Discoverinsan... MitMENSCHsein auf dem Weg zur MENSCHLICHKEITSVERFASSUNG
insan... MitMENSCHsein auf dem Weg zur MENSCHLICHKEITSVERFASSUNG

insan... MitMENSCHsein auf dem Weg zur MENSCHLICHKEITSVERFASSUNG

Author: k:ulturladen Huchting

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Description

Podcast-Titel:
insan... MitMENSCHsein auf dem Weg zur MENSCHLICHKEITSVERFASSUNG



Was bedeutet es, ein „MitMensch“ zu sein? Der Podcast „insan...MitMENSCHsein!“ gibt dem freiwilligen Engagement in Bremen und Bremerhaven eine Stimme. Wir begleiten Brückenbauer, die Menschen mit Einwanderungsgeschichte beim Ankommen und Mitgestalten unterstützen. Zwischen Erfahrungswerkstätten und der Vision einer neuen MENSCHLICHKEITSVERFASSUNG erkunden wir, wie interkulturelle Begegnung unsere Gesellschaft nachhaltig verändern kann.

Hinter gelingendem Zusammenleben stehen Menschen, die Zeit, Empathie, Erfahrungen und Herzblut einbringen. Sie begleiten Menschen mit Einwanderungsgeschichte, schaffen Begegnungen, geben Orientierung und ermöglichen gesellschaftliche Teilhabe. Doch wie kann dieses freiwillige ehrenamtliche Engagement gestärkt, qualifiziert, vernetzt und dauerhaft strukturell verankert werden?

Der Podcast nimmt euch mit in das Herz des Projekts „insan...MitMENSCHsein!“. Menschen mit und ohne Einwanderungsgeschichte, freiwillig Engagierte und Fachkräfte kommen selbst zu Wort. Sie erzählen von ihren Lebenswegen, ihren Erfahrungen und davon, was Menschsein und MitMENSCHsein für sie persönlich bedeuten. Dabei wird deutlich, wie unterschiedlich die Voraussetzungen, Erfahrungen und Perspektiven sein können – und was Menschen dennoch miteinander verbindet.

Wir berichten aus Erfahrungs- und Verfassungswerkstätten, begleiten Perspektivwechsel und nehmen das Mikrofon mit in Übergangswohnheime und interkulturelle Lern- und Begegnungsräume. Persönliche Geschichten treffen dabei auf die Frage, wie freiwilliges Engagement Menschen mit Einwanderungsgeschichte beim Ankommen, bei der Orientierung und bei gesellschaftlicher Teilhabe unterstützen kann.

Porträts der MitMENSCHlichkeit: Wir stellen Menschen mit und ohne Einwanderungsgeschichte vor, die sich für andere einsetzen. Ihre persönlichen Geschichten zeigen, wo die Wurzeln freiwilligen Engagements liegen können, welche Werte sie dabei leiten und was sie selbst durch Begegnung und Engagement erfahren.

Werkstattberichte und Begegnungen: Wie fühlt sich ein Perspektivwechsel an? Was geschieht, wenn Menschen unterschiedlicher Herkunftskulturen gemeinsam kreativ tätig werden, miteinander sprechen und voneinander lernen? Die Episoden geben Einblicke in konkrete Begegnungen und machen Erfahrungen hörbar, die sonst häufig im Verborgenen bleiben.

Struktur und Qualifizierung: Das Projekt möchte freiwilliges ehrenamtliches Engagement nicht nur sichtbar machen, sondern Bedingungen schaffen, unter denen es sich entwickeln und dauerhaft bestehen kann. Dazu gehören Qualifizierung, Erfahrungsaustausch, methodisches Know-how, Vernetzung und die Entwicklung von Strukturen, die Menschen unterstützen, die sich freiwillig für Menschen mit Einwanderungsgeschichte engagieren.

Auf dem Weg zur MENSCHLICHKEITSVERFASSUNG: Gemeinsam mit unterschiedlichen Menschen fragen wir, welche Werte ein menschliches Zusammenleben tragen. Welche Bedeutung haben Würde, Respekt, Empathie, Freiheit, Wertschätzung und Verantwortung? Aus persönlichen Erfahrungen, Gesprächen, Werkstätten und öffentlichen Aktionen entwickelt sich Schritt für Schritt eine lebendige MENSCHLICHKEITSVERFASSUNG.

