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Der Börseninvestor - Aktien, Börse & Geldanlage mit Ulrich Müller
Der Börseninvestor - Aktien, Börse & Geldanlage mit Ulrich Müller
Author: Ulrich Müller
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© Ulrich Müller
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Wolltest Du schon immer über Aktien und Börse lernen?
In diesem Podcast erfährst Du, wie Du Dein Geld anlegst und richtig investierst.
Du erfährst nicht nur, was Ulrich Müller so erfolgreich gemacht hat, sondern bekannte Persönlichkeiten geben ihre besten und schlechtesten Investitionen preis.
Seit seinem 16. Lebensjahr interessiert sich Ulrich Müller für Investments aller Arten. Mittlerweile ist er ein Aktienprofi, der sein Hobby zum Beruf gemacht hat.
Du wirst dadurch mit auf eine Reise genommen und bekommst Erfolgsrezepte, Tools und Strategien von Coaches, Investmentberatern, Börsenprofis, Immobilien-Investoren, sowie bekannten Autoren und Personen aus seiner Börsenfamilie an die Hand, die Du in Dein eigenes Leben integrieren kannst.
Es geht hier darum, wie Du Dich selbst, sowie die richtigen Chancen für Dein Leben erkennst um somit Deine persönlichen Erfolge zu feiern.
In diesem Podcast erfährst Du, wie Du Dein Geld anlegst und richtig investierst.
Du erfährst nicht nur, was Ulrich Müller so erfolgreich gemacht hat, sondern bekannte Persönlichkeiten geben ihre besten und schlechtesten Investitionen preis.
Seit seinem 16. Lebensjahr interessiert sich Ulrich Müller für Investments aller Arten. Mittlerweile ist er ein Aktienprofi, der sein Hobby zum Beruf gemacht hat.
Du wirst dadurch mit auf eine Reise genommen und bekommst Erfolgsrezepte, Tools und Strategien von Coaches, Investmentberatern, Börsenprofis, Immobilien-Investoren, sowie bekannten Autoren und Personen aus seiner Börsenfamilie an die Hand, die Du in Dein eigenes Leben integrieren kannst.
Es geht hier darum, wie Du Dich selbst, sowie die richtigen Chancen für Dein Leben erkennst um somit Deine persönlichen Erfolge zu feiern.
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Weißt Du wirklich, wann Du eine Aktie verkaufen sollst? Die meisten Anleger haben keine klare Antwort darauf. Kein System, keine Regeln, nur Bauchgefühl und Hoffnung. Und beides kostet massiv viel Geld. In dieser Folge zeige ich Dir, wie ich seit Jahren mit drei klaren Indikatoren entscheide, wann ich aus einer Aktie aussteige, wann ich Gewinne mitnehme und wie ich sogar mit fallenden Aktien noch Cashflow generiere. In dieser Folge erfährst Du: - Warum 50 bis 60 Prozent der Anleger Aktien besitzen, aber keine einzige klare Regel dafür haben - Was Stochastik, MACD und RSI Dir wirklich zeigen und warum sie erst zusammen das perfekte Signal geben - Wie meine Aktienvermietungsstrategie den Kursverlust abfängt, bevor er passiert - Warum "Hoffnung ist keine Strategie" und was Du stattdessen brauchst - Warum eine Trefferquote von über 80 Prozent möglich ist, wenn Du die richtigen Indikatoren richtig einsetzt Stell Dir die Frage: Hast Du klare Regeln, wenn Du verkaufst? Oder entscheidest Du noch nach Gefühl? 👉 Mehr Informationen zu meinem Buch „Geld verdienen mit System" findest Du hier: >> buch.ulrichmueller.de — Mehr Informationen findest Du auf meiner Webseite: ulrichmueller.de Finanzieller Erfolg ist kein Zufall – sondern das Ergebnis einer klaren Strategie. Weißt Du, ob Deine aktuelle Finanzstrategie wirklich zu Dir passt? Wenn Du wissen willst, wie Du Aktien so nutzt, dass sie Dir regelmäßige Prämien liefern statt nur auf Kursgewinne zu hoffen, dann starte hier: ► Die Aktien-Vermietungsstrategie: https://strategie.ulrichmueller.de/ Wenn Du zusätzlich wissen willst, ob Deine aktuelle Finanzstrategie wirklich zu Dir passt: ► Kostenfreies Investoren-Quiz: https://quiz.ulrichmueller.de Und wenn Du endlich verstehen willst, warum klassische Finanzberatung nicht mehr ausreicht und welche Denkfehler die meisten machen, dann komm zu unserem 2-Tages-Event. Dort lernst Du, was Dir kein Bankberater verrät. ► Online Finance Mastery: https://mastery.ulrichmueller.de Weitere Impulse für Dein Wachstum: Instagram: https://ulrichmueller.de/instagram Facebook: https://ulrichmueller.de/facebook LinkedIn: https://ulrichmueller.de/linkedin YouTube: https://ulrichmueller.de/youtube Kapitel: 00:00 Wann verkaufe ich eine Aktie? 00:11 Die 4 Fragen, die jeder Investor beantworten muss 00:49 Warum 95% der Anleger keine Strategie haben 01:38 So funktioniert das System Börse 02:22 Was sind gute oder schlechte Aktien? 02:48 Das ist keine Strategie 03:37 Die 3 größten Börsenfehler 04:30 Warum Buy & Hold nicht mehr reicht 05:16 Cashflow aus Aktien: Der echte Unterschied 09:57 Meine 3 Indikatoren 14:43 Versteckte Schwäche erkennen 17:02 Trends & Signale lesen 21:12 Das perfekte Verkaufssignal #podcast #ulrichmüller #börse #experte #verkaufen #aktien #strategie
Über Informationsüberflutung, klare Systeme und mein neues Buch „Geld verdienen mit System" Warum brauchst Du nach diesem Podcast kein Börsenupdate mehr? Weil Dir keine Informationen fehlen, sondern ein System. Dazu gibt es spannende Neuigkeiten: Mein neues Buch Geld verdienen mit System erscheint im April – über 30 Jahre Erfahrung an der Börse, die finanzielle Freiheit mit der Aktienvermietungsstrategie und mein persönlicher Weg zu regelmäßigen Einnahmen und nachhaltigem Vermögensaufbau. Das erwartet Dich in dieser Folge: Informationsüberflutung – und warum Dir kein Wissen fehlt, sondern ein System 32 Jahre Börse – und warum sich die Muster immer wiederholen Die falsche Frage und die richtige: Spekulieren vs. Investieren Rechnen statt Raten – kenne Deine Zahlen Die größten Fehler an der Börse – und warum Du einen Plan B brauchst Ruhe statt Stress – der emotionale Kern erfolgreicher Investoren Mein Buch, mein System und mein Fazit Informationsüberflutung – und warum Dir kein Wissen fehlt, sondern ein System Wir leben in einem Zeitalter der Digitalisierung – aber vor allem in einem Zeitalter der Informationen. Wir werden überflutet. Die Geschwindigkeit wird immer höher im Leben. Wir sehnen uns alle nach Entschleunigung, nach ein bisschen Ruhe, den Cortisol-Spiegel mal nach unten zu fahren – und nicht immer ständig das Handy zu haben, die WhatsApp, das Internet, die nächste Mail, das nächste Bim auf dem Rechner. Die Aufmerksamkeitsspanne von Menschen ist gigantisch kleiner geworden. Innerhalb von den ersten Sekunden muss es in einem Reel, einer Story oder einem YouTube-Video richtig knallen – weil man sonst gar nicht dran hängen bleibt. Warum? Weil wir schlicht und ergreifend komplett überfrachtet sind mit Informationen. Mit News, neuen Prognosen, weiteren Experten, dem nächsten Newsletter – in der Hoffnung, dass das Ganze am Ende besser wird. Es gibt eine ganz krasse Reizüberflutung. Wir wollen keine News mehr verpassen, keine Prognose, keine Earnings – und jede freie Sekunde wird genutzt für den Podcast, für WhatsApp, für die E-Mail. Aber Dein Problem ist gar nicht, dass Dir Informationen fehlen. Wir haben sogar eine Informationsüberflutung. Das Problem ist, dass Du einfach kein System hast. Nach über 32 Jahren Börse kann ich ganz klar sagen: Mehr Infos führen nicht zu mehr Erfolg. Dir fehlt kein Wissen – Dir fehlt eine Struktur, eine klare Strategie und am Ende ein Handelsplan. 32 Jahre Börse – und warum sich die Muster immer wiederholen Ich habe über 30 Jahre Erfahrung an der Börse, mittlerweile bin ich im 32. Jahr unterwegs. Ich habe wirklich alles erlebt – sehr große Fehler gemacht, eine Menge Geld zwischendurch verloren, natürlich viel, viel, viel mehr Geld wieder zurückgewonnen. Im Jahre 1993 habe ich mit 16 Jahren angefangen – mit der ersten McDonald's-Aktie. Seitdem ist die Reise immer weitergelaufen: Der Neue Markt, die Telekom-Krise, der Neue Markt bricht zusammen, die Dotcom-Krise, der Enron-Bilanzskandal, die Lehman-Pleite – die Welt war zu Ende. Der Blitz-Crash, 2020 die Corona-Krise, 2022 die Tech-Krise, der Krieg Ukraine-Russland und jetzt wieder Trump zum zweiten Mal an der Macht. Geschichte passiert – und Geschichte wiederholt sich. Denn die Muster sind immer und immer wieder die gleichen. Am Ende entwickelt sich etwas Neues. Menschen kaufen Aktien, noch mehr Aktien, Aktien steigen, das Spiel macht Spaß, die Volumen wachsen, Freunde erzählen, dass sie auch investiert sind – und irgendwann ist der Hype vorbei und die ganze Welt bricht wieder zusammen. Im Tiefpunkt verkaufen die Menschen, weil sie gar nicht verstehen, was Risiko eigentlich ist. Risiko entsteht, wenn du nicht weißt, was du tust – hat schon Warren Buffett gesagt. Und die Erkenntnis ist wieder: Erfolg hat nichts mit Information zu tun, sondern mit einem klaren System. Die falsche Frage und die richtige: Spekulieren vs. Investieren Die Menschen stellen sich gerne die falschen Fragen. Eine typische Frage ist: Welche Aktie soll ich denn kaufen? Die viel bessere Frage ist: Was brauche ich eigentlich, um mein Ziel zu erreichen? Und da beginnt echtes Investieren. Das ist auch der Unterschied zwischen Spekulieren und Investieren. All diese Dinge werden auch in meinem neuen Buch "Geld verdienen mit System" ihren Platz finden: Die größten Fehler mit Geld, was im Leben eine Garantie ist, was Konsum ist und warum Vermögensaufbau ganz anders aussieht, dass gute Strategien vor allem eins sind – nämlich einfach. Was das große Problem mit dem Mindset ist, Krisenwissen, wer die beste Person ist, um sich um Dein Geld zu kümmern, und die Analyse Deines Ist-Standes. Viele Menschen an der Börse spekulieren. Spekulieren heißt, Aktien aufgrund eines Hypes, eines Tipps, einer Idee zu kaufen, aber gar nicht zu wissen, was man eigentlich tut. Investieren heißt für mich: Geld, Wissen und Zeit. Sein Geld investieren, ein gewisses Wissen aufnehmen und sich dann auch eine gewisse Zeit geben, damit das Geld wirklich wachsen kann. Die Masse der Menschen spekuliert, weil sie gar nicht weiß, was der Unterschied ist. Investieren heißt: Du kennst Dich mit der Materie aus, Du weißt, in welches Asset Du investierst, Du kennst Dein Risiko, Du weißt Deine Chancen – und am Ende kannst Du das Ganze wirklich managen. Rechnen statt Raten – kenne Deine Zahlen Der konkrete Mehrwert für Dich: Rechnen statt Raten. Ich sage auf den Seminaren immer: Leute, Ihr müsst Eure Zahlen kennen. Wann steige ich in eine Aktie ein? Wann steige ich wieder aus? Wann kaufe ich nach? Wann sichere ich mein Depot ab? Wie sieht die richtige Diversifizierung aus? Und wie kriege ich den Cashflow in den Optionen hin? Wenn Du Vermögen aufbauen willst: Was ist Dein konkretes up Ziel? Bis wann? In wie vielen Jahren? Welche Summe? Was kannst Du monatlich sparen? Welche Rendite erzielst Du? Und auch hier wieder der Unterschied: Zinsen sind für mich Strafgeld – Du gibst Dein Geld ab und bekommst einen gewissen Zins. Rendite heißt, Geld in Sachwerte zu investieren – in Aktien, Gold, Silber oder Immobilien. Auch im Buch gibt es die Blaupause des Investors mit den Entscheidungsregeln – ein echter Game Changer. Die zentrale Frage: Wann kaufe ich eine Aktie? Wann verkaufe ich? Wann mache ich gar nichts? Wann erhöhe ich die Cashquote, wann fahre ich sie runter, wann kaufe ich nach? Die Börse ist ein Ausbildungsberuf, den Du umsetzen kannst und mit dem Du eine Menge Geld verdienen kannst – wenn Du verstehst, was Du tust. Wenn Du diese Fragen nicht beantworten kannst, dann brauchst Du ein Update. Erst wenn Du etwas änderst, vielleicht Modeling of Excellence machst, von jemandem lernst, der es nachweislich kann, und dann ein System integrierst – dann wirst Du auch erfolgreich. Die größten Fehler an der Börse – und warum Du einen Plan B brauchst Was sind die größten Fehler an der Börse? Erstens: Die Menschen haben keine Strategie. Zweitens: Sie werden emotional. Drittens: Die Timeline stimmt nicht. Dazu kommen zwei weitere große Punkte: Menschen reagieren auf Märkte – und das ist einer der größten Fehler. Erfolgreiche Anleger prognostizieren nicht – sie sind vorbereitet. Sie wissen, was zu tun ist, egal wie das Game ausgeht. Sie haben eine Lösung – und zwar schon vorher. Das ist mein sogenannter Plan B. Denn egal wie gut Du recherchierst – es kann immer passieren, dass die Aktie in die falsche Richtung geht. Und dann ist es wichtig, einen Plan B zu haben: Vielleicht Optionen weiterrollen, vielleicht die Aktie mit Verlust verkaufen, aber den nächsten Einstieg wieder planen. Denn dann bist Du strategisch unterwegs – und dann tauschst Du Glück in Strategie. Ruhe statt Stress – der emotionale Kern erfolgreicher Investoren Der emotionale Kern – Ich nenne ihn im Buch Ruhe statt Stress. In den letzten Wochen der Webinare haben viele Feedbacks gezeigt: "Ulli, weißt du, was eins deiner größten Assets ist? Diese Ruhe, diese Ausgeglichenheit und dieses keine Emotionen zuzulassen." Nicht das Ziel, die maximale Rendite zu machen, weil Du dann vielleicht gierig wirst. Und nicht das Ziel, ganz wenig Rendite zu machen, weil Du die Sicherheit zu hoch gewichtest. Sondern sich ganz klar bewusst zu machen: Wer bin ich, was ist Risiko, und welche Rendite will ich am Ende erzielen? Es geht darum, gewisse Ziele zu setzen, damit eine Klarheit zu haben. Aus dieser Klarheit die Kontrolle über sein Depot zu haben – und das dann mit Ruhe und emotionslos umzusetzen. Ich habe mehr als 33.000 Stunden an der Börse verbracht. Ich bin die Ruhe in Person – und genau das darfst Du lernen: diese Ruhe, diese Bodenständigkeit und entspannt zu bleiben. Wenn Du emotionslos aus der Ruhe, der Klarheit und der Kontrolle heraus entscheidest, wirst Du nicht in der nächsten Sekunde Deine Entscheidung wieder anzweifeln. Das Ziel muss sein: Klarheit schaffen mit einer logischen Strategie, daraus den Handelsplan entwickeln, die Kontrolle behalten – und ganz in Ruhe Deine Entscheidung treffen. Mein Buch, mein System und mein Fazit Das Buch Geld verdienen mit System ist die Essenz aus rund 30 Jahren, die ich mit Dir teilen möchte. Natürlich wird auch die Formel ESI – Einkommen, Sparen, Investieren nochmal in Gänze erklärt. Es geht nicht um das neue Trading-System, es ist kein Hype – es ist ein System. Der systematische Ansatz ist das Allerwichtigste. Stell Dir mal vor, Du bräuchtest in Zukunft deutlich weniger Informationen und nur zwei bis drei Stunden pro Woche an Zeit, um dieses System umzusetzen und damit eine gute Rendite zu erzielen. Was ist eine gute Rendite? An der Börse loslegen ist wie einen Beruf zu lernen. Stufe 1: Keine Fehler mehr machen und kein Geld verlieren. Stufe 2: Die Rendite des Marktes machen – 8 bis 9 Prozent pro Jahr. Stufe 3 – nach anderthalb, zwei Jahren: Den Markt deutlich schlagen. Und am Ende ist mein System: Value-Investor mit Tradingansatz. Wenn Du ein System hast, brauchst Du keine Börsenupdates mehr – weil Du Dein eigenes System entwickelt hast. Wer Börse richtig versteht, der wird verstehen, dass die Börse viel
