteres Angebot an Fasern und Materialien haben. Durch die Fortschritte in der Chemie und Fertigung von Fasern und Stoffen ist viel passiert, was man sich vor Hundert Jahren noch nicht hätte vorstellen können. Und vor allem nicht in der Massenproduktion, die wir heute erreichen können. Künstliche Fasern, Leder und Felle, vom Menschen hergestellt, gestrickte Stoffe, verrückte Farben wie neon, Drucke in allen Größen und Auflagen, und allem voran, ganz viele Fasern, die nicht verrotten und so wieder in den natürlichen Kreislauf gehen. Wie lange werden wir noch auf die Ressourcen zugreifen können, die wir momentan noch haben? Werden wir mit einer ansteigenden Weltbevölkerung, vermutlich immer weniger bewohnbarer und bewirtschaftbarer Fläche, immer noch genügend Ressourcen an natürlichen Fasern wie Baumwolle und Leinen haben oder können wir dann gar nicht anders, als auf künstliche Fasern zurückzugreifen? Das Thema geht mir seit Anfang des Jahres im Kopf herum und ich habe mir einige Artikel dazu durchgelesen. Ich fasse jetzt einfach mal die Punkte zusammen, die mir am interessantesten erscheinen. Wertigkeit für längere Nutzungszyklen. Wir werden es uns nicht mehr erlauben können, Energie und weitere Ressourcen dafür aufzuwenden, etwas herzustellen, dass nur 3 Monate hält. Sehr, sehr viele Menschen werden Wasser und Kleidung brauchen. Wir werden kein Wasser mehr dafür verschwenden können, dass eine Jeans irgendwie cool aussieht und es kann auch nicht mehr sein, dass die Jeans dann nach 10 mal tragen auseinander fällt. Kreativität im Umgang mit den Ressourcen Die Verantwortung liegt beim Verbraucher: (Zitat Men´s Health) "Buy less, choose well, make it last" So wandelt sich die Mode von morgen zu einem holistischen Statement. Das berühmte Zitat von Vivienne Westwood ist aktueller denn je und zeigt, dass wir als Verbraucher ebenso zur Verantwortung gezogen werden dürfen. Letztendlich geben wir mit jedem Kauf eine Stimme ab. "Bevor ich früher einen Krimi aufgeschlagen habe, griff ich lieber zum Telefon und rief bei einem großen Modelabel an, um nachzuforschen, woher das gewählte Produkt eigentlich genau kam", verrät Professor Karin-Simone Fuhs. "Ich bin der Meinung, dass nichts unversucht bleiben sollte, um für fairere Verhältnisse zu sorgen und jeder noch so kleine Schritt etwas bewirken kann. Wann es also tatsächlich soweit sein wird, liegt wohl an jedem von uns." Hybride Materialien: Wir werden je nach Einsatzbereich Stoffe aus Fasern tragen, die bald natürlich, bald synthetisch sind, im optimalen Fall aber die besten Eigenschaften beider Welten vereinen, also hybrid sind. Und wo möglich, werden diese Stoffe auch umweltneutral wiederverwertbar sein. So zumindest das Ziel. Es wurden ja in den letzten Jahrzehnten schon viele funktionale Stoffe entwickelt. Hier wird noch viel mehr passieren. Stoffe sollen schützen, kühlen, wärmen, Schmutz abweisen, Gerüche neutralisieren. Smart Materials werden sich an ihre Form erinnern oder sich selbst reparieren. Gerade die letzten Punkte fände ich sehr begrüßenswert: Gerüche neutralisieren, Schmutz abweisen und sich selbst reparieren! Wow. Ganz ehrlich, unsere Nasen würden sich in der Ubahn drüber freuen. Und dann müsste die Waschmaschine nicht mehr so oft laufen. Auch das wäre ja nachhaltig gedacht. Ihr lieben Textilingenieure, dann mal ran an die Arbeit! Werden denn unsere Kleidungsstück auch zukünftig genäht werden? Oder noch viel mehr geschweißt, wie das ja schon immer mal wieder zu sehen ist. Ich habe letztens nahtlose Unterwäsche gekauft, deren Nähte geschweißt waren. Vielleicht waren sie aber auch geklebt. Das kann ich nicht sagen. Jedenfalls stellt sich mir gerade die Frage, ob wir dann überhaupt noch von Nähten sprechen, wenn sie nicht mehr genäht werden. Egal, jedenfalls finde ich die Frage spannend, ob wir im Jahr 2050 vielleicht neben der Nähmaschine noch eine Schweißmaschine stehen haben werden. Wobei ich es mich nicht vorstellen kann, dass die Nähmaschine mal komplett verschwindet, aber andererseits konnte sich vor 30 Jahren auch niemand vorstellen, dass das Kabeltelefon mal hinfällig werden sollte. Es bleibt also spannend. https://www.criteo.com/de/blog/mode-nach-dem-lockdown-die-zukunft-der-fashion-branche/ Heutzutage dreht sich alles um Kleidungsstücke, die saisonübergreifend getragen werden können, sowie kleinere Bekleidungsserien, die die Anzahl der Stile begrenzen und so für zeitlosere Garderoben sorgen. Kleidungsstücke, die nicht zu schnell aus der Mode kommen, sind eine große Errungenschaft, wenn es um Nachhaltigkeit geht, prognostiziert Broome. Die Generation Z und die Millenials legen schon heute bei Marken großen wert auf nachhaltige Produktion und Materialien, sowie Langlebigkeit bei den Kleidungsstücken. Vielleicht mögen viele Firmen heute noch großen Profit machen mit Ware, die eine schlechte Qualität hat, aber man sieht immer mehr auch bei großen Marken wie H&M, zara, Uniqlo, dass sie sich der Frage der Nachhaltigkeit auf vielen Ebenen stellen müssen, um auch in 10, 20, 30 Jahren noch erfolgreich am Markt sein zu können. Mich freut es aber auf jeden Fall, dass kleinere Nischenmarken immer mehr Aufmerksamkeit bekommen. https://www.welt.de/icon/mode/article204581442/The-State-of-Fashion-2020-Wie-die-Zukunft-der-Mode-aussehen-kann.html Zitat Welt.de: “So sei Nachhaltigkeit kein Modewort mehr. Glaubwürdige Konzepte seien gefragt und würden sich auszahlen. Die Zeit von „Plattitüden und Marketingsprech“ sei jedoch vorbei. In der Tat hat sich Zara auferlegt, bis 2025 zu 100 Prozent nachhaltige Materialien zu verwenden, Konkurrent H&M will immerhin bis 2030 nur noch nachhaltige oder recycelte Stoffe verwenden. Auch der Wille zum umweltbewussten Konsum ist da: Je jünger die Kundschaft, desto höher die Bereitschaft, mehr Geld für entsprechende Kleidung und Accessoires auszugeben. Der Mode hat es stets genützt, etwas auf die Meinung der jungen Kunden zu geben.” Hmmmm. Wenn ich das so lese, müssen wir, also die älteren Generationen uns wohl an die Nase fassen und die jüngere Generation als Vorbild nehmen. Intelligente Mode: “Doch was im klassischen Design inzwischen undenkbar scheint, schaffen beispielsweise Innovationen wie sogenannte Smart Textiles, Wearables oder eCouture, kurzum intelligente Mode. Eine Handvoll Jungdesigner und visionäre Modemarken kreieren und kombinieren bereits jetzt schon virtuos Design mit Technologie, neuen Materialien sowie neuen Produktionstechniken und lassen damit wieder auf goldene Zeiten mit innovativen Mode Kreationen hoffen. Die Forschung auf diesem Gebiet hat zwar erst begonnen, aber wird in den nächsten Jahren unser Bewusstsein von Kleidung und Accessoires grundlegend verändern. Zudem werden Trends und Lebenseinstellungen wie Minimalismus, Rückbesinnung auf alte Werte oder auch ein nachhaltiger bewusster Umgang mit Konsum eine zentrale soziale Rolle spielen und damit die Gesellschaft sowie die Industrie zu einem Umdenken zwingen. Denn statt kurzlebiger Trends wird der persönliche Nutzen, die Qualität sowie Produktionsweise von Kleidung wieder in den Fokus treten. Man kann also durchaus in den nächsten Jahrzehnten eine neue Moderevolution erwarten, allerdings auf einer bisher unbekannten Ebene.” Kommt nach Carsharing nun Fashionsharing? https://luxiders.com/de/die-zukunft-der-mode-interview-mit-francesca-romana-ronaldi/ Ich zitiere aus diesem Interview mit Francesca Romana Ronaldi: “Kollaborativer Konsum bedeutet, dass Mode zum Service wird. Es geht weniger um Besitzen als um Tauschen, Mieten und Wiederverkaufen. Insbesondere das Mieten von Kleidung wird in der Zukunft eine große Rolle spielen, vor allem in der Luxusmode. Heute gibt es schon vereinzelt Drittanbieter, die solche Dienstleistungen anbieten, und auch Marken wie Stella McCartney und Burberry fangen an, das Thema zu untersuchen. Damit Vermietung funktioniert, muss Mode langlebig und hochwertig sein, um möglichst lange genutzt werden zu können.” Neue Fasern aus Abfällen: (Mens Health) Hanf, Ananas, Algen und Co. Das Materialangebot wird immer kreativer: Auf der einen Seite gibt es einen Trend zu nachhaltigeren, pflanzlichen Fasern - beispielsweise aus Hanf, Bambus oder Holz - die allesamt mit weniger Wasser und Pestiziden angebaut werden können. Und auf der anderen Seite finden Materialien aus exotischen Zutaten wie Zitrusfasern, Ananasblättern, Algen, Soja oder Kaffee immer mehr Einsatz. Oftmals werden diese aus Nebenprodukten der Landwirtschaft oder Lebensmittelindustrie hergestellt. Ein Beispiel ist das erste Testkleidungsstück aus der sogenannten Nullarbor-Faser (lateinisch: "nullus arbor", was "kein Baum" bedeutet). "Das ist eine nachhaltige Alternative zu Rayon und Baumwolle", erklärt David Tyler, Professor für Modetechnologie am Institut für Mode der Manchester Metropolitan University. "Hierbei wird die Fermentation auf Mikrobenbasis genutzt, um Biomasseabfälle aus der Bier-, Wein- und Flüssiglebensmittelindustrie in mikrobielle Zellulose umzuwandeln." Na dann, Prost! Auch wenn die Faser aus Abfällen hergestellt wird, heißt das nicht gleich, dass der ganze Herstellungsprozess nachhaltig ist. Welcher Stoff von welchem Hersteller welche Ökobilanz hat, ist nicht immer klar. Was mich zum nächsten Punkt der heutigen Folge führt: zu dir, zu mir, zu uns als Konsumenten. Wenn wir bei jedem Stoffkauf nach nachhaltig hergestellten Stoffen fragen, nach Neuentwicklungen, werden die Verkäufer, die Großhändler, die Hersteller sich danach richten. Das muss sich natürlich vor allem in unserem Kaufverhalten widerspiegeln. Recycelte Fasern: Kreislaufwirtschaft ZItat Deutschlandfunk “Erst Mode, dann Müll: Für immer mehr Kleidungsstücke ist das ein typisches Schicksal. Viele Hersteller und Kunden setzen auf Mode, die wenig kostet, wenige Waschgänge übersteht und massenhaft verfügbar ist. Fast Fashion nennen Experten das. Diese Lust auf neue Looks lässt die Altkleiderberge weltweit wachsen – und den Müll. Denn Kleidung hochwertig zu recyceln, ist bisher technisch kaum möglich. Aus alten Blusen oder Hosen die Fasern zurückzugewinnen, um daraus neue Kleidung zu produzieren, geht also kaum: „Man schätzt, dass weltweit gesehen, weniger als ein Prozent der Alttextilien tatsächlich wieder in eine neue Kleidung reinkommt. Also insofern findet Faserrecycling in der Textilindustrie, also: für die Bekleidungsindustrie, nicht statt.“ Das heißt: Kleidungsstücke müssten an sich anders – sprich: recycelbarer – designt werden. Auch daran wird gearbeitet: Das Berliner Start.up circular.fashion zum Beispiel hat dafür, neben dem Info-Chip für Sortierbetriebe, ein zweites Produkt entwickelt: eine Designsoftware für Modehersteller. Diese könnten Hersteller nutzen, um nach besser recycelbaren Material-Kombinationen zu suchen, erklärt Gründerin Ina Budde: „Da würde ich erstmal das Grundmaterial von meinem Produkt auswählen und dann wird die Design-Software mir eben auch gute Alternativen, die eben auch genau für diesen Kreislauf zusammenpassen, vorschlagen.“ Das Beste für die Umwelt: gar nicht erst etwas Neues in den Kreislauf bringen, sondern Kleidung und Stoffe, die bereits im Kreislauf sind, nutzen. Fazit Es ist keine leichte Aufgabe wirkliche Innovationen zu entwickeln, die gleichzeitig auch an allen Punkten der Herstellung nachhaltig zu sein. Und was genau bedeutet nachhaltig eigentlich? Aber diese Frage hier zu erörtern, würde für diese Episode zu weit führen. -- Wenn dir diese Episode des Näh deinen Stil Podcasts gefallen hat, würde ich mich sehr über eine positive Bewertung freuen.  ALLGEMEIN Elle Puls Schnittmustershop und Nähblog https://ellepuls.com Lade dir kostenlose Schnittmuster herunter https://ellepuls.com/kostenlose-schnittmuster/ Dein Erfolg beim Nähen soll lange anhalten. Nicht nur an der Nähmaschine, sondern auch beim Tragen deiner selbst genähten Garderobe.  Erfahre mehr über meinen Club: https://www.ellepuls.com/nds-club Hast du Lust, ein ganzes Wochenende lang mit Gleichgesinnten zu nähen? 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Anlässlich des aktuellen Blogposts “Wie kombiniere ich die Farbe Petrol?” kam mir wieder eine Frage in den Sinn, die ich bei meinen Beratungen häufiger gehört habe: “Welche Farben trage ich im Sommer, welche im Winter?” Hmmm. Dass man in verschiedenen Jahreszeiten verschiedene Farben trägt, kommt aus der Modebranche. Mit jeder Kollektion, die auf den Markt kommt, werden meist auch neue Farben mit vermarktet á la “Diesen Winter sind Brauntöne der letzte Schrei”. Ist ja auch irgendwie logisch, denn die Firmen wollen und müssen ihre Kollektionen verkaufen. Und was zieht besser als zu suggerieren, dass mein schokobraunes Shirt vom letzten Jahr so gar nicht mehr geht und dass ich nur en vogue bin, wenn ich ein Shirt im neuen Camel trage. Dass diese Herangehensweise an die Garderobe null nachhaltig ist, liegt auf der Hand. Und die Fakten beweisen es. In deutschen Kleiderschränken liegen und hängen ca. 40 % aller Kleidungsstücke ungenutzt oder sehr wenig getragen herum. Den einzigen Sinn, den diese Kleider gebracht haben, war Umsatz für die Firmen, die sie verkauft haben. In meiner Episode Nr. 73 gehe ich näher auf die Zahlen aus einer Greenpeace Studie ein. Die Zahlen sind wirklich schockierend. Zurück zur Eingangsfrage: “Welche Farben trage ich im Sommer, welche Farben trage ich im Winter?”