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Episoden der Mediation (INKOVEMA-Podcast)
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Episoden der Mediation (INKOVEMA-Podcast)

Author: Dr. Sascha Weigel

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Description

Dieser Podcast ist ein Lehr- und Lernstream von INKOVEMA zu den praktischen Fragen der Mediation und des Konfliktmanagements.

Hier werden Praxissituationen der Mediation, aber auch von Coachings und Konfliktberatungen erläutert, reflektiert und theoretisch eingeordnet.

Feedback, Fragen und Anregungen bitte an: s.weigel@inkovema.de
30 Episodes
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In dieser Episode des Podcasts "Episoden der Mediation" von INKOVEMA erörtere ich die komplexe Thematik der unfreiwilligen Mediation. Anhand konkreter Fallbeispiele aus meiner Praxis zeige ich, wie Widersprüche zwischen dem Wunsch nach Mediation und der tatsächlichen Bereitschaft der Beteiligten entstehen. Ich bespreche die Herausforderungen des Freiwilligkeitsprinzips und wie diese Diskrepanz zu Spannungen führen kann, insbesondere wenn der Druck von unten die Initiative zur Mediation anstößt. Ich plädiere dafür, die Motivation der Konfliktparteien und Auftraggeber zu hinterfragen, bevor man mit der Mediation beginnt. Abschließend lade ich die Zuhörer ein, ihre Perspektiven und Erfahrungen zu teilen, um ein besseres Verständnis der Mediation in der Praxis zu entwickeln.
Kurzzusammenfassung der Podcastfolge 28 „Mediation und Moderation. Der Unterschied.“ von INKOVEMA In dieser Folge erläutert Sascha Weigel den Unterschied zwischen Moderation und Mediation anhand eines Praxisbeispiels: Eine Konzernklausur mit latenten Konflikten, bei der bewusst keine Mediation, sondern eine themenbezogene Moderation durchgeführt wurde. Der zentrale Unterschied liegt laut Weigel in der Motivation der Beteiligten: In einer Mediation ist allen bewusst, dass sie zur Bearbeitung von Konflikten zusammenkommen. In einer Moderation geht es um gemeinsame Sacharbeit, ohne dass Konfliktbearbeitung explizit Teil des Auftrags ist – selbst wenn Konflikte währenddessen sichtbar werden. Diese Ausgangslage beeinflusst die Rolle und das methodische Vorgehen der dritten Person entscheidend. Während Mediatorinnen aktiv mit Konflikten arbeiten dürfen und sollen, müssen Moderatorinnen sehr vorsichtig abwägen, ob und wie sie eingreifen. Weigels Fazit: Mediation ist nicht grundsätzlich schwieriger als Moderation – oft ist es sogar umgekehrt, da die Klarheit über den Konfliktauftrag in der Mediation entlastend wirkt. Moderationsaufträge mit aufploppenden Konflikten sind besonders herausfordernd.
In dieser Episode des Mediation-Podcasts diskutiere ich die Sogwirkung des Rechts in der Konfliktbearbeitung - vor allem auf der Basis der Luhmannschen Systemtheorie, speziell seiner Idee funktionaler Teilsysteme samt binärer Codierung der Kommunikation. Ich präsentiere anschauliche Beispiele aus meiner Mediationspraxis, die zeigen, wie und weshalb rechtliche Fragestellungen häufig im Mittelpunkt von Konflikten stehen. Dabei wird deutlich, dass viele Mediatoren das Recht als Störfaktor betrachten könnten und versuchen, es aus dem Vermittlungsprozess auszuschließen, was jedoch nicht zielführend ist. Ich beleuchte, wieso das Recht diese Fokuswirkung in der Konfliktbearbeitung erlangt und was hilft, das angemessene Verständnis für das Recht zu erlangen.
In dieser Episode beleuchte ich die Rolle von Beratung in Mediation und Konfliktcoaching anhand der Metapher des dunklen Waldes. Ich erläutere, wie Klienten in schwierigen Situationen Orientierung finden können, indem sie ihre eigene Lage reflektieren. Dabei betone ich die Wichtigkeit eines Überblicks und den Perspektivwechsel, der es erlaubt, Erfahrungen zu analysieren und zukünftige Schritte zu planen. Abschließend ziehe ich Parallelen zu meiner Kindheit im Erzgebirge und unterstreiche die gemeinsame Reise in herausfordernden Situationen.
In dieser Episode des Mediation-Podcasts analysiere ich die Herausforderungen und Chancen der Co-Mediation zwischen unbekannten Personen. Ich teile zwei spezifische Fallbeispiele und diskutiere sowohl die Vor- als auch die Nachteile dieser Konstellation. Besonderes Augenmerk lege ich auf die Kombination unterschiedlicher Fachkenntnisse und deren Beitrag zu kreativen Lösungen sowie zum Umgang mit kulturellen Differenzen. Zudem thematisiere ich die Skepsis der Konfliktparteien gegenüber sich fremden Mediatoren und die entscheidende Rolle des Vertrauens für den Erfolg der Mediation. Ich plädiere für eine offene Diskussion über die Risiken und Vorteile der Co-Mediation bei dieser Ausgangslage und ermutige Zuhörer*innen, ihre Erfahrungen zu teilen, um neue Wege in der Konfliktbearbeitung zu erkunden.
In dieser Episode des Mediation-Podcasts beschäftige ich mich mit der häufigen Frage zu Beginn von Mediationsgesprächen: "Haben Sie schon einmal an einer Mediation teilgenommen?" oder "Welche Erfahrungen haben Sie denn mit Mediatin?". Ich reflektiere darüber, warum es besser ist, diese Fragen zu vermeiden, da sie unbedachte Nebenwirkungen auf den Ablauf der Mediation haben können. Wir untersuchen die Dynamiken und emotionalen Reaktionen, die durch die Antworten entstehen können, und wie dies das Gleichgewicht zwischen den Konfliktparteien und dem Mediator stören kann. Ich betone die Wichtigkeit, die eigene Arbeitsweise transparent zu kommunizieren, um ein Gefühl von Gleichwertigkeit zu schaffen oder besser, die Rahmenbedingungen dafür zu setzen, damit dieses Gefühl den Beteiligten am ehesten gelingt zu erleben.
In dieser Episode des Podcasts zur Mediation bespreche ich die Schlüsselkomponenten der Konfliktberatung und die Rolle des Mediators zu Beginn eines Mediationprozesses. Ich erkläre, dass eine Anfrage zur Mediation oft mit einer ersten Beratungsphase beginnt und mache deutlich, wie wichtig Unabhängigkeit und Neutralität sind, insbesondere in Unternehmen unter öffentlicher Beobachtung. Die Kontraktphase ist entscheidend, da hier der Mediationsvertrag verhandelt wird und Vertrauen aufgebaut wird. Ich betone die Notwendigkeit einer objektiven Beratung in der Anfangsphase, um den Weg für eine erfolgreiche Mediation zu ebnen. Abschließend lege ich dar, dass Geduld und Sensibilität unerlässlich sind, um die Mediation effektiv zu führen.
Das Merkmal der Freiwilligkeit ist ein konstitutives Merkmal der Mediation und Konkretisierung des Eigenverantwortlichkeitsprinzips, das die Mediation als Konfliktbearbeitungsverfahren überragt. Ohne Eigenverantwortlichkeit ist Mediation nicht durchführbar und damit auch nicht ohne Freiwilligkeit. ABER - und das ist wichtig - Mediation ist kein hedonistisches Verfahren. Für den Hedonismus ist das höchste ethische Prinzip das Streben nach Sinneslust und Sinnesgenuss. Und davon kann bei Mediation nicht die Rede sein.
Herzlich Willkommen zu den Episoden der Mediation, dem Podcast von INKOVEMA zu den praktischen Fragen der Mediation und des Konfliktmanagements. Ich bin Sascha Weigel und erläutere in diesem Podcast Fallfragen aus meiner Mediations- und konfliktberaterischen Praxis. Ich stelle Konzeptionen und Modelle der Mediation vor und ordne unterschiedliche Perspektiven und Entscheidungsmöglichkeiten ein.
Herzlich Willkommen zu den EdM, dem Podcast von INKOVEMA zu den praktischen Fragen der Mediation und des Konfliktmanagements. Ich bin Sascha Weigel und erläutere in diesem Podcast Fallfragen aus meiner Mediations- und konfliktberaterischen Praxis. Ich stelle Konzeptionen und Modelle der Mediation vor und ordne unterschiedliche Perspektiven und Entscheidungsmöglichkeiten ein.
Auch die dritte Phase, die Kreationsphase besteht aus zwei Schritten, wie bereits die anderen beiden Phasen auch.
Der Verhandlungsspielraum ist die Konsequenz verschiedener Referenzpunkte, die die beteiligten Verhandlungspartner je für sich festlegen. Der Verhandlungsspielraum meint nicht die Bandbreite einer Person, innerhalb derer er bereit ist, sich auf eine Einigung einzulassen und damit den Bereich, der zwischen dem Verhandlungsziel und dem minimalen Verhandlungsergebnis (Schmerzgrenze) liegt. Der Verhandlungsspielraum ist die Konsequenz eines sozialen Geschehens zwischen den Verhandlungspartnern.
Mit der Klärungsphase betreten die Beteiligten den Gesprächsraum, der im Kern als Mediationsgespräch allgemein hin verstanden wird. Doch auch hier geht es in erster Linie nicht um die verbliebenen Harmonie-Inseln und Einigkeitsflecken, sondern um die Distanzen zwischen den Konfliktparteien. Diese nüchtern in den Blick zu bekommen, hat zunächst Priorität in der Mediation.
Wenn wir von der Praxis der Mediation sprechen, dass müssen wir vor allem über das sprechen, was zeitlich einer Mediation vorausgeht, nämlich die werbende Ansprache von Mediator*innen und die bejahende Entscheidung für die Mediation durch die Konfliktparteien. Denn wenn die Mediation einmal zustande gekommen ist und begonnen hat, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie vorzeitig und ungelöst beendet wird, vergleichsweise gering. Starten Mediationen, führen sie in den allermeisten Fällen zu gemeinsamen Entscheidungen. Oder anders gewendet: Die Praxis von Mediation scheitert an der mangelhaften Praxis von Mediation.
Episoden der Mediation. Ein Podcast von INKOVEMA zu den praktischen Fragen der Mediation und des Konfliktmanagements. Dieses Mal wird keine Episode der Mediation besprochen, sondern erstmals der Frage nachgegangen, wie es zu solchen Episoden von Mediationen kommt. Ich bin Dr. Sascha Weigel und erläutere in diesem Podcast Fallfragen und bestimmte Situationen aus meiner Mediations- und konfliktberaterischen Praxis. Mehr zu Mediation: www.elemente-der-mediation.de Mehr zu INKOVEMA: www.inkovema.de Aus- und Fortbildung: https://inkovema.de/mediationsausbildung/
Die Auftaktphase zu einer Mediation ist zunächst gar nicht von Mediation geprägt, vielmehr geht es um eine verfahrensunabhängige Konfliktberatung sowie um einen Aushandlungsprozess, welche Art von Mediation gewünscht ist.
Problemdarstellung: Wer praktisch in Konflikten vermitteln will, muss sich auf weit mehr vorbereiten als auf das Vermitteln in Konflikten. Wer vermitteln will, muss sich als Verhandlungspartner von Konfliktparteien bewähren und seine eigenen Interessen vertreten können – ebenso wie er später die Konfliktparteien, die bestenfalls im Wege der Vermittlung wieder verständigen konnten, zu neuer Kreativität verhelfen soll und deren Absprachen abzusichern helfen. Die Aufgabe, konkret in Konflikten zu vermitteln, stellt nur einen kleinen Teil der Mediatorentätigkeiten in der Praxis dar.
In dieser Episode geht es darum, weshalb es sich in der akuten Konfliktbearbeitung, z.B. in einer Mediation, lohnt, nicht von einem einzigen Konflikt zu sprechen, der sich zwischen den Beteiligten aufgetürmt hat, sondern von zwei Problemträgern, die unterschiedliche Probleme bearbeiten und lösen (wollen), wofür sie jedoch auch die andere Konfliktpartei benötigen.
Friedrich Glasl, Professor an der Wiener Universität, hat in seinem Standardwerk „Konfliktmanagement“ von 1980 ein mittlerweile klassisches Modell formuliert, das die Phasen bzw. Stufen beschreibt, in denen sich Konflikte eskalieren (können). Das Modell ist auf seine Erfahrungen mit gesellschaftlichen (Groß-) Konflikten zurückzuführen, findet mittlerweile aber in allen möglichen Konfliktfeldern Anwendung, z.B. in familiären Konflikten. (Filmtipp dazu: „Der Rosenkrieg“ (1988), der diese Eskalationsstufen geradewegs modellhaft vorführt.). Gleichwohl gibt es auch Kritisches zum Modell und zu dem Umgang mit diesem Modell zu sagen.
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