Inspiration zum Mitmachen: Der Podcast zeigt, wie aus persönlichen Begegnungen, kreativen und medialen Formaten sowie freiwilligem Engagement ein wachsendes Netzwerk des MitMENSCHseins entstehen kann. Er möchte Menschen ermutigen, sich selbst einzubringen und Teil dieser Strukturen zu werden.

Ein Podcast über Empathie, Würde, gesellschaftliche Teilhabe, interkulturelle Begegnung und die Kraft des freiwilligen Engagements – für ein vielfältiges und solidarisches Land Bremen.
16 Episodes
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Folge 16: Menschlichkeit braucht Mut, Mitgefühl und offene Herzen – Carsten Bremer und Irene Löwenthal-Morgan insan … Mensch sein – MitMENSCHsein | Auf dem Weg zur Bremer Menschlichkeitsverfassung Was bedeutet Menschlichkeit, wenn aus Mitgefühl konkretes Handeln wird? Wie verändert sich unser Blick auf andere Menschen, wenn wir ihre Lebensgeschichten kennenlernen, ihnen helfen und selbst Unterstützung erfahren? In Folge 16 begegnen wir zwei Menschen, deren Erfahrungen zeigen, wie viel Menschlichkeit im alltäglichen Miteinander entstehen kann. Carsten Bremer wurde 1967 in Bremen geboren und bezeichnet sich selbst als Kosmopolit. Seine Reisen haben ihn gelehrt, anderen Kulturen mit Offenheit, Respekt und Neugier zu begegnen. Für ihn gehören zur Menschlichkeit nicht nur Empathie und Toleranz gegenüber Menschen, sondern auch die Achtung vor Tieren und der Natur. Besonders prägend ist seine Freundschaft mit einer jungen Frau aus Uganda, die er 2018 auf einer Reise über den Viktoriasee kennenlernte. Als sie 2024 nach Deutschland kam und hier einen Neuanfang suchte, entschied er sich, sie zu unterstützen. Er erzählt von Behördengängen, Sprachbarrieren und den Herausforderungen des Ankommens – aber auch davon, wie sehr diese Erfahrungen sein eigenes Leben bereichert haben. Seine Überzeugung: Menschlichkeit braucht Mut. Mut, Verantwortung zu übernehmen, bei Hass und Ausgrenzung nicht wegzuschauen und anderen Menschen ohne Erwartung einer Gegenleistung beizustehen. Als Symbol wählt er die liegende Acht, das Zeichen der Unendlichkeit. Denn Mitmenschlichkeit hat für ihn weder Anfang noch Ende. Im zweiten Teil lernen wir Irene Löwenthal-Morgan kennen. Sie wurde 1949 auf einer Farm in Cinta in Liberia geboren und kam Anfang der 1990er-Jahre während des Bürgerkriegs mit ihren Kindern nach Deutschland. Die Aufnahme durch Freunde und die Unterstützung, die sie damals erfuhr, sind für sie bis heute eindrückliche Beispiele gelebter Menschlichkeit. Heute engagiert sie sich ehrenamtlich in der Bremer Zionsgemeinde. Einmal im Monat kocht sie für Menschen, die gemeinsam an einem liebevoll gedeckten Tisch essen können – unabhängig davon, ob sie etwas bezahlen können. Auch die Begleitung älterer Menschen, ihre frühere Arbeit im Kindergarten und die Sorge um ihre Familie gehören zu ihrem Verständnis von Mitmenschlichkeit. Irene Löwenthal-Morgan erinnert daran, wie wichtig Zuhören, Mitgefühl und ein bewusster Umgang mit unseren Ressourcen sind. Ihr Vorschlag für die Bremer Menschlichkeitsverfassung lautet: „Wir sind Menschen, wir sollen einander achten, respektieren, tolerieren und voneinander lernen, um miteinander in Frieden leben zu können.“ Als Symbol der Menschlichkeit wählt sie einen Baum: fest verwurzelt, lebendig und Schutz spendend für Menschen und Tiere. Eine Sendung über Hilfsbereitschaft ohne Eigennutz, über Flucht und Ankommen, über die Kraft kleiner Gesten und über den Ubuntu-Gedanken: „Ich bin Mensch, weil du bist.“ Moderation und Redaktion am Mikrofon: Claudius Jöcke. Klanggestaltung, technische Umsetzung und Sendeverantwortung: Norbert Ellrich. Eine Produktion der Medienwerkstatt Huchting in Zusammenarbeit mit dem Kulturladen Huchting.