. Frage dich mal ganz ehrlich: brauchst du unterschiedliche Farben für verschiedene Jahreszeiten? Ich kenne die Antwort, die du nun vermutlich bringen wirst: “Na klar. Im Herbst trägt man dunklere Farben und im Winter. Aber wenn der Frühling kommt, hat man doch wieder Lust auf fröhliche, hellere Farben!”. Die Gefühle, die damit verbunden sind, kann ich voll verstehen. Und so in diese Richtung war auch meine Garderobe aufgebaut. Woher kommt das eigentlich? Auch hier sind wir sehr stark beeinflusst durch das, was im Laden hängt, was uns in Magazinen und Blogs, Social Media gezeigt wird. Wenn alle im Frühling das neue frische Froschgrün zeigen, muss es doch gut und richtig sein, oder? Also, schnell ein Teil in der Farbe genäht oder gekauft. Im Herbst hängen welche Farben in den Läden? Richtig: Bordeaux, Braun, Rottöne, Schwarz, Dunkelblau…Und was kaufen wir? Die Antwort kennst du selbst. Du siehst, diese Kleidungsstücke wandern in deinen Schrank, weil du sie nach Kriterien auswählst, die oft von außen kommen. Was, wenn du deine Kleidung von dir ausgehend wählst? Dann bekommst du automatisch eine konstantere Farbauswahl. Denn du bist beständiger als die Modeindustrie. Wenn du von dir ausgehst und deine Outfitfarben nach den Farben auswählst, die dir am besten stehen, kannst du sie zu jeder Jahreszeit tragen. Denn deine besten Farben ändern sich nicht von Jahreszeit zu Jahreszeit oder noch krasser vom jetzt 14-tägigen Kollektionszyklus zum nächsten, den viele Firmen ja mittlerweile haben. Bei mir ist es zum Beispiel so, dass ich in Blau am besten aussehe. Ich mag diese Farbe auch sehr. Beim Probenähen für das Faro Top habe ich eines aus einem sehr schönen blauen Stoff mit kleinem weißen Muster genäht. Als ich es überzog, sagte Louise, meine Mitarbeiterin gleich: Mensch darin siehst du gleich viel brauner und erholter aus. Warum sollte ich mir diesen Effekt gerade im Winter verwehren? In der Jahreszeit wo es eh am schwierigsten ist, frisch auszusehen. Keine Sonne, die mich bräunt, das Immunsystem schwächelt und die Stimmung kann auch schon mal leiden, wenn die Tage so kurz sind. Wenn ich mir zu meinem winterblassen Gesicht noch eine schwarze, senfgelbe oder braune Jacke anziehe, tue ich mir optisch keinen Gefallen damit. Ich müsste dann schon schwerere Make Up Geschütze auffahren, damit ich nicht krank aussehe. Das ist mir zu anstrengend. Ich trage auch meine Jeans ganzjährig, weil sich meine Farben nicht von einer Jahreszeit zur anderen großartig wechseln. Boah, wie langweilig, denkst du vielleicht? Immer die gleichen Farben? Für mich fühlt sich das nicht so an, weil es meine Farben sind. Weil ich sie mag und sie mir stehen. Es gibt auch andere Farben, die ich mag. Ich mag eigentlich alle Farben, aber nicht alle an mir. Jede Farbe hat ihren Platz, Gelb darf meine Mango sein, Grün mein Apfel, Braun der Baumstamm der Bäume in unserem Garten, etc. Aber ich möchte in den Farben, die ich trage, einfach ich sein. Und mein Ich ändert sich nicht vom Frühling zum Sommer oder vom Sommer zum Herbst. Viele Frauen haben den großen Wunsch einer Garderobe, die sich vielseitig kombinieren lässt. Nach dem Motto “Weniger ist mehr”. Genau das ergibt sich in deinem Kleiderschrank, wenn du dich darauf einlässt, bei Neuzugängen wählerischer zu sein und nur noch deine Farben hinzuzufügen. Nach und nach ergibt sich ein stimmiges kombifreudiges Bild, wenn du deinen Schrank aufmachst. Dann hast du auch nicht mehr das Problem, dass du ratlos vor dem Schrank stehst, nur weil dein Lieblingspulli in der Wäsche ist. Stell dir vor, du hättest lauter Lieblingsteile im Schrank! Nicht jedes Teil in meinem Schrank ist ein Lieblingsteil, aber kann durchaus als Kombipartner zu einem Lieblingsoutfit dazugehören. Durch die Farbgebung kann ich sehr viel miteinander kombinieren ohne mir den Kopf darüber zerbrechen zu müssen, ob diese Farbe wirklich gut zu jener Farbe passt. Wir arbeiten gerade intensiv an unserem brandneuen Kurs, der dich nicht nur in logischen Schritten zu deinen besten Farben führt, sondern dir auch konkrete Kombinationsbeispiele für deine Outfits gibt. Anders als bei herkömmlichen Farbberatungskonzepten gehst du einerseits von den Farben aus, die dir rein analytisch gut stehen und ergänzt sie durch Farben, die stilistisch zu dir passen, sprich zu deiner Persönlichkeit. Dadurch ergibt sich eine individuelle Palette für dich, die in Helligkeit, Leuchtkraft und Farbgruppen zu dir passt und gleichzeitig deine Persönlichkeit mit unterstreicht. Hach, ich freue mich schon so darauf. Einen kleinen Vorgeschmack darauf erhältst du im aktuellen Blogpost: Wie kombiniere ich die Farbe Petrol? Am Ende des Blogartikels kannst du dir kostenlos weitere 20 Outfitinspirationen mit der Farbe Petrol herunterladen. Warum gerade Petrol? Weil diese Farbe wirklich vielen Frauen gut steht. Petrol entsteht durch die Mischung aus Blau und Gelb. Je höher der Gelbanteil, desto grünlicher wird das Petrol, je weniger Gelb, desto bläulicher wird es. Sprich, das bläulichere Petrol steht kühleren Farbtypen besser und das grünlichere Petrol steht wärmeren Farbtypen besser. Aber oft stellt sich die Frage, wie kombiniere ich diese Farbe am besten. Für konkrete Kombinationsvorschläge lies dir den Blogartikel durch. Das ganze Jahr über mit einer einheitlichen Farbpalette zu arbeiten hat übrigens mehrere Vorteile: Kombinationsfreudig Übergang von einer Jahreszeit zur anderen einfacher Man kann super im Sale kaufen Stoffe können auch mal länger im Regal liegen ohne aus deiner Mode zu kommen Du kannst Trends gezielt auslassen und mitmachen Du brauchst insgesamt weniger Teile und kannst mehr auf die Qualität achten Das spart Geld Du sparst Zeit bei der Überlegung “Was ziehe ich heute an?” Du siehst toll aus! Es reichen kleine Akzente einer anderen Farbe, um die Stimmung deiner Outfits zu verändern (Accessoires). Winterstimmung, Frühlingsstimmung. Brauchst du im Winter andere Farben als im Sommer? Diese Frage kannst nur du dir beantworten. Ich für meinen Teil habe eine Farbpalette, die ich das ganze Jahr über verwende. Im Näh deinen Stil Club findet vom 27-30.12. Die Kleiderschrank-Challenge statt, damit die Clubmitglieder inklusive mir, mit einem super ausgemisteten und aufgeräumten Kleiderschrank ins neue Jahr starten können. Du bist noch nicht im Club, aber du hast auch den Traum von der vielseitig kombinierbaren Garderobe, die deine Persönlichkeit unterstreicht? Dann probiere ihn aus. Du kannst bis einschließlich 23.12.2020 für einen Euro in den Club kommen und ihn für einen Monat (30 Tage) testen. Bei Gefallen verlängert sich deine Mitgliedschaft anschließend um ein Jahr. Solltest du während der 30 Tage merken, dass du nicht weitermachen möchtest, dann kannst du deine Mitgliedschaft innerhalb des Testmonats wieder beenden. Das habe ich so noch nie angeboten und bin gespannt, wie mein Angebot ankommt. Wie gelangst du dorthin? www.ellepuls.com/nds-club Ich wünsche dir eine schöne Woche und wir hören uns nächste Woche wieder mit einer neuen Episode des Näh deinen Stil Podcast. -- Wenn dir diese Episode des Näh deinen Stil Podcasts gefallen hat, würde ich mich sehr über eine positive Bewertung freuen.  ALLGEMEIN Elle Puls Schnittmustershop und Nähblog https://ellepuls.com Lade dir kostenlose Schnittmuster herunter https://ellepuls.com/kostenlose-schnittmuster/ Dein Erfolg beim Nähen soll lange anhalten. Nicht nur an der Nähmaschine, sondern auch beim Tragen deiner selbst genähten Garderobe.  Erfahre mehr über meinen Club: https://www.ellepuls.com/nds-club Hast du Lust, ein ganzes Wochenende lang mit Gleichgesinnten zu nähen? Dann komm in eines meiner Nähcamps in ganz Deutschland. https://ellepuls.com/naehcamp-tour/ Elle Puls auf Instagram https://instagram.com/ellepuls/ Elle Puls auf Pinterest https://www.pinterest.de/pulsinchen/ Elle Puls auf Facebook http://facebook.com/ellepuls  
Wie ärgerlich, wenn neues Kleidungsstück nicht lange schön bleibt, weil sich der Stoff verzieht, die Farbe verliert, fusselt oder einfach nicht angenehm zu tragen ist. Schließlich hast du beim Planen und Nähen auch viel Zeit und Überlegung investiert. Worauf solltest du beim Stoffkauf im Laden oder im Onlineshop achten, um Stoff mit guter Qualität zu finden und von welchen Stoffen lieber die Finger lassen? Als leidenschaftliche Stoffkäuferin und ehemalige Stoffverkäuferin habe ich einige Tipps für dich. Im Stoffgeschäft: Sehen, knautschen, fühlen, riechen Der Stoff verrät dir schon viel über sich, wenn du ihn genau anschaust und vor allem anfasst. Wickel ein Stück vom Ballen ab und achte dabei auf eine gleichmäßige Struktur Sind die Fäden, aus denen der Stoff gewebt oder gestrickt ist, immer gleichmäßig dick, oder entdeckst du Knötchen und Unregelmäßigkeiten, die nicht zum Design gehören? Manche Stoffe wie zum Beispiel Leinen, Leinenimitate oder Wildseide haben mit Absicht ein rustikales Aussehen mit dickeren und dünneren Fäden – bei allen anderen Stoffen sollten die Fäden glatt und gleichmäßig sein. Halt den Stoff gegen das Licht, so kannst du Knötchen und Webfehler leicht entdecken. eine gleichmäßige Musterung Wie ist das Muster aufgedruckt ist? Ist der Druck überall gestochen scharf, auch am Rand der Stoffbahn? Verläuft das Muster parallel zur Webkante? Wenn sich der Stoff beim Bedrucken verzogen hat und das Muster daher nicht ganz gerade ist, wird es schwer, die Schnittteile im Fadenlauf zuzuschneiden, wenn gleichzeitig auch das Muster passen soll. Wenn du gestreiften oder karierten Stoff suchst, achte darauf, dass das Muster eingewebt ist, nicht nur aufgedruckt. Gedruckte Streifenstoffe sind meistens nicht besonders hochwertig. der Knautschtest Nimm eine Stoffecke in die Hand, knülle den Stoff zusammen und beobachte, wie er sich verhält: Bleiben deutlich sichtbare Knitterfalten zurück? Wenn es sich nicht gerade um Leinen handelt, sollte der Stoff nach dem Zusammendrücken wieder fast so glatt sein wie vorher. Überleg dir, wie sich das Knittern bei deinem geplanten Projekt auswirken würde, wenn du zum Beispiel eine Hose oder ein Kleid aus dem Stoff nähen willst. Wie würde das Kleidungsstück aussehen, nachdem du eine Weile gesessen hast, und wäre das für dich akzeptabel? der Fühltest Streich mit der Hand über beide Seiten des Stoffs. Fühlt sich der Stoff rau und fast kratzig an, auch wenn er nicht einmal aus Wolle ist? Das Kratzen kann auf eine geringe Qualität hindeuten, wenn nämlich besonders kurze Fasern verarbeitet wurden, deren Enden aus dem Stoff herausstechen. Auch das kannst du sehen, wenn du den Stoff schräg ins Licht hältst und dir die Oberfläche anschaust. So ein kratziger Stoff trägt sich nicht nur nicht besonders angenehm, er wird auch nicht lange halten. Aber auch wenn sich die Stoffoberfläche unnatürlich glatt, fast klebrig oder wie mit Plastik beschichtet anfühlt, solltest du vorsichtig sein: Solche Stoffe, vor allem aus Baumwolle und Leinen, sind oft mit einer Appretur behandelt, die den Stoff glatter und fester und damit hochwertiger erscheinen lässt und die beim Waschen verschwinden wird. bei Jersey: der Rücksprungtest Bei Jerseystoffen ziehst du das Material ein bisschen in die Breite und beobachtest, ob er „zurückspringt“, also sich wieder auf die ursprüngliche Breite zusammenzieht. Wenn der Stoff schon auf dem Ballen sehr leicht ausleiert, wird er das als Kleidungsstück erst recht tun. Überhaupt lohnt es sich, darauf zu achten, wie sich der Stoff an den Stellen verhält, die von den Kundinnen häufig angefasst werden. Manche Strickstoffe, Wollstoffe und Fleece bilden dort schon im Geschäft kleine Knötchen oder fusseln übermäßig – das wird mit Sicherheit nicht besser, wenn der Stoff zugeschnitten und vernäht ist! der Geruchstest Und nicht zuletzt solltest du am Stoff riechen, auch wenn sich das merkwürdig anhört. In Stoffen, die stark „nach Chemie“ riechen, ist auch viel Chemie drin, die du sicher nicht auf der Haut haben willst. Im Onlineshop: Vertrau auf Markenstoffe und Zertifizierungen Beim Stoffkauf im Onlineshop ist die Frage nach der Qualität leider nicht so leicht zu beantworten. Viele Shops haben Eigenproduktionen oder bieten die Stoffe bestimmter, namentlich genannter Hersteller an. Wenn du hier mit einem Shop oder einem Hersteller einmal gute Erfahrungen gemacht hast, kannst du davon ausgehen, dass er zumindest versuchen wird, immer die gleiche Qualität anzubieten. Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es dabei aber nicht – manchmal schwankt die Qualität eben doch, wenn der Hersteller seine Produktionsstätte oder seinen Rohstofflieferanten gewechselt hat. Auch zertifizierte Bio-Stoffe sind in der Regel besonders hochwertig. Die teure Zertifizierung lohnt sich bei einem billigen Stoff nicht, und einen billigen Stoff teuer zu verkaufen kann sich der Hersteller nicht leisten, denn das würden seine Kunden, die Stoffgeschäfte, nicht akzeptieren. Bei besonders günstigen vermeintlichen Stoffschnäppchen wäre ich online besonders vorsichtig und würde nur bestellen, wenn ich es verkraften kann, dass der Stoff dann doch nicht meinen Qualitätsvorstellungen entspricht. Während man auf dem Stoffmarkt mit Erfahrung und Fingerspitzengefühl in einem Haufen billiger Stoffe durchaus Schätze entdecken kann, ist das in einem Onlineshop Glückssache und leider gilt meistens die Regel: billige Stoffe machen keine Freude. -- Wenn dir diese Episode des Näh deinen Stil Podcasts gefallen hat, würde ich mich sehr über eine positive Bewertung freuen.  ALLGEMEIN Elle Puls Schnittmustershop und Nähblog https://ellepuls.com Lade dir kostenlose Schnittmuster herunter https://ellepuls.com/kostenlose-schnittmuster/ Dein Erfolg beim Nähen soll lange anhalten. Nicht nur an der Nähmaschine, sondern auch beim Tragen deiner selbst genähten Garderobe.  Erfahre mehr über meinen Club: https://www.ellepuls.com/nds-club Hast du Lust, ein ganzes Wochenende lang mit Gleichgesinnten zu nähen? 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Wer möchte nicht den perfekten Cardigan nähen? Gerade jetzt in der kalten Jahreszeit gibt es kaum ein Kleidungsstück, das so beliebt ist (außer vielleicht dem Hoodie, wie ich letzte Woche berichtete). 😉 Ein Cardigan kann schnell übergeworfen werden, wenn es frisch ist, und sobald die Heizung bollert wie unlängst in unserem Büro, kann er genau so schnell wieder ausgezogen werden. Kein Wunder also, dass es unzählige Schnittmuster für Cardigans gibt. Im NDS Club haben wir in diesem Monat einen großen Sew-Along veranstaltet, bei dem 150 Frauen ganz wunderschöne Cardigans genäht haben. Das Tolle an diesen Gemeinschaftsprojekten ist das Schwarmwissen. Es werden unglaublich gute und wertvolle Tipps zur Verarbeitung, Materialien und Pflege miteinander geteilt. Ich freue mich immer über diesen Austausch, denn gerade in der jetzigen speziellen Zeit ist die Verbindung untereinander so wertvoll. Und weil wir im NDS Club so viel Spaß miteinander hatten, gebe ich gern etwas davon an dich weiter und teile die besten Tipps zur Verarbeitung von Cardigans mit dir. 1. Das Wichtigste zuerst: Gestrickte Materialien verarbeiten Das Allerwichtigste zuerst: wenn du einen Cardigan nähst, achte bitte unbedingt darauf, dass du ein dehnbares Material (=Strick) verwendest. Diese Stoffe gibt es aus verschiedenen Materialien und in unterschiedlicher Dicke. Auch können sie sehr unterschiedlich in der Dehnbarkeit und im Gewicht sein. Achte darauf, ob du Feinstrick, Grobstrick, Jacquardstrick, Sweat , Baumwollstrick oder Viskosestrick verwendest. Sie sind zwar alle dehnbar, jedoch von ganz unterschiedlicher Dicke und unterschiedlichem Gewicht. Das wirkt sich natürlich auf den Fall des Cardigans aus. HINWEIS: Walkloden und Loden werden sehr gern verwechselt. Dabei ist Walkloden dehnbar, da gestrickt – sicher hast du auch schon einmal die Bezeichnung „Kochwolle“ statt Walkloden gehört. Loden hingegen ist ein gewebter Stoff und eignet sich nicht für Cardigans. Du siehst: bereits bei der Materialauswahl kannst du das spätere Aussehen deines Cardigans positiv beeinflussen. 2. Grundsätzliche Tipps vor dem Nähen deines Cardigans: Ein paar Worte zu Strick Je schwerer und grober der Strick, desto schneller kann er ausleiern. Die Passform der Jacke hängt also stark von der Art des Strickstoffs ab. Beachte unbedingt, dass sich die Stoffkante nach dem Zuschnitt sehr leicht ausdehnen und länger werden kann als der Schnitt vorsieht. Ebenso kann der Stoff sich schnell beim Nähen wellen. Der Stoff kann beim Waschen stark einlaufen. Beim Zuschnitt ist es möglich, dass Maschen aufribbeln. 3. Der beste Tipp (nicht nur für Cardigans): An Probestücken ausprobieren Auch wenn es erstmal nicht so attraktiv klingt, ist das Nähen eines Probestücks einfach Gold wert. Du kannst die Passform und den Schnitt mit einem günstigeren Stoff vorab für dich testen, ohne gleich deinen möglicherweise sehr kostbaren Stoff zu verschneiden. Und wenn alles gut klappt, hast du gleich noch einen zusätzlichen Lieblingscardigan! HINWEIS: Bitte achte darauf, dass der Probestoff dem Originalstoff in Gewicht und Dicke ähnelt. 4. Schnittmuster vorbereiten Achte darauf, die Nahtzugabe im Schnitt einzeichnen, wenn sie nicht enthalten ist. Es ist schwierig, mit Kreide die Nahtzugabe auf einem gröberen Strickstoff einzuzeichnen. Ein guter Tipp aus der Praxis: je gröber der Stoff, desto größer fällt die Nahtzugabe aus. 5. Stoff vorbereiten Je nach Material vorwaschen. Dabei auf links drehen und rundherum grob zusammennähen – so ribbelt nichts auf. Nach dem Waschen sollte Strickstoff im Liegen trocknen, sonst leiert er aus. Und ganz wichtig: Strickstoffe gehören nicht in den Trockner! 6. Zuschnitt Für einen präzisen Zuschnitt solltest du gröbere Strickstoffe glatt hinlegen ohne zu ziehen, damit sich die Maschen legen können. Die Maschen sollten schön gerade liegen. Du kannst den Stoff leicht in Längsrichtung ziehen, wenn nötig. Die Kanten werden nach dem Zuschnitt mit Sprühstärke leicht verklebt. Das hilft gegen Aufribbeln und Ausfransen (am besten etwas unterlegen, damit nicht die Arbeitsfläche verklebt). Nach dem Zuschnitt den Stoff nicht bewegen, sondern erst die Kanten abkleben mit Washi Tape (evtl. Prym Wondertape) Alternativ kannst du die Kanten auch mit Nahtband bebügeln. Wenn du mit der Overlock arbeitest, lässt du beim Bekleben die Breite der Overlocknaht frei. Wenn du mit der Nähmaschine nähst: direkt an der Kante kleben, und dann an der Kante entlang nähen. 7. Bügeln Grundsätzlich vorsichtig bügeln, bzw. das Bügeleisen drüber halten und dämpfen. Achte darauf, das Bügeleisen leicht drüber gleiten lassen und nicht zu schieben. Das verhindert ein Ausleiern des Strickstoffs. 8. Schulternaht verstärken Damit die Schulternaht beim Tragen nicht ausleiert, solltest du sie mit einem Schulterband (z.B. von Stoff und Stil) oder Nahtband mit Kettstich (Formband) verstärken. Alternativ kannst du auch ein Satinband mitlaufen lassen. 9. Beim Nähen: die kleinen Details, auf die es ankommt Bevor es endlich losgeht, mache unbedingt eine Nähprobe. Dazu nimmst du einen Stoffrest aus dem Zuschnitt und testest verschieden Stichlängen. Es hat sich gezeigt, dass eine Stichlänge von 3,5 gut funktioniert. Am besten probierst du das aus und stellst ggfs. eine noch größere Stichlänge ein. Hier kommen noch einige „goldene Tipps“: Füßchen beim Nähen öfter mal anheben Nadel: normal oder bei viel Elasthan eine Jerseynadel Nähfüßchendruck senken Obertransportfuß verwenden Je nach Dicke des Strickstoffs Klammern oder große Stecknadeln für Strickstoffe verwenden. 10. Nähmaschine vs. Overlock Wenn du eine Nähmaschine verwendest, teste unbedingt eine größere Stichlänge. Nähst du mit einer Overlock, achte darauf, mit erhöhtem Differential zu nähen. Das verhindert ein ungewolltes Einkräuseln des Stoffes und den „Wellen-Effekt“. 11. Saumverarbeitung Ein Hinweis, den du bestimmt lieben wirst (falls du ihn nicht schon kennst): Soluvlies in den Saum legen! Du wirst sehen: es näht sich leichter und es gibt Halt. Das Soluvlies sorgt dafür, dass sich der Stoff beim Säumen nicht wellt. Für eine unsichtbare Saumverarbeitung den Saum abketteln (ggf. Differential erhöhen) und von Hand säumen. Eine weitere Maßnahme ist es, den Saum zu verstürzen. Für die Ausschnitte und Kanten empfehle ich dir bei dickeren Strickstoffen Belege aus Jersey zu arbeiten. Und zum Schluss die gute Nachricht: bei Walk ist keine Versäuberung erforderlich. Wie findest du die Tipps aus dem „Schwarm“? Hast du auch noch etwas Tolles, das du mit mir teilen möchtest? Dann kommentiere gerne unter diesem Blogartikel. Ich freue mich, noch weitere Tipps zur Verarbeitung von Cardiganstoffen zu erhalten. -- Wenn dir diese Episode des Näh deinen Stil Podcasts gefallen hat, würde ich mich sehr über eine positive Bewertung freuen.  ALLGEMEIN Elle Puls Schnittmustershop und Nähblog https://ellepuls.com Lade dir kostenlose Schnittmuster herunter https://ellepuls.com/kostenlose-schnittmuster/ Dein Erfolg beim Nähen soll lange anhalten. Nicht nur an der Nähmaschine, sondern auch beim Tragen deiner selbst genähten Garderobe.  Erfahre mehr über meinen Club: https://www.ellepuls.com/nds-club Hast du Lust, ein ganzes Wochenende lang mit Gleichgesinnten zu nähen? Dann komm in eines meiner Nähcamps in ganz Deutschland. https://ellepuls.com/naehcamp-tour/ Elle Puls auf Instagram https://instagram.com/ellepuls/ Elle Puls auf Pinterest https://www.pinterest.de/pulsinchen/ Elle Puls auf Facebook http://facebook.com/ellepuls  
Willkommen zurück beim Näh deinen Stil Podcast! Die letzte Episode ist schon ein halbes Jahr her. Das war so nicht geplant, aber was lief dieses Jahr schon nach Plan? Ich hatte während des Lockdowns im Frühling sehr viele Episoden für den Podcast gemacht, viele Interviews mit Menschen aus der Nähszene, um eine Ablenkung von dem ganzen Corona Thema zu bieten. Das war ganz schön viel, was damals parallel lief, so dass ich im Mai erst einmal eine Pause brauchte. Diese Pause ist, wie du siehst, deutlich länger geworden, aber es ist auch wichtig, dass ich Lust darauf habe Episoden aufzunehmen. Jetzt ist diese Lust wieder da und ich freue mich, dass du zuhörst. Wie geht es jetzt also weiter mit dem Podcast? Alles wie gehabt oder doch ein bisschen anders? Zum ersten Mal haben wir einen richtigen ernsthaften Redaktionsplan für den Blog. Versucht habe ich es schon seit Jahren, mehr Ordnung in die Themen zu bringen, aber war dann doch immer wieder sprunghaft. Ich mag es einfach, spontan auch mal Pläne wieder umzuwerfen oder ich vergesse schlichtweg, dass es einen Plan gab. Das soll sich nun ändern. Es ist so, dass wir für den Näh deinen Stil Club monatliche Themen für die Mitglieder haben und ich diese im Blog und Podcast mit aufgreifen werde. So der Plan ;-). In dieser Episode möchte ich dir aber erst einmal einen kleinen Rückblick auf das vergangene halbe Jahr geben. Es ist viel passiert, muss ich sagen. Mein Team ist noch mal gewachsen. Wir arbeiten hier als festes Team zu viert. Da sind mein Mann Grischa, der im Hintergrund arbeitet. Er hat den ganzen Sommer über unsere eigene Clubplatform aufgebaut. Im September sind wir dann endlich von der Facebook-Gruppe auf unsere Plattform naehdeinenstil.com umgezogen. Neben der Technik kümmert er sich auch um den Support, die Projektplanung, alles was mit Finanzen zu tun hat. Dann ist da Louise, die du schon in Episode #83 schon näher kennen lernen konntest. Sie ist Grafik Designerin und macht alles hübsch bei Elle Puls. Wenn du bei Instagram, Pinterest oder im Blog Grafiken und Fotos siehst, dann sind diese meist durch ihre Hände gegangen. Außerdem haben wir in den letzten Monaten gemeinsam Schnitte entwickelt und die Anleitungen gemacht, gestaltet und Videos dazu gedreht. Das erste Video in der Reihe ist die Anleitung zum Mundschutz nähen mit über einer halben Million Views. Dabei wollte ich das Video erst nicht machen, weil ich dachte, dass es doch schon genügend Anleitungen für einen Mundschutz gibt. Louise hat mich dann motiviert, das doch noch anzugehen und auch unser Mundschutzschnitt mit den Abnähern wurde richtig oft heruntergeladen. Anschließend erschien unser Knaller Projekt, das Mäppchen L. A., das kostenlose Schnittmuster Shopper Kalifornien, das Faro Top und das Cape Town. Wenn ich das Revue passieren lasse, merke ich, dass das ohne ein Team in der Form alles nicht möglich gewesen wäre. Seit September arbeitet Stylistin und Make Up Artist Kathy bei uns. Sie übernimmt den Bereich Stil bei Elle Puls und hat sich in kürzester Zeit bei uns eingearbeitet. Unsere Clubmitglieder kennen sie schon aus den neuen Kursen im Näh deinen Stil Club. Dort hat sich neben dem Umzug auf die neue Plattform auch sonst viel getan. Wir vereinfachen die Kurse noch mal, damit du auch mal in einem kleineren Zeitfenster dich den Lernvideos widmen kannst. In den Sew-Alongs und Stil-Challenges finden die Mitglieder immer die Gelegenheit, ihre neuen Erkenntnisse in neue Kleidungsstücke umzusetzen. Zu Beginn des Herbstes startete der Aufbaukurs Lebe deinen