DiscoverRatgeber
Ratgeber
Claim Ownership

Ratgeber

Author: Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Subscribed: 567Played: 58,712
Share

Description

Der «Ratgeber» ist Lebenshilfe für Menschen von heute. Er gibt Tipps und informiert über Themen, die einen im Alltag beschäftigen.
Die Sendung soll anregen, aufklären und motivieren, etwas Neues auszuprobieren.
1853 Episodes
Reverse
Eine kleine Minderheit ist für den Grossteil der Falschinformationen verantwortlich. Oft stecken nicht einmal Menschen dahinter. Was lässt sich dagegen tun? Eine Zahl aus einer Studie zu den US-Wahlen 2020 ist bemerkenswert: Nur 0,1 Prozent aller Nutzerinnen und Nutzer sollen für die Verbreitung von etwa 80 Prozent der Fake News verantwortlich gewesen sein. Häufig stehen hinter diesen Konten keine Menschen, sondern Bots, die automatisiert Inhalte verbreiten. Auch wenn niemand ihnen wirklich glaubt, können sie die Stimmung beeinflussen: Etwa indem sie den Eindruck erwecken, man sei mit seiner Meinung in der Minderheit. Anzeichen für Bots sind: immer gleicher Posting-Stil, extrem hohe Posting-Frequenz ohne Unterbruch, generische Nutzernamen mit Zahlenkombinationen. Der wichtigste Tipp: solche Inhalte nicht weiterverbreiten. Gegen orchestrierte Desinformationskampagnen kann man als Einzelperson wenig ausrichten – ausser, es nicht noch schlimmer zu machen. Fake News sind oft bewusst emotional oder reisserisch formuliert, um das kritische Denken auszuschalten. Gerade bei solchen Inhalten lohnt sich besondere Vorsicht. Doch die Verantwortung liegt nicht allein bei den Nutzerinnen und Nutzern. Social-Media-Plattformen könnten weit mehr tun: Sie könnten aufhören, kontroverse und emotionale Inhalte besonders prominent anzuzeigen. Sie könnten die Verbreitungsgeschwindigkeit von Inhalten drosseln, damit Fakten-Checker und -Checkerinnen Zeit zum Überprüfen haben. Oder sie könnten die Reichweite bestimmter Inhalte begrenzen.
Wasserzeichen auf Videos nützen wenig, perfekte Hände auf Bildern sind längst Realität. Die Hinweise auf KI-generierte Inhalte werden subtiler. Doch es gibt sie noch. Bei Videos lohnt sich der Blick auf die Physik: Bewegen sich Menschen, Tiere und Gegenstände so, wie sie es in der echten Welt tun würden? KI hat kein Verständnis für die physikalische Realität und macht deshalb Fehler bei Bewegungsabläufen. Auch Schriften und Beschriftungen bereiten ihr Mühe. Ein weiteres Problem ist die sogenannte Objektpermanenz: Während eine Kamera einfach filmt, was da ist, muss KI jedes Bild neu berechnen. Dabei kann sie vergessen, was im vorherigen Bild noch zu sehen war – Gegenstände verschwinden plötzlich oder tauchen aus dem Nichts auf. Wasserzeichen, die manche KI-Generatoren inzwischen einblenden, helfen nur bedingt. Versuche zeigen: Viele Menschen übersehen sie oder wissen nicht, was sie bedeuten. Bei Bildern ist die Lage noch schwieriger. Während vor zwei, drei Jahren Hände mit der falschen Anzahl Finger sofort auffielen, sind die Systeme heute deutlich besser geworden. Manchmal verraten noch unleserliche Schriften, verschmolzener Schmuck oder verschwommene Zähne die KI-Herkunft. Doch wichtiger als die Inhalte selbst ist meist der Kontext: Wer hat etwas veröffentlicht? Von welchem Konto stammt es? Was sagen andere Quellen dazu? Wer unsicher ist, sollte vor allem eines nicht tun: den Inhalt selbst weiterverbreiten.
