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What's Next, Agencies?

Author: Kim Alexandra Notz

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Description

Die Agenturbranche erlebt einen radikalen Wandel. Die Zukunftsfähigkeit des Business-Modells von Agenturen ist zum Dauerthema geworden. Der Wettbewerb mit Unternehmens- und IT-Beratungen, Media-Agenturen und Start-ups zieht weiter an. Deshalb braucht die Branche einen intensiveren Austausch zu den Themen der Zukunft.

Mein Name ist Kim Alexandra Notz. Ich bin GF und Inhaberin der Hamburger Kreativagentur KNSK. Die Fragen nach zukunftsfähigen Agenturmodellen, Entwicklungen im Marketing und neuen Technologien treiben mich daher täglich um.

Im „What’s Next, Agencies?“-Podcast spreche ich alle zwei Wochen mit spannenden Gästen über die Zukunft der Agenturen, zeitgemäße Führungskultur, Employer Branding und veränderte Kundenanforderungen. Ob andere Agenturchefs, Marketingverantwortliche, Pitch- oder Personalberater. Sie alle haben ihre ganz eigene Perspektive zum Thema und teilen ihre Erfahrungen und Zukunftsprognosen mit mir und euch.
178 Episodes
Reverse
Folge #177, Martha Rzeppa, Chief Disruption Officer, TBWA Germany. Thema: Wie wir Agenturalltag neu denken. „Manchmal hilft es, das eigene Ego zurückzustellen und zu sagen: Ich weiß nicht alles, lasst uns gemeinsam draufschauen.“ In der neuen Episode von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Martha Rzeppa, Geschäftsführerin und Beratungschefin bei Adam & Eve Berlin, über eine Frage, die gerade viele umtreibt: Wie sieht ein Agenturalltag aus, der wieder besser funktioniert, für Kundinnen und Kunden genauso wie für Teams? Martha schaut dabei bewusst auf das, was im Alltag wirklich entscheidet. Kleine Veränderungen, die Strukturen lockern, Verantwortung klarer und Zusammenarbeit spürbar einfacher machen. Es geht um Routinen, die zu eng geworden sind, um Silos, die Tempo rausnehmen, und um die Kunst, Dinge auszuprobieren, ohne sofort ein fertiges Zielbild zu brauchen. Ein Schwerpunkt liegt auch auf der Beratung. Martha erklärt, warum sie in Deutschland an Einfluss verloren hat, was das mit fehlendem Raum, fehlender Wertschätzung und falschen Erwartungen zu tun hat, und wie man den Weg zurückfindet: mit Haltung, mit proaktivem Denken, mit klarer Kommunikation – auch über Geld – und mit einer Feedbackkultur, die Probleme früh anspricht, statt sie auszusitzen. Auch der Blick auf Organisation und Kultur ist zentral. Martha beschreibt, warum Wandel nicht in einem Extra-Team stattfinden kann, sondern im Kern der Agentur verankert sein muss, in Arbeitsweisen, Entscheidungswegen und im Miteinander. Am Ende geht es um ein Setup, das wieder Raum schafft für gute Arbeit, klare Verantwortung und echte Weiterentwicklung.
Folge #176, Kevin Tiedgen & Markus Frank, Gründer von Tied and Frank. Thema: Wie beweisen wir Wirksamkeit im Marketing? „Das bisherige System ist radikal infrage gestellt. Marketing ist relevanter denn je. Aber wie wir es tun, das muss neu beantwortet werden.“ In der neuen Episode von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Kevin Tiedgen und Markus Frank, den Gründern von Tied and Frank, über eine Frage, die im Marketing gerade alles entscheidet: Wie beweisen wir Wirksamkeit, damit Marketing vom Kostenfaktor zum Wachstumstreiber wird? Im Gespräch geht es darum, warum fragmentierte Kanäle, fehlende Orchestrierung und zu viel operative Reibung nicht nur teuer sind, sondern Wirkung schwer steuerbar machen. Kevin und Markus zeigen, wie Marketing wieder in Business-Logik übersetzt werden kann: mit klaren Zielbildern, messbaren Effekten und einer Steuerung, die Investitionen nachvollziehbar und damit verteidigbar macht. Ein zweiter Schwerpunkt ist Effizienz durch Ordnung im System. Weniger Tools, weniger Reibung, weniger Shadow Work, dafür Workflows, Daten und Verantwortlichkeiten, die zusammenlaufen. So sinken Kosten, Prozesse werden schneller und die Qualität steigt. Daraus entsteht ein neues Modell: ein technologisch orchestriertes Ökosystem aus Spezialistinnen und Spezialisten, das Exzellenz absichert, statt alles intern zu überladen, und Marketing endlich so aufstellt, dass Wirkung sichtbar wird.