Stil, wo wir neben einer Intensivierung der Themen Farbe, Material, Muster und Schnitte noch Make Up und Haare mit einbeziehen. Ich selbst war nie sehr interessiert an Make Up, aber ich muss sagen, dass ich beim Videodreh einige Aha-Momente hatte und jetzt auch gerne mal Rouge und einen dezenten Lippenstift trage. Das lässt mich gleich viel frischer aussehen. Es ist toll, dass Kathy da so eine Kompetenz und Erfahrung mitbringt. Seit kurzem arbeiten wir auch mit einer Gastautorin, einer Texterin und ganz frisch, mit einer Näherin zusammen. Dazu gerne zu einem anderen Zeitpunkt mehr. Wir haben auch wirklich spannende Themen für die kommenden Monate. Und übrigens auch aktuell mit dem Blogartikel “14 unterschiedliche Hoodie Schnittmuster für mehr Kuschel-Style”. Darin stelle ich, wie der Name schon sagt, 14 verschiedene Schnittmuster vor. Ich kann dir sagen, wenn ich mich auf die Recherche nach Schnitten begebe, dann entdecke ich immer wieder tolle Ideen, seien es Schnittlabels, Stoffe, Blogs, Instagram Accounts oder eben einfach Schnittmuster. Das war dieses mal nicht anders. Louise hörte mich immer mal wieder sagen: “Oh, das sieht aber schön aus” und, du kannst es dir denken. Dann hält sie nicht viel auf ihrem Bürostuhl und sie linst auf meinen Bildschirm. Im Moment setzen wir hier auch bei jeder Bewegung vom Bürostuhl weg unsere Masken auf. Das macht keinen Spaß, aber was muss, das muss. Es gibt Schlimmeres. Natürlich habe ich mehr als 14 Schnittmuster gefunden, aber ich habe dann möglichst verschiedene Varianten zusammengestellt. Mein Favorit ist der Amber Capelet Hoodie von Trish Newbery. Sowohl Schnitt als auch Designerin waren mir bis dato unbekannt. Wenn ich es richtig sehe, kommt das Label aus Neuseeland. Eigentlich trage ich Hoodies eher selten. Ich habe 3 selbst genähte, die wirklich schon einige Jahre alt sind und keine Abnutzungserscheinungen haben. Ich will sie aber auch nicht missen, denn dann und wann ist so ein Hoodie genau das Richtige. Und in letzter Zeit greife ich zuhause immer häufiger nach diesen Oldies in meinem Kleiderschrank. Hoodies scheinen auch wieder voll im Trend zu liegen und meine Theorie ist, dass es ein Kleidungsstück ist, das uns umhüllt und dessen Kapuze uns gefühlt vor den negativen Schwingungen schützt. Klar ist es auch ein super Teil, das wärmt und einfach auch bequem ist. Je mehr wir zuhause sind, desto mehr kommt wahrscheinlich auch der Kuschel-Style in uns durch. Wobei ich ja immer dafür plädiere, sich zuhause stilmäßig nicht ganz gehen zu lassen. Wie du dich für den Tag kleidest, bestimmt mit, wie du dich an dem Tag fühlst. Sicher umhüllt? Stark? Zart? Zurückhaltend? Oder stark? Sexy? Unsicher weil overdressed? Das ist wie mit dem Verkleiden. Ich habe das früher bei meinen Kindern beobachtet. Immer, wenn sich die Jungs als Ritter verkleidet haben, strotzen sie gefühlt vor Kraft und Testosteron. Und wenn ich an meine Kindheit zurück denke, ging es mir wohl ähnlich, obwohl ich mich nicht besonders gerne verkleidet habe. Ich bin in einem Eifeldorf groß geworden, wo Karneval groß gefeiert wird. Da habe ich dann auch irgendwie mitgemacht. Ich war tatsächlich mal ein paar Jahre in einer Tanzgruppe, die bei den Sitzungen immer aufgetreten ist. Das kann ich mir heute so gar nicht mehr vorstellen. Ich fühlte mich auch nicht wirklich in meinem Element. Jedenfalls bedeutete jedes Kostüm eine andere Rolle. Später besuchte ich eine Hotelmanagement Schule in der Schweiz. Dort und auch in den Hotels, wo ich gearbeitet habe, musste ich eine Uniform tragen. Das Hineinschlüpfen in den Blazer, die Pumps, die Bluse etc. haben eine bestimmte Haltung in mir gefördert. Ich fühlte mich gleich professioneller und wurde natürlich auch von Kunden sofort als kompetente Ansprechpartnerin wahrgenommen, obwohl ich in Jeans und T-Shirt doch die gleiche Person war. Oder vielleicht doch nicht? Im Grunde schlüpfen wir unser ganzes Leben lang in verschiedene Rollen. Sei es als junge Frau in der Disko oder als Mutter bei der Schulanmeldung des Kindes. Jeder zeigt in bestimmten Bereichen und Abschnitten des Lebens unterschiedliche Facetten von sich selbst. Und du kannst sicher sein, dass ich mein Disko-Outfit nicht zur Schulanmeldung meiner Kinder getragen habe! Willst du dich so kleiden, dass du dich jeden Tag so richtig wohl fühlst? Willst du deine Persönlichkeit durch deine Kleidung, dein Styling unterstreichen? Auch wenn ich mal von zuhause arbeite, setze ich mich nicht im Pyjama oder Jogginganzug an den Rechner, sondern ziehe mich richtig an. So kann ich besser und produktiver arbeiten. Ich sitze deswegen nicht im Blazer und Pumps an meinem Schreibtisch, aber ich fühle mich mit dem was ich trage einfach angezogen und gerüstet für den Tag. Und je nach Tagesform trage ich auch mal einen Hoodie und freue mich darüber. Übrigens kannst du dieses sportliche Kleidungsstück durch die Farbe, das Material, Muster und Schnitt so gestalten, dass er nicht gleich nach Couch aussieht, sondern dich geschützt und stilvoll durch den Tag begleitet ohne an Bequemlichkeit einzubüßen. Deswegen findest du im Blogartikel unten auch noch ein Download mit Stoffvorschlägen für die 4 verschiedenen Stilgrundtypen klassisch, natürlich, sinnlich, sportlich. Ich wünsche dir eine schöne Woche und wir hören uns bald wieder, hier im Podcast. Liebe Grüße, Elke -- Wenn dir diese Episode des Näh deinen Stil Podcasts gefallen hat, würde ich mich sehr über eine positive Bewertung freuen.  ALLGEMEIN Elle Puls Schnittmustershop und Nähblog https://ellepuls.com Lade dir kostenlose Schnittmuster herunter https://ellepuls.com/kostenlose-schnittmuster/ Dein Erfolg beim Nähen soll lange anhalten. 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Melanie Stiebner ist Geschäftführerin des Stiebner Verlags und hat uns u.a. bei den Näh deinen Stil Camps mit einer sehr beliebten Nähbuch-Bibliothek unterstützt. Sie schreibt u.a. auch den Blog The Flying Needle. Das Verlagsprogramm des Stiebner Verlags aus München umfasst Bücher zu den Themen Graphik/Design, Mode, Karikaturen, Bavarica und Kunst (STIEBNER) sowie Sportbücher (COPRESS SPORT). Außerdem bringt der Stiebner Verlag Europas führende Monatszeitschrift zum Thema Grafikdesign heraus. Novum – World of Graphic Design erreicht eine monatliche Verbreitung von mehr als 9000 Exemplaren. In meinem Gespräch mit Melanie geht es natürlich auch darum, wie Melanie und der Verlag sich während der Corona-Zeit organisieren. Außerdem sprechen wir ausführlich über ihr Sortiment an Nähbüchern, ihre On- und Offline Events und übers Stricken. Und hier gehts zum Stiebner Insta-Feed.  Liebe Grüße Elke -- Wenn dir diese Episode des Näh deinen Stil Podcasts gefallen hat, würde ich mich sehr über eine positive Bewertung freuen.  ALLGEMEIN Elle Puls Schnittmustershop und Nähblog https://ellepuls.com Lade dir kostenlose Schnittmuster herunter https://ellepuls.com/kostenlose-schnittmuster/ Dein Erfolg beim Nähen soll lange anhalten. Nicht nur an der Nähmaschine, sondern auch beim Tragen deiner selbst genähten Garderobe.  Erfahre mehr über meinen Club: https://www.ellepuls.com/nds-club Hast du Lust, ein ganzes Wochenende lang mit Gleichgesinnten zu nähen? Dann komm in eines meiner Nähcamps in ganz Deutschland. https://ellepuls.com/naehcamp-tour/ Elle Puls auf Instagram https://instagram.com/ellepuls/ Elle Puls auf Pinterest https://www.pinterest.de/pulsinchen/ Elle Puls auf Facebook http://facebook.com/ellepuls  
Tobias Milse ist mir heute aus Genf zugeschaltet. Er ist eigentlich gebürtiger Bremer, hat in Hamburg studiert und ist mit Anfang 20 nach Paris gezogen, dann nach Berlin, um vor 4 Jahren dann seine Boutique in Genf zu eröffnen. Tobias ist Täschner, Buchautor und gibt auch Nähkurse. Viele von euch kennen ihn bestimmt als Gewinner von "Geschickt eingefädelt" aus 2015. "Die Sendung hat bei mir eine riesige Veränderung bewirkt", sagt Tobias. "Vorher habe ich viele Accessoires gemacht, jetzt nähe ich mehr Kleidung und beschäftige mich auch viel mehr mit Stoffen. "Geschickt eingefädelt" hat mir auch geholfen mein Nähnetzwerk zu erweitern." Tobias erzählt von seinem "Offenen Atelier", von seinen Taschenmodellen, von seinem Buch "Männermode nähen", von seinen Plänen mit seinem Unternehmen zu wachsen und von seinen Inspirationsquellen. Außerdem geht es um Sticken und Zierstiche, um Tobias's Näh-Fuhrpark mit 13 Maschinen, um Neues von Pfaff- und Gütermann und Tobias' zweisprachigen Youtube Kanal. Viel Spaß und liebe Grüße Elke Podcast enthält Werbung. -- Wenn dir diese Episode des Näh deinen Stil Podcasts gefallen hat, würde ich mich sehr über eine positive Bewertung freuen.  ALLGEMEIN Elle Puls Schnittmustershop und Nähblog https://ellepuls.com Lade dir kostenlose Schnittmuster herunter https://ellepuls.com/kostenlose-schnittmuster/ Dein Erfolg beim Nähen soll lange anhalten. Nicht nur an der Nähmaschine, sondern auch beim Tragen deiner selbst genähten Garderobe.  Erfahre mehr über meinen Club: https://www.ellepuls.com/nds-club Hast du Lust, ein ganzes Wochenende lang mit Gleichgesinnten zu nähen? Dann komm in eines meiner Nähcamps in ganz Deutschland. https://ellepuls.com/naehcamp-tour/ Elle Puls auf Instagram https://instagram.com/ellepuls/ Elle Puls auf Pinterest https://www.pinterest.de/pulsinchen/ Elle Puls auf Facebook http://facebook.com/ellepuls  
Hallo und herzlich Willkommen. Heute begrüße ich Rike von Rosa P., die ich vom Lillestoff Festival kenne. Bei der fünffachen Mutter Rike wird genäht und gestrickt. "Ich finde beides ergänzt sich", sagt sie, die ihren Blog nach ihrer Oma benannt hat. Mit ihren lässigen und zeitlosen Schnittmustern und dazu passenden Jacken, Pullovern und Accessoires nach ihren Strickmustern bietet sie den perfekten Grundstock für eine genau aufeinander abgestimmte und nachhaltige Garderobe, an der du lange Freude hast. "Meine Schnitte müssen praktisch und gut für jede Figur sein. Sie sind einfach zu nähen, schlicht und damit gut abwandelbar", sagt Rike. Im Laufe unseres Gesprächs geht's um Stricken als Meditation, "Raglan von oben", das Rosa P. Strickteam, Schnittempfehlung für Anfänger, Sommerliche Projekte, Tipps zur Garnauswahl und Inspirationsquellen.  Viel Spaß beim Zuhören und liebe Grüße Elke -- Wenn dir diese Episode des Näh deinen Stil Podcasts gefallen hat, würde ich mich sehr über eine positive Bewertung freuen.  ALLGEMEIN Elle Puls Schnittmustershop und Nähblog https://ellepuls.com Lade dir kostenlose Schnittmuster herunter https://ellepuls.com/kostenlose-schnittmuster/ Dein Erfolg beim Nähen soll lange anhalten. Nicht nur an der Nähmaschine, sondern auch beim Tragen deiner selbst genähten Garderobe.  Erfahre mehr über meinen Club: https://www.ellepuls.com/nds-club Hast du Lust, ein ganzes Wochenende lang mit Gleichgesinnten zu nähen? Dann komm in eines meiner Nähcamps in ganz Deutschland. https://ellepuls.com/naehcamp-tour/ Elle Puls auf Instagram https://instagram.com/ellepuls/ Elle Puls auf Pinterest https://www.pinterest.de/pulsinchen/ Elle Puls auf Facebook http://facebook.com/ellepuls  
Ich freue mich heute über meinen Gast Martina von Machwerk. Sie hat einen Shop für Taschen und hochwertiges Taschen-Zubehör, z.B. tolle Reißverschlüsse. Außerdem geht es um Martina's Nähfuhrpark, nach welchen Kriterien sie ihre Schnitte erstellt, um Siebdruck, Sashiko und Shibori. Viel Spaß beim Zuhören und liebe Grüße, Liebe Grüße Elke -- Wenn dir diese Episode des Näh deinen Stil Podcasts gefallen hat, würde ich mich sehr über eine positive Bewertung freuen.  ALLGEMEIN Elle Puls Schnittmustershop und Nähblog https://ellepuls.com Lade dir kostenlose Schnittmuster herunter https://ellepuls.com/kostenlose-schnittmuster/ Dein Erfolg beim Nähen soll lange anhalten. Nicht nur an der Nähmaschine, sondern auch beim Tragen deiner selbst genähten Garderobe.  Erfahre mehr über meinen Club: https://www.ellepuls.com/nds-club Hast du Lust, ein ganzes Wochenende lang mit Gleichgesinnten zu nähen? Dann komm in eines meiner Nähcamps in ganz Deutschland. https://ellepuls.com/naehcamp-tour/ Elle Puls auf Instagram https://instagram.com/ellepuls/ Elle Puls auf Pinterest https://www.pinterest.de/pulsinchen/ Elle Puls auf Facebook http://facebook.com/ellepuls  
