Discover
What's Next, Agencies?
What's Next, Agencies?
Author: Kim Notz
Subscribed: 26Played: 1,737Subscribe
Share
Description
Die Agenturbranche erlebt einen radikalen Wandel. Die Zukunftsfähigkeit des Business-Modells von Agenturen ist zum Dauerthema geworden. Der Wettbewerb mit Unternehmens- und IT-Beratungen, Media-Agenturen und Start-ups zieht weiter an. Deshalb braucht die Branche einen intensiveren Austausch zu den Themen der Zukunft.
Mein Name ist Kim Alexandra Notz. Ich bin GF und Inhaberin der Hamburger Kreativagentur KNSK. Die Fragen nach zukunftsfähigen Agenturmodellen, Entwicklungen im Marketing und neuen Technologien treiben mich daher täglich um.
Im „What’s Next, Agencies?“-Podcast spreche ich alle zwei Wochen mit spannenden Gästen über die Zukunft der Agenturen, zeitgemäße Führungskultur, Employer Branding und veränderte Kundenanforderungen. Ob andere Agenturchefs, Marketingverantwortliche, Pitch- oder Personalberater. Sie alle haben ihre ganz eigene Perspektive zum Thema und teilen ihre Erfahrungen und Zukunftsprognosen mit mir und euch.
Mein Name ist Kim Alexandra Notz. Ich bin GF und Inhaberin der Hamburger Kreativagentur KNSK. Die Fragen nach zukunftsfähigen Agenturmodellen, Entwicklungen im Marketing und neuen Technologien treiben mich daher täglich um.
Im „What’s Next, Agencies?“-Podcast spreche ich alle zwei Wochen mit spannenden Gästen über die Zukunft der Agenturen, zeitgemäße Führungskultur, Employer Branding und veränderte Kundenanforderungen. Ob andere Agenturchefs, Marketingverantwortliche, Pitch- oder Personalberater. Sie alle haben ihre ganz eigene Perspektive zum Thema und teilen ihre Erfahrungen und Zukunftsprognosen mit mir und euch.
210 Episodes
Reverse
Thema: Die Zukunft der Sounding Agentur
„Du hältst ein Stück der Seele eines Menschen in den Händen, wenn er dir seine Musik anvertraut. Damit muss man sehr sorgfältig umgehen. Und genau das gerät heute zunehmend in den Hintergrund.“
In der neuen Episode von „What's Next, Agencies“ spricht Kim Notz mit Hans Landwehr, Gründer von TRO und Sonica, darüber, wie sich das Geschäft von Soundagenturen verändert, wenn Musik, Stimmen und Produktion durch neue Technologien immer leichter verfügbar werden. Hans beschreibt, warum Sonic Branding heute weit über das klassische Soundlogo hinausgeht und Marken über immer mehr Touchpoints hinweg einen konsistenten Klang brauchen. Gleichzeitig steigt aus seiner Sicht der Anspruch an kreative Exzellenz: Gerade wenn Technologie Mittelmaß einfacher verfügbar macht, gewinnt die Qualität des eigentlichen Werks an Bedeutung.
Am Beispiel von TRO zeigt sich, wie sich damit auch die Wertschöpfung verschiebt. Studioleistungen werden teilweise weniger gefragt, während Beratung, Markenverständnis und technologische Lösungen wichtiger werden. Mit Sonica hat Hans deshalb eine Plattform mit aufgebaut, über die Marken Sound, Voice und Musik effizienter selbst steuern können. TRO liefert dabei weiterhin die kreative und strategische Grundlage, während Technologie Prozesse skalierbarer und im Alltag leichter nutzbar macht.
Ein zentraler Punkt ist dabei die Rechtssicherheit. Gerade bei synthetischen Stimmen, Musik und internationalen Anwendungen müssen Nutzungsrechte und Freigaben von Anfang an mitgedacht werden. Hans beschreibt, warum Technologie Marken zwar mehr Freiheit in der Umsetzung geben kann, diese Freiheit aber klare Regeln braucht. Die Zukunft der Soundagentur liegt für ihn deshalb nicht in der Entscheidung zwischen Kreation oder Technologie, sondern in einem Modell, das beides sinnvoll verbindet.
