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Tresentalk

Author: Jessica Schmidt & Zoe Eulental

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Description

Die Party-Askese der Lockdown-Monate scheint endgültig vorbei und die Hauptstadt der Feierei bietet soviel Club-News, dass Zoe und Jessie mit der Aufarbeitung kaum hinterher kommen. Dennoch nehmen sich die Party Senatorinnen die Zeit, News, Gossip und aus Nachtleben und Clubkultur für euch aufzuarbeiten und laden alle 14 Tage zum Tresentalk. Sollte man "Plague Raves"-DJs nicht boykottieren? Welche Vorteile bietet der Kulturstätten-Status den Clubbetriebenden eigentlich wirklich? Die Liste der Club-kulturellen Themen ist lang und spätestens seit Corona ist feiern politisch. Die Krise zwingt uns eingeschliffene Narrative zu überdenken. Clubkultur betrifft, mehr als jemals zuvor, die Kultur- und Wirtschaftspolitik. Also schnapp dir dein Lieblingsgetränk, setz dich an den Tresen und lausche dem Diskurs-Disco.
94 Episodes
Reverse
Berlin ohne Clubkultur? Dann bleibt eine Stadt übrig — aber keine, für die man nachts noch wach bleiben will. In dieser Folge geht es um das RAW-Gelände, um bedrohte Freiräume und um die Frage, wem Berlin eigentlich gehört. Rund 1000 Menschen sind unter dem Motto „RAW für alle – Clubkultur erhalten, Freiräume schützen“ auf die Straße gegangen, weil dem Cassiopeia und weiteren Kulturorten die Räumung droht. Aber RAW ist nur ein Teil einer größeren Geschichte: Die Club- und Eventszene verändert sich massiv. Junge Menschen feiern anders, trinken weniger, suchen mehr Erlebnis statt Standardnacht. Festivals müssen Anreise, Sicherheit und steigende Kosten neu denken. Und Veranstalter merken: Das alte Modell aus günstigen Drinks, später Nacht und vollem Dancefloor trägt nicht mehr automatisch. Also: Wird Feiern gerade erwachsener — oder verliert die Clubkultur dabei genau das, was sie aus macht? RAW im Fokus: Warum Feiern gerade neu verhandelt wird. Jetzt in der neuen Folge TresenTalk - der Podcast für alle, die nicht nur gern feiern, sondern Clubkultur auch verstehen wollen.
Berlin komplett im Ausnahmezustand: volle Straßen, lange Nächte, Open Airs überall. Zoe und Jessie nehmen euch mit in ihr 01. Mai Recap – vom Watergate Open Air bis zu den Momenten, die man nicht auf Instagram gesehen hat. Und dann wird’s größer: Warum fühlen sich Flohmärkte plötzlich an wie spirituelle Orte? Zwischen Vintage-Ständen, Kaffee und Kram die Frage: Suchen wir da eigentlich mehr als nur Schnäppchen? Gleichzeitig wird Clubkultur im Rahmen vom Berlin Atonal neu gedacht: 30 Stunden Raven – mit Betten. Kein Witz. Im Kraftwerk Berlin entsteht ein Format, das Schlaf, Pausen und Sound zu einer durchgehenden Erfahrung verbindet. Ist das die Zukunft – oder einfach nur der nächste Hype? Währenddessen die harte Realität: Billigflieger wie Ryanair ziehen sich teilweise zurück aus Berlin, Preise steigen – und plötzlich wird sichtbar, wie fragil das System aus Tourismus und Clubkultur ist. Weniger internationale Gäste = leerere Floors? Und dann noch ein Update vom Drugchecking in Berlin: Neue psychoaktive Substanzen tauchen auffällig oft falsch deklariert im Drugchecking Berlin auf. Was das bedeutet und warum warum diese Information für alle User:innen wichtig ist, dass erfährst du in dieser Folge. TresenTalk ist der Podcast für alle, die Clubkultur nicht nur feiern, sondern auch verstehen wollen. Diese Folge ist kein schneller News-Run. Es geht um die Frage, wo Clubkultur gerade steht – zwischen Eskapismus, Experiment und echtem Wandel. Hör rein – überall, wo es Podcasts gibt Folge TresenTalk für wöchentliche Updates aus der Szene
Coachella, Club-Euro, RAW-Gelände, Reddit-Realität - und Clubkultur zwischen Solidarität, Spekulation und Planungssicherheit. Die Reaktionen auf die Probleme in der Clubkultur könnten unterschiedlicher kaum sein. Köln hat den Club-Euro erfunden: ein Solidarfonds, gespeist aus einem Euro Aufschlag pro Ticket, der kleine Venues stützen soll. Klingt gut. Aber auf Reddit werden Zweifelt laut. In Berlin wiederum kämpft das RAW-Gelände um etwas, das in der Clubwelt fast schon revolutionär klingt: einen langfristigen Mietvertrag. Denn solange Clubs nur auf Abruf existieren, lässt sich aus Kultur kein nachhaltiger Ort bauen. Wir haben darüber gesprochen, was fehlende Planungssicherheit im Betrieb bedeutet. Und warum es einen Unterschied macht, ob eine Stadt ihre Clubkultur vermarktet oder wirklich schützt.
Wir waren im Jonny Knüppel – einem Ort, der gerade noch von der Community gerettet wurde und im Herbst trotzdem das Gelände räumen muss. Was wie ein Einzelfall wirkt, enttarnt sich als strukturelles Problem: Unsichere Zwischennutzung, fehlende Planungssicherheit, politischer Wille ohne konkrete Hilfe. Zoe und Jessie sprechen mit Jakob Turtur, GF des Jonny Knüppel und Vorsitzenden des "Disko Babel e.V." darüber, warum selbst volle Floors keinen Schutz mehr bieten, was am Ende eigentlich entscheidet – und ob das noch Club- oder längst Krisenmanagement ist. TresenTalk ist das Format für alle, die nicht nur feiern, sondern Clubkultur verstehen wollen.
Nach einigen Openings fühlt es sich nun schon wieder so an, als würde alles gleichzeitig wegbrechen. Zoe und Jessie öffnen wieder die Szene-Akten und geben euch einen Überblick: Am Humboldthain droht ein Hotelbau – mit bekannten Folgen für Lärmkonflikte und Verdrängung. Am RAW wird wieder für die Verlängerung der Mietverträge demonstriert, während parallel Events geplant werden. Und mit Johnny Knüppel bzw. diskoBabel verliert die Stadt erneut einen Raum für freie Kunst und kollektive Kultur aufgrund von präkeren Zwischennutzungsverhältnissen. Was passiert sind keine Einzelfälle – es ist ein Muster. Wo ihr gerade noch eingreifen könnt – von Petition bis Support vor Ort? Das erfahrt ihr in dieser Folge. TresenTalk ist das Podcastformat für alle, die nicht nur gern feiern, sondern wirklich verstehen (und vielleicht sogar etwas verändern) wollen.
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