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Berlin Zwanzig: Eine Stadt in 20 Songs

Berlin Zwanzig: Eine Stadt in 20 Songs

Author: Red Bull

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Description

1998 startete in einem verlassenen Warehouse in Berlin-Friedrichshain die Red Bull Music Academy. Exakt 20 Jahre später kommt sie nun zurück in die Stadt. Zu diesem Anlass blicken die Autorin Laura Ewert und der Journalist Martin Böttcher mit diversen Gästen zurück. Wie wurde Berlin zwischen 1998 bis 2018 zu der Hauptstadt der Freigeister und Feierprofis, die heute die ganze Welt kennt und liebt? Berlin Zwanzig: 20 prägende Songs aus 20 Jahren Berlin, in 20 Folgen.
22 Episodes
Reverse
Mitte der Neunziger lernten sich Gerhard Behles and Robert Henke in Berlin kennen. Die beiden gründeten nicht nur das Projekt Monolake, sondern auch eine der wichtigsten Tech-Firmen der Musikindustrie: Ableton. 2001 brachten sie die revolutionäre Software Live auf den Markt und veröffentlichten den Track “Zero Gravity”. Robert Henke, der Monolake inzwischen alleine macht, wurde nicht müde, nach der perfekten Produktion zu suchen. Seine Stücke prägen die Berliner Elektronik-Szene bis heute.
Ein sauberer Technobeat, langgezogene Flächen und eine Stimme aus einer anderen Dimension. Als erste deutsche Künstlerin veröffentlichte Perel ihren Song “Die Dimension” Ende 2017 auf James Murphys legendärem Label DFA Records, und ihr beeindruckender Aufstieg begann. 2018 ist Annegret Fiedler, wie die gebürtige Erz­ge­birg­le­rin bürgerlich heißt, eine der 61 Teilnehmer/innen bei der Red Bull Music Academy in Berlin. Laura Ewert und Martin Böttcher sprechen mit ihr über ihre Musik, DFA und
Diese Episode ist denen gewidmet, die nach Berlin kommen, um hier ihre Träume zu erfüllen. So wie Pan Daijing, die über Shanghai und San Francisco ihren Weg nach Berlin fand. Dort fand sie zum Avantgarde-Label PAN und machte sich mit ausdrucksstarken Performances auf den Festivals CTM und Atonal einen Namen. Laura Ewert und Martin Böttcher sprechen mit Alexandra Bondi de Antoni (Vogue, i-D) über den Song “Exile”, experimentelle Musik und Räume für Performances in Berlin.
Für den Song dieser Episode drehte Ufo361 das berühmte Zitat von John F. Kennedy zu seinen Gunsten. “Ich Bin Ein Berliner” wurde 2015 zum Hit und läutete ein neues Zeitalter für Berliner Rap ein: Trap nach dem Vorbild Atlantas, gepaart mit gewohnter Kreuzberger Attitüde. Laura Ewert und Martin Böttcher befragen Journalistin und Moderatorin Salwa Houmsi zum immensen Hype um Ufo361. Was macht ihn besonders? Und wie übernahm der Trap-Sound den Deutschrap?
Wenn die Nacht endet, wird es dunkel in Berlin. Kaum ein Song zeugt so schmerzhaft von der düsteren Seite der Stadt wie “Alles Grau“ von Isolation Berlin. Die Band veröffentlicht seit 2015 beim Label Staatsakt. Das eint sie mit Bands wie Stereo Total oder Bonaparte. Einzigartig aber machen sie ihre Musik und ihre Sicht auf die Stadt. Laura Ewert und Martin Böttcher sprechen mit dem Staatsakt-Chef Maurice Summen über sein Signing, Depressionen und die graue Seite von Berlin.
