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IT-founder.de - IT-Unternehmen erfolgreich gründen

Author: Tobias Ziegler

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Erfolgreich gründen in der IT. Du willst dich Haupt- oder nebenberuflich selbständig machen? Tolle Idee. Ich liebe es, neue Startups zu gründen und voranzubringen. Gerne begleite ich dich als Coach auf deinem Weg, ein schnell umsetzbares Produkt zu vermarkten und dafür die perfekten Kunden zu finden. In unseren Podcast-Folgen geben ich dir hilfreiche Tipps, wie du deinen Traum der Unternehmensgründung verwirklichen kannst.
151 Episodes
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Diesmal habe ich einen Erfahrungsbericht für dich, denn aktuell passiert genau das, was der Titel schon andeutet: 100k Euro liegen vor meiner Nase – und ich habe nein gesagt. Warum das so ist und warum der Hintergrund des Ganzen für dich relevant ist, erzähle ich dir in dieser Folge.  Bist du glücklich? Die Grundbotschaft, die ich für dich habe, lautet „Nimm dir Zeit für dich und deine Wünsche“. Ich habe es letztes Mal schon angedeutet, dass ich im Urlaub war, und das hat richtig gut getan. Ein klein wenig habe ich zwar erledigen müssen, aber ich konnte auch ohne Laptop Zeit genießen und abschalten und das ist super super wichtig. Du musst dir Pausen gönnen, eine Auszeit nehmen und zur Ruhe kommen, wenn du mit einem vollgeladenen Akku deine Ziele verfolgen willst. Diesmal tauchen wir noch tiefer ein, denn noch etwas ist ganz wichtig: Was ist der Sinn des Lebens? Das treibt mich gerade um. Warum habe ich mein Business gegründet? Was ist meine Motivation? Was macht glücklich? Ja, das scheint jetzt auf den ersten Blick etwas untypisch für einen Business- und Unternehmerpodcast, der sich um IT und Gründer dreht, aber am Ende des Tages geht es doch den meisten von uns so, dass wir nach einem glücklichen Leben streben. Wir wollen Erfüllung. Denkst du auch mal an „Was wäre, wenn“? Wir haben so viel Verantwortung, teilweise haben wir Familie, wir haben Rechnungen. Du selber kennst das wahrscheinlich auch, vielleicht möchtest du deine Altersvorsorge aufbauen, dein Haus abbezahlen. Vielleicht ist es aber eben auch „nur“ sowas Banales, wie Rechnungen zahlen. All die finanziellen Dinge waren für mich glücklicherweise in den letzten Jahren nie ein Problem, aber ich will auch nicht auf diese Freiheit verzichten müssen.  Wir leisten jeden Tag so viel und deshalb ist es sehr wichtig, sich zwischendurch mal zu fragen, ob einen all das glücklich macht. Denkst du manchmal an Alternativen? Was wäre, wenn? Was würde passieren, wenn du einfach was ganz anderes machen würdest? Manche Dinge im Leben klappen nicht, andere muss man neu anfangen. Genau das habe ich für mich getan: Ich habe nachgedacht. Seit 150 Folgen nehme ich jede Woche diesen Podcast auf. Werde ich das so weiterführen? Ich weiß es nicht. Auch nicht, ob das heißt, ihn einzustellen oder zu verändern und um Themen zu ergänzen. Ich werde das in den nächsten Wochen überlegen und einen Plan machen und deshalb nehme ich dich jetzt schon ein bisschen mit auf die Reise. Getriggert hat mich tatsächlich ein Hörbuch, in dem es um Philosophie geht. Mich interessieren außer IT und Unternehmertum auch Themen wie Kommunikation und Psychologie. Wie tickt der Mensch? Wie gestalte ich mein Leben? Das kam mir in den letzten Monaten meines Arbeitslebens zu kurz. Ich möchte wieder mehr Dinge leben, auf die ich einfach Bock hab.  Geld ist nicht alles – abgedroschen, aber wahr Ich habe in den letzten 12 Monaten intensiv an einem Projekt gearbeitet, es geht um E-Mobilität. Das war eine super spannende Zeit und hat mir auch Spaß gemacht, aber: Es haben sich auch ganz ganz viele Themen in mir angesammelt, die ich unbedingt erledigen wollte. Ich will neue Sachen ausprobieren. Plötzlich stand ich dann also vor der ganz konkreten Frage, ob ich mein Engagement verlängern will und kann, was sicheres Geld bedeutete und Spaß – oder eben nicht. Du kannst dir vorstellen, dass mir die Entscheidung nicht besonders leicht gefallen ist. Ich habe ein sicheres Projekt hergegeben, sicheres Einkommen, ortsunabhängiges Arbeiten, für eigene Projekte, für volles Risiko. Aber ich habe diese Entscheidung gerne getroffen und ich habe sie für mich getroffen. Für mich heißt, für das, was mich bewegt, für das, was mich umtreibt und für das, worauf ich Bock habe. Die zweite Jahreshälfte besteht für mich also aus Experimenten, Coachings, Startups, neuen Produkten, Projekten, mal schauen. Ich habe richtig Bock drauf. Deshalb bin ich halt auch am überlegen, wenn man eh schon neu erfindet und neu justiert, welche Rolle der Podcast dann spielen soll. Wenn du da Gedanken oder Ideen zu hast, dann schreib mir gerne an tobi@it-founder.de oder schreib mich bei LinkedIn oder Facebook an, ich bin auch auf Instagram. Würdest du dich freuen, wenn der Podcast weiterläuft? Ich würde mich riesig über dein Feedback freuen, denn das hat mir in letzter Zeit tatsächlich gefehlt. Es gab sehr wenig Feedback hier im Podcast, weshalb ich jetzt auch im Dunkeln tappe, ob es richtig ist, einfach weiterzumachen. Hau also gerne deine Gedanken in die Tasten, bis dahin wünsche ich dir ganz ganz viel Erfolg mit deinem Business!
Was braucht es alles, damit ich mit meinem IT-Unternehmen so richtig durchstarten kann?Egal, ob du neu gründest oder ob du mal Inventur machst und schaust, wo du gerade stehst. Die heutige Episode gibt dir noch mal einen gesamtheitlichen Überblick, was du eigentlich alles brauchst, um mit deinem IT-Unternehmen so richtig durchzustarten. Expertise ist Gold wert: Probleme lösen alleine reicht nicht Woraus besteht denn eigentlich ein erfolgreiches IT-Unternehmen? Und da würde ich gerne einmal mit so einem kleinen Rundumschlag starten, ein IT-Unternehmen besteht üblicherweise aus IT-Experten, aus Leuten, die eine Expertise einbringen, die Know-how einbringen. Ganz egal, was deine Leistungen sind, du brauchst auf jeden Fall mal mindestens eine Person, vielleicht bist du das sogar selber, die remote technische Probleme löst. Der zweite große Block ist, du brauchst einen Finanzexperten. Das fängt beim Angeboteschreiben an und geht über Rechnungen, Zahlungseingangskontrolle, Buchhaltung bis zu den Steuern. Dein Finanzexperte hält zudem ein Auge auf das Verhältnis zwischen Einnahmen und Ausgaben. Der dritte Block ist, einen Auftrag abzuwickeln. Dazu gehört mehr, als nur das technische Problem zu lösen. Du musst selbstverständlich in der Lage sein, eine Störungsmeldung oder Neukundenanfragen entgegen zu nehmen. Das kannst du telefonisch machen oder online, Hauptsache du stellst eine qualitative Kundenkommunikation sicher. Das Ganze muss auch eine Struktur haben, damit die Probleme gelöst werden, die Kunden in der richtigen Reihenfolge bearbeitet werden und auch damit Rückmeldung erfolgt. Je nach Größe des Unternehmens kann es Sinn machen, dafür einen Koordinator zu haben, der sich um die Organisation kümmert.  Kommunikation ist King, ob mit Kunden oder dem Distributor Die Kundenkommunikation ist dabei nochmal ein ganz eigener Punkt. Die muss sitzen und zwar von dem Moment an, wo der Kunde auf deiner Homepage landet. Es macht auch Sinn, dem Kunden positive Nachrichten zu überbringen, normalerweise spricht man ja eher nur miteinander, wenn es ein Problem zu lösen gibt. Ein Pluspunkt ist immer, wenn der Kunde den Bearbeitungsstatus sehen kann. Wo kann er sich informieren, wie weit du bist? Wer ist also bei dir dafür zuständig, dass die Kunden vernünftig betreut werden?  Dann kann es natürlich sein, dass du auch Soft- und Hardware verkaufst. In diesem Fall hast du noch ein weiteres wichtiges Thema, welches es abzudecken gilt. Ware muss eingekauft werden, passende Produkte müssen herausgesucht und Angebote erstellt werden. Im Vergleich zur reinen Dienstleistung kommt da einiges an Mehraufwand auf dich zu. Vielleicht gibt es dann auch Distributoren, mit denen kommuniziert werden muss. Eine pünktliche Lieferung muss sichergestellt werden bzw. muss gehandelt werden, wenn etwas falsch oder verspätet ankommt. Je nach Unternehmensgröße ist es hier lohnenswert in drei, vier, fünf technische Mitarbeiter zu investieren, die auch diese kaufmännischen Komponenten mit abdecken.    Alles alleine und nichts richtig? Keine gute Idee! Wenn du ein Unternehmen von 5-8 Leuten hast, dann kannst du das noch sehr gut selber führen. Wird es größer, macht es irgendwann Sinn, eine Vollzeitführungskraft einzustellen. Du kannst nicht alles alleine perfekt abdecken, irgendwann bleibt ein Thema auf der Strecke. Du kannst nach und nach Teamleiter für die einzelnen Bereiche einstellen, die dir Arbeit abnehmen. Diese können dir dann Feedback geben, ob alles nach Plan läuft. Das ist im ersten Moment ungewohnt für deine Mitarbeiter, aber auch gleichzeitig eine Riesenchance, weil die umso mehr Betreuung und Aufmerksamkeit für ihren Fachbereich bekommen. Nimm deine Mitarbeiter aktiv mit und hab eine enge Kommunikation, dann verstehen die auch, dass ihre Anliegen dich weiterhin interessieren. Dann als nächsten Punkt brauchst du eine Positionierung. Die sollte relativ früh entstehen und immer weiter wachsen. Es muss einfach klar sein, für welche Themen du stehst, was dich und dein Unternehmen ausmacht und warum Kunden besonders gerne bei dir beauftragen. Welche Zielgruppe sprichst du besonders gut an? Damit verbunden ist natürlich das Thema Marketing. Wie trittst du nach außen auf? Über welche Kanäle gehst du nach draußen? Wie erfahren die Kunden davon, dass es dich gibt? Das sind wichtige Leitfragen für dieses Thema. Der Mensch für den Ernstfall: Der Vertriebler Bei der aktiven Portfoliogestaltung kann dir auch ein Vertriebler helfen. Dieser weiß nicht nur, wie man Kunden betreut, sondern hat auch strategische Ahnung. Diese strategischen Entscheidungen baust du dann nach und nach weiter aus, deine Kunden werden mit ihren Entscheidungen dabei helfen. Was brauchen sie? Das wirst du nach und nach feststellen. Es passiert relativ selten, dass ein Unternehmen sagt, ich habe diese vier fünf Punkte und auch nur genau diese vermarkte ich. Das ist deine Riesenchance. Du kannst bei gleichartigen Produkten Kunde für Kunde deine Lösung perfektionieren und immer weiter dazulernen. Du hast dann zwar dieselbe Technologie, aber dadurch, dass du auch den Prozess dahinter beherrschst, bist du im Vorteil. Es ist also wirklich lohnenswert, wenn du eine gewisse Größe erreicht hast, über ein strategisches Portfolio nachzudenken.  Das war jetzt so ein kleiner Rundumblick für dich. Zu guter Letzt haben wir noch das Thema Tools: Du brauchst natürlich Tools, um Prozesse zu unterstützen oder ein Ziel bei deinen Kunden zu erreichen. Ein Tool hat keinen Selbstzweck, es unterstützt dein Geschäftsziel. Vielleicht braucht der ein oder andere ein Tickettool. Natürlich haben wir alle irgendwie eine Webseite oder E-Mail oder Telefonanlagen. Wichtig ist, dass du dich nicht hinter dem Tool versteckst. Nutze es für dich und deine Ziele. In diesem Sinne wünsche ich dir ganz ganz viel Erfolg mit deinem Business!
Welche großen professionellen Freelancer-Plattformen gibt es da draußen, wo du auch wirklich im IT-Bereich richtig lukrative Aufträge gewinnen kannst? Da steigen wir heute ein, nachdem ich in der letzten Episode  ja schon die eher einfachen Plattformen angesprochen hab, die Plattformen, wo man eher Regionalaufträge gewinnt. mehr auch auf: it-founder.de/folge149 Wenn du Bock hast, einen Auftraggeber, zu gewinnen, einen Kundenauftrag zu gewinnen, wo es, ja, vielleicht um zwanzig, dreißig, vierzig, fünfzigtausend Euro geht, wo es vielleicht auch um hundert oder zweihunderttausend Euro geht, über einen längeren Zeitraum von einem halben Jahr, von einem Jahr, vielleicht auch noch länger, dann sind diese Plattformen hoch interessant für dich.Da spreche ich durchaus aus eigener Erfahrung, sowohl von mir selber, weil ich halt über diese Plattform auch schon Aufträge gewonnen habe, als auch aus der Zusammenarbeit mit vielen IT-Professionals, die einfach die Gelegenheit nutzen, als Freelancer gute Aufträge und gutes Geld zu verdienen.   Plattform-Tipps rund um deinen Auftritt   Ich zähle dir jetzt mal ein paar Plattformen auf, mit denen ich sehr gute Erfahrungen gemacht habe: Gulb (?), Freelancer Map, Freelance.de, Fernarbeit.net. Du kannst auch direkt über LinkedIn dein Profil posten. Auch bei Stepstone gibt es einen Freelancer-Bereich, genau wie bei Indeed.  Wenn die alle für dich nicht infrage kommen, dann kannst du auch selber nochmal nach Freelancer-Plattformen suchen.    Dann geht es weiter, wie bist du auf den Plattformen erfolgreich? Es gibt drei Komponenten:    Du brauchst ein Profil, aus dem hervorgeht, warum du Experte auf deinem Gebiet bist. Warum sollte man mit dir zusammenarbeiten wollen? Was hast du schon für Ergebnisse erreicht? Schreib nicht aus der Sicht eines Angestellten, es geht hier wirklich um deine Rolle und deine Ergebnisse. Stelle die Facette, für die du vorrangig Aufträge haben willst, in den Vordergrund. Auch, wenn du vielleicht noch mehr kannst.    Gehe selbst aktiv auf die Suche. Verlass dich nicht darauf, dass man dir die Bude einrennt, sobald du ein Profil hochgeladen hast. Schau dich selbst um, bewerbe dich aktiv, gehe auf Leute zu, die Freelancer suchen. Du kannst auch einen Suchagenten starten, die meisten Plattformen bieten so etwas an. Du bekommst dann eine E-Mail, wenn neue Anfragen für die von dir ausgewählten Bereiche verfügbar sind.   Du musst dich persönlich gut präsentieren können. Du gewinnst nur Aufträge, wenn du neben dem ersten Kontakt auch am Telefon und persönlich einen guten Eindruck hinterlässt. Überleg dir im Vorfeld der Gespräche immer schon, worauf dein Gegenüber Wert legen wird - was wird ihm wichtig sein? Welche Fragen wird er dir stellen? Auch dein Mindset ist für den guten Eindruck super wichtig: Vermittle nicht, du wärst Bittsteller und dringend angewiesen auf den Job. Zeig deinem Gegenüber, dass ihr das Gespräch führt, weil du die Lösung für sein Problem hast.  Stimmt die Chemie, dann stimmt der Auftrag – und dann stimmt das Geld Wenn es dann trotz der Vorbereitung nicht klappt mit dem Kunden, kein Problem, dann kommt der nächste. Die Rahmenbedingungen müssen passen, damit ihr gut zusammenarbeiten könnt.  Mit meinen drei Punkten hast du alle Zutaten zusammen, um erfolgreich Kontakte zu knüpfen und mit einem ordentlichen Jahresumsatz zu starten. Auf jeden Fall bist du so auch als Anfänger perfekt vorbereitet. Solltest du schon erfahren sein und einen guten Track Record haben, wenn du Leistungen und Kompetenzen anbietest, dann kannst du als Freelancer bei Vollauslastung auch wirklich locker 150k, 200k Euro Jahresumsatz machen. Ich spreche jetzt nicht von 110 % Auslastung, sondern von vielleicht 200 bezahlten Tagen im Jahr oder sowas, je nachdem, welche Tagessets du ansetzt.  Wenn du noch Fragen zu deinem Stundensatz hast, habe ich auf meiner Seite www.it-founder.de einen coolen Stundensatzkalkulator für dich. Geh einfach auf meine Webseite und such dort nach Freelancer-Stundensatz, dann findest du ihn auf jeden Fall. Ansonsten kannst du mich auch immer gerne fragen, ich gebe dir gerne Rückmeldung und Tipps dazu.  Ich wünsche dir richtig richtig viel Erfolg mit deinem Business!