Folge #175, Thomas Knüwer, Chief Creative Officer von Accenture Song. Thema: Die neuen Kreativen „Ich glaube, Mindset wird wieder viel wichtiger, und das finde ich großartig. Das Mindesthaltbarkeitsdatum von Skillsets ist gerade ungefähr wie bei einer Tüte Milch. Morgen kommt das nächste Tool, übermorgen machen wir wieder was anderes. Dieser Turnaround ist so schnell, dass am Ende das Mindset entscheidet.“ Was Thomas Knüwer, Chief Creative Officer von Accenture Song, damit beschreibt, ist eine grundlegende Verschiebung im Selbstverständnis kreativer Arbeit. Wenn Tools und Produktionsmöglichkeiten immer zugänglicher werden und sich Skills im Wochentakt überholen, reicht es nicht mehr, „nur“ kreativ zu sein. Entscheidend wird, wer einordnet, kuratiert und Wirkung herstellt, für Marken, für Teams und für die Kultur, in der kreative Arbeit entsteht. In der neuen Episode von #WhatsNextCreatives sprechen Kim Alexandra Notz und Bärbel Egli-Unckrich mit Thomas über neue kreative Rollen und darüber, wie sie sich gerade neu sortieren. Es geht um Creative Consultants, die zwischen Business, Technologie und Marke vermitteln, um Inventors, die Ideen erfinden und ihre Stärke mit KI gezielt multiplizieren, und um Tastemakers, die nicht einzelne Assets auswählen, sondern die holistische Stimme einer Marke kuratieren und ihr Richtung geben. Im Zentrum steht die Frage, warum es heute nicht mehr reicht, allein auf handwerkliche Exzellenz zu setzen. Warum Mindset wichtiger wird als Skillset und weshalb kreative Führung bedeutet, Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen unterschiedliche Profile wirken und sich weiterentwickeln können. Ein zentrales Thema ist dabei die Rolle von KI. Thomas beschreibt sie als Output-Demokratisierung und warnt zugleich vor dem Shortcut-Denken. Entscheidend ist nicht, ob Technologie genutzt wird, sondern wie bewusst. Responsible AI, kritisches Denken und eine lebendige Feedbackkultur werden zu zentralen Faktoren für kreative Exzellenz.
#174, Anna Lüders, CEO von sasserathNOW. Thema: Was wird bei Markenführung wichtig? „Marke ist nicht Marketingfunktion, sondern die Seele der Organisation, die Identität." In der neuen Episode von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Anna Lüders, CEO von sasserathNOW, über eine unbequeme Wahrheit: Marken gelten als wichtig, aber sie werden kaum noch als interessant erlebt. Ausgangspunkt ist Annas gemeinsam mit C3 veröffentlichte Markenstudie „From Brand to Being“. Zwei Drittel der Befragten halten Marken für relevant, gleichzeitig fehlt ihnen oft die emotionale Anziehungskraft. Anna ordnet dieses Paradox ein und benennt die Ursachen: ein unscharfes Markenverständnis, die Reduktion von Marke auf Marketing, fehlende Verantwortung auf CEO-Ebene und zu wenig Mut zur Fokussierung. Im Gespräch wird deutlich, warum Markenführung Führungsaufgabe ist. Unternehmensmarke ist nicht Kampagne, sondern Identität. Sie stiftet Orientierung nach innen und Zugehörigkeit nach außen. Statt jedem Trend hinterherzulaufen, plädiert Anna für Klarheit: ein präzises Verständnis von Leistung, Werten und Markenidee und für die Disziplin, daran festzuhalten. Auch Technologie wird kritisch eingeordnet. KI kann Effizienz steigern und Wirkung messbar machen, ersetzt aber weder Haltung noch Einzigartigkeit. Gerade in einer KI-getriebenen Kommunikationswelt wird die menschliche Differenzierung zum entscheidenden Faktor. Diese Episode ist ein Plädoyer für Fokus, für langfristige Markenplattformen und für mehr Selbstbewusstsein in der Branche. Denn wer Einzigartigkeit will, muss bereit sein, Haltung zu zeigen und sie auszuhalten.
