DiscoverDie Woche – der Pfefferminzia Podcast für VersicherungsheldenDie Woche #96 – Der Pfefferminzia Podcast für Versicherungshelden
Die Woche #96 – Der Pfefferminzia Podcast für Versicherungshelden

Die Woche #96 – Der Pfefferminzia Podcast für Versicherungshelden

Update: 2022-07-22
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Willkommen zu Folge 96 unseres Podcasts!

Moin aus Hamburg und herzlich Willkommen zu Folge 96 unseres Podcasts. Heute ist Freitag, der 22. Juli 2022.


Wir melden uns zurück aus der Sommerpause und haben heute diese Themen für Sie:



  • Aufzählungs-TextWir sprachen mit Hannes Heilenkötter, Technik-Vorstand des Maklerpools Blau Direkt, über den Einstieg des US-Private-Equity-Unternehmens Warburg Pincus bei den Lübeckern.

  • Aufzählungs-TextIn den News der Woche zeigt eine aktuelle Studie, welche Gefahren für Unternehmen die höchsten Versicherungsschäden nach sich ziehen, viele Menschen tun sich schwer damit, die richtigen Vorsorgeentscheidungen zu treffen, Nachhaltigkeit zieht bei den deutschen Versicherungskunden weniger als erhofft und Cyberversicherungen kommen in den Unternehmen immer besser an.

  • Aufzählungs-TextUnd für unser Schwerpunktthema für den Monat Juli, „Reise“, erklärt uns Alina Sucker, Underwriting Manager Art & Private Clients bei Hiscox, worauf es bei der Versicherung von Ferienimmobilien ankommt.


WERBUNG
Die Zurich Gruppe Deutschland sucht wieder Deutschlands nachhaltigstes Maklerunternehmen!
Papierarmes Arbeiten, Mülltrennung, Fahrrad statt Dienstwagen, Nachhaltigkeitsaspekte in der Beratung, ein eigener Nachhaltigkeitsbericht – viele Maklerunternehmen richten ihr Büro zunehmend nach Nachhaltigkeitskriterien aus. Doch wer macht’s am besten? Zurich sucht gemeinsam mit Pfefferminzia zum zweiten Mal Deutschlands nachhaltigstes Maklerbüro. Und zwar in den Kategorien Einzelmakler und Maklerunternehmen mit mehr als zwei Mitarbeitern.
Die Prämierung erfolgt auf der DKM am zweiten Messetag. Zurich freut sich auf Ihre Bewerbung – noch bis zum 22. August ist das möglich. Alle Informationen zu dem Wettbewerb finden Sie auf https://nachhaltiges-maklerbuero.pfefferminzia.de/


Im Gespräch
Mit Hannes Heilenkötter, Blau Direkt

Der Einstieg von HG Capital beim größten deutschen Maklerpool, der Fonds Finanz aus München, hat die Branche Ende vergangenen Jahres aufhorchen lassen. Und nun zeigt sich, dass dies nicht das einzige Engagement von Private-Equity-Unternehmen im deutschen Poolmarkt bleibt: Unter dem Aktenzeichen B9-65/22 läuft beim Bundeskartellamt ein sogenanntes Fusionskontrollverfahren. Konkret prüft die Behörde den geplanten Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung der US-Private-Equity-Firma Warburg Pincus an der Blau-Direkt-Gruppe. Was verspricht sich der Lübecker Maklerpool von dem Einstieg? Ist dies womöglich als Antwort im „Superpool-Wettstreit“ mit dem Rivalen Fonds Finanz zu verstehen? Und was ändert sich bei Blau Direkt künftig für Versicherungsmaklerinnen- und -makler? Darüber sprechen wir jetzt mit dem Technik-Vorstand Hannes Heilenkötter.


**Die News der Woche
**Ungeachtet allen technischen Fortschritts lehrt diese Urgewalt den Menschen auch heute noch das Fürchten: Feuer. Die verheerenden Waldbrände, die derzeit vor allem in Südeuropa wüten, führen uns dies deutlich vor Augen – und auch die Versicherer haben großen Respekt vor Feuerschäden. So sind zwar Cyberattacken auf dem Vormarsch, doch für Unternehmen weltweit und in Deutschland bleibt Feuer mit einem Anteil von über 20 Prozent die häufigste Schadenursache.


Das berichtet der Allianz-Industrieversicherer AGCS auf Basis von 530.000 ausgewerteten Schadenmeldungen aus über 200 Ländern, die sich auf knapp 89 Milliarden Euro summieren. Ausgewertet wurde dabei ein fünfjähriger Zeitraum von Anfang 2017 bis Ende 2021, der sich dabei nicht allein auf eingereichte Schäden bei der AGCS bezieht.


An zweiter Stelle hinter Explosion und Feuer lagen Naturkatastrophen mit einem Anteil von 15 Prozent an den Gesamtschäden weltweit, gefolgt von menschlichen Fehlern mit 9 Prozent. Das beinhaltet die falsche Bedienung von Maschinen ebenso wie Baumängel oder schlechtes Produktdesign. Zusammengerechnet machen diese drei häufigsten Schadenkategorien weltweit mit 45 Prozent fast die Hälfte der Gesamtschäden aus. Auch bei den über 47.000 in Deutschland gemeldeten Industrie-Schadenfällen lag Feuer an erster Stelle, obwohl die Brandschutz-Vorschriften hierzulande strenger sind als in vielen Entwicklungs- und Schwellenländern.


