Discover
ESSENziell - was auf den Teller kommt
ESSENziell - was auf den Teller kommt
Author: Ursula Riegler
Subscribed: 5Played: 103Subscribe
Share
© Ursula Riegler
Description
Wie können wir in der Welt von heute genussvoll und zugleich verantwortungsvoll essen? Bio aus Übersee oder lieber regional? Greißler oder Online-Shop? Supermarkt oder Bauernmarkt? Was ist richtig – und gibt es das überhaupt, richtig oder falsch? Noch nie hatten wir so viele Informationen verfügbar zu dem, was wir essen. Und dennoch war die Unsicherheit noch nie so groß wie heute. Und so stehen wir als Konsument:innen täglich vor der Entscheidung, welche Lebensmittel wir einkaufen und wie wir uns ernähren. Bewusst und nachhaltig leben – ja, aber bitte mit Genuss. Wie geht das?
Mein Name ist Ursula Riegler und ich treffe Menschen, die Lebensmittel erzeugen und zum Genuss aufbereiten, Menschen, die Wissen vermitteln, Menschen, die konsumieren ebenso wie jene, die sich mit Auswirkungen auf Mensch, Tier und Umwelt beschäftigen. Und ich möchte ohne Dogmen Gusto darauf machen, bewusst und zugleich genussvoll zu essen. Mit jeder Episode ein wenig informierter. Und inspirierter.
Setup Postproduktion: Daniel und Anja, Podcastwerkstatt
Bild und Grafik: Mara Hohla, Butter & Salt
Location: Rundbar
Mein Name ist Ursula Riegler und ich treffe Menschen, die Lebensmittel erzeugen und zum Genuss aufbereiten, Menschen, die Wissen vermitteln, Menschen, die konsumieren ebenso wie jene, die sich mit Auswirkungen auf Mensch, Tier und Umwelt beschäftigen. Und ich möchte ohne Dogmen Gusto darauf machen, bewusst und zugleich genussvoll zu essen. Mit jeder Episode ein wenig informierter. Und inspirierter.
Setup Postproduktion: Daniel und Anja, Podcastwerkstatt
Bild und Grafik: Mara Hohla, Butter & Salt
Location: Rundbar
59 Episodes
Reverse
Typ Rebsortenkonzept oder Typ Herkunftskonzept? Und lieber DAC Riesling Ried Heiligenstein oder unfiltrierter low Intervention-Wein? Die Vielfalt an Top Weinen in Österreich ist enorm gewachsen in den letzten Jahren. Die Philosophien der Weinbereitung auch. Und dennoch schafft das bisherige Weingesetz eine Art Zweiklassengesellschaft. Warum das Weingesetz auch für uns als reine Konsument:innen von Wein wichtig ist und welche große Veränderung das neue Gesetz bringen wird, erzählen mir Martin Arndorfer vom "Weingut Martin und Anna Arndorfer" und Michi Moosbrugger vom "Weingut Schloss Gobelsburg" in dieser Episode.
Hinweis: Das Weingesetz befindet sich in Ausarbeitung. Gültigkeit der Angaben mit Beschlussfassung.
Welches Bild möchte die Jagd in einer modernen Gesellschaft erzeugen? Und wer ist verantwortlich dafür? Eine durchaus kontroversielle Diskussion zur Rolle der Jäger:innen, zu Bedeutung und Verfügbarkeit von Wildbret und zur Frage, ob das Bild der Jagd tatsächlich so kritisch ist, wie die Jägerschaft es wahrnimmt.
Walter Bankhammer ist Metzger und Wirt in Berchtesgaden und Salzburg und hat kürzlich auf seiner Karte "Pastissada de Caval" angeboten, ein Schmorgericht mit Pferdefleisch. Damit scheint es als hätte er das Motto des diesjährigen "eat&meet"-Festivals - GRENZEN_LOS - ordentlich ausgereizt. Wie groß war die Aufregung, wer kam, um zu kosten und überlegt er, selbst künftig auch Pferde zu schlachten? Ein Gespräch im Schanigarten des Gasthaus Metzgersteig am Alten Markt in Salzburg.