Warum die fehlende Strategie der größte Fehler ist – und wie Du mit der richtigen Blaupause wirklich Vermögen aufbaust Die Blaupause des Investors an der Börse – ich habe vor ein paar Wochen Live-Trading das erste Mal gemacht und im Webinar gezeigt, wie das ganze Spiel funktioniert, welche Fehler man zwingend unterlassen muss, wie man das Ganze umsetzen darf, dass man ein erfolgreicher Investor wird, und vor allem, wie man wie ein Profi arbeitet. Denn nichts im Leben erfolgt dem Zufall – Du hast etwas dafür getan, dass es Dir zufällt, und alles im Leben folgt einer Strategie. Warum die fehlende Strategie schon der erste große Fehler ist – darum geht es. Das erwartet Dich in dieser Folge: Vier Fragen, die Du Dir stellen musst – und warum die Börse eigentlich einfach ist Sicherheit, Inflation, Freiheit – warum Du Dein Geld selbst in die Hand nehmen musst Vom Spekulant zum Investor – und warum Disziplin den Unterschied macht Die Blaupause: Fundamentalanalyse, Indikatoren und Charttechnik Die passende Strategie: Kursgewinne, Dividende und die Aktienvermietung Absicherung und Emotionen – warum Du in der Mitte stehst ESI trifft Blaupause – mein Fazit Vier Fragen, die Du Dir stellen musst – und warum die Börse eigentlich einfach ist Ich stelle in meinen Seminaren, Webinaren und Interviews immer wieder vier Fragen an die Teilnehmer: Erstens: Wann steigst Du in eine Aktie ein? Zweitens: Wann steigst Du wieder aus? Drittens: Wie hoch ist Deine Cashquote und wann veränderst Du sie? Viertens: Du hast eine Aktie gekauft, sie fällt – wann kaufst Du nach, mit wie viel und warum? Die Börse ist grundsätzlich total einfach, wenn man Börse versteht als das, was es ist. Langfristig werden die Kurse steigen – weil die Menschheit immer mehr wird, wir auf 12 Milliarden Menschen wachsen, der technologische Fortschritt greift und die Demografie dazu beiträgt, dass wir älter werden, länger Konsum nutzen und damit die Werte antreiben. Warren Buffett hat mal gesagt: Risiko entsteht, wenn du nicht weißt, was du tust. Die Frage ist: Weißt Du wirklich ganz genau, was Du tust? Ich gebe Dir die einfachste und beste Börsenregel: Unten kaufen und oben verkaufen. Die Frage ist nur – wann ist unten und wann ist oben? Sicherheit, Inflation, Freiheit – warum Du Dein Geld selber in die Hand nehmen musst Alles im Leben folgt einer Strategie. Wenn Du einen Schokoladenpudding kochst, der nicht schmeckt, und nächstes Mal den gleichen Pudding nach dem gleichen Rezept wieder kochst – dann schmeckt er wieder nicht. Du kannst ihn auch noch ein drittes, viertes oder fünftes Mal kochen – er wird immer wieder nicht schmecken. Warum solltest Du Dein Geld überhaupt selbst in die Hand nehmen? Darauf gibt es Antworten, an denen Du nicht mehr vorbeigucken kannst: Erstens die Sicherheit – die wird immer schwieriger. Zweitens die Inflation – die an Deinem Geld, an Deinem Gehalt und an anderen Dingen knabbert. Drittens die Freiheit – wir leben nur einmal, das Leben ist live, es ist keine Generalprobe. Und viertens: Wenn Du ein Vermögen aufbauen oder überhaupt mit Deiner Familie in Sicherheit leben willst, kommst Du nicht darum herum, Dich endlich darum zu kümmern. Das Sparbuch hat ausgedient. Der Bausparvertrag reicht im Leben nicht mehr. Die Lebensversicherung wird seit Jahren in der Luft zerrissen und hat viel zu große Kosten. Wo willst Du heute Dein Geld noch anlegen? Menschen sagen: Ulli, ich habe einen guten ETF auf den S&P 500, damit mache ich 8 oder 9 Prozent. Aber damit baust Du kein Vermögen auf. Selbst bei 9 Prozent Rendite: 25 Prozent Kapitalertragssteuer – damit gehen 2,25 Prozent weg, bleiben noch 6,75 Prozent. Dazu Kosten von 0,75 Prozent – bleiben rund 6 Prozent. Und jetzt greift noch die Inflation mit circa 3 Prozent. Effektiv netto bleiben 3 Prozent – das ist die Realverzinsung. Wenn Du das tust, was alle tun, wirst Du auch das erreichen, was alle haben. Und das ist nichts. Vom Spekulanten zum Investor – und warum Disziplin den Unterschied macht Ich habe 17 Jahre in der Investmentberatung gearbeitet, habe damals viele Aktienfonds verkauft und den Menschen gesagt, damit werden sie reich. Die Wahrheit ist: Viele von diesen Menschen sind nicht vermögend geworden. Wenn Du aber wirklich frei werden willst, ein nennenswertes Vermögen aufbauen oder richtig wohlhabend werden willst – dann wirst Du mit diesen Asset-Klassen nicht vermögend. Die einzige Chance ist, Dein Geld selbst in die Hand zu nehmen. Und jetzt ist es wichtig, vom Spekulanten zum Investor zu werden. Was ist der Unterschied? Ein Spekulant hat vielleicht ein bisschen Ahnung, geht dann aber mit Vollgas, ohne Strategie, mit ganz viel Gier-frisst-Hirn in eine Aktie und hat die Hoffnung, dass das Ding durch die Decke fliegt. Die Wahrheit ist: Die Aktie wird Dich nicht reich machen – das ist die Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen. Unser Gehirn ist gar nicht dafür gemacht, langfristig große Erfolge zu erzielen. Ich möchte auf die Harvard-Studie mit den Bonbons verweisen: Kinder, die es geschafft haben, den Bonbon ein oder zwei Tage beiseite zu legen, sind viel erfolgreicher geworden als die, die ihn sofort gegessen haben. Warum? Weil diese Kinder eine gewisse Disziplin und Strategie hatten. Wenn die Strategie mit der Disziplin zusammenkommt, dann wird aus Spekulation Investition. Und wenn Du investieren willst, dann gehört das Wissen dazu, Geld – und eine gewisse Zeit. Du wirst Gras nicht schneller wachsen lassen, wenn Du daran ziehst. Ich bin mit Leib und Seele Value-Investor mit Trading-Ansatz. Und das ist genau die Blaupause, über die wir sprechen. Die Blaupause: Fundamentalanalyse, Indikatoren und Charttechnik Der zentrale Punkt in der Mitte bist und bleibst Du. Das, was Du gestern gedacht hast, bist Du heute. Und das, was Du heute denkst, wirst Du morgen werden. Die, die daran glauben, dass sie erfolgreich werden – die werden es auch auf einmal. Die, die zweifeln, machen es auch nicht. Als Investor gibt es drei Stufen: Stufe 1: Kein Geld mehr verlieren und eine kleine Rendite erzielen. Stufe 2: Die gleiche Rendite wie der Markt – irgendwo 8, 9, 10 Prozent im Jahr. Stufe 3: Deine persönliche Wunschrendite – und das können 15, 20, manchmal auch 25 Prozent pro Jahr sein. Der erste Quadrant der Blaupause ist die Fundamentalanalyse. Ich weiß, Menschen finden das langweilig. Genauso wie beim Thema Budgetieren – viele sagen: Auf Budgetieren habe ich gar keinen Bock. Aber wenn Du das nicht mal tust, um zu verstehen, wo Dein Geld eigentlich wirklich hingeht, wirst Du das Ergebnis nicht kennen. Du weißt nur, dass am Ende des Monats kein Geld mehr da ist. Und das Gleiche gilt für die Fundamentalanalyse. Du musst den Unterschied zwischen Wert und Preis verstehen – die Werte in A-, B- und C-Werte clustern und vor allem wissen: Was ist der faire Wert des Unternehmens, und welchen Preis soll ich gerade dafür bezahlen? Genauso wie bei einer Immobilie – Du schaust die Lage an, die Bauqualität, den Vermietungsstand, die Zinsen, den Leverage-Effekt – und am Ende ziehst Du einen Strich und sagst: Das passt oder das passt nicht. Wann ist eine Aktie überhaupt eine gute Aktie? Zu wissen, ob eine Aktie gut ist, ist langfristig extrem wertvoll. Die Frage auf der kurzfristigen Seite ist aber: Ist es sinnvoll, an diesem Punkt einzusteigen? Punkt 2: Die Indikatoren. Rund 10 Jahre habe ich gebraucht, um diese Indikatoren aufzubauen, zu perfektionieren und zu verbessern – mit einer Trefferquote bei 80 Prozent. Die Indikatoren zeigen an, ob eine Aktie steigt oder fällt. Punkt 3: Die Charttechnik. Mit Unterstützungs- und Widerstandslinien zeigt die Charttechnik Dir, wann der richtige Moment ist, um wieder auszusteigen. Vereinfacht: Die Indikatoren zeigen an, ob eine Aktie steigt oder fällt – und die Linien zeigen an, wie weit sie steigt oder fällt. Die passende Strategie: Kursgewinne, Dividende und die Aktienvermietung Der vierte Punkt der Blaupause ist die passende Strategie. Rendite setzt sich aus verschiedenen Facetten zusammen: Kursgewinne bei guten Aktien – 8, 9, 10, 11 Prozent im Jahr. Dazu kommt die Dividende – 2 Prozent im Schnitt ist ganz gut gerechnet. Und hier lösen wir jetzt ein Ammenmärchen auf: Die Dividendenrente ist eine ganz große Lüge. Denn die reicht bei den meisten Menschen gar nicht aus. Bei 2 Prozent Dividende und einer Million kommen 20.000 Euro raus – die werden auch noch Vollgas versteuert. Wenn Du 45.000, 50.000, 60.000 Euro Rente haben willst, brauchst Du mehr als 3 Millionen Euro, um mit der Dividendenrente wirklich in Rente zu gehen. Die Masse der Investoren kommt niemals auf 2, 3, 4 Millionen. Vielleicht brauchst Du aber auch gar nicht so viel, wenn das System gut funktioniert. Denn neben den Kursgewinnen und der Dividende kommt noch die Aktienvermietungsstrategie dazu. Genauso habe ich sie genannt, weil ich aus dem Bereich der Immobilien komme. Und wenn jemand eine Wohnung vermietet, bekommt man dafür Geld – das Gleiche kannst Du auch auf Aktien tun. Du kannst das in zwei Richtungen tun: Auf der Käuferseite kannst Du Angebote in den Markt stellen zu einem günstigeren Preis – und wirst dafür noch bezahlt. Auf der Verkaufsseite kannst Du Aktien abgeben zu einem teureren Preis und überlegen, wie hoch Du den Preis nimmst und bis wann das Angebot gelten soll. Der Gewinn setzt sich also zusammen aus den Kursgewinnen, der Dividende – gerne thesaurierend, also wieder angelegt – und den Optionsprämien durch die Aktienvermietungsstrategie. Absicherung und Emotionen – warum Du in der Mitte stehst Mindestens genauso wichtig ist die Absicherung. Der Profi spielt das Spiel, um kein Geld zu verlieren – während der Anfänger sich Vollgas auf die Gewinne konzentriert. Und das ist ein gigantisch großer Unterschied. Neben der Blaupause – Fundamentalanalyse, Charttechnik, Indikatoren und die passende Strategie – fehlst noch Du. Du stehst in der Mitte von diesem ganzen Spiel, denn Du bist die entscheidende Person, die dieses Spiel umsetzt. Der Computer ist doof, der kann nur 0 und 1. Du
Warum eine klare Strategie an der Börse Glück immer schlagen wird – und wie Du den Unterschied für Dich nutzt Strategie schlägt Glück – oder zockst Du noch an der Börse? In den nächsten 20 Minuten geht es darum, was die Strategie ist, warum Glück nicht immer klappt, warum uns das manchmal emotional macht, und warum so viele Menschen an der Börse kein Geld verdienen. Ich nehme Dich mit auf die Reise der letzten mittlerweile 32 Jahre – mit Feedbacks von Teilnehmern, den wichtigsten Erkenntnissen und der Frage: Bist Du noch an der Börse unterwegs? Hast Du schon eine Strategie? Zockst Du noch oder investierst Du schon richtig? Und generierst Du schon einen Cashflow aus Deinen Aktien? Das erwartet Dich in dieser Folge: Die drei großen Fehler an der Börse: Strategie, Emotionen und Timeline Warum die Masse kein Geld verdient – und ETFs nicht reichen Einkommen, Sparen, Investieren – ohne Strategie wird es nichts Dein Depot, der richtige Einstieg und die Frage nach Wert und Preis Wenn die Aktie fällt: nachkaufen, verkaufen und absichern Fehler sind gekaufte Erfahrungen – und warum Strategie immer Glück schlägt Dein Anspruch an Dich selbst – und mein Fazit Die drei großen Fehler an der Börse: Strategie, Emotionen und Timeline Ich habe mittlerweile mehr als 30.000 Menschen für die Börse fit gemacht und kann heute ganz klar sagen: Es gibt so die 4, 5, 6, 7 größten Themen, die Menschen haben, um an der Börse wirklich Geld zu verdienen. Fehler Nummer 1: Die fehlende Strategie! Der Masse der Menschen ist gar nicht bewusst, dass man an der Börse wirklich Geld verdienen kann, dass es dort nicht um Glück geht, dass es nicht nur um Kursgewinne geht – sondern dass Du wirklich strategisch vorgehen kannst. Die Börse ist wirklich ein Ausbildungsberuf – wenn Du verstehst, wie das Spiel wirklich funktioniert. Fehler Nummer 2: Die Emotionen! Viele tausende Feedbacks zeigen: Die Menschen sagen, Emotionen ist doch gar kein Problem, mir kann das gar nicht passieren. Aber ich bringe Dir zwei Beispiele mit. Das Thema Liebe: Wenn Du verliebt bist, bist Du emotional, nervös, Deine Hand wird feucht – und Du machst komische Dinge, bei denen Du Dich im Nachgang fragst: Warum habe ich das eigentlich gemacht? Das Thema Streiten: Wenn man im Streit ist, hat man hohe Emotionen, sagt etwas, tut etwas, was man im Nachgang bereut. Und das Gleiche gilt an der Börse. Wenn Du die Emotionen hast und damit an der Börse unterwegs bist, dann wirst Du damit auf jeden Fall massiv Geld verlieren. Fehler Nummer 3: Die Timeline! Wie auch Gras nicht schneller wächst, wenn Du daran ziehst – genau dieses Thema gilt auch an der Börse. Es geht nicht um die neue Schnell-Reich-Methode, um morgen 24 % im Jahr zu machen oder am besten 6 % im Monat. Natürlich reden wir über Renditen von 2 oder 3 % pro Monat, aber es geht darum, eben strategisch und emotionslos vorzugehen und dann mit der richtigen Strategie über den richtigen Zeithorizont auch wirklich ein Vermögen aufzubauen. Das ist mittlerweile nachweislich bekannt – mit über zweieinhalbtausend Fünf-Sterne-Referenzen. Und ja, es sind auch zwei, drei, fünf, sieben dabei, wo das nicht so ist. Aber: Du musst noch einmal mehr aufstehen, als Du hinfällst. Dieser Motivationsspruch ist so einfach – aber wenn es soweit ist: Ziehst Du dann wirklich durch? Gibst Du wirklich Gas? Gehst Du weiter? Warum die Masse kein Geld verdient – und ETFs nicht reichen Erst wenn der Schmerz so richtig groß ist, lernen wir eine ganze Menge. Nicht aufzugeben, weiter zu feilen und Gas zu geben. Es gibt eine Menge Menschen an der Börse, die sehr viel Geld verdient haben – aber es gibt noch viel, viel mehr Menschen, die an der Börse ihr Geld verlieren. Wir haben in Deutschland mittlerweile rund 14 bis 15 Millionen Aktionäre. Und wenn man sich die Renditen mal anschaut, stellt man fest: Die Masse verdient damit eben kein großes Geld. Nehmen wir das Beispiel der ETFs – und damit kann man schon sagen, Du hast ja eine gewisse Strategie. Aber ich sage ganz klar: Die ETFs sind letztendlich etwas für Anfänger. Ein ETF auf den DAX oder auf den S&P 500 macht irgendwo zwischen 8 und 9 Prozent. Jetzt dürfen wir aber noch die Kosten abziehen – beim ETF günstig ein halbes Prozent, bei einem Fonds vielleicht auch ein, anderthalb Prozent. Jetzt landest Du bei 8 Prozent, nach Kosten vielleicht nur noch bei 6,5 Prozent. Jetzt hast Du diese Rendite gemacht, Du musst die 8 Prozent an Gewinn auch versteuern. 25 Prozent Kapitalertragssteuer – wieder sind 2 Prozent weg. Jetzt bist Du vielleicht noch bei 4,5 Prozent. Und jetzt kommt noch die Inflation mit circa 2 bis 3 Prozent. Am Ende bleiben noch 1,5 bis 2 Prozent Netto-Rendite nach Kosten über. Und damit wirst Du nie, nie, niemals reich werden. Deswegen sage ich Dir: Strategie schlägt Glück. Ein ETF, ein Fonds heißt, dass Du Deine Verantwortung abgibst und das Geld nicht selber in die Hand nimmst. Wenn Du aber selber loslegst, dann hast Du eine Strategie. Einkommen, Sparen, Investieren – ohne Strategie wird es nichts Menschen denken über die Altersvorsorge nach. Sie haben eine gewisse Rentenlücke, und dann legen sie los und stellen fest, sie müssen eine gewisse Summe sparen. Aber nur das Sparen reicht eben nicht. Denn wenn Du das Geld in diesen ETF anlegst, dann hast Du zwar eine gewisse Strategie – aber das ist die Strategie, die alle haben. Und wenn Du das tust, was alle tun, dann wirst Du am Ende auch das bekommen, was alle bekommen. Und das ist für die meisten so gut wie nichts. Das eine ist das Einkommen, das andere ist das Sparen und das dritte ist das Investieren. Aber wenn Du das Ganze dann nicht mit einer Strategie koppelst, dann wirst Du in diesem Bereich nicht erfolgreich werden. Ich gebe Dir ein paar Dinge mit an die Hand, die Du sofort umsetzen darfst, und mit denen Du Deine Strategien an der Börse ein Stück weit verbessern kannst. Dein Depot, der richtige Einstieg und die Frage nach Wert und Preis Wenn wir uns die Depot-Seite anschauen, dann dürfen wir bei dem Thema Strategie ein paar Sachen festhalten. Zum Ersten geht es darum, ein gutes Depot zu haben – eine vernünftige Depotbank mit günstigen Kosten, mit fairer Preisstellung, also guten Kursen, und ein großes Haus, damit die Sicherheit hoch ist. Wenn Du jetzt loslegen willst, ist die Frage: Wie fängst Du strategisch überhaupt an? Du brauchst klare Systeme. Wann steigst Du in eine Aktie ein? Das sind die Feedbacks, die ich von Teilnehmern gehört hab. Manchmal sagen Menschen: Ulli, die Börse ist total geil, ich habe voll Bock auf Aktien, wenn ich Aktien kaufe, bin ich doch Mitunternehmer – aber irgendwie habe ich noch keinen Erfolg. Und genau das ist die Frage: der Unterschied zwischen Wert und Preis. Eine gute Aktie zu kaufen – da bleibt immer noch die Frage, wann kaufe ich diese gute Aktie? Ist sie gerade unten oder oben? Ist der Preis gerade interessant? Ist der Wert des Unternehmens weiter gewachsen? Er wächst genau dann, wenn ein