2012 zog Lotic von Houston, Texas nach Berlin, weil er sich als schwuler und schwarzer Mann in den USA nicht mehr sicher fühlte. Seitdem ist Lotic in ständiger Veränderung – Gender, Aussehen, Musik. Als Teil der Berliner Partyreihe und Label Janus sprengen sie mit experimentellen Club-Sounds die elektronische Musikszene auf. Laura Ewert und Martin Böttcher sprechen mit Popforscher und Musikjournalist Henning Lahmann über “Heterocetera”, Lotics Leben und Wirken in Berlin und die queere Szene der H
Moderat, das sind Modeselektor, zwei Herzens-Raver aus Brandenburg, und Apparat, Musiker und Frickler aus dem Erzgebirge. Unterschiedliche Wege führten die drei in Berlin zusammen. Ihr elektronischer Pop-Song “Bad Kingdom” machte sie im Jahr 2013 endgültig zu gar nicht so heimlichen Stars. Laura Ewert und Martin Böttcher sprechen mit Alexandra Dröner, Musikjournalistin und eine Hälfte des DJ-Duos Sick Girls, über den internationalen Erfolg von Moderat und die Berlin-Verbundenheit von Modeselektor.
Der DJ/Produzent Head High ist aufgewachsen in Schwedt, ca. 100 Kilometer nordöstlich von Berlin. Zugang zur Szene fand er – wie so viele – über den legendären Plattenladen Hardwax. Seitdem veröffentlicht er Musik, vor allem unter dem Namen Shed. Head High ist sein Alias für harten House. Damit landete er 2012 einen massiven Clubhit voll seliger Rave-Nostalgie. Laura Ewert und Martin Böttcher sprechen mit René Pawlowitz aka Shed aka Head High über seinen Song “Rave (Dirt Mix)” und Plattenlä
Im Sommer des Jahres 2012 ließ sich Berlin von Dillons zarter Stimme und ihren minimalistischen Elektroklängen hinreißen. “Thirteen Thirtyfive” hieß der Song, der einen ernsthaften Hype um die Halb-Brasilianerin auslöste. Auch Ellen Allien war hin und weg und signte die für das Techno-Label eher ungewöhnliche Sängerin auf BPitch Control. Laura Ewert und Martin Böttcher sprechen mit Daniel Rérat, Ex-Labelmanager von BPitch, über Dillon und einen Sommer voller Hoffnungen.
Die Gebrüder Kalkbrenner. Während der ältere Paul schon seit Jahren auf den Bühnen dieser Welt zuhause ist, kommt Fritz mit einem Überhit in die Öffentlichkeit. “Sky And Sand” wurde 2008 veröffentlicht. Mit dem Film “Berlin Calling”, in dem Paul die Hauptrolle spielte, wurde er dann zur Melodie für Millionen – und zum Soundtrack des Berlin-Bildes einer nicht enden wollenden Afterhour. Laura Ewert und Martin Böttcher sprechen mit Bar25-Resident-DJ Jake The Rapper über den Hype nach “Sky
Es ist 2008 und die ganze Welt will in die Stadt. Aber die Stadt ist nicht mehr dieselbe. Der Song “Come To Berlin” ist der kreative Ausdruck dieser Entwicklung. Barbara Morgenstern veröffentlichte diesen und zahlreiche andere Songs auf Monika Enterprise, dem Label von Gudrun Gut. Als Produzentin, Gründungsmitglied der Einstürzenden Neubauten und Labelbetreiberin ist Gut eine der guten Seelen Berlins. Laura Ewert und Martin Böttcher sprechen mit ihr über Gentrifizierung und Barbara Morgenstern.
Die Walpurgisnacht. In Berlin-Kreuzberg ist die Nacht vor dem 1. Mai traditionell krawallig und politisch aufgeladen. Auch K.I.Z. feierten 2007 ihre ganz eigene “Walpurgisnacht”, die von irren Triebtätern zu einer Splatter-Party umfunktioniert wird. Damit wurden sie zum Aushängeschild des Berliner Labels Royal Bunker. Laura Ewert und Martin Böttcher sprechen mit dem Label-Gründer Marcus Staiger über die “Walpurgisnacht”, den Einfluss von K.I.Z. und die Entwicklung von Berliner Rap.
Wenn der glückliche Open-Air-Rave in Berlin einen Soundtrack hat, dann ist er von Âme. Kristian Beyer und Frank Wiedemann veröffentlichten 2005 ihr Stück “Rej”, das heute nicht nur von DJs auf der ganzen Welt gespielt wird, sondern sogar von Marching Bands intoniert wird. Laura Ewert und Martin Böttcher sprechen mit Henrik Schwarz, DJ und Produzent bei Âmes Label Innervisions, über “Rej”, House in Berlin und den erstaunlichen Aufstieg des Labels.
Als wohl berühmteste DJs des Berghain reisen Ben Klock und Marcel Dettmann heute ohne Pause um die Welt. 2006, als ihr gemeinsamer Track releast wurde, war der Club erst zwei Jahre alt. “Dawning” war die Katalognummer 1 auf dem dazugehörigen Label Ostgut Ton – und nur der Anfang einer legendären Label- und Clubgeschichte. Laura Ewert und Martin Böttcher sprechen mit Journalist und Techno-Chronist Tobias Rapp (“Lost And Sound”) über Ben Klock, Marcel Dettmann und ihre musikalische Heimat.
Es gibt wenige Alben aus dem elektronischen Bereich, die sich so lange gehalten haben, wie das 2003 erschienene “Alcachofa” von Ricardo Villalobos. Dabei kann man nicht mal sagen, dass dieses Album stilbildend war, denn sein Stil wurde nie wieder erreicht. “Dexter” erzählt von einer Zeit, in der es in Berlin noch viel Platz gab, die Zeit zu vergessen. Laura Ewert und Martin Böttcher sprechen mit Autor Tobias Rapp (“Lost and Sound”) über das Phänomen Villalobos.
Anfang der 2000er wurden Berliner Schulhöfe plötzlich mit mysteriösen Tapes überflutet. Auf diesen Tapes war ein roher, kompromissloser Sound zu hören – der Durchbruch von hartem Rap auf Deutsch. Was schon lange im Berliner Untergrund brodelte, wandelte die Plattenfirma Aggro Berlin in ein Erfolgskonzept. Laura Ewert und Martin Böttcher sprechen mit dem Journalisten Marcus Staiger über die Anfänge von Berliner Straßenrap, “Aggro Teil 2” von Bushido, B-Tight, Sido und seine damaligen Konkurren
Ein weiser Mensch hat “Dickes B” von Seeed einmal als Berliner Pendant zu Frank Sinatras “New York, New York” beschrieben. Auf ewig wird dieser Song eine Hymne für jeden stolzen Bewohner der Stadt bleiben. Auch im Rest des Landes wurde das Stück schnell zu einem Hit. In Deutschland grassierte um die Jahrtausendwende das Dancehall-Fieber – und Seeed waren mittendrin. Laura Ewert und Martin Böttcher sprechen mit dem Reggae-Experten Norbert Rudnitzky darüber, was Anfang der 2000er “oben an der
Berlin ist kaum denkbar ohne Ellen Allien und ihr Label BPitch Control. Ihr erstes Album 2001 “Stadtkind” war eine Ode an Berlin. Inzwischen sieht man Ellen oft auf Ibiza und überall sonst auf der Welt. Aber du magst das Stadtkind aus der Stadt kriegen, die Stadt aus Ellen Allien kriegst du nicht. Laura Ewert und Martin Böttcher sprechen mit Sven von Thülen, Co-Autor von “Der Klang der Familie” und früher selbst Künstler bei BPitch, über die DJ und Produzentin und wie sie die Berliner Musiksze
Mit “Fuck The Pain Away” wurde die kanadische Sängerin Peaches von Berlin aus zum Star. Electroclash – genau das Richtige für das Jahr 2000 und das damit einhergehende Versprechen einer neuen Zeit. Laura Ewert und Martin Böttcher sprechen mit Alexandra Dröner vom DJ-Duo Sick Girls über Electroclash, Feminismus und die Berliner Musikszene um die Jahrtausendwende.
In einem kleinen Club an der Rosenthaler Ecke Auguststraße trafen sich in den 90ern an jedem Tag der Woche Musikfreaks, um zu Funk, Soul, Acid Jazz, House und Downbeat zu tanzen. Die Rede ist vom Delicious Doughnuts. Als das sechsköpfige Kollektiv Jazzanova begann, die Einflüsse aus dem Doughnuts in eigene Tracks – wie “Caravelle” – zu gießen, wurde daraus ein globales Phänomen. Laura Ewert und Martin Böttcher sprechen mit Claas Brieler von Jazzanova über ihren weltweiten Einfluss und die Nu-
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