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LectureCast

Author: Macromedia

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Description

LectureCast ist der Didaktik-Podcast für alle, die Lehren und Lernen an Hochschulen neu denken wollen. In jeder Episode spreche ich mit wechselnden Expertinnen und Experten aus Lehre und Forschung über relevante Aspekte und innovative Ansätze in der Hochschuldidaktik; über praktische Erfahrungen, good Practice sowie Tools und Methoden für "gute", gelingende Lehre.
117 Episodes
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Im Gespräch mit PD Dr. Dagmar Schulze Heuling (HSU/Universität der Bundeswehr) geht es um die Interdependenz von Denken und Schreiben sowie den Wert der Anstrengung und des aktiven Ringens um ein Produkt kreativen Schaffens. In diesem Sinne lässt sich das Schreiben nicht an eine KI auslagern, ohne nicht auch das Denken selbst abzugeben. Wir diskutieren, was das für die Gestaltung akademischer Prüfungen, viel mehr aber noch für die akademische Lehre selbst bedeutet: Welche Kompetenzen drohen durch die Nutzung gen. KI verloren zu gehen? Wie kann eine Orientierung an der Bloom’schen Lernzieltaxonomie diesbezüglich helfen und welche Auswege lassen sich aus dem Dilemma finden, das sich zwischen den Anforderungen an einen hochwertigen Lernprozess auf der einen und dem Streben nach besten Prüfungsleistungen auf der anderen Seite auftut. Es geht um Vertrauen in Technologie, die Plausibilität (einfacher) Antworten und die Gefahr, die aus einem (zu) bequemen Umgang damit resultiert. Insgesamt also eine Episode über Denken, Lernen und Verantwortung – jenseits von Technik-Euphorie und Kulturpessimismus.Grundlage des Gesprächs ist die folgende Publikation:Schulze Heuling, D., Jakobi, A.P., Schaal, G.S. & Gerlich, M. (2025). Generative KI und (politik)wissenschaftliches Schreiben: Herausforderung für die Lehre und darüber hinaus. Politische Vierteljahresschrift 66, 913-940. https://link.springer.com/article/10.1007/s11615-025-00631-9.
"Unterrichtswissenschaft hat sehr viel mit Design zu tun", sagt Prof. Reihard Bauer (PH Wien). Kein Wunder also, dass er sich an den Arbeiten eines Architekten, Christopher Alexander, orientiert, wenn es darum geht wiederkehrende Herausforderungen in der Lehre, deren Kontextbedingungen und bewährte Lösungen über eine "Mustersprache" einem kommunikativen Austausch zuzuführen. Denn, so sagt Bauer weiter, "Muster werden nicht erfunden, sondern gefunden".Wer selbst "Pattern" für die Reflexion wie die Vorbereitung der eigenen Lehre ausprobieren möchte, wird hier fündig:Bauer, R. (2013). Den Unterrichtenden eine Sprache geben: Was didaktische Entwurfsmuster für die Gestaltung von Unterricht leisten können – eine Überlegung. In G. Reinmann, M. Ebner & S. Schön (Hrsg), Hochschuldidaktik im Zeichen von Heterogenität und Vielfalt. Doppelfestschrift für Peter Baumgartner und Rolf Schulmeister (S. 129-149). Norderstedt: BoD. www.bimsev.de/n/userfiles/downlo…ds/festschrift.pdfProjekt "Patternpool": www.patternpool.de/
Im Gespräch mit Julia Gerber (Akademie für wissenschaftliche Weiterbildung) wird deutlich, warum Diversität kein wünschenswertes „Add-on“ in der Hochschullehre ist, sondern ein basales Qualitätsmerkmal. Der Umgang mit Diversität ist keine zu bewältigende Hürde, sondern eine Voraussetzung für die Erschließung neuer Perspektiven auf eigene Sichtweisen und Inklusion nicht „nur“ die Schaffung einer Teilhabe für alle, sondern ein Prozess der gegenseitigen Annäherung, die im wahrsten Sinne des Wortes alle bewegt und bereichert. Grundlage unseres Gesprächs ist eine an der Universität zu Köln publizierte Handreichung, die sich dem Themenfeld von Diversität und Inklusion in der Hochschullehre widmet, an der Julia Gerber als Co-Autorin mitgewirkt hat: https://vielfalt.uni-koeln.de/fileadmin/home/bdahmen/PDFs/Diversitaet_und_Inklusion_in_Ihrer_Hochschullehre.pdf.
Caroline Blumers hat sich im Rahmen ihrer Masterarbeit am Campus Berlin der Macromedia University mit Edutainment Podcasts beschäftigt. Ich spreche mit ihr über die Bedeutung Ihrer Forschungsergebnisse für die akademische Lehre auch über das Medium Podcast hinaus . Am Beispiel von Google’s generativem KI-Tool "NotebookLM“ thematisieren wir dabei nicht zuletzt die durch die technologische Entwicklung bedingte Transformation der Wissensvermittlung.