Mira Schwarz aus Berlin ist Hair- und Make Up Artist. Wir kennen uns aus der Fortbildung bei Imago zur Farb- und Stilberaterin. In unserem Gespräch erzählt Mira über die Herausforderungen als Frisörin (und auch Flugbegleiterin, die sie ist) in Zeiten von Corona. Außerdem geht es natürlich um alles rund um Haare und Frisur. Mira rät z.B. davon ab, sich die Haare selbst zu schneiden, weil momentan keine Frisöre geöffnet sind. Stattdessen empfiehlt sie, die Haare anders zu tragen. Auch zum Thema Färben (Tönung, Intensivtönung, Dauercoloration, Blondierung) gibt sie Tipps. Bestimmten Typen ermutigt sie, diese Zeit zu nutzen, um graue Haare herauswachsen zu lassen und gibt außerdem Vorschläge zu Frisuren zu den vier Grundtypen natürlich, klassisch, sinnlich und sportlich.  Viel Spaß beim Zuhören und liebe Grüße Elke Mehr Infos zu Mira gibt es hier.  -- Wenn dir diese Episode des Näh deinen Stil Podcasts gefallen hat, würde ich mich sehr über eine positive Bewertung freuen.  ALLGEMEIN Elle Puls Schnittmustershop und Nähblog https://ellepuls.com Lade dir kostenlose Schnittmuster herunter https://ellepuls.com/kostenlose-schnittmuster/ Dein Erfolg beim Nähen soll lange anhalten. Nicht nur an der Nähmaschine, sondern auch beim Tragen deiner selbst genähten Garderobe.  Erfahre mehr über meinen Club: https://www.ellepuls.com/nds-club Hast du Lust, ein ganzes Wochenende lang mit Gleichgesinnten zu nähen? Dann komm in eines meiner Nähcamps in ganz Deutschland. https://ellepuls.com/naehcamp-tour/ Elle Puls auf Instagram https://instagram.com/ellepuls/ Elle Puls auf Pinterest https://www.pinterest.de/pulsinchen/ Elle Puls auf Facebook http://facebook.com/ellepuls  
Ich freue mich heute wieder einen sehr netten Gast zu haben. Ich begrüße Steffi Romig von Zuleeg in Helbrechts. Zuleeg ist eine der wenigen deutschen Webereien und Steffi Textildesignerin. Zuleeg steht für feinste Stoffe aus der eigenen Hi-Tech-Manufaktur „Made in Germany“. Gelebte Textiltradition am Standort in Deutschland seit 1925. Es entstehen einzigartige Premium Stoffe aus Wolle, Baumwolle, Leinen und Seide, vieles auch in Bio-Qualität vom Rohstoff zum fertigen Produkt für den Zuschnitt mit herausragenden Eigenschaften. Ressourcenschonend durch Photovoltaik und Energieeffizienz mit Wärmerückgewinnung im Produktionsprozess werden bei Zuleeg Stoffe unter nachhaltigsten Bedingungen produziert.  Steffi gibt Einblicke in das Unternehmen und ihre Tätigkeiten. Viel Spaß bei Teil 1 unseres Gesprächs.  Elke -- Wenn dir diese Episode des Näh deinen Stil Podcasts gefallen hat, würde ich mich sehr über eine positive Bewertung freuen.  ALLGEMEIN Elle Puls Schnittmustershop und Nähblog https://ellepuls.com Lade dir kostenlose Schnittmuster herunter https://ellepuls.com/kostenlose-schnittmuster/ Dein Erfolg beim Nähen soll lange anhalten. Nicht nur an der Nähmaschine, sondern auch beim Tragen deiner selbst genähten Garderobe.  Erfahre mehr über meinen Club: https://www.ellepuls.com/nds-club Hast du Lust, ein ganzes Wochenende lang mit Gleichgesinnten zu nähen? Dann komm in eines meiner Nähcamps in ganz Deutschland. https://ellepuls.com/naehcamp-tour/ Elle Puls auf Instagram https://instagram.com/ellepuls/ Elle Puls auf Pinterest https://www.pinterest.de/pulsinchen/ Elle Puls auf Facebook http://facebook.com/ellepuls  
Ich freue mich heute wieder einen sehr netten Gast zu haben. Ich begrüße Steffi Romig von Zuleeg in Helbrechts. Zuleeg ist eine der wenigen deutschen Webereien und Steffi Textildesignerin. Zuleeg steht für feinste Stoffe aus der eigenen Hi-Tech-Manufaktur „Made in Germany“. Gelebte Textiltradition am Standort in Deutschland seit 1925. Es entstehen einzigartige Premium Stoffe aus Wolle, Baumwolle, Leinen und Seide, vieles auch in Bio-Qualität vom Rohstoff zum fertigen Produkt für den Zuschnitt mit herausragenden Eigenschaften. Ressourcenschonend durch Photovoltaik und Energieeffizienz mit Wärmerückgewinnung im Produktionsprozess werden bei Zuleeg Stoffe unter nachhaltigsten Bedingungen produziert.  Steffi gibt Einblicke in das Unternehmen und ihre Tätigkeiten. Viel Spaß bei Teil 1 unseres Gesprächs.  Elke -- Wenn dir diese Episode des Näh deinen Stil Podcasts gefallen hat, würde ich mich sehr über eine positive Bewertung freuen.  ALLGEMEIN Elle Puls Schnittmustershop und Nähblog https://ellepuls.com Lade dir kostenlose Schnittmuster herunter https://ellepuls.com/kostenlose-schnittmuster/ Dein Erfolg beim Nähen soll lange anhalten. Nicht nur an der Nähmaschine, sondern auch beim Tragen deiner selbst genähten Garderobe.  Erfahre mehr über meinen Club: https://www.ellepuls.com/nds-club Hast du Lust, ein ganzes Wochenende lang mit Gleichgesinnten zu nähen? Dann komm in eines meiner Nähcamps in ganz Deutschland. https://ellepuls.com/naehcamp-tour/ Elle Puls auf Instagram https://instagram.com/ellepuls/ Elle Puls auf Pinterest https://www.pinterest.de/pulsinchen/ Elle Puls auf Facebook http://facebook.com/ellepuls  
Heute ist meine Mitarbeiterin Louise bei mir zu Gast. Louise ist Grafik-Designerin, bereitet unsere Produkte und Beiträge ästhetisch auf und macht damit für uns "ganz viele Sachen schön". In unserem Gespräch geht es ums Nähen bzw. Handarbeiten in Zeiten von Corona, um Kreativität (die Louise schon in die Wiege gelegt bekommen hat), um Inspiration und um Louise's Faible, das Sticken. "Ich habe Spaß daran, normale Sachen zu verändern, individuell und schön zu machen.", sagt Louise, die von ihren Projekten in ihrem Blog und auf Instagram berichtet. Da geht es mal um bestickte Chucks, Jeans und Rucksäcke oder auch Plottervorlagen und viele DIY's. Natürlich sprechen wir auch über unseren derzeit aufregenden und spannenden Schaffensprozess bei Elle Puls, unsere Tüfteleien an einem neuen Schnittmuster oder den Enstehungsprozess unserer "Schnutenschoner", für welche Louise die süßen Applikationen erstellt hat. Viel Spaß beim Zuhören und liebe Grüße Elke -- Wenn dir diese Episode des Näh deinen Stil Podcasts gefallen hat, würde ich mich sehr über eine positive Bewertung freuen.  ALLGEMEIN Elle Puls Schnittmustershop und Nähblog https://ellepuls.com Lade dir kostenlose Schnittmuster herunter https://ellepuls.com/kostenlose-schnittmuster/ Dein Erfolg beim Nähen soll lange anhalten. Nicht nur an der Nähmaschine, sondern auch beim Tragen deiner selbst genähten Garderobe.  Erfahre mehr über meinen Club: https://www.ellepuls.com/nds-club Hast du Lust, ein ganzes Wochenende lang mit Gleichgesinnten zu nähen? Dann komm in eines meiner Nähcamps in ganz Deutschland. https://ellepuls.com/naehcamp-tour/ Elle Puls auf Instagram https://instagram.com/ellepuls/ Elle Puls auf Pinterest https://www.pinterest.de/pulsinchen/ Elle Puls auf Facebook http://facebook.com/ellepuls  
Annika von Näh-Connection hat einen besonderen Online Shop, in dem sie Schnitte primär von englischsprachigen Designern anbietet, die sie ins Deutsche übersetzt hat. In unserem Gespräch vergleichen wir Schnittanbieter aus verschiedenen Ländern und deren Eigenarten. Annika erzählt von den Anfängen ihres Blogs, von ihrer Probenähgruppe und über die Herausforderung Familie und Job unter einen Hut zu bekommen. Im Näh-Connection Shop findest du Ebooks ihrer liebsten Indielabels aus dem Ausland. Ihre Leidenschaft sind  ausgefallene Schnitte, die stets durch besondere Details beeindrucken, sehr ausführliche Anleitungen vorweisen und qualitiativ extrem hochwertig sind. Da sie weiß, dass viele sich leider nicht an englischsprachige Ebooks wagen, freut sie sich, euch so diese besonderen Ebooks trotzdem näher bringen zu können. Viel Spaß beim Zuhören und liebe Grüße Elke -- Wenn dir diese Episode des Näh deinen Stil Podcasts gefallen hat, würde ich mich sehr über eine positive Bewertung freuen.  ALLGEMEIN Elle Puls Schnittmustershop und Nähblog https://ellepuls.com Lade dir kostenlose Schnittmuster herunter https://ellepuls.com/kostenlose-schnittmuster/ Dein Erfolg beim Nähen soll lange anhalten. Nicht nur an der Nähmaschine, sondern auch beim Tragen deiner selbst genähten Garderobe.  Erfahre mehr über meinen Club: https://www.ellepuls.com/nds-club Hast du Lust, ein ganzes Wochenende lang mit Gleichgesinnten zu nähen? Dann komm in eines meiner Nähcamps in ganz Deutschland. https://ellepuls.com/naehcamp-tour/ Elle Puls auf Instagram https://instagram.com/ellepuls/ Elle Puls auf Pinterest https://www.pinterest.de/pulsinchen/ Elle Puls auf Facebook http://facebook.com/ellepuls  
Was du in diesem Podcast hörst: Ideen für die Corona Zeit Angesagte Stoffe in Petra's Shop Arbeiten im Team bei pepelinchen Stoffe aus PET Flaschen Lieferketten / Corona-Auswirkung auf die Stoffindustrie Mehr zu Petra in Episode #1 vom Näh deinen Stil Podcast. Liebe Grüße Elke   -- Wenn dir diese Episode des Näh deinen Stil Podcasts gefallen hat, würde ich mich sehr über eine positive Bewertung freuen.  ALLGEMEIN Elle Puls Schnittmustershop und Nähblog https://ellepuls.com Lade dir kostenlose Schnittmuster herunter https://ellepuls.com/kostenlose-schnittmuster/ Dein Erfolg beim Nähen soll lange anhalten. Nicht nur an der Nähmaschine, sondern auch beim Tragen deiner selbst genähten Garderobe.  Erfahre mehr über meinen Club: https://www.ellepuls.com/nds-club Hast du Lust, ein ganzes Wochenende lang mit Gleichgesinnten zu nähen? Dann komm in eines meiner Nähcamps in ganz Deutschland. https://ellepuls.com/naehcamp-tour/ Elle Puls auf Instagram https://instagram.com/ellepuls/ Elle Puls auf Pinterest https://www.pinterest.de/pulsinchen/ Elle Puls auf Facebook http://facebook.com/ellepuls  
Was dich in dieser Episode erwartet: Mundschutz-Schnittmuster Nähen in Zeiten von Corona Anna's Mitgliederbereich Mach dein Ding-Aktion Anna's Youtube Kanal Auch interessant: Folge 7 vom Näh deinen Stil Podcast mit Anna von einfach nähen. Liebe Grüße Elke -- Wenn dir diese Episode des Näh deinen Stil Podcasts gefallen hat, würde ich mich sehr über eine positive Bewertung freuen.  ALLGEMEIN Elle Puls Schnittmustershop und Nähblog https://ellepuls.com Lade dir kostenlose Schnittmuster herunter https://ellepuls.com/kostenlose-schnittmuster/ Dein Erfolg beim Nähen soll lange anhalten. Nicht nur an der Nähmaschine, sondern auch beim Tragen deiner selbst genähten Garderobe.  Erfahre mehr über meinen Club: https://www.ellepuls.com/nds-club Hast du Lust, ein ganzes Wochenende lang mit Gleichgesinnten zu nähen? Dann komm in eines meiner Nähcamps in ganz Deutschland. https://ellepuls.com/naehcamp-tour/ Elle Puls auf Instagram https://instagram.com/ellepuls/ Elle Puls auf Pinterest https://www.pinterest.de/pulsinchen/ Elle Puls auf Facebook http://facebook.com/ellepuls  
Bevor ich mit der eigentlichen Episode starte, muss ich etwas ansprechen, das mir schlaflose Nächte bereitet hat. Unsere Events. Denn Anfang April und Anfang Mai sollten eigentlich 2 Näh deinen Stil Camps stattfinden. Aufgrund der Entwicklung in der letzten Woche, müssen wir diese nun absagen. Das kommt jetzt sicherlich nicht überraschend, aber wir möchten die Events nicht ersatzlos streichen, sondern um ein Jahr verschieben. Falls du also ein Ticket für Düsseldorf oder Stuttgart hast, sei beruhigt. Es behält seine Gültigkeit, wir klären gerade mit den Hotels, welche Termine wir anbieten können. Die Teilnehmerinnen und ich hatten uns schon so sehr auf die Wochenenden gefreut. Es sollte eine Möglichkeit sein, uns endlich mal oder mal wieder zu treffen und ein ganzes Wochenende mit Gleichgesinnten zu verbringen. Gemeinsam zu lachen, zu nähen und zu lernen. Deswegen ist es mir so wichtig, diese Wochenende auf jeden Fall stattfinden zu lassen, wenn auch nicht zu den bisher geplanten Terminen. Die Teilnehmerinnen erhalten natürlich noch eine ausführlichere Mail dazu. In dieser Episode möchte ich meine Gedanken rund ums Nähen in Zeiten von Corona mit dir teilen. Denn aus meiner Sicht wird das Nähen einen neuen Stellenwert erhalten. Ich bin auch gespannt auf deine Gedanken dazu. Diese kannst du im Blog in den Kommentaren oder auch auf Instagram oder Facebook teilen. Sieh meine Gedanken als Anregung. Mir ist sehr wohl bewusst, dass nicht jeder durch die Ausnahmesituation auf einmal mehr Zeit hat, im Gegenteil, für viele wird es mehr Arbeit und weniger Freizeit bedeuten. Dennoch plädiere ich dafür immer nach einer Möglichkeit zu suchen, Kraft zu tanken. Dazu werde ich dir gleich eine sehr persönliche Erfahrung erzählen. #nähenistmeinetherapie Der Hashtag #nähenistmeinetherapie ist auf Instagram mit über 35.000 Verwendungen recht beliebt und wird gerne auch von Müttern mit kleineren Kindern verwendet, die den ruhigen Moment an der Nähmaschine als Ausgleich zum anstrengenden Alltag sehen. Das Nähen ist für viele Frauen ein toller Ausgleich zum Familienalltag, Job oder zu stressigen Momenten oder Tagen. Zum Glück darf ich mich auch wieder zu denen zählen, die den Hashtag mit einem Schmunzeln setzen. Vor ein paar Jahren sah das noch ganz anders aus, da war das Nähen tatsächlich meine Therapie, ohne die ich wahnsinnig geworden wäre. Unser Leben war damals eher ein Überleben. Unserem damals 9-jährigen Sohn wurde ein schmerzhafter Knoten im Bein rausoperiert. Nach der OP ging es ihm schnell besser und schon eine Woche später hat keiner von uns mehr einen Gedanken daran verschwendet. Und dann, einen Monat später, kam ein Anruf, der uns den Teppich unter den Füßen