#173, Fabio Haebel, Co-Founder von Studio Haebel. Thema: Warum Gastlichkeit ein Business-Hebel ist. "Wir machen gerade Pionierarbeit würde ich sagen. Und die ist sehr anstrengend, weil es wahnsinnig viel Überzeugungskraft braucht." In der neuen Episode von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Fabio Haebel, Co-Founder von Studio Haebel, über einen ungewöhnlichen Perspektivwechsel: vom Gastraum in die Kreativagentur und darüber, was Agenturen von echter Gastgebertumskultur lernen können. Fabio erzählt, wie aus seiner jahrzehntelangen Erfahrung als Koch, Gastronom und Unternehmer die Idee für Studio Haebel entstanden ist. Nicht als klassische Agentur, sondern als Kreativstudio für Hospitality, das Marken, Hotels, Gastronomie und Orte ganzheitlich denkt – von der ersten Idee über Raum, Kulinarik und Storytelling bis zur wirtschaftlichen Tragfähigkeit. Im Gespräch wird deutlich, warum Hospitality weit mehr ist als Service oder Interior. Fabio beschreibt Gastlichkeit als Gefühl, als Haltung und als präzise gestaltete Experience, die überall wirkt: im Restaurant, im Hotel, im Autohaus oder in der Agentur. Er erklärt, warum Marken zunehmend über Räume, Verweildauer und emotionale Nähe funktionieren und welche Impulse daraus für Agenturen entstehen können. Im Zentrum steht der Transfer: Was bedeutet es, Kundinnen und Kunden nicht nur zu beraten, sondern Gastgeberinnen und Gastgeber zu sein? Wie verändert sich Zusammenarbeit, wenn Aufmerksamkeit, Erinnerung und Leichtigkeit zum festen Bestandteil der eigenen Arbeitsweise werden? Und warum ist Hospitality kein Add-on, sondern ein strategischer Hebel für Beziehung, Vertrauen und Differenzierung?
#172, Jeannette Bohné, Managing Director bei Serviceplan Berlin. Thema: Wer oder was ist künftig noch ein Kreativer? „Der kreative Anspruch beginnt dort, wo man bereit ist, sich wirklich mit der Welt zu beschäftigen – nicht nur mit der Branche.“ In der neuen Episode von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Jeannette Bohné, Managing Director bei Serviceplan Berlin, über die Frage, wer oder was künftig eigentlich noch ein Kreativer ist und was das für Agenturen bedeutet. Jeannette ordnet ein, wie sich kreative Rollen gerade verändern, warum klassische Zuschreibungen wie Copy, Art oder Writer zunehmend verschwimmen und weshalb reine Tool-Kompetenz künftig nicht mehr ausreicht. Im Gespräch geht es um echten kreativen Anspruch in Zeiten von KI, um Neugier, Taste und Haltung als zentrale Fähigkeiten und um die Frage, wie kulturelle Relevanz entsteht, ohne sie nur zu behaupten. Im Zentrum steht der Blick nach vorn: Welche Verantwortung haben Agenturen bei Ausbildung und Entwicklung kreativer Talente? Wie offen sind sie wirklich für neue Profile, Hintergründe und Denkweisen? Und wie gelingt es, den kreativen Kern wieder zu schärfen, jenseits von Effizienzlogik, Erwartungsdruck und vorgefertigten Antworten. Diese Episode ist eine Einladung, Kreativität neu zu denken: als Geisteshaltung, als kulturelle Offenheit und als Anspruch, Agenturen wieder zu Orten zu machen, an denen unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen – und daraus wirklich originelle Ideen entstehen.
Beschreibungstext: Folge #171, Dr. Hans Rusinek, Arbeitsforscher an der Universität St. Gallen und Organisationsberater. Thema: Wie sieht eine gute Leistungskultur aus? „Wir sind so beschäftigt damit, Arbeit zu zeigen, dass wir kaum noch dazu kommen, sie gut zu machen.“ In der neuen Episode von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Dr. Hans Rusinek, Arbeitsforscher an der Universität St. Gallen, über die Frage, wie eine gute Leistungskultur heute aussehen kann – jenseits von Hustle, Buzzwords und kurzfristigen Managementmoden. Hans ordnet ein, warum Arbeit sich gerade spürbar verändert, weshalb viele Organisationen in Krisenzeiten in alte Muster zurückfallen und was dabei verloren geht. Im Gespräch geht es um Meaningful Work jenseits wohlklingender Schlagworte, um Fokus statt Dauerablenkung und um die Frage, warum Sichtbarkeit oft belohnt wird, obwohl sie wenig mit echter Wertschöpfung zu tun hat. Auch der Einfluss von KI auf Leistung, Qualität und Vertrauen spielt eine zentrale Rolle. Im Zentrum steht eine neue Leistungskultur, die Haltung vor Härte stellt: Arbeit, die Konzentration erlaubt, Lernen ermöglicht und Menschen nicht zur permanenten Selbstinszenierung zwingt. Hans zeigt, wie Sinn, Wirtschaftlichkeit und Humanität zusammengehen können – und warum gute Führung weniger mit Blaupausen zu tun hat als mit Zuhören, Reflexion und der Bereitschaft, eigene Überzeugungen weiterzuentwickeln. Diese Episode bietet keine schnellen Lösungen aber eine fundierte Einordnung für alle, die Arbeit neu denken wollen: ruhiger, ehrlicher und mit dem Anspruch, Leistung wieder möglich zu machen, statt sie nur zu simulieren.
