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Return on Innovation

Author: Anne Schlösser, Heike Löffler

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Description

„Return on Innovation“ ist ein Interviewformat, in dem Anne Schlösser und Heike Löffler mit Entscheiderinnen und Entscheidern aus Mittelstand und Konzernwelt über ihr Herzensthema sprechen: erfolgreiche Innovation. Dabei geht es nicht um Buzzwords oder abstrakte Theorien – Anne und Heike bringen echte Erfahrungsberichte aus der Praxis auf den Punkt. Gemeinsam mit ihren Gästen zeigen sie, wie aus Innovationsvorhaben nachhaltiges Wachstum entsteht. Mit inspirierenden Einblicken, authentischen Erfahrungen und konkreten Beispielen machen sie greifbar, was Innovation im Unternehmensalltag wirklich bedeutet – mit einem klaren Blick auf das, was funktioniert.


Der „Return on Innovation” Podcast erscheint ab Mittwoch, 14. Mai 2025, immer mittwochs um 6:00 Uhr.


ÜBER ANNE SCHLÖSSER


Anne Schlösser ist Partnerin in der Business Unit „Strategy & Innovation“ bei der Axel Springer hy GmbH. Sie verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Entwicklung und Umsetzung digitaler Produkte und Geschäftsmodelle. Als ehemalige Associate Partnerin bei McKinsey war sie im Venture Building tätig und begleitete Unternehmen verschiedener Branchen bei der Gründung und Skalierung neuer Geschäftseinheiten. Darüber hinaus gründete und leitete sie zwei eigene Unternehmen in den Bereichen KI und strategische Produktinnovation. Ihre Erfahrung reicht von Konsumgütern über Energie bis hin zu Medizintechnik – immer mit dem Fokus, Innovation erfolgreich in die Umsetzung zu bringen.


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ÜBER HEIKE LÖFFLER


Heike Löffler ist Senior Vice President in der Business Unit „Strategy & Innovation“ bei der Axel Springer hy GmbH. Ihr Fokus liegt auf der Entwicklung und Implementierung neuer Geschäftsmodelle. Vor ihrer Tätigkeit bei hy baute Heike als Chief Commercial Officer unter anderem bei der Deutschen Bahn und LichtBlick SE Corporate Ventures in den Bereichen Energie, Mobilität und Cleantech auf und begleitete Akquisitionen sowie Post-Merger-Aktivitäten zur Skalierung der Geschäftsaktivitäten. Mit über zehn Jahren Erfahrung in der Managementberatung, unter anderem bei Simon-Kucher & Partners und der DB Management Consulting, verfügt sie über tiefgreifende Expertise in den Bereichen Unternehmenswachstum und Digitalisierung.


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Return on Innovation Website

43 Episodes
Reverse
In dieser Folge spricht Heike Löffler mit Franziska Molnar darüber, wie künstliche Intelligenz erfolgreich in einer globalen Organisation, wie Schaeffler, verankert wird und was es braucht, damit Technologie im Alltag der Mitarbeitenden echten Mehrwert stiftet. Im Gespräch geht es um den schnellen Rollout unternehmenseigener KI-Lösungen und wie durch gute Rahmenbedingungen aus ersten Prototypen flächendeckende Werkzeuge entstehen. An konkreten Beispielen – vom persönlichen Desktop-Assistenten bis hin zum "Industrial Copilot" direkt am Shopfloor – wird deutlich, wie KI Prozesse beschleunigt und fundierte, datenbasierte Entscheidungen das bisherige Bauchgefühl ersetzen. Franziska erklärt, wie die erfolgreiche KI-Einführung gelingt, wenn starkes Management-Buy-in auf saubere Datenarchitektur trifft und die Technologie stets als Change-Management-Thema gedacht wird. Außerdem geht es um gezieltes Enablement durch Formate wie den "KI-Monat Mai", ein Multiplikatoren-Netzwerk und innovatives AI Reverse Mentoring für Führungskräfte. Abschließend blickt Franziska auf die hohe Veränderungsgeschwindigkeit in China und macht klar, dass Leidenschaft der wichtigste Motor ist, um Innovation in erfolgreiches Unternehmenswachstum zu verwandeln. Über den Gast Franziska Molnar treibt als Vice President Digitalkompetenz bei Schaeffler die digitale Transformation und KI-Adaption im Unternehmen voran, indem sie als Brückenbauerin zwischen Business, IT und der Belegschaft agiert, um technologische Potenziale in Geschäftswert und gelebte Unternehmenskultur zu übersetzen.