Folge 15: Menschlichkeit heißt, füreinander da zu sein – Ida Büsing und Hans-Günther Sanders insan … Mensch sein – MitMENSCHsein | Auf dem Weg zur Bremer Menschlichkeitsverfassung Was bedeutet es, anderen Menschen mit Achtung, Respekt und Liebe zu begegnen? Wie können Kultur, freiwilliges Engagement und persönliche Zuwendung dazu beitragen, dass sich Menschen willkommen und angenommen fühlen? In Folge 15 erzählen zwei Menschen von ihren Erfahrungen und davon, wie Menschlichkeit für sie zu einer gelebten Haltung geworden ist. Ida Büsing hat gemeinsam mit ihrem Mann die Villa Sponte in Bremen zu einem lebendigen Ort für Kunst, Kultur und Begegnung entwickelt. Konzerte, Lesungen und Ausstellungen stehen dort grundsätzlich allen Menschen offen – unabhängig davon, wie viel Geld sie besitzen. Wer mehr bezahlen kann, gibt mehr; wer wenig oder nichts hat, darf trotzdem teilnehmen. Rund 40 Ehrenamtliche unterstützen die Arbeit und tragen zu einer Gemeinschaft bei, in der Geben und Nehmen selbstverständlich geworden sind. Für Ida Büsing gehören Empathie, Toleranz und Respekt untrennbar zur Menschlichkeit. Ihre Erfahrungen als Pflegemutter von vier Kindern und die Begegnungen in der Villa Sponte haben diese Überzeugung geprägt. Ihr Vorschlag für die Bremer Menschlichkeitsverfassung lautet: „Jeder Mensch sollte einmal am Tag etwas für einen anderen Menschen tun, was dem Menschen gut tut.“ Im zweiten Teil begegnen wir Hans-Günther Sanders, der über 32 Jahre Pastor der evangelischen Zionsgemeinde in der Bremer Neustadt war. Für ihn lässt sich Menschlichkeit nicht ohne den Mitmenschen denken. Der Ubuntu-Gedanke – dass wir nur in Verbundenheit mit anderen Mensch sein können – ist für ihn von zentraler Bedeutung. Er erzählt von der bedingungslosen Liebe seiner Mutter, von persönlichen Verlusten, von seinen Enkelkindern und von Menschen, denen er als Pastor begegnet ist. Gerade bei Menschen, die gesellschaftlich ausgegrenzt werden, möchte er nicht allein auf ihre Fehler schauen, sondern auf ihre Fähigkeiten und Möglichkeiten. Seine Überzeugung: Liebe bedeutet auch, die Rechte anderer anzuerkennen, Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen und Menschen immer wieder eine neue Chance zu geben. Besonders eindrücklich ist sein Bild vom Gemeindehaus als „Gewächshaus Gottes“: ein Ort, an dem jeder Mensch willkommen ist, Unterstützung erfährt und sich entwickeln kann. Eine Sendung über gelebte Solidarität, kulturelle Teilhabe, die Kraft der Liebe und die Verantwortung, einander mit Würde zu begegnen. Moderation und Redaktion am Mikrofon: Claudius Jöcke. Klanggestaltung, technische Umsetzung und Redaktion: Norbert Ellrich. Eine Produktion der Medienwerkstatt Huchting in Zusammenarbeit mit dem Kulturladen Huchting.
Folge 14: „Ich sehe dich“ – Menschlichkeit beginnt mit Begegnung insan … Mensch sein – MitMENSCHsein | Auf dem Weg zur Bremer Menschlichkeitsverfassung Was braucht es, damit Menschen sich gesehen, angenommen und miteinander verbunden fühlen? Manchmal genügt ein Lächeln, ein freundlicher Blick oder die Bereitschaft, einem anderen Menschen zuzuhören. In Folge 14 begegnen wir zwei Menschen, deren unterschiedliche Lebenswege zeigen, wie Menschlichkeit im Alltag entstehen und wachsen kann. Inka Helmke wurde in Bremen-Huchting geboren und ist Geschäftsführerin des Mütter- und Familienzentrums Huchting. Außerdem engagiert sie sich ehrenamtlich im Bremer Rat für Teilhabe und Diversität in der Migrationsgesellschaft. Für sie bedeutet Menschlichkeit, Menschen nicht vorschnell nach Herkunft, Geschlecht oder Aussehen einzuordnen. Ihr Leitgedanke lautet: „Ich sehe dich.