Beschreibungstext: Folge #170, Dominic Czaja, Gründer und CEO von DOJO. Thema: Wie sieht eine Anti-Agentur-DNA aus? „Wir haben Agentur von Anfang an in Anführungszeichen geschrieben, um uns offen zu halten, was wir überhaupt sein wollen.“ In der neuen Episode von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Dominic Czaja, Gründer und CEO von DOJO, über die Frage, wie eine echte Anti-Agentur-DNA entsteht und warum sie sich nicht planen lässt. Dominic erzählt, warum DOJO nie „Kind der Branche“ war, weshalb sie von Anfang an lieber Ideen verfolgt haben als klassischen Agenturregeln zu folgen und wie aus dieser Haltung ein ganzes kulturelles Ökosystem entstanden ist: von Pop-Kampagnen über Filmproduktion, Musiklabel und Mode bis hin zu sozialem Engagement. Im Gespräch geht es um Popkultur als ernstzunehmende Quelle für Kreation, um Provokation mit Haltung und um die bewusste Entscheidung, Dinge auch wieder zu beenden, wenn ihre Zeit vorbei ist. Ein zentrales Thema: Führung jenseits klassischer Agenturlogik. Dominic beschreibt, warum Menschlichkeit, Vertrauen und Leichtigkeit für DOJO keine weichen Faktoren sind, sondern harte Wettbewerbsvorteile und weshalb wirtschaftlicher Erfolg und kreative Freiheit nur dann zusammengehen, wenn man nicht jedem Größenwachstum, jedem Etat und jeder Opportunität hinterherrennt. Diese Episode zeigt, warum Anti-Agentur nicht heißt, gegen alles zu sein, sondern für etwas zu stehen: für Ideen vor Strukturen, für Kultur vor Kalkül und für den Mut, sich nicht zu sehr mit der Branche zu beschäftigen, um relevant zu bleiben.
Beschreibungstext: Folge #169, Paul Höser, Bereichsleiter Direkt & Online-Marketing bei ERGO. Thema: Wie führt man Marken full-funnel? „Wir machen ein ausgezeichnetes Awareness-Marketing und haben eine starke Marke, aber wir müssen mehr in die Mitte der Customer Journey investieren, in die Phasen, in denen es darum geht, Vertrauen aufzubauen und den Schritt zum Abschluss zu erleichtern.“ In der neuen Episode von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Paul Höser, Bereichsleiter Direkt & Online-Marketing bei der ERGO Group AG, über die Herausforderungen, die der technologische Wandel für Markenführung und Marketingstrategien mit sich bringt. Paul macht deutlich, wie entscheidend die enge Verzahnung von Brand- und Performance-Marketing heute ist – insbesondere mit Blick auf eine bislang oft unterschätzte, aber hochpotenzialträchtige Consideration-Phase in der Customer Journey. Im Gespräch geht es darum, wie ERGO genau hier ansetzt, um den Full-Funnel-Ansatz strategisch weiterzuentwickeln. Darauf aufbauend gibt er Einblicke in ihren Generative Engine Optimization Ansatz und zeigt, warum technologische Exzellenz allein nicht reicht: Markenidentität und Vertrauen werden gerade im KI-getriebenen Umfeld zum zentralen Differenzierungsfaktor. Diese Episode zeigt, wie Markenführung im digitalen Zeitalter neu gedacht werden muss und wie Agenturen als Partner in diesem Wandel eine zentrale Rolle spielen können. Sie sind nicht länger nur Dienstleister, sondern müssen als Partner agieren, die kreative und technologische Expertise vereinen. Und ganz wichtig: dabei dem Kunden v.a. in KI immer einen Schritte voraus sein.