In dieser Folge spricht Anne Schlösser mit Philipp Loosen von Henkel darüber, wie sich der Weltmarktführer im Bereich Klebstofftechnologien durch digitale Innovationen weiterentwickelt und wie Hochleistungsmaterialien intelligente Systemlösungen für die Industrie 4.0 werden können. Im Gespräch geht es um Klebstoffe von Henkel Adhesive Technologies: Wie ein Materialgeschäft um ein datengetriebenes Servicemodell erfolgreich erweitert werden kann. Philipp gibt faszinierende Einblicke, wie Klebstoffe heute nicht nur Bauteile in Smartphones, E-Autos und Flugzeugen zusammenhalten, sondern durch Sensorik und IoT-Anwendungen Produktionsstillstände verhindern können. Anhand konkreter Innovationen wird deutlich, wie Nachhaltigkeit und Effizienzsteigerung Hand in Hand gehen. Zudem beleuchtet Philipp die Rolle von KI und automatisierten Laboren in der Materialentwicklung und erklärt, warum Henkel bei der Zusammenarbeit mit Startups weniger auf reine Beteiligungen und mehr auf echte inhaltliche Partnerschaften setzt. Abschließend diskutieren Anne und Philipp über die Herausforderungen der Circular Economy und warum der Kunde als „Nordstern“ die wichtigste Zutat bleibt, um technologischen Fortschritt in messbares Unternehmenswachstum zu verwandeln. Über den Gast Philipp Loosen verantwortet als Vice President New Business bei Henkel Adhesive Technologies die strategische Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und Innovationen jenseits des Kerngeschäfts. Mit über zwölf Jahren Erfahrung im Konzern treibt er die Verbindung von klassischer Chemie mit digitalen Lösungen voran und gestaltet aktiv das Ökosystem zwischen Konzernforschung, Venture Capital und Startups.
In dieser Folge spricht Heike Löffler mit Stefan Dohler darüber, wie Innovation bei EWE, Deutschlands umsatzstärkstem kommunalen Energieversorger, organisiert ist und welche strategischen Weichenstellungen nötig sind, um das Ziel der Klimaneutralität bis 2035 zu erreichen. Im Gespräch geht es um die Neuausrichtung des Innovationsmanagements: Weg von isolierten Innovationseinheiten, hin zur Integration in die Geschäftsbereiche, um Skalierungseffekte besser zu nutzen. Mit der “Digital Factory” werden bei EWE kundenzentrierte Digitallösungen als Schnellbote entwickelt, aber immer mit starkem Zug aus dem Geschäft. An konkreten Beispielen von der Anwendung Künstlicher Intelligenz im Kundenservice bis hin zu Kooperationen bei Windkraft und Glasfaser wird deutlich, wie EWE durch strategische Partnerschaften und Venture-Clienting statt reinem Venture Capital Wachstum generiert. Stefan erklärt, warum bei kritischer Infrastruktur „Blackbox“-KI tabu ist, warum er nicht auf einen Startup Zoo, sondern gezielte Venture Clienting setzt und warum Innovation heute Chefsache des gesamten Vorstands ist. Abschließend blickt Stefan auf die regulatorischen Hürden und macht klar, dass verlässliche politische Rahmenbedingungen und Standardisierung nötig sind, um die komplexe Systemtransformation der Energiewirtschaft zu stemmen. Über den Gast Stefan Dohler ist CEO von EWE und treibt dort mit dem umfassenden Klimatransitionsplan das Wachstum in sechs strategischen Feldern von Wasserstoff bis zur Elektromobilität voran. Er verfügt über langjährige Erfahrung in Top-Managementfunktionen in der Energiewirtschaft, unter anderem in Skandinavien als Finanzvorstand bei Vattenfall, und treibt als Präsident des BDEW (Bundesverband der Energie und Wasserwirtschaft) die Weiterentwicklung der Branche.
In this episode, Anne Schlösser speaks with Meko ElMekawy about how Enercity is successfully driving an AI transformation within a regulated environment and what it takes to scale "Shadow AI" into a structured, company-wide operating model. The conversation centers on Enercity’s "AI Factory" approach, which treats initiatives like a venture portfolio with varying risk levels to drive internal innovation. Meko shares how a baseline survey revealed a massive "Shadow AI" adoption—including the discovery of 400 autonomous agents—which triggered a strategic shift from strict control to transparency and alignment. Using concrete examples like a "Google Maps for utility planning" to optimize infrastructure routes and an "AI Buddy" designed to capture retiring expert knowledge, the dialogue illustrates how AI acts as a key accelerator for the energy transition. Meko explains how framing AI as an operating model and partnering early with the Works Council converts skepticism into high adoption rates, achieving over 90% active usage for tools like Copilot. Finally, he outlines the pragmatic "build vs. buy" decision framework and offers a future vision where AI becomes invisible, critical infrastructure—just like electricity itself. About the Guest Meko ElMekawy leads the AI transformation at Enercity, a major German utility provider supplying energy to hundreds of thousands of households. With a clear mission to scale AI as an essential part of the company's infrastructure, he focuses on combining technical innovation with cultural change management to empower a workforce of over 3,000 employees.
In dieser Folge spricht Heike Löffler mit Sina von Ketelhodt darüber, wie die Mainova AG die Energiewende durch konsequente Digitalisierung vorantreibt und wie aus abstrakten Daten konkrete Mehrwerte für unterschiedliche Kundengruppen entstehen. Im Gespräch geht es um den Wandel vom klassischen Versorger zum digitalen Energiedienstleister, bei dem der Kunde im Mittelpunkt steht, um aktiv an der Klimaneutralität mitzuwirken. Anhand von pointierten Personas erklärt Sina, wie passgenaue Angebote entwickelt werden und warum ein MVP-Ansatz mit „Friendly User Groups“ bei kritischer Infrastruktur essenziell ist, um Risiken zu minimieren. Es wird deutlich, wie Kooperationen mit Tech-Größen wie SAP oder Microsoft auf Augenhöhe funktionieren und wie Innovationen wie der dynamische Stromtarif den Sprung vom Nischenprodukt zur skalierbaren Massenanwendung schaffen. Zudem gibt Sina Einblicke in den pragmatischen Einsatz von KI mit einem „Human-in-the-Loop“-Ansatz zur Optimierung der Kundenansprache und Usability. Abschließend blickt sie auf die größte Disruption der Branche und plädiert für mehr Mut zum unperfekten Marktstart, um das Innovationspotenzial der Ingenieursbranche voll auszuschöpfen. Über den Gast  Sina von Ketelhodt gestaltet als Senior Vice President Vertrieb, Steuerung und Digitalisierung bei der Mainova AG die Energiewelt von morgen und treibt die Transformation hin zur Klimaneutralität 2040 voran. Mit über 20 Jahren Erfahrung in der Energiebranche verbindet sie technologisches Verständnis mit einer klaren Vision für neue Geschäftsmodelle und nachhaltige Kundenlösungen.
In dieser Folge spricht Anne Schlösser mit Dr. Ingrid Sebald darüber, wie sich tesa vom bekannten Hersteller für Bürobedarf zum globalen Hochtechnologie-Partner für die Industrie gewandelt hat und warum innovative Klebelösungen heute entscheidend für die Automobil- und Elektronikbranche sind. Im Gespräch räumt Ingrid mit dem Klischee der einfachen Rolle Klebefilm auf und zeigt, wie tesa heute als „Hidden Champion“ in Smartphones, Elektroautos und sogar Tiefseekabeln steckt. Anhand eines konkreten Use-Cases mit Porsche wird deutlich, wie Innovation durch enge Kundenkollaboration und agile Sprints entsteht: Hier ersetzten automatisierte Klebe-Pads körperlich belastende manuelle Prozesse im Karosseriebau, was nicht nur die Arbeitssicherheit massiv erhöht, sondern auch Effizienz und Automatisierung vorantreibt. Ein zentrales Thema der Folge ist die Disruption durch Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft. Ingrid erklärt das zukunftsweisende Konzept von „Debonding on Demand“ – intelligentes Kleben, das sich durch Trigger wie Wärme oder Strom wieder löst, um Recycling und Reparatur möglich zu machen. Zudem gibt sie Einblicke, wie tesa Generative KI nutzt, um Simulationen von Kundenanforderungen von zwei Wochen auf 30 Minuten zu verkürzen, und warum der Wille zum schnellen Lernen die wichtigste Zutat für erfolgreiches Wachstum ist. Über den Gast Dr. Ingrid Sebald ist Chief Technology Officer bei tesa und verantwortet dort die technologische Ausrichtung sowie die globale Innovationsstrategie. Mit einem Team von rund 700 Entwickler:innen arbeitet sie an der Schnittstelle von Technologie und Marktbedürfnissen, um über 100 neue Produkte pro Jahr zu realisieren. Die promovierte Chemikerin verfügt über weitreichende internationale Erfahrung in Nordamerika, Europa und Asien und treibt ihre interkulturellen Teams an, den Status quo stetig zu hinterfragen und technologische Grenzen zu verschieben, um das Unbekannte in messbares Geschäftswachstum zu verwandeln.
In dieser Folge feiern wir eine Premiere: Heike Löffler ist zum ersten Mal für eine Videofolge direkt vor Ort im Alstom-Lab für autonomes Fahren und spricht mit Florian Kittelmann darüber, wie die Digitalisierung der Schiene das klassische Geschäftsmodell eines Zugherstellers transformiert. Es geht darum, warum autonomes Fahren kein bloßes „Nice-to-have“, sondern eine existenzielle Notwendigkeit für die Mobilitätswende und den Fachkräftemangel ist. Im Gespräch wird der strategische Wandel von Alstom vom reinen Hardware-Produzenten hin zu einem Anbieter für digitale Systeme und Dienstleistungen beleuchtet, der mittelfristig einen Service-Anteil von 60 % anstrebt. Florian erläutert inmitten der Test-Racks des Labs, wie digitale Komponenten die Funktion des Triebfahrzeugführers in offene Schienensysteme übersetzen. An konkreten Beispielen wie dem autonomen Regionalzug in Niedersachsen wird aufgezeigt, dass die technische Machbarkeit bereits bewiesen ist, die Skalierung jedoch neue regulatorische Weichentellungen erfordert. Ein zentrales Thema ist dabei die Flexibilisierung der Rahmenbedingungen sowie der Übergang von rein deterministischen Sicherheitsnachweisen zu einer modernen Risikoabwägung, um KI-basierte Innovationen auf die Strecke zu bringen. Zudem gibt Florian tiefe Einblicke in die interne Innovationskultur: Er beschreibt, wie durch jährliche Wettbewerbe, lokale Innovation Hubs und globale Innovation Champions Bottom-up-Ideen mit Top-down-Strategien verzahnt werden, um den Return on Innovation messbar zu machen. Über den Gast Florian Kittelmann ist Senior Director für Autonomous Mobility, AI und Innovation bei Alstom. Er verfügt über langjährige Erfahrung in der Bahnbranche, unter anderem durch seine Station bei Bombardier und verantwortet heute die Zentralisierung und Produktisierung zukunftsweisender Mobilitätslösungen. Sein Fokus liegt darauf, durch Automatisierung nicht nur den Personalbedarf effizienter zu gestalten, sondern auch die Kapazität auf der Schiene nachhaltig zu steigern.
Anne Schlösser spricht mit Michael Jakob Reinartz, Director Innovation & New Business Development bei Vodafone, über die Frage, wie man aus internen Ideen skalierende Lösungen macht und dabei Security und Privacy konsequent priorisiert.  Im Gespräch geht es um die Balance zwischen der Optimierung bestehender Netze und der Erschließung neuer Geschäftsfelder. An konkreten Beispielen wie dem „Spam-Warner“ wird deutlich, wie Vodafone rechtliche Hürden kreativ löst, um Millionen Kunden ohne App-Installation und geräteunabhängig vor Betrugsanrufen zu warnen. Michael erklärt, wie aus vermeintlichen Abfallprodukten wie Bewegungsdaten wertvolle Erkenntnisse für Logistik, ÖPNV und Tourismus entstehen – etwa durch die Analyse der Fan-Mobilität bei Spielen von Bayer 04 Leverkusen. Zudem gibt er Einblicke in die globale Initiative „CAMARA“, die über standardisierte APIs neue Sicherheitsmechanismen für Banken und smartere Updates für die Automobilindustrie ermöglicht. Außerdem geht es um Formate wie dem Future Day, die externe Impulse und interne Sichtbarkeit für Innovationen schaffen. Abschließend diskutieren Michael und Anne über die Notwendigkeit von Konsolidierung im europäischen Telekommunikationsmarkt und warum digitale Meetings den Zufallsmoment physischer Begegnungen für echte Innovationssprünge niemals ersetzen können. Über den Gast Michael Jakob Reinartz ist Director Innovation & New Business Development bei Vodafone. In seiner Rolle erschließt er das transformative Potenzial von 6G, 5G, künstlicher Intelligenz und Mixed Reality zusammen mit einer Reihe von Spitzentechnologien, um Wachstum weit über klassische Konnektivitätslösungen hinaus zu ermöglichen. Im Zentrum seiner Arbeit steht die Frage, wie sich talentierte Teams befähigen lassen, innovative Konzepte konsequent in die Umsetzung zu bringen und damit konkrete Beiträge zu einer vernetzten Zukunft zu leisten.
In dieser Folge der Innovation Classics sprach Heike Löffler im Juni mit Florian Bankoley, Chief Digital Officer von Bosch Mobility, über eine umfassende digitale und IT-Transformation in einem globalen Industriekonzern. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie sich Digitalkompetenz langfristig in großen Organisationen verankern lässt – strukturell, technologisch und kulturell. Florian gab Einblicke, wie bei Bosch cross-funktionale Zusammenarbeit aufgebaut, bestehende Legacy-Strukturen schrittweise modernisiert und die IT vom reinen Dienstleister zum aktiven Business Enabler entwickelt wurde. Das Gespräch beleuchtet konkrete Erfahrungen aus mehreren Jahren Transformation, Führungsfragen im Wandel, operative Herausforderungen sowie ein skalierbares Target Operating Model. Zudem geht es um den Schritt, den Mitarbeitern die Entscheidung zu überlassen, wie und wo sie künftig im Unternehmen arbeiten. Über den Gast Florian Bankoley ist seit Mai 2024 Chief Digital Officer von Bosch Mobility und verantwortet die digitale sowie IT-seitige Weiterentwicklung des größten Bosch-Geschäftsbereichs. Zuvor leitete er bei Bosch Digital die Neuausrichtung der konzernweiten IT-Organisation. Mit mehr als 20 Jahren Erfahrung in IT, Engineering, Produktmanagement und Business Development verbindet er Industrie- und Digitalthemen auf strategischer Ebene.
In dieser Folge der Innovation Classics sprach Anne Schlösser im Juni mit Aurélie Alemany, CEO der enercity AG, über die Transformation eines kommunalen Energieunternehmens und die Frage, wie Innovation in einem hochregulierten Umfeld gelingen kann. Im Fokus steht, wie enercity neue Geschäftsmodelle entwickelt, um unterschiedliche Etappen der Energiewende zu bewältigen und dabei Verantwortung für eine klimaneutrale Zukunft übernimmt. Thematisiert wird unter anderem, wie enercity mit regulatorischen Rahmenbedingungen umgeht, welche Rolle der Smart-Meter-Rollout für mehr Flexibilität spielt und wie konkrete Innovationsprojekte wie die Kooperation mit dem Startup ev-pay entstanden sind. Darüber hinaus geht es um Führungsprinzipien und die Kulturfrage: Wie gelingt es, in einer regulierten Branche mutig zu handeln und Fehler als Teil von Weiterentwicklung zu akzeptieren? Über den Gast: Aurélie Alemany ist seit Juli 2024 CEO der enercity AG. Zuvor hatte sie leitende Positionen in der Chemie- und Energiebranche inne. Als Ingenieurin verfügt sie über internationale Erfahrung und verantwortet gemeinsam mit ihrem Team den Ausbau erneuerbarer Energien sowie die Weiterentwicklung von Wärme- und Mobilitätslösungen.
Anne Schlösser spricht mit Dr. Larisa Wewetzer, Head of Digital Health Solutions & Platform bei Ottobock, über einen Innovationsweg, der als Hardwareprojekt startete und in einer KI-gestützten Software für die Erstattungsdokumentation mündete. Im Gespräch geht es um den Mut zum Pivot und die Frage, wie man ein weit fortgeschrittenes Sensorprojekt stoppt, da Computer-Vision-Verfahren ohne zusätzliche Hardware schneller, präziser und nutzerfreundlicher wurden. Dr. Larisa Wewetzer erklärt, wie die entstandene KI gestützte Video- und Softwarelösung komplexe biomechanische Parameter automatisiert auswertet und für Orthopädietechniker, Krankenkassen und Ärzte sowie den Medizinischen Dienst verständlich aufbereitet und den Dokumentationsaufwand von zuvor acht bis dreizehn Stunden auf rund dreißig bis vierzig Minuten reduziert, womit Anträge deutlich schneller bei Kostenträgern eingereicht und Patienten früher versorgt werden. Außerdem beleuchten wir, wie Ottobock trotz Regulierung früh im Realbetrieb testet und wie die Lösung über Ländergrenzen skalieren kann. Zum Schluss richten wir den Blick auf die großen Hebel der Branche wie Dateninfrastruktur und eine agilere Regulierung, um die wachsende Erwartungshaltung KI-gewohnter Nutzer mit der Realität der Versorgung zusammenzubringen. Denn neue digitale Erlösquellen sind wichtig, entscheidend ist aber, dass Innovation die Versorgung nachweislich beschleunigt und verbessert. Über den GastDr. Larisa Wewetzer leitet bei Ottobock den Bereich Digital Health Solutions & Platform. Zusätzlich engagiert sie sich im Vorstand des Bundesverband Managed Care e.V. und als Advisory-Board-Member am L3S Research Center. Zuvor arbeitete sie in der Versorgungsforschung an der Universität zu Lübeck und verbrachte rund zehn Jahre bei Drägerwerk in leitenden Funktionen.
In dieser Folge spricht Heike Löffler mit Alexa Gorman darüber, wie Innovation entlang der gesamten Wertkette zwischen Konzernen, VCs und Startups entsteht und was es braucht, damit daraus messbares Wachstum wird.  Im Gespräch geht es um Startups in ihrer Rolle als Innovationstreiber und wie aus gesunkenen Markteintrittsbarrieren durch Internet, Cloud, KI und Social neue Geschäftsmodelle entstehen. An konkreten Beispielen von frühen KI-Anwendungen bis New-Space-Use-Cases wird deutlich, wie schnell aus Pilotprojekten skalierende Lösungen werden oder sogar der Sprung zum Unicorn gelingt. Alexa erklärt, wie Corporate-Startup-Partnerschaften Wirkung entfalten, wenn Zielbilder klar sind, Venture-Clienting Kundennutzen erzeugt und das Top-Management Priorität setzt. Wir sprechen über Organisation und Enablement, in denen Startup-Einheiten als Übersetzer zwischen agilen Teams und Konzernprozessen agieren, über Pilotierungen mit eindeutigen Gates und KPIs und über das Risiko langer Entscheidungszyklen, das aktives Erwartungsmanagement verlangt. Außerdem geht es um die Rolle von encourageventures als Gründerinnen und Investorinnen Netzwerk mit kuratierten Dealflow, Akademie und Mentoring. Abschließend blickt Alexa auf den Standort Deutschland und macht klar, dass mehr Kollaboration und mehr Exit-Chancen nötig sind, um das Ökosystem auf ein neues Niveau zu heben. Über den Gast Alexa Gorman verbindet seit vielen Jahren die Welten Konzern, VC und Startup unter anderem als Head of Research & Innovation Advocacy bei SAP, als Angel-Investorin und als Mitgründerin von encourageventures, einem Netzwerk von Investorinnen, Mentorinnen und Expertinnen zur Skalierung von Gründerinnen-Teams. Sie bringt mehr als zwei Jahrzehnte Erfahrung in der Entwicklung erfolgreicher Produkt-, Branchen- und Marktstrategien mit und fördert mit ihrem umfangreichen internationalen Hintergrund und ihren Erfahrung sowohl im Unternehmens- als auch im Start-up-Bereich sowie einem großen Netzwerk im Bereich Innovationen lukrative strategische Partnerschaften.
In dieser Folge spricht Anne Schlösser mit David Keuchen und Tilman Schäfer von URVI darüber, wie sie mit funktionalen Gummies eine Marke an der Schnittstelle von Wissenschaft und Lifestyle aufbauen und somit eine Lösung für urbane Gesundheitsherausforderungen wie Stress, Schlaf, Immunabwehr, Verdauung und Blutzucker schaffen. Im Gespräch erzählen die beiden, wie sie aus 40 Markenideen mithilfe von Smoke-Tests, Landingpages und Ads  anhand von Verhaltensmetriken das überzeugendste Konzept herausgefiltert haben. Aus dieser Validierung entstand eine Multi-Nischen-Strategie, die auf zielgerichtete Formulierungen für klar definierte Use Cases abzielt und in konkrete Endprodukte übersetzt. Wir sprechen über den frühen Proof via Amazon Subscribe & Save, über den Spagat zwischen Geschmack und Wirksamkeit und über die bewusste Positionierung als Supplement. David und Tilman zeigen, wie wissenschaftliche Evidenz, Such- und Marktdaten sowie Reviews die Priorisierung neuer Formulierungen steuern, wie Personas die Shop-Logik mit Bundles und Empfehlungen prägen und warum Brand-Building für Retention ebenso wichtig ist wie Performance-Marketing für die Akquise. Ein weiterer Hebel ist KI im Tagesgeschäft, welche entlang klar gemappter Prozesse als Entscheidungsassistenz fungiert. Mit Blick auf Internationalisierung geht es um Unterschiede zwischen den USA und Deutschland und um Trends wie All-in-one-Gummies und KI-gestützte Personalisierung. Ihr Fazit für den Return on Innovation: Wer sich in gesättigten Märkten durchsetzen will, braucht vor allem Geschwindigkeit in der Validierung, klare Prioritäten und Hartnäckigkeit. Über die Gäste David Keuchen und Tilman Schäfer sind Co-Founder & Managing Directors von URVI. David bringt langjährige Marken- und Produkt-Expertise aus Stationen bei Design Bridge & Partners, Landor und KMB Creative Network ein. Tilman steuert Commercial-, D2C- und Company-Building-Erfahrung aus Rollen bei The Stryze Group, IONIQ und hy bei. Gemeinsam bauen sie URVI auf, mit der Vision „Urban Vitality“ als tägliche Entscheidung mit kleinen, wirksamen Routinen zu etablieren, die in den Stadtalltag passen und für mehr Klarheit, Ausgeglichenheit und Energie sorgen.
Heike Löffler spricht mit Michel Nicolai, CEO und Mitgründer von epilot, über den Aufbau einer skalierbaren Plattform für die Energiewende, welche das klassische Strom- und Gasgeschäft mit neuen Produkten wie Photovoltaik, Wärmepumpen und Ladeinfrastruktur verbindet und durchgängige End-to-End-Customer-Journeys schafft. Im Gespräch geht es um den Weg vom kapital-effizienten MVP zur zweiten Plattformgeneration: ein bewusstes Feature-Freeze, die modulare Migration einzelner Funktionen und der klare Schritt vom Projekt- zum Produktgeschäft. Er erklärt, warum tiefe Integrationen in heterogenen ERP-/IT-Landschaften der Versorger zum Dreh- und Angelpunkt werden, wie eine Community-getriebene Roadmap „Coopetition“ fördert und welche Rolle Finanzierung und Governance spielen – von der Investorenwahl nach kulturellem Fit und Skalierungserfahrung bis zu einem Board, das als strategischer Sparringspartner wirkt. Außerdem nimmt er uns mit in sein Team, bei dem er auf hohen Talentanspruch, Ownership und klare Ziele setzt - mit der Ambition den Weg zum Unicorn zu gehen. Über den Gast Michel Nicolai ist CEO & Mitgründer von epilot, einem Tech-Scale-up, das Stadtwerke, Netzbetreiber und Energielösungsanbieter mit einer Cloud-Plattform bei der Umsetzung der Energiewende unterstützt. Seit über 20 Jahren beschäftigt er sich mit erneuerbaren Energien und der Digitalisierung von Vertriebs- und Serviceprozessen und arbeitet heute bei epilot mit über 180 Unternehmenskunden zusammen.
Anne Schlösser spricht mit Stephan Paxmann, Chief Innovation Officer der LBBW, darüber, wie sich Innovationsarbeit in einem stark regulierten Umfeld wirksam verankern lässt.  Statt „Folienmalen“ geht es um greifbare Ergebnisse mit messbarem Business Impact. Stephan erklärt, wie die zentral verortete Innovationseinheit bankweit arbeitet: von Trendanalyse und Szenarien über PoCs und MVPs bis in den produktiven Betrieb. Eine technische Sandbox („Tech Lab“) ermöglicht es, neue Technologien sicher zu erproben und anschließend kontrolliert in Piloten zu überführen. Wir diskutieren, warum sich frühe Investitionen und schnelles Lernen auszahlen, ohne Innovation vorschnell an harten Business-Cases zu messen. Am Beispiel Digital Assets zeigt Stephan, wie die Bank ein Verwahr- und Handelsangebot für Unternehmenskunden aufgebaut hat. Außerdem geht es um Joint Ownership im Bereich generative AI, um die frühe Einbindung von Datenschutz und Recht und die Befähigung von Führungskräften sowie Teams für eine produktive Nutzung. Über den Gast: Stephan Paxmann ist Chief Innovation Officer der LBBW. Seit 2022 verantwortet er die strategischen Digitalisierungs- und Innovationsaktivitäten der Landesbank. Gemeinsam mit seinem Team steuert er das Innovations- und Trendmanagement, analysiert neue Geschäftsideen mit digitalen Lösungen und begleitet die Bankengruppe bei der Überführung neuer innovativer Geschäftsmodelle mit digitalen Lösungen in den Unternehmensalltag. Zuvor war er in Führungsrollen bei Deutsche Bank, IMG St. Gallen, Allianz SE und Commerzbank tätig und gründete 2010 die TME AG, deren CEO er bis 2022 war.
Heike Löffler spricht mit Anna-Theresa Korbutt, Geschäftsführerin des Hamburger Verkehrsverbunds (HVV), über Innovation im ÖPNV. Im Gespräch geht es darum, wie der HVV Innovation systematisch in den Betrieb bringt: von der Switch-App für Ticketkauf und multimodale Wegeplanung über KI-gestützte Haltestellen bis hin zu autonomen Shuttles im Testbetrieb. Anna-Theresa erklärt, wie kleine, schlagkräftige Teams mit klaren Verantwortlichkeiten jenseits regulärer Gremien Innovationen schnell vorantreiben und wie aus einer in zehn Minuten entstandenen Sonntagsidee ein Pilot und anschließend ein Roll-out wurde. Im Fokus stehen vertrauensvolle Partnerschaften zwischen entscheidungsstarken Stakeholdern, das bewusste Stoppen und konsequente Loslassen von Vorhaben, Mut zur Umsetzung trotz Unschärfe sowie Tempo, das in Ausnahmezuständen entsteht. Außerdem geht es darum, wie man zum “coolsten Verkehrsverbund“ wird und welche Kultur und Führung dies ermöglicht. Über den Gast: Anna-Theresa Korbutt ist seit 2021 Geschäftsführerin des HVV. Zuvor war sie unter anderem bei der BLS AG, der Deutschen Bahn, der ÖBB sowie als Geschäftsführerin der Raben BEXity GmbH tätig. In ihrer Rolle beim HVV treibt sie kundennahe, vernetzte Angebote voran – von der Switch-App über KI-gestützte Haltestellen bis zu autonomen Shuttle-Piloten.
Anne Schlösser spricht mit Bastian Nominacher, Co-CEO und Mitgründer von Celonis, über Process Mining und Prozessintelligenz – von den Anfängen im IT-Servicemanagement bis zur object-centric Plattform. Im Gespräch zeigt Bastian, wie aus einem ersten Use Case beim Bayerischen Rundfunk ein skalierbares Produkt wurde und eine Verkürzung der Ticket-Lösungszeit von über fünf Tagen auf unter 24 Stunden. Er erklärt, wie Celonis den Markt mit Proof-of-Value-Projekten erschlossen hat – inklusive 1.500 handgeschriebener Briefe an Entscheider – und warum heute drei Viertel der DAX-Konzerne sowie die Hälfte der Forbes Global 2000 auf die Plattform setzen. Inhaltlich geht es um den Sprung von klassischem Process Mining zur object-centric Prozessintelligenz. Zudem teilt Bastian die Celonis-Prinzipien „Customer Value first“ und Enterprise-Readiness bei riesigen Datenvolumina. Über den Gast: Bastian Nominacher ist Co-CEO und Mitgründer von Celonis  – einer der am schnellsten wachsenden Softwarefirmen mit über 3.000 Mitarbeitenden und mehr als 20 Büros weltweit. Er transformierte Process Mining aus einem akademischen Ansatz in eine skalierbare Plattform und führte Celonis in den ersten fünf Jahren ohne externes Kapital auf Wachstumskurs. Bei Celonis verantwortet er die Regionen Europa & Asien sowie Finance, Operations, HR, Security und die Gesamtstrategie. Für seine Arbeit wurde er 2019 mit dem Deutschen Zukunftspreis ausgezeichnet.