Wie können Podcasts nicht nur informieren, sondern Menschen und Hochschulen wirklich in Bewegung bringen? Ich spreche mit den Machern des PodCasts „Update Hochschule“, Dr. Ronny Röwert (Digital Learning Campus Schleswig-Holstein) und Franz Vergöhl (HafenCity Universität Hamburg) darüber, wie sich Podcasts als Werkzeug für Austausch und Innovation im Hochschulkontext nutzen lassen, welche Rolle dabei Social Media und Multi-Channel-Strategien spielen und warum „Mitmachen“ hier mehr ist als ein Schlagwort.
Mit Ursi Zeilinger (SWR) spreche ich über die Konzeption und Gestaltung von Lehr- und Lernmedien. Sehr anschaulich und an vielen praktischen Beispielen zeigt sie auf, wie es gelingen kann, „Lernende nicht zu Rezipienten, sondern zu Akteuren“ in Lern- und Bildungsprozessen zu machen.
Im Gespräch mit Prof. Robert Kordts (Universität Bergen, NOR) geht es um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Arbeitskultur, Prüfungs- und Feedbackpraxis sowie in der institutionellen Organisation zwischen Deutschland, Schweiz und Norwegen. Neben dem Aspekt der Wertschätzung von Lehre und Forschung und einem damit häufig verbundenen Bedeutungsgefälle werden darüber hinaus Digitalisierung, KI und Nachhaltigkeit als weitere Fokusthemen beleuchtet.
Mit Prof.'in Marianne Merkt (Universität Hamburg) spreche ich über die Qualifikation von hochschuldidaktisch Tätigen, die Bedeutung von Netzwerken für hochschuldidaktische Innovation und was sich aus Budo-Sport für gelingende Lehre ableiten lässt.
Auch wenn wir über Videos in Hochschullehre im Allgemeinen und Vorlesungsaufzeichnungen im Speziellen sprechen, stellt Prof. Edmund Weitz (HAW, Hamburg) ausdrücklich heraus, dass "gute Lehre etwas mit Wertschätzung und Interaktion zu tun hat" und Technologien in der Lehre überschätzt würden (O-Ton: "Ich kann das Wort Digitalisierung nicht mehr hören"). Ein vermeintlicher Widerspruch, der in dieser Episode gleichwohl anhand zahlreicher Beispiele seine Auflösung findet...Mehr zu Videos, Werken und Applikationen von Edmund Weitz gibt es hier: weitz.de/
"Lernen in Präsenz ist ein Geschenk", sagt Oliver Lorenz (eLeDia - eLearning im Dialog). Warum hybride Lehre trotzdem angezeigt sein kann und was dabei für eine erfolgreiche Umsetzung (auch) ganz praktisch relevant ist, führt er im Gespräch mit mir aus.
Hochschullehre muss das Ziel haben, Studierende ins Tun zu bringen, ohne dass sich das Gefühlt einstellt, nur etwas abzuarbeiten. Das setzt Partizipation voraus, für die aber nicht erst in Zeiten generativer KI eine hinreichende Medienkompetenz auf Seiten von Studierenden ebenso wie auf der Lehrendenseite eine Gelingensbedingung darstellt. Über dieses Spannungsfeld zwischen dem Anspruch an und der Förderung von Medienkompetenz in einer auf Partizipation ausgerichteten Lehre spreche ich mit Prof.'in Mandy Schiefner-Rohs (Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau).
Zu Sketchnotes zieht Ralf Appelt (BBZ Dithmarschen) im positiven Sinne eine Parallele zur Höhlenmalerei; nicht die Ästhetik steht im Fokus, sondern die Funktion. Das "Umformatieren" von Lerninhalten in grafische Notizen befördert Verstehensprozesse ebenso wie die Erinnerung durch assoziative Verknüpfung. Das Bild ist dabei vielleicht nicht so eindeutig wie ein Text, mutmaßt Appelt, bietet aber auf der interindividuellen Ebene einen Anlass, um mit anderen in den Austausch zu kommen. Mehr Informationen zum Thema Sketchnotes gibt es auf der Website "sketchnotes.de". Dort ist auch das eBook "Lehren und Lernen mit Sketchnotes" von Ralf Appelt als Open Access Publikation zugänglich: https://sketchnotes.de/wp-content/uploads/2021/05/Lehren_und_Lernen_mit_Sketchnotes.pdf
Prüfungen sollten genau die Kompetenzen abfragen, die auch Gegenstand der betreffenden Lehrveranstaltung sind. Das klingt trivial, ist in der praktischen Umsetzung aber häufig schwieriger als gedacht. Ich spreche mit Marieke Röben (Leuphana Universität) über typische Fallstricke, innovative Prüfungsformate und eine adäquate Gestaltung im Zeitalter von KI.Marieke Röben ist Co-Autorin eines Beitrags, der sich mit der Frage auseinandersetzt, wie der individuelle Leistungsnachweis mit einer KI-Nutzung vereinbart werden kann. Der Artikel ist als open-access-Publikation hier zugänglich: https://doi.org/10.48548/pubdata-1476
"Man kann nicht Handeln lernen ohne zu handeln" und "KI gehört nicht an das Ende eines Lernprozesses, sondern an den Anfang". Die Bedeutung von Kompetenzorientierung jenseits von Buzzwords, das didaktische Konzept des Constructive Alignments als Haltung statt als Checkliste und die Frage, wie und in welchen Funktionen KI Lehre und Lernen transformiert. Normativen Aussagen und spannende Fragen, die Dr. Isabella Buck (Hochschule RheinMain) an zahlreichen Beispielen mit Leben füllt; - und damit nicht zuletzt den Wert von PodCast-Gesprächen mit "echten" Gästen aus Fleisch und Blut unterstreicht.