“ Sie erzählt von ihrer früheren Tätigkeit in der internationalen Raumfahrt, von der Offenheit ihres Elternhauses und von kleinen Begegnungen, die große Wirkung entfalten können. Besonders wichtig sind ihr öffentliche Räume, in denen Menschen ungezwungen zusammenkommen. Eine Bank, ein freundlicher Platz oder gemeinsame Aktivitäten können Verbundenheit schaffen und das Zusammenleben im Stadtteil bereichern. Im zweiten Teil lernen wir Khadim Fall kennen. Er wurde 1979 in Dakar im Senegal geboren. Seine Lebensgeschichte führt von einer zunächst wohlhabenden Kindheit über Armut, Gewalt und persönliche Krisen bis zu einer tiefgreifenden Veränderung seiner Lebenseinstellung. Er berichtet, wie Begegnungen mit anderen Menschen, der Boxsport und die spirituelle Gemeinschaft der Baye Fall ihm halfen, Hass und Gewalt hinter sich zu lassen. Die Baye Fall gehören zu einer sufischen Tradition des Islam im Senegal. Für Khadim Fall stehen Bescheidenheit, Hilfsbereitschaft, Gewaltlosigkeit und die Verantwortung gegenüber anderen Menschen im Mittelpunkt. Seine Überzeugung: Menschlichkeit bedeutet, das eigene Ego zurückzustellen, die Freiheit anderer zu achten und niemanden auszugrenzen. Gerade Menschen, die neu in einem Land ankommen, brauchen offene Türen und Unterstützung. Musikalisch begleiten uns unter anderem Paul McCartneys „Ebony and Ivory“ sowie westafrikanische Klänge von Ali Farka Touré und Ry Cooder. Eine Sendung über das Gesehenwerden, die Kraft persönlicher Veränderung und die Erkenntnis, dass wir nur miteinander wirklich Mensch sein können. Moderation: Claudius Jöcke. Klanggestaltung und Sendeverantwortung: Norbert Ellrich. Eine Produktion der Medienwerkstatt Huchting in Zusammenarbeit mit dem Kulturladen Huchting.
Folge 13: Menschlichkeit braucht Verbundenheit und Mitgefühl – Christel Fangmann und Dr. Mustafa Aydogdu insan … Mensch sein – MitMENSCHsein | Auf dem Weg zur Bremer Menschlichkeitsverfassung Was bedeutet Menschlichkeit in einer Zeit, in der Digitalisierung, gesellschaftliche Veränderungen und politische Spannungen unser Zusammenleben prägen? Wie können wir Verbundenheit schaffen und Mitgefühl im Alltag leben? In Folge 13 begegnen wir zwei Menschen, die aus unterschiedlichen Lebensgeschichten heraus Antworten auf diese Fragen suchen. Christel Fangmann, interkulturelle Trainerin und seit vielen Jahren in Bremen engagiert, versteht Menschlichkeit als unmittelbare Begegnung. Menschen mit allen Sinnen wahrzunehmen, ihnen zuzuhören und ihnen auf Augenhöhe zu begegnen, ist für sie entscheidend. Dabei spielt auch die Gestaltung unserer Lebensräume eine wichtige Rolle: Wohnungen, Architektur und öffentliche Plätze sollten den unterschiedlichen Bedürfnissen der Menschen gerecht werden. Sie erzählt von ihrer Freude daran, Menschen miteinander zu verbinden, von ihrem freiwilligen Engagement und davon, wie die Geburt ihres Enkelkindes ihr Verständnis von Verbundenheit verändert hat. Eine Begegnung mit hilfsbereiten Frauen in Marrakesch zeigt ihr, wie Menschlichkeit auch ohne gemeinsame Herkunft unmittelbar erfahrbar wird. Für die Bremer Menschlichkeitsverfassung wünscht sie sich das Recht jedes Menschen, seine Fähigkeiten und Wünsche entfalten zu können – und ein Leben, das von Respekt, Geborgenheit und Lebensfreude geprägt ist. Im zweiten Teil berichtet Dr. Mustafa Aydogdu von seinem Lebensweg. In Istanbul geboren, kam er als Achtjähriger nach Deutschland. Seine Eltern vermittelten ihm eine