Unternehmen mehr Umsatz macht, mehr Gewinne macht, wenn es die Schulden reduziert und vor allem, wenn es Wachstum hat. An der Börse wird die Zukunft bezahlt. Hast Du ein vernünftiges Auswahlkriterium, um die fundamentale Seite eines Unternehmens wirklich bewerten zu können? Kaufst Du die Aktie sofort? Nur eine Hälfte? Zu einem Drittel Deines Geldes? Wie sieht es mit der Diversifizierung aus? Welche Branchen sind gerade interessant? Vor gut einem Jahr habe ich den Bereich Healthcare empfohlen. Aktien wie eine Johnson & Johnson oder eine Medtronic haben im letzten Jahr zwischen 50, 70 und 100 Prozent Rendite erzielt. Vor kurzem habe ich Rohstoffe empfohlen. Ein Teilnehmer war auf dem letzten Event und sagte: Ulli, du hast letztes Jahr Barrick Gold empfohlen – und da habe ich Aktien gekauft und über 30.000 Euro Gewinn gemacht durch diesen Tipp aus dem Podcast. Natürlich niemals eine Kaufempfehlung – aber trotzdem ein großer Vorteil. Wenn die Aktie fällt: nachkaufen, verkaufen und absichern Wenn Du in eine Aktie einsteigst – egal wie gut Du recherchiert hast – kann es passieren, dass die Aktie trotzdem noch ein Stück fällt. Der Wert war cool, der Preis günstig, die Indikatoren sahen gut aus, die Charttechnik hat unterstützt – aber trotzdem ist die Aktie weiter gefallen. Vielleicht gab es schlechte Unternehmenszahlen, vielleicht einen exogenen Schock. Wie gehst Du damit um? Strategisch oder Glück? Wann kaufst Du dann eigentlich nach? Mit wie viel Geld und warum? Willst Du große Gewinne machen oder willst Du vielleicht erstmal den Preis reduzieren, damit Du mindestens mal plus minus null aus der Aktie wieder rauskommst? Und jetzt bist Du in der Aktie drin, sie läuft, sie steigt, Du machst Gewinne. Aber jetzt kommt die nächste Frage: Wann verkaufe ich eigentlich wieder? Verkaufe ich einen Teil? Verkaufe ich das investierte Geld und lasse den Gewinn laufen? Vielleicht alles? Oder gar nichts – und halte ganz lange? Dann kommt der Markt wieder runter und Du fragst Dich: Warum hätte ich nicht schon vorher verkauft? Hoffnung ist keine Strategie. Die Märkte, sie fallen immer weiter. Wann investierst Du Deine Cash-Reserve nach? Gibt es klare Fakten, klare Zahlen, eine Routine, in der Du entscheidest: Jetzt steige ich ein und erhöhe meine Position? Ein Feedback, das ich immer wieder höre: Ulli, ich war immer an der Börse unterwegs, aber eine Strategie zur Absicherung – die hatte ich gar nicht. Ich habe gar nicht abgesichert, weil ich doch der langfristige Investor bin. Aber kurzfristig kommen sie wieder – die Schmerzen, weil der Kurs runtergeht und Du bist Vollgas mit dabei. Wie viele Gedanken hast Du Dir in Deiner Strategie schon gemacht zum Thema Absicherung oder sogar Versicherung? Fehler sind gekaufte Erfahrungen – und warum Strategie immer Glück schlägt Der, der Glück hat, geht ins Casino, setzt auf die richtige Zahl beim Roulette und gewinnt einmal. Er kommt aber auch noch vier oder fünf Mal wieder ins Casino – und jedes Mal hat er das Glück nicht mehr. Am Ende ist das Geld weg und vielleicht sogar noch ein bissche
Warum Sparen nicht Investieren ist – und wie Du den Schmerz an der Börse in Vermögen verwandelst Börseninvestment – erst kommen die Schmerzen und dann kommt das Geld. Was hat es damit auf sich? Ich glaube, das Börseninvestment-Thema ist mega, mega spannend. Aber wir haben einfach komplett falsche Glaubenssätze, ein falsches Mindset und vielleicht auch schlechte Erfahrungen zur Börse. André Kostolany hat mal gesagt: Wenn man die Aktie hat, dann kommen erst die Schmerzen, und dann kommt das Geld. Welche Möglichkeiten es gibt, an der Börse vielleicht auch ohne Schmerzen die ersten Schritte zu machen und damit seine Fähigkeiten auszubauen – darum geht es heute. Das erwartet Dich in dieser Folge: Sparen ist nicht Investieren – und warum Deutschland das Land der dümmsten Investoren ist Meine Oma und die Wurzeln unserer Angst vor der Börse Warum ETFs allein nicht reichen – und was Dich wirklich zurückhält Anfangen ist der Schlüssel: Vom ersten Schritt zum Hobby als Beruf Erst kommen die Schmerzen: Warum Wachstum wehtut Das 100.000-Euro-Depot, Fehler und was ich daraus lerne Nach den Schmerzen kommt das Geld – mein Fazit Sparen ist nicht Investieren – und warum Deutschland das Land der dümmsten Investoren ist Vielleicht ein bisschen provokativ der Text, aber er ist ein Stück weit auch so gemeint. Letztendlich musst Du in Deinem Leben entscheiden: Sagst Du, hey, ich habe ein Sparbuch, einen Bausparer, eine Lebensversicherung – damit kann ich mein Geld anlegen? Für mich legst Du Dein Geld dort nicht an – Du sparst nur Geld und Du gibst Deine Verantwortung ab. Denn am Ende unterschreibst Du einen Vertrag, schickst das Geld dorthin und bekommst in irgendeiner Form Zinsen zurück. Das hat für mich nichts mit Investieren zu tun. Wenn wir die Statistik anschauen, dann können wir sagen: Deutschland ist das Land der größten Sparer, aber gleichzeitig das Land der dümmsten Investoren. Was meine ich damit? Die Masse der Deutschen legt das Geld gar nicht wirklich an – sie sparen nur. Wenn Du meine Formel E-S-I kennst: Einkommen, Sparen und Investieren. Ich unterscheide ganz bewusst zwischen Sparen und Investieren. Das ist allein beim Wording schon sehr wichtig. Ich persönlich würde sogar in drei Facetten unterteilen. Das eine ist das Sparen – Geld behalten. Das zweite ist das Parken – Geld wegpacken, um Zinsen zu bekommen. Ich nenne Zinsen ja auch gerne Strafgeld. Tagesgeldkonto, Bausparen, Lebensversicherung – man gibt sein Geld ab und bekommt einen gewissen Zins. Da wir quasi keine Zinsen mehr haben, macht dieses Spiel aber keinen Sinn mehr. Und die dritte Facette ist das Investieren – also Gold, Kryptos in kleinen Teilen, Aktien oder Immobilien. Meine Oma und die Wurzeln unserer Angst vor der Börse Warum investiert der Deutsche nicht? Ich glaube zum einen, dass wir einen fachlichen Wissensmangel haben. Aber ich glaube noch viel schlimmer, dass das in unserer Vergangenheit vergraben ist. Wenn ich zurückblicke und meine Oma anschaue – 1930 geboren, leider mittlerweile seit acht Jahren verstorben, immerhin fast 88 Jahre alt geworden – dann kann ich festhalten: Sie ist geboren worden, der Erste Weltkrieg war gerade durch. Der Zweite Weltkrieg fing an, als sie noch Kind und Jugendliche war. Sie hat diesen Krieg mit voller Macht miterlebt. Als Kind auf der Straße, bis die Kanonen donnerten. Wo die Sirenen heulten und Luftangriffe geflogen wurden. Meine Oma hatte nur ein einziges Ziel im Leben: Sicherheit. Sie hat bis in ihr fast 88. Lebensjahr eigentlich immer nur in Sparbücher investiert. Mit ihrem Mann ein Haus gebaut, das mit der Zeit abgezahlt. Eine kleine Lebensversicherung gehabt – und das war es. Der ganz große Teil des Geldes wurde auf die Bank gelegt, aufs Sparbuch. Weil meine Oma mal so schön gesagt hat: Das ist sicher – da steht ja Bank. Bank steht für Vertrauen. Und wenn ich mein Geld wieder abhebe, kann ich da hingehen und kriege mein Geld zurück. War meine Oma doof? War die nicht gut genug gebildet? Ich glaube nicht. Aber sie hat in ihrer Kindheit krasse Dinge erlebt – und deswegen das Thema Investieren gar nicht erkannt, gar nicht verstanden. Warum ETFs allein nicht reichen – und was Dich wirklich zurückhält Fairerweise muss man sagen, die Zeiten haben sich verändert – aus zwei Aspekten. Erstens die Inflation, die war zwischendurch schon ganz hoch, dann wieder ganz tief. Und zweitens hat sich die ganze Seite der FED, der EZB, der Zinsen und der Schulden auf der Welt deutlich verändert. Durch die riesengroßen Schuldenberge sind die Zinsen fast gezwungenermaßen im unteren Bereich – und deswegen haben diese ganzen Produkte eben nicht mehr die Möglichkeit, damit wirklich ein Vermögen aufzubauen. Wenn Du das tust, was alle tun, wirst Du auch das erreichen, was alle bekommen – und das ist am Ende nichts. Auch wenn wir über ETFs sprechen: Ein ETF auf den DAX oder S&P wird langfristig im Mittel irgendwo um die 8 % machen. 8 % klingt erstmal cool. Aber ich sage Dir die Wahrheit: 8 % helfen Dir nicht wirklich. Wenn Du in einem Fonds 8 % machst und 1–2 % Kosten hast, dann die Inflation abrechnest und die Kapitalertragssteuer mit 25 % – dann bleiben vielleicht gerade noch 2–3–4 % reale Nettoverzinsung übrig. Und da können wir uns einig sein: Damit werden wir kein Vermögen aufbauen. Meine Oma ist natürlich niemals vermögend geworden. Sie hat am Ende ein bisschen Geld vererbt, das sie sich ganz, ganz krass vom Munde abgespart hat. Aber ein Vermögensaufbau war gar nicht möglich. Was hält uns also zurück? Uns fehlt das Fachwissen – und deshalb glauben wir, dass ein gewisses Risiko entsteht. Aber Risiko entsteht immer nur dann, wenn Du nicht weißt, was Du tust. Wir sind sehr beschäftigt, deswegen haben wir vermeintlich keine Zeit. Aber es liegt nicht an der Zeit – es liegt einzig und allein an der Priorität. Und dann ist da noch das Geld. Viele glauben, sie bräuchten ganz viel, um endlich loszulegen. Anfangen ist der Schlüssel: Vom ersten Schritt zum Hobby als Beruf In unserer Akademie, in der wir mittlerweile über 35.000 Menschen geschult haben, können wir festhalten: Viele fangen mit 5.000, 10.000, 15.000 Euro an. Aber – und das ist entscheidend – sie fangen an. Egal im Leben, welche Fähigkeit Du lernen willst, welchen Job, welches Studium, welchen Berg Du besteigst – Du fängst mit dem ersten Schritt an. Heute kennen wir Menschen, die können toll Tennis spielen, super Ski fahren. Warum? Ganz einfach: Weil sie irgendwann losgelegt haben und vielleicht ihr Hobby zum Beruf gemacht haben. Vor ein paar Tagen hat ein sehr guter Freund zu mir gesagt: "Ulli, gigantisch, was du im Leben erreicht hast. Und das Geilste ist, dass du tatsächlich dein Hobby zum Beruf gemacht hast – und in diesem Moment dein Vermögen nochmal massiv gestiegen ist." Wenn Du an der Börse erfolgreich werden willst, bedarf es Schritt Nummer 1: Du darfst anfangen. Und Schritt Nummer 2: Du darfst auch Spaß an dem Thema haben. Vielleicht hast Du auch schon oft darüber nachgedacht, ob Du an der Börse anfängst. Aber am Ende ist auch eine Entscheidung, die Du aufschiebst, eine Entscheidung. Wir kommen aus diesem Bereich der Sicherheit. Diese Sicherheit hat meine Oma an meine Mutter weitergegeben, meine Mutter ein Stück weit an mich. Und genau das ist das Thema: Die Menschen fangen nicht an zu investieren, weil sie genau das tun, was eben alle tun. Erst kommen die Schmerzen: Warum Wachstum wehtut Warum kommen denn jetzt die Schmerzen und dann das Geld? Es geht darum, dass Du loslegst. Dass Du eine Struktur entwickelst, eine Strategie, einen Handelsplan – und dass Du daran glaubst, dass Du wirklich an der Börse Vermögen aufbauen kannst. Das, was Du gestern gedacht hast, bist Du heute geworden. Und das, was Du heute denkst, wirst Du morgen sein. Frag Dich mal ehrlich: Warst Du schon mal an der Börse und hast Geld verloren? Hast viel Zeit investiert, aber gar nicht viel gewonnen? Hast gute Gewinne gemacht, aber nicht rechtzeitig verkauft – und dann war der Gewinn wieder weg? Ist Dein Satz immer noch „Hoffnung ist eine Strategie"? Ich sage Dir: Hoffnung ist keine Strategie. Es geht darum, sehr bewusste Entscheidungen zu treffen – und die vor allem emotionslos. Wie viel Geld willst Du einsetzen? Welches Geld willst Du investieren? Wie lang ist Deine Timeline? Immer wieder erlebe ich Menschen, die auf mein Seminar kommen und sagen: Ulli, ich will in zwei Jahren reich sein. Wie muss ich das anstellen? Und ich muss die Menschen dann leider enttäuschen. Natürlich, wenn Du heute schon eine Million hast, können wir daraus zwei machen. Aber wenn Du heute noch nicht viel Geld hast, wirst Du nicht in ein, zwei oder drei Jahren vermögend sein. Vielleicht ist der Schmerz auch der Schmerz der Zeit. Wie auch Gras nicht schneller wächst, wenn wir dran ziehen, so ist es genauso an der Börse. Der Zinseszinseffekt fängt am Anfang ganz, ganz langsam an – aber mit der Zeit wird er immer größer und größer, und hinten raus wächst Dein Konto dann wirklich gigantisch schnell. Wie ein guter Freund vor ein paar Tagen zu mir sagte: "Wenn man erstmal ein bisschen Geld hat, dann kann man sich doch nicht dagegen wehren, dass das immer mehr wird." Vielleicht kennst Du auch den Spruch: Die erste Million ist die schwierigste. Mein Papa hat irgendwann gesagt: "Ulli, weißt du was, die erste Million habe ich nicht geschafft – ich fange mit der zweiten an." Dieser Schmerz – der Wachstumsschmerz – Dinge neu zu machen, ist wie im Fitnessstudio. Wir trainieren unsere Muskeln und versuchen, durch den Schmerz, vielleicht auch den Muskelkater, die Muskeln wachsen zu lassen. Kleine Fasern gehen kaputt, werden vom Körper überreguliert, der Muskel bekommt mehr Dicke, mehr Dichte – und Du hast mehr Kraft. Ganz wichtig dabei: Du brauchst auch Pausen. Das verbinde ich auch gerne mit dem Depot. Nicht jeden Monat machst Du Deine 2–3 %. Es wird auch einen Monat geben, da machst Du mal 2 % Minus, weil der Markt nach unten fällt. Und es wird einen Monat geben, da machst Du plötzlich 9 % Plus, weil die Märkte gut laufe
Marktupdate: Wo geht es im März hin? In dieser Folge schauen wir, was der Februar an der Börse gemacht hat und wo der März hinlaufen kann. Natürlich ist es ein spannendes Thema, was im Nahen Osten los ist – der Krieg zwischen Iran und den USA und was da alles noch dazugehört. Auch China ist voll im Spiel, denn der Ölpreis wird nach oben gehen, was China drückt. Trump will gerade mit den Chinesen diskutieren und philosophieren – die Chinesen dürften geschwächt sein und vielleicht auch in Richtung Frieden drängen. Das wird alles sehr, sehr spannend. Aber am Ende des Tages heißt es immer: Politische Börsen haben kurze Beine. Wenn Unternehmen ihre Umsätze und Gewinne steigern, werden Aktien auch langfristig steigen. Welche Aktien jetzt gerade spannend sind und ein bisschen Nachholpotenzial haben – darum geht es heute. Das erwartet Dich in dieser Folge: Selbstreflexion: Was macht die Börse mit Dir? Die Februar-Performance der Indizes im Überblick Gold, Silber und Bitcoin: Extreme Bewegungen Geopolitik, Ölpreis, Inflation und die Zinsfrage Bayer und der Ausblick auf die nächsten Monate Aktien-Watchlist: Tech-Rücksetzer und Old Economy im Check Zwei Regeln für unruhige Märkte und mein Fazit für den März Selbstreflexion: Was macht die Börse mit Dir? Wer die letzten Tage und Wochen an der Börse gesehen hat, dem ist aufgefallen: Das Ende des Februars ist ein bisschen unruhig geworden. Und bevor wir in die Zahlen gehen, möchte ich Dir etwas mitgeben, das für mich genauso wichtig ist wie jeder Indexstand. Die Selbstreflexion ist eines der wichtigsten Worte an der Börse – natürlich neben der richtigen Timeline und der richtigen Strategie. Gerade diese Emotion, die Angst, die Gier ist ein sehr großes Thema. Also: Was haben vielleicht die letzten Wochen mit Dir gemacht? Hast Du in großer Angst auf Dein Depot gestarrt und gesagt, um Gottes Willen, die Welt bricht zusammen? Hast Du gar nicht groß reingeguckt und gesagt, ach, das wird doch sowieso wieder alles gut? Hier kann man ganz, ganz viel über sich, über sein Mindset, über das Geld und auch die Beziehung zu Geld lernen. Und jetzt sage ich etwas, das vielleicht ein bisschen verrückt klingt: Eigentlich ist Krieg gar keine Krise. Natürlich für die betroffenen Menschen und die gesamte Situation – schon. Aber in der Regel ist es so, dass nach dem Krieg die Kurse steigen, und zwar noch viel weiter als vorher. Wir können festhalten: Wir sind im Krieg. Ein Staat wie Dubai wird erwischt – nicht direkt im Krieg, aber durch Drohnen, durch Raketen, die vom Himmel fallen. Ein Fünf-Sterne-Hotel auf der Palme in Flammen. Vielleicht denkt der ein oder andere jetzt nochmal darüber nach, ob Dubai ein Investment ist – oder ob die Sicherheit in Deutschland vielleicht doch ganz gut ist. Ich wage da keine These, kein finales Urteil. Aber ich glaube, dass bei dieser ganzen