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Waldgespräche
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Waldgespräche

Author: Maximilian Handlos

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Besondere Menschen, ihre Geschichten und ihre Verbindung mit unseren Wäldern
34 Episodes
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Franz Titschenbacher

Franz Titschenbacher

2022-07-1141:56

„Im Wald unterwegs sein zu dürfen, ist ein Aufatmen der Seele!“ Franz Titschenbacher, Präsident der Landwirtschaftskammer Steiermark, spricht im Waldge(h)spräch von seiner besonderen Verbindung zur Natur und was das Arbeiten in der Landwirtschaft für ihn bedeutet: „Grund und Boden hat für mich weniger den Wert in finanzieller Hinsicht. Es hat die Wertigkeit, den wir von unseren Eltern für eine bestimmte Zeit übertragen bekommen haben. Wir dürfen es bewirtschaften, um es anschließend, wenn es irgendwie möglich ist, der nächsten Generation weitergeben zu dürfen.“ Franz Titschenbacher gewinnt seine Energie für seine verantwortungsvolle Aufgabe aus dem Eingebettetsein im Jahreskreislauf. Vom Frühjahr, wenn alles blüht und gesät wird, über Sommer und Herbst, wenn geerntet wird bis in den Winter hinein, wenn wieder alles zur Ruhe kommt. „Und wenn wir es uns bewusstmachen, dass wir als Bäuerin und Bauer Teil dieses Kreislaufes sein dürfen, dann darf uns das schon stolz machen und wir sollten für diese Gestaltungsmöglichkeit dankbar sein.“ In einer Zeit, wo es herausfordernde Aufgaben für unsere Gesellschaft zu lösen gibt, setzt sich der Landwirtschaftskammerpräsident ganz besonders für die Produktion im eigenen Land ein. Denn die Lebensmittelsouveränität bedeutet eine besondere Wertigkeit und gibt Sicherheit für die Menschen unserer Heimat.
Joachim Reitbauer

Joachim Reitbauer

2022-07-0340:10

„Es ist eine Ruhe, es ist ein Eintauchen in eine Sphäre, die man fast nicht beschreiben kann. Es ist eine andere Kraft, die wir empfangen dürfen, wenn wir den Wald besuchen!“ Seine große Leidenschaft für Wald und Holz bringt Unternehmensberater Joachim Reitbauer schon seit mehr als 30 Jahren in unterschiedlichsten Positionen der Steirischen Holzwirtschaft ein. Forst- und Holzwirtschaft hat aus einer Sicht den riesengroßen Vorteil, dass wir nicht Raubbau an unserer Erde machen, dass wir Wertschöpfung generieren mit einem Rohstoff der sich immer wieder erneuert. 3 wichtige Zukunftsthemen sieht Joachim – wie können wir durch Forschung, Entwicklung und Innovation heute noch körperlich schwere Arbeit leichter und sicherer machen. Wie können wir viele Dinge gemeinsam machen ohne uns gegenseitig auszuspielen und wie motivieren wir Menschen, dass sie gerne operativ körperlich arbeiten ohne das Gefühl zu haben, dass sie Menschen 2. Klasse sind. „Wer Leistung fordert, muss Sinn geben!“ so eine wichtige Botschaft von Joachim Reitbauer.
„Wir brauchen die Diskussionen des klimafitten Lebensraumes – und dabei dürfen wir die Wildtiere nicht ausschließen. Wir müssen Forstwirtschaft und Jagd ermöglichen – beides gehört zusammen!“ Unternehmer und Waldbesitzer Franz Mayr-Melnhof-Saurau fordert die gegenseitige Akzeptanz zwischen Forstwirtschaft und Jagd ein, weil es beides braucht. So wie in vielen anderen Bereichen in seinem Leben setzt er auch hier auf den Dialog. Franz meint, dass jeder Grundeigentümer, egal ob Kleinwald- oder Großwaldbesitzer, weiß, wie herausfordernd es ist, mit der Verantwortung des Besitzes umzugehen. Forstwirtschaft steht sehr stark in der Öffentlichkeit - die Gesellschaft stellt viele Ansprüche an den Wald und das bringt vielfach Konfliktpotential mit sich. Beim Heranführen der Kinder an die Verantwortung setzt Familie Mayr-Melnhof-Saurau auf den Prozess des Dialogs, des Sehens, des Sprechens und des Handelns. Wichtig ist es, das Leben zu zeigen und besonders auch den schonenden Umgang mit Grund und Boden vorzuleben.
Andrea Pirker

Andrea Pirker

2022-03-1439:50

„Dirndl, egal wie es aussieht, du schaffst es!“ Die Worte ihres Großvaters begleiten Land- und Forstwirtin Andra Pirker durch ihr sehr engagiertes und intensives Leben. Andrea macht klar, wie sehr Forstwirtschaft nachhaltig ist und wie wichtig die Bewirtschaftung mit Herz, Hirn und Hand durchgeführt werden muss. Die Land- und Forstwirtin möchte alles verstehen, muss alles begreifen, will unbedingt Theorie und Praxis in sich vereinen. Sie will nicht nur hinter den Bäumen "verrotten", sie will aber auch nicht nur Schreibtischtäterin sein. "Denn alles was du kannst, kann dir niemand mehr nehmen." „Ich habe das Glück gehabt, dass ich einen Großvater hatte, der mich an die Hand genommen hat und mir das Naturjuwel Wald und auch Alm mit allen Sinnen gezeigt hat. Nicht nur die wirtschaftliche Seite, sondern auch das Emotionale, das Tiefverwurzelte mit dem Boden.“
Angelika Ertl

Angelika Ertl

2022-02-2737:09

„Das gärtnerische Produkt ist die körperliche Nahrung, der Wald ist für mich die komplette Seelennahrung!“ Angelika Ertl, Gärtnerin, Klimagärtnerin, Gartenreisebegleiterin und ORF-Biogärtnerin beschreibt im Waldge(h)spräch viele Facetten ihres intensiven Lebens und vor allem auch die Verbindung der Menschen mit der Natur. Viele philosophische Gedanken begleiten Angelika durch ihr Leben – dass Menschen sich ständig neu erfinden sollen, dass wir Menschen selbst auch Teil unserer Umwelt sind und dass wir uns permanent selbst hinterfragen dürfen. Und gerade dafür gibt uns die Natur viele Hilfestellungen, baut uns eine wunderbare Brücke, um zu uns selbst zu finden. Kritisch ist ihr Blick auch darauf, dass wir Menschen nicht das größte Geschenk unseres Planeten sind. Angelikas Botschaft ist klar: „Der Wald ist total essentiell für unser inneres Wohlbefinden – täglich sollten die Menschen mindestens 1 Stunde im Wald verbringen!“
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