"Es ist eine Krankheit der Branche, zu versuchen, alle komplexen Themen, immer in so ein 20, 30 Jahre altes Framework reinzupressen. Davon wollen wir uns künftig frei machen.“ In der neuen Folge #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Leonie Schüssler und Siyamak Jung – die gemeinsam mit Niels Verlemann The Fritten gegründet haben – über den Weg von der Agentur zur Kreativberatung und darüber, warum die Branche dringend einen Realitätscheck braucht. Leonie und Siyamak haben klassische Agenturstrukturen bewusst hinter sich gelassen. Zu oft, sagen sie, werden komplexe Herausforderungen in veraltete Modelle gepresst, statt echte Chancen herauszuarbeiten. Ihr Ansatz beginnt früher: zuhören, verstehen, und Hebel finden, noch bevor ein Briefing überhaupt existiert. Kreativität sehen sie nicht als Endprodukt, sondern als wirtschaftlichen Faktor, der Wachstum, Relevanz und Zukunftsfähigkeit beeinflussen kann. Sie sprechen darüber, warum viele Agenturen ihre Beratungs- und Challenger-Rolle verloren haben. Für die beiden entsteht echte Wirkung dort, wo man den Kern eines Problems versteht, nicht dort, wo man bereits in Formaten denkt. Und sie machen klar, dass Kreativität mehr sein kann als Kommunikation: ein Werkzeug, das Geschäftsmodelle hinterfragt, Produkte weiterdenkt und Organisationen bewegt. Diese Folge ist ein Blick auf eine Branche zwischen Anspruch und Realität und ein Plädoyer für Kreativität, die nicht erst am Ende kommt, sondern den Anfang macht.
Es heißt immer, die Aufmerksamkeitsspanne geht so zurück, gerade bei Gen Z. Aber da fragt man sich: ja gut, bei was sollen sie denn bitte aufmerksam sein, wenn man sich anguckt, was da so produziert wird.“ Diese Aussage bringt für Fabian Frese und Steven Gätjen, Co-Founder von TUMULT Creative Studios, den Kern eines Problems, das Kreative wie Sender und Marken gleichermaßen betrifft, auf den Punkt: Wir reden ständig über sinkende Aufmerksamkeitsspannen aber kaum darüber längst nicht mehr gut genug zu sein, um überhaupt Aufmerksamkeit zu verdienen. Gerade Werbung hat verlernt, relevant zu sein. Sie unterhält nicht, sie überrascht nicht, sie zieht niemanden in ihren Bann. Da darf sich niemand wundern, wenn Publikum, Wirkung und Relevanz endgültig wegbrechen. In der neuen Folge von #WhatsNextCreatives sprechen Kim Alexandra Notz und Bärbel Egli-Unckrich mit Fabian und Steven darüber, warum sie TUMULT Creativ Studios gegründet haben und weshalb der Weg hinaus aus der klassischen Agenturlogik längst überfällig war. Für sie beginnt das kreative Produkt von morgen nicht bei der Laufzeit oder dem Format, sondern beim Anspruch, Dinge zu machen, die Menschen wirklich sehen wollen. Zwischen Werberoutine und Entertainment-Denke entsteht ein Raum, in dem Marke, Story und Publikum wieder zusammenfinden sollen. Die beiden erzählen, wie ihre unterschiedlichen Hintergründe sich gegenseitig befeuern: Fabians Blick auf „relevantes Erzählen“ trifft auf Stevens Erfahrung mit Formaten, die nur funktionieren, wenn man ihnen Zeit, Mut und Entwicklung zugesteht. Sie sprechen über Learnings aus über 25 Jahren Entertainment und Werbung, über Risikobereitschaft, über Trends, die sich totlaufen, und darüber, warum Deutschland oft an der eigenen Vorsicht scheitert.
“Größe ist vielleicht nicht mehr FTE, sondern Größe ist vielleicht eher intellektuelle Kapazität, also der aufaddierte IQ und Erfahrungskoeffizient der Agentur.” In der neuen Folge #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Benjamin Minack, Gründer und CEO von ressourcenmangel, über die tektonischen Verschiebungen im Agenturmarkt und darüber, warum viele Modelle unter dem Druck von Kapital, Technologie und neuen Kundenerwartungen an ihre Grenzen stoßen. Benjamin beschreibt, wie Konzentration und Konsolidierung die Branche neu sortieren: nicht ausschließlich als Krisensymptom, sondern als logische Folge eines Marktzyklus, der sich seit vielen Jahren abzeichnet, geprägt von technologischem Wandel, Überangebot und neuen wirtschaftlichen Logiken. Er erklärt, warum viele Kunden Agenturen in bestimmten Bereichen eingeholt haben, gleichzeitig aber die Fähigkeit verlieren, die fragmentierte Kommunikationswelt selbst zu orchestrieren. Genau daraus entsteht ein wachsender Bedarf: Beraterinnen und Berater als „Proxies“ – nah an der Kundenorganisation, aber bewusst unabhängig, die übersetzen, priorisieren und integrieren können, ohne Teil des Systems zu werden. Er spricht über neue Wettbewerbsregeln, über den Verlust strategischer Stärke in vielen Unternehmen und darüber, warum Orientierung, Urteilskraft und Kontextwissen zum neuen „Gold-Standard“ werden – weit relevanter als Produktionskapazität. Diese Episode ist ein realistischer Blick auf eine Branche unter Druck und ein Aufruf, die eigene Rolle neu zu definieren.
