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Wenn Stress und Hektik im Alltag mal wieder überhandnehmen, dann hilft womöglich: gute Musik. Und davon gibt es reichlich auf dem Album "Classical Tranquillity". Der Brite John Rutter, einer der populärsten Chormusik-Komponisten der Gegenwart, hat dafür einige seiner Lieblingsmelodien aus 350 Jahren Musikgeschichte ausgesucht und für Kammerorchester bearbeitet. Die Stücke, die die Manchester Camerata hier spielt, strahlen allesamt eine große Ruhe aus und verleihen der strapazierten Seele neue Kräfte.
Im Gespräch erzählt die Sopranistin von ihrer Faszination für die Operette, die sie seit ihrer Jugend begleitet hat. Eine gesamteuropäische Angelegenheit, dieses vermeintlich leichte Genre, das von Paris kam und dann auch in Österreich und Deutschland zuhause war. Nicht die großen Operettenhits sind hier zu hören, sondern vor allem auch viel Unbekanntes. Und da eine Operette ohne Tenor eigentlich keine ist, gibt’s auch ein paar Duette mit Jonas Kaufmann.
Künstler*innen: Diana Damrau, Jonas Kaufmann, Elke Kottmair, Emily Siera, Münchner Rundfunkorchester, Ernst Theis |Label: Erato, DDD, 2022 | Erscheinungstermin: 8.12.2023
Ganz still und leise hat Andreas Scholl, "unser" hessischer Countertenor von Weltrang, beim kleinen französischen Label Aparte ein neues Album veröffentlicht. Diesmal zieht es den Kiedricher zu den spätbarocken Motetten und Kantaten eines heute nur noch wenig bekannten böhmischen Komponisten: Frantisek Tuma. Zusammen mit Roman Váleks Tschechischem Barock Ensemble beweist Scholl, warum Haydn und Mozart Recht hatten, als sie sich in puncto Kirchenmusik eine Scheibe von der Kunst dieses böhmischen Musikanten abschnitten.
Am 22. Mai 1723, also vor 300 Jahren, trat Johann Sebastian Bach seinen Posten als Thomaskantor in Leipzig an. Hans-Christoph Rademann und die Gaechinger Cantorey erinnern daran - und spielen in den kommenden Monaten rund 60 Kantaten ein, die Bach in seinem ersten Jahr in Leipzig aufgeführt hat. Das erste Doppelalbum "The First Cantata Year, Vol I" ist nun bei Hänssler Classic erschienen.
Vision.Bach 1 - Bach-Kantaten vom 1. bis 4. Sonntag nach Trinitatis des 1. Leipziger Jahrgangs 1723 | Künstler: Gaechinger Cantorey, Hans-Christoph Rademann | Label: Hänssler, DDD, 2023 | Bestellnummer: 11559638 | Erscheinungstermin: 25.9.2023
Für sein erstes Album hat das Frankfurter Streichquartett erste Versuche in der Gattung von Beethoven, Brahms und Widmann eingespielt und überzeugt in Klassik, Romantik und Moderne mit spannenden Interpretationen - ein beeindruckendes Debüt.
Der Pianist vereint auf seinem neuen Doppelalbum „Baroque Colours“ die unterschiedlichsten Stile europäischer Barockkomponisten zu einem facettenreichen, sehr persönlichen Stil Leben - und widmet es seinem ersten Klavierlehrer.
W.A. Mozart hat die Klarinette geliebt! Und er hat ihr 1791, kurz vor seinem Tod, das vielleicht schönste Solokonzert überhaupt geschenkt. Leider nur dieses eine. Der französische Klarinettist Pierre Génisson macht das Beste daraus und mischt geschickt noch ein paar Bearbeitungen unter die Originalkompositionen für Klarinette - zusammen mit dem Concerto Köln und der Mezzosopranistin Karine Deshayes. Hörenswert!
Der 1972 geborene Engländer Oliver Davis widmet sich unter dem Titel "Blue" dem Thema Wasser in seinen verschiedensten Facetten. Gut gemachte, eingängige Miniaturen, bei denen das Klavier im Zentrum steht, stehts vierhändig gespielt vom niederländischen Duo „Beth & Flo“. Mal mit rhythmische Drive, mal träumerisch verklärt, ab und zu versehen mit einigen raffiniert gesetzten Gesangsstimmen und gelegentlich auch opulent unterstützt vom Royal Philharmonic Orchestra London.
Das A-Cappella Ensemble The Kings's Singers feiert mit dem Album 'Wonderland' Auftragskompositionen ihrer 60-jährigen Ensemble-Geschichte und den ungarischen Komponisten György Ligeti, der 2023 100 Jahre alt geworden wäre. Ein echter Ohrenöffner!
„Bach", sagt Vikingur Ólafsson, "ist der einzige Komponist, den ich den ganzen Tag lang spielen kann, ohne seiner jemals überdrüssig zu werden.“ Der barocke Meister begleitet den isländischen Star-Pianisten schon seit vielen Jahren, aber erst jetzt hat es Ólafsson gewagt, ein ikonisches Werk Bachs einzuspielen: die "Goldberg-Variationen". Die Konkurrenz auf diesem Terrain ist groß, die namhaftesten Pianist*innen haben sich fast alle mal daran versucht. Aber mit seiner Aufnahme ist Vikingur Ólafsson drauf und dran, seinerseits zur Referenz zu werden - noch vor Legenden wie Glenn Gould oder Murray Perahia. Eine reife Leistung!