Die einen nutzen KI, um täuschend echte Falschinformationen zu erstellen. Die anderen setzen sie ein, um genau diese zu entlarven. Doch eine endgültige Lösung ist nicht in Sicht. Seit es Medien gibt, gibt es auch Falschmeldungen und manipulierte Bilder. Doch künstliche Intelligenz hat die Situation grundlegend verändert: Was früher spezielles Können und Zeit erforderte, gelingt heute auf Knopfdruck. KI kann nicht nur täuschend echte Texte, Bilder und Videos erstellen, sondern diese auch gleich für unterschiedliche Zielgruppen anpassen und über soziale Medien gezielt verbreiten. Die Geschwindigkeit und Leichtigkeit, mit der sich manipulierte Inhalte heute produzieren lassen, stellt eine neue Dimension dar. Gleichzeitig werden KI-Systeme entwickelt, die Inhalte auf ihre Echtheit prüfen – teilweise mit Trefferquoten über 90 Prozent. Doch die Hoffnung auf eine technische Wunderwaffe trügt. Es ist ein Katz-und-Maus-Spiel: Sobald eine neue Erkennungsmethode funktioniert, finden Fälscher bereits Wege, sie zu umgehen. Die Lösung liegt deshalb wohl weniger in der Technik als in der Regulierung von Social-Media-Plattformen und in der Stärkung der Medienkompetenz.
Fake News entstehen aus politischen Motiven, aus Geldgier – und werden oft durch ganz normale Nutzerinnen und Nutzer verbreitet. Fake News sind nicht gleich Fake News. Manche werden bewusst gestreut, um politische Prozesse zu beeinflussen oder Vertrauen in Institutionen zu untergraben. Hinter solchen Kampagnen stehen teils staatliche Akteure, die mit koordinierten Online-Netzwerken Propaganda betreiben. Daneben gibt es private Akteure, die mit Falschmeldungen Geld verdienen wollen. Reisserische Schlagzeilen, manipulierte Bilder oder erfundene Geschichten generieren Klicks und damit Werbeeinnahmen. Die vielleicht wichtigste Rolle spielen jedoch ganz normale Social-Media-Nutzerinnen und -Nutzer. Falsche oder irreführende Inhalte werden oft geteilt, weil sie ins eigene Weltbild passen, provozieren oder unterhalten. Studien zeigen, dass viele Menschen schon einmal Fake News verbreitet haben – oft ohne es zu merken. Obwohl klar falsche Inhalte insgesamt nur einen kleinen Teil der Online-Informationen ausmachen, sind sie besonders sichtbar, weil sie starke Emotionen auslösen und viel Engagement generieren.
Alle reden von Fake News. Und alle wissen ungefähr, was damit gemeint ist. Geht man es systematisch an, dann wird der Begriff aber schnell zu ungenau. Fake News, so die ungefähre Definition, sind falsche oder irreführende Informationen, die so gestaltet sind, dass sie wie echte Nachrichten wirken. Doch schaut man sich Fake News genauer an, dann wird es schnell schwierig: Was für den einen ein manipuliertes Bild, ein irreführendes Video oder eine Falschmeldung ist, bezeichnet die andere vielleicht als unliebsame Wahrheit, vor der man nicht die Augen verschliessen soll. Fake News führen deshalb schnell zur Frage, was eigentlich wahr ist und ob es heute überhaupt noch eine von allen geteilte Wahrheit gibt. Fake News ist ein knackiger Begriff, unter dem sich alle zumindest ungefähr etwas vorstellen können. Doch es kann helfen, verschiedene Arten von Fake News zu unterscheiden: Desinformation, also gezielt produzierte oder manipulierte Falschinformationen, die mit Absicht gestreut werden, um Menschen zu täuschen oder zu beeinflussen. Misinformation, falsche Informationen, die unbeabsichtigt verbreitet werden, etwa durch Irrtümer, Gerüchte oder Missverständnisse. Und Malinformation, der missbräuchliche Einsatz von eigentlich wahren Informationen, etwa durch selektives Zitieren oder Kontextverschiebung.