„Es gibt zwei Lager von Agenturen: die, die kämpfen, und die, die völlig entspannt wachsen.“ In der neuen Folge von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Daniel Pannrucker, Partner von Lama Partners, über den Strukturbruch der Agenturbranche und darüber, warum viele Agenturen im alten Systemdenken feststecken, während andere längst in einer neuen Logik operieren. Daniel hat in den letzten Jahren hunderte Agenturen analysiert und sieht klare Muster: Firmen, die Prozesse standardisieren, Systemintelligenz aufbauen und klar wissen, wofür sie stehen, entwickeln eine strategische Stärke, die vielen klassischen Modellen abhandengekommen ist. Während manche sich noch über Krisen beklagen, wachsen andere still und effizient – mit klaren Prozessen, digitaler Infrastruktur und einer Kultur, die Menschen befähigt, in ihrer Exzellenz zu arbeiten. Er spricht über den Wert von Haltung und Klarheit, über die Frage, warum Kreativität Struktur braucht und warum die Trennung zwischen Idee, Menschen und Systemlogik ein Denkfehler ist. Es geht darum, warum Merger of Equals eine echte Chance für zukunftsfähige Modelle sind und weshalb Agenturen wieder langfristiger denken müssen – nicht nur in Projekten, sondern in Plattformen, Leitfäden und IP. Diese Folge ist ein präziser Blick auf eine Branche im Wandel. Und ein Appell, sich von romantischen Selbstbildern zu lösen und stattdessen das zu bauen, was wirklich trägt: klare Modelle, effiziente Systeme und kreative Arbeit, die Wirkung zeigt.
„Richtig kann jeder und verrückt auch. Beides zusammen – richtig und verrückt – dann wird’s geil.“ In der neuen Folge von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Till Eckel, CEO und Co-Founder von twentyrising, über das, was Agenturen heute wirklich ausmacht: Anspruch, Kultur und die Suche nach dem Besonderen. Till gründete twentyrising aus der Überzeugung, dass Kreativität nur dort entstehen kann, wo Vertrauen, Klarheit und ein greifbares Konzept zusammenkommen. Statt lauter, schneller, größer zu werden, geht es ihm um Tiefe – um Substanz statt Inszenierung. Besonders ist für ihn keine Ausnahme, sondern der Maßstab für gute Arbeit. Er spricht über die Realität des Gründens, über Kultur als System, das Sicherheit für kreative Freiheit schafft und über die Verantwortung, nicht jedem Trend hinterherzulaufen. Till erklärt, warum Pitches Grenzen brauchen, weshalb gute Ideen ehrlich begründet sein müssen und warum Werbung wieder unterhaltsam und menschlicher werden muss, um wirklich relevant zu bleiben. Diese Folge ist ein ehrlicher Blick auf die Verbindung von Vision und Umsetzung, auf den Mut, sich nicht jedem Trend zu beugen und sich stattdessen auf das zu konzentrieren, was wirklich zählt: besondere Ideen, die bleiben.