Diesmal geht es um das Thema der ganzen Plattformen da draußen, wo man Leistungen von anderen Leuten kaufen kann, wo man sich Unterstützung holen kann, ob das ein Logo-Design ist, ob das Texte schreiben ist, SEO-Leistungen, was auch immer. Es gibt dort auch Entwickler, die bei technischen Problemen helfen und IT-Unternehmer, die ihre Leistungen über diese Plattform anbieten.  Was kann Fiverr? Die Frage, die mich erreicht hat, war ganz konkret auf eine Plattform bezogen, auf die Plattform Fiverr. Fiverr ist ein großer internationaler Anbieter für relativ günstige Dienstleistungen, abgesehen davon gehe ich auch noch auf deutsche Plattformen ein. Aber die Hauptfrage wird sein, ich möchte meine Leistungen anbieten – lohnt sich das auf so einer Plattform?   Egal, was du anbietest, egal welche Leistung es ist, entweder du kannst sie digital anbieten, also ortsunabhängig, dann eignen sich grundsätzlich alle Plattformen. Oder du kannst sie regional anbieten, einfach deswegen, weil du zum Kunden hinfahren musst oder sowas, dann eignen sich vor allem die Plattformen mit Ortsbezug. Fiverr ist international und es wird überwiegend Englisch gesprochen. Die Angebote sind auf Englisch, es wird auf Englisch beauftragt. Es gibt aber halt eben auch viele Unternehmen, so wie mich selber, die sich riesig freuen, wenn sie auf diesen Plattformen deutschsprachige Anbieter finden. Wenn irgendjemand einen Text schreiben soll, zum Beispiel,oder eine Grafik designen, wo auch zwei, drei Begriffe drin vorkommen oder ein Schulungsvideo schneiden soll, das deutschsprachig ist, dann macht es das Leben so viel leichter, wenn der Anbieter halt eben auch Deutsch spricht.  Also Punkt eins, auf Fiverr solltest du auf jeden Fall Englisch können. Punkt zwei, der Name: Fiverr kommt von fünf Dollar, also dass du „für einen Fünfer“ Dinge beauftragen kannst. Nicht jeder Job, der da drin steht, ist auch für fünf Dollar zu kriegen, die Bandbreite im Bereich Softwareentwicklung zum Beispiel ist groß. Ich habe auch ein paar Gigs gesehen (so nennen sich die Angebote bei Fiverr), die gehen in die Tausende. Zum Rantasten ist die Plattform sicherlich ganz gut, aber du hast halt einen riesen Preiskampf dort, alleine schon wegen der Sprache: Wenn du englischsprachig anbietest, musst du dich selbstverständlich mit Dienstleistern messen, die irgendwo anders leben möglicherweise, die ein ganz anderes Preisgefüge und ganz andere Lebenskosten haben. Also wenn du jetzt eher in einer Lebenssituation bist, wo du sagst, hey, ich brauche jetzt nicht so super viel Geld, ich habe einfach Bock, Erfahrung zu sammeln, Referenzen zu sammeln, dann eignet sich das auf jeden Fall. Wenn du aber wirklich nachhaltig gutes Geld damit verdienen willst, dann ist es höchstens eine Strategie, um einen Erstkontakt zu Kunden zu haben und dann daraus eine längerfristige Zusammenarbeit entstehen zu lassen. Was können die vergleichbaren deutschen Plattformen? Plattform 1: wlw.de Jetzt springen wir mal auf ein paar deutsche Plattformen. Also, ich beginne jetzt mal mit wlw.de, Wer liefert was? Es gibt eine ganze Menge an verschiedenen Plattformen in Deutschland und du kannst auf diesen Plattformen nicht nur Privatleistungen, sondern auch Geschäftskundenangeboteplatzieren und wer liefert was? ist auch eher in dem Bereich anzusiedeln, das heißt also deine Endkunden sind jetzt eher Unternehmen. Das ist halt eben charmant, um überhaupt erstmal sichtbar zu werden. Gerade wenn du sagst, hey, meine Kundenbasis reicht noch nicht, ich würde einfach gerne noch mehr Referenzen aufbauen, ich würde einfach sichtbarer werden, ich will ein paar Testimonials für die Website haben, dann ist das eine super Gelegenheit.Wer liefert was?, da kannst du deine Firma eintragen, deine Leistungen, kannst im Endeffekt von suchenden Unternehmen gefunden werden und andersrum genauso. Das ist wieder eine Plattform, die Angebot und Nachfrage zusammenbringt. Eher im Bereich, wenn du Unternehmenskunden erreichen möchtest.  Plattformen 2 und 3: Myhammer und Twago Dann, also wenn jetzt eher so der klassische Computerschrauber bist oder sowas, wäre es vielleicht eine Möglichkeit, auch mal über eine Plattform wie Myhammer deine Leistung anzubieten.Von den Rückmeldungen, die ich gehört habe, ist es total durchwachsen, also sowohl bei wer liefert was?, als auch bei Myhammer habe ich Coaching-Kunden dabei, die sagen never ever, mache ich nie wieder, hole ich mir nur Kunden mit rein, die zu wenig zahlen wollen, wo ich nur Probleme mit habe. Und andere, die sagen, nee, also da habe ich durchaus solide Aufträge mit gewonnen, die auch gutes Geld bezahlen und wo sich eine gute Kundenbeziehung entwickelt hat. Ist vielleicht auch tatsächlich so ein bisschen Glücksfrage, wen du da findest. Und das solltest du halt eben auch mit einbeziehen, dass du dich auch traust, mal zu Kunden dann Nein zu sagen. Ein anderes Portal, was auch eher so in Richtung IT-Freelancer geht, in Richtung Agenturen geht, das ist Twago. Also gerade wenn du im Webbereich unterwegs bist, wenn du Softwareentwicklung machst, wenn du Unternehmensberatung anbietest oder vielleicht auch eher im Vertrieb, Marketing, Übersetzung, das sind so die Hauptkategorien, die sie anbieten. Eine ganz interessante Variante, da anzubieten. Aus meiner Sicht ist es nicht so super verbreitet und das Feedback war bisher auch eher durchwachsen.  Als letzte deutsche Plattform kommt der Klassiker: eBay Kleinanzeigen Der Letzte im Bunde aus dem deutschsprachigen Bereich, das ist so ein bisschen der Underdog, den ich aber total interessant finde und zwar eBay Kleinanzeigen, also ganz allgemein das Thema Kleinanzeigen und ganz speziell auch eBay Kleinanzeigen. Grade im B2B Bereich, grade wenn du nicht „nur“ Computerschrauber bist, ist das durchaus interessant, über eBay Kleinanzeigen anzubieten, weil es dich einfach nichts kostet. Also, ich meine, du kannst da mit kleinem Geld auch dein Angebot noch mal ein bisschen pushen, ein bisschen prominenter darstellen und sowas, aber du hast halt eben auch die Möglichkeit, wenn du im ländlichen Bereich unterwegs bist oder auch in der Stadt, über eBay Kleinanzeigen einfach sehr, sehr günstig Sichtbarkeit zu bekommen. Einfach, dass die Leute dich kennenlernen und es eignet sich halt eben auch hervorragend für Einstiegsangebote. Bei vielen anderen Portalen ist es zudem so, dass erwartet wird, dass man die Geschäftsabwicklung innerhalb der Plattform macht und dementsprechend auch teurere Provisionen dafür fällig werden. Auch das ist unterschiedlich, aber einfach so als Tendenz.  International gibt es auch noch einen letzten Kandidaten: Upwork Wenn du professionellen Leistungen anbietest, wenn du Softwareentwickler bist, Webdesigner bist oder IT-Projekte machst, was auch immer und du auch so ein bisschen in Richtung Freelancer gehen würdest, sage ich mal, dann ist eine Plattform noch hoch interessant, im internationalen Markt, das ist jetzt mein letzter Tipp für diese Folge: Upwork.com. Da hast du eine riesengroße Community an Anbietern, an Freelancern, die ihre Leistung anbieten. Das heißt, du hast natürlich auch einen großen Wettbewerb. Du hast aber auch viele Unternehmen, also insbesondere viele Unternehmen auf dieser Plattform, die Freelancer suchen, nicht nur für Kleinkram, sondern halt wirklich auch für größere Projekte. Sehr, sehr viele Softwareprojekte werden über Upwork gemacht.  Hier liegt jetzt der Fokus vor allem auf den kleineren Projektplattformen. Es gibt noch viele viele mehr, aber zu den großen deutschen Freelancer-Plattformen mache ich noch eine eigene Folge. Wenn du noch Fragen hast, kannst du mir jederzeit mailen: tobi@it-founder.de . Ansonsten wünsche ich dir ganz ganz viel Erfolg mit deinem IT-Unternehmen!
Diesmal sprechen wir über das Thema bezahlte Werbung auf der Plattform LinkedIn. Passend zu den letzten Folgen (Wie optimiere ich mein LinkedIn-Profil, Wie spreche ich potentielle Interessenten an, Was mache ich auf Xing, was auf LinkedIn) setzen wir unseren Fokus auf diese eine Plattform. Vom Grundsatz her funktionieren die Tipps aber für alle Plattformen. Du kannst die Werbung wunderbar nutzen, um im B2B-Bereich wirklich interessante Geschäftskunden und Aufträge an Land zu ziehen.  Vorbereitung ist alles: Was, wer und warum? Vorweg ganz wichtig: Werbeanzeigen generell lohnen sich vor allem dann, wenn du eine gewisse Klarheit darüber hast, was dein Produkt ist. Was ist der Mehrwert deines Produktes? Wer ist deine Zielgruppe? Was sind die Probleme deiner Zielgruppe? Wenn du all das noch nicht klar hast, dann sind die bezahlten Werbeanzeigen ein Experiment, welches dir dabei helfen kann, all das herauszufinden. Das Experiment kann dir aber dann eben auch zeigen, wie es nicht geht. In beiden Fällen kostet es dich Geld. Grundsätzlich verhelfen dir die Anzeigen zu mehr Reichweite und Sichtbarkeit, das ist eben vor allem dann sinnvoll, wenn du schon ein Produkt hast, welches du gut verkaufst und für welches du eben noch mehr Interessenten suchst.  Der zweite Punkt ist, wann lohnen sich bezahlte Werbeanzeigen, vor allem auf Businessplattformen? Lohnenswert sind sie dann, wenn für dich ein Kundenwert von mehreren tausend Euro entsteht. Bei zwanzig, dreißig Euro Umsatzplus oder auch 300 oder 500 Euro rentiert es sich nicht. Wenn du sagst, mehrere tausend Euro sind für dich völlig utopisch, du machst nicht mehr als 100 Euro pro Kunde, dann ist es sehr unwahrscheinlich, dass sich die bezahlten Werbeanzeigen auf Xing oder LinkedIn für dich als rentabel erweisen werden. Das solltest du auf jeden Fall im Voraus bedenken.  Das heißt für dich im Klartext, wenn du eine Kampagne fährst, mit der du wirklich groß dein Geschäft ankurbeln möchtest, dann such auch gezielt Angebote oder Produkte aus deinem Portfolio aus, mit denen du auch wirklich hohe Umsätze erzielen kannst. Je höher die Umsätze sind, desto eher ist es unter dem Strich rentabel für dich, mit all dem Aufwand, Werbebudget, den Gesprächen etc.  Customer Journey: Wie sieht der Weg bis hin zum Kaufabschluss aus? Bevor du wirklich technisch loslegst, sollte dir klar sein, wie die Customer Journey aussieht. Denk am besten einfach rückwärts: Dein Kunde hat bestellt und ist happy – was muss dafür vorher passiert sein? Welche Informationen muss er gehabt haben? Welche möglichen Einwände müssen aus der Welt geschafft worden sein? Welcher Vertrauensaufbau muss stattgefunden haben? War vielleicht ein Telefonat im Vorfeld notwendig? Gab es Broschüren, Videos, Infomaterial?  Zeichne dir am besten auf, welche kleinen Schritte passieren, wie der Weg eines Menschen (der dich noch nicht kennt) aussieht, bis zu dem Moment wo er kauft. Mach dir klar, Werbung ist Experimentieren. Du hast eine Hypothese und sagst, die und die Zielgruppe möchte dieses Produkt kaufen. Sie hat die und die Fragen oder Problemstellungen und verspricht sich den und den Nutzen. Nur wenn ich diesen Text benutze, diese Begriffe, dieses Bild, dann gehe ich davon aus, dass es funktionieren kann. Dann schaltest du eine Kampagne in genau dem Setup, das kannst du eben auch auf LinkedIn tun. Das Mindset ist dabei ganz wichtig: Diese Werbung ist ein Experiment! Nimm dir ein Budget von 200 Euro und probier aus, ob die Leute klicken. Was passiert nach dem Klick auf die Anzeige? Wenn sie klicken: Was passiert dann? Buchen sie ein Gespräch? Möchten sie mehr Infos? Geh nicht davon aus, dass die erste Anzeige direkt super funktioniert. Es kann gut sein, dass du eine zweite hinterherschicken musst. Du kannst variieren, verbessern. Optimiere deine Anzeigen immer weiter. Wenn du jetzt eine Kampagne bei LinkedIn schalten möchtest, brauchst du vor allem drei Dinge: Du brauchst ein Ziel, das du erreichen willst. Du brauchst die Werbeanzeige an sich mit Bildmaterial oder Video. Und zuletzt brauchst du die Zielgruppe. Überleg dir ziemlich klar, wen du ansprechen willst.  Es gibt haufenweise Anzeigenarten, probier am Anfang ruhig die erste aus. Setz überhaupt eine Anzeige auf, mit Bild, mit Text und mit einem Link zu beispielsweise deiner Landingpage. Stell dir deine Zielgruppe zusammen und schau dir dann die Kennzahlen zu deiner Kampagne an. Schau dir an, wie viele Leute klicken überhaupt? Wie viele von denen haben dann tatsächlich einen Termin gebucht oder anders Kontakt aufgenommen? So bekommst du Stück für Stück ein Gefühl dafür. Es gibt kein Geheimrezept. Halte dir vor allem vor Augen, dass ein Klick auf LinkedIn bei einer guten Zielgruppe auch gut und gerne mehrere Euro kosten kann. So wird auch schnell klar, was ich anfangs mit rentabel meinte: Deine Werbeanzeige muss mit all ihren Kosten in einem sinnvollen Verhältnis zu deinem späteren Auftragswert stehen. Wenn du noch Fragen hast oder dich austauschen möchtest, kannst du auch sehr gerne in unsere IT-founder-Facebookgruppe kommen. Oder schick mir gerne eine Email an tobi@it-founder.de. Ansonsten wünsche ich dir ganz ganz viel Erfolg für dein Business!