Einige sind seit Neujahr fleissig dran und verzichten seit Neujahr auf jeglichen Alkohol. Andere trinken trotzdem mal ein Gläschen. Der Dry January bringt in jedem Fall etwas: Man reflektiert den eigenen Alkoholkonsum. Klar trinke er auch ab und zu ein Glas Alkohol, sagt der Gastroenterologe am Berner Inselspital Yves Borbély. Klar ist aber auch, die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt den Verzicht auf jeglichen Alkohol. Interessant ist für den Mediziner Borbély, dass vor allem gesundheitsbewusste Menschen den Dry January machen und auch durchhalten.
Bei der Hepatitis kann man munter durchbuchstabieren: A, B, C, D und E gibt es. Während Hepatitis A in unseren Breitengraden eine Reisekrankheit ist, werden bei uns am meisten die Hepatiden B und C diagnostiziert. Gegen Hepatitis A wird vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) die Impfung für diejenigen empfohlen, welche in exotische Länder reisen.
Wie oft hat man schon von der Leberzirrhose gehört, aber trotzdem weiss man als Laie gar nicht so genau, was das ist. Anhaltende Entzündungen schädigen die Leber, was zu einer Vernarbung derselben führt. Schlussendlich verliert die Leber ihre Funktionsfähigkeit. Die Leber ist ein regenerationsfähiges Organ. Allerdings bleiben die Narben, sagt Yves Borbély. Er ist Gastroenterologe am Berner Inselspital. Übergewicht, ein erhöhter Blutzucker und allen voran der Alkohol setzen der Leber zu, bis es eben zu einer Leberzirrhose kommen kann. Deshalb ist damit einhergehend stets eine Änderung der Lebensgewohnheiten geboten.
Sie ist regenerationsfähig, man kann bis zu 70 Prozent ihres Volumens wegschneiden, aber sie kann auch verfetten. Rund um das Organ Leber kann sich Fett legen, aber auch innerhalb desselben bilden. Das hat viel mit dem heutigen Lebensstil zu tun. Das Fiese daran: Man spürt sehr lange nichts davon. Die Fettleber hat in unseren Breitengraden viel mit unserem Lebensstil zu tun: Wir essen zu viel, sind ein paar Kilo zu schwer und konsumieren immer mehr hochverarbeitete Lebensmittel, sagt der Gastroenterologe am Inselspital Bern, Yves Borbély. Das Unberechenbare an der Krankheit ist, dass sie häufig gar nicht bemerkt wird. Deshalb empfiehlt der Experte, spätestens ab 50 Jahren einmal die Leberwerte bei der Hausärztin oder dem Hausarzt kontrollieren zu lassen.
Sie ist unser grösstes Stoffwechselorgan und natürlich im Dry January ein Thema. Es ist aber wichtig, das ganze Jahr über gut zur Leber zu schauen. Beim Gespräch über die Leber kommt der Gastroenterologen am Inselspital Bern, Yves Borbély, richtiggehend ins Schwärmen. Denn die Leber kann einiges, was andere Organe nicht können: «Sie ist regenerationsfähig und man kann bis zu 70 Prozent von ihr entfernen und sie wächst wieder nach.»
Manche Schädlinge sitzen versteckt an den Stängeln und unter den Blättern der Zimmerpflanzen. Hier helfen besondere Nützlinge: die Raubmilben. Es gibt Schädlinge, welche im Verborgenen an den Stängeln und unter den Blättern der Zimmerpflanzen sitzen, wie die Spinnmilben und die Larven der Thripse. Spinnmilben sind kleinste Spinnentiere, von blossem Auge nur als winzige Punkte erkennbar. Sie vermehren sich schnell und saugen Pflanzensaft. Das schwächt die Zimmerpflanze, die Blätter rollen sich ein und fallen ab. Deutlich erkennbar sind die Saugstellen: Die Blätter sind silbrigweiss gesprenkelt und oft sind in den Blattachseln feine Spinnfäden zu