wegzog. Das Gewebe aus dem Bein sei durch verschiedene Labore gegangen, um die Diagnose abzusichern: er habe eine seltene Art von Krebs und müsse umgehend in die Charité um sofort mit einer 9-monatigen Chemo zu beginnen. Mir läuft es immer noch eiskalt den Rücken herunter, wenn ich an diesen Moment denke. Was das mit einer Mutter, mit einer ganzen Familie, macht, ist nicht in Worte zu fassen. Ich bin ja ein eher nüchterner Mensch, aber in den ersten Tagen nach diesem Anruf waren Tränen an der Tagesordnung. In den darauffolgenden Monaten haben wir alle gekämpft. Mein Sohn mit den Medikamenten, der Angst, den Schmerzen, dem Haarverlust, der Isolation von seinen Klassenkameraden und Freunden. Wir Eltern mit der großen Sorge um sein Leben und seine Gesundheit, der Organisation unseres Alltags unter diesen Umständen. Die beiden anderen Kinder (damals 2 und 7) kämpften mit der Abwesenheit ihres Bruders und mir, wenn wir in der Klinik waren, den langen Aufenthaltszeiten in Kita und Hort und der für sie überfordernden Situation insgesamt. Dennoch oder gerade deswegen, entwickelte sich eine Routine. Der Mensch braucht sowas. Eine Verlässlichkeit. Wenn A passiert, dann folgt B. Das beruhigt und strukturiert den Tag. Diese Routine fehlt gerade vielen Menschen durch die schnelle Entwicklung in Sachen Corona. Aber auch hier werden wir Routinen brauchen. Routinen, wenn jemand krank wird, wenn jemand gepflegt werden muss, wenn die ganze Familie auf einmal tage- und wochenlang dichter zusammenleben muss, wenn ein Familienmitglied dauerhaft nicht zuhause ist aufgrund eines Jobs im Gesundheitswesen, wenn wir auf einmal weniger von allem haben. Das kann explosiv sein. Ich erzähle dir das nicht, um auf die Tränendrüse zu drücken oder Angst zu schüren, sondern, weil wir alle im gleichen Boot sitzen, egal wie alt, wie reich, welche Hautfarbe wir haben. Auf einmal fallen Aktivitäten weg, die unsere Routine bisher bestimmt haben. Eine unbestimmte Angst vor dem Virus und/oder dem Zusammenbrechen unseres Systems schweben gerade über allem. Wir brauchen einen Halt. Das kann für jeden anders aussehen, aber da wir ja gerne nähen, kann das unsere Therapie sein. Nähen als Therapie, wirklich? Ja! Mit 3 Ausrufezeichen. Als ich mich das erste Mal während der Chemo meines Sohnes wieder in meinen Blog eingeloggt hatte, stand ich davor ihn zu löschen. Wie lächerlich oberflächlich und unwichtig erschien mir die Beschäftigung mit Äußerlichkeiten wie Kleidung. Sollte ich in der Situation darüber schreiben wie schön ein Stoff oder Schnitt sei? Ich wollte ihn einfach löschen! Mein Mann hat mich glücklicherweise davon abgehalten mit den Worten: “Lass ihn jetzt einfach ruhen, den Blog, löschen kannst du ihn später immer noch!”. Was für ein Glück. Denn gerade das Nähen und Bloggen wurde zu meiner Oase in den wirklich belastenden Monaten damals. Ich habe das im Blog bewusst nicht thematisiert. Die Nähcommunity, mein Blog, die Zeit an der Nähmaschine, das war eine Welt für mich, in der ich den Krebs ausklammern konnte. Eine heile Welt, in der ich was Schönes sehen und machen konnte, in der ich dadurch auftanken konnte. Ja, das hatte eine therapeutische Wirkung auf mich. Ich kam zur Ruhe, musste mich auf Anleitungen, gerade Nähte etc. konzentrieren. Mein Geist war dadurch abgelenkt. Es war wie eine Art Meditation, bei der am Ende ein fertiges Kleidungsstück heraus kam. Ich denke, wir werden diese Oasen in unserem Leben mehr denn je brauchen. Eine kurze Pause, in der wir abtauchen können. Und wenn es nur für eine halbe Stunde ist. Wenn du also denkst, dein Hobby, das Nähen sei jetzt gerade das am wenigsten wichtige, dann denk noch mal drüber nach. Nähen beruhigt. Nähen macht Freude. Nähen ist Therapie. Nimm dir auch in stürmischen Zeiten die Zeit zum Nähen. Vielleicht ist es für dich ein anderes Hobby, das dir genau das gibt. Oder du denkst jetzt, dass du das Nähen doch mal ausprobieren möchtest. Dann ran an die Maschine! Wenn du noch keine hast, leih dir eine oder kaufe dir erst mal eine günstige bei Kleinanzeigen. Community als Hafen Ein Stück weit haben wir uns in den letzten Jahren freiwillig isoliert. Wir kommunizieren immer mehr über Whatsapp, Facebook und Co anstatt direkt mit unseren Mitmenschen zu kommunizieren. Immer häufiger ist ein Bildschirm zwischen der Kommunikation. Einfach mal anrufen oder sich mit anderen treffen ist in den Hintergrund gerückt. Und selbst wenn wir mit anderen zusammen sind, ist das Handy immer präsent. Das meine ich mit freiwilliger Isolation. Nun werden wir kollektiv in eine Isolation gezwungen. Das ist neu. Sowas kenne ich nicht. Jeder soll möglichst zuhause bleiben. Nur wirklich notwendige soziale Kontakte sollen stattfinden. Alle Events, Schulungen, Unterricht und Co. werden abgesagt. Das sind alles Kontaktmöglichkeiten mit anderen Menschen, die nun wegfallen. Länder machen ihre Grenzen zu. Unser Leben wird kleiner. Dadurch wird die Kommunikation über Bildschirme tatsächlich wichtig. Handy, Tablet, Laptop, das sind jetzt die Wahl für menschliche Interaktion, wenn sie über den häuslichen Rahmen hinausgeht. Wie gut, dass es das gibt. Wie gut also, dass wir unsere Bildschirme haben um uns mit anderen Menschen zu verbinden. Unsere Sorgen zu teilen, aber auch Witze zu machen, uns gegenseitig auf die Schippe zu nehmen, voneinander zu lernen und sich übers Nähen und andere Themen auszutauschen. Bis Ende der Woche läuft der Blusenshirt Sew- & Style-Along und dort schrieb eine Frau: “Der Sew-Along ist eine schöne Ablenkung von Corona”. Das stimmt. Sich über ein Thema auszutauschen, wo man den Virus ausklammern kann, tut gut. Und es tut gut, sich nicht ständig den Corona Live-Ticker durchzulesen, sobald es eine neue Meldung gibt. Weiterbildung Das Schöne am Nähen und anderen handwerklichen Hobbies ist, dass du am Ende etwas Handfestes in den Händen hältst. Ja, Hände, Hände, Hände. Die können was. Mehr als nur tippen. Nutze das und lasse sie Neues entdecken. Probier mal neue Techniken aus. Hast du bisher nur Patchwork genäht? Dann probiere es mal mit einem Kleidungsstück und umgekehrt. Auch für Profis gibt es immer wieder etwas zu entdecken mit und an der Nähmaschine. Du kannst etwas flicken, dich aber auch künstlerisch verwirklichen. Teile dein Wissen, deine Tricks und deine Ideen, damit wir uns alle daran erfreuen können. Dieses nachher in den Händen halten und anderen zeigen können, bringt so ein gutes Gefühl der Zufriedenheit. Stolz. Wenn du nun unerwartet Zeit hast, weil Termine oder gar ganze Reisen ausfallen, dann nutze sie um dich weiterzubilden. Keine Sorge, niemand erwartet, dass du in den kommenden 3 Wochen eine komplette Ausbildung machst, aber du kannst eine Nähtechnik ausprobieren vor der du dich schon immer gescheut hast, endlich den Online-Kurs zuende machen, den du vor Monaten mal angefangen hast, oder dich etwas ganz Neuem zuwenden, das dich schon länger interessiert, sei es für Hobby oder Beruf. Online lernen wird gefragter denn je sein. Ich plädiere immer dafür, dass du in dich selbst investierst, in deine Kenntnisse und Fähigkeiten. Denn diese kann dir keine Krise nehmen! Was du im Kopf hast, hast du. Das Lernen und Ausprobieren lenkt ab und du nutzt die Zeit produktiv. Denn Corona wird auch wieder vorübergehen und das Gefühl diese Lebenszeit produktiv genutzt zu haben, wird dir ein gutes Gefühl geben. Sinnvolle Beschäftigung für Kinder Ich habe mir vorgenommen, die Corona-Ferien zu nutzen, um meinen Kindern etwas von dem beizubringen, was ich kann. Meiner Tochter werde ich einiges an der Nähmaschine zeigen. Sie hat sich zwar schon häufiger an den Zierstichen ausgetobt, aber jetzt ist sie 8 und kann durchaus lernen, ein einfaches Kleidungsstück selbstständig zu nähen. Da sie gerade Hosen braucht, werden wir zum Einstieg eine einfache Jogginghose nähen. Sie findet die Idee gut und meinte zu mir: “Wenn man dann nichts mehr zum Anziehen kaufen kann, mache ich es einfach selber.” So weit soll es nicht kommen, aber: “Ja.” Mein mittlerer Sohn soll lernen sich ums Mittagessen zu kümmern und ich werde ihm zeigen, wie er eine Webseite gestalten kann. Mein Großer wird mit meinem Mann ein Gartenhaus bauen. Im Alltag bisher habe ich das vernachlässigt, den Kindern bewusst etwas beizubringen. Es musste immer etwas erledigt werden. Erledigt war gut. Kind, du hast die Hausaufgaben schon erledigt? Sehr gut. Eine Sorge weniger. Etwas worum ich mich nicht kümmern musste. Auch auf die Gefahr hin, dass es nicht auf jeden zutrifft, aber die aktuelle Situation birgt auch Chancen Dinge zu tun, die wir lange haben schleifen lassen, die wir schon immer machen wollten, Zeit für die Kinder und die Familie. Zeit Erinnerungen zu schaffen wie viele Hobbynäherinnen sie haben: “Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich mit der Knopfkiste meiner Oma gespielt habe”, “Wie meine Mutter mich beim Nähen auf dem Schoß hatte”. Reparieren und Upcycling als Notwendigkeit? Die Wirtschaft wird gerade ausgebremst. China, einer unserer wichtigsten Lieferanten für maschinell hergestellte Produkte, kann nicht mehr so liefern wie wir es alle gewohnt sind. Ich kann mich an keinen Mangel an Waren in meinem 43-jährigen Leben erinnern. Immer war alles da. Und plötzlich ist da dieser Gedanke, dass es auch anders sein kann. Wenn die halbe Welt sich über mehrere Wochen verlangsamt in der bisherigen Produktion, werden wir das zu spüren bekommen. Im Magazin “Textilwirtschaft” lese ich schon seit einigen Wochen, dass die Modebranche stark unter den Auswirkungen von Corona leidet. Die Menschen bleiben den Geschäften fern wegen der Ansteckungsgefahr aber auch aus finanziellen Gründen. Wenn wir weiter denken, werden die Geschäfte auch Lieferengpässe für kommende Kollektionen erwarten können, denn ein Großteil der Ware, die wir in Bekleidungsgeschäften kaufen können ist nun mal “Made in China”. Zitat textilwirtschaft.de: “Bei den Lieferungen aus China wird es zu Engpässen kommen, davon ist GermanFashion-Beschaffungsexperte Thomas Ballweg überzeugt. In diesem Frühjahr wird aber wohl nur ein bisschen weniger Ware als üblich verfügbar sein. So ähnlich sieht das auch Tom Tailor. "Derzeit gehen wir davon aus, dass sich die Auswirkungen in der Mai-/Juni-/Juli-Lieferung in Maßen halten", so eine Sprecherin. Allerdings nur, wenn die Produktion bis Mitte März wie geplant wieder bei 100% sei. Einige Anbieter versuchen Aufträge auf andere Fertigungsländer umzuschichten, um so auf der sicheren Seite bei den Lieferterminen für Herbst/Winter zu sein. Denn bei diesen Programmen könnte es, geht man vom klassischen Kollektionsrhythmus aus, wirklich eng werden, rechnet Beschaffungsexperte Jan Hilger vor. "Wenn die Rohware jetzt nicht fertig werden kann und in die Pipeline kommt, wird es zu signifikanten Problemen in der Supply Chain kommen." Das Auslagern in andere Länder wird gerade auch schwierig, weil sich die Lähmung nun auf die ganze Welt ausbreitet. Das wird sich vermutlich auch in Stofflieferungen bemerkbar machen. Wenn dazu noch Großhändler auf Kurzarbeit umstellen müssen, werden wir das auch in den Stoffgeschäften zu spüren bekommen. Das wünsche ich natürlich keinem Stoffhändler, insbesondere nicht denen, die mir am Herzen liegen. Müssen wir uns etwa wieder auf das gute alte Flicken einlassen? Sachen nicht gedankenlos in die Altkleider werfen? Ressourcen schonen? Mitbürgerinnen, die in der DDR aufgewachsen sind, kennen das noch, weil es damals nicht anders ging. Vielleicht tut es uns ja auch mal gut, nicht so im Überfluss zu leben und Sachen zu einem längeren Leben zu verhelfen. Mit den eigenen Händen. Unabhängig von der Quarantäne ist es schon länger ein richtiger Trend, Kleidung sehr kunstvoll zu reparieren. Ein kleiner Buchtipp an dieser Stelle: “Mending Matters” von Katrina Rodabaugh. Ich habe es schon oft als Empfehlung gesehen und tolle Resultate von Frauen, die nach der Methode Jeans flicken. Wenn du aktuell ein Buch oder Stoff brauchst, dann kaufe es lokal oder bei kleinen Händlern, denn gerade die kleinen Geschäfte leiden am schnellsten unter dem wirtschaftlichen Druck, der auf einmal da ist. Der Begriff Slow Fashion bekommt auf einmal eine ganz neue Dimension. Wer mit Nadel und Faden umgehen kann, ist klar im Vorteil. Wenn wir für die Herbst-Winter-Mode oder darüber hinaus tatsächlich mit Engpässen rechnen müssen, werden wir immer noch etwas zum Anziehen haben, da bin ich mir sicher. Dafür hat Deutschland mit 2 Milliarden kaum getragenen Klamotten in den Kleiderschränken schon die letzten Jahre ausreichend gehamstert. Mit vorhandenen Sachen kreativ werden, darin sehe ich aktuell ein großes Potenzial für die Selbstverwirklichung an der Nähmaschine. Außerdem sehe ich große Chancen für den Second-Hand-Markt. Und das nicht nur für Bekleidung. Fazit: Nähen als Hafen in stürmischen Zeiten trifft es für mich sehr gut. Zur Ruhe kommen und abschalten, auch wenn es nur kurz ist, hilft dir wieder Energie zu tanken. Energie, die Menschen um dich herum zu unterstützen. Bringe dich in online Communities ein, die dich interessieren. Dort hast du die Möglichkeit, dich über Themen auszutauschen, die dich von deinem Alltag ablenken. Ein kleiner virenfreier Hafen. Bringe deine Skills auf das nächste Level. Ob Nähskills oder andere, nutze die Zeit zuhause um dich mit Online-Kursen weiterzubilden. Wenn du Kinder zuhause hast, gib ihnen die Möglichkeit von dir etwas zu lernen, wozu im normalen Alltag keine Zeit bleibt. Nutze die Ressourcen in deinem Stoffregal und Kleiderschrank kreativ und verantwortungsvoll. Bleib gesund, finde einen kleinen Hafen für dich zum Abschalten und denk dran: Näh immer deinen Stil! Liebe Grüße, Elke -- Wenn dir diese Episode des Näh deinen Stil Podcasts gefallen hat, würde ich mich sehr über eine positive Bewertung freuen.  ALLGEMEIN Elle Puls Schnittmustershop und Nähblog https://ellepuls.com Lade dir kostenlose Schnittmuster herunter https://ellepuls.com/kostenlose-schnittmuster/ Dein Erfolg beim Nähen soll lange anhalten. Nicht nur an der Nähmaschine, sondern auch beim Tragen deiner selbst genähten Garderobe.  Erfahre mehr über meinen Club: https://www.ellepuls.com/nds-club Hast du Lust, ein ganzes Wochenende lang mit Gleichgesinnten zu nähen? Dann komm in eines meiner Nähcamps in ganz Deutschland. https://ellepuls.com/naehcamp-tour/ Elle Puls auf Instagram https://instagram.com/ellepuls/ Elle Puls auf Pinterest https://www.pinterest.de/pulsinchen/ Elle Puls auf Facebook http://facebook.com/ellepuls  