Weltfrauentag 2026. Noch immer braucht es Initiativen wie das Female Wine Collective, um eine gleiche Sichtbarkeit und Chancengerechtigkeit von Frauen und Männern in Gastronomie und Weinbau zu schaffen. An welchen Themen arbeitet die Protagonistinnen und wie gelingt es, die Männer in machtvollen Positionen für die Sache zu aktivieren? Ein Gespräch am Weltfrauentag im "FRAU IMHOF" mit Mara Feißt, Sommeliere und Servicechefin im Café Azzurro und Kommod in Wien, Rebecca Rosengren, Gastronomin im Seekind Faak in Kärnten und Agnes Mantler, Winzerin am Mantlerhof in Niederösterreich.
Nicht jede Barzahlung in der Gastronomie ist Steuerhinterziehung. Aber warum kann ich als Gast noch immer nicht selbst überall wählen, ob ich bar oder mit Karte zahle? Wieso muss ich oft nach der Rechnung fragen und was steckt dahinter, wenn man Trinkgeld nicht mit der Karte zahlen kann? Gregor Imhof, Betreiber eines Restaurants und eines Nachtclubs in Wien, spricht mit mir über Solidarität in der Gastronomie, den Servicegedanken an den Gästen und die Frage, ob nicht manche Umsatz verschenken, und das in herausfordernden Zeiten für Gastronom:innen.
"In der Politik muss man auch mal Entscheidungen treffen", sagt Konsumentenschutz-Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig zur Frage, wie die Liste jener Lebensmittel entstanden ist, die nun als Grundlage für eine Senkung der Mehrwertsteuer von 10% auf 4,9% dient. Warum es zu dieser Senkung überhaupt kommt, obwohl der Finanzminister sie im November 2025 noch ausgeschlossen hatte, und wie die Regierung sicherstellt, dass eine solche Maßnahme auch tatsächlich den Haushalten mit niedrigerem Einkommen mehr hilft, das besprechen wir in dieser Episode von "ESSENziell - was auf den Teller kommt". Wenn dir der Podcast gefällt, dann freue ich mich über deine Nominierung beim Ö3 Podcast Award bis zum 26. März 2026.
Markthallen sind kein neues Konzept. Aber seit rund 15 Jahren erleben sie eine Renaissance, in Wien wie in ganz Europa. Warum entwickeln sie eine so starke Anziehungskraft, was suchen Konsument:innen dort und was ist das Geheimnis erfolgreicher Markthallen? Thomas de Martin ist in viele der Wiener Markthallen-Projekte involviert, hat am Marktraum am Naschmarkt mitentwickelt und betreibt mit seinem Team seit einiger Zeit die Markterei im neunten Bezirk in Wien. Ein Gespräch über Erlebnis, Direktvermarktung und die neue Rolle der Nahversorger:innen.
Seit Oktober 2025 kann man im MILA Mitmachsupermarkt in Wien-Meidling Mitglied werden - und erstaunlich günstig Lebensmittel und andere Waren kaufen. Man muss allerdings dafür mitarbeiten. 3 Stunden pro Monat engagieren sich aktuell 1.350 Mitglieder, schlichten Regale, sitzen an der Kasse oder füllen Gemüse und Obst auf. Wie kommt man auf die Idee, dem Lebensmitteleinzelhandel Konkurrenz zu machen und in einer recht komplexen Organisationsform Lieferant:innen und Kund:innen gleichermaßen servicieren zu wollen? Ein Rundgang durch einen Supermarkt, der nach internationalen Modellen und Vorbildern entwickelt wurde.
Ein Ausflug ins True Crime Podcast-Genre. Die Mozartkugel löst emotionale Reaktionen aus. Bei jenen, die sie essen, wie bei jenen, die sie erzeugen. Lange schon währt der Streit um die Urheberschaft. Nun ist er neu aufgeflammt, weil angeblich neue Erkenntnisse vorliegen, die zeigen, dass die Firma Holzermayr bereits einige Jahre vor der Familie Fürst Mozartkugeln erzeugt hat. Michaela Hessenberger hat die Geschichte im Sommer 2025 recherchiert und bei einer Verkostung von sieben unterschiedlichen Mozartkugeln besprechen wir deren Fluffigkeit, die Süße und den Stand der Dinge im Fall "Echte Salzburger Mozartkugel"
Bahnhofsrestaurationen waren Anfang des letzten Jahrhunderts zentrale Orte des gesellschaftlichen Lebens. Man hat die erste Pause Richtung Sommerfrische eingelegt, Kaffee und Kuchen genossen, internationale Zeitungen gelesen, die Langsamkeit genossen. Heute gibt es sie kaum mehr, und wenn, sind es zumeist eher "Tschocherl". Eva Götz ist in der Bahnhofsrestauration Absdorf-Hippersdorf großgeworden und weiß wunderbare Geschichten zu erzählen aus einer Zeit des eleganten Bahnreisens, Kaffee und Kuchen und Beuschel am Bahnsteig, unverheirateten Tanten und schneidigen Herren und vielem mehr.
Fleisch. Kaum ein Thema regt aktuell so an und auf. Zum Genuss, zur Ablehnung, zur Diskussion, zur Distinktion. Woher kommt diese unglaubliche Relevanz in der Gegenwart und was muss man tun, damit sowohl Tierschützer:innen als auch Fleischerinnung die aktuelle Sonderausstellung im Wien Museum recht ordentlich finden? Ich habe Sarah Pichlkastner, eine der Kurator:innen der Ausstellung, getroffen und beim Rundgang durchs Museum Erstaunliches über die Geschichte des Fleischkonsums gelernt. Teaser: Nicht alles ist so neu, wie wir denken.
"Führung neu gedacht" war der Titel einer Podiumsdiskussion auf der ALLES FÜR DEN GAST in Kooperation mit female chefs. Jaimy Reisinger, Larissa Andreas, Jonathan Wittenbrink und Klaus Friedl waren durchaus unterschiedlicher Meinung, was den Bedarf an Veränderung in der Gastronomie betrifft. Ich habe mit Alexandra Gorsche, Moderatorin der Diskussion, im Anschluss dazu gesprochen, warum ein guter Koch nicht automatisch auch ein guter Chef sein muss.
Der globale Weinbau steckt in der Krise, Weingärten werden gerodet, Keller und Lager bleiben voll. Schon lange nicht mehr war der Weinbau mit so großen Herausforderungen konfrontiert, die Ursachen sind mannigfaltig. Doch ein Schuldiger wurde schnell gefunden und wird nun gebetsmühlenartig an den Pranger gestellt: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) würde nur noch von Menschen geführt, die nicht aus Weinbauländern kommen, und daraus resultierten Empfehlungen, die den Weinbau gefährden. Auch die Jungen sind schuld, denn sie trinken keinen Alkohol mehr. Eine Suche nach Ursachen statt Schuldigen im Gespräch mit Kady Kirchmayr und Michael Prügl vom Podcast "Wein für Wein".
Sonder-Episode Faktencheck. Lebensmittelpreise werden gerade höchstemotional diskutiert. Viele suchen Schuldige, kaum jemand Lösungen. Der Chef des Wirtschaftsforschungsinstituts, Gabriel Felbermayr, hat kürzlich die Senkung der Steuer auf Lebensmittel vorgeschlagen. Finanzminister Markus Marterbauer hat den Vorschlag als nicht leistbar zurückgewiesen. Was steckt dahinter und wie würde sich eine Senkung auswirken? Doris Prammer von der Österreichischen Nationalbank kennt die Antwort.
Wolfgang Scheiblauer ist Gründer von meineWeideGans.at und weiß, warum Instagram gerade voll ist mit Bildern vom Ganslessen. Wo sind alle die Gänse das restliche Jahr, kann eine Gans glücklich sein und wieviele Gänse sind tatsächlich aus Weidehaltung oder überhaupt aus Österreich? Ein Gespräch über den alljährlichen Herbst-Hype rund um die Gans, über Qualitäts-Standards, die über Bio hinausgehen, und über die Frage, wie alt Gänse werden.
Wolfgang Schmidt ist wahrscheinlich Österreichs einziger Vollerwerbs-Demeter Imker. Warum aktuell in jedem zweiten Hinterhof in Wien und auf jedem Unternehmensdach ein Bienenstock steht, warum wir die Bienen lieber haben als die Hornissen, was es braucht, um Imker:in zu werden und ob Bienen Durst haben, erzählt er im Gespräch mit ESSENziell.
Jeden Tag schließen fünf Bauernhöfe in Österreich. Nur mehr die Hälfte der Betriebe von 1995 existiert heute noch. Viele wollen weg aus dem entbehrungsreichen, anstrengenden Leben mit einer Arbeit, die wenig Pausen macht. Zugleich suchen aktuell 300 Quereinsteiger:innen einen Hof, um ihren Traum zu verwirklichen. "Perspektive Landwirtschaft" bietet ihrer Matching-Plattform eine Art "Tinder" für die Landwirtschaft. Julia Moser weiß, woher die Sehnsucht nach dem Leben auf dem Bauernhof kommt.
Seit rund einem halben Jahr hat Österreich ein Einwegpfand-System für Getränkekunststofflaschen und -dosen. Nach einer überraschend leisen Einführung ohne große Aufreger gibt es heute erste Bilanzen, man ist zufrieden. Hochwertige PET Flaschen können endlich in größerer Menge wieder zu PET-Flaschen verarbeitet werden. Aber warum kostet recyceltes PET deutlich mehr als neu produzierter Kunststoff? Warum ist es nicht klug, aus PET-Flaschen sofort Kleidung oder Schuhe zu machen? Wer verdient am Kunststoff und erreichen wir die Ziele, die die EU ihren Mitgliedsstaaten vorgibt? Warum werden Waschmittel- und Shampoo-Flaschen nicht für Getränkeflaschen recycelt, obwohl man dringend Material braucht? Christian Strasser, Geschäftsführer der PET to PET Recycling GmbH im Burgenland, verarbeitet gesammelte Getränkeflaschen wieder zu neuen Verpackungen.
Die Preisrallyes bei Lebens- und Genussmittel bestimmen aktuell die öffentliche Diskussion. Die Politik fordert und kündigt an, passieren tut wenig. Immerhin 1,1 Millionen Menschen in Österreich leiden an Ernährungsarmut. Eine Zahl weit weg von einem Rand-Phänomen. Zugleich werden Lebensmittelspenden weniger, weil wir lernen, Lebensmittelverschwendung zu vermeiden. Ein unlösbares Dilemma? Die Tafel Österreich sammelt und verteilt Lebensmittel aus Lebensmitteleinzelhandel und - recht neu - auch aus der Landwirtschaft. Was es braucht, um diesen Service überflüssig zu machen, erzählt Alexandra Gruber, Geschäftsführerin der Tafel Österreich.
Wochenlang hat es heuer im Juli und August geschüttet und war im Vergleich zum letzten Jahr verhältnismäßig kühl. Ob ihm das anhaltend schlechte Wetter Sorgen macht, was es für ihn im Bio-Gemüseanbau heißt, ob seine Kund:innen verstehen, wenn etwas nicht verfügbar ist - und warum er als Chef nicht alles am besten weiß. Mein spontaner Podcast-Besuch bei Johann Winklhofer vom Gartenbau Winklhofer war sehr verregnet, aber umso interessanter war das Gespräch.