erkennen. Thripse sind winzig kleine Insekten, die sich rasch vermehren. Die Larven saugen an der Blattunterseite Pflanzensaft, die erwachsenen Tiere können fliegen und andere Zimmerpflanzen befallen. Die Blätter der Zimmerpflanzen bekommen helle Flecken und braune Ränder, der Befall schwächt die Zimmerpflanze. Hier helfen besondere Nützlinge: die Raubmilben. Es gibt zwei verschiedene Arten: Die eine frisst Spinnmilben, die andere Thripse. Raubmilben suchen auf der Pflanze aktiv nach ihrer Beute und saugen diese aus. Sie sind auf eine relative Luftfeuchtigkeit von über 60% angewiesen. Ganz wichtig für einen erfolgreichen Einsatz von Raubmilben: Zusammen mit dem Aussetzen der Nützlinge immer auch alle zwei Tage die Pflanzen mit kalkarmem, zimmerwarmem Wasser besprühen.
Schädlinge werden vom Sommeraufenthalt im Freien mit ins Haus geschleppt, beim Lüften hereingeweht oder mit der Erde eingebracht. Je grösser die Population an Trauermücken, Thripsen oder Blattläusen, desto schwieriger die Bekämpfung. Manchmal hilft duschen, manchmal fallenstellen. Viele Schädlinge wird man schon los, wenn man die Pflanze abduscht (s. Ratgeber vom Dienstag). Das erste Gebot gegen Schädlinge lautet aber: Frühzeitig bekämpfen, bevor sich grosse Populationen bilden! Am einfachsten sind die auffliegenden Insekten zu entdecken. Die meisten können mit Klebefallen weggefangen werden. Blattläuse: Die erwachsenen Insekten fliegen von einer Pflanze zur anderen und vermehren sich dort rasch. Sie saugen Pflanzensaft und sondern klebrigen Saft ab. So schwächen sie die Pflanzen und auf den klebrigen Blättern bilden sich schwarze Pilzrasen. Was tun: Pflanzen abduschen, gelbe Klebfallen aufhängen, die erwachsenen Insekten fliegen drauf. Trauermücken: Schwarze Mücken, welche um die Pflanzen schwirren, legen ihre Eier in die feuchte Erde. Die geschlüpften Larven fressen an den Wurzeln, was die Zimmerpflanze enorm schwächt. Was tun? Gelbe Klebefallen aufhängen die Trauermücken fliegen darauf Erdschicht ca. 3 cm hoch mit Steinchen abdecken, damit die Mücken keine Eier mehr ablegen können. Thripse: Winzige, gelbliche Insektenlarven, die auf der Blattoberseite viele silbrige, helle Sprenkel verursachen. Die ausgewachsenen Thripse fliegen zu den nächsten Pflanzen, saugen an den Blättern. Junge Blätter verkrüppeln und die Zimmerpflanzen werden geschwächt. Was tun? Ausgewachsene Thripse fliegen auf blaue Klebefallen.
Zimmerpflanzen haben bei guter Pflege und geeignetem Standort genügend Abwehrkräfte gegen Pilz- und Schädlingsbefall. Doch wenn der Standort nicht optimal ist, werden die Schäden spätestens im Januar offensichtlich. Lichtmangel: · Junge Triebe sind sehr dünn, lang und auffallend heller als die übrigen Blätter und Stängel z.B. beim Zyperngras und knicken. Was tun? · Die Zimmerpflanze heller stellen und immer wieder auf Schädlingsbefall kontrollieren, denn die dünnen Triebe werden gerne von Blattläusen befallen. · Erst Ende Februar die Triebe zurückschneiden, dann kommen junge, kräftige Triebe nach. Kälte und Zugluft: · Birkenfeige lässt viele, oft noch grüne Blätter fallen. Es können Blattflecken auftreten. Was tun? · Zimmerpflanze an einen vor Zugluft geschützten Ort stellen. «Kalte Füsse»: · Vergilbende, rötlich werdende Blätter, Triebe fallen um, schlaffer Eindruck, weil die Wurzeln faulen Was tun? · Bei geringem Befall sofort Abhilfe schaffen und Standort wechseln, neu eintopfen, dabei faulende Wurzeln zurückschneiden. · Ansonsten leider ab in die Grünabfuhr. Achtung: Manchmal ist auch alles in Ordnung, einige Blätter sind natürlicherweise abgestorben und die Pflanze ist kerngesund. In diesem Fall vergilbte, gefleckte oder vertrocknete Blätter abschneiden.