"Bildung benötigt Reibung." Und weil Spiele im Widerspruch stehen zu dem, was in der Hochschule üblicherweise passiert, eröffnen sich hier potentielle Mehrwerte, deren Erschließung Wey-Han Tan (HAW Hamburg) an vielen praktischen Beispielen sehr anschaulich skizziert.
In dieser besonderen Podcast-Episode spreche ich mit gleich drei KI-Persönlichkeiten: ChatGPT, Claude und Gemini. Gemeinsam loten wir aus, wie Künstliche Intelligenz Lehren und Lernen verändert – von digitalen Agentenschwärmen über smarte Avatare bis hin zu veränderten Rollenbildern für Lehrende. Ein Gespräch zwischen Mensch und Maschine; auf Augenhöhe, vielleicht.Interessant sind die Antworten der drei KI-Systeme (Chat GPT, Vers. Version 1.2025.119; Claude, Vers. 3.7 Sonnet und Gemini, Vers. 2.5 Flash) nicht nur jeweils für sich genommen inhaltlich, sondern auch im Vergleich untereinander. Denn jeder Antwort liegt der jeweils gleiche Promt zugrunde. Für die Vertonung der Chat-Dialoge habe ich mich des Tools "Elevenlabs.io" und der Stimmen "Carl" für ChatGPT, "Johanna" für Claude sowie "Basti" für Gemini bedient.
Gemeinsamen mit den ehemaligen Co-Moderatorinnen Prof. Katharina Dillkötter (TH Mittelhessen), Prof. Tamara Ranner (Bayernwerk), Prof. Annette Strauß (Internationale Hochschule) sowie Co-Moderator Prof. Sebastian Pranz (Hochschule Darmstadt) blicke ich an ausgewählten Auszügen* aus 100 Episoden auf 5 Jahre LectureCast zurück, diskutiere aktuelle Herausforderungen des Lehrens und Lernen an Hochschulen und überlege, wie es mit dem LectureCast weitergehen kann.*wir hören Auszüge aus EP 24 mit Prof.'n Annette Strauß, EP 30 mit den Studierenden Liza Eisele & Hilke Terhalle, EP 47 mit Peer-Olaf Kalis, EP 49 mit Dr. Ruth Merk, EP 53 mit Prof. Christian Spannagel, EP 59 mit Prof. Karsten Morisse, EP 72 mit Dr. Ivo van den Berk, EP 75 mit Véro Mieschitz und EP 80 mit Dr. Ulrike Hanke
Wissenschaftskommunikation soll Erkenntnisse aus Wissenschaft und Forschung ebenso innerhalb der Scientific Community transportieren wie in die Gesellschaft hinein vermitteln. Im Gespräch mit mir begründet Prof. Alexander Gerber (Hochschule Rhein-Waal), warum das "evidenzbasiert" geschehen muss, beschreibt mit Fokus auf KI aktuelle Herausforderungen und zeigt Lösungsansätze auf.
"Die eigene Begeisterung ist die wichtigste Ressource für gute Lehre" (Dr. Thomas D'Souza, Hochschuldidaktik Baden-Württemberg). Und alles andere lässt sich durch hochschuldidaktische Weiterbildung lernen?! Welche Rolle dabei Selbstlernkurse spielen, wie diese Beschaffen sein sollten und für wen diese unter welchen Bedingungen passend sind, ist Gegenstand dieser Episode.
Weil Lehre ob der sich fortlaufend verändernden Rahmenbedingungen nie statisch sein kann, ist es gleichermaßen Anspruch und Aufgabe der Hochschuldidaktik immer einen Schritt weiter zu sein. Hochschuldidaktische Einrichtungen können sich entsprechend nicht über allgemeine Support-Dienste definieren, sondern müssen mit ihrer Arbeit den Nährboden bereiten, auf dem Innovationen gedeihen können. Wie das praktisch geschehen und was daraus ganz konkret erwachsen kann, bespreche ich mit Dr. Nerea Vöing (Universität Paderborn) .
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