Thema: Muss sich Führung überflüssig machen?
„Ich bin sehr fluide in meiner Rolle und gehe immer dahin, wo ich von der Organisation gebraucht werde.“
In der neuen Episode von „What's Next, Agencies“ spricht Kim Notz mit Katrin Kolossa, Gründerin von Sapera Studios, über ein Führungsverständnis, das mit einem gängigen Ideal bricht: Gute Geschäftsführung bedeutet für sie nicht mehr, sich möglichst weit aus dem operativen Geschäft zurückzuziehen. Katrin beschreibt, warum gerade die Nähe zu Kunden, Projekten und internen Abläufen ihr heute hilft, Veränderungen schneller zu erkennen, bessere Entscheidungen zu treffen und die Organisation gezielter weiterzuentwickeln.
Im Gespräch geht es deshalb auch um die Frage, wo Führung heute den größten Hebel hat. Für Katrin liegt er nicht darin, sich aus allem herauszuhalten, sondern dort präsent zu sein, wo Orientierung, Priorisierung und schnelle Entscheidungen gefragt sind. Entscheidend ist dabei die Balance: nah genug, um Probleme früh zu erkennen und Entwicklungen zu treiben, aber ohne ins Micromanagement zu rutschen. Führung wird damit für sie stärker zu einer Rolle, die Richtung gibt, Strukturen verbessert und das Team befähigt, wirksamer zu arbeiten.
Eine wichtige Rolle spielt dabei KI. Sie verkürzt für Katrin die Strecke zwischen Problem und Lösung erheblich, weil Wissen schneller zusammengeführt, Muster erkannt und daraus neue Prozesse oder Tools entwickelt werden können. Genau darin sieht sie auch eine neue Chance für Führung: näher an der tatsächlichen Arbeit zu sein und gleichzeitig schneller strukturelle Verbesserungen für die gesamte Organisation anzustoßen.
Thema: Das neue Unterhaltungsgeschäft
„Es ist wichtig, wie ein Creator zu arbeiten, nämlich in Iterationen.“
In der neuen Episode von „What's Next, Agencies“ spricht Kim Notz mit Matthias Funk und Peter Rathmayr, Gründer von Channel Two, darüber, warum YouTube im Marketing-Mix zunehmend an Bedeutung gewinnt und weshalb Marken die Plattform nach anderen Regeln bespielen müssen als klassische Werbekanäle. Denn wer auf YouTube nachhaltig wachsen will, muss sich stärker wie ein Creator verhalten: relevante Themen besetzen, authentische Formate entwickeln und eine langfristige Beziehung zur eigenen Audience aufbauen.
Matthias und Peter erklären, warum erfolgreiche YouTube-Strategien dabei deutlich datengetriebener sind, als es auf den ersten Blick erscheinen mag. Statt sich vor allem an Views oder Subscriber-Zahlen zu orientieren, rücken Kennzahlen wie Klickrate und durchschnittliche Wiedergabedauer in den Fokus. Entscheidend ist, zu verstehen, welche Themen und Formate eine Zielgruppe wirklich interessieren, erfolgreiche Mechaniken innerhalb eines Themenfelds zu identifizieren und den eigenen Content kontinuierlich weiterzuentwickeln. Auch Branded Entertainment funktioniert aus ihrer Sicht deshalb nicht als kurzfristiger Kampagnenbaustein, sondern braucht Konsistenz und einen langen Atem.
Im Gespräch geht es außerdem darum, wie sich Unternehmen von einer werbegetriebenen Organisation stärker zu einer Content-Organisation entwickeln können und welche Rolle Agenturen dabei spielen. Matthias und Peter zeigen, warum dafür nicht nur kreative Ideen, sondern auch neue Prozesse, Kompetenzen und ein anderes Verständnis von Erfolg notwendig sind und weshalb YouTube für Marken langfristig weit mehr sein kann als ein Ablageort für vorhandenen Video-Content.
Thema: Wie denkt man Marke und Technologie zusammen?