Die Experten der Allianz gehen in ihrem Bericht davon aus, dass die hohe Inflation die Schäden weiter in die Höhe treiben wird – allein, weil bei Reparaturen Material- und Personalkosten teurer werden. Zunehmend teuer werden demnach auch die durch Betriebsunterbrechung verursachten Schäden, etwa wenn ein Unternehmen wegen Feuers, Wassers oder Sturms vorübergehend stillsteht. So sei der durchschnittliche Schaden pro Fall innerhalb der betrachteten fünf Jahre von 3,1 auf 3,8 Millionen Euro gestiegen.


Falls der befürchtete Stopp der russischen Gaslieferungen im nächsten Winter dazu führen sollte, dass Fabriken und Betriebe stillstehen, wäre das nach Worten von AGCS-Schadenvorstand Thomas Sepp in aller Regel aber kein Versicherungsfall: „Das Fernbleiben von Rohstoffen oder Energie – oder Verspätung davon – ist kein versicherbares Ereignis unter einer normalen Betriebsunterbrechung“, so Thomas Sepp.


Jingle
Viele Menschen hierzulande finden es zunehmend schwierig, die richtigen Vorsorge- und Finanzentscheidungen zu treffen. Das geben 61 Prozent der Deutschen zu. Mehr als die Hälfte ist finanziell auch nicht auf unerwartete Wendungen im Leben vorbereitet. Das sind Ergebnisse einer Umfrage des Versicherers Swiss Life Deutschland, für die Marktforscher von Yougov mehr als 1.000 Personen befragten.


Für 80 Prozent ist es aber ein elementares Bedürfnis, bei Finanzfragen selbstbestimmt entscheiden zu können. 69 Prozent sehen sich für den Erfolg oder Misserfolg ihrer finanziellen Vorsorge selbst verantwortlich. Und trotzdem fühlt sich derzeit ein knappes Drittel eher weniger selbstbestimmt, wenn es um Geld- und Finanzfragen geht. 45 Prozent der Befragten haben in der Vergangenheit schon mindestens einmal eine wichtige finanzielle Entscheidung getroffen, die sie später gerne rückgängig gemacht hätten. Dabei hat rund ein Drittel schon einmal eine größere Menge Geld verloren, weil er oder sie sich im Vorfeld nicht sorgfältig genug informiert hatte.


Immerhin 61 Prozent geben an, aus früheren (Fehl-) Entscheidungen gelernt zu haben und rund ein Viertel der Befragten würde sich nachträglich lieber beraten lassen. Vor allem die Generation der Babyboomer und die Generation X hätten sich bei Entscheidungen rund um den Ruhestand gewünscht, eine persönliche Finanzberatung in Anspruch genommen zu haben.


Fast zwei Drittel der Befragten finden, dass Beratung bei Finanz- und Vorsorgethemen wichtig ist. Vor allem bei einem wichtigen Vertragsabschluss ist die Interaktion in der persönlichen Finanzberatung für viele Befragte unabdingbar. Das Vertrauen in die Beratung ist dabei über alle Generationen hinweg mit insgesamt 79 Prozent groß. Na, das sind doch mal ganz gute Nachrichten.


Jingle
Das muss man erstmal sacken lassen: Die meisten Deutschen sind nicht bereit, für mehr Nachhaltigkeit höhere Versicherungsprämien zu zahlen oder auf Leistungen zu verzichten. Das ergab eine aktuelle Umfrage im Auftrag des Beratungsunternehmens Bearing Point, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz durchgeführt wurde. „Insbesondere aus Sicht deutscher Kunden darf Nachhaltigkeit im Kontext von Versicherungsschutz nichts kosten“, lautet das ernüchternde Fazit der Studienautoren.


Die Bereitschaft, Leistungseinbußen oder höhere Prämien für mehr Nachhaltigkeit hinzunehmen, ist zwar in der jungen Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen tendenziell höher. Doch beim Blick auf die Zustimmungswerte in der Gesamtbevölkerung wären in Deutschland nur 32 Prozent, in Österreich 41 Prozent und in der Schweiz immerhin 46 Prozent bereit, für mehr Nachhaltigkeit auf Versicherungsleistungen zu verzichten.


Gefragt nach der Bereitschaft zur Zahlung einer höheren Prämie für einen nachhaltigen Zweck, wären sogar nur 27 Prozent der Deutschen, 39 Prozent der Österreicher und 36 Prozent der Schweizer dazu bereit. Über 50 Prozent lehnen in allen drei Ländern eine erhöhte Prämie ab, um damit eine nachhaltige Produktausrichtung zu fördern.


Schon im Vorjahr stimmten weniger als ein Drittel der Idee zu, den Versicherungsschutz für weniger umweltfreundliche Fahrzeuge, wie etwa große SUV, zugunsten von Fahrzeugen mit guter Klimabilanz zu verteuern, geben die Autoren zu bedenken. Zwar bejahen die meisten Befragten in allen drei Ländern, dass Versicherungsunternehmen eine wichtige Rolle bei der Förderung von Nachhaltigkeit spielen sollen – doch die Zustimmung hierfür ist gegenüber dem Vorjahr deutlich gesunken. So sind aktuell 53 Prozent der Deutschen, 64 Prozent der Österreicher und 67 Prozent der Schweizer der Ansicht, dass Versicherer mit ihren Produkten nachhaltiges Verhalten fördern sollen. 2021 sagten das aber noch 71, 80 und 81 Prozent.


Giso Hutschenreiter, Partner und Versicherungsexperte bei Bearing Point, interpretiert die Ergebnisse so: „Nachhaltigkeit setzt sich in den Köpfen der Verbraucher fest. Mit vermeintlich steigendem Verständnis für das Thema, nimmt aber auch die Skepsis hinsichtlich der Rolle von Versicherungen und Versicherungsprodukten beim Thema Nachhaltigkeit zu.“ Insbesondere in Deutschland scheine das Thema aktuell besonders schwierig, fügt Hutschenreiter hinzu – und mutmaßt, dass sich die traditionellen Vorbehalte deutscher Verbraucher gegenüber Finanzinstituten beim Thema Nachhaltigkeit fortzusetzen scheine. Immerhin setze sich aber bei anlageorientierten Produkten die Einschätzung durch, dass auf längere Sicht die nachhaltige Ausrichtung sich zumindest nicht nachteilig auf die Rendite auswirke, so der Experte. Na, darauf lässt sich doch aufbauen.


Jingle
Cyberversicherungen legen bei kleinen und mittleren Unternehmen an Bekannt- und Beliebtheit zu. So hat sich die Zahl der Cyberversicherungen von 2018 bis 2021 von rund 45.000 auf rund 155.000 Policen mehr als verdreifacht. Die Beitragseinnahmen stiegen von rund 47 auf rund 160 Millionen Euro, berichtet der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).


„Noch vor fünf Jahren waren Cyberversicherungen in weiten Teilen der mittelständischen Wirtschaft unbekannt. Viele der befragten Entscheider kannten das Angebot gar nicht oder standen einer entsprechenden Absicherung skeptisch gegenüber“, sagt Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des GDV. Seitdem habe sich viel getan.


In mittelgroßen Unternehmen mit 50 bis 249 Mitarbeitenden und 10 bis 50 Millionen Euro Umsatz sei die Cyberdeckung mittlerweile deutlich mehr Entscheidern bekannt. Während 2018 noch 37 Prozent von einer Cyberversicherung nichts wussten, sind es 2022 nur noch rund 22 Prozent. Ebenso positiv entwickeln sich die Abschlüsse: Aktuell haben 44 Prozent entweder bereits eine Cyberversicherung oder planen, eine abzuschließen – doppelt so viele wie 2018.


In kleinen Unternehmen mit 10 bis 49 Mitarbeitenden und 2 bis 10 Millionen Euro Umsatz kennen inzwischen schon fast 70 Prozent der Entscheider das Angebot einer Cyberversicherung; das sind rund 20 Prozentpunkte mehr als 2018. Im Jahr 2022 hatten außerdem 42 Prozent der kleinen Unternehmen Interesse an einer Cyberpolice oder eine solche bereits abgeschlossen, 2018 waren es nur 30 Prozent.


In Kleinstunternehmen hat sich die Lage seit 2018 dagegen kaum verändert, die Tendenz ist aber leicht positiv: Im Vergleich zu 2018 kennt mittlerweile jeder Zweite die Cyberversicherung – ein Plus von 5 Prozent. Und auch die Abschlüsse stiegen um 5 auf 26 Prozent. Die Richtung stimmt also.


Das Schwerpunktthema
Im Juli: Reise

Ferienimmobilien sind im Trend – und das insbesondere innerhalb Deutschlands. Viele Deutsche besitzen ein Ferienhaus oder eine -wohnung, vor allem in Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Bayern. Die Absicherung dieser Immobilien ist wichtig, schließlich stehen sie oft längere Zeit leer, sodass Schäden lange nicht bemerkt werden. Oder sie werden vermietet, was wiederum ganz neue Herausforderungen mit sich bringt. Worauf Besitzer achten sollten, und welche Risiken aktuell die größten für Ferienimmobilien sind, verrät uns Alina Sucker, Underwriting Manager Art & Private Clients bei dem Spezialversicherer Hiscox, nun im Gespräch.


Und das war es mit Podcast-Folge 96. Wenn Sie keine weitere verpassen wollen, abonnieren Sie „Die Woche“ doch einfach bei Spotify oder wo Sie sonst Ihre Podcasts hören.


Wenn Sie mögen, hören wir uns am kommenden Freitag wieder. Bis dahin gilt: Bleiben Sie optimistisch, genießen Sie das Wochenende und kommen Sie gut in die neue Woche.

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Karen Schmidt, Lorenz Klein, Andreas Harms, Matthias Heß