Die Unfähigkeit – oder eher Unwilligkeit – des menschlichen Verstandes, die Vergangenheit fahren zu lassen, wird besonders anschaulich in der Geschichte von den zwei Zenmönchen Tanzan und Ekido beschrieben. Sie waren einmal auf einer Landstraße unterwegs, die nach schweren Regenfällen völlig aufgeweicht war. In der Nähe eines Dorfes begegneten sie einer jungen Frau, die die Straße überqueren wollte, aber der Schlamm war so tief, dass er ihren Seidenkimono verdorben hätte. Tanzan hob sie sofort auf und trug sie auf die andere Seite. Danach gingen die Mönche schweigend weiter. Fünf Stunden später, als sie sich dem Tempel näherten, in dem sie logierten, konnte Ekido sich nicht länger beherrschen. »Wie konntest du nur die Frau über die Straße tragen«, sagte er. »Wir Mönche dürfen so etwas doch nicht tun!« »Ich habe die Frau vor Stunden abgesetzt«, sagte Tanzan. »Trägst du sie noch immer?« Wenn du dir einmal vorstellst, wie das Leben für jemanden wäre, der die ganze Zeit über wie Ekido lebte und aus Unfähigkeit oder Unwillen, sich innerlich von einer Situation zu lösen, immer mehr »Zeug« in seinem Innern anhäufte, bekämst du einen Eindruck davon, wie das Leben für die Mehrzahl der Menschen auf dieser Erde aussieht, wie[…]“ Auszug aus: Eckhart Tolle. „Eine neue Erde: Bewusstseinssprung anstelle von Selbstzerstörung.“ iBooks.
Niemand wählt Gestörtheit, Konflikt oder Schmerz. Niemand wählt den Wahnsinn. Sie entstehen, weil nicht genügend Gegenwärtigkeit in dir vorhanden ist, um die Vergangenheit auszulöschen, nicht genügend Licht, um die Dunkelheit zu vertreiben. Du bist noch nicht vollkommen hier. Du bist noch nicht ganz aufgewacht. In der Zwischenzeit beherrscht der konditionierte Verstand dein Leben. Ganz ähnlich ist es, wenn du zu den vielen Menschen gehörst, die in eine unbewältigte Geschichte mit ihren Eltern verwickelt sind. Wenn du ihnen weiterhin übel nimmst, was sie getan oder nicht getan haben, dann glaubst du, dass sie eine Wahl hatten - dass sie anders hätten handeln können. Es sieht immer so aus, als wenn Menschen eine Wahl hätten, aber das ist nur eine Illusion. Solange dein Verstand mit seinen konditionierten Mustern dein Leben beherrscht, solange du dein Verstand bist, welche Wahl hast du da? Gar keine. Du bist nicht einmal da. Mit dem Verstand identifiziert zu sein ist ein sehr kranker Zustand. Es ist eine Art des Wahnsinns. Fast jeder leidet in unterschiedlichem Maß an dieser Krankheit. In dem Moment, in dem du das erkennst, kann es keinen Groll mehr geben. Wie kannst du jemandem seine Krankheit übel nehmen? Die einzig angemessene Antwort ist Mitgefühl.
Hallo, ich möchte nur ein bisschen mit euch sprechen, weil wir mehr sind! Ich danke euch mit mir diese Reisen zu machen! Ich bin Mike, ich bin 24 Jahre alt, und nun, seid ihr willkommen zu diesem Podcast, ich hoffe dass ihr viel davon lernen! Viel Spaß 😊
„Das Ego bei Krankheit“ Eine Krankheit kann das Ego entweder stärken oder schwächen. Wenn du dich beklagst, dich in Selbstmitleid ergehst oder dich dagegen sträubst, krank zu sein, wird dein Ego stärker. Es wird auch stärker, wenn du die Krankheit deiner eingebildeten Identität hinzufügst: »Ich bin der- bzw. diejenige mit der und der Krankheit.« Aha, dann wissen wir ja jetzt, wer du bist. Es gibt aber auch Leute, die im normalen Leben ein starkes Ego haben und die durch eine Erkrankung plötzlich sanfter und viel netter werden, als sie vorher waren. Unter Umständen kommen sie zu Einsichten, die sie im normalen Leben nie hatten. Vielleicht gewinnen sie Zugang zu ihrer inneren Einsicht und Zufriedenheit und sprechen Worte der Weisheit. Doch sobald es ihnen wieder besser geht, kehrt mit den Kräften auch das Ego wieder. Wenn du krank bist, ist dein Energiepegel ziemlich niedrig, und dann übernimmt möglicherweise die Intelligenz des Organismus die Führung und nutzt die verbliebene Energie dazu, den Körper zu heilen, sodass sie für den Denkapparat, also für Egogedanken und -empfindungen, nicht mehr reicht. Das Ego verbraucht beträchtliche Mengen Energie. Manchmal jedoch verwendet es das bisschen Energie, das noch übrig ist, für eigene Zwecke. Keine Frage, dass Menschen, deren Ego bei Krankheit stärker wird, viel länger brauchen, um sich von der Krankheit zu erholen. Manche erholen sich nie mehr davon, sodass ihr Leiden chronisch wird und dann dauerhafter Bestandteil ihres falschen Ichgefühls ist.“ Auszug aus: Eckhart Tolle. „Eine neue Erde: Bewusstseinssprung anstelle von Selbstzerstörung.“ iBooks.
Willenskraft: Da ich erkenne, dass die Willenskraft der Oberste Richter des Geistes ist und alle anderen Bereiche des Geistes beherrscht, werde ich meine Willenskraft stärken und sie wenigstens einmal täglich bewusst nutzen, wenn ich handeln muss, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Außerdem werde ich Gewohnheiten entwickeln, die mir dabei helfen, meine Willenskraft zu stärken. Gefühle: Da ich erkenne, dass ich sowohl gute als auch schlechte Gefühle habe, werde ich alltägliche Gewohnheiten aufbauen, die die Entwicklung meiner guten Gefühle fördern und mir dabei helfen, die Energie meiner schlechten Gefühle in etwas Nützliches zu verwandeln.“ „Gedächtnis: Da ich erkenne, welche Bedeutung ein gutes Gedächtnis hat, werde ich dafür sorgen, das auch meines gut funktioniert. Ich werde mir alle Mühe geben, alle Gedanken darin abzuspeichern, an die ich mich in Zukunft erinnern möchte und diese Gedanken mit ähnlichen Themen verbinden, an die ich ebenfalls häufiger denken möchte. “ Auszug aus: Hill, Napoleon. „Glaube an dich und werde reich: Die Fortsetzung des Bestsellers "Denke nach und werde reich" (German Edition).“ iBooks.