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Einige seiner bösen Lieder wie «Tauben vergiften im Park» sind Teil unseres allgemeinen Kulturgutes geworden. Daneben gibt es einen unbekannteren Georg Kreisler, den Komponisten ernster Musik, den Romanautor und Verfasser zweier Opern.
Als Georg Kreisler nach dem Anschluss Österreichs an Nazi-Deutschland 1938 als Jugendlicher mit seinen Eltern aus Wien floh, war es vor allem die Musik, die ihm in Amerika dabei half, sein Talent zu entwickeln: Musik mit bissigen, aber auch tieftraurigen Texten zu verbinden und trotzdem die Menschen damit zum Lachen zu bringen. Zurück in Europa blieb Georg Kreisler Zeit seines Lebens ein Zerrissener und Unbehauster. Einer, dem der Ruhm, den er als Liederkomponist erhielt, mit der Zeit zur Last wurde. Denn aus der Schublade, in die ihn sein eigenes Publikum gesteckt hatte, wollte er hinaus.
Was in den Anfängen noch als Schmiererei abgetan wurde, hat im Verlauf der Zeit an Renommee gewonnen und wird heute teuer bei Sotheby’s versteigert. Doch kann in so einem Fall noch von Streetart – also Strassenkunst – gesprochen werden?
Meistens werden die Anfänge der modernen Streetart in den 1960er-Jahren verortet. Zentrales Anliegen: den grauen urbanen Raum zurückerobern, kreativ nützen und Kunst schaffen, die allen zugänglich ist. Doch wer fremdes Eigentum besprüht oder verklebt, macht sich strafbar. Darum bewegte sich Streetart lange Zeit in der Illegalität.
Mittlerweile sind Graffitis und Ähnliches im Mainstream, in Museen und in der Werbung angelangt. Grosse Wandbilder werten Stadtteile auf, helfen aber auch mit, die Gentrifizierung voranzutreiben. Ist der Streetart ihre Seele abhandengekommen? Eine Spurensuche.
Erstsendung: 13.6.2025
Anne-Katrin und Mario sind beide 50 und machen sich auf einen gemeinsamen Trip in die Mongolei. Sie wollen eine Ritual-Flöte aus Menschenknochen an ihren Ursprungsort in der Wüste Gobi zurückbringen. Ein akustisches Roadmovie, in dem es nicht zuletzt um lange verschüttete Sehnsüchte geht.
Anne-Katrin und Mario haben sich als Kinder in Ulan Bator kennengelernt. Anne lebte dort zwei Jahre mit ihren Eltern. Mario stammt von mongolischen Eltern ab und hat seine gesamte Kindheit in Ulan Bator verbracht. Dann ging er nach Berlin, und er und Anne setzten ihre frühe Kinderfreundschaft fort. Als Annes Eltern starben, fand sich in ihrem Nachlass neben anderen Dingen eine Flöte aus Menschenknochen, ein Ritualinstrument aus einem lamaistischen Kloster in der Wüste Gobi. Diese Flöte bringen Anne und Mario nun zurück an ihren Herkunftsort.
Wer mit Popmusik Geld verdienen will, muss mehr machen als nur Musik. Werbedeals, eigene Firmen gründen, Rechteverkauf – das ist meist lukrativer als die blosse Kunst. War das schon immer so oder hat der Kapitalismus die Popmusik endgültig aufgefressen?
Es gab eine Zeit, da konnte man Musikerinnen und Musiker wenig Schlimmeres schimpfen als ein «Sellout» zu sein – eine Person, die ihre Kunst, ihre Werte, ihre Authentizität und Autonomie verkauft hat: an ein Unternehmen, an eine Marke, an den Mainstream. Doch die Zeiten haben sich geändert. Billie Eilish macht Werbung für Chanel, Bob Dylan verkauft die Rechte an all seinen Songs, Rapper wie Capital Bra lassen Eistee produzieren. Und: Viele werden dafür von ihren Fans gefeiert. Wo führt das hin, und welche Folgen hat das für die Kunst?
Wer kulinarische Spezialitäten einkaufen will, fährt samstags gerne auf den Markt nach Domodossola. In dieser italienischen Kleinstadt an der schweizerisch-italienischen Grenze gründeten Partisanen 1944 die Republik Ossola, einen Mini-Staat.
Auch wenn die Partisanenrepublik nach 40 Tagen unterging, diente sie der italienischen Republik von 1946 als demokratisches Vorbild. Was in der Region Ossola passierte und wie die Schweiz Italiens Partisanen unterstützte, erzählen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sowie der Historiker Andrej Abplanalp.