Situation ein paar Verschiebungen passieren können. Ob es immer die richtige Wahl ist, Dubai oder Zypern nur für Steuern zu wählen – auch auf Zypern haben sie die Raketen donnern gehört. Die Februar-Performance der Indizes im Überblick Schauen wir wie immer zurück, was der Februar gemacht hat. Hier die Entwicklung der großen Indizes vom Ende Januar bis Ende Februar: Dow Jones: 48.890 → 48.997 Punkte (+0,2 %) – hat sich fast gar nicht verändert Nasdaq 100: 25.552 → 24.960 Punkte (−2,5 %), gleichgewichtet nur −0,1 % S&P 500: 6.939 → 6.878 Punkte (−1,0 %), gleichgewichtet: +3,4 % – ein Unterschied von 4,5 Prozentpunkten Russell 2000: 2.613 → 2.632 Punkte (+0,8 %) – kein gigantisches Plus, aber immerhin MSCI World: 4.527 → 4.556 Punkte (+0,6 %) DAX: 24.538 → 25.284 Punkte (+3,0 %) – the winner ist in diesem Fall Deutschland Rohöl (Crude): 65 → 67 USD (+~3 %) – das war noch vor den Kriegsthemen; danach nochmal deutlich angesprungen EUR/USD: 1,19 → 1,18 (fast unverändert; zwischendurch auf 1,14 gefallen – Dollar-Schwäche) Was diese Zahlen zeigen: Es passiert gerade eine gewisse Rotation der Branchen und Sektoren. Der Dow Jones gewinnt leicht, die Nasdaq verliert fast 2,5 %. Gewisse Tech-Werte wurden ein Stück weit abgestraft, auch die Big Seven sind zurückgekommen. Die Old Economy hat im Februar aufgedreht. Wer meinen Podcast verfolgt, weiß: Die Tech-Werte sind bei mir schon seit langer, langer Zeit ein bisschen aus dem Depot rausgeflogen. Das hat dazu geführt, dass sich meine Depots in den letzten Wochen sehr gut bewegt haben – in Teilen sogar ein ganzes Stück nach oben, weil eben gerade der Tech-Bereich ein Stück weit verkauft wurde. Beim S&P 500 ist die Aussage noch deutlicher: minus 1 % im Standard-Index, aber gleichgewichtet wären statt 1 % Minus sogar 3,5 % Plus drin gewesen. Das hängt damit zusammen, dass die Big Seven so groß gewichtet sind, dass allein Microsoft eine ganze Menge abgegeben hat. Der breitere Markt erholt sich gerade – da gibt es das ein oder andere Kaufsignal, da gibt es Möglichkeiten, sozusagen aus dem Dornröschenschlaf wieder aufzuwachen. Gold, Silber und Bitcoin: Extreme Bewegungen Gold und Silber sind die letzten Monate sehr kernig unterwegs – und das bleibt so: Gold: 4.894 → 5.278 USD (+~8 %) – geht mal wieder in Richtung All-Time-High Silber: 85 → 93,79 USD (+~10 %), in der Spitze aber auch schon bei 125 USD Bitcoin: 78.200 → ~66.700 USD (−14,7 %) – verliert weiter deutlich an Wert UM Strategy Fund: ~96,60 → ~98,50 (+~2,0 %) – gegen den amerikanischen Markt eine ganze Ecke mehr gewonnen Während Gold und Silber explodieren, setzt der Bitcoin seinen Abwärtstrend fort – eine verkehrte Welt für alle, die Bitcoin als „neues Gold" gesehen haben. Geopolitik, Ölpreis, Inflation und die Zinsfrage Die Frage ist: Wie geht die Welt jetzt weiter? Es gibt verschiedenste Aussagen über den Krieg – dass der nur zwei Wochen dauert, vier Wochen dauert. Andere sagen, es könnte auch ganz langfristig werden. Russland — Ukraine ist auch noch im Krieg. Wir sehen auf der Welt gerade eine ganze Menge an Kriegsgeschehen. Das hat natürlich Auswirkungen. In Europa ist die Inflation gerade ein Stück angesprungen – und das liegt damit zusammen, dass das Öl durch den Krieg deutlich teurer geworden ist. Gas alleine ist fast 30 % nach oben geflogen. Wir leben gerade eine Situation: Auf der einen Seite Krieg, Negativangst, Panik. Auf der anderen Seite war Krieg im Nachgang immer eigentlich ein Treiber an der Börse. Dazu kommt die wirtschaftliche Seite, die auf Zinssenkung hofft. Jetzt springt der Ölpreis nach oben, treibt die Inflation hoch – und die Wirtschaftsweisen diskutieren schon: Macht es Sinn, die Zinsen zu senken, oder ist das nur ein kurzfristiges Problem aufgrund des Krieges? Die Barrel-Zahl wurde zusätzlich um 700.000 nach unten reduziert – gedrosselt. Das macht Öl nochmal knapper. Die Saudis freuen sich – denn der Tourismus nach Dubai und in die anderen Golfstaaten ist eingebrochen. Wenn der Ölpreis deutlich hochgeht, können damit die fehlenden Einnahmen aus dem Tourismus gedeckelt werden. Wenn wir nach Deutschland gucken: dasselbe Problem. Steigende Inflation, die gerade in Richtung 3 % gehen könnte. Dazu Arbeitslosenzahlen, die seit langen Jahren nicht mehr so hoch waren. Zinsen will man runter – kann sie aber aufgrund der Inflation eben nicht senken. Insofern ist das eine ein bisschen verzwickte Lage. Da passt für mich immer dieser Satz: Vertraue doch lieber auf die Langfristigkeit als Value Investor mit Trading-Ansatz. Mach Dich nicht nervös, guck nicht zu oft in Dein Depot, mach Dich nicht irre. Wenn Du die richtige Strategie hast und eine gewisse Absicherung, dann bleibt das Ganze relativ entspannt. Bayer und der Ausblick auf die nächsten Monate Noch ein großer Punkt: die Bayer-Aktie. Der Glyphosat-Streit ist immer noch am Laufen – jetzt hofft man auf den Obersten Gerichtshof. Trotzdem hat Bayer einen Milliardenverlust erlitten: Rund 3,6 Milliarden Euro Verlust, dazu nochmals 12 Milliarden Euro an Rückstellungen. Bayers Ausblick für 2026 ist ebenfalls enttäuschend. Bayer ist bei diesem Thema hart getroffen worden – das kann man ganz klar sagen. Was erwarte ich für die Zukunft? Ich glaube tatsächlich, dass die nächsten zwei, drei Monate sehr, sehr interessant werden. Ich persönlich glaube, dass der Krieg nicht so lange läuft – und dass die Märkte danach auch wieder in den Modus einschalten, dass es nach oben gehen kann. Welche Bereiche können jetzt positiv laufen? Dazu bringe ich ein paar Einzelaktien mit. Aktien-Watchlist: Tech-Rücksetzer und Old Economy im Check Wie immer ist das keine Kaufempfehlung – aber ich sehe dort durchaus sehr interessantes Potenzial. Alle Aktien, die ich nenne, besitze ich selbst und kaufe sie auch nach, weil ich sie langfristig halten will. Tech-Werte: Jetzt selektiv den Einstieg wagen Ich sehe tatsächlich den ein oder anderen Tech-Wert, der jetzt langsam wieder in die Richtung nach oben drehen könnte. Wichtig dabei: vernünftiges Wachstum, Bewertung in einem vernünftigen Maß. Gerade wenn Krisen sind, wird auf Bewertung geguckt. Wächst ein Unternehmen – ja oder nein? Das ist die entscheidende Frage. Adobe: rund 260 USD, in der Spitze bei fast 700 USD – ein Stück zurückgekommen, für mich jetzt interessant Microsoft: aus der Spitze von 560 USD mit rund 30 % auf circa 400 USD gelaufen. 30 % Minus bei einer Aktie wie Microsoft – manchmal sind es auch 40 oder 50 %. Aber 30 % ist gerade für den langfristig orientierten Investor bestimmt hochwertig. Eine durchaus spannende Einstiegssituation. Marvell Technologies: stand schon mal eine ganze Ecke höher, jetzt eher so um die 80 USD – sicherlich durchaus interessant Old Economy: Die Langweiler-Aktien, die nicht mehr groß fallen Wir haben es gerade wieder gesehen, als die Märkte mit dem Krieg ein bisschen runtergekommen sind: Die Langweiler-Aktien wie eine Danaher, eine General Mills – die sind eben nicht mehr groß gefallen. Auch eine Nike nicht. Weil die Unternehmen eben schon eine ganze Menge gefallen sind. Die Fallhöhe war eher klein. Und die Leute fangen in der Krise immer an, eher in die Langweiler-Ak
Die Beziehung zu Geld: Warum sie über Dein Vermögen entscheidet In dieser Folge geht es um ein Thema, das auf den ersten Blick nichts mit der Börse zu tun hat, und doch das Fundament dafür ist: Deine Beziehung zu Geld. Denn bevor Du investieren, sparen oder Vermögen aufbauen kannst, musst Du klären, wie Du eigentlich zu Geld stehst. Sprichst Du positiv darüber? Denkst Du in Mangel oder Fülle? Triffst Du bewusste Entscheidungen – oder lässt Du Dich von Emotionen treiben? Unser gesamtes Leben besteht aus Beziehungen. Sie prägen uns, geben Halt und formen uns. Deshalb spreche ich heute über eine wichtige Beziehung: Die Beziehung zu Dir selbst und zu Deinem Geld. Das erwartet Dich in dieser Folge: Warum Beziehungen unser Leben prägen Drei Fragen an Deine Geldbeziehung Was Deine Geldbeziehung schwächt Was Deine Geldbeziehung stärkt Die drei Problem-Typen im Umgang mit Geld Der Macher – und was aus 10.000 Euro werden kann Warum Beziehungen unser Leben prägen Wir entstehen aus Beziehungen. Beziehungen geben uns Halt, sie prägen uns und formen uns. Man kann sagen: Zwischen dem 0. und 6. Lebensjahr werden die Grundsteine für alle unsere Beziehungen gelegt – vor allem am Start, in der Familie. Die Elternbeziehung ist unglaublich wichtig. Die Beziehung der Mutter zum Kind, aber vor allem die des Kindes zur Mutter. Wenn wir über Beziehungen sprechen, meinen wir die Eltern, die Kinder, die Partnerschaft und die Freunde. Beziehungen können unser Leben stabilisieren, sie können uns Halt geben – aber sie können auch schwer sein, wenn es an Stabilität fehlt. Wir sind hier im Börseninvestor-Podcast, und trotzdem spreche ich heute über Beziehungen. Warum? Weil es vor allem um die Beziehung zu Geld geht. Die Börse ist das Vehikel am Ende, um vernünftig zu investieren. Aber die Frage ist: Warum sind Beziehungen überhaupt wichtig – und warum ist die Beziehung zu Geld so entscheidend? Du kennst meine Formel ESI: Einkommen, Sparen, Investieren. Wenn wir über Investieren reden, sind wir in der letzten Stufe. Doch die Frage ist: Wie ist Deine Beziehung zum Geld? Denn bei vielen fängt der Kreis viel früher an. Und genau dort sollte man ansetzen. Stellen wir uns die Grundfrage: Warum sind Beziehungen eigentlich wichtig? Drei Dinge sind für mich entscheidend: Beziehungen geben Sicherheit. Sie schaffen ein stabiles Fundament und emotionale Geborgenheit. Genau diese Emotionen sind an der Börse entscheidend. Wenn Menschen in keiner Beziehung sind, wenn sie Single sind oder keine feste Partnerschaft haben, fehlen bestimmte Hormone und Endorphine. Allein eine Berührung, ein Kuss – all das lässt Glückshormone ausschütten und sorgt für Entspannung und Ruhe im Leben. Beziehungen geben uns also Sicherheit – eine Grundvoraussetzung, um auch finanziell klare Entscheidungen treffen zu können. Beziehungen prägen unser Verhalten. Sie beeinflussen, wie wir handeln, wie wir uns entscheiden und wie wir auf Herausforderungen reagieren. Das passt perfekt zum Thema Geld, Einkommen, Sparen und Investieren. Wer meinen Podcast kennt, weiß: Die drei größten Probleme an der Börse sind: keine Strategie zu haben, die falsche Timeline zu verfolgen und vor allem, sich von Emotionen leiten zu lassen. André Kostolany sagte treffend: „Trenne dich von den Emotionen – oder die Emotionen trennen dich von deinem Geld." Beziehungen prägen also unser Verhalten, auch das zu Geld. Beziehungen formen unser Selbstbild. Durch sie lernen wir, wer wir sind und welchen Wert wir für uns und andere haben. Hier kommt das Wort Selbstreflexion ins Spiel. Das gilt für Gespräche mit dem Partner, aber auch für das Gespräch über Geld, für die Gedanken über Geld und somit auch für die Beziehung, die wir zum Geld haben. Denn eines können wir heute sagen: Wenn Du eine richtig gute Beziehung zu Geld hast, ein richtig positives Mindset, dann hättest Du definitiv ein Vermögen. Denn jeden Morgen siehst Du die Person im Spiegel, die dafür verantwortlich ist, ob Du schon ein Vermögen hast oder noch nicht. Wenn Du lernst, nicht mehr dem Freund, der Freundin, den Kunden, dem Internet, dem Krieg oder Donald Trump die Schuld zu geben – dann bist Du in diesem Bereich schon viel weiter. Drei Fragen an Deine Geldbeziehung Wenn Beziehungen unser Leben prägen, dann stellt sich die Frage: Wie sieht Deine Beziehung zu Geld aus? Sie entscheidet letztendlich, ob Geld zu Dir kommt. Alles im Leben ist Energie. Kleine Teilchen in der Physik, die sich bewegen. Energy is the key. Je mehr Energie Du nach draußen gibst, desto mehr kommt zurück. Das kennen wir aus Beziehungen: Wenn Du Energie reinsteckst, kommt Energie zurück. Wenn Du es nur dahinplätschern lässt, kommt von der Gegenseite auch nichts. Halten wir uns mal den Spiegel vor – wird es gerade schön oder eher unbequem? Erste Frage: Wie sprichst Du über Geld? Sprichst Du positiv, ehrfürchtig darüber? Sprichst Du gar nicht darüber? Ziehst Du Geld mit positiven Worten an – oder kommen negative Kommentare über Deine Lippen? Zweite Frage: Wie denkst Du über Geld? Das ist unglaublich wichtig. Wir haben täglich 60.000 bis 80.000 Gedanken, und davon sind 60.000 immer die gleichen. Wenn Du also negativ über Geld denkst, wird das auch in Zukunft so sein. Das Geld wird nicht zu Dir kommen. Kennst Du den Spruch: „Das Geld zerrinnt Dir in den Fingern?" Leute verdienen gutes Geld, aber das Konto ist immer leer. Sie bekommen Urlaubsgeld, 13. oder 14. Gehalt, einen tollen Bonus – und kurz danach ist das Girokonto wieder leer. Die Frage ist: Wie ist Deine Einstellung zu Geld? Wie denkst Du darüber? Dritte Frage: Welche täglichen Entscheidungen über Geld triffst Du? Die Entscheidungen von heute bestimmen Dein Leben von morgen. Was Du gestern entschieden hast, erlebst Du heute. Es heißt so schön: Was Du gestern dachtest, bist Du heute geworden. Was Du heute denkst, wirst Du morgen sein. Das gilt auch für Geld. Eine Entscheidung zu treffen ist unglaublich wichtig. Manchmal ist es die falsche Entscheidung. Übersetzen wir das für die Börse, können wir sagen, dass wir manchmal Fehler machen. Aber wenn Du Dir sagst: „Das ist kein Fehler, ich habe eine Erfahrung gekauft" – dann kann das ein toller Fehler sein. Wenn Du diesen Fehler nie wiederholst, war es vielleicht der beste Fehler überhaupt. Denn Du hast eine wertvolle Erfahrung gewonnen. Was ist also Deine tägliche Entscheidung über Geld? Viele Dinge laufen unbewusst, aber wir können jeden Tag bewusste Entscheidungen treffen. Und wenn Du gar keine Entscheidung triffst, ist auch das eine Entscheidung. Für mich ist ganz klar, dass Du bewusst Dinge entscheiden solltest, ansonsten wirst Du nur geleitet, aber gestaltest Dein Leben nicht aktiv selbst. Schauen wir uns die Geldbeziehung genauer an. Ich habe bereits meine Formel ESI erwähnt: Einkommen, Sparen, Investieren. Sie ist unglaublich wichtig. Stell Dir die Frage: Welche Beziehung hast Du zu Deinem Einkommen? Hast Du Dir bewusst Gedanken gemacht, wie Dein Einkommen eigentlich ist? Ist es gut? Könntest Du vielleicht ein viel besseres Einkommen haben? Was denkst Du über Dein Einkommen? Kümmerst Du Dich aktiv darum, es zu erhöhen? Wenn Du eine schlechte Beziehung zu Geld hast, eine schlechte Beziehung zu Dir selbst, ein mangelndes Geldbewusstsein oder eine von Mangel geprägte Denkweise – dann hast Du auch eine schlechte Beziehung zu Deinem Einkommen. Vielleicht bist Du Dir selbst nicht genug wert. Denn Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl bestimmen, welches Einkommen Du generieren kannst. Ich kann das aus meiner eigenen Geschichte der Ulrich Müller Wealth Academy erzählen: Vor vielen Jahren habe ich den VIP-Club ins Leben gerufen. Ich hatte ihn geplant, aber beim nächsten Event nicht verkauft. Mein damaliger Mitarbeiter fragte mich: „Uli, warum hast Du den VIP-Club nicht verkauft?" Mein Gefühl war: Ich habe nicht geglaubt, dass der Wert, den ich biete, mit dem Preis übereinstimmt, den ich nehmen wollte. Ganz am Ende des Events habe ich ihn dann kurz angeteasert – und die ersten drei, vier haben sofort gebucht. Woran lag das? Es lag an meinem Selbstvertrauen, an meinem Selbstwertgefühl. Ich habe mich nicht getraut, es durchzuziehen. Heute weiß ich: Der VIP-Club ist unglaublich cool, der Mehrwert ist gigantisch, der Wert ist viel größer als der Preis. Aber man sieht: Wie wir uns selbst einschätzen, ist sehr wichtig. Was Deine Geldbeziehung schwächt Was stärkt Deine Geldbeziehung und was schwächt sie? Fangen wir mit den Schwächungen an. Verdrängung. Menschen, die immer verdrängen, schwächen ihre Geldbeziehung. Verdrängung ist grundsätzlich nicht gut. Dinge nicht auszusprechen, immer wieder Steine in den Rucksack zu legen, obwohl man weiß, dass man darüber reden müsste – das hilft nicht. Der Rucksack wird immer schwerer. Irgendwann kommt es zum Knall, oder der Rucksack erdrückt Dich. Und die Beziehung – ob zu Geld oder zu Menschen – ist beendet. Emotionale Impulse. Impulskäufe sind ein klassisches Beispiel. Vielleicht hatte man einen schlechten Tag, ist genervt, und dann trinkt man abends ein Glas Wein, das man eigentlich nicht wollte. Man isst Schokolade, weil man es sich „verdient" hat. Oder man kauft online ein, weil der Tag so blöd war und wenigstens der Abend noch schön werden soll. Emotionale Impulse sind extrem schlecht für die Beziehung zu Geld – und übrigens auch für normale Beziehungen. Wir alle kennen das: In der Emotion haut man etwas raus und denkt hinterher: „Um Gottes Willen, hätte ich doch erst durchgeatmet, eine Nacht darüber geschlafen, dann hätte ich diese Entscheidung nicht getroffen." Vielleicht hätte man jemand anderen nicht verletzt oder keine falsche Aussage gemacht. Die Angst. An der Börse zeigt sich Angst in zwei Formen: Zum einen ist es die Angst, Geld zu verlieren, zum anderen die Angst, nicht genug zu bekommen. Ob Verlustangst oder Gier – im Hintergrund steht immer die Angst. Und Angst bedeutet: Du vergleichst Dich, Du glaubst, Du bist nicht gut genug. Das ist wie in einer Partnerschaft, in der man oft eifersüchtig ist. Eifer