Xing vs. LinkedIn: Welche Plattform du wann am besten nutzt - und wieso In den letzten beiden Folgen habe ich dir meine Tipps für LinkedIn an die Hand gegeben. In Folge 144 ging es darum, sein Profil auf LinkedIn zu optimieren und in Folge 145 haben wir uns damit beschäftigt, wie man potentielle neue Kunden am besten ansprechen kann. Heute schauen wir uns an, was denn eigentlich mehr Sinn macht: Nur LinkedIn? Nur Xing? Beides? Und was eignet sich für welche Situation am besten?  Welche Plattform wird denn mehr genutzt? Xing und LinkedIn sind beides in Deutschland sehr gut etablierte Businessnetzwerke. Ein aktueller O-Ton momentan ist allerdings eher, dass LinkedIn Marktführer sei und wächst und geile Features hat und dass Xing tot ist. Faktisch bewegen wir uns nutzertechnisch im Millionenbereich. Viele Nutzer sind primär auf den Plattformen, weil sie ein Mitarbeiterprofil dort haben und von potentiellen Arbeitgebern gesehen werden möchten. Andere möchten sich vernetzen, austauschen, mit ehemaligen Kollegen Kontakt halten. Die dritte größere Gruppe besteht aus den Geschäftsführern von Unternehmen, die die Plattformen nutzen, um Geschäftsbeziehungen aufzubauen. Grundsätzlich ist keine Plattform tot. Beide sind häufig besucht, auf beiden passiert etwas. Ich selber nutze aufgrund der Features und der Usability deutlich lieber LinkedIn. Xing hat durch Updates meiner Meinung nach zu sehr an der Benutzerfreundlichkeit gebastelt – wodurch alles mega unübersichtlich wurde. Auch ich habe übrigens das Gefühl, dass bei LinkedIn mehr los ist, im Sinne von Resonanz auf meine Beiträge. Ich möchte dir dazu konkrete Zahlen nennen, denn selbstverständlich habe ich stets beide Plattformen im Blick, alleine schon für meine Kunden. Hauptcontent vs. Content-Recycling: LinkedIn hat die Nase vorn Wir nutzen beide Plattformen sehr aktiv. Mein LinkedIn-Account ist etwa Faktor 3 größer, als mein Xing. Ich investiere deutlich mehr Energie auf LinkedIn und das merkt man auch bei den Beiträgen. Oftmals wird von Profis empfohlen, nicht unbedingt auf beiden Plattformen denselben Content zu posten. Ich sehe das persönlich etwas anders, weil es in den allermeisten Fällen verschiedene Leute sehen werden. Daher macht das nichts. Sei grundsätzlich auf beiden Plattformen aktiv und präsent. Genau das macht sich bei mir bemerkbar: Auf exakt den gleichen Beitrag bekomme ich bei LinkedIn mehr Resonanz, mehr Daumen hoch, eher mal Kommentare. Das fällt halt nach einer Zeit stark auf. Als Grund würde ich vermuten, dass die Leute auf LinkedIn mehr Engagement zeigen, als auf Xing. Zum anderen, natürlich logisch, hat mein LinkedIn-Account die dreifache Reichweite. Entsprechend gibt es da mehr Leute, die potentiell reagieren können. Meiner Erfahrung nach reden wir hier von ca. 10 Likes auf LinkedIn gegenüber 3-4 Likes auf Xing, 3-4 Likes auf LinkedIn gegenüber 0 Likes auf Xing, ungefähr. Wenn du ein ganz einfaches Kochrezept haben möchtest, würde ich dir empfehlen, orientiere dich an LinkedIn und lasse Xing folgen. Deine primäre Plattform ist LinkedIn und mach Content-Recycling über Xing. Oder du postest einfach dieselben Beiträge mit ggf. kleineren Justierungen auf Xing, die du vorher bei LinkedIn gepostet hast. Bei LinkedIn nutzt man beispielsweise Hashtags oder @-Zeichen für Verlinkungen. Das tut man bei Xing halt nicht. Das wäre so eine Justierung. Es gibt aber etwas, das Xing besser kann Die einzige Ausnahme, die ich wirklich mache, sind Online-Events und Präsenz-Events. Da nutze ich tatsächlich Xing Events als führende Plattform und lasse LinkedIn folgen. Das hat den ganz einfachen Grund, dass ich es auf LinkedIn schwieriger finde, Events gezielt zu promoten und genug Teilnehmer zu akquirieren, die dann auch wirklich am Event erscheinen. Auf Xing ist das deutlich einfacher gelöst finde ich, auch wegen der bezahlten Werbekampagnen für Events. Ich fasse also kurz zusammen: Wenn du ganz konkret ein Event planst, auf beiden Plattformen ähnlich viel Reichweite hast und auf beiden Plattformen gut vertreten bist, dann würde ich auf jeden Fall Xing den Vortritt geben. Aber bei der grundsätzlichen Frage, wo baue ich mein Businessnetzwerk auf, wo poste ich meinen Content, da würde ich dir ganz klar LinkedIn empfehlen, mit eben dann Content-Recycling auf Xing. Wenn du ansonsten noch Fragen zum Thema hast oder den Austausch suchst, kannst du jederzeit sehr gerne in unsere IT-founder-Facebookgruppe kommen. Ansonsten wünsche ich dir soweit ganz ganz viel Erfolg mit deinem Business!
Nachdem wir uns in Folge 144 darüber unterhalten haben, wie du dich am besten professionell auf LinkedIn präsentieren kannst, geht es dieses Mal darum, wie du denn eigentlich Leute, die dich noch nicht kennen, am besten ansprichst. Einfach, authentisch und nicht nervig Das Problem ist selten das Ansprechen an sich. Wir wollen aber die Leute so ansprechen, dass sie Lust haben, mit uns in Kontakt zu kommen und vielleicht zusammenzuarbeiten. Das ist ziemlich simpel und du kannst innerhalb von drei Nachrichten innerhalb weniger Tage ganz viele von den Leuten erreichen, die du erreichen willst. Das gilt sogar für Entscheider und Geschäftsführer. Es macht durchaus Sinn, dass du vor einer Kontaktaufnahme dein Profil auf Vordermann bringst. Solltest du das also noch nicht geschafft haben, hilft dir die oben verlinkte Folge auf jeden Fall weiter. Bereite deine Kontaktaufnahme optimal vor und halte es einfach Kenne deine Zielgruppe! Wen möchtest du erreichen? Du kannst dafür auch die Suchfunktion auf LinkedIn nutzen: Dort kannst du nach der Position einer Person suchen, nach einem regionalen Ort, nach einer bestimmten Branche usw. Konkretisiere deine Suche! Je konkreter du suchst, desto eher bekommst du eine Liste von Personen, mit der du direkt starten kannst, ohne groß sortieren zu müssen Nerve nicht! Momentan ist viel los auf LinkedIn und ich bekomme selbst täglich Kontaktanfragen zu allem Möglichen, sinnvoll und eben auch nicht sinnvoll. Die Kunst liegt darin, den Leuten nicht auf den Senkel zu gehen. Finde also deine eigene Stimme, dein eigenes Wording. Halte es einfach! Wenn du gerade startest und dir total unsicher bist, was du schreiben sollst, dann keep it simple: Schreibe einfach etwas wie „Hallo, LinkedIn hat mir Ihren Kontakt empfohlen und ich würde mich gerne mit Ihnen vernetzen.“ Das ist super neutral. Zwar ist es nur die halbe Wahrheit, schließlich hast du ja vorher gesucht, aber zumindest hat dir LinkedIn auf deine Suche hin diesen Kontakt empfohlen. Der Empfänger fühlt sich bei so einer Anfrage auch nicht irgendwie verarscht oder so, denn du fragst ja nur nach Vernetzen und erzählst ihm nicht das Blaue vom Himmel. Dialog oder kein Dialog? Das ist hier die Frage: Wenn jetzt jemand von den Angeschriebenen auf dein Profil geht und dann sagt, das passt nicht, alles gut. Bei denen, die deine Anfrage annehmen, kannst du jetzt ganz ohne Eile in den nächsten Tagen eine zweite Nachricht hinterherschicken. Hier eignet sich als Opener ein kurzer Dank, dass deine Anfrage angenommen wurde. Dann kannst du in ein zwei Sätzen ausführen, wer du bist und was dich ausmacht und dann fragst du deinen Gegenüber etwas, was dich interessiert. Über dieses einfache Schema bekommst du ganz simpel einen Kontakt hin. Halte die Sätze zu dir ruhig emotional: Ich liebes es…, ich mache für mein Leben gerne… Achte auf die Antwort: Oftmals kommt anfangs nur ein kurzes „ja, gerne“ oder einfach ein schweigendes Annehmen der Anfrage. Wenn du jetzt deine zweite Nachricht verschickst, wirst du an der Antwort relativ schnell merken, wohin die Reise geht. Hat die andere Person Bock, mit dir in den Dialog zu gehen? Ist da Interesse? Locke deinen Gegenüber: Du kannst in der Nachricht auch so etwas einfügen wie „(ich liebe es, xy zu tun), wenn Sie dazu also jemals Fragen haben, helfe ich Ihnen sehr gerne weiter.“ Reagiert die andere Person in ihrer Antwort darauf, besteht Interesse am Thema, wenn nicht sogar konkreter Bedarf. Wenn nicht, dann ist auch okay, das Netzwerk ist da. Wechsle den Kanal: Wenn du jetzt merkst, da ist Resonanz, da findet jemand dein Thema spannend, dann lade sehr bald einfach mal auf ein paar Minuten Telefonat Wochenlanges Chatten wird normalerweise zu keinem Geschäft führen. Durch den persönlichen Kontakt stellst du Vertrauen her.   Du siehst also, auch der Punkt Kontaktaufnahme ist kein Hexenwerk und nichts, wovor man Angst haben muss.  Gib nicht direkt auf, wenn nach zwei drei Anfragen niemand mit dir netzwerken möchte. Oft braucht es zehn, zwanzig, fünfzig Anfragen, dafür sind dann aber auch meistens einer oder mehrere Aufträge mit dabei, die aus dem Netzwerk heraus entstehen. Wenn du noch Fragen hast oder dich austauschen möchtest, kannst du auch gerne in unsere Facebook IT-founder-Gruppe kommen. Ansonsten wünsche ich dir viel Spaß bei der Umsetzung und ganz ganz viel Erfolg für dein Business!
Diesmal habe ich ein paar konkrete Praxistipps für dich, wie du deine LinkedIn- und Xing-Profile auf Vordermann bringen kannst. Wir fokussieren uns zwar auf LinkedIn, aber vom Prinzip her kannst du alle Tipps auch bei Xing anwenden. mehr auch unter: www.it-founder.de/folge144  Über LinkedIn gewinnen IT-Unternehmer mittlerweile extrem viele Kunden. Man kann darüber sehr gut einen Draht zu seiner Zielgruppe aufbauen, dafür braucht es zwei Komponenten, von denen wir eine heute besprechen: du brauchst ein gutes Profil. Dein Profil muss sauber sein, klar sein und aussagekräftig. Wer auch immer bei dir landet, muss sofort verstehen können, worum es bei dir geht. Die zweite Komponente, die wir bei Gelegenheit besprechen, ist dein aktives Anschreiben. Du musst Leute aktiv anschreiben, in den Dialog gehen, zeitnah auf deine Nachrichten usw. antworten.  Optimiere dein Profil ganz leicht mit diesen Schritten: Dein Profil  braucht erstmal ein Profilbild. Das muss kein Bewerbungsfoto sein, am besten ist eines aus einer lockeren Situation, auf dem du lächelst. Lass dir das Foto von jemandem freistellen, der sich mit Photoshop auskennt, damit du keinen Hintergrund mehr hast. Vielleicht hast du auch eine Unternehmensfarbe, mit der du einen auffälligen Hintergrund gestalten kannst? Außerdem wäre eine Kopfgrafik von Vorteil, ein kleines Banner mit deinem Logo oder sowas, wo nochmal klar wird, um was es bei dir geht. Da ist nicht viel Text notwendig, es reicht ein Schlagwort oder ein passendes Bild.  Dein Name ist wichtig, das ist klar. Wenn du möchtest, kannst du dahinter noch ein Emoji setzen oder eine Rakete, einen Finger, was auch immer du magst.  Nach deinem Namen kommt ein kleiner Absatz, in dem du aus Kundensicht in wenigen Worten klarmachen solltest, warum man unbedingt mit dir zusammenarbeiten sollte. Warum wollen deine Kunden mit dir vernetzt sein? Warum sollten sie in deine Kontakte wollen? Natürlich kannst du das Ganze auch noch um deine Expertise ergänzen. Welches Problem löst du für wen? Danach kannst du einen kleinen Blog aufmachen: Was sind deine Leistungen? Welche Produkte bietest du an? Jetzt gibt es noch den Highlightbereich, der dynamisch gefüllt wird. Hier brauchst du nicht viel zu machen, da reichen zwei drei Absätze. Spiele mit Symbolen und der Textformatierung, du kannst auch Bulletpoints nutzen oder wichtige Begriffe fett hervorheben.  Dann gibt es noch den Fokusbereich, da empfiehlt es sich zum Beispiel, die eigene Webseite mit reinzupacken. Dein Logo kann da einen Platz finden, ebenso wie ein paar wenige Schlagworte zu deiner Arbeit.  Die Aktivitäten füllen sich automatisch durch das, was du tust, die Leute, denen du folgst, deine Beiträge und Kommentare etc. Jetzt geht es in die Tiefe: Erfahrungsdetails, Empfehlungen, Weiterbildungen Im nächsten Punkt geht es um die Berufserfahrung. Hier brauchst du kein typisches Lebenslaufmodell einzustellen, du möchtest ja keine Jobangebote, sondern Kunden. Nutze diesen Bereich also nochmals dazu, dein Unternehmen vorzustellen und die Leute dazu anzuregen, mit dir Kontakt aufzunehmen. Du kannst auch ein kleines Bild hinterlegen oder einen Link einfügen. Du kannst hier auch über beruflich relevante Situationen schreiben. Bei Kenntnisse und Fähigkeiten kannst du deine Ausbildung benennen und auch hier wieder die für den Kunden relevanten Infos einfügen. Was ist deine Expertise? Lass dir diese Kenntnisse auch gerne von Freunden oder Arbeitskollegen bestätigen, die selber auf LinkedIn unterwegs sind. Dasselbe kannst du natürlich entsprechend für deine Leute tun. Solche Bestätigungen bauen nochmal Vertrauen auf.  Der nächste Bereich dreht sich dann um Empfehlungen. Du kannst natürlich auch aktiv um Empfehlungen bitten, das ist dann so die Königsdisziplin: Dass sich jemand die Zeit nimmt und einen Text dich schreibt. Empfehlungen sind entsprechend auch sehr viel wert. Wenn du also die Möglichkeit hast, welche zu bekommen, dann nutze deine Gelegenheit.  Jetzt geht es um Qualifikationen und Auszeichnungen. Hier kannst natürlich ein paar allgemeine Themen reinpacken, wie Sprachen z.B. Du kannst aber auch hergehen und Zertifikate hinterlegen, falls du welche hast. Hast du mal eine hochwertige Weiterbildung gemacht? Oder Herstellerzertifikate?  Zu guter Letzt haben wir dann den Interessenbereich. Hier sehen deine Kunden, wem du folgst. Es macht also Sinn, je nachdem, was du machst, hier den großen Marken deiner Branche zu folgen, wichtigen Herstellern und Meinungsführern zu folgen.  Wenig Aufwand, große Wirkung Du siehst, es ist super einfach, in einer halben Stunde/Stunde bist du da durch. Wenn du keine Lust oder Zeit hast, das auf einmal zu erledigen, dann mach heute zwei Punkte und morgen die nächsten zwei. Dein Profil pflegen solltest du aber auf jeden Fall, denn das ist deine Eintrittskarte. Wenn jemand dein Profil besucht, dann ist das der erste Eindruck, den du hinterlässt.  Wenn du noch Fragen hast oder dich gerne austauschen möchtest, kannst du auch immer gerne in unsere IT-founder-Facebookgruppe kommen. Ich freue mich auf den Austausch mit dir und wünsche dir ganz ganz viel Erfolg mit deinem Business!