„Das ist ein dirty little secret in der Branche: Manchmal hat man eine Kampagne und merkt, dass sie irgendwie was bewirkt hat. Dann denkt man, toll, wir schreiben jetzt eine Effie-Einreichung. Und dann muss man manchmal erst die Zielsetzung erfinden." Was provokant klingt, beschreibt für Will Rolls, Agency Partner Effectiveness bei Meta Hamburg, eine Schwachstelle vieler Kampagnen: viele Metriken, aber echter Markenimpact ist schwierig zu definieren. Entscheidend ist für ihn die Unterscheidung zwischen korrelativen und kausativen Erfolgsbeweisen. Während Click-Through-Rates oder View-Through-Rates oft nicht mehr als Vanity-Metriken sind, zeigen Brand-Lift-Studien, welchen Wert Kommunikation tatsächlich stiftet. Der Kern des Problems liegt für ihn nicht in der Produktion, sondern viel früher: Bei den Zielen, die Marketingverantwortliche definieren. In der neuen Folge von #WhatsNextAgencies spricht er mit Kim Alexandra Notz außerdem darüber, warum die Debatte um Mark Zuckerbergs angeblichen „Krieg gegen Agenturen“ an der Sache vorbeigeht. Für Rolls ging es dabei nie um eine Schwächung der Branche, sondern um zugänglichere Werbung für alle: Denn mit kleinem Budget sollen künftig auch kleine Unternehmen KI-gestützte Kampagnen starten können. Für Agenturen ergibt sich daraus eine klare Aufgabe: Sie müssen beweisen, welchen Premium-Mehrwert sie liefern, durch differenzierende Ideen, strategische Steuerung und Creative Diversification. Rolls, der zuvor als Planning Director bei Grabarz & Partner und Digitas LBI arbeitete, plädiert zudem für ein Umdenken: Die Trennung von Media- und Kreativagenturen sei eine „Sünde“, echte Wirkung entstehe nur durch integrierte Zusammenarbeit. Diese Folge ist damit weit mehr als ein Blick auf Kennzahlen. Sie ist ein Aufruf, Effektivität neu zu definieren und das Selbstverständnis von Agenturen im KI-Zeitalter zu schärfen.
„Bevor wir über Disruption reden, sollten wir erst einmal das, was wir im Kerngeschäft tun, richtig gut machen. Denn wir brauchen das Geld, um die Disruption überhaupt finanzieren zu können – sie kommt nicht über Nacht. Auch bei uns hat es ein paar Tage gedauert, bis das Modell stand. Dafür braucht man einen langen Atem, auch finanziell.“ In der neuen Folge von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Christian Underwood, CEO und Co-Founder der Strategieberatung StrategyFrame.AI, über den Mut, aus Krisen Neues zu schaffen – und warum Schmerz oft der beste Antrieb für Veränderung ist. Christian hat sein eigenes Geschäftsmodell radikal umgebaut, als er unternehmerisch, bedingt durch die Corona-Krise, mit dem Rücken zur Wand stand: weg vom projektbasierten People-Business, hin zu einem agent-basierten, skalierbaren Workflow mit 47 KI-Agents, Software first und Coaching on demand. Damit stellt er die klassische Strategieberatung auf den Kopf. So sehr, dass das Handelsblatt titelte: „Der Mann, der mit seiner KI-Beratung McKinsey & Co. herausfordert.“ Im Gespräch wird klar: Underwood geht es nicht um Disruption um ihrer selbst willen, sondern um unternehmerische Klarheit. Wer Transformation ernst meint, muss zunächst das Kerngeschäft stabil und profitabel aufstellen. Und Strategie nicht als gelegentliche Übung verstehen, sondern als festen Bestandteil des Unternehmensrhythmus. Diese Folge ist ein Plädoyer für unternehmerische Resilienz, datenbasierte Klarheit und den Mut, Geschäftsmodelle neu zu denken, gerade dann, wenn der Druck am größten ist.
„Die Branche hat kein Talentproblem, sondern ein Strukturproblem. Die Herausforderung ist nicht, dass wir keine Talente haben. Wir haben sie - generationsübergreifend hinweg. Aber in Zeiten von KI müssen wir umdenken und sie anders einsetzen. Dabei ist besonders die Führungskraft, aber auch HR gefragt.“ Bettina Prange widerspricht dem Branchenmantra vom angeblichen ‚War for Talent‘. Für die Chief Talent Officer DACH der Publicis Groupe liegt die eigentliche Schwäche nicht bei den Bewerber*innen, sondern in den Organisationen selbst. In dieser Folge von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit ihr über eine Talentstrategie, die mehr Mut und weniger Schlagworte braucht: Warum Publicis zu lange zu viel von außen geholt hat und jetzt konsequent auf die Entwicklung von Junioren setzt. Weshalb KI keine Jobs ersetzt, sondern neue Berufsbilder schafft. Und warum die Branche Talente verliert, weil sie deren Fähigkeiten nicht erkennt. Denn vielleicht können Junior*innen nur nichts, was wir bewerten können, weil wir’s selbst nie gelernt haben. Bettina macht klar: Kultur entsteht nicht im Homeoffice. Führung heißt, Verantwortung zu übernehmen, Strukturen zu ändern und Feedback zu geben, auch wenn das weh tut. Ein Gespräch über Nachwuchs und Führung, über Generationskonflikte und neue Kompetenzen und über den Mut, Talentmanagement nicht als HR-Tool, sondern als Haltung zu begreifen.