Was ist ein Sew-Along? Diese Frage erreichte mich in den letzten Tagen vermehrt, weil ich ja gerade zum Blusenshirt Sew- & Style-Along einlade, der im März stattfinden wird. Dazu erzähle ich dir gleich noch mehr, aber erst einmal möchte ich auf die Frage eingehen, damit auch klarer wird, was dich bei meiner Mitmach-Aktion im März erwartet. Das Wort Sew-Along kommt aus dem Englischen und ich übersetze es mal als: “Mitnähen”. Ich beschreibe das gerne so: ein Sew-Along ist wie ein Nähtreffen nur online und zeitlich über mehrere Tage oder Wochen verteilt. Das erlaubt ortsunabhängig dabei zu sein, in Ruhe für sich nähen zu können, aber dennoch in Gemeinschaft zu sein. Klingt vielleicht widersprüchlich, ist es aber nicht. Ich finde Sew-Alongs genial und habe schon 2016 den damals sehr beliebten Jacken-Sew-Along ins Leben gerufen. 2017 dann den Blusen-Sew-Along. Damals lief fast alles noch über den Blog und der Austausch entstand hauptsächlich im Blog und bei Instagram, weil damals noch viel mehr Frauen auch kleine Blogs geführt hatten. Mit einer sogenannten Linkparty konnten die Teilnehmerinnen ihre Blogartikel und Instagramfotos verlinken. So konnte jeder den Fortschritt der anderen verfolgen und zum Teil sehr detaillierte Beschreibungen zur Stoff- und Schnittauswahl sowie zu den einzelnen Nähschritten lesen. Leider hat sich die Blogszene im Nähbereich durch die Einführung der neuen DSGVO 2018 gelichtet. Viele kleinere, nicht kommerzielle Blogs haben aufgehört, weil ihnen die rechtlichen Anforderungen zu hoch wurden für ihr Hobby, dem Bloggen. Wo finden sie heute statt? Sew-Alongs brauchen eine Plattform, auf der sich die Teilnehmerinnen austauschen können. Blogs habe ich bereits genannt, aktuell sind Facebook-Gruppen dazu sehr beliebt oder aber auch Hashtags bei Instagram. Wie lange so ein Sew-Along dauert, legt die Veranstalterin fest und ist sicherlich abhängig vom geplanten Projekt. Ein Mantel mit Futter braucht natürlich mehr Zeit als eine Kosmetiktasche. Dies kann also von ein paar Stunden bis zu mehreren Wochen dauern. Warum machen Frauen bei solchen Aktionen mit? Weil es Spaß macht und du die Community genießen kannst. Das Nähen findet ja meist im stillen Kämmerlein statt und durch einen Sew-Along kannst du dich dennoch mit Gleichgesinnten austauschen. Es entsteht eine positive Gruppendynamik, die dich motiviert mitzumachen und am Ball zu bleiben, was gerade bei größeren Projekten von Vorteil sein kann. Du kannst bei Fragen schnell Hilfe erhalten, denn im Schwarmwissen findet sich immer eine Antwort, die dir weiterhilft. Die Projekte der anderen Teilnehmerinnen inspirieren Am Ende feiern alle ihre Ergebnisse gemeinsam. Wer veranstaltet sowas? Häufig sind es Blogger, Influencer, Schnittanbieter, aber solche Sew-Alongs können auch im kleinen Kreis in privaten Facebook- oder Whatsapp Gruppen stattfinden. Es gibt aus meiner Sicht zwei verschiedene Arten von Sew-Alongs: Einmal gibt es die Variante, bei der sich alle einem ganz konkreten Schnittmuster widmen und dieses Step by Step zeitgleich in kleinen Häppchen nähen. Ich nenne sie mal Schnittmuster Sew-Along. Du kannst dir das so vorstellen wie ein detailliertes Ebook, das man gemeinsam durchnäht.Häufig sind es Schnitthersteller und Stoffgeschäfte, die dies für einen bestimmten Schnitt oder auch zur Promo eines bestimmten Stoffes aus ihrem Sortiment anbieten. Ein Sew-Along erregt Aufmerksamkeit, weil die Werbetrommel dafür gerührt wird und die Aktion terminlich gebunden ist. Dadurch eignet sich ein Sew-Along natürlich gut als Marketingaktion. Es kurbelt die Schnitt- und/oder Stoffverkäufe an, die Aufmerksamkeit wird auf das Schnittmuster gerichtet und am Ende sind viele Designbeispiele entstanden, die natürlich auch wieder förderlich sind für den Verkauf.Während dieser Sew-Alongs werden in der Regel die Nähschritte bis aufs kleinste aufgeschlüsselt, so dass auch Frauen mitmachen, die sich das alleine nicht zugetraut hätten. Dazu bietet sich das Videoformat an oder detaillierte Foto-Anleitungen. Du siehst, so ein Sew-Along ist eine Win-Win-Situation. Die Veranstalter erhalten Social Media Aufmerksamkeit und bessere Verkäufe, die Teilnehmerinnen erhalten tolle Tipps wie man ein bestimmtes Schnittmuster näht. Wenn die Teilnahme an einen Schnitt gebunden ist, kann es natürlich passieren, dass dir dieser nicht gefällt oder du ihn gerade genäht hast oder er dich aus einem anderen Grund aktuell nicht anspricht. Der Vorteil ist, dass du am Ende einer solchen Veranstaltung viele Tipps und Tricks erhalten hast um diesen oder einen ähnlichen Schnitt noch mal zu nähen. Meist stellen die Schnitthersteller diesen Sew-Along, also die Beiträge dazu, auch nach dem Ende der Aktion z. B. Im Blog zur Verfügung, so dass auch im Nachhinein noch jemand hingehen kann und die Anleitungen nutzen kann. Ein toller Service für alle, die Schritt für Schritt durch ein Nähprojekt geführt werden möchten. Das ist dann quasi von der Anleitung noch mal eine Steigerung zum E-Book, weil einfach noch mehr Infos rund um die Stoffauswahl, Alternativen in den Nähtechniken etc. Besprochen werden können. Die zweite Variante ist deutlich freier, denn hier wird in der Regel kein Schnitt, sondern ein Thema oder ein Kleidungsstück vorgegeben. Daher nenne ich diese Form mal Themen-Sew-Along.Beispiele dafür könnten sein: wir nähen uns ein Weihnachtskleid oder in meinem aktuellen Sew- & Style-Along ein Blusenshirt für den Frühling. Es gibt auch andere Sew-Alongs, für die du deine Kreativität so richtig aktivieren musst wie z. B. Wenn du einen Designerlook nacharbeiten sollst. Ach, ich glaube da gibt es viele verschiedene Themen, die man nähtechnisch angehen kann.Die Veranstalterin gibt das Thema vor und definiert, wie breit das gefasst ist. Manchmal ist es sehr frei. Zum Beispiel habe ich mal einen Herbst Sew-Along gesehen, bei dem es nur darum ging, etwas für den Herbst zu nähen. Egal ob Kleidung, Deko, Taschen… Es sollte nur einen Bezug zum Herbst haben. Als ich meinen Aufruf für den Sew-Along im März bei Facebook gepostet habe, wurde ich auch gefragt, wie denn der Sew-Along funktionieren soll, wenn nicht alle das gleiche nähen. Als ich die Frage gelesen habe, wusste ich, dass ich einen Podcast oder Blogartikel dazu machen muss. Erstmal noch vorweg: der Grund, warum ich immer diese Form des Sew-Alongs veranstaltet habe, ist dass ich die Vielfalt sehen möchte. Mein Motto ist Näh deinen Stil. Wenn ich einen Schnitt vorgebe, dann schränke ich die Möglichkeiten, dem eigenen Stil gerecht zu werden, ein. Wie funktioniert das nun also mit einem Themen-Sew-Along? Auch hier gibt es einen Plan, wann was passiert. Dies könnte zum Beispiel so aussehen, dass am ersten Termin das Thema genau vorgestellt wird und Fragen dazu beantwortet werden. Beim zweiten Termin werden die Schnitte diskutiert und ausgewählt, am dritten die Stoffauswahl, dann kommt der Zuschnitt, Änderungen am Schnitt, Nähschritte… Die Teilnehmerinnen tauschen sich über ihre Projekte aus und das finde ich so inspirierend, denn so kannst du tolle Schnitte und Umsetzungsideen mitverfolgen und deine eigenen teilen. Die Vorgaben bei einem solchen Sew-Along können also so vielfältig und individuell sein wie die Menschen, die sie veranstalten. Und erst durch die Teilnehmerinnen wird der Sew-Along lebendig. Denn was wäre eine Veranstaltung ohne Teilnehmer? Ich finde der Themen-Sew-Along fordert deine Kreativität mehr als ein Schnittmuster-Sew-Along. Dafür setzt die Veranstalterin aber auch voraus, dass du in der Lage bist, das von dir gewählte Projekt zu nähen. Ich freue mich auch schon total darauf zu sehen, was für schöne Blusenshirts im März entstehen werden. Nun kennst du also die beiden Sew-Alongs, die ich so identifiziert habe. Vielleicht kennst du ja noch eine ganz andere Form des Sew-Alongs. Das würde mich natürlich brennend interessieren. Schreibe gerne einen Kommentar unter den Shownotes zu dieser Podcast Episode. Was wird also bei meinem Blusenshirt Sew- & Style-Along passieren? Erst einmal möchte ich sagen, dass ich total glücklich bin über die vielen Anmeldungen. Denn wenn ich mir etwas ausdenke, dann bin ich natürlich immer sehr gespannt, ob mein Projekt auch angenommen wird. Vorweg, es wird eine kostenlose Mitmach-Aktion an der Nähmaschine und vor dem Spiegel. Denn wie das Wort „Style“ vermuten lässt, wird es nicht nur ums Nähen gehen, sondern auch darum, wie du es nachher trägst. Aber nicht nur das, denn bei der Auswahl von Stoff und Schnitt wird meiner Meinung oft total gut darauf geachtet, dass das eine zum anderen passt, also der Stoff zum Schnitt, aber genauso oft vergessen wird zu schauen, ob diese Kombination zur Trägerin passt. Denn nicht umsonst landen viele zu Ende genähte Sachen in der dunkelsten Ecke des Kleiderschranks. Das kann es ja nicht sein. Deswegen werde ich den Teilnehmerinnen bei der Stoff- und Schnittauswahl Tipps aus Stylisten-Sicht geben. Der Figurtyp kann eine Rolle spielen. Die Ausschnittform kann vorteilhaft oder nicht für die Figur sein, aber es ist nicht nur eine Frage des Figurtyps, sondern auch des persönlichen Stils, welche Wahl getroffen wird. Darüber kann ich lange reden und schreiben und ich teile mein Wissen darüber sehr gerne. Wenn du mitmachst, wirst du von mir während des Sew- & Style-Alongs, der vom 6.-19.3. stattfindet, regelmäßig Mails erhalten mit den Aufgaben für den Tag. In der Facebook-Gruppe findet der Austausch dazu statt. Dort werde ich auch Live-Videos machen mit spannenden Infos rund um die stilgerechte Schnitt- und Stoffwahl. In der zweiten Woche wird dann genäht, vom 12.-19.3. mit Posts in der Gruppe zu den Tagesaufgaben. Am letzten Tag gibt es natürlich ein Foto-Finale damit wir gemeinsam die fertigen Blusenshirts feiern können. Plus, abends am 19.3. gebe ich ein Webinar dazu, wie du dein Blusenshirt für dich individuell stylen kannst. Ich kann es kaum erwarten. Wenn du dabei sein möchtest, dann melde dich jetzt an unter ellepuls.com/blusenshirtssa Ich freue mich auf dich. Deine Elle -- Wenn dir diese Episode des Näh deinen Stil Podcasts gefallen hat, würde ich mich sehr über eine positive Bewertung freuen.  ALLGEMEIN Elle Puls Schnittmustershop und Nähblog https://ellepuls.com Lade dir kostenlose Schnittmuster herunter https://ellepuls.com/kostenlose-schnittmuster/ Dein Erfolg beim Nähen soll lange anhalten. Nicht nur an der Nähmaschine, sondern auch beim Tragen deiner selbst genähten Garderobe.  Erfahre mehr über meinen Club: https://www.ellepuls.com/nds-club Hast du Lust, ein ganzes Wochenende lang mit Gleichgesinnten zu nähen? Dann komm in eines meiner Nähcamps in ganz Deutschland. https://ellepuls.com/naehcamp-tour/ Elle Puls auf Instagram https://instagram.com/ellepuls/ Elle Puls auf Pinterest https://www.pinterest.de/pulsinchen/ Elle Puls auf Facebook http://facebook.com/ellepuls  