In der freien Natur sorgt der Regen für die Reinigung der Blätter, doch im Wohnzimmer regnet es nicht. So bleiben Staub oder Kalkablagerungen vom Sprühen mit hartem Wasser auf den Blättern liegen und schränken die Photosynthese ein. Die Folge: Die Zimmerpflanzen verkümmern, sind glanzlos. Was tun? Zimmerpflanzen mit glatten, glänzenden Blättern wie zum Beispiel der Baumfreund: Topf mit Plastiksack einpacken und dort, wo die Triebe aus der Erde wachsen, zuschnüren, Pflanze in die die Dusche stellen und mit lauwarmem Wasser abspülen. Zimmerpflanzen mit grossen, glatten Blättern wie zum Beispiel das Fensterblatt oder lang gewachsene Kletterpflanzen wie zum Beispiel der Baumfreund: Blätter mit einem feuchten Tuch abwischen. Wenn die Zimmerpflanzen von Schädlingen wie Blatt- und Schildläuse befallen sind, werden mit einer sanften Dusche die meisten der Tiere weggespült und klebrige, verunreinigte Blätter werden wieder sauber. Vorsicht bei Zimmerpflanzen mit samtigen, weichen Blättern wie z.B. das Usambaraveilchen und das Zimmer- Alpenveilchen: Hier ist das Duschen nicht geeignet, aber es hilft das Abstauben mit einem feinen Pinsel.
Im Winter leiden Zimmerpflanzen durch trockene Luft und Lichtmangel. Schädlinge vermehren sich unbemerkt und schwächen die Pflanzen. Im Januar ist darum der perfekte Moment, um Zimmer- und Kübelpflanzen zu hegen und zu pflegen, bevor im Frühjahr die Wachstumsphase beginnt. Die Temperatur in Wohnzimmern ist normalerweise auf 20° bis 22° eingestellt. Da die geheizte Luft trocken ist, leiden Zimmerpflanzen oft. Die Blätter werden an den Spitzen braun, junge Blätter und Blütenknospen fallen ab. Und auch beim Lüften mit kalter und trockener Luft sinkt die Luftfeuchtigkeit. Was tun? · Für höhere Luftfeuchtigkeit sorgen, evtl. Luftbefeuchter aufstellen (ideale Luftfeuchtigkeit circa 50%). · Auf Zugluft empfindliche Pflanzen wie die Birgenfeige (Ficus benjamina) oder die Efeutute (Epipremnum) an einen geschützten, hellen Ort stellen. · Pflanzen täglich mit Wassersprayer besprühen (kalkarmes Wasser verwenden!). Zu hartes Leitungswasser (über 15° fH) abkochen, so dass sich Kalk auf dem Topfboden absetzt. Oder Filterkartuschen oder gesammeltes Regenwasser verwenden. · Öfter durchdringend giessen. · Bei völlig eingetrockneter Erde oder blühenden Orchideen 1 Mal wöchentlich ein Wasserbad gönnen: Schüssel mit zimmerwarmem, weichem Wasser halb füllen, Pflanze mit Topf für eine Stunde hineinstellen.
Schreckliche Bilder, traurige Menschen, fehlende Worte. Wie erkläre ich Kindern und Jugendlichen eine Katastrophe wie Crans-Montana - Tod und Trauer? Die Brandkatstrophe von Crans-Montana lässt viele Menschen sprachlos zurück. Für eine Erklärung fehlen die richtigen Worte. Auch Kinder und Jugendliche suchen Worte und Erklärungen. Viele verdrängen die aktuelle Situation. Irgendwann kommen dann doch Fragen nach dem Warum und Wieso auf. Wie soll man auf Fragen der Kinder reagieren und wie spreche ich mit Kindern über eine Katastrophe wie Crans-Montana und den Tod? Stina Schwarzenbach ist reformierte Pfarrerin in Winterthur. Urs Braun ist Notfallpsychologe und Präsident des Vereins Notfallpsychologie. Beide geben Auskunft.