Warum die Aktie die beste und sicherste Geldanlage der Welt ist In dieser Folge geht es um eine meiner Kernüberzeugungen: Die Aktie ist die beste und sicherste Geldanlage der Welt. Ich erkläre Dir, was Risiko wirklich bedeutet, wie Du es managen kannst, warum Absicherung so wichtig ist und weshalb massiv viele reiche Menschen auf der Welt in Aktien investiert sind. Natürlich wird viel Unsicherheit und Angst geschürt – denn mit Angst kann man Menschen lenken. In dieser Folge erfährst Du, wieso die Aktie die sicherste Geldanlage der Welt ist, und wieso Du in Aktien investieren solltest. Das erwartet Dich in dieser Folge: Was bedeutet Sicherheit wirklich? Zinsen vs. Rendite: Was ist der Unterschied? Fünf Gründe, warum Aktienkurse langfristig steigen Die Megatrends und warum Du sie kennen solltest Aktie vs. Immobilie Was bedeutet Sicherheit wirklich? „Die Aktie ist die beste und sicherste Geldanlage der Welt", davon bin ich überzeugt. Aber ist das wirklich so? Und was ist überhaupt Risiko? Was ist Sicherheit? Hier müssen wir unterscheiden. Wenn wir das Wort Sicherheit nehmen, meinen wir wahrscheinlich alle etwas Ähnliches. Aber schauen wir uns eine Bank an: Was ist dort Sicherheit? Ist es die Gewissheit, dass Du auf dem Sparbuch 1 % Zinsen bekommst und Dein Geld vermeintlich sicher ist? Oder meinst Du damit, dass Du Dein Geld zu 100 % zurückbekommst? Ich persönlich glaube: Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es nirgendwo auf der Welt. Selbst eine vermeintlich sichere Bank wird manchmal überfallen. Selbst ein tolles Haus – dort wird eingebrochen. Alles, was ein Mensch baut, kann ein anderer auch wieder aufbrechen. Und wie ist es mit der Börse? Ist sie sicher? Der eine wird sagen: „Die Börse ist überhaupt nicht sicher. Sie schwankt nämlich dramatisch. Heute habe ich vielleicht 100.000 Euro im Depot und morgen vielleicht nur 98.000. Und beim nächsten großen Crash sind es vielleicht nur noch 70.000, 60.000 oder 50.000." Ja, das stimmt, aber das ist nur kurzfristig so. Denn ich sage: Die Aktie ist die sicherste und beste Geldanlage der Welt. Warum? Weil Dein Geld in Produktivkapital angelegt ist. Damit kommen wir zum Kern: Sicherheit entsteht dann, wenn Du selbst ein gutes Mindset und viel Wissen hast. Und auch, wenn Du für Dich selbst definiert hast, was Sicherheit und Risiko für Dich bedeuten. Der eine sagt: „Wenn mein 100.000-Euro-Depot auf 90.000 fällt, ist das für mich immer noch sicher, weil ich ja nur 10 % verloren habe." Und jemand anderes denkt: „Um Gottes Willen, ich habe schon 10 % verloren! Ich wollte doch mein Geld auf jeden Fall behalten!" Zwei Menschen, zwei völlig unterschiedliche Definitionen von Sicherheit. Zinsen vs. Rendite: Was ist der Unterschied? Um zu verstehen, warum die Aktie die beste Geldanlage ist, müssen wir über Zinsen und Rendite sprechen. Immer wenn Du Zinsen kassierst – und ich sage dazu gerne: „Zinsen sind Strafgeld", gibst Du Dein Geld an eine Bank, eine Versicherung oder eine Investmentgesellschaft. Du schließt einen Vertrag über ein Sparbuch, Tagesgeld oder eine Lebensversicherung, und diese Gesellschaft arbeitet mit Deinem Geld. Sie gibt Dir einen kleinen Teil als Zinsen zurück. Zinsen bekommst Du immer dann, wenn Du Geld verleihst. Du bist der Kreditgeber. Die anderen sind die Kreditnehmer und erwirtschaften mit Deinem Geld die eigentliche Rendite. Viel schlauer ist es, Geld zu investieren. Und damit kommen wir zu den Aktien. Investierst Du Dein Geld in Aktien, ist es im Produktivkapital unterwegs. Du bist nicht mehr der Kreditgeber, sondern der Miteigentümer von Unternehmen. Klar, Aktien können stark schwanken. Dabei darf man aber nicht vergessen, dass es sich um kurzfristige Veränderungen handelt. Denn langfristig, da bin ich mir immer sicher, kommen die Aktien wieder zurück. Risiko ist auch hier wieder eine Frage der Definition: Für den einen ist ein Verlust von 2 % bereits ein Risiko, für den anderen sind 40 % Verlust verkraftbar, weil er abgesichert ist und langfristig denkt. Warum bin ich so überzeugt? Weil Aktienkurse langfristig aus guten Gründen steigen. Und zwar aus sehr guten Gründen. Fünf Gründe, warum Aktienkurse langfristig steigen Schauen wir auf die Weltwirtschaft. Ein Großteil von ihr wird über Konsum gesteuert, denn wir essen, trinken, kleiden uns, waschen uns. Wir wollen den westlichen Konsum: das tolle Auto, die Reise, den Computer, das Handy, schöne Klamotten, Schmuck. All das sind Dinge, die konsumiert werden. Und der Konsum wächst immer weiter. Warum ist das so? Dafür gibt es mehrere Gründe: Grund 1: Die Menschheit wächst. Wir haben heute etwa 8,3 Milliarden Menschen auf der Welt und bis 2050 werden es voraussichtlich 12 Milliarden sein. Das ist eine unumstößliche Tatsache. Mehr Menschen bedeuten wiederum mehr Konsumenten – und damit mehr Umsatzpotenzial für Unternehmen. Grund 2: Wir werden immer älter. Ein Mensch, der in der heutigen Zeit geboren wird, wird im Schnitt etwa 100 Jahre alt. Das bedeutet: Er ist 100 Jahre lang Konsument. Früher waren es 50, 60 oder 65 Jahre, das heißt, dass ein Mensch weitaus länger konsumiert. Hinzu kommt der demografische Wandel: Wir haben immer mehr ältere Menschen, die Vermögen angesammelt haben. Denk an die Milliarden, die in den nächsten Jahren vererbt werden. Alte Menschen im Altersheim geben oft kaum noch Geld aus – doch wenn dieses Vermögen in jüngere Hände wandert, wird es wieder liquide und fließt zurück in den Markt, in Konsum und Investitionen. Grund 3: Die Zentralbanken drucken Geld. EZB, FED und andere Zentralbanken weltweit haben seit der Lehman-Pleite 2008/09 faktisch eine Nullzinspolitik betrieben. Zwar sind die Zinsen zuletzt gestiegen, doch die Diskussion über Zinssenkungen und neues Gelddrucken ist bereits wieder da. Wenn Geld gedruckt wird, entsteht ein Anlagenotstand. Wohin mit dem vielen Geld? Die klassische Sparwelt stirbt. Und wenn allein in Deutschland über 5 Billionen Euro auf Sparbüchern liegen, ahnt man, wie viel neues Geld potenziell in den Aktienmarkt fließen kann. Grund 4: Der technologische Fortschritt. Der Mensch hat den Drang, immer besser zu werden, effektiver, schlanker, besser – in der Freundschaft, in der Beziehung, im Beruf. Und dieser Drang treibt die Technologie an. Wusstest Du, dass etwa 80 Prozent aller Forscher, die jemals gelebt haben, heute leben? Das Wissen der Welt verdoppelt sich mittlerweile alle drei bis vier Jahre – früher dauerte das noch 20 Jahre. Diese Beschleunigung ist enorm und sie wird weitergehen. Denk an Künstliche Intelligenz – welche Möglichkeiten tun sich auf? Die Welt entwickelt sich rasant weiter. Ich nehme gerne ein Beispiel aus meiner Leidenschaft: Autos. Damals gab es Fahrzeuge mit 50, 100, 150 PS. Heute haben wir Autos mit 600, 700, 800 PS. Die Beschleunigung von 0 auf 100 wird immer schneller. Und in allen Bereichen unseres Lebens vernetzt sich die Welt mehr und mehr. Damit kommen wir zum fünften Grund: den Megatrends. Wissen und Information sind das Gold der heutigen Zeit. Zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein und dieses Wissen in Investments umzusetzen – das ist der Schlüssel, um wirklich Geld zu verdienen. Die Megatrends und warum Du sie kennen solltest Jetzt haben wir also die Gründe, warum Aktien langfristig steigen. Aber wie setzt Du das für Dich um? Es geht um Sicherheit, Risiko, Zinsen, Rendite und vor allem um die richtige Strategie. Schauen wir auf die Krisen der Vergangenheit. Eine Aktie ist nichts anderes als ein Unternehmen. Und ein Unternehmen ist ein Arbeitgeber. Wenn große Krisen kommen, passiert immer wieder dasselbe: Große Unternehmen werden gestützt – vom Staat, von der EZB, von der FED. Warum? Weil sie systemrelevant sind. Sie beschäftigen tausende Menschen, zahlen Steuern, treiben die Wirtschaft an. Ein Zusammenbruch wäre zu teuer. Also hilft der Staat. Das ist ein unsichtbares Sicherheitsnetz, das Du als Aktionär mitbekommst. Im Chinesischen steht das Zeichen für Krise übrigens auch für Chance. Wer das versteht, nutzt Krisen zum Einstieg. Warum? Damit diese Unternehmen nicht pleitegehen. Ich höre oft von mittelständischen und kleinen Unternehmen: „Die haben doch Milliarden Gewinne, Milliarden Umsatz – warum kriegen die noch Geld?" Die Antwort ist einfach: Eine Aktie ist ein Unternehmen. Ein Unternehmen ist ein Arbeitgeber. Arbeitgeber zahlen Gehälter, sie zahlen Steuern, sie sind das Rückgrat der Wirtschaft. Ein großes Aktienunternehmen ist die Wirtschaft. Ich sage immer: Die Börse ist der Herzschlag der Wirtschaft. Ohne Börse geht es nicht. Ganz klar: Nein, es würde nicht ohne Börse gehen. Copperfields war damals, im Jahr 1600, die erste Aktie. Warum wurde sie gegründet? Weil man als Unternehmen expandieren, wachsen und Gas geben wollte. Dafür braucht man Geld, also entstand der Gedanke, Anteile auszugeben – und damit waren die ersten Aktien geboren. Dieses Prinzip gilt bis heute: Unternehmen brauchen Kapital, um zu wachsen. Als Aktionär stellst Du dieses Kapital zur Verfügung – und wirst dafür am Erfolg beteiligt. Und genau das ist der entscheidende Faktor: Für Wachstum braucht man Geld. Für Forschung, Entwicklung, neue Patente, Anwälte, neue Mitarbeiter, neue Strategien – all das kostet Geld. Damals entstand die erste Aktie, weil man sagte: "Wir gehen an die Börse." Dabei gab es die Börse damals noch gar nicht. Es war die erste Aktiengesellschaft überhaupt. Die Börse ist nur der Handelsplatz – die Aktiengesellschaft, die Aktie ist das Vehikel dahinter. Man hat sich mit 10, 20, 30 Leuten zusammengetan, jeder hat Anteile am Unternehmen bekommen. Im Grunde ist das nichts anderes als bei einer GmbH: Dort gibt es GmbH-Anteile, die verschiedenen Gesellschaftern gehören. Bei der Aktiengesellschaft ist es genauso. Die Aktie ist für mich der Herzschlag der Wirtschaft. Und jetzt schauen wir auf die Megatrends. Da gibt es ganz verschiedene: Digitalisierung: Alles, was wir haben, ist mittlerweile digital. Fast alles. Das gute alte Papier hat vielleicht nicht mehr lange Bestand. Denk an Drucker und Kopierer – ir
Diese Top-10-Fehler solltest Du vermeiden, wenn Du an der Börse erfolgreich sein willst In dieser Folge teile ich die zehn häufigsten Fehler, die ich in über 32 Jahren Börsenerfahrung und 11 Jahren Akademie immer wieder beobachtet habe. Ich habe viele Millionen verloren – und noch mehr gewonnen. Deshalb weiß ich genau, was funktioniert, aber vor allem auch, was nicht funktioniert. Diese zehn Fehler können Dein Vermögen nachhaltig zerlegen – oder Dir langfristigen Erfolg bescheren, wenn Du sie vermeidest. Du musst nicht alle zehn Fehler auf einmal machen. Schon einer oder zwei dieser Fehler genügen, um auf Dauer an der Börse zu scheitern. Die gute Nachricht: Sie sind gar nicht so kompliziert. Man muss sie nur einmal gehört und sich notiert haben und dann natürlich an diese Regeln halten. Das erwartet Dich in dieser Folge: Keine Strategie Zeit und Ungeduld Emotionen und Risiko Overtrading und Undertrading Trader oder Investor und die Gestaltung des Portfolios Steuern ignoriert Optionen zu spät gerollt Keine Strategie Seit über 32 Jahren bin ich an der Börse, die Ulrich Müller Wealth Academy gibt es seit mehr als 11 Jahren, und mein Vermögen liegt im deutlich neunstelligen Bereich. Ich kann Dir sagen: Ich glaube, ich habe jeden Fehler, den man an der Börse machen kann, bereits gemacht. Menschen können gar nicht so viele Fehler machen, um mich einzuholen. Ich habe viele Millionen verloren – aber viele hundert Millionen wieder gewonnen. Deshalb weiß ich genau, was funktioniert. Und noch besser: Ich weiß, was nicht funktioniert. Bevor ich Dir die 10 Fehler nenne, möchte ich den Begriff „Fehler" ersetzen. Vielleicht kennst Du mein Wording dazu schon aus einem meiner Seminare. Ich sage gern: Es ist kein Fehler. Du darfst einen Fehler machen. Es ist legitim. Nur dumm, ihn zu wiederholen. Für mich ist ein Fehler gar kein Fehler – sondern eine gekaufte Erfahrung. Warum? Das Wort „Fehler" ist zu hart. Wenn Du an der Börse eine Entscheidung triffst, tust Du das nach bestem Gewissen, bestem Wissen und mit Deiner aktuellen Erfahrung – inklusive Deiner Emotionen. Du entscheidest mit dem, was Dir in diesem Moment zur Verfügung steht. Im Nachgang stellst Du fest: Der Kauf war nicht clever, der Ausstieg zu früh und du hast das Nachkaufen verpasst. Doch diese Entscheidung hast Du nicht aus Dummheit getroffen. Du hast sie mit dem Wissen und dem emotionalen State getroffen, den Du hattest. Manchmal entwickelt sich der Markt anders. Die Aktie fällt. Dann höre ich von Teilnehmern: „Mist, schon wieder so eine schlechte Aktie erwischt." Ich bin der Meinung, dass es keine schlechten Aktien gibt. Alle Aktien sind erst einmal neutral. Mit jeder Aktie kannst Du Geld verdienen – mit der einen, wenn sie steigt, mit der anderen, wenn sie fällt. Niemand macht absichtlich einen Fehler. Niemand sagt: „Ach, heute verliere ich mal wieder 1.000 Euro." Du triffst Deine Entscheidung mit dem, was Du weißt und kannst. Und genau deshalb hast Du keinen Fehler gemacht. Du hast Dir eine Erfahrung gekauft. Und wenn diese Erfahrung im Nachgang so wertvoll ist, dass Du an diesen Punkt immer wieder denkst und durch diesen Geldverlust – oder nenn es ruhig Fehler – einfach besser wirst im Traden, dann war dieser Fehler Gold wert. Was sind nun die Top-10-Fehler, die ich in 11 Jahren Akademie und 32 Jahren eigenem Trading mitbekommen habe? Es gibt unzählige. Ich hätte auch 20, 30 oder 50 zusammenbekommen. Heute nehme ich die zehn wichtigsten – und der allererste, häufigste Fehler ist der, den die Masse der Menschen macht: keine Strategie. Wir haben fast 15 Millionen Börsianer in Deutschland. Der Großteil von ihnen hat keine Strategie. Vielleicht schmunzelst Du, weil Du schon bei mir im Seminar warst. Aber stell Dir ehrlich die Frage: Habe ich wirklich eine Strategie? Dazu vier Fragen an Dich: Hast Du ein klares Signal, wann Du eine Aktie kaufst? Hast Du ein klares Signal, wann Du eine Aktie verkaufst? (Gewinne mitnehmen oder Verluste begrenzen?) Wie hoch ist Deine Cashquote – und wann erhöhst oder senkst Du sie? Wenn eine Aktie nach Deinem Kauf in die falsche Richtung läuft: Was machst Du dann? Sofort aussteigen? Nachkaufen? Wann, wie viel und warum? Hoffnung ist keine Strategie. Allein diese vier Fragen zeigen, ob Du wirklich eine hast. Für mich bedeutet Strategie: klare Kauf- und Verkaufssignale, definierte Absicherung, eine bewusste Cashquote, Diversifizierung und vor allem: niemals zu viel Risiko eingehen. Der häufigste Fehler ist also, keine Strategie zu haben. Stattdessen wird aus dem Bauch heraus entschieden, basierend auf Webinaren, Börsenzeitungen oder dem Tipp eines guten Freundes. Zeit und Ungeduld Der zweite große Fehler ist für