Bei manchen Näherinnen ist nähen wie gekauft verpönt, für andere wiederum genau das was sie wollen. Es soll genauso aussehen, wie man es im Laden bekommt. Weder das eine noch das andere ist richtig oder falsch. Jeder hat einfach seine individuelle Motivation zu nähen. Soll es etwas Ausgefallenes werden, was sonst niemand hat, oder soll es ein unauffälliges Basic sein, das super passt und sich easy kombinieren lässt? Genauso unterschiedlich sind die Herangehensweise an ein Nähprojekt: nähst du genau nach Schnitt und Anleitung, ganz frei, nie mit Schnitt oder liegt dein Vorgehen irgendwo dazwischen? Ich habe mir das Nähen zum Teil selber beigebracht, brauchte aber schon Anleitungen dafür. Ich habe immer wieder schwierigere Projekte ausgewählt, um mich weiterzuentwickeln. Wenn mir eine Nähtechnik nach einer Weile geläufig ist, kann ich freier werden und mehr improvisieren. Das ist ganz ähnlich wie beim Kochen bei mir. Ich probiere ab und zu mal neue Zutaten aus, brauche dann aber erst einmal ein Rezept, damit die Verhältnisse stimmen und es hinterher auch schmeckt. Dass das Ergebnis den Kindern nicht immer schmeckt ist ein anderes Thema... Wenn ich das Gericht dann 2-3 mal gekocht habe, variiere ich freier, werfe noch einen Rest von gestern hinzu oder statt der Zucchini Erbsen. Nehme statt der Nudeln mal Reis. Vielleicht kennst du das. Insgesamt kann ich beim Kochen freier arbeiten als beim Backen. Da müssen die Zutaten schon abgewogen werden und stimmen, damit der Kuchen am Ende aufgeht. Und so bleibt... Genauso finde ich, dass es Nähprojekte gibt, bei denen sie besser werden, wenn ich frei arbeite, wie z. B. Bei Taschen, aber bei Kleidung muss ich mich mehr ans Backrezept halten, damit mein Plan aufgeht, zumindest was die Grundkonstruktion angeht. Ok, jetzt genug vom Kochen und Backen, sonst bekomme ich noch Hunger während der Podcastaufnahme. Kommen wir zum eigentlichen Thema heute, nämlich dem Kopieren von Lieblingsteilen im Kleiderschrank. Du hattest bestimmt auch schon mal ein gekauftes Lieblingsteil, das du getragen hast, bis es auseinander fiel. Irgendetwas muss an diesem Teil richtig gut gewesen sein. Wodurch wurde es zum Lieblingsteil? War es die Farbe? Die Passform? Das Design? Wie sich der Stoff anfühlte? Oder eine Kombination aus den gerade genannten Eigenschaften? Wenn du Glück hast, ist es ein Teil, das der Hersteller deines Lieblingsteils dauerhaft im Sortiment hat und du kannst es einfach nachkaufen. Das ist natürlich die einfachste Variante, aber oftmals wechseln die Kollektionen schnell und das schöne Oberteil, das du doch noch gerne in einer anderen Farbe nachgekauft hättest, gibt es nicht mehr. Letzte Woche habe ich einen Blogartikel veröffentlicht, in dem ich dir 10 interessante Blusenshirt Schnittmuster vorstelle. Ich finde der Markt für solche eher leicht zu nähenden Webware Oberteile wird immer vielfältiger und wer suchet, der findet. Aber manchmal liegt das Gute so nah, nämlich in deinem Kleiderschrank. Dein Lieblingsteil sagt dir, wovon du mehr bräuchtest. Und nutze die Gelegenheit, es zu kopieren, bevor es auseinander fällt. Das solltest du auf jeden Fall dann ausprobieren, wenn du Schwierigkeiten hast, etwas Passendes im Laden oder bei Schnittanbietern zu finden. Manchmal ist es einfacher und schneller einen Schnitt abzunehmen als nach einem ähnlichen Schnitt zu suchen, was ja unter Umständen Stunden oder Tage dauern kann. Diesen Schnitt dann zu kleben oder abzupausen, Design- und Passformänderungen vorzunehmen und dann zu nähen. Aber natürlich hängt es stark von deinen Vorkenntnissen ab und davon wie experimentierfreudig du bist. Ich will nicht sagen, dass es besser ist einen Schnitt abzunehmen, aber ich finde, dass es eine Option ist, die schnell vergessen wird, obwohl sie so nahe liegt. Wenn du zum ersten Mal einen Schnitt von einem Kleidungsstück abnimmst, würde ich es erst einmal mit einem einfachen Oberteil aus Webware ohne Stretch ausprobieren. Um erfolgreich Kleidungsstücke aus Jersey oder Stretchstoffen zu kopieren, ist es total wichtig, dass die Stoffqualität möglichst ähnlich ist wie die des Originals. Ich spreche aus Erfahrung. Vor Jahren habe ich den Schnitt meiner Lieblingsjeans abgenommen und aus zwei verschiedenen Jeansstoffen nachgenäht, die beide dem Original nicht nahe gekommen sind. Sie waren weicher, elastischer als das Original und waren nach kurzem Tragen schon ausgeleiert. Daher empfehle ich für dein erstes Kopierprojekt ein Webwareteil zu nehmen und daraus auch erst einmal ein Probestück zu nähen. Ach ja, und auch das Stoffgewicht ist ein wichtiger Punkt, damit das Teil dem Original möglichst ähnlich wird. 4 Methoden wie du einen Schnitt abnehmen kannst Dafür brauchst du für alle Varianten: Ein Lineal Idealerweise ein Kurvenlineal Radiergummi Bleistift Einfaches symmetrisches Oberteil, gewaschen und gebügelt Methode 1: Die vermutlich einfachste Methode ist es, das Kleidungsstück dicht entlang der Nähte zu zerschneiden und die Einzelteile als Vorlage für den Schnitt zu verwenden. Wenn es ein symmetrisches Oberteil ist, kannst du Vorder- und Rückenteil an der hinteren und vorderen Mitte halbieren wie du es auch von Kaufschnittmustern her kennst und in Ruhe auf ein Schnittmusterpapier übertragen. Mein Tipp an dieser Stelle: fotografiere alle Details zur Verarbeitung bevor du es zerschneidest. So kannst du immer wieder nachschauen, wie das Teil verarbeitet war und es nachbauen. Wenn der Schnitt einen Abnäher hat, finde ich die Herangehensweise von Kathi vom YouTube Kanal How to slay Omas Kleiderschrank sehr gut. Sie beginnt nämlich mit dem Abnäher und zeichnet von da aus weiter. Kathi zeigt das anhand eines Maxikleids, das sie kopiert. Ich verlinke dir das entsprechende Video in den Show Notes. Der Vorteil: einfach. Der Nachteil dieser Methode liegt klar auf der Hand: Dein Lieblingsteil ist hinterher zerstört! Das macht also nur Sinn, wenn es eh schon kaputt ist oder total zerschlissen. Wenn es ausgeleiert ist, ist es schon zu spät fürs Kopieren. Methode Nr. 2: auf durchsichtige Malerfolie übertragen Kopiere den Schnitt ohne das Kleidungsstück zu zerschneiden. Beliebt sind durchsichtige Malerfolien und wasserfester Stift. Bei YouTube habe ich auch Varianten gesehen, wo das Oberteil an der V. Mitte halbiert auf den Tisch gelegt wurde, die Folie drüber um dann die Umrisse abzuzeichnen. Das erscheint auf den ersten Blick einfach und logisch, aber… Vorteil: erscheint einfach Nachteil: Dadurch, dass die Folie auf dem Kleidungsstück liegt, kannst du nicht besonders genau zeichnen. Das ist was für alle, die gerne quick & dirty arbeiten. Vermutlich passen die Teile hinterher nicht so richtig zusammen. Das ist mir persönlich zu ungenau. Aber vielleicht hast du damit gute Erfahrungen gemacht oder einen Trick? Dann kommentiere das gerne im Blog unter den Show Notes zu dieser Episode. Methode Nr. 3: auf Papier übertragen Lege dir ein großes Stück Papier auf den Tisch. Ich habe eine Rolle Plotterpapier in dünnerer Qualität zu hause, was ich als Schnittpapier verwende. So kann ich immer Stücke in der gebrauchten Länge abschneiden. Das Oberteil legst du nun wieder halbiert auf das Papier und zeichnest die Umrisse aus Bleistift nach. An manchen Stellen musst du das Kleidungsstück etwas anheben, um zum Beispiel die Ärmelnaht an Vorder- und Rückenteil einzuzeichnen. Vorteil: das Teil bleibt erhalten, das Papier liegt flach, so dass du genauer zeichnen kannst Nachteil: Es bleibt schwierig, solche Stellen wie Ärmelnähte nachzuzeichnen Methode Nr. 4: Prickeln Das ist meine bevorzugte Methode, weil sie die größte Genauigkeit zulässt. Das Prinzip: Prickeln wie im Kindergarten. Du brauchst also eine weichere Unterlage, die keine Löcher bekommt, wenn du mit der Nadel durch stichst. Das kann eine Schneidematte, ein kurzfloriger Teppich, eine Matratze, ein Stück Karton etc. sein. Zuunterst liegt also diese prickelfähige Unterlage, darauf legst du dein Schnittpapier (keine Folie), darauf dein Kleidungsstück. Nun kannst du mit einer spitzen etwas dickeren Nadel die Linien entlang prickeln und vor allem die versteckten Linien nachprickeln. Anschließend kannst du die geprickelte LInie mit Bleistift und Lineal nachzeichnen. Meine Tipps: Bei allen 4 Methoden macht es Sinn, vorher den Fadenlauf am Oberteil zu finden und zu markieren. Du kannst ihn einbügeln oder mit Handstichen nachnähen, damit du ihn nicht verlierst. Ein weitere Tipp: schau dir ein fertiges Schnittmuster an, damit du eine Orientierung hast, wie der Ärmel ungefähr aussehen sollte, welche Passzeichen Sinn machen. Übertrage dir deine Notizen gleich mit auf den Schnitt, damit du ihn auch in ein paar Jahren noch mal nachnähen kannst ohne ratlos vor den Schnittteilen zu stehen. Alles schon passiert... Nach dem Abnehmen musst du die Nähte nachmessen: Passt die vordere Schulternaht auf die hintere? Ist die Saumlänge bei beiden Teilen gleich? Braucht es Passzeichen an Ärmeln oder anderen Nähten? Hosenschlitz, Manschetten, Kragen mithilfe eines Schnittteils von einem anderen Schnittmuster übernehmen. Anschließend lohnt sich ein Probeteil aus dem gleichen oder sehr ähnlichen Stoff, wie den, den du verwenden möchtest. So kannst du nochmal ein paar kleinere Justierungen vornehmen. Was sind die Herausforderungen beim Abnehmen eines Schnittes? Beim Schnitt Abnehmen musst du immer mitdenken, denn Abnäher, Raffungen, Falten musst du dabei mit berücksichtigen. Es ist zwar eine Herausforderung, wenn der Schnitt solche Details hat, aber es macht auch Spaß sie anzunehmen und herauszufinden, wie der Schnitt zusammengesetzt ist und wie du das für dich praktisch umsetzen kannst. Du hast natürlich nicht alles so schön vorgekaut wie bei einem Kaufschnitt mit Fotoanleitung, aber ich sage mal, wenn du schon einige Oberteile für dich genäht hast, hast du gute Grundlagen für diese Herangehensweise und kannst sie für dich noch vertiefen und festigen. Diese Kenntnisse geben dir langfristig mehr Freiheit beim Nähen, weil du dich nicht mehr sklavisch an Anleitungen und Schnittvorgaben halten musst, damit dein Nähprojekt ein Erfolg wird. Und Nähinsider fragen sich dann, welchen Schnitt hat sie denn da vernäht? Den kenne ich ja noch gar nicht. Habe ich bei dir das Interesse geweckt, mal einen Schnitt abzunehmen? Vielleicht zum ersten Mal oder nach längerer Zeit mal wieder? Dann wünsche ich dir viel Spaß dabei. Du weißt ja, der einen liegt das Nähen nach Zahlen, also mit Schnitt und Anleitung, die andere braucht Freiheit bei ihren Projekten und will sich nicht durch Schnitte und Anleitungen wühlen. Um aber beurteilen zu können, ob dir das liegt, ein fertiges Kleidungsstück zu kopieren, solltest du es einfach mal ausprobieren. Dazu möchte ich dich heute ermutigen. Ich finde das passt hervorragend zu meinem Hashtag #nähdeinenstil. Verwende ihn gerne, wenn du dein neues Lieblingsteil in den Social Media zeigst. Zum Abschluss habe ich noch einen Buchtipp für dich: “Lieblingsklamotten kopieren” von Swantje Wendt. Ich finde Swantje erklärt das Prinzip Schnitt abnehmen sehr gut. Und für dich schon mal als Info vorab: für den März plane ich wieder eine schöne Mitmach-Aktion, die dieses Mal wieder mit dem Nähen zu tun hat. Ich freue mich drauf und werde dich im Newsletter darüber auf dem Laufenden halten. Ich wünsche dir einen schönen Tag und denk dran: Näh deinen Stil! Links: Lieblingsklamotten kopieren von Swantje Wendt. Schnitt abnehmen Hose mit Gummibund Schnitt Maxikleid mit Abnähern und Raffungen abnehmen -- Wenn dir diese Episode des Näh deinen Stil Podcasts gefallen hat, würde ich mich sehr über eine positive Bewertung freuen.  ALLGEMEIN Elle Puls Schnittmustershop und Nähblog https://ellepuls.com Lade dir kostenlose Schnittmuster herunter https://ellepuls.com/kostenlose-schnittmuster/ Dein Erfolg beim Nähen soll lange anhalten. Nicht nur an der Nähmaschine, sondern auch beim Tragen deiner selbst genähten Garderobe.  Erfahre mehr über meinen Club: https://www.ellepuls.com/nds-club Hast du Lust, ein ganzes Wochenende lang mit Gleichgesinnten zu nähen? Dann komm in eines meiner Nähcamps in ganz Deutschland. https://ellepuls.com/naehcamp-tour/ Elle Puls auf Instagram https://instagram.com/ellepuls/ Elle Puls auf Pinterest https://www.pinterest.de/pulsinchen/ Elle Puls auf Facebook http://facebook.com/ellepuls  
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Kommentare (2)

Anja Bolay

Liebe Elke, ich wollte dir gerne einfach mal "Danke!" sagen für deinen erfrischenden Podcast. Ich finde, dir ist eine gute Mischung zwischen Unterhaltung und Informationen gelungen. Und du hast mir richtig Lust gemacht, meine Kleidung selbst zu nähen! Da habe ich mich bisher nicht rangetraut... Ich freue mich schon auf die nächste Folge. Herzliche Grüße aus Rostock, Anja

Aug 29th
Antwort

Lesslie Hamdorf

Eine sehr interessante Unterhaltung mit vielen tollen Hintergrundinformationen über die Beteiligten. Elke, du hast das Interview sehr schön gestaltet.

Mar 13th
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