Heike Löffler spricht mit Carolin Stüdemann, geschäftsführende Vorständin von Viva con Agua, über Community-getriebene Innovation zwischen Gemeinnützigkeit und Social Business. Im Gespräch geht es darum, wie aus einer Bewegung ein skalierbares Ökosystem wird: vom Mineralwasser als Geschäftsmodell mit gemeinnütziger Mehrheitsbeteiligung über die Villa Viva als sozialem Gästehaus bis hin zu internationalen Ablegern in Uganda, Südafrika, Österreich und der Schweiz – stets ohne den Einsatz von Spendengeldern in den Business-Einheiten. Carolin teilt, wie 10.000 Ehrenamtliche Ideen in die Organisation tragen, warum man heute Innovation systematisch priorisiert und wieso Kooperationen der Hebel zur Skalierung sind. Außerdem geht es um Learnings aus gescheiterten Versuchen, die man konsequent „fail fast“ beendet, Transparenz als Prinzip, Investoren- und Partnerlogik und der Blick nach vorn – von lokaler Wasserknappheit bis zu Sustainable Development Goals 2030. Über den Gast: Carolin Stüdemann ist seit sieben Jahren geschäftsführende Vorständin von Viva con Agua und treibt die internationale Skalierung der Bewegung „Wasser für alle“ voran. Als Autorin von „Die Zukunft unseres Wassers“ bündelt sie Praxiswissen aus Projekten und Partnerschaften – mit dem Fokus, komplexe Netzwerke so zu organisieren, dass Menschen ihre größtmögliche Wirkung entfalten.
Heike Löffler spricht mit Bernd Rattey, Group CIO und CDO der Deutschen Bahn, über „Starke IT“, Business-IT-Fusion und den Weg zu skalierbarer Digitalisierung im Betrieb. Im Gespräch erklärt Bernd, wie die Bahn ihre IT von der Wachstums- in die Steuerungs- und Konsolidierungsphase führt: mit einem Domänenmodell, das Querschnittsbereiche bündelt und die Anzahl der Systeme deutlich reduziert, klaren Budget- und Portfolioprozessen sowie Erfolgsmessung über KPIs statt nur Stabilitätskennzahlen. Er zeigt, wie zentrale Leitplanken und dezentrale Stärke zusammenspielen und warum Standardisierung Freiräume für Innovation schafft. Konkret wird es mit KI im Betrieb und mit Demokratisierung durch Low/No-Code, damit Teams Digitalisierung selbst mitgestalten können. Zudem geht es um Architekturschulden, Analytics-Konsolidierung und eine berufsgruppenspezifische IT-Zufriedenheitsmessung, die Maßnahmen priorisiert – immer mit Blick auf spürbare Effekte für Fahrgäste über die Produktionssysteme. Über den Gast: Bernd Rattey verantwortet die IT-Gestaltung im Konzern Deutsche Bahn. Zuvor leitete er Digital- und IT-Themen im Geschäftsfeld Fernverkehr und war in verschiedenen IT-Positionen bei Lufthansa tätig. Mit seinem Fokus auf die enge Verzahnung von Business und IT treibt er die Neuaufstellung der Bahn-IT in Richtung dezentraler Verantwortung unter klaren Leitplanken.
Anne Schlösser spricht mit Dr. Christian Bräuer, Geschäftsführer der Yorck Kinogruppe, über die Zukunft des Kinos zwischen Digitalisierung, Abo-Modellen, Community-Building und der Rolle von KI. Im Gespräch schildert Christian, wie ein Kinoabo schon 2008 den Durchbruch brachte, warum Mut vor Detailverhandlung manchmal der beste Start ist und wie die Yorck Kinos ihr Programm heute dateninformiert, aber kuratiert gestalten. Es geht um den Ausbau zur starken Marke, den Wechsel von analog zu digitaler Kommunikation und die Frage, wie man ein vielfältiges, jüngeres Publikum erreicht. Außerdem diskutieren wir KI als größte Disruption seit Erfindung des Kinos: Chancen für Produktion und Auswertung, notwendige Leitplanken bei Urheberrecht und Ethik – und warum Kinos als vertrauenswürdige Kuratoren wichtiger werden. Am Ende steht eine klare Einsicht: Kultur und Kommunikation sind die entscheidenden Hebel, um aus Innovation nachhaltiges Wachstum zu machen. Über den Gast: Dr. Christian Bräuer ist Geschäftsführer der Yorck Kinogruppe in Berlin. Als Vorstandsvorsitzender von AG Kino – Gilde und Präsident der CICAE treibt er die Vernetzung und Zukunft des Arthouse-Kinos voran. Für sein langjähriges Engagement wurde er 2024 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
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