Valentin Silvestrov, Komponist der „Silent Songs“, kommt aus der Ukraine, die beiden jungen InterpretInnen Elene Gvritishvili (Sopran) und Alexey Pudinov (Klavier) aus Russland. Das, was momentan so unvereinbar scheint, vereint sich auf dieser CD zu einem musikalischen Hochgenuss. Die Klangwelt, in die man beim Hören dieser CD eintritt, ist von außen betrachtet eine sehr Unaufgeregte, doch sie nimmt einen vom ersten Ton an gefangen. Geradezu versöhnliche Töne schwingen mit und die bräuchte es auch über die „Silent Songs“ hinaus!
Valentin Silvestrov, Komponist der "Silent Songs", kommt aus der Ukraine, die beiden jungen InterpretInnen Elene Gvritishvili (Sopran) und Alexey Pudinov (Klavier) aus Russland. Das, was momentan so unvereinbar scheint, vereint sich auf dieser CD zu einem musikalischen Hochgenuss. Die Klangwelt, in die man beim Hören dieser CD eintritt, ist von außen betrachtet eine sehr Unaufgeregte, doch sie nimmt einen vom ersten Ton an gefangen. Geradezu versöhnliche Töne schwingen mit und die bräuchte es auch über die "Silent Songs" hinaus!
Ein einzigartiges Projekt bringt die Konzerte für Horn und Orchester von Wolfgang Amadeus Mozart mit lateinamerikanischer Musik zusammen. Die Hornistin Sarah Willis hat 3 Alben zusammen mit dem Havanna Lyceum Orchestra realisiert. Nummer 3 unter dem Titel „La bella cubana“ Zu entdecken gibt’s neue Klänge aus Kuba, das Hornkonzert KV 495 und die Sinfonia Concertante und dazu auch die Erkenntnis: Mozart kann man auch Tanzen!
1923 - das Jahr, in dem die Weimarer Republik auf den Höhepunkt einer Krise zusteuerte und die Erblasten des 1. Weltkriegs im Portemonnaie jedes Einzelnen zu spüren waren. Kopf in den Sand stecken? Dazu gab’s allen Grund. Für die Musik aber wurde 1923 zu einem spannenden Jahr. Nicht zuletzt, weil erstmals das Radio ertönte.
Das Schumann-Quartett spielt Werke aus dem Jahr 1923, von Janácek bis Hindemith, und durchdringt die Stimmungslage im durchgeschüttelten Europa.
1923 - ein vibrierendes Jahr unter’m Brennglas - das Schumann-Quartett bringt es zum Leuchten.
Der eine steht für Fruchtbarkeit, für Wein und Ekstase - der andere für Reinheit, für Mäßigung und für die Künste. Die griechischen Götter „Dionysus und Apoll“. So nennen die Pianistinnen Danae und Kiveli Dörken ihr erstes Duo-Album mit Musik von Mendelssohn bis Ravel, von Brahms bis Cage. Eine CD, die neugierig macht auf weitere Projekte der beiden Schwestern.
Paganini war einst ein gefeierter Star auf der Geige. Das Publikum lag ihm in Scharen zu Füßen. Ein ebensolcher Virtuose muss der Geiger Pietro Locatelli 100 Jahre vor Paganini gewesen sein, weshalb man ihn zu Recht auch als den Paganini des Barocks bezeichnet. Das Werk dieses Virtuosen präsentieren in einer exzellenten Einspielung die Geigerin Isabelle Faust gemeinsam mit dem Ensemble Il Giardino armonico.
„Gänsehaut!“ - erinnert sich David Bergmüller, als er zum ersten Mal eine Laute in der Hand hatte. Heute ist er längst zu einem der gefragtesten Lautenisten avanciert, hat zuletzt an der Seite von Klarinettist David Orlowsky auf sich aufmerksam gemacht.
Auf seinem Soloalbum „Rhétorique du silence“ kann man jetzt David Bergmüller als stillen Virtuosen, als heimlichen Star entdecken. Leise Kunst für eine laute Welt: Mit seinem Album hat der Lautenist einen musikalischen Rückzugsort geschaffen. Magie der Stille!
Weitverzweigt ist der Stammbaum der Familie Bach. Und musikalisch! Fast alle Söhne von Johann Sebastian Bach haben in irgendeiner Form Musik gemacht oder komponiert, auch bei seinen Vorfahren und im weiteren Verwandtenkreis finden sich auffallend viele musikalische Begabungen.
Drei Generationen Bach hat jetzt der Oboist Albrecht Meyer auf einer CD zusammengeführt, gemeinsam mit den Berliner Barock Solisten. Ein schönes Familienportrait!
Das Ensemble aus Weimar serviert eine fein abgestimmte Mischung aus englischen Liedern und Tänzen rund um die sinnlichen Genüsse aus der Küche. Mal bitter und derb, mal aber auch zuckersüß und zärtlich. Ein Leckerbissen nicht nur für Alte-Musik-Fans, Tanz- und Folkbegeisterte, sondern für alle Freunde des guten Geschmacks.
Franz Schuberts beliebter Liederzyklus mit großer Natürlichkeit gesungen von Bariton Konstantin Krimmel. Er und Pianist Daniel Heide lassen aufhorchen mit kleinen Änderungen und Verzierunen in der Melodie. Es macht große Freude, die beiden entlang ihrer Reise am Bach zu begleiteten.