mich die Zeit – oder nennen wir es: die Timeline. Was meine ich damit? Egal, ob Du allein an der Börse startest, Bücher wälzt oder Seminare besuchst: Du wirst Zeit brauchen, um Vermögen aufzubauen. Klar, es gibt sie: Die Glückspilze, die drei Aktien kaufen, zwei schießen durch die Decke – und plötzlich sind sie Millionäre. Noch spektakulärer mit Optionen: ein, zwei, drei Euro Einsatz, die Aktie rast, die Option fliegt auf 100 Euro oder Dollar. Klingt verlockend. Die Wahrheit ist: Das passiert extrem selten. Ich bin Value-Investor mit Trading-Ansatz. Bei mir geht es nicht darum, morgen oder in einem Jahr steinreich zu werden. Es geht um ein nachhaltiges System, mit dem Du in jeder Marktphase Geld verdienen und eine Outperformance erzielen kannst. Ich sehe die Börse als Beruf. Du kannst ihn lernen. Aber Du brauchst Zeit – um das System zu verstehen, Deine Strategie zu entwickeln und zu verinnerlichen. Dann aber wirst Du auf fünf, sieben, zehn Jahre ein wirklich großes Kapital aufbauen. Die Timeline ist entscheidend. Wir überschätzen, was wir kurzfristig schaffen können – und unterschätzen massiv, was langfristig möglich ist. Value-Investing mit Trading-Ansatz bedeutet: Über Jahre und Jahrzehnte Vermögen aufbauen. Nicht zocken, nicht das schnelle Risiko suchen, um schnell reich zu werden. Emotionen und Risiko Der dritte Fehler hängt mit Zeit und Strategie zusammen, ist aber ein ganz eigener – denn hier geht es um Dich selbst. Es sind Deine Emotionen. Menschen sagen gern: „Ich habe keine Emotionen. Ich habe Fachwissen, Erfahrung, ich kenne mich aus." Doch Emotionen an der Börse sind wie Emotionen im Leben. Denk an Situationen, in denen Du unbedingt abnehmen wolltest, in denen Du verliebt warst, Liebeskummer hattest oder eine Trennung durchlebt hast – dann weißt Du, wie krass Emotionen sein können. Wenn man sich manchmal ungerecht behandelt fühlt oder Probleme hat, die sich nicht sofort lösen lassen – all das sind Momente, in denen Emotionen überkochen. Jeder Mensch hat Emotionen. Der eine mehr, der andere weniger. Aber eines ist sicher: Wenn Du wissen willst, wie emotional Du wirklich bist, geh an die Börse. Dort wirst Du es erfahren. Der Idealfall ist klar: Emotionslos und strategisch handeln. Doch wie schwer das an der Börse fällt – ich glaube, das kennen wir alle. Auch wenn wir einen großen Streit mit einem Freund oder Partner hatten, eine Trennung oder Ähnliches durchmachen – wir wissen, was Emotionen mit uns machen. Dinge passieren, die wir im Nachgang bereuen. Man sagt Sachen, von denen man später denkt: „Um Gottes Willen, das hätte ich nicht raushauen sollen." Genau das ist der Punkt. Die emotionale Seite ist an der Börse extrem wichtig. Sich im Griff zu haben, Übungen zu haben, Werkzeuge – all das ist entscheidend. Ich sage immer: Handle nur in einem guten State. Nicht, wenn Du gestresst aus dem Büro kommst, Ärger mit dem Chef hattest oder irgendwo angepflaumt wurdest. Und schon gar nicht mit dem Gedanken: „Jetzt zeige ich es meinem Chef, jetzt gebe ich Gas!" Für mich ist der dritte große Fehler ganz klar der Bereich der Emotionen. Punkt Nummer vier ist für mich ebenso eindeutig: keine Absicherung. Wie heißt es so schön: Der Anfänger konzentriert sich auf Gewinne, der Profi konzentriert sich darauf, keine Verluste zu machen. Ich erlebe es immer wieder in meinen Seminaren: Menschen lernen meine Indikatoren, testen sie, sehen, dass sie gut funktionieren. Fehlsignale sind selten. Dazu kommen Optionen, die die Wahrscheinlichkeit weiter erhöhen. Sie bekommen Vertrauen – in die Indikatoren, in die Strategie. Und dann legen sie los. Was sie dabei übersehen? Die Absicherung. Sie machen sich gar nicht klar, was Absicherung überhaupt bedeutet, wie man sie umsetzt und warum sie essenziell ist. Sie machen genau dort Fehler, wo sie denken, dass alles sicher ist. Denn eines ist klar: Die Absicherung wird für die meisten Anleger erst dann wirklich wichtig, wenn sie bereits auf der Reise sind – und dann feststellen, dass sie sie gar nicht eingeplant haben. Doch dann ist es schon zu spät. Warum ist das so? Weil Punkt fünf direkt damit zusammenhängt: Die Frage nach dem Risiko. Punkt vier (die Absicherung) und fünf (das Risiko) gehören für mich untrennbar zusammen. Was ist eigentlich Risiko? Das ist eine schwierige Frage, weil Risiko für jeden Menschen etwas anderes bedeutet. Warren Buffett sagte: „Risiko entsteht dann, wenn Du nicht weißt, was Du tust." Ich glaube, er hat absolut recht. Es geht um Wissen und um Erfahrung. Aber dennoch bleibt der Fakt: Du musst für Dich selbst definieren, was Risiko für Dich ist. Nehmen wir zwei Investoren, beide starten mit 100.000 Euro. Der eine sagt: „Ulli, Risiko ist für mich, wenn ich auf 90.000 Euro falle. 10 Prozent Verlust – das ist für mich ein sehr großes Risiko. Ich habe Angst, Geld zu verlieren." Der andere sagt: „Ich habe 100.000 Euro, spare jeden Monat 2.000 Euro dazu und bekomme in zwei Jahren ein kleines Erbe. Ich will investieren, ich will Wachstumstitel, ich will Gas geben. Selbst wenn das Depot auf 60.000 fällt, bleibe ich ruhig. Ich spare ja weiter, und langfristig ist die Aktie die beste Geldanlage." Zwei Menschen, zwei völlig unterschiedliche Risikodefinitionen. Du musst Dir klarmachen: Wenn Du an der Börse Geld anlegst, gehst Du ein Risiko ein. Die Frag
Marktupdate: Was erwartet uns im Februar? Die Earnings sind in vollem Gange und bringen Bewegung in die Märkte. Während Microsoft nach soliden Zahlen deutlich abgestraft wurde, zeigt sich der Markt bei KI-Titeln nervös. Gleichzeitig laufen Gold und Silber heiß, der Bitcoin dagegen stürzt ab. In diesem Marktpodcast analysieren wir die Performance des Januars, die aktuelle Spaltung des Marktes zwischen Tech und „Old Economy" und wagen einen Ausblick auf den Februar 2026. Wo liegen jetzt Chancen und wie gehst Du strategisch vor? Das erwartet Dich in dieser Folge: KI-Angst an der Wallstreet Die Earnings im Check: Microsoft vs. Meta Januar-Performance der Indizes Gold, Silber und Bitcoin: Extreme Bewegungen Die Marktspaltung: Dividendentitel vs. Tech Chancen im Rücksetzer und meine Einstiegsstrategie Ausblick auf den Februar KI-Angst an der Wallstreet Wir befinden uns inmitten der Earnings. Die Big Seven legen ihre Zahlen vor, und die Reaktionen sind heftig und unterschiedlich. Microsoft wurde nach seinen Zahlen deutlich abgestraft, Novo Nordisk sank bereits auf Gerüchte über einen potenziellen Umsatzrückgang, während sich Apple kaum bewegte. Heute sprechen wir darüber, was die Quartalszahlen bedeuten, wie der Januar gelaufen ist und was wir im Februar erwarten können. Festhalten können wir: Die Märkte bewegen sich wild. Wir schauen auf Gold und Silber, den eingebrochenen Bitcoin und die ersten KI-Enttäuschungen, die zeigen, wie schnell Kurse fallen können. Man kann sagen: Die KI-Angst geht an der Wallstreet um. Am Dienstag, dem 3. Februar, erlebten wir einen Kursrutsch bei Technologieaktien. Während Standardwerte kaum verloren (circa 0,3 %), war die Nasdaq zwischendurch über 2,5 % im Minus und schloss mit -1,4 %. Auslöser war die Sorge um die Fortschritte und die Profitabilität der Künstlichen Intelligenz. Man stellt sich die Frage: Sind die Fortschritte groß genug? Verdienen Unternehmen damit schon Geld? Aktien von Softwarefirmen wie Microsoft, Oracle, Salesforce, ServiceNow und Adobe fielen zwischen 2,8 % und fast 8 %. Diese galten bisher als sichere Gewinner des KI-Booms. Nun wächst die Sorge, ob die hohen Investitionen je wieder eingespielt werden können und ob die Technologie nicht schon wieder von Neuem überholt wird. Die Unsicherheit ist riesig: Wenn heute mit Hochdruck geforscht und entwickelt wird, stellt sich die Frage: Was wird morgen oder übermorgen entwickelt? Diese Dynamik ist ein riesen Thema an der Börse, besonders im KI-Sektor. Einige Parallelen zur Dotcom-Blase sind nicht von der Hand zu weisen. Zwar ist KI heute schon stärker in der Realwirtschaft verankert und generiert Umsätze. Doch die zentrale Frage bleibt: Können die massiven Investitionssummen jemals wieder eingespielt werden? Die Earnings im Check: Microsoft vs. Meta Werfen wir einen Blick auf konkrete Quartalszahlen. Apple bewegte sich am Tag der Earnings kaum. Ganz anders lief es bei Microsoft. Das Unternehmen legte bei Umsatz, Gewinn und Gewinn pro Aktie deutlich zu. Trotzdem fiel die Aktie mit den Earnings um mehr als 10 %. Der Grund lag im Ausblick und in einer spezifischen KI-bezogenen Erwartungshaltung. Konkret ging es um das Wachstum im Cloud-Geschäft. Das Cloud-Wachstum betrug 35 % – eine robuste Zahl. Doch da 40 % erwartet wurden, reichte diese kleine Abweichung zusammen mit einem moderaten Ausblick für eine harte Abstrafung. Das zeigt die überzogenen Erwartungen. Das genaue Gegenteil spielte sich bei Meta ab. Auch hier wurden massive KI-Investitionen getätigt und für die Zukunft angekündigt. Die Umsätze stiegen, die Gewinne entwickelten sich gut. Doch die Aktie sprang daraufhin um 10 bis 15 % nach oben. Man sieht, wie dicht die Bewertungen beieinanderliegen und wie volatil die Reaktionen sind. Sobald das Umsatz- und Gewinnwachstum auch nur leicht nachlässt, geraten die hohen Bewertungen unter Druck. Januar-Performance der Indize: So haben sich die großen Indizes vom Jahresendstand 2025 bis zum 31. Januar entwickelt: Dow Jones: 48.063 → 48.892 Punkte (+1,6 %) Nasdaq 100: 25.249 → 25.552 Punkte (+1,0 %) Der Dow, repräsentativ für die „Old Economy", hat die Nasdaq damit outperformed. Eine monatliche Performance von 1,6 % mag unspektakulär wirken, hochgerechnet aufs Jahr entspräche das jedoch fast 20 % – was die Bedeutung des langfristigen Blicks zeigt. Interessant wird es beim Blick auf die gleichgewichtete Nasdaq. Hier betrug das Plus sogar 1,5 %. Das zeigt: Die Big Seven waren deutlich schwächer, hier gab es die ersten Gewinnmitnahmen. Die breite Masse der kleineren Tech-Werte performte besser. Noch deutlicher wird dieses Bild beim S&P 500: Standard-Index: 6.845 → 6.939 Punkte (+1,4 %) Equal Weighted S&P 500: +3,3 % Das bedeutet: Hätte man nicht nur die riesigen Konzerne, sondern den gesamten Rest des Index im Portfolio gehabt, hätte sich die Performance mehr als verdoppelt. Weitere Index-Entwicklungen im Januar: Russell 2000: 2.481 → 2.613 Punkte (+5,3 %) – die mit Abstand beste Rendite. MSCI World: 4.430 → 4.527 Punkte (+2,2 %) Die amerikanischen Märkte legten also insgesamt zu. Das Thema Equal Weighted und vor allem der Bereich der Neben- und Kleinwerte sind deutlich besser gelaufen als beispielsweise der Technologiebereich. Der DAX hingegen zeigte sich im Januar nahezu unverändert: 24.494 → 24.530 Punkte (+0,2 %). Stark war dagegen der Rohstoffsektor, angeheizt durch einen kräftigen Ölpreisanstieg. Titel wie ExxonMobil (bis auf 145 USD) legten deutlich zu – ein Grund zur Freude für langjährige Aktionäre, die von Dividende und Optionsprämien profitieren. Der EUR/USD-Wechselkurs stieg von 1,17 auf 1,19 (+0,9 %). Gold, Silber und Bitcoin: Extreme Bewegungen Gold: Stieg von 4.300 USD auf 4.900 USD (+13,3 %), mit einer Spitze bei 5.600 USD. Nach einem heftigen Rücksetzer Ende Januar/Anfang Februar hat es sich etwas stabilisiert. Hier ist bereits viel Politik und Notenbank-Erwartung eingepreist. Silber: Legte von 71 USD auf 85 USD zu (+19 % zum 31.1.). Die eigentliche Spitze folgte Anfang Februar bei rund 125 USD – eine geradezu explosive Bewegung. Wir haben in einer Woche nochmal +50 % bei Silber gesehen. Das wirft Fragen auf: Silber ist ein Industriemetall. Die Wirtschaft läuft jedoch nicht gut, Rezessionsängste machen die Runde, die deutsche Chemiebranche meldet die schlechtesten Werte seit Jahrzehnten. Diese Diskrepanz zwischen Kursrallye und wirtschaftlicher Realität ist schwer nachzuvollziehen. Ganz anders der Bitcoin: Nach einer Spitze bei rund 125.000 bis 130.000 USD beendete er das Jahr bei 87.600 USD. Aktuell (Stand 31.01.) notiert er bei 78.000 USD, ein Minus von ca. 11 % seit Jahresende. Aus der Spitze gerechnet beträgt der Verlust fast 50.000 USD. Diese Volatilität ist enorm. Der UMSG Strategie Fund entwickelte sich mit +1,3 % (von 96 auf 97) parallel zum amerikanischen Markt. Die große Marktspaltung: Dividendentitel vs. Tech Das Zusammenspiel von Gold, Silber und Bitcoin ist faszinierend. Bitcoin wurde als „neues Gold" dargestellt, verlor aber deutlich. Gleichzeitig explodierten Gold und Silber auf extreme Bewertungen. Ich habe Silber seit Jahren aufgrund der günstigen Silber-Gold-Ratio auf dem Radar und sah Aufholpotenzial – doch dieses Ausmaß der Rallye habe ich so nicht erwartet. Die Earnings sind sehr durchwachsen. Man muss natürlich erwähnen, dass solche Zahlen vorher ein bisschen nach unten revidiert werden, um ein besseres Bild abzugeben. Es herrscht ein extrem hohes Maß an Erwartung im Markt. Ich schätze die Old Economy derzeit sehr und sehe dort strategische Einstiegschancen. Die letzten Tage haben gezeigt, wie schnell KI-Aktien deutlich verlieren können – das traf nicht alle, aber die Masse. Der Aktienmarkt ist in zwei Welten gespalten. Vergleichen wir die Top 10 Positionen zweier ETFs: iShares Core MSCI World ETF (repräsentiert den breiten Markt, dominiert von Tech): Die Top-Positionen sind die Big Seven und andere Tech-Giganten mit folgenden Kurs-Gewinn-Verhältnissen (KGV): Nvidia: KGV 41 Apple: KGV 31 Microsoft: KGV 27 Amazon und Alphabet: KGV um 30 Broadcom: KGV 32 Meta: KGV 25 Tesla: KGV über 200 Eli Lilly: KGV 31 VanEck Morningstar Dividend Leaders ETF (konzentriert auf dividendenstarke „Old Economy"-Unternehmen). Schauen wir auf die Top 10 des Dividend Leaders ETF. Roche: KGV 16 Pfizer: KGV 9 HSBC, Verizon, TotalEnergies, Rio Tinto: KGV 10 Allianz: KGV 12 Bristol-Myers Squibb: KGV 9 Sanofi: KGV 10 Intesa Sanpaolo: KGV 11 Der Vergleich der Performance ist aufschlussreich: 1-Jahres-Performance: MSCI World ETF: +4,2 % Dividend Leaders ETF: +21,88 % 3-Jahres-Performance: MSCI World ETF: +57 % Dividend Leaders ETF: +59,7 % 5-Jahres-Performance: MSCI World ETF: +87 % Dividend Leaders ETF: +145 % Egal welchen Zeitraum man betrachtet – die Dividendentitel haben besser abgeschnitten. Ich glaube, hier liegt noch Aufholpotenzial. Aktien wie Hormel, General Mills, Nike oder Disney könnten jetzt Chancen bieten. Es könnte an der Zeit sein, erste Positionen aufzubauen. Bei Nennung der Aktien handelt es sich wie immer um keine Kaufempfehlung! Auch im Tech-Bereich gibt es nach den Rücksetzern spannende Situationen. Positionen kann man nicht nur über den direkten Aktienkauf, sondern auch strategisch über Optionen aufbauen. Ein Beispiel für einen interessanten Einstieg ist Novo Nordisk (NVO) aus dem Healthcare-Sektor. Ein Negativbeispiel der Earnings-Saison ist PayPal. Die Zahlen wurden gut getroffen, doch die Ankündigung eines schrumpfenden Gewinns im einstelligen Bereich und ein CEO-Wechsel ließen die Aktie über 20 % fallen. Ähnlich erging es vor einigen Wochen Fiserv (-40 %). Chancen im Rücksetzer und meine Einstiegsstrategie Solche Rücksetzer schaffen Einstiegsmöglichkeiten. Die Frage ist nun: Wie geht man als Trader oder Investor vor? Es geht nicht darum, in ein fallendes Messer zu greifen, sondern bewusst in Unternehmen mit Zukunftspotenzial zu investieren. In meiner Akademie wurde etwa Microsoft bei 560 USD heiß disku