Er ist das einzige noch existierende Pferd, das seinen Ursprung direkt in der Schweiz hat: der Freiberger aus dem Jura. Früher zog er Pflüge und Kanonen, heute kämpft er um seine Existenz und um seinen Platz als Freizeitpartner. Robust, gutmütig, vielseitig ist die letzte Schweizer Pferderasse. Alle 18 anderen sind im 20. Jahrhundert verschwunden. Doch der «Fribi» steht vor Herausforderungen: sinkende Bestände, Inzuchtprobleme und die Frage, wie viel Fremdblut eine Rasse verträgt. Entstanden ist die Freibergerrasse seit Ende des 19. Jahrhunderts im Jura aus einheimischen Stuten und Anglo-Normannen. Das Herdebuch wurde ab 1921 geführt, seit 1997 ist es geschlossen. Unterschieden wird zwischen «Urfreibergern» (0% Fremdblut, selten), «Basis-Freibergern» (unter 2% Fremdblut, von Pro Specie Rara gefördert) und «normalen Freibergern» (bis über 50% Fremdblut). Die Bemühungen um die Erhaltung der Rasse bewegen sich im Spannungsfeld zwischen genetischer Vielfalt und Rasseidentität. Die Urfreiberger sind von Inzucht bedroht, während Hochblut-Freiberger ihren Charakter verlieren könnten. Der Freiberger ist trittsicher auf Geröllhalden und Bergpfaden und hervorragende Gewichtsträger. Durch die Mechanisierung der Landwirtschaft verlor er aber seine Hauptaufgabe. Und auch die Armee setzt nur noch wenige Pferde ein. Der Freiberger gilt als das nervenstärkste Pferd der Welt, er ist genügsam und frühreif. Er ist extrem vielseitig einsetzbar bei der Arbeit, zum Reiten und Fahren, für Therapie und Freizeit. Darum ist er ideal für Familien und Anfänger. Unterstützen kann man, indem man bei der Wahl von Reitställen oder für Familienausflüge auf den Einsatz von Freibergern achtet. Waldbesitzer können ihren Forst bodenschonend mit Freibergern bewirtschaften lassen
Mit seiner Posthorn-Rute und der charakteristischen weissen Blesse im Gesicht ist er unverwechselbar: der Appenzeller Sennenhund. Aber: Diese lebhafte Schweizer Hunderasse ist gefährdet. Der «Bläss» steht als einzige Schweizer Hunderasse auf der Roten Liste, denn die Zuchtbasis ist schmal geworden. Seinen Ursprung hat der «Bläss» im wenig erstaunlich Appenzellerland. Dort ist seine Existenz seit 1853 dokumentiert. Vor 100 Jahren galt er als fast ausgestorben. Heute wird er wieder als gefährdet eingestuft. Darum hat in Pro Specie Rara auf die Rote Liste genommen. Der «Bläss» ist ein Teil unseres Kulturerbes. Er bildet eine genetische Reserve und ist gehört zur Schweizer Identität und Tradition. Die Gründe für den ständig kleiner werdenden Bestand an Appenzeller Sennenhunden sind vielfältig: · Verlorene Aufgabe: Moderne Landwirtschaft braucht keine Treibhunde mehr. · Schmale Zuchtbasis: Fast alle Hunde sind verwandt, was das Risiko von Inzucht und Gesundheitsproblemen erhöht. · Schlechtes Image: Der Ruf als «giftiger Kläffer» hält viele Interessenten ab, obwohl dies bei guter Erziehung unbegründet ist. · Geringe Verbreitung: Selten ausserhalb des Appenzellerlands, Mischlinge sind häufiger als reinrassige Tiere. Der Appenzeller Sennenhund ist robust und vielseitig: Er ist wetterfest und genügsam, was ihn ideal macht für das Schweizer Bergklima. Ursprünglich als Treib-, Hüte- und Wachhund eingesetzt, ist er heute auch Rettungs-, Therapie- oder Blindenhund oder im Hundesport aktiv. Bei richtigem Umgang und mit entsprechender Kenntnis des Halters oder der Halterin ist der Appenzeller Sennenhund auch ein hervorragender Familienhund. Die Rasse braucht aktive Halter, viel Bewegung und Aufgaben. Sie ist nicht für Anfänger oder