„Der Anspruch war von Anfang an, Technologie zu nutzen, um Dinge besser zu machen – nicht um Bestehendes 1:1 durch synthetische Inhalte zu ersetzen.“
In der neuen Episode von „WhatsNextAgencies“ spricht Kim Notz mit Ivana Radovanovic und Philipp York Martin, Gründer von 12ft.studio, darüber, wie Markenführung und Technologie im Zeitalter von KI zusammengedacht werden müssen und warum die beste Lösung nicht zwangsläufig diejenige mit der meisten KI ist. Nach mehr als 15 Jahren in Markenstrategie und Branding und dem gemeinsamen Aufbau der Innovation- und AI-Unit bei Mutabor haben sie mit 12ft.studio ein netzwerkbasiertes Modell gegründet, das Marken- und Technologiekompetenz bewusst verbindet.
Im Gespräch geht es darum, warum Ivana und Philipp vor einer reinen Effizienzlogik warnen, bei der bestehende Arbeit lediglich durch synthetische Inhalte ersetzt wird. Stattdessen plädieren sie dafür, Technologie dort einzusetzen, wo sie Arbeit tatsächlich besser macht, und genau zu prüfen, welcher Einsatz zur Identität und zu den Werten einer Marke passt. Gleichzeitig kann KI Recherche, Analysen oder repetitive Prozesse beschleunigen und so mehr Raum für Gespräche, kreative Arbeit und menschlichen Austausch schaffen.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Frage, wie Unternehmen und Agenturen mit der Geschwindigkeit der technologischen Entwicklung umgehen können. Mit ihrer AI-Academy setzen Ivana und Philipp weniger auf klassische Tool-Schulungen als auf konkrete Use Cases und Hackathons, in denen Teams reale Probleme gemeinsam lösen. Denn statt jedem neuen Tool hinterherzulaufen, braucht Innovation aus ihrer Sicht vor allem Struktur, kontinuierliches Lernen und die Fähigkeit, Wissen im Unternehmen verfügbar zu machen.
Thema: Next-Gen Videoproduktion
„Ich muss nicht schneller produzieren, sondern ich muss die Architektur, wie ich Entscheidungen treffe, anders bauen.“
In der neuen Episode von „WhatsNextAgencies“ spricht Kim Notz mit Philipp Haeberlin-Collet, Executive Producer und Co-Founder von fount.space und Scretch, darüber, wie sich Produktion neu denken lässt, und warum es dabei längst nicht mehr nur darum geht, Projekte schneller oder günstiger umzusetzen.
Mit fount.space wollten Philipp und sein Co-Founder ursprünglich eine Plattform schaffen, die neues Produktionstalent mit Agenturen und Unternehmen zusammenbringt. Aus dem Talent-Matching entwickelte sich jedoch ein anderes Modell: Heute verbindet fount.space Produktionskompetenz mit Organisationsentwicklung und hilft Teams dabei, Strukturen zu schaffen, in denen Entscheidungen schneller getroffen und neue Talente sinnvoll integriert werden können. Denn für Philipp liegt einer der größten Hebel moderner Produktion nicht in der Ausführung selbst, sondern in der Art, wie Agenturen, Kunden, Produktion und Talente miteinander arbeiten.
Im Gespräch geht es deshalb auch darum, was Agenturen von diesem Ansatz lernen können. Philipp plädiert dafür, Producing deutlich früher in kreative und strategische Prozesse einzubinden und die Rolle aus der reinen Umsetzung zu lösen. Gerade in einer Produktionswelt, in der Plattformen, Formate und KI die Anforderungen permanent verändern, werden Menschen wichtiger, die neue Talente erkennen, unterschiedliche Skills zusammenbringen und Verantwortung für die Machbarkeit übernehmen. Produktion wird damit vom letzten Glied im Prozess zunehmend zum strategischen Interface nach außen.
Zum Schluss richtet sich der Blick auf Scretch, das Philipp gemeinsam mit Channel 2 gegründet hat. Hier trifft Produktionskompetenz auf tiefes YouTube-Know-how mit dem Ziel, Kanalwachstum nicht über einzelne Kampagnen oder möglichst viel Content zu erzeugen, sondern langfristig und planbar aufzubauen. Auch dahinter steckt die gleiche Idee: Produktion nicht vom Output aus zu denken, sondern vom Ziel und Prozesse, Talente und Inhalte konsequent danach auszurichten.