Der große Assetklassen-Check 2026: Wo lohnt sich Dein Geld? Die Frage taucht immer wieder auf: Bin ich eigentlich Sparer oder Investor? In welche Assetklassen sollte ich mein Geld investieren? In dieser Folge nehme ich Dich mit auf eine Reise durch die wichtigsten Anlageklassen – von Aktien, Anleihen und Immobilien über Rohstoffe und Kryptos bis hin zu klassischen Sparprodukten. Ich teile meine persönliche Einschätzung zu jeder Klasse, verrate, in welche ich selbst investiert bin, und welche ich aktuell mit Vorsicht betrachte, damit Du weißt, was für Dich und Dein Vermögen in diesem Jahr wirklich Sinn macht. Das erwartet Dich in dieser Folge: Aktien: Der Klassiker – ETF, Fonds oder Einzelaktien? Anleihen: Wie funktionieren sie und lohnen sie sich heute? Immobilien: Pro und Kontra in der aktuellen Marktphase Rohstoffe (Gold und Silber): Krisenschutz oder Spekulationsobjekt? Kryptowährungen: Wie viel Platz haben sie im Portfolio? Sparbuch & Co.: Warum diese „sicheren" Klassen gefährlich sind Exoten (Uhren, Kunst, Whisky): die versteckten Fallstricke Mein Fazit: die aktuelle Gewichtung für ein smartes Portfolio Aktien: Der Klassiker – ETF, Fonds oder Einzelaktien? Starten möchte ich mit der Assetklasse der Aktien. Du weißt, ich halte Aktien für die beste und sicherste Geldanlage der Welt – aber heute widmen wir uns dem breiten Überblick. Innerhalb der Aktienwelt gibt es verschiedene Wege, um zu investieren: Investition in Unternehmen, die noch gar nicht an der Börse sind, der Kauf von Einzelaktien, die Nutzung von aktiv gemanagten Aktienfonds oder der Weg über Aktien-ETFs. Jeder Weg hat Vor- und Nachteile. Beginnen wir mit dem Aktien-ETF. Kaufst Du einen ETF auf den DAX, dann bist Du in den DAX investiert, und das über einen ETF. Die Vorteile: geringe Kosten, keine aktive Verwaltung. Doch der Nachteil ist: Wenn Du das tust, was alle tun, wirst Du auch das bekommen, was alle haben – und das ist in der Regel relativ wenig. Konkret: Ein DAX-ETF mag historisch 8–9 % pro Jahr liefern. Zieht man Kosten, Steuern und vor allem die Inflation ab, bleibt oft nicht mehr viel übrig. Ein aktiv gemanagter Aktienfonds hat den Vorteil des professionellen Managements, das versucht, den Markt zu schlagen. Dafür sind die Kosten höher. Selbst gute Fonds, die den Index schlagen, liefern oft nur eine überschaubare Outperformance von vielleicht 5 % über dem Index – und unterliegen strengen Regulierungen. Man bezahlt also für das Management, ohne eine Garantie auf überragende Ergebnisse zu haben. Egal welchen Aktienweg Du wählst – Einzelaktie, Fonds oder ETF – eines ist entscheidend: Du brauchst einen langen Atem. Eine Timeline von 7 bis 10 Jahren ist das Minimum. Die Börse durchläuft immer wieder Zyklen mit Rücksetzern, Verlustphasen und außergewöhnlichen Zeiten, wie wir sie in den letzten Jahren erlebt haben. Eine solide Timeline ist Dein wichtigster Puffer gegen die Volatilität. Anleihen: Wie funktionieren sie und lohnen sie sich heute? Kommen wir zur zweiten großen Assetklasse: Anleihen (auch Rentenpapiere oder Rentenfonds) Grundprinzip: Du leihst Dein Geld einem Emittenten (Staat oder Unternehmen) und erhältst dafür Zinsen. Spannend ist: Anleihen sind an der Börse handelbar, sodass neben den Zinsen auch Kursgewinne möglich sind. Diese entstehen durch Zinsänderungen: fallende Zinsen: Besitzt Du eine Anleihe mit 4 % Verzinsung und die Marktzinsen sinken auf 3,2 oder 1 %, ist Deine höher verzinste Anleihe mehr wert. Du kannst sie mit Kursgewinn verkaufen. steigende Zinsen: Hast Du eine Anleihe mit 1 % und die Marktzinsen steigen auf 3 oder 4 %, verliert Deine Anleihe an Wert. Wer will schon 1 %, wenn es anderswo 4 % gibt? Wirft man einen Blick auf die aktuelle Lage, sehen wir zwei große Probleme: erstens die Inflation und zweitens eine schwächelnde Wirtschaft. Diese Konstellation könnte Zentralbanken zu Zinssenkungen bewegen, was Anleihekursen zugutekäme. Doch Vorsicht ist geboten. Die entscheidende Frage ist: Wem leihst Du Dein Geld? Du kannst in Staatsanleihen (mit vermeintlich hoher Sicherheit) oder Unternehmensanleihen (mit höheren Zinsen, aber auch höherem Risiko) investieren. Das Bonitätsrisiko ist real – selbst ein Top-Rating (AAA) ist keine absolute Garantie und kann herabgestuft werden. Immer steht die Frage im Raum: Bekomme ich mein Geld am Ende der Laufzeit zurück? Ein weiterer Risikofaktor ist die Währung. Anleihen in Fremdwährungen (z. B. Brasilianischer Real, Argentinischer Peso) versprechen oft hohe Zinsen. Doch das Währungsrisiko kann diese Erträge schnell zunichtemachen: Bekommst Du 8 % Zinsen, aber die Währung verliert 10 % an Wert, bist Du am Ende im Minus. Legendäre Investoren wie Ray Dalio setzen auf eine Aufteilung auf Aktien, Immobilien, Anleihen und Cash. Dieses Prinzip hat auch heute noch seine Berechtigung, wobei ich Immobilien für Privatanleger oft als späteren Schritt sehe. Immobilien: Pro und Kontra in der aktuellen Marktphase Kommen wir zur Immobilie, einer sehr großen und beliebten Assetklasse in Deutschland – vor allem wegen des Sicherheitsgedankens. Doch der Einstieg ist mit erheblichen Kosten verbunden: Grunderwerbsteuer jährliche Grundsteuer Notar- und Grundbuchkosten Diese hohen Transaktionskosten schmälern von Anfang an die Rendite. Positiv wirkt sich die Inflation auf Immobilienpreise aus. Doch Vorsicht: Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Erfolg mit Immobilien erfordert umfangreiches Fachwissen. Du musst Lage, Markt und den baulichen Zustand richtig einschätzen können. Hinzu kommt der Einsatz von Fremdkapital (Kredit). Dieser Hebel (Leverage) kann die Rendite steigern, bedeutet aber auch ein zusätzliches Risiko, mit dem man leben können muss. Die steuerliche Seite ist ein weiterer Punkt. Ein oft unterschätzter Faktor ist der administrative Aufwand: Verwaltung, Leerstandsrisiko, Probleme mit Mietnomaden, Renovierungen nach Jahren, Übergaben und Nebenkostenabrechnungen. Immobilien können sehr lukrativ sein, sind aber ein aktives Investment mit vielen Aufgaben. Meine aktuelle Einschätzung: Der Immobilienmarkt ist etwas zurückgekommen. Gründe sind gestiegene Zinsen und eine vorherige Überhitzung nach Jahren der Nullzinsen (seit der Finanzkrise 2008/09). Viele Märkte haben Korrekturen von 20 bis 30 % erlebt. Zudem sind Immobilien aktuell schwerer verkäuflich, da potenzielle Käufer oft Schwierigkeiten mit der Bankfinanzierung haben. Für Banken sind neben der Sicherheit (der Immobilie) vor allem die Bonität und das Eigenkapital des Käufers entscheidend. Ich glaube, es gibt bei Immobilien aktuell durchaus interessante Einstiegsmöglichkeiten. Doch die entscheidenden Fragen sind: Will ich das gerade? Kann ich das gerade? Und: Will ich mich so lange binden? Rohstoffe (Gold und Silber): Krisenschutz oder Spekulationsobjekt? Kommen wir zu einem Bereich, der schon sehr lange existiert, und den ich vor den Kryptomärkten behandeln möchte: Rohstoffe, konkret Gold und Silber. Warum? Weil dieser Bereich extrem gelaufen ist. Silber über 100 US-Dollar, Gold bei über 5.100 US-Dollar – die Preise sind außer Rand und Band. Auch Kupfer hatte zwischendurch gigantische Kurse. Grundsätzlich galt lange: Aktien und Rohstoffe korrelierten negativ. Wenn Aktien fielen, stieg Gold als „Krisenmetall", um Vermögen abzusichern. Gold und Silber waren primär zum Werterhalt gedacht, nicht nur zur Renditeerzielung. Doch im Moment erleben wir eine wilde Zeit. Die Aktienmärkte stehen auf Allzeithochs (DAX fast 25.000, S&P 500 fast 7.000), und trotzdem sind Gold und Silber an der Spitze angekommen. Warum ist das so? Ich glaube, ein Grund ist, dass die Menschen trotz steigender Aktienkurse eine tiefe Unsicherheit und Angst spüren. Diese Unsicherheit speist sich aus vielen Quellen: der Politik der US-Notenbank (FED), der Neubesetzung von Jerome Powell, den regelmäßigen FOMC-Meetings und den vielen anderen Themen, die derzeit die Welt bewegen. Was Börsianer und Investoren überhaupt nicht mögen, ist Unsicherheit. Und genau die haben wir derzeit in den Märkten, weil niemand genau weiß, wie es weitergeht: Was macht die FED? Was passiert mit Jerome Powell? Wie ist Amerika einzuschätzen? Dazu kommen die Kriegs- und geopolitischen Risiken. Gold ist ein "Safe Haven", Silber hat zusätzlich eine starke industrielle Komponente. Ich habe Silber vor längerer Zeit sehr deutlich empfohlen und viele positive Feedbacks bekommen, weil es extrem gut gelaufen ist. Persönlich glaube ich, dass vor allem bei Silber die Grenzen erreicht sind. Aber am Ende weiß man nie, wie eine „wilde, verrückte Masse" – wie schon Isaac Newton sagte – die Märkte weiter in die Höhe treiben kann. Man kann also nicht endgültig sagen, ob das schon das Ende der Fahnenstange ist. Doch man kann festhalten: Gold und Silber in Teilen im Portfolio mit dabei zu haben, ist durchaus vernünftig. Kryptowährungen: Wie viel Platz haben sie im Portfolio? Kommen wir nun zu den Kryptowährungen, den Coins. Dieses Thema dürfen wir natürlich nicht auslassen. Grundsätzlich muss man sagen: Die Coins sind mittlerweile im Rennen. Es ist eine Assetklasse, die es seit etwa 17 bis 18 Jahren gibt, für die es bereits ETFs gibt und die weltweit vernetzt wird. Ich persönlich glaube, dass es Kryptowährungen weiterhin geben wird. Doch die Lage ist ungewiss: Beim Bitcoin gibt es heiße Diskussionen – die einen sehen ihn bei 20.000 USD fallen, andere bei einer Million. Aktuell steht er bei rund 90.000 USD, und niemand weiß, wer Recht hat. Meine Einschätzung: Es ist eine spannende, aber noch sehr junge Assetklasse, die dennoch in keinem Portfolio fehlen sollte. Ein wichtiger Hinweis: Ähnlich wie bei den Big Seven an der Börse (Amazon, Google etc.) sollte man sich auch bei Kryptos auf die etablierten, großen Namen konzentrieren. Ich würde keine Shitcoins kaufen – über 20.000 Coins sind bereits komplett verschwunden. Ich würde mich auf die mit „B" und „E" konzentrieren. Dort könnte es derzeit sogar Nachkaufchancen geben, nachdem der Kurs etwas nachgegeben hat . Ein wichtiger gem
Darum bleibt der Börsenerfolg für viele unerreichbar Der Titel ist provokant und leider oft wahr. Warum scheitern so viele Anleger, während andere wie Warren Buffett legendären Reichtum aufbauen? In dieser Folge packen wir die größten Hürden an, die zwischen Dir und dem Erfolg an der Börse stehen. Es sind keine magischen Geheimnisse, sondern konkrete mentale und praktische Fehler. Egal, ob Du neu startest oder bereits investierst: Hier erfährst Du, worauf es wirklich ankommt, um 2026 zu Deinem Börsenjahr zu machen. Das erwartet Dich dieser Folge: Die Illusion des schnellen Geldes Das fehlende Fundament Der größte Gegner: Deine Emotionen Der größte Fehler: Ungeduld Disziplin führt zum Erfolg Deine individuelle Strategie Dein innerer Kompass: Vertrauen Die Illusion des schnellen Geldes Warum bleibt Börsenerfolg für so viele unerreichbar? Oft fehlt schlicht die Erfahrung, kombiniert mit einem natürlichen Spieltrieb, der dazu führt, dass die Börse wie ein Casino behandelt wird – ein Ort, an dem man mal sein Glück versucht, ohne das Spiel wirklich zu verstehen. Manche verlieren, manche werden sogar süchtig nach dem Kick. Doch im Kern ist die Börse etwas völlig anderes: Sie ist eine reine Handelsplattform. Worum es wirklich geht, ist die Aktie – also der Anteil an einem realen Unternehmen. Mit dem Kauf einer Aktie bist Du am Produktivkapital beteiligt. Du investierst in die reale Wirtschaft. Die ursprüngliche Idee war genial: Unternehmen sammeln so Kapital, um zu wachsen, zu expandieren und Innovationen voranzutreiben. Das ist eine sehr positive Seite. Natürlich weiß ich, dass bei manchen Leuten die Börse in eine falsche Richtung läuft, da es Sekundenhandel, Robots usw. gibt. Diese Seite ist nicht positiv. Doch für den langfristigen Investor bleibt der ursprüngliche, konstruktive Gedanke der Beteiligung an unternehmerischem Erfolg der entscheidende. Doch unser Gehirn ist nicht für Langfristigkeit gemacht. Es jagt dem kurzfristigen Kick nach, dem Adrenalinschub, der kleinen Serotonin-Belohnung. Genau das ist das Problem. Die Börse macht nicht morgen reich. Sie ist ein Vehikel, um über Jahre oder Jahrzehnte ein Vermögen aufzubauen. Das Hauptproblem vieler Menschen: Sie überschätzen, was sie kurzfristig schaffen können, und unterschätzen massiv, was langfristig möglich ist. Nimm Dir diesen Gedanken mit. Die gute Nachricht: Die Börse ist für jeden erlernbar. Doch Du musst die richtigen Skills erlernen. Der Börsenerfolg bleibt für viele unerreichbar, weil ihnen fundamentale Dinge fehlen, auf die ich im Folgenden eingehen werde. Das fehlende Fundament Der erste Punkt ist Fachwissen. Oft lesen Menschen einen Artikel, finden eine Aktie spannend und steigen einfach ein – ohne fundamentale Fragen zu klären: Was ist eine Aktie überhaupt? Wie kaufe ich sie? (Kosten, Broker) Was sind die steuerlichen Konsequenzen? Vor allem: Was ist meine Strategie? Wie langfristig ist mein Ansatz? Dieses Fachwissen darf man sich aktiv aneignen, ob durch Bücher, Seminare oder erste Schritte in einem Simulator. Wir lernen es nicht in der Schule oder im Studium. Es ist aber das notwendige Fundament, auf dem alles andere aufbaut. Die Dringlichkeit zeigt ein berühmter Satz von Warren Buffett: „Die Anfänger konzentrieren sich darauf, schöne Gewinne zu machen, während sich die Profis darauf konzentrieren, kein Geld zu verlieren." Diese Denkweise erleben wir in unseren Events ständig. Viele sehen in unserer Blaupause des Investors – mit Fundamentalanalyse, Charttechnik und klaren Indikatoren – ein klares Einstiegssignal und wollen sofort kaufen. Was sie oft übersehen, ist das Risikomanagement. Es gibt immer Fehlsignale, exogene Schocks oder unerwartete Nachrichten (wie jüngst Trumps Äußerungen zu Grönland), die Kurse kurzfristig fallen lassen – völlig unabhängig vom eigentlichen Unternehmenswert. Der größte Gegner: Deine Emotionen Warum passiert an der Börse so viel? Der Schlüssel liegt in der Lücke zwischen Wert und Preis und in der Macht der Psychologie. Wenn ein Politiker eine überraschende Ankündigung macht, hat Procter & Gamble oder Coca-Cola nicht plötzlich weniger Umsatz. Doch die Anleger reagieren emotional. Sie treffen kurzfristige Entscheidungen, die rational keinen Sinn ergeben, und bewegen so den Kurs. Das ist der berüchtigte Herdentrieb. Ein Hype entsteht, alle springen auf, es kommt zum Boom – bis eine Kleinigkeit genügt und die Kurse wieder einbrechen. Genau dieses Muster sehen wir aktuell bei den Big Seven Technologietiteln. Schau Dir Microsoft, Apple oder Meta an: Die Kurse sind deutlich zurückgekommen. Warum? Es ist nicht viel passiert, aber die Realität holt die Euphorie ein. In KI wird massiv investiert, aber die meisten Unternehmen generieren damit noch keine Gewinne oder Kosteneinsparungen. Jetzt zweifeln Anleger, ob die horrenden Bewertungen noch gerechtfertigt sind. Das ist reine Marktpsychologie. Geld ist hoch emotional und spirituell. Mein wichtigster Tipp: Handele nur in einem optimalen mentalen Zustand. Bring Dich in einen guten, entspannten und ruhigen „State 10". Meine Ruhe ist kein Zufall; sie ist eine bewusste Entscheidung und ein Erfolgsfaktor. Emotionen beherrschst Du nicht durch Unterdrückung, sondern durch Training und Erfahrung. Je mehr Du erlebst – Gewinne, Verluste, Krisen – desto gelassener wirst Du. Ein praktisches Tool: Führe ein Tagebuch. Schreibe Deine Börsenerfahrungen, Gedanken und Fehler auf. „Wer schreibt, der bleibt." Unser Gehirn vergisst. In der nächsten Krise, die immer wie die schlimmste erscheint, greifst Du sonst zu den gleichen, emotional getriebenen Mustern. Der größte Fehler: Ungeduld Wenn Anfänger starten, erwarten sie, dass eine gekaufte Aktie morgen steigt. Die Börse tickt jedoch in Minuten, Kurse schwanken ständig. Ein typisches Szenario: Du kaufst, die Aktie fällt. Du denkst: „Nicht schön." Sie fällt weiter. Du kaufst nach, weil Du „nur ein bisschen" eingesetzt hast. Am Abend steht die Position 1,6 % im Minus und Selbstzweifel kommen auf: „War das überhaupt richtig?" Genau dieses kurzfristige, reaktive Denken ist das Problem – ob bei Tradern oder verunsicherten Investoren. Wie sagt man so schön? „Politische Börsen haben kurze Beine." Immer wird die nächste „Sau durchs Dorf getrieben". Als Investor geht es nicht darum, kurzfristig zu handeln. Es geht darum, die Unternehmen zu identifizieren, die langfristig steigen und Gewinne erwirtschaften – so wie wir es in unserem System tun. Das sind für mich die LURO-Aktien – Werte, die langfristig von links unten nach rechts oben verlaufen. Mit diesem Ansatz kannst Du auch als Investor einsteigen. Selbst wenn sie