Haltung, in der Hass und die Abwertung anderer Menschen keinen Platz hatten. Als Arzt erlebt er täglich, wie wichtig echtes Mitgefühl ist. Fachliche Kompetenz allein genügt ihm nicht: Patientinnen und Patienten müssen spüren, dass sie ernst genommen werden. Eine eigene Erfahrung als Patient hat ihm gezeigt, wie viel eine kleine menschliche Geste bewirken kann. Mit Sorge betrachtet er gesellschaftliche Entwicklungen, bei denen Macht und Eigennutz die Menschlichkeit verdrängen. Sein Vorschlag für die Bremer Menschlichkeitsverfassung: Minderheiten sowie sozial und wirtschaftlich benachteiligte Menschen brauchen besonderen Schutz. Eine Sendung über Begegnungen, Vertrauen, freiwilliges Engagement und die Verantwortung, Menschlichkeit nicht nur einzufordern, sondern selbst zu leben. Musikalisch begleitet uns unter anderem Louis Armstrong mit „What a Wonderful World“. Moderation: Claudius Jöcke. Klanggestaltung und Sendeverantwortung: Norbert Ellrich. Eine Produktion der Medienwerkstatt Huchting in Zusammenarbeit mit dem Kulturladen Huchting.
Folge 12: Menschlichkeit leben – Zwei Frauen, zwei Lebenswege insan … Mensch sein – MitMENSCHsein | Auf dem Weg zur Bremer Menschlichkeitsverfassung Was macht uns stark, wenn das Leben uns vor große Herausforderungen stellt? Woher kommen Mitgefühl, Solidarität und die Bereitschaft, sich für andere Menschen einzusetzen? In der zwölften Folge begegnen wir zwei Frauen, deren unterschiedliche Lebenswege von persönlichen Erfahrungen, gesellschaftlichen Herausforderungen und dem Wunsch geprägt sind, Menschlichkeit im Alltag zu leben. Sandra Oviahon wurde in Benin City in Nigeria geboren und zog als Zwölfjährige nach Italien. Im Gespräch erzählt sie von ihrer Kindheit, ihren Schulerfahrungen in Nigeria und dem großen Unterschied zum italienischen Bildungssystem. Ohne Italienischkenntnisse musste sie sich in einer fremden Schulklasse zurechtfinden. Mit Ausdauer und Entschlossenheit gelang ihr der Bildungsweg bis zum Masterabschluss in Marketing und Kommunikation. Heute lebt Sandra in Deutschland und trägt als Mutter große Verantwortung. Sie beschreibt, wie ihre Lebenserfahrungen sie stark gemacht haben und warum Mitgefühl, Hilfsbereitschaft und Verständnis für andere Menschen zu ihren wichtigsten Werten gehören. Ihr eigener Vorname steht für sie sinnbildlich für den Schutz anderer Menschen. Im zweiten Teil lernen wir Carmen Hutj kennen. Die Sozialarbeiterin engagiert sich im Vorstand des Bremer Rates für Teilhabe und Diversität in der Migrationsgesellschaft. Eigene Rassismuserfahrungen während ihrer Schulzeit haben sie dazu bewegt, sichere Räume für Mädchen und Frauen zu schaffen. Mit ihrer Empowerment-Plattform „Lafam“ unterstützt sie Menschen dabei, selbstbewusst mit Diskriminierung umzugehen und gesellschaftliche Teilhabe zu gestalten. Sie spricht über freiwilliges Engagement, Solidarität, die Bedeutung von Familie und Natur sowie über einen achtsamen Umgang mit sich selbst und anderen. Ihr Vorschlag für die Bremer Menschlichkeitsverfassung lautet: „Jeder Mensch hat das Recht zu lieben und geliebt zu werden.“ Den musikalischen Abschluss bildet „Baraye“ des iranischen Musikers Shervin Hajipour – ein Lied über Freiheit, Menschenrechte und die Hoffnung auf eine menschlichere Welt. Eine Sendung über persönliche Stärke, gelebte Vielfalt und die Kraft der Liebe als Grundlage des Mitmenschseins. Moderation: Claudius Jöcke. Schnitt und Sendeverantwortung: Norbert Ellrich. Eine Produktion der Medienwerkstatt Huchting in Zusammenarbeit mit dem Kulturladen Huchting.
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