„Mein erster Schock zurück in Deutschland war: Nach zehn Jahren Ausland bekomme ich wieder ein Briefing für einen 45-Sekünder.“ Was überraschend klingt, beschreibt für Uli Lützenkirchen, Executive Creative Director bei DDB Germany, vor allem den Kontrast zwischen internationalen Erfahrungen und vertrauten Routinen. Wer in Amsterdam, Madrid, London, Los Angeles und San Francisco gearbeitet hat, erlebt, wie unterschiedlich Kulturen Kreativität prägen: In Amsterdam ging es um „Big Ideas“ im Schmelztiegel globaler Talente, in Spanien um Sprache und Emotion, in den USA darum, Werbung direkt in Popkultur zu übersetzen. Zurück in Deutschland trifft er auf Briefings, die oft klassischer ausfallen – und die Frage aufwerfen, wie mutig wir neue Formate und Ansätze denken. In der neuen Folge von #WhatsNextCreatives sprechen Kim Alexandra Notz und Bärbel Egli-Unckrich mit Lützenkirchen über das, was er aus über 25 Jahren in unterschiedlichen Märkten mitgebracht hat: Neugier, kulturelle Intelligenz und die Bereitschaft, Strukturen zu hinterfragen. Er beschreibt, wie selbstverständlich Project Management und Creative Strategy andernorts verankert sind – und warum Agenturen hierzulande stärker lernen müssen, Kund:innen herauszufordern. Ein zentrales Thema ist für ihn das Mentoring. Lützenkirchen erzählt von Führungskräften, die sich Zeit nahmen, Texte Wort für Wort durchzugehen, und von seiner eigenen Rolle, jungen Kreativen den Rücken freizuhalten. Für ihn bedeutet Leadership nicht dominieren, sondern ermöglichen. Diese Folge ist damit weit mehr als ein Rückblick auf internationale Karrierestationen. Sie ist eine ehrliche Bestandsaufnahme der Branche und eine Einladung, Kreativität und Führung neu zu denken.
„Wer erklärt, warum es nicht geht, soll den anderen nicht stören. Denn der macht es gerade.“ Neugier ist mehr als ein Charakterzug. Sie ist ein Prinzip. Zumindest bei der Curious Company, der ADC Rookie Agentur des Jahres 2025. In dieser Folge erzählen Gründer Henning Westerwelle und Kreativchef (CCO) André Hennen, warum sie ihre Agentur nicht um Prozesse, sondern um Fragen herum gebaut haben. Warum sie keine Bewerbungen nach Lebensläufen sortieren. Und warum sie glauben, dass man Neues nur lernt, wenn man dafür keine Erlaubnis braucht. Denn ‚Neugier heißt nicht: Ich finde was spannend. Neugier heißt: Ich sehe etwas, ich tauche da rein, ich will’s verstehen. Nicht weil ich muss, sondern weil ich nicht anders kann.‘, so André. Ein Gespräch über Arbeit ohne Kästchen, über Technologie, die keine Ideen ersetzt, sondern verstärkt. Und über Führung, die nicht kontrolliert, sondern befreit. Es geht um Teams, die sich selbst verbessern, weil sie es wollen. Um Projekte, die so gedacht sind, dass sie bleiben. Und um eine Organisation, die sich bewusst gegen das klassische Agenturmodell stellt. Doch wie funktioniert echte Neugier in einer Welt, in der alles auf Effizienz getrimmt ist? Und was passiert mit denen, die lieber Strukturen wollen statt Spielraum? Eine Folge über Lernen als Antrieb. Und die Frage, wie man neugierig bleibt, wenn alles andere sich wandelt.
„Wir haben ein paar große Etats gewonnen. Und dann haben wir gesagt: zwei Jahre keine Pitches mehr.“ In dieser Folge von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Andreas Liehr darüber, wie inhabergeführte Agenturen ein Comeback erleben, weshalb Selbstverantwortung und Teamkultur entscheidender sind als Prozesse und Regeln und warum man Wachstum nie über Kultur stellen sollte. Außerdem geht es um die Frage, warum Social Media weit mehr ist als nur „First“ und wie Agenturen Social Media, KI, Strategie und Media so verzahnen können, dass sie wirklich relevant bleiben. Ein Gespräch über Kreativität mit Haltung, Zusammenarbeit mit Substanz und den Mut, Nein zu sagen, wenn alle Ja rufen.
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