zwischendurch fallen, wissen wir: Qualitätsaktien werden langfristig wieder steigen. Die beiden fundamentalen Gründe für diesen langfristigen Aufwärtstrend sind: Demografie: Wir werden immer mehr Menschen auf der Welt, und auch immer älter. Da wir länger leben, konsumieren wir auch länger. Technologischer Fortschritt: Er treibt die Welt ständig an, schafft neue Lösungen und dadurch wird auch immer wieder neues Geld verdient. Diese beiden Motoren – Demografie und Innovation – werden nie stoppen. Sie sind statistisch belegt und bilden das solide Fundament für langfristiges Investieren. Genau hier scheitern die meisten: an der Zeit und der Ungeduld. Das Gefühl, dass es sofort losgehen und Geld verdient werden muss. Wir erleben das bei Teilnehmern, die sich nach 6, 8 oder 10 Wochen fragen: „Klappt das System?" Das ist der falsche Maßstab. In meiner Welt würde man nach einem Seminar erst einmal 1, 2 oder 3 Jahre intensiv üben, trainieren und Erfahrungen sammeln. Erst dann kann man beurteilen, ob der Ansatz passt. Die Masse ist zu ungeduldig, will Erfolg erzwingen, anstatt den Prozess mit Ruhe und Kontinuität zu durchlaufen. Das Gleiche gilt für den Zeithorizont. Nimm Dir einfach mal 5, 7, 10 oder sogar 20 Jahre vor. Ich vergleiche das gern mit meiner Zeit in der Investmentberatung, wo es um Altersvorsorge über 30 oder 40 Jahre ging. Ich weiß, wie schwer das für unser Gehirn ist, so lange durchzuhalten. Doch jeder wirklich Erfolgreiche, den ich kenne, denkt langfristig. Er fragt nicht: „Was schaffe ich heute?" Sondern: „Wenn ich jeden Tag 1 % besser werde, was habe ich in 10, 20 oder 30 Jahren erreicht?" Das ist die 1 %-Formel. Ein Prozent klingt nach wenig. Wenn Du 100 Liegestütze schaffst und 1 % besser wirst, sind es 101. Das schaffst Du. Am nächsten Tag sind es 102, dann 103. Entscheidend ist: Du gehst kontinuierlich voran und behältst das langfristige Ziel im Blick. Genau das führt auch an der Börse zum Erfolg. Disziplin führt zum Erfolg Viele hatten zu Jahresbeginn die Idee: mehr Sport zu machen, keinen Alkohol mehr zu trinken, sich neue Ziele zu setzen, abzunehmen, mehr zu verdienen. Doch nach wenigen Wochen ist alles wieder beim Alten. Was bedeutet das? Wenn Du etwas in Deinem Leben ändern willst und die Disziplin Dich hasst, wirst Du es nie erreichen. Ich sage immer: Disziplin ist das Wort, das arm und reich unterscheidet. Für mich gibt es kein anderes. „Ulrich Müller hört erst auf, wenn er fertig ist" – dieser Satz trifft den Kern. Das gilt für Vermögen, für Geld und damit auch für die Börse. Du brauchst die Disziplin, Dir klare Gedanken zu machen und sie umzusetzen. Hilfsmittel sind gut, aber am Ende entscheidet die Disziplin, ob Du durchhältst. Deine individuelle Strategie Der sechste Punkt ist der Bereich der Strategie. Darüber habe ich schon oft gesprochen, und es gibt schon sehr viele Podcast-Folgen von mir zu diesem Thema. Heute will ich sie nicht auseinandernehmen, sondern lediglich betonen. Es ist unglaublich wichtig, an der Börse eine richtige Strategie zu haben. Man kann noch einen Schritt zurückgehen. Du kennst vielleicht meine Formel ESI: Einkommen, Sparen, Investieren. Anders wirst Du nicht erfolgreich. Du brauchst ein Einkommen, um überhaupt sparen zu können. Du musst sparen (und dabei die Kosten im Griff haben), um Kapital aufzubauen. Erst dann kannst Du investieren – und das Geld
Warum ich als gelernter Maurer lieber Aktien als Immobilien vermiete Als gelernter Maurer und Sohn eines Bauunternehmers liegt mir der Immobilienmarkt im Blut. Doch ein Großteil meines Vermögens steckt heute in Aktien. Warum ich lieber Aktien statt Immobilien vermiete und welche entscheidenden Vorteile diese Assetklasse bietet, erfährst Du in diesem direkten Vergleich. Ich stelle beide Anlageformen in zehn zentralen Punkten gegenüber – von den Transaktionskosten bis zum Verwaltungsaufwand. Das erwartet Dich in dieser Folge: Wie mir die Maurerlehre Disziplin fürs Investieren beibrachte Die Bewertung: Welche Assetklasse ist einfacher einzuschätzen? Die Transaktionskosten: Ein gewaltiger Unterschied Die „bauliche" Prüfung und Verwaltung: Wo der CEO für Dich arbeitet Instandhaltung und Reparaturen: Geld, das Dir erspart bleibt Kredit, Schulden und Angst: Wo der Leverage besser funktioniert Leerstand und Mietnomaden: Risiken, die es an der Börse nicht gibt Flexibilität: Warum Aktien nicht immobil sind Mein Fazit Wie mir die Maurerlehre Disziplin fürs Investieren beibrachte Warum ich als gelernter Maurer heute lieber Aktien als Immobilien vermiete, mag auf den ersten Blick überraschen. Um das zu verstehen, muss ich ausholen. Mein Vater war 45 Jahre lang Bauunternehmer und lebte für seinen Beruf. Ich trat in seine Fußstapfen und absolvierte selbst eine dreijährige Maurerlehre. Rückblickend war das eine äußerst prägende Zeit. Ich lernte, was es heißt, sein Geld mit den eigenen Händen zu verdienen: Jeden Morgen um 5 Uhr aufstehen, bei jedem Wetter auf der Baustelle stehen – in brütender Hitze, im Schneetreiben oder Dauerregen – und den ganzen Tag volle Leistung bringen. Parallel dazu spielte ich Handball in der Regionalliga und 2. Bundesliga, mit vier Trainingseinheiten pro Woche. Die Kombination aus körperlicher Schwerarbeit und Hochleistungssport formte eine extreme Disziplin. Damals war ich topfit, mit unter 8 % Körperfett, und konnte essen, was ich wollte. Warum erzähle ich das? Diese frühen Erfahrungen sind der Ursprung für meine heutige Überzeugung: Disziplin ist das Wort, das arm und reich unterscheidet. Anfangen kann jeder – darin sind wir alle groß, doch Dinge langfristig, über Jahre oder sogar Jahrzehnte durchzuziehen, das ist die wahre Meisterklasse. Das zeigt auch das Beispiel von Warren Buffett. Ein großer, massiver Teil seines Vermögens entstand erst ab seinem 50. Lebensjahr. Woran lag das? An seinem systematischen Ansatz, seinem langfristigen Denken und vor allem daran, dass er durchgehalten hat. Genau diese Disziplin ist der Kern jedes nachhaltigen Investitionserfolgs. Warum ich inzwischen weniger in Immobilien investiere und stattdessen viel mehr in Aktien – das habe ich gerade im Büro erlebt. Denn wegen des Neuschnees hatten wir einen Wasserschaden. Durch das Gewicht ist das Dach ein wenig eingerissen, wodurch Wasser in das Gebäude gelangte. Zum Glück hat es keinen großen Schaden angerichtet, aber was diese Situation zeigt: Man muss sich um diese Dinge kümmern. In dieser Folge möchte ich die Unterschiede der beiden Assetklassen herausarbeiten. Zuvor ist es aber wichtig, anzumerken, dass man mit beiden gutes Geld verdienen kann. Doch dafür ist es unabdingbar, dass man sich mit diesen Assetklassen gut auskennt – dazu gehört nicht nur fachliche, sondern auch steuerliche Expertise, und natürlich auch eine klare Strategie. Wenn Du mir schon länger folgst, dann weißt Du, dass ich ein sehr strategischer und systematischer Anleger bin und das ist etwas, was Du in jedem Fall auch brauchst. Neben dem Durchhalten geht es auch um Strategie und darum, das System im Auge zu behalten. Die Bewertung: Welche Assetklasse ist einfacher einzuschätzen? Ob Aktie oder Immobilie – bevor Du investierst, musst Du den Wert beurteilen. Bei einer Immobilie ist das komplex: Lage: A-, B- oder C-Lage? Nutzung: Gewerbe oder Wohnraum? Standort: In welcher Stadt, in welchem Viertel? Baulicher Zustand: Wie ist die Substanz? Hier hilft mir mein Handwerker-Hintergrund, Qualität und mögliche Mängel wie Feuchtigkeit einzuschätzen. Diese multifaktorielle Bewertung ist aufwändig und erfordert viel Expertise oder teure Gutachter. Das ist der klassische Unterschied zwischen Wert und Preis. Als Maurer kann ich den baulichen Wert relativ gut beurteilen – die Qualität der Wände, des Dachs, Feuchtigkeit. Das ist ein Vorteil, aber dennoch aufwändig. Auf der Aktienseite ist dieser Schritt um ein Vielfaches einfacher. In unserer Ulrich Müller Wealth Academy nutzen wir das AQUB-Tool. Gibst Du einen Aktiennamen ein, erhältst Du sofort eine Klassifizierung: A-Wert: Ein Top-Wert mit stetigem Aufwärtstrend (LURO-Aktien). B-Wert: Steigt ebenfalls, hat aber eine gewisse Schwankung. C-Wert: Hat Qualität, aber sehr große Schwankung. Diese klare, schnelle Einschätzung ist ein gewaltiger Effizienzvorteil. Im Vergleich punkten hier klar die Aktien. Zwischenstand: 1:0 für Aktien. Die Transaktionskosten: Ein gewaltiger Unterschied Beim Kauf einer Immobilie in Deutschland fallen gewaltige Nebenkosten an, noch bevor die eigentliche Investition beginnt: Grunderwerbsteuer: 6–7,5 % (je nach Bundesland) Notar und Grundbuch: ca. 1,5 % Maklerprovision: oft 5–6 % (teilweise aufgeteilt) Schnell summieren sich diese Nebenkosten auf 10–14 % des Kaufpreises. Bei einem Haus für 400.000 € sind das 50.000–60.000 €, die zusätzlich anfallen und erst über Jahre der Mieteinnahmen wieder hereingeholt werden müssen. Auf der Aktienseite sind die Transaktionskosten marginal. Die Höhe der Kosten hängt aber natürlich von Deiner Strategie ab. Ein Buy-and-Hold-Investor hat nahezu keine laufenden Kosten. Folgst Du einem aktiveren Ansatz wie meinem (Value-Investor mit Trading-Ansatz), fallen etwas mehr Gebühren an. Wir bei der Ulrich Müller Wealth Academy haben allerdings bei Interactive Brokers oder auch CapTrader absolute Spezialkonditionen, weil wir so groß sind und so eine Menge von Menschen zusammenbringen. Das kann dazu führen, dass Trades für 50.000 $ circa 1–3 € Gebühren kosten. Und da sehen wir schon: für die Aktie definitiv das 2 zu 0, denn die Transaktionskosten sind auf der Aktienseite deutlich geringer und dadurch bleibt das Ganze auch flexibler. Die „bauliche" Prüfung und Verwaltung: Wo der CEO für Dich arbeitet Der nächste Punkt ist die umfassende Prüfung. Bei einer Immobilie muss alles geprüft werden: Sind alle Baumaßnahmen amtlich eingetragen und legal? Wie steht es um die Statik? Besonders im Ausland ist Vorsicht geboten. Oft muss ein teurer Gutachter hinzugezogen werden, um nicht die „Katze im Sack" zu kaufen. Auf der Aktienseite entspricht das der fundamentalen Analyse (Wert vs. Preis) und der Beurteilung des Managements. Den größten Teil dieser Arbeit übernimmt für Dich der CEO des Unternehmens. Du musst Dich nicht um Bauanträge oder Statik kümmern. Zwischenstand also: 3:0 für Aktien. Kommen wir direkt zum nächsten, großen Punkt: die Verwaltung. Jeder, der mehrere Immobilien besitzt, weiß, dass dies ein großes Thema ist: Neuvermietung und Mieterwechsel Übergabe- und Rückgabeprotokolle Organisation und Abrechnung von Reparaturen Nebenkostenabrechnungen Die Liste der Verwaltungsaufgaben ist lang und zeitraubend. Bei Aktien übernimmt auch hier das Management des Unternehmens diese komplette operative Arbeit für Dich. Als Aktionär musst Du Dich um keine Mieter oder Abrechnungen kümmern. Zwischenstand: 4:0 für Aktien. Instandhaltung und Reparaturen: Geld, das Dir erspart bleibt Dieser Punkt ist so zentral, dass ich ihn extra ausgliedere. Bei einer Immobilie muss man stets Rücklagen bilden – die Faustregel sind 1 % des Hauspreises pro Jahr für Instandhaltung. Heizung, Fenster, Malerarbeiten: Immer wieder fallen Kosten an. Doch es geht nicht nur ums Geld, sondern um Zeit und Aufwand: Angebote einholen, zuverlässige Handwerker finden, die Arbeiten koordinieren und überwachen. Selbst mit einer Hausverwaltung wirst Du als Eigentümer bei größeren Maßnahmen in Entscheidungen eingebunden. Diesen kontinuierlichen praktischen Aufwand gibt es bei Aktien nicht. Zwischenstand: 5:0 für Aktien. Kredit, Schulden und Angst: Wo der Leverage besser funktioniert Hier wird es interessant, denn der Punkt Fremdfinanzierung spielt für beide Assetklassen eine Rolle, aber auf sehr unterschiedliche Weise. Die meisten Menschen können sich eine Immobilie nicht bar leisten. Ein Kredit ist hier die Regel. Das Spiel aus Eigenkapital und Fremdkapital (Leverage) ermöglicht den Kauf einer teureren Immobilie, bringt aber eigene Herausforderungen mit sich: Eigenkapitalbeschaffung: Eine hohe Summe muss zunächst angespart werden. Aufwändige Finanzierung: Umfangreiche Unterlagen müssen bei der Bank eingereicht und regelmäßig aktualisiert werden – besonders für Selbstständige ein großer bürokratischer Aufwand. Kapitaldienst: Die monatliche Rate muss stets bedient werden. Zinsrisiko: Steigen die Zinsen bei einer Anschlussfinanzierung, kann die neue Rate schnell untragbar werden. Emotionale Belastung: Viele Menschen schlafen schlecht, wenn sie hunderttausende an Schulden haben. Auf der Aktienseite ist die Grundempfehlung klar: Handle nie mit geliehenem Geld. Wir setzen nur eigenes Kapital ein (Hebel 1). Zwar bieten Broker die Möglichkeit, mit einem Hebel zu arbeiten (sogar bis zu 6), aber davon rate ich dringend ab. Das Risiko ist immens. Immobilieninvestoren argumentieren oft mit „Other People's Money" (OPM) – dem Hebel der Bank. Diesen Leverage-Effekt könnte man theoretisch auch im Depot abbilden, aber das Risiko ist hier ungleich höher und schwerer kontrollierbar als bei einer Immobilienfinanzierung. Daher gebe ich in diesem Bereich einen Punkt der Immobilien-Seite. Der Fremdkapital-Hebel ist hier traditionell etablierter und bei verantwortungsvollem Umgang überschaubarer. Neuer Zwischenstand: 5:1 für Aktien. Leerstand und Mietnomaden: Risiken, die es an der Börse nicht gibt Kommen wir zu zwei klassischen Risiken der Immobilienvermietung: Leerstan
Marktstart 2026: Wie geht es weiter mit DAX, Nasdaq & Co.? Der Jahresstart ist gelungen: DAX und Dow Jones haben mit einem Plus eröffnet, während die Nasdaq seitwärts lief. Doch was bedeutet das für die kommenden Wochen und Monate? In dieser Folge blicken wir detailliert auf die Entwicklungen im Dezember, das Gesamtjahr 2025 und wagen einen ersten Ausblick auf 2026. Welche Sektoren haben Potential? Welche geopolitischen Themen bewegen die Märkte? Und welche konkreten Aktien stehen auf meiner Watchlist? Das erwartet Dich in dieser Folge: Das Dezember-Fazit Das Jahr 2025 im Rückblick Die treibenden Kräfte In diesen Bereichen sehe ich 2026 Chancen Konkrete Aktien-Ideen Das Dezember-Fazit Der Jahresstart 2026 ist gelungen: DAX und Dow Jones starteten mit einem Plus, der S&P 500 legte leicht zu und die Nasdaq zeigte sich stabil. Doch wie verlief der entscheidende letzte Monat des alten Jahres? Ein Blick auf die Dezember-Performance zeigt ein differenziertes Bild und bestätigt einen laufenden Trend. Die Dezember-Entwicklung der wichtigsten Indizes: Dow Jones: Stieg von 47.700 auf 48.063 Punkte (+0,7 %). Nasdaq: Fiel von 25.434 auf 25.249 Punkte (-0,7 %). Gleichgewichtet ein kleines Plus von 0,2 %. S&P 500: Bewegte sich nahezu seitwärts von 6.849 auf 6.845 Punkte (-0,1 %). Gleichgewichtet sogar leicht im Plus von 0,2 %. Russell 2000: Fiel von 2.500 auf 2.481 Punkte (-0,7 %). MSCI World: Stieg von 4.398 auf 4.430 Punkte (+0,7 %). DAX: Legte einen starken Endspurt hin und stieg von 23.836 auf 24.490 Punkte (+2,7 %). Die Zahlen bestätigen, was ich bereits angedeutet habe: Die Old Economy (repräsentiert durch den DAX und teils den Dow) holte auf, während der Technologie-Sektor (Nasdaq) im Dezember etwas an Schwung verlor. Öl: Leicht gefallen von 58,55 $ auf 57,42 $ (-1,9 %). EUR/USD: Stabil bei etwa 1,16–1,17. Gold: Von 4.239 auf 4.319 (+1,9 %). Silber: 56,50 auf knapp 72 (+26,8 %). Bitcoin: Rückgang von 91.100 $ auf 87.650 $ (-4 %). UM Strategy Fund: Leichtes Plus von 0,5 % bei rund 96 €. Das Jahr 2025 im Rückblick Das waren die Zahlen zum Dezember. Im Folgenden werfen wir einen Blick auf die Zahlen von 2025, denn da gab es ein paar interessante Entwicklungen. Silber: Der absolute Top-Performer. Der Preis stieg von rund 28,90 $ auf über 72 $ (aktuell nahe 80$) – ein Plus von fast 160 %. Diese Entwicklung hatte ich vor einem Jahr als spannende Möglichkeit genannt. Gold: Legte ein sehr starkes Jahr hin und stieg von 2.600 $ auf 4.300 $, ein Plus von 65 %. Die treibenden Kräfte Die massive Rallye bei Gold und Silber ist kein Zufall. Sie spiegelt eine tiefe Verunