DiscoverKI – Kaum IntelligentEine Geschichte der künstlichen Intelligenz
Eine Geschichte der künstlichen Intelligenz

Eine Geschichte der künstlichen Intelligenz

Update: 2021-07-25
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Diesmal machen wir eine Zeitreise durch die (unserer Meinung nach) wichtigsten Kapitel und Meilensteine der Geschichte künstlicher Intelligenz. Wo kommt sie her? Wie fing es an? War KI schon immer so ein heißes Forschungsthema? Und was waren die wichtigen Treiber und Bremsen in der Geschichte der KI-Forschung? Um das zu beantworten, geht es (nahezu) chronologisch vom 19. bis ins 21. Jahrhundert entlang einiger von uns ausgewählten Ereignisse.





Errata (unsere Kurzschlüsse)





  • Der ENIAC Computer wurde erst 1946, nicht schon 1943 vorgestellt. 1943 wurde der Bauvertrag unterzeichnet.
  • Das Beispiel, dass ein Modell zur Detektion gegnerischer Panzer einen Bias zum Wetter hatte, scheint ein Mythos zu sein, wie hier recherchiert wurde: https://www.gwern.net/Tanks
    Das macht das Beispiel aber leider nicht unrealistisch 😉




Zusammenfassung: Ganz kurz für Beepo





  • KI ist schon über 50 Jahre alt! Die Dartmouth Conference 1956 gilt als Begründung des Forschungsbereichs.
  • KI war nicht immer ein komplettes „Hype-Thema“ und hat wenigstens zwei Tiefphasen (KI-Winter) in den 70ern und Ende der 80er hinter sich.
  • KI ist nicht losgelöst von Geschichte und Zeitgeist. Z.B. war während des kalten Krieges ein wichtiger Geldgeber immer das Militär.
  • Wichtigste Entwicklungstreiber der Forschung an künstlicher Intelligenz:
    • Faszination & Streben nach Automatisierung
    • Wettbewerb zwischen Staaten und große Firmen
    • Theoretische Grundlagen, z.B. Grundlagen der Informatik oder neuronale Netze
    • (mehr) Rechenleistung
    • (mehr) Daten, d.h. Beispiele für das Trainieren von lernenden Algorithmen
  • Wichtigste Entwicklungsbremse: Hypes um KI, d.h. zu große und dann stark enttäuschte Erwartungshaltung, weswegen Forschungsgelder wegbrechen; Gründe, weswegen Hypes abrupt endeten:
    • Vorhergesagtes Versagen: Aufdecken theoretischer Limitierungen von „ge-hype-ten“ Ansätzen
    • Nichteintreffen von vorhergesagten Durchbrüchen




Ein Zeitstrahl der KI





  • Kapitel I: Die Vorarbeiten
    • Jhd.: Ada Lovelace entwickelt erste Grundlagen des Programmierens.
    • 1920: Der Begriff „Roboter“ wird geprägt in einem Theaterstück.
    • 1936: Alan Turing beschreibt die Turingmaschine, eine theoretische Definition von Computeralgorithmen.
    • 1943 1946: Mit dem ENIAC geht der erste programmierbare & turing-vollständige Computer in Betrieb, d.h. er hat den vollen Funktionsumfang einer Turingmaschine.
    • 1943: Die McCulloch-Pitts-Zelle ist die erste theoretische Beschreibung eines künstlichen Neurons, wie es für künstliche neuronale Netze benötigt wird.
    • 1949: Aus der Psychologie motiviert wird die Hebbsche Lernregel für künstliche neuronale Netze vorgeschlagen („What fires together, wires together“).
    • 1950: Alan Turing beschreibt den Turing-Test als Maß für die Qualität (eigentlich Menschenähnlichkeit) einer KI.
  • Kapitel II: Die Gründung und der Anfang
  • Kapitel III: 1. Winter und der Hype um Expertensysteme
    • 1970er: Im Buch Perceptrons (-> zur engl. Zusammenfassung) beleuchten Misky und Papert Limitierungen damaliger neuronaler Netze, mit ein Auslöser des ersten KI-Winters.
    • 1972: Das Expertensystem MYCIN für medizinische Diagnose zeigt beispielhaft die Stärken und Schwächen von Expertensystemen.
    • 1986: Der Sprachcomputer NETtalk wird veröffentlicht.
  • Kapitel IV: Aus dem 2. Winter zurück in die Öffentlichkeit
  • Kapitel V: Mit Rechenleistung und Daten zum heutigen Erfolg
    • 2011: „GPU-Revolution“ für neuronale Netze: Technologien für die Nutzung leistungsstärkerer Hardware ebnen den Weg für komplexe KI in großen Skalen.
    • ab 2011: Noch mehr Siege in komplexen Spielen:
      • 2011: Das Expertensystem Watson von IBM gewinnt im Fernsehquizz Jeopardy.
      • 2016: AlphaGo von Google, das u.a. auf einem neuronalen Netz basiert, wird Weltmeister im komplexen Brettspiel Go.
      • 2017: Eine KI siegt im komplexen Strategiespiel Dota 2.
    • ab 2011: Ära der persönlichen Assistenten bis hin zu natürlicher Konversation: u.a. Siri von Apple (2011), Cortana von Microsoft (2014), Amazon Alexa (2015), Google Assistant (2016), IBM Project Debater (2018), <a href="https://ai.googl
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Johannes Rabold, Gesina Schwalbe