Heute dreht sich alles um die typischen Content-Fragen zum Thema Texte in der IT-Branche: Was zum Teufel soll ich denn eigentlich auf meine Website schreiben? Was soll ich auf Facebook/LinkedIn schreiben? Soll ich da überhaupt irgendwas schreiben? Lohnt sich der ganze Aufwand und wenn ja: über welche Themen soll ich mich da auslassen?  Was interessiert meine Leser? Ein Klassiker zu Beginn: Die W-FragenZunächst möchte ich meine Erfahrungen und Praxistipps mit dir teilen, wenn es darum geht, was  man am besten schreibt und worauf man achten muss. Stell dir dafür vor allem eine Frage: Wer sind deine Leser? Wer wird meine Texte lesen? Abgesehen davon ist auch dein Ziel wichtig: Was beabsichtigst du mit deinem Text? Welches Problem hat mein Leser und was ist die Zielsetzung in dem Moment, wenn er deinen Text liest? Nehmen wir jetzt mal an, du sprichst hauptsächlich kleine, mittelständische Unternehmen an. Dann hast du in der Regel zwei bis drei Hauptzielgruppen. Die erste ist der Geschäftsführer selber. Wenn er persönlich deine Texte liest, willst du mit Wissen und Kompetenz punkten. Die zweite Zielgruppe besteht aus den Menschen direkt „dahinter“: Das sind in der Regel die Assistenz der Geschäftsleitung, die rechte Hand, die Profis für das Organisatorische. Diese Leute möchtest du natürlich ebenso positiv überzeugen, da sie oft, wenn sie nicht selbst entscheiden, die Entscheidung des Chefs stark beeinflussen oder vorbereiten können. Die dritte Zielgruppe besteht häufig dann aus den IT-Betreuern intern, also all jenen, die im eigenen Hause das Sagen in Sachen IT haben.  Stell dir also vor, wenn du jetzt deinen Text schreibst, du würdest mit diesen Personen sprechen. Welche Fragen haben die gerade im Kopf? Dein Text soll diese beantworten. Dabei ist wichtig, dass du hauptsächlich auf deiner Webseite ausführlicheren Content platzierst. Hier gehst du in die Tiefe, lieferst Qualität. Auf Seiten wie LinkedIn z.B. passt eher ein kurzer, professioneller Teaser. Das ist auch so meine Orientierung: LinkedIn eignet sich für einen professioneller Teaser, Instagram vor allem für einen Blick hinter die Kulissen. Das nutzt du eher nicht, um ein Produkt zu erklären oder vorzustellen, sondern eher, damit die Leute dich und dein Team im Einsatz kennenlernen. Facebook würde ich dazwischen platzieren, hier kann beides funktionieren. Welche Themen eignen sich für Text-Content?Je nach Geschäftsfeld macht es Sinn, dass du dir eine klassische Mindmap anlegst oder mal ordentlich brainstormst, was es aktuell für Fragen gibt, die den Leuten Sorgen machen. Sortiere deine Notizen nach Themenblöcken und schreib dir auf, was die Leute zurzeit beschäftigt. Es kann um neue Technologien gehen, um den Wechsel des IT-Dienstleisters, der oft negativ konnotiert ist, vielleicht gibt es auch große Weltmessen zu einem spannenden Thema?Auch Updates großer Firmen können ein Thema sein und als Aufhänger dienen. Gib dem Kunden einen Einblick, was kommt auf ihn zu? Was sind die Chancen, was sind die Risiken, gibt es vielleicht Handlungsbedarf für ihn? Sehr gut machen sich auch Leuchtturmprojekte, also Success Stories: Welches Problem hatte der Kunde und wie hast du das gelöst? Wie geht es dem Kunden mit der Lösung? So gibst du deinem Leser die Chance, sich vielleicht mit dem Problem des anderen zu identifizieren und Vertrauen zu dir und deiner Arbeit aufzubauen. Wenn du über einen Auftrag berichtest, kann er ja kaum schlecht gewesen sein. Richtig positiv wären jetzt natürlich noch ein Name und ein persönlicher Ansprechpartner mit Foto oder sowas. Ein weiteres Themencluster können auch Neuerungen auf dem Markt sein: Gibt es einen Release bei Apple oder Samsung? Was passiert im Technologiebereich? Oder gibt es vielleicht ein saisonales Thema, welches passend zur Urlaubssaison wäre zum Beispiel? Sind die Server im Sommer gut gekühlt? Interessant sind auch Themen, die durch äußere Umstände entstehen: das Thema Homeoffice ist mit Sicherheit ein momentaner Dauerbrenner. Hast du noch Fragen? Dann schick mir gerne eine Mail an tobi@it-founder.de , ich freue mich immer über deine Post! Alternativ kannst du auch immer gerne in der IT founder Facebook-Gruppe vorbeischauen.  Dort tauschen wir uns untereinander aus und supporten einander.
In der letzten Kurzepisode  ging es um Mitarbeiterauswahl, Mitarbeiter finden und Mitarbeiter einstellen, dieses Mal soll es um das Thema Freelancer gehen. Wann ist ein Freelancer sinnvoll?Wann arbeitet man also in der IT-Branche am besten mit Freelancern zusammen? Welche Aufgaben eignen sich dafür am besten? Und wo bekomme ich so jemanden her? Vorweg: Es geht hier nicht darum, auf welche Art und Weise jemand arbeitet, sondern schlichtweg darum, dass man nicht immer jemanden einstellen muss, um Aufgaben zu erledigen. Welche Aufgaben sind also sinnvoll? Freelancer sind vor allem geeignet für ganz konkrete Fachthemen. Das kann eine spezielle Datenbank sein, ein spezielles branchenspezifisches System bei einem Kunden oder irgendetwas anderes.  In der aktuellen Zeit ist es natürlich besonders spannend, mit Kunden zu arbeiten: Früher wurde häufig erwartet, dass das Team regional arbeitet oder zumindest öfters vor Ort ist. Momentan geht das nicht. Aktuell arbeiten wir sehr viel remote und der Kunde ebenso. Und selbst wenn nicht, akzeptieren die Kunden jetzt viel mehr, dass Arbeit remote passiert. Das können wir für uns nutzen, indem wir halt eben auch ein virtuelles Team bilden und da beispielsweise Freelancer aus ganz Deutschland oder sogar international mit reinnehmen können. Damit können wir den Kunden fachlich natürlich besonders gut abdecken, wenn wir nicht auf das Vorortsein angewiesen sind. Meiner Meinung nach lohnen Freelancer am ehesten für größere Projekte, nicht für eine Arbeit von einmalig ein paar wenigen Stunden. Du musst schließlich deinen Freelancer auswählen, briefen usw. und das soll ja im Verhältnis stehen.  Freelancer-Suche: Do’s & Dont‘sEs gibt zum einen die großen Plattformen. Gib dafür einfach bei Google Freelancer Plattform oder Freelancer Verzeichnis oder so ein, da findest du schon eine ganze Menge. Jetzt kannst du hingehen und entweder selber aktiv die verschiedenen Profile durchforsten oder du machst das über Plattformen wie Xing und LinkedIn. Da kannst du entweder mithilfe von Schlagworten suchen oder den Spieß umdrehen und deine Gesuche posten. Suchst du selber, kannst du unter Umständen auch Leute ansprechen, die sonst gar nicht von deinem Projekt erfahren hätten. Bewerben sich Leute auf dein Gesuch, kannst du wiederum davon ausgehen, dass sich Leute melden, die zum einen verfügbar sind und zum anderen sich selbst qualifiziert für deine Aufgabe sehen. Wichtig ist auf jeden Fall, dass du mit den Leuten sprichst und auch nach ihren Positionen in den Projekten fragst, die sie als Referenz angeben.  Auf den ersten Blick klingen solche Sachen schnell schön, tolles Projekt, namhafter Kunde,… und dann fragst du, was genau der Freelancer dort gemacht hat und letzten Endes kommt heraus, er hat da immer Workshops nachbearbeitet, das sagt halt nicht viel aus. Frag ruhig nach, welche Rolle er oder sie hatte, ob in einem Team oder alleine gearbeitet wurde und welche Ergebnisse erzielt wurden. Hilfreich hierfür ist sicherlich ein persönliches Gespräch, dabei ist es relativ egal, ob dieses „in real life“ oder online stattfindet. Mimik, Gestik und Stimme sind entscheidend, daran siehst du gegebenenfalls nochmal besser, ob dein Gegenüber wirklich hinter seinen Worten steht.  Zum Schluss: Eine kleine Checkliste für eine gute ZusammenarbeitWeitere Aspekte, die für eine gute Zusammenarbeit wichtig sind: Klar, ganz klassisch: Fachwissen Ebenso wichtig: Methodenkompetenz & Kundenumgang Ist der Freelancer teamfähig? Sind Kommunikationskompetenzen vorhanden? Kann er oder sie komplexe Dinge strukturieren? Ist dein Wunsch-Freelancer überhaupt verfügbar für deinen Zeitraum? Wo findet der Einsatz statt? Remote oder Vorort oder gibt es eine Mischform? Sehr sehr wichtig: Zuverlässigkeit, hier kann es helfen, sich ein zwei Referenzen als Ansprechpartner geben zu lassen/alternativ kannst du in Reviews schnuppern Sichere dich am allerbesten vertraglich ab, auch, was den Kundenschutz angeht Achte auch bei deinem Freelancer-Briefing darauf, wie du ankommst! Wie bei deinem Mitarbeiter-Briefing setzt du so den Grundstein für die Qualität der Leistung. Hör dafür auch gerne nochmal in die letzte Folge rein: https://www.it-founder.de/folge141/    Das soll es zum Thema Freelancer gewesen sein, wenn du noch Fragen hast, komm auch gerne in unsere Facebook-Gruppe. Genauso kannst du mir auch immer gerne eine Nachricht schreiben an tobi@it-founder.de . Ansonsten wünsche ich dir noch ganz ganz viel Erfolg mit deinem Business!
Diesmal schauen wir uns die Stolpersteine und den Masterplan an, wenn es darum geht, Mitarbeiter einzustellen und Führungskraft zu sein. Das Szenario Wir stellen uns jetzt mal vor, du gründest irgendwann deine IT-Firma, vielleicht musst du auch entscheiden, ob du vom Nebenerwerb in die Hauptberuflichkeit gehen willst. Sollte das natürlich der Fall sein, hör auf jeden Fall in Folge 138 rein, denn da geht es genau um dieses Thema. Also, du bist hauptberuflich unterwegs und am Anschlag deiner Kapazitäten. Wir unterstellen jetzt einfach mal, dass dein Unternehmen deutlichen Gewinn abwirft. Das Geld ist notwendig, damit du deinen Mitarbeiter und dich vernünftig bezahlen kannst. Ein kleiner Tipp vorweg: Warte am besten nicht erst, bis du total urlaubsreif bist, bevor du dir Hilfe suchst. Am besten ist es, einen Tick vorher anzufangen. Wann solltest du hingegen eher nicht nach Mitarbeitern suchen? Beispielsweise dann, wenn du völlig überarbeitet bist, dein Unternehmen aber keinen oder ganz wenig Gewinn erwirtschaftet. Dann geht es eher um das Geschäftsmodell und darum, die Art und Weise, wie du arbeitest, nochmal auf den Prüfstand zu stellen. Ebenso solltest du von Mitarbeitern absehen, wenn du nicht bereit bist, Verantwortung für diese zu übernehmen oder wenn du einfach nicht im Team arbeiten willst. Die Vorbereitung Wie gehst du jetzt also vor? Grundsätzlich musst du erstmal schauen, was deine Aufgaben im Business sind, bevor du überhaupt jemanden einstellen kannst. Du musst dir im Klaren sein, was du weiterhin selber machen und was du gerne delegieren möchtest. Mach dir dafür am besten einfach eine Liste. Gerade im IT-Business solltest du auch Notfallthemen auf dem Schirm haben wie Bereitschaftsdienste oder Nachtschichten oder sowas. Wie sieht es im Backoffice aus? Was kannst/willst du davon abgeben? Liste alles auf und versuch, daraus ein Paket zu schnüren, das auf deinen neuen Mitarbeiter passen würde.  So weißt du schon mal, wie dein Stellenprofil grob aussehen muss. Was muss dein Wunschmitarbeiter zudem alles mitbringen? Welche Fähigkeiten und Kompetenzen wünschst du dir? Möchtest du einen frischen Absolventen? Den du formen und weiterbilden kannst? Der vielleicht auch vom Gehaltsniveau erstmal niedriger angesiedelt ist? Oder brauchst du jemand Erfahrenen, der Entscheidungen eigenständig treffen kann? Anschließend musst du dein Unternehmen kurz vorstellen: Was habt ihr zu bieten? Das war es dann quasi schon – jetzt schreibst du die Stelle tatsächlich aus. Plattformen & erste Bewerbungen Auf jeden Fall solltest du deine Anzeige auf der Webseite präsentieren und dir überlegen, wie du dort die Leute am besten darauf aufmerksam machst. Dann gibt es Stellenanzeigenportale und Werbeanzeigen, hier gilt sowohl die Onlinewelt, als auch die klassische Zeitungsannonce. Wichtig ist immer, dass viele Leute deine Anzeige zu sehen kriegen und dass vor allem die potentiellen Bewerber Zugriff darauf haben. Eine weitere Option wäre, die Anzeige bei der Agentur für Arbeit auszuschreiben. Wenn jetzt die ersten Bewerbungen eintrudeln, hilft dir die Liste von vorhin sehr gut, einen ersten Überblick zu bekommen: Welche Bewerber erfüllen denn auf den ersten Blick die von dir geforderten Merkmale überhaupt? So kannst du direkt aussortieren, wer nicht passt. Auch die Persönlichkeit des Bewerbers spielt eine wichtige Rolle. Er muss zu dir und zur Unternehmenskultur passen, sonst wird es schwierig. Wenn du vorsortiert hast, dann kannst du die Kandidaten/Kandidatinnen, die infrage kommen, zu einem Telefoninterview einladen. Ein weiterer Tipp für dich: Achte bei allem, was du tust, immer auf das allgemeine Gleichstellungsgesetz! Es gibt da verschiedene Aspekte zu beachten, beispielsweise die m/w/d – Ausschreibung oder dass du keine bestimmten Altersgruppen ansprichst (= keine bestimmten Altersgruppen ausgrenzt). Telefoninterview & Vorstellungsgespräch Jetzt lädst du also zum Telefoninterview ein. Um vorbereitet zu sein, mach dir am besten vorher ein paar Notizen. Was willst du mit dem Telefoninterview erreichen und wie erreichst du das? Welche Themen willst du abklopfen? Ist dieses erste Gespräch vielversprechend, kannst du zum Vorstellungsgespräch einladen. Beim Vorstellungsgespräch ist es nach wie vor Gang und Gebe, sich persönlich vor Ort zu treffen. Wenn du aber sagst, der Job erfordert keine ortsgebundene Zusammenarbeit, dann kannst du auch ein virtuelles Gespräch führen. Gerade wenn du ein kleines Unternehmen bist, macht ein physisches Treffen allerdings wirklich noch Sinn. Du musst dafür nicht groß auffahren, keine Sorge. Trefft euch irgendwo und lernt euch persönlich kennen. Unterhaltet euch. Mach dir gerne auch hierfür einen kleinen Leitfaden im Voraus. Auch hier kann ich dir einen kleinen Tipp mitgeben: Arbeite mit konkreten Szenarien, wenn du konkrete Antworten willst. Biete zudem nicht einfach nur das einzelne Gehalt an (falls ihr über Konditionen sprecht), sondern nenne das Package, was du anzubieten hast: Das kann zum Beispiel eine Kombination aus Gehalt, flexibler Arbeitszeiteinteilung, einem Firmenwagen, Ausstattung oder Weiterbildung sein. Zu guter Letzt: Triff deine Entscheidung Nach dem Vorstellungsgespräch ist vor der Entscheidung. Zunächst musst du für dich festlegen, ob du jetzt alles Entscheidungsrelevante beisammen hast oder ob du ein Follow Up – Gespräch benötigst. Dann ist wichtig, dass du dir Zeit lässt und vor allem, dass du im Vergleich entscheidest. Vorstellungsgespräche sollten nicht zwischen Tür und Angel oder in Zeitnot stattfinden. Außerdem solltest du mindestens zwei drei Gespräche führen. Entscheide dich am Ende für einen Kandidaten, bei dem du wirklich ein gutes Gefühl hast! Nicht Hauptsache vorwärts und Hauptsache Zeit sparen und irgendwen einstellen, denn dann musst du nochmal ran. Wenn du dich jetzt für einen Kandidaten oder eine Kandidatin entschieden hast, dann kannst du den Vertrag vorbereiten. Gerade bei kleinen Unternehmen ist es üblich, dass man sich dann zur Vertragsunterzeichnung trifft, die offenen Fragen bespricht und anschließend alles fix macht. Tja und das war der ganze Zauber. Jetzt folgen die Einarbeitungszeit und die Probezeit. Mach dir auch für die Einarbeitungszeit einen Plan, denn damit setzt du den Grundstein, wie dein Unternehmen wahrgenommen wird. Du zeigst damit auch, dass man in deinem Unternehmen gut vorbereitet ist und dass Wert auf hohe Qualität gelegt wird. Das sind im Grunde die Bausteine, die du brauchst, um Mitarbeiter zu finden. Natürlich frisst das alles erstmal Zeit und du musst dich kümmern. Dafür bekommst du hinterher mehr Ruhe und Zufriedenheit, wenn du nicht immer alles alleine machen musst. Wenn du jetzt noch Fragen hast, dann schau gerne auf meiner Homepage vorbei, dort kannst du dir einen StartUp-Call mit mir buchen. Ansonsten wünsche ich dir richtig richtig viel Erfolg mit deinem Business!