Stadtwohnungen geeignet. Ideal ist ein Haus mit Garten in ländlicher Umgebung und eine sportliche Familie. Zum Erhalt der Rasse beitragen kann, wer entsprechende Tiere hält. Dabei sollte auf verantwortungsvollen Kauf gesetzt werden. Beschaffen Sie Hunde nur von seriösen Züchtern und Züchterinnen z.B. über den Club für Appenzeller Sennenhunde. Achten Sie auch auf Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere. Sie können auch Botschafter oder Botschafterin sein: Klären Sie andere über den wahren Charakter des Appenzeller Sennenhundes auf und entkräften Sie Vorurteile.
Grau, genügsam, gebirgstüchtig: Das Rätische Grauvieh prägte jahrhundertelang die Berglandwirtschaft in Graubünden. Dann verschwand es fast völlig. Heute kehrt diese besondere Rinderrasse zurück – und mit ihr ein Stück alpine Identität. Und wir können selbst zu ihrer Erhaltung beitragen. Das Rätische Grauvieh ist ein altes Höhenrind aus dem Alpenraum, seit dem Mittelalter in Graubünden nachgewiesen. Im 20. Jahrhundert fast ausgestorben, wird es seit den 1990er-Jahren in der Schweiz systematisch wiederaufgebaut. Die Tiere sind trittsicher, schwindelfrei und klettern auf steilen Hängen bis 2'500 Meter. Sie verwerten Gras dort, wo Maschinen scheitern und kommen mit kargem Futter aus. Der Charakter der Tiere ist ruhig und umgänglich, zudem sind sie hitzeresistenter als andere Rassen. Eine Kuh liefert rund 3500 kg Milch pro Laktationsperiode, die ideal für Käse. Ihr Fleisch ist feinfaserig und gut marmoriert, ihr langsames Wachstum bedeutet höhere Fleischqualität und Aroma. Der Einsatz von Rätischem Grauvieh unterstützt die Alpwirtschaft und die Bewirtschaftung steiler Berglagen ohne Maschinen. Sie trägt zur offenen Kulturlandschaft und zur regionalen Identität als «Grischa-Chue» bei. Wer den Bestand des Rätischen Grauviehs fördern will, kann Bergkäse und Alpprodukte aus ihrer Milch kaufen. Es gibt auch Fleischpakete direkt beim Bauern, um die Ganzverwertung des Tieres zu fördern.
Sie sind stolz, wetterfest und tragen eine Frisur, die jedem Punk Ehre machen würde: die Appenzeller Spitzhauben. Hinter der extravaganten Frisur steckt eine robuste, alte Schweizer Hühnerrasse mit Überlebenskünstler-Qualitäten. Die Tiere sind perfekt für den heimischen Garten. Das Appenzeller Spitzhaubenhuhn stammt aus dem Appenzeller Hügelland. Es wird seit den 1860er Jahren gezüchtet. Einst fast ausgestorben, ist es heute dank privater Züchterinnen und Züchter stabil, gilt aber immer noch als gefährdet. Das Appenzeller Spitzhaubenhuhn ist Kletterkünstler und Futtersucher. Es braucht viel Auslauf, ist flugfreudig und hervorragend in der Futtersuche. Die Tiere sind robust und eigenwillig und sie sind sehr wetterfest. Als gute Eierleger sind sie nicht scheu, aber auch nicht zahm – ideal für naturnahe Haltung. Das Appenzeller Spitzhaubenhuhn eignet sich gut für den Einstieg in die Hühnerhaltung. Für die Zucht werden mindestens vier bis fünf Hennen und ein Hahn empfohlen. Wichtig ist ein grosser Auslauf, da die Tiere sehr aktiv sind. Achten Sie auf einen fuchssicheren Stall! Auch wenn Sie selbst nicht züchten, unterstützt die reine Liebhaberhaltung den Erhalt der Rasse. Bruteier oder Jungtiere erhalten Sie von zertifizierten Züchtern.
loading
Comments (3)

Studio motzART

blindgänger

Nov 17th
Reply

Studio motzART

Und wieder hat der Spacko-Cutter zugeschlagen

Jul 19th
Reply

Studio motzART

wer schneidet diesen Podcast? braucht wohl Zielwasser?

Aug 19th
Reply