Diesmal habe ich Armin Sanjari, den Gründer und Geschäftsführer von IT-WINGS für dich im Interview. Armin ist super ehrgeizig und versucht, stets umzusetzen, was er visualisiert. In seinem Unternehmen bringt er Wissenschaft und Online-Marketing zusammen.  mehr auf: www.it-founder.de/folge140 Selbstständig, weil unzufrieden Ursprünglich war er als Angestellter in einem Versicherungsunternehmen als Analyst tätig und irgendwann so unzufrieden mit dem Niveau, dass er es besser machen wollte: Für ihn muss eine Webanalyseagentur in der Lage sein, den Kunden Handlungsempfehlungen geben zu können. Das hat ihm in seinem Angestelltenverhältnis gefehlt. Heute steht für ihn die Analyse im Fokus, dabei ist es egal, ob es um Online Marketing oder Webanalyse geht. Im Grunde beschäftigt sich ein Webanalyst mit folgenden Fragen: Wo soll ich mein Budget platzieren, braucht es mehr SEO, welcher Kunde ist wichtig? Welche Kunden sind vielleicht schon „tot“, welche kann man mit einem Call oder Newsletter wiederbeleben?  Armin hat sich viele Gedanken zu seiner Selbstständigkeit gemacht: Schon ein Jahr zuvor begann er, eine Webseite aufzubauen und Texte zu schreiben. Danach ging es direkt mit dem Businessplan weiter. Trotz der Vorbereitung findet Armin sein Vorgehen im Nachhinein recht naiv, da er erst hinterher merkte, wie viel Geld er überhaupt einnehmen muss – und da war sein Job schon gekündigt. Die Rettung in letzter Minute kam aus der eigenen Region: Ein B2B-Unternehmen bot ihm die Gelegenheit, kurz nach dem Startschuss zu pitchen. Drei Monate lautete die Frist und diese Chance hat er genutzt. Viel Arbeit und drei Monate später hatte er es geschafft. Durch seine konsequente Art hat Armin sich ein großes Vertrauen beim Kunden aufbauen und ihn schließlich für eine weitere Zusammenarbeit behalten können. Der Weg dahin war anstrengend, doch die Arbeitsweise hat sich bewährt. Heute gehört es mit zu Armins Vision, seine Kunden bestmöglich zufrieden zu stellen: Zitat: „Es geht immer darum, den Kunden zufriedenzustellen. Das heißt, er muss wachsen. Es gibt keine Ausreden wie Corona. Wir sind digital, man muss Vollgas geben. (…) Hol den Kunden nicht nur in dem Bereich ab, den er eigentlich beauftragt hat, sondern denk noch weiter darüber hinaus: Was gibt es für Potentiale?“Arbeit ist gut, zu viel Arbeit ist gefährlich Auf den ersten Auftrag folgten weitere, teilweise auch über Empfehlungen. Das Arbeitspensum war unglaublich hoch, doch die Vollgas-Strategie zeigte schnell Wirkung: Die Auftragsbücher platzten aus allen Nähten. Dass dieser Zustand auf Dauer nicht gut geht, kann man sich denken, und tatsächlich: Nach der Geburt seiner Tochter zog Armin diese harte Arbeit noch ein Jahr durch, dann war er am Ende. Gesundheitlich hat er so abgebaut, dass sogar der erste Kunde fragte, ob er Hilfe bräuchte. Die Psyche brauchte einfach eine Pause und der Körper ebenso. In der selbst auferlegten Zwangspause schmiedete Armin einen Plan: Er wollte Geld sparen und Mitarbeiter einstellen, um dauerhaft funktionieren zu können, ohne sich kaputt zu machen. Auf Werksstudenten und Praktikanten folgte schließlich die erste sehr gute Mitarbeiterin im Online Marketing-Bereich. Aus Fehlern hat er lernen könnten, mit vielen Werksstudenten sowie mit einem ersten Probearbeiter im Online Marketing hat die Zusammenarbeit einfach nicht geklappt. Doch auch diese Vorgänge ließen sich optimieren. Mittlerweile fasst das Unternehmen 15 Mitarbeiter und wächst und wächst. Strukturen aufzubauen, war dabei nicht immer einfach für Armin: Zitat: „Eigentlich willst du alles machen und alles kontrollieren. Aber man fängt an, loszulassen. Ich habe 2020 aber auch auf Druck einer Mitarbeiterin mehr nachgegeben, weil sie einfach sagte, sie möchte das jetzt machen. Und ich habe ja gesehen, dass sie das kann und gut macht. So hab ich Online Marketing komplett in ihre Hände gegeben und losgelassen.“ Mittlerweile kommt Armin gut damit klar, den Rahmen zu schaffen und zuzulassen, dass seine Mitarbeiter eigenverantwortlich etwas erarbeiten und sich weiterentwickeln.  Kundenservice par excellence: Keine Massenware und kein Kaufzwang Sein Wissen vermittelt Armin dem Kunden nicht durch Massenware, sondern durch auf den Kunden zugeschnittene Workshops. Finanziell ist eine individuelle Schulung nicht immer lohnenswert, aber ein Kurs mit 20 Leuten ist für den Kunden unsinnig. Der Mehrwert für den Kunden steht immer noch an erster Stelle. So, wie das Unternehmen stets auf den Wert für den Kunden achtet, so pflegt Armin noch eine andere Tradition: Am „langen Donnerstag“ wird konsequent Kaltakquise betrieben. Das ist nicht immer einfach, aber es funktioniert. Sogar große Konzerne verstehen immer mehr, dass Datenanalyse sehr wichtig ist, um in der heutigen Zeit voran zu kommen. Ein großer Vorteil bei der Kaltakquise ist dabei, dass Armin kein klassischer Verkäufer ist – und daher auch nicht so wahrgenommen wird:  Zitat: „Der Kunde sagte mir, man würde merken, dass ich nicht verkaufen will, sondern Analyst bin. (…) Ich sag ja auch immer, ‚Hey, wenn Sie es nicht wollen, auch okay. Wenn Sie es wirklich nicht brauchen, werde ich Ihnen auch nicht helfen können, aber ich glaube, wir können Ihr Business weiter vorantreiben aus dem und dem Grund.‘ Und deshalb finden es die meisten gar nicht schlimm, wenn man sie einfach anspricht.“ Wachstum als Vision – mit dir als Mitarbeiter? Um seine Vision von weiterem Wachstum und Internationalität umsetzen zu können, sucht Armin aktuell noch Unterstützung. Ein Webanalyst sollte es sein, gerne in Teil- oder Vollzeit, nach Möglichkeit mit ein zwei Jahren Berufserfahrung. Diese ist allerdings eher nice to have, als zwingend notwendig, da man so oder so sehr viel dazulernt. Melden kann sich jeder, der interessiert ist und der vielleicht schon mit Google Analytics oder Google Tech Manager in Berührung kam. Auch Absolventen oder Studenten im Master oder kurz vor dem Abschluss sind gerne gesehen.  Am einfachsten in Kontakt kommen kann man über das Impressum auf Armins Homepage: https://it-wings.de/impressum/ bzw. die Emailadresse darauf.Alternativ kann man auch Armin persönlich anschreiben: armin.sanjari@it-wings.de . Die Antwort erfolgt meist donnerstags 😉  Vielen Dank von meiner Seite aus an Armin für dieses spannende Gespräch und die interessanten Einblicke. Und dir lieber wünsche ich ganz ganz viel Erfolg mit deinem Business!
In dieser Folge erwartet dich eine Premiere, denn mein Gast hat nichts mit IT zu tun: Ulrich Müller ist Deutschlands Experte für alles rund um Börsenwissen und Aktien. Er gibt uns einen Einblick in seine Arbeit und erzählt uns, welcher Weg ihn dorthin gebracht hat.  mehr auch unter: www.it-founder.de/folge139 Familienmensch und Unternehmer von Haus aus Der Hamburger ist trotz des Ruhms immer bodenständig geblieben, eine Eigenschaft, die auch seine Freunde und Familie sehr an ihm schätzen. Familie und Vertrauen sind mit seine größten Werte, auch sein Start ins Berufsleben war sehr bescheiden: Ulrich ist gelernter Maurer, den Hang zu anständiger Arbeit hat er von seinem Vater geerbt. Mit nur 16 Jahren brachten ihn reiche Männer wie Bill Gates & Co. zum ersten Mal in Kontakt mit Aktien: „Wer sind die reichsten Menschen und wieso sind sie so reich“, so oder so ähnlich lautete 1993 die Suchanfrage des damals Jugendlichen an Googles Großmutter. Die Antwort war so simpel wie ernüchternd: Viele von ihnen sind wirklich an der Börse reich geworden.  Zitat: „In meinem Körper schlagen eigentlich zwei Herzen, das eine Herz ist Familie, meine Mutter war immer 120 % Familie, auch heute noch, und mein Vater war immer so 150 % Unternehmer, Vollgas, Geld verdienen. Deshalb schlagen diese zwei Herzen so ein bisschen in meiner Brust und ja, ich habe mich dann tatsächlich ganz früh mit dem Thema Börse beschäftigt.“ Denn sie wissen nicht, was sie tun Für Ulrich ist der Blickwinkel entscheidend: Viele haben einfach einen falschen Ansatz und dadurch ein unnötig hohes Risiko. Ulrich sieht sich an der Börse als Investor und die Unternehmen als Wert-Geber. Besitzt man eine Aktie, ist man Mitunternehmer dieses Unternehmens. Welchen Wert gibt dir das Unternehmen? Siehst du diesen Wert steigen? Dann wird auch der Kurs steigen.Ulrichs erste Aktie war Nokia, damals Weltmarktführer in der Handywelt. Mithilfe dieser Aktie gewann er eine Menge Geld und verlor gefühlt ebenso viel wieder, als der Hype irgendwann vorbei war. Auch Klassiker wie Coca Cola und McDonald’s haben sich rückblickend als Goldgruben entpuppt.Der Gedanke an ein eigenes Business kam ziemlich direkt nach dem Ende seiner Ausbildung. Kurz vor Beginn seines Bauingenieur-Studiums bat Ulrich seinen Vater schließlich zum Gespräch. Der hatte den Lifechanger unbewusst überhaupt erst auf den Tisch gebracht: Ein von ihm gebuchtes Seminar bei Jürgen Höller gab Ulrich die Chance, mit dem Motivationstrainer und Autor kurz ein paar persönliche Worte zu wechseln. Dass dieses Gespräch schließlich alles umkrempeln würde, ahnte da noch niemand: Die beiden unterhielten sich über Ulrichs Arbeit, als Jürgen plötzlich meinte „Du bist doch kein Maurer! Was interessiert dich? Was liebst du wirklich?“ Und als Ulrich erwiderte, er interessiere sich für Geld, war Jürgens simple Antwort „Dann musst du in Geld machen.“ Diese paar Worte waren es, die Ulrich für die Umsetzung seines Vorhabens gefehlt hatten. Für ihn war nun ein für alle mal klar: Er würde nicht Ingenieurwesen studieren und auch nicht die Firma seines Vaters übernehmen. Und so kam es auch. Dass Ulrichs Vater nicht wirklich begeistert vom Alternativplan seines Sohnes war, liegt auf der Hand. Zitat: „Das Gespräch hatte natürlich noch dieses kleine Geschmäckle, mein Vater fragte mich natürlich, was ich stattdessen machen will. Als ich Mitte Ende der Neunziger dann original sagte ‚ich gehe an die Börse und da werde ich reich‘, war er erstmal stinksauer und enttäuscht und hat gut und gerne drei Monate nicht mit mir gesprochen. Er hat nicht verstanden, wie ein einzelner Satz so etwas auslösen könnte. Wir haben das auch erst aufgelöst, zwei Tage, bevor er verstorben ist.“Ulrichs Vater verstarb vor zwei Jahren und kurz vor seinem Tod kamen sie auf die Geschichte zurück. Sie fingen an, sich über die Werte des Vaters zu unterhalten, die er immer seinen Kindern weitergegeben hat: ein Dach über dem Kopf, die Kinder bekommen etwas Vernünftiges zu essen und können in Schule oder Studium machen, was sie wollen. Auch über Geld wurde früher immer mal gesprochen, doch dieses Mal hatte Ulrich seine Auszüge dabei. Für die lebenslange harte Arbeit hat sein Vater eine, vielleicht zwei Millionen bekommen. Ulrich hingegen konnte gefühlt noch eine Null hinten dran hängen. Mit 40. Doch ihm war klar, dass sein Vater nun in Frieden gehen konnte, wo er wusste, dass die Kinder versorgt sind. Die Enttäuschung war weg und ein Friedensgefühl machte sich breit.  Vom Maurer zum Geldberater?Börseninvestments sind nicht mehr das Hauptthema in Ulrichs Unternehmen. Mittlerweile unterstützt er hauptsächlich andere Menschen dabei, ihr Geld selbst in die Hand zu nehmen. Damit sind jedoch keine Bausparverträge oder Sparbücher gemeint, denn wer sein Geld abgibt, gibt auch die Verantwortung ab. Für Ulrich ein Zeichen des falschen Mindsets, denn wer die Verantwortung abgibt, der ist einfach der Ansicht, er könne das gar nicht. Mittlerweile ist sein Unternehmen sogar ein zertifiziertes Bildungsinstitut. Diese Hilfe beim Geldumgang ist für Ulrich eine Reise, die in den Börseninvestments endet. Das Grundgerüst besteht aus verschiedenen Fragen, warum will ich reich werden, wie viel Geld gebe ich aus, was wird gespart, was ist Reisen, was ist Auto, etc. Die Börse ist eine der sichersten und rentabelsten Geldanlagen der Welt – wenn man weiß, was man tut.  Zitat: „Für mich gibt es zwei Schlüsselpunkte an der Börse, um Geld zu verdienen. Das eine ist die emotionale Seite, also dich auch emotional im Griff zu haben. Und der zweite Punkt, den eigentlich alle nicht haben, das ist eine glasklare Strategie.“ Die meisten Menschen haben ihre Tipps von befreundeten Bankern, haben sie irgendwo im Internet gelesen oder finden diese und jene Aktie ganz spannend, „da steige ich mal ein“. Was man sich laut Ulrich aber bewusst machen muss an der Börse, ist der Unterschied zwischen Preis und Wert. An der Börse werden Preise gehandelt, Angebot und Nachfrage. Die Frage ist aber, wie groß ist der Wert, der dem Unternehmen wirklich dahinter steht? Das ist genau der Punkt, an dem Ulrich mit seinem Unternehmen ansetzt, wenn er Leute dazu befähigt, ihr Geld an der Börse anzulegen.  Reich werden, indem er andere reich macht Das Unternehmen an sich ist gar nicht so groß, wie der Umsatz vielleicht vermuten lässt. Ulrich hat alle für ihn uninteressanten Dinge an sein Team abgegeben und lebt für sein Unternehmertum. Die zweite Sache, die für ihn sehr wichtig ist, sind seine Mission bzw. sein Ziel. Dabei lässt er Zahlen sprechen: Ulrich möchte eine Million Menschen in Deutschland erreichen und finanziell besser stellen oder sogar finanziell frei machen. Gezielte Aktien nennen darf er  dabei nicht. Aber er kann den Menschen erklären, wie er das macht. Und diese Seminare haben schließlich den Grundstein in 2014 gelegt für etwas, das heute Millionen an Umsatz macht. Bewerben tut sich sein Unternehmen ausschließlich über Empfehlungen, bis heute hat er nicht einen Euro in Werbung investieren müssen (außer einer kleinen Testung), da alle zufriedenen Kunden ihn sofort weiterempfohlen haben. Ein Pluspunkt: Dadurch, dass er seine eigene Strategie offenlegt, kommt er automatisch weg vom typischen „oh, noch ein Berater, der in seine eigene Tasche wirtschaften und nur die Provision abstauben möchte“. Ach guck, noch so eine Vogelkrankheit! Auf Corona reagierte Ulrich zunächst wie viele von uns: Belächeln und ignorieren, wird schon nicht so schlimm werden. Als dann plötzlich alle Veranstaltungen im März ausfielen, musste er ins Handeln kommen. Und tatsächlich: Aus dem Stand heraus  gründete er ein Online-Seminar, fußend auf den Veranstaltungen, die es hätte geben sollen, und feierte unaussprechliche Erfolge. Zitat: „Und dann am Montag wurde natürlich klar, nee, das war schon ernst gemeint, es wird keine Veranstaltungen mehr geben. Also haben wir ein Online-Event aufgebaut, unseren Email-Verteiler angeschrieben. Wir haben am Ende knapp über 400 Leute in dieses Seminar reingeholt und 12 Tage später den besten Umsatz aller Zeiten gemacht mit etwas, was es 12 Tage zuvor noch gar nicht gab.“ Trotz eigentlichem Berufsverbot konnte das Unternehmen so um 120 % wachsen, was Corona aus Unternehmersicht zu einem großartigen Geschenk macht. Ulrich sieht es gelassen: Offenbar braucht es manchmal einfach den Zwang von Außen, um einen ungemütlichen Schritt zu gehen und dann weiterzukommen. Aufgeben war für ihn nie eine Option gewesen, daher gab es nur die Flucht nach vorne.  Ist das echt? Oder kann das weg? Interessant ist auch: Ulrich besitzt keinen Cent an Kryptowährung. Und das nicht etwa, weil er den Trend verschlafen hat.  Für ihn war es eine bewusste Entscheidung, denn der Wert, der hinter beispielsweise Bitcoins steht, geht für Ulrich klar ins Minus:  „Wenn du ein Haus kaufst, schaust du dir die Lage an, die Mieterstruktur, was du renovieren musst etc., an der Börse kann ich mir ansehen, wie viel Gewinn macht das Unternehmen, wie viel Umsatz? Wie viel ist dann eine faire Bewertung an der Börse? Nun und ich würde sagen, was ist die faire Bewertung von einem Bitcoin? Minus 793 Euro, die für Strom draufgegangen sind, um den zu produzieren. (…) Abgesehen davon hat Bitcoin niemals jemand gesehen. Gibt es ihn überhaupt? Auf dem Markt ist zudem alles reguliert, Aktien, Währung, alles. Wenn der Bitcoin jetzt morgen plötzlich als Weltwährung da stünde, wäre alles unreguliert und das würden die EZB etc. niemals zulassen. Eher machen die eine eigene, regulierte Krypto, die als einzige gilt.“ Für alle, die es dennoch mit Krypto versuchen wollen, hat Ulrich nur einen Tipp: Nehmt einen Betrag, der euch nicht wehtut, falls ihr alles verliert. Spannend oder? Wenn du noch mehr wissen willst…  Falls du dich jetzt noch mehr über Aktien und die Börse informieren oder einfach  in das Event von Ulrich hineinschnuppern möchtest, kannst du hier Kontakt aufnehmen: www.tag-der-finanzen.de www.ulrichmueller.de   oder du kannst dir deine Tipps hier holen: www.ulrichmueller.de/podcast  Außerdem ist Ulrichs neues Buch jetzt erschienen: „Herr Müller zahlt in bar“ Ansonsten wünsche ich dir noch ganz ganz viel Erfolg mit deinem Business und bis zum nächsten Mal!
Diesmal soll es um die Frage gehen: Wenn du bereits nebenberuflich gegründet hast, wann ist denn dann eigentlich der richtige Moment, um hauptberuflich selbstständig zu werden? Mehr findest du auf: www.it-founder.de/folge138 Schwierig, doch nicht unmöglich Diese Frage ist deshalb so schwer, weil man dafür einiges hinter sich lassen muss. Solange man angestellt ist, hat man ein festes Einkommen. Man hat Arbeitskollegen, wichtige Meetings an der Kaffeemaschine (oder in der heutigen Zeit eben Onlinemeetings) und steht vor dem Fakt, all das aufgeben zu müssen, wenn man selbstständig sein will. Du musst dich auf einmal darauf verlassen, dass du selber in der Lage bist, genug Umsatz zu machen, um davon gut leben zu können. Ich kenne diese Situation zu Genüge von den Kunden in meinem Coaching. Und ich kenne es von mir selber! Ich war selber in der Situation, dass ich nebenberuflich gegründet habe, mein erstes Business lief komplett nebenberuflich und auch die nächsten Firmen habe ich nebenberuflich gegründet und bin dann erst später in die hauptberufliche Selbstständigkeit gegangen. Genauso kenne ich aber auch die Stimmen derer, bei denen alles glatt läuft: Deren Firmen laufen so geil, sie können alle Rechnungen bezahlen, genügend Aufträge akquirieren und entscheiden, was immer sie wollen. Die einen machen einen dicken Urlaub, die anderen reinvestieren. Aber alle wissen, wofür sie es machen. Die Hauptmotivation ist nicht Geld – gutes Geld zu verdienen ist nice to have, aber der Hauptantrieb ist die Freiheit. Für wen man das macht, selber entscheiden zu können, Dinge selber umsetzen zu können. Sofort all in zu gehen ist nicht das, was mich überzeugt. Ich bin eher ein Verfechter davon zu sagen, wenn man eine Idee hat, sollte man die erstmal ausprobieren, bevor man alles darauf setzt. Man sollte sich Feedback vom Markt holen, schauen, ob man überhaupt in der Lage ist, Kunden zu akquirieren, Spaß an den Aufträgen zu haben, Geld reinzuholen (welches dann auch ausreicht) und so weiter. Wenn das jetzt soweit läuft, super, aber dann kommt man irgendwann in die nächste Falle – und diese hat man sich selber aufgebaut: Man kann plötzlich nicht noch mehr Aufträge annehmen, weil der Hauptjob einen genug einnimmt. Jetzt hast du die Last und die Verantwortung aus beiden Welten auf den Schultern und musst entscheiden: Wann löse ich mich von meinem Hauptjob? Szenario 1: Ich teste meine Geschäftsidee Ich habe also diese Idee, weiß aber zu dem Zeitpunkt noch nicht, ob das marktfähig ist. Also fange ich nebenberuflich an, akquiriere meine ersten Kunden, verkaufe die ersten Produkte/Dienstleistungen, bekomme Feedback vom Markt. Meine Leistung ist gefragt, ich bin in der Lage, die Projekte erfolgreich umzusetzen. Es macht Spaß und am Ende steht auf der Rechnung auch ein Betrag, für den sich das Ganze für mich lohnt. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, ich habe meine Bestätigung, es gibt keine Fragezeichen mehr und ich kann jetzt Gas geben. Wenn du jetzt auch noch Rücklagen hast, die dich die ersten paar Monate über Wasser halten würden, bis der Umsatz flüssig läuft, dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt zu gehen und zu sagen, du kündigst und konzentrierst dich voll auf deine Selbstständigkeit. Szenario 2: Ich habe Verpflichtungen Ich habe Familie, ein Haus abzuzahlen, keinerlei Rücklagen, dass ich einfach mal sagen könnte, das nächste halbe Jahr lebe ich von Erspartem oder so. Neben dem Beweis, dass die Geschäftsidee funktionieren kann, kommt jetzt also auch noch der wirtschaftliche Zwang dazu, Geld zu verdienen. In diesem Moment muss ich schlicht und ergreifend ausrechnen, wie viel Geld ich denn eigentlich verdienen muss, damit ich davon leben kann. Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten: Du kannst entweder dein nebenberufliches Engagement so hochfahren, dass du nah an diese Summe dran kommst, dir einen Puffer aufbaust. Das hat aber einen riesen Haken: Du musst über Monate hinweg 150 % oder noch mehr deiner Leistung, deiner eigenen Ressourcen abrufen. Das geht über einen kurzen Zeitraum vielleicht gut, aber mach es auf keinen Fall zu lang. Schau dir genau an, welchen Zeitraum es zu überbrücken gilt und dann mach dir Gedanken, wie du kurzfristig an Geld kommen kannst damit das klappt. Alternativ kannst du auch hingehen und dir ein Team aufbauen oder Dienstleistungen und Produkte zu kaufen, vermitteln, weiterverkaufen. So hängt nicht alles allein an deinen Ressourcen. Szenario 3: Ich baue im Hintergrund an meinem Erscheinungsbild Ich kann mich vorbereiten und lediglich den Call to Action und die Werbung hinten anstellen. Aber mein Internetauftritt steht schon, meine Sichtbarkeit wird besser, mein Name taucht immer wieder auf. Ich habe die Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen, aus denen in ein paar Monaten dann starke Aufträge werden. Die Menschen sehen immer wieder meinen Namen in Verbindung mit einem bestimmten Thema. Es gibt so viele Dinge, die du nebenher schon machen kannst. Baue deinen Expertenstatus aus.  Wenn du dann die Kapazität hast, dann kannst du relativ leicht ernten. Ich bin natürlich super gespannt, wo du gerade stehst. Wenn du also jetzt mit diesen Fragen beschäftigt bist, dann komm in die IT-founder – Facebookgruppe, wir sind mittlerweile über 800 Mitglieder, die sich austauschen und gegenseitig helfen. Schick mir auch gerne ein kurzes Feedback, welche Frage dich gerade umtreibt oder ob du schon all in gegangen bist. Ansonsten wünsche ich dir ganz ganz viel Erfolg mit deinem Business und bis bald!
Dieses Mal ist Stephan Bals, CEO und Gründer der Digatus Systemhausgruppe, bei mir im Interview. Ein spannender Gast, denn Stephan hat eine erfolgreiche, verantwortungsvolle Position im IT-Bereich sausen lassen, um das Abenteuer „eigene Systemhausgruppe“ zu starten. mehr unter: www.it-Founder.de/folge137 Der Status Quo Die IT-Dienstleistungsgruppe Digatus ist mit 100 Mitarbeitern an insgesamt 5 Standorten tätig. Das Unternehmen setzt sich aus drei Schwerpunkten zusammen: dem Beratungsgeschäft, einer eigenen Softwareentwicklung und der Betreuung von Clouds und Rechenzentren. Die Kunden sind dabei in sämtlichen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zweigen unterwegs: vom kleinen 3-Mann-Betrieb bis zum DAX-Konzern und öffentlichen Auftraggebern wie der Kirche oder der Sozialwirtschaft ist alles dabei. Mittlerweile gibt es über 160 aktive Kunden. Gegründet wurde das Unternehmen in 2015. Glückliche Jahre verbrachte Stephan zunächst bei der Siemens AG und später bei der Allgeier-Gruppe, doch irgendwann kam die Sehnsucht, etwas aktiv beeinflussen zu wollen. Bei den großen Unternehmen hatte er keine Chance, durch seine investierte Zeit und Leidenschaft irgendwie am Wert des Unternehmens beteiligt zu werden. In seinem eigenen Unternehmen sind die Rädchen, die er bedienen kann, deutlich größer und haben eine unmittelbare Auswirkung – auch auf den Wert, der entsteht, wenn man ein Unternehmen wachsen lässt. Bei der Gründung haben die Jungs sich die gesellschaftliche Einstellung zu Nutzen gemacht: Zitat: „Alle, tatsächlich alle, haben uns davon abgeraten, eine AG zu gründen, weil sie nun mal unendlich aufwändiger zu führen ist (…). Aber wir dachten uns, dass eine AG größer wirkt, als wir zu dem Zeitpunkt tatsächlich waren – und diese Einschätzung ging zu 100 % auf. (…) Für die Gesellschaft besteht oft noch die Assoziation, eine AG ist eine gehandelte Gesellschaft an der Börse und damit per Definition groß.“ 100 Mio. Umsatz: Das sind ganz schön viele Nullen Stephans Ziel sind die 100 Mio. Euro Umsatz für sein Unternehmen. Doch wie schafft man es, sich solche Ziele zu setzen? Für Stephan gibt es zwei Anhaltspunkte für eine solche Zahl: Auf der einen Seite war ihm und seinem Unternehmen immer klar, dass sie groß werden und groß denken wollen. Seine Vergangenheit hat ihm auch gezeigt, dass man mit viel unternehmerischem Geist und viel Mut relativ schnell größere Strukturen schaffen kann. Zum anderen hat er aber auch das Gefühl, dass dieser Wert nach wie vor als Vision, als hoch gestecktes Ziel dienen kann, welches täglich inspiriert. Auch das Mindset spielt für Stephan eine große Rolle: Wenn man ständig oder öfter über dieses Ziel nachdenkt und sich überlegt, wie man es erreichen kann, dann bewegt man plötzlich andere Denkmuster. Ob er am Ende 70 oder 150 Mio. erreicht, ist ihm tatsächlich egal. Für ihn zählt, dass er eine Vision hat, die ihm alles abverlangt und für die er sich bemühen muss: Zitat: „Es hilft, sich von vornherein ein Ziel zu stecken, für das man sich ziemlich strecken muss, denn dann gehst du anders an dieses Thema ran, als wenn’s ein Ziel ist, dass man erfahrungsgemäß ohnehin nach ein paar Jahren erreicht.“ Vom Manager zum Unternehmer – was ist anders? Stephans Erfahrung nach, stehst du als Unternehmer am Ende immer mit dem Rücken an der Wand. Irgendwann ist hinter dir niemand mehr, der dich streichelt, dir Geld gibt oder Verantwortung abnimmt. Als Manager hast du immer Strukturen über dir, einen Senior Manager beispielsweise oder Vorstände. Die zweite Sache, die Stephan aufgefallen ist: Man ist als Manager nie Cash King. Klar, kennt man die Definition und als Controller jongliert man unter Umständen auch mit Zahlen, doch es ist ein völlig anderes Gefühl, selbst ins Onlinebanking zu gehen. Als Unternehmer lebt man immer ein Stück weit in dem Spannungsfeld der Finanzen und Entscheidungen: Wird der Dispo bewilligt, gibt es genug Kunden, habe ich genug auf dem Konto für alle Rechnungen? Das Unternehmen kann so groß und rentabel sein, wie es will. Ist die Liquidität nicht gegeben, steht man an der Wand. Doch es ist wichtig, so Stephan, das Gesamtbild zu betrachten. In Deutschland wird man viel zu schnell gebrandmarkt, wenn finanziell etwas schief geht. Gerade jetzt in der Coronazeit kann es schnell passieren, dass die äußeren Einflüsse einen Unternehmer in die Knie zwingen – obwohl vorher alles in Ordnung war. Auf keinen Fall aber sollte man aufgeben. Stephans Tipp: Neugründen, weitermachen. In der Silicon Valley, wohin er einen guten Draht hat, sieht man das Ganze lockerer: Wird ein StartUp an die Wand gefahren, wird danach aus den Fehlern gelernt und weitergemacht. Unternehmer = keine Freizeit? Falsch! Erfolg bedeutet nicht, nie wieder Urlaub zu haben. Stephan selbst hat eine gute Lösung für sich gefunden: Bis zu einem gewissen Grat nimmt er die Arbeit einfach mit, indem er – als Frühaufsteher – einfach die Chance nutzt und in den frühen Morgenstunden im noch ruhigen Haus ein zwei Stunden arbeitet. Selfcare und Familienzeit hat er zudem fest in seinem Terminplan geblockt: Zitat: „Das hat am Ende auch mit der Organisation des Tages zu tun (…), ich kümmere mich um mich und meine Familie und wenn man das sehr konsequent in seinen Tag einbaut, dann funktioniert das blendend, man kann sich Freiräume schaffen, ohne dass man plötzlich weniger arbeitet oder schlechter arbeitet.“ Dazwischen hat er durchaus auch mal zwei drei Tage das Handy aus, auch das muss sein. Die „Freizeittermine“ helfen Stephan dabei, über einen längeren Zeitraum vital und kraftvoll zu bleiben. Stephans Tipp für alle Gründer und IT-Unternehmer: „Mir ist wichtig, mutig zu sein, konsequent zu arbeiten und vor allem, Kurs zu halten. Ihr dürft Fehler machen, genauso wie wir Fehler gemacht haben. Wenn man einen Fehler gemacht hat, ist es wichtig, mit viel Selbstbewusstsein weiterzuarbeiten. Vergesst trotzdem nicht, die roten Linien für euch zu definieren, privat wie geschäftlich, und euch idealerweise innerhalb dieser zu bewegen. Setzt euch ein Ziel, lasst euch nicht beirren und geht Schritt für Schritt konsequent jeden Tag einen Schritt darauf zu.“ Dir hat das Interview gefallen und du möchtest gerne mit Stephan in Kontakt treten? Du findest seine Kontaktdaten auf LinkedIn. Ansonsten kannst du dich gerne auf seiner Homepage www.digatus.de umschauen. Ich wünsche dir ganz ganz viel Erfolg mit deinem Unternehmen und danke nochmal an Stephan für das sehr informative Interview!
Diesmal habe ich die liebe Sarah Berger im Interview zu Gast. Sarah ist eine ganz frische Gründerin und Digitalexpertin. Zudem hat sie Wirtschaftsinformatik studiert und unter anderem bei Daimler digitale Geschäftsmodelle verwaltet und begleitet. Hätte sie nicht noch ihren MBA gemacht und schließlich selbst gegründet, wäre sie Tauchlehrerin geworden. Sarah sieht sich als Großdenker und liebt die Natur. mehr unter: www.it-founder.de/folge136 Digitale Produkte – was ist das eigentlich? Digitale Produkte sind nicht eindeutig definiert. Den meisten Menschen kommt bei so etwas vermutlich ein eBook-Kurs in den Sinn oder ähnliches, doch das ist nicht das, was Sarah meint. Digitale Produkte sind für sie eine Kombination aus BWL und IT: Wenn man irgendeine Art von Interface hat, was nicht nur für die Darstellung nützlich ist, sondern auch ein Produkt mit Kundennutzen ist. Besonders spannend ist für Sarah dabei das breite Spektrum: dass man nicht nur die Entwicklung einer Software mitmacht, sondern sich eben auch um die Zielgruppe, die Implementierung und die Umsatzströme kümmert. Zitat: „Das ist auch das, was mich so motiviert und mir so viel Energie gibt. Wirklich Leute zu sehen, die echt struggeln bei dem digitalen Produkt, die einfach nicht wissen, wo fange ich denn an, weil das einfach eine sehr komplexe Welt ist. Diese Leute dann an die Hand zu nehmen und zu sagen, okay, das ist der Weg, da gehen wir jetzt methodisch durch und am Ende hast du auch noch ein Ergebnis – das ist einfach ein total tolles Gefühl.“ Selbstständig oder angestellt – was willst du von deinem Leben? Sarah war bei einem Traditionsunternehmen fest angestellt und hatte einen coolen Job. Doch irgendwann stellte sich die Frage, was sie eigentlich in ihrem Leben erreichen will. Eine Festanstellung bietet vielleicht auf den ersten Blick Sicherheiten, doch wie sicher ist es, dass man sich in einem Unternehmen als Angestellter frei entfalten kann? Dass nicht irgendwann der Arbeitsplatz umgebaut wird, weil das Thema X doch nicht den gewünschten Effekt für die Firma gebracht hat? Sarah selbst hat in dem Buch „The Big Five for Life“ von John Strelecky neue Fragen, aber auch Antworten gefunden. Daraufhin fasste sie endlich den Mut, auf ihren finanziellen Puffer zu vertrauen und es zu versuchen. Aktuell ist sie eine Woche Vollzeit-Selbstständig und vor allem ihre Tagesstruktur hat sich geändert: Wo früher Kollegen, Aufgaben vom Chef oder Termine dafür sorgten, dass man nicht allzu sehr darüber nachdenken konnte, was man macht, muss sie sich jetzt praktisch jeden Tag konkret überlegen, was eigentlich erledigt werden muss. Was sind die Aufgaben, damit sie ihre Ziele erreicht? Viele Selbstständige genießen zunächst die Freiheit und fallen dann ins tiefe Chaos. Sarah hat eine frühe Reflexion geholfen, dass gar nicht erst Chaos ausbricht. Eine Struktur ist auch bei der Arbeitszeit wichtig: Wo früher der Job bestimmt hat, dass man um 8 Uhr anfängt und um 17 Uhr wieder aufhört, muss man sich jetzt beispielsweise Zeit für einen Spaziergang nehmen, um eben reflektieren zu können. Dieses Loslösen von gesellschaftlichen Strukturen muss erst wieder neu gelernt werden. Das hilft auch, zu verhindern, dass man blindem Aktionismus verfällt: Zitat: „Ansonsten machst du nämlich irgendwann ganz viele Sachen, die dich zwar busy machen, aber die dich eigentlich nicht weiterbringen.“ Mit einer Dienstleistung zum Erfolg Sarah und ihr Team bieten kein Softwareprodukt an, sondern eine Dienstleistung: Wenn ein Kunde eine Idee von einem ersten digitalen Produkt hat, aber keinen Anfang zur Umsetzung bzw. zur ersten Vision findet, helfen Sarah und ihre Kollegen aus. Dazu gehört es sowohl, erste Features runterzuschreiben, als auch eine Technologieauswahl zu treffen. Begleitet wird der Weg zur ersten Vision von zahlreichen Fragen: Was ist deine Zielgruppe, möchtest du dich regional oder fachlich eingrenzen, wie möchtest du damit Geld verdienen, etc. Ein Beispiel zu diesem Teil von Sarahs Arbeit haben wir in der Folge durchgespielt. Der nächste Schritt ist dann, zu schauen, was man am Anfang am schlanksten und sinnvollsten umsetzen kann. In unserem Beispiel ging es um eine Plattformidee, doch was sind die häufigsten Fehler, die die Leute mit solchen Plattformideen machen? Laut Sarah sind das nie technologische Schwierigkeiten, sondern vor allem zwei Probleme: Zum einen braucht man eine kritische Masse, wenn man die nicht hat, gehen die Leute auch nicht auf die Plattform drauf. Zum anderen muss man sich klar werden, wie man es schafft, dass die Leute langfristig auf der Plattform bleiben. Mensch, du Gründer, das ist total wichtig! – Ein Gedanke zum Schluss Saras Tipp für alle da draußen, die Ideen haben, doch nicht in die Umsetzung kommen: „Wenn man selber Gründer ist, dann ist mein Tipp, wirklich an der Idee festzuhalten und einfach mal zu springen. Und vielleicht noch ein Punkt: such dir auch gerne mal Hilfe. Egal, ob im Digitalbereich oder in anderen Bereichen, es ist doch total utopisch, zu denken, dass man alles alleine machen kann oder muss. Frag aktiv nach Hilfe, dann gehen sehr viele Türen auf.“ Du findest das Thema spannend und möchtest dich gerne mit Sarah austauschen? Du findest sie am besten über ihre Homepage www.biberei.de oder auf LinkedIn: Sarah Berger – Biberei Wenn du noch Fragen zu deinem IT-Business hast, buch dir gerne einen StartUp-Call bei mir. In der Folge empfohlene Bücher: The Big Five for Life – John Strelecky Deep Work – Cal Newport Vielen Dank an Sarah für das spannende Interview und dir, liebem Hörer, wünsche ich ganz ganz viel Erfolg mit deinem Business!
Dieses Mal ist Franz Karlsberger von amazee.io bei mir im Interview zu Gast. Franz ist Österreicher und lebt inzwischen in München. Nach dem Studium ist er relativ zügig in die Beratung gerutscht und hat sich anschließend, nach zehn Jahren, entschieden, etwas anderes machen zu wollen. Angestellt bei einem führenden Technologieprovider haben sie gemeinsam ein Technologiepartnerteam für eine neue Plattform auf dem Markt aufgebaut. Mittlerweile hat er zwei Söhne und vertreibt sich außerhalb der Arbeit am liebsten die Zeit mit seiner Familie. Franz treibt gerne Sport, fährt gerne Ski und liest gerne. „Plötzlich“ Geschäftsführer Es gab keine wirkliche Notwendigkeit für Franz, von seinem damaligen Arbeitgeber wegzugehen. Eingebettet in 2000 Mitarbeitern gab es allerdings keine wirkliche Entwicklungsperspektive mehr. Amazee.io war mit einer Teamgröße von 15 Personen da durchaus verlockender. Franz‘ Kenntnisse aus der Beratung und dem Technologiebereich machten ihn zudem für das Unternehmen sehr attraktiv. Bis heute bereut er keinen einzigen Tag und genießt das Life Long Learning. Das Unternehmen ist auf containerbasiertes Hosting fokussiert. Entstanden ist das Ganze aus persönlichen Needs heraus: als StartUp innerhalb einer digitalen Webagentur wurde schnell deutlich, dass die Requirements nicht erfüllt wurden. Warum also nicht einen Host oder eine eigene Plattform bauen, die die Needs besser abdecken kann? Als Franz als CEO an den Start ging, war das Unternehmen bereits in der Branche etabliert. Die Remote-Belegschaft (es gibt keine Büros, die Mitarbeiter sind weltweit verstreut) hat Franz mit offenen Armen empfangen. Es gab vorne weg sehr viele Gespräche, um sich über die Vision und das Mindset auszutauschen, um zu sehen, wer was mitbringt und wo man seine Rolle sieht.  Zitat: „Unter Umständen stehen wir vielleicht in einem Jahr irgendwo anders. Und dann holt man sich jemanden zusätzlich mit an Bord, der einen weiterentwickeln kann. Und ich finde, das zeugt auch schon von Größe: Wenn man sagt, okay, das sind meine eigenen Stärken und das sind die Stärken von jemand anderem und kombiniert man die Stärken, ist man einfach viel erfolgreicher.“ Franz nimmt seine Rolle sehr ernst und findet, dass es nicht seine Aufgabe ist, alles besser zu wissen und alle Entscheidungen alleine zu treffen. Für ihn steht die Entwicklung des Unternehmens im Vordergrund – und welche Richtung er dafür vorgeben muss, um diese zu erreichen. Der Kunde ist König – und das Team ist überall Für Franz und seine Kollegen steht der Kunde im Zentrum. Was ist die beste Lösung für den Kunden und wie müssen die Teams drum herum dann aufgebaut werden? Sie müssen sich jedenfalls untereinander organisieren, um den größten Mehrwert zu bieten. Es gibt dabei verschiedene Aufgaben: Ein Development-Team, ein Plattform-Operations-Team, ein Support-Marketing-Team und Sales. Es gilt, wer am nächsten am Kunden dran ist, liefert Input für den Rest. Wichtig ist vor allem, den Pain Point und die häufigsten Supportfragen herauszuarbeiten. Daraus lassen sich dann am besten die Lösung erschließen, die dann den Mehrwert für den Kunden bieten. Doch wie funktioniert das, wie organisiert man sich, wenn die Leute nicht in einem Raum sind? Hauptsächlich hat sich das Team aufgrund des Businessmodells, welches sie bedienen wollen, so aufgestellt: Hosting ist eine 24/7-Geschichte, dadurch ist es einfach notwendig, das Team global aufzustellen. Das fehlende Büro bietet zudem eine Chance: Man kann weltweit Talente für die Firma abfischen, wenn man nicht ortsgebunden arbeitet. Kommunikation ist dabei das A und O: Zitat: „Man muss viel viel mehr noch kommunizieren, als man so schon tut. Ich wohne den Hauptteil meines Tages eigentlich den diversesten Videocalls bei, entweder, um ad hoc etwas mit dem Team zu besprechen, oder weil eines unserer geplanten Meetings ansteht.“ Außerhalb der Pandemie würde man dennoch versuchen, ein bis zwei physische Termine im Jahr zustande zu bekommen, um Strategiethemen oder längerfristige Sachen durch zu sprechen. Bei der Kommunikation helfen dem Team diverse Channels, vor allem auf Slack. Es gibt neben den beruflichen Channels aber auch beispielsweise einen Maker‘s-Channel, auf dem die Kollegen ihre eigenen Projekte posten und den Fortschritt dieser zeigen: Einer zieht gerade in ein Haus und zeigt regelmäßig Updates von der Renovierung. Auch diese Dinge connecten die Teammitglieder. Die Slackchannels helfen tatsächlich auch bei der Kundenkommunikation: Zwar bietet amazee.io das containerbasierte Hosting als Produkt an und hat sich darauf spezialisiert. Der Open Source Gedanke kommt ebenfalls gut an und wird von den Kunden gut angenommen. Doch auch immer mehr Enterprise-Kunden wünschen Open Source, was für ein Unternehmen bedeutet, sich so zu positionieren, dass man diese Serviceleistungen mit anbietet. Auch, wenn es um Enterprise-Support geht. Auch hier muss eine Beziehung mit dem Kunden aufgebaut werden und eben hier kommen die Kunden-Channels zum Einsatz. Tickets sind für Franz keine Option: Zitat: „Ich sage ja, vielleicht haben wir hier noch den Vorteil des eher kleinen Unternehmens, dass wir diese sehr sehr hohe Servicequalität erhalten können. Aber ich finde nichts furchtbarer, als wenn du beim Provider ein Ticket erstellen musst und da steht dann drinnen, dass du noch 72 Stunden zu warten hast. Das ist nicht der Ansatz. Da erwartet der Kunde mehr. Mit Tickets entwickelst du einfach eine Unzufriedenheit beim Endkunden.“ Ein Tipp zum Schluss „Als Unternehmen musst du dich ganz klar positionieren, denn der Markt da draußen ist natürlich crowded. Wofür stehst du also? Das ist ganz ganz wichtig. Halte die Augen und Ohren offen und schau immer, wie du dich als Unternehmen weiterentwickeln kannst. Was tut sich draußen? Wo kannst du dich hin entwickeln?“ Vielen Dank an Franz auch an dieser Stelle nochmal für das tolle ausführliche Interview! Du möchtest Kontakt zu Franz aufnehmen? Hier kannst du ihn finden: https://www.linkedin.com/in/franzkarlsberger/
Heute geht es um einen kleinen Praxistipp, um eine Strategie, wie du als IT-Unternehmer die Portale Xing und LinkedIn (ganz speziell LinkedIn) nutzen kannst, um schnell Neukunden zu akquirieren, wie du sichtbar wirst und wie du vor allem Vertrauen aufbauen kannst, denn das ist etwas, was heutzutage viel, viel zu wenig gemacht wird. Schritt 1: Social Selling – Netzwerken leicht gemacht Also der Grundansatz, den wir heute besprechen, ist das Thema Social Selling. Das heißt also, wir sprechen nicht über irgendwelche bezahlte Werbung oder sowas, sondern wir sprechen darüber, wie du ganz gezielt ein Netzwerk aufbauen kannst, wie du in den Dialog mit potenziellen Interessenten kommen kannst und darüber dann ein Verkaufsgespräch initiierst. Das Ganze kombinieren wir mit Content Marketing. Wie kannst du als Experte positioniert werden, wie kann deine Fachexpertise einfach transportiert werden? Und wie kannst du kontinuierlich Schritt für Schritt mehr Vertrauen bei deiner Zielgruppe aufbauen? How to LinkedIn Also ganz konkret, ich mache es jetzt am Beispiel von LinkedIn. Der erste Schritt ist, dass du dein eigenes Profil erstmal auf Vordermann bringst. Ich empfehle immer mit dem persönlichen Profil zu arbeiten. Es gibt auch ein Unternehmensprofil, das kann man auch einsetzen und nutzen, etwas einfacher ist die Strategie aber wirklich, mit dem persönlichen Profil zu arbeiten, weil Menschen einfach lieber sich mit Menschen vernetzen als mit Organisationen mit Unternehmen. Optimiere also dein Profil, lade ein ansprechendes Foto hoch, wo das Gesicht auch klar zu erkennen ist, gerne auch so ein bisschen Farbe im Hintergrund oder so was, gern die Unternehmensfarbe, es ist aber hier als Eyecatcher gedacht. Dann solltest du deine eigene Tätigkeit beschreiben und dein Unternehmen. Schreib deine Kompetenzen dazu und vielleicht noch zwei drei Empfehlungen von zufriedenen Kunden. Hast du Zertifikate? Dann nimm sie auch mit rein. Alles, wodurch Leute Vertrauen aufbauen können, solltest du erwähnen. Für welches Thema stehst du? Welches Problem löst du für welche Zielgruppe? Und vor allem: Wie kann man dich kontaktieren? „Ist da jemand?“ - Kontaktaufnahme ist das Wichtigste Für den Fall einer Kontaktaufnahme kannst du dir Nachrichten vorbereiten. Das kann einfach eine initiale Nachricht sein, auf die dir ein Teil mit einer Zusage antwortet, ein anderer Teil lehnt ab und der dritte Teil antwortet gar nicht, auch das kommt vor. Dann bereitest du einfach eine zweite Nachricht vor für die, die deine Kontaktanfrage zwar annehmen, aber nicht antworten. Schicke diese zweite Nachricht hinterher und geh am besten auf die einzelnen Leute ein. Grundsätzlich das Wichtigste ist aber erstmal, überhaupt Kontakt aufzunehmen. Wenn dann der Kontakt steht, musst du mit der jeweiligen Person im Dialog eine Beziehung aufbauen. Sie muss Vertrauen zu dir aufbauen, damit eine Geschäftsbeziehung entstehen kann. Mach keinen ewig langen Chat auf, brich einfach das Eis. Versuch, nach den ersten paar Nachrichten den Kanal zu wechseln, vielleicht auf Email oder auf ein Telefongespräch. Schritt 2: Content Das soll es zu Social Selling schon gewesen sein, der zweite Schritt wäre Content-Marketing. Nimm als Richtwert ein bis zwei Beiträge pro Woche auf LinkedIn. Ein kurzer Post, nichts wildes. Je mehr du dich vernetzt, desto mehr Leute sehen dann deine Beiträge und können reagieren und interagieren. Wenn jetzt deine Kontakte aus den Chats deine Beiträge sehen, fühlen sie sich vielleicht angesprochen, gehen darauf ein und schon seid ihr am Telefon. Man sagt, sieben Kontakte braucht es im Schnitt, bis sich ein Kunde ergibt. Im schlimmsten Fall sind es dann trotzdem schon mal sieben Kontakte. Du siehst also, es geht total einfach mit der Strategie, erste Kontakte aufzubauen und vielleicht den einen oder anderen Interessenten in ein Erstgespräch zu bekommen. Wenn du noch Fragen hast, buch dir einen Start-Up-Call mit mir und wir schauen uns deine Strategie an. Ich wünsche dir viel Spaß beim Umsetzen und ganz ganz viel Erfolg für dein Business.
Diesmal soll es darum gehen, was du für dich und deine Unternehmerpersönlichkeit tun musst, wenn du mit deinem Business nicht voran kommst. Wenn du gegen so eine unsichtbare Glaswand läufst und rastlos bist und einfach nichts so klappt, wie es soll und dein Business auf der Stelle steht. In den letzten beiden Folgen hatte ich fabelhafte Interviewgäste, die unter anderem genau über solche Probleme mit mir gesprochen haben. Zwei erfolgreiche IT-Unternehmer aus Deutschland, die offen über ihren Weg sprechen und über die Schwierigkeiten und Entscheidungen, die diesen Weg begleitet haben. Falls du also noch nicht reingehört hast, es lohnt sich! Du findest die Folgen hier:   Ein Interview mit Christian Seifert von der Avenit AG (it-founder.de) Warum ein Bauchgefühl zum großen Erfolg führen kann (it-founder.de)   Neues Jahr, neues Glück Das kennt wirklich jeder: Das neue Jahr beginnt und man startet mit dem Gefühl, dass man dieses Jahr endlich was voranbringen wird. Das geht mir auch so, ich hab es in der Neujahrsepisode schon angesprochen. Wenn du jetzt sagst, deine Ziele sind dir klar, du weißt was du willst und warum du es willst, du reißt dir den Arsch auf – aber es funktioniert einfach nicht, das Unternehmen dümpelt so vor sich hin, wie man so schön sagt: „Nicht genug zum Leben, aber zu viel zum Sterben“, dann bist du hier richtig.   Lass dir vorweg gesagt sein, sowas erleben wir Unternehmer hin und wieder. Man sitzt da und fragt sich, wie es denn eigentlich sein kann, dass man als Unternehmer, als Geschäftsführer, so viel arbeitet und so viel Zeit investiert und irgendwie am Ende doch weniger verdient pro Stunde als ein Angestellter. Man ackert und macht und tut und trotzdem klappt es nicht, endlich neue Mitarbeiter einzustellen. Das sind so Momente, wo es sich lohnt, mal innezuhalten. Frag dich, wie du gerade vorgehst und was deine Alternativen sind. In diesen Momenten siehst du halt unter Umständen die einfachste Lösung nicht, weil deine Routine dich so einspannt und deine Denkweisen und Handlungsmuster dich so im Griff haben, dass du um dich herum nichts mitbekommst. Du versuchst automatisch immer wieder dieselbe Lösung, die dir so viele Male zuvor schon nicht geholfen hat.   Spüre, dass du es schaffen kannst Lös dich von diesen Gedanken und geh nicht nur mit deinem Kopf und Verstand an die Sache ran. Nimm deinen Bauch mit, dein Herz und fühle das Ganze als Unternehmer. Trau dich, erfolgreich zu sein und dich vielleicht auch mal dafür zu blamieren. Etwas Neues auszuprobieren, vielleicht auch mal falsch zu liegen. Und ich weiß, gerade wir ITler sind es nicht gewöhnt, auf unsere Gefühle zu achten und ihnen zu vertrauen. Führ dir vor Augen, dass du dich, wenn du erfolgreich sein willst, auch als Mensch, als Persönlichkeit weiterentwickeln musst. Das entsteht dort, wo du fühlst. Dein Bauchgefühl gibt dir in all der Komplexität wichtige Hinweise.   Es ist dabei völlig egal, wie du dir den Raum und die Ruhe dafür schaffst. Trau dich einfach. Ob durch einen langen Spaziergang, eine Meditation, ganz egal. Lass deine Gedanken fließen, grübel nicht aktiv darüber nach, sondern lausche auf deine Gefühle und auf dein Herz, was es jetzt braucht, um erfolgreich und glücklich zu sein. Lös die Blockaden Wenn du jetzt so weit bist und es annimmst und aufschreibst, dann bist du bereit für den nächsten Schritt. Dann werden sich alle Blockaden lösen und da, wo die Glaswand war, ist freier Durchgang. Dann wirst du das Team aufbauen, was du gerne hättest, dann wirst du die Kunden anziehen und die Preise für die Umsätze verlangen können, die du dir wünschst. Wir machen das im Alltag viel zu selten und deshalb ist es so wichtig, dass wir uns mal darauf einlassen, als Unternehmer und als Mensch. Unser Leben ist schon so saukomplex zu erfassen.   Ich hoffe, dass du das annehmen kannst und wünsche dir, dass du nicht nur auf dem Konto erfolgreich bist, sondern auch als Mensch und dass du als Unternehmerpersönlichkeit wachsen kannst. Geh deinen Weg und bring dein Business auf das nächste Level. Wachse, entwickle dich weiter und hab ein fabelhaftes 2021! Ich wünsche dir ganz ganz viel Erfolg mit deinem Unternehmen!
Diesmal für euch dabei: Oliver Lorenz. Oliver ist 38 und kommt aus Sachsen-Anhalt. Er hat 3 Kinder und ist passionierter Basketballer – und seit dem Lockdown auch fleißiger PokemonGo-Spieler. Nach seinem Studium in Informationsmanagement ist Oliver über ein Praktikum in der IT-Branche gelandet und hat beim Aufbau eines Systemhauses mitgearbeitet. Nach der Arbeit bei weiteren Software-Herstellern hat er schließlich durch einen ehemaligen Chef die Möglichkeit bekommen, ein eigenes Business mit dem Chef und einem dritten Gesellschafter aufzubauen. Das war dann quasi der Übergang zur Selbstständigkeit. Die Teamarbeit mit Dritten ist dabei kein Problem für Oliver: „Ich bin auch jemand, der sagt, naja, wenn sich jetzt die Gelegenheit bietet (…) dann versuche ich das, auch wenn der Plan vielleicht ein anderer war.“ Ganzheitliche IT oder spezialisiert auf ein Thema? Mitte der 2000er, als Olivers Weg in der IT begann, war die Sache klar: Die Zeit war einfach noch nicht reif dafür, zu sagen, man ist jetzt Experte für dieses oder jenes. Man konnte problemlos ein Systemhaus aufbauen und es damit versuchen. Jahre später hätte man vielleicht sagen können, man spezialisiert sich auf das Cloud-Thema beispielsweise. Heutzutage ist es fast anders herum: Wenn man eine gewisse Größe hat, kann man auch als Generalist überzeugen und nach wie vor erfolgreich sein. Allerdings gibt es heute mehr Nischen, für die sich eine Spezialisierung lohnt. Der Weg „danach“ und die Chance einer fixen Idee Nach einigen Jahren zufriedener Zusammenarbeit kam für Oliver irgendwann der Punkt, sich weiter zu entwickeln. Er entschied schließlich, sich im Guten zu trennen und Anteile abzukaufen. Seinen Kollegen auch „danach“ noch in die Augen schauen zu können war ihm wichtig. Doch wie berechnet man so einen Anteil? Die Jungs haben es sich leicht gemacht: Bereits bei Gründung hat man Geschäftsteile eingebracht, welche bewertet wurden. Anhand der Umsatzentwicklung wurde sich dann auf einen Wert geeinigt und gut war es. Da die meisten Mitarbeiter bei Oliver geblieben sind, blieben auch der Handelsregistereintrag und die Erfahrung – mittlerweile blickt das Unternehmen auf 16 Jahre zurück. Hauptsächlich befassen sich die IT-Experten mit Themen wie Doku-Snaps oder Passwortmanagement. Die Kelobit IT Experts, wie das Unternehmen seit 2014 heißt, ergriffen schließlich die Chance, sich eine Expertise bezüglich der DSGVO anzueignen, einer Sache, die plötzlich in aller Munde war und die Kunden unruhig werden ließ. Oliver verließ sich ganz auf sein Bauchgefühl und war bereit, das Risiko einzugehen. „Du kannst jetzt nicht einfach zu einem ITler gehen und sagen, Mensch, mach doch mal ein bisschen Datenschutz. Du redest über Unternehmensprozesse, du musst dich damit auseinandersetzen.“ Die treibende Kraft dafür war einer von Olivers Kumpeln: Ein Doktor, der jahrelang an der Uni gearbeitet hat und nun eine Stelle in der freien Wirtschaft suchte. Schnell war beiden klar, das DSGVO etwas für ihn sein könnte, Handlungsbedarf für die Branche war mehr als deutlich notwendig. Auf eine Schulung folgte dann die Bestätigung, der Mann ist der Richtige für den Job. Seit 2017 arbeitet er nun für Oliver. Mittlerweile gibt es 5 Mitarbeiter in dem Bereich und eine eigene Hotline, bereits im ersten Jahr konnte man 75 neue Kunden gewinnen. Wie Oliver das geschafft hat? Zum einen durch Google AdWords. Der Begriff externer Datenschutzbeauftragter für Sachsen-Anhalt brachte jeden Interessenten zu ihnen. Zum anderen kamen natürlich auch Kunden über die Bestandskunden oder zufriedene Kooperationspartner brachten jemanden mit. Personalführung und Organisation Im Gegensatz zu sehr vielen anderen Unternehmen hatte Oliver 2020 richtig Glück: Sein Unternehmen konnte um rund ein Viertel wachsen. Parallel dazu hat er angefangen, Zwischenebenen zu ziehen: Den Vertrieb erledigt er nach wie vor selbst, für Consulting und Datenschutzinformationssicherheit hat er je einen Abteilungsleiter. Tatsächlich hat er momentan mehr Bewerber, als mögliche freie Plätze. Eine komfortable Situation. Für Oliver ist die überschaubare IT-Szene daran mit Schuld: Man kennt sich untereinander und wird oft persönlich angesprochen. Vieles läuft auch über Empfehlungen. Die Ziele für dieses Jahr sind auch schon gesteckt: Oliver möchte gerne die interne Aufstellung professionalisieren und damit die interne Kommunikation und die  Verantwortlichkeiten besser strukturieren. Auch soll die Marketingabteilung mehr Unterstützung bekommen. Ein Tipp zum Schluss für alle, die weiterkommen wollen: Durch seine Erfahrung und seine eigene Geschichte hat Oliver einen Tipp für all jene, die in ihrer beruflichen Entwicklung irgendwie stehengeblieben sind: Man sollte immer die Augen und Ohren offenhalten für neue Themen und immer im Austausch mit den Kollegen sein. Kooperationen können dabei ebenfalls helfen. Auf jeden Fall sollte man immer über den Tellerrand hinaus blicken und netzwerken. Oliver selbst ist immer offen für neue Kontakte, auch, was Kooperationen betrifft. Am besten kontaktiert man ihn dafür über LinkedIn oder über die Homepage  www.kelobit.de
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Comments (1)

Stefanie Winkelmann

super interessant für alle, die in der IT oder IT- nahen Bereichen gründen. Ich nehme aus jeder Folge wertvolle Anregung für die unterschiedlichsten Bereiche einer Unternehmensgründung, gleichzeitig auch für mich als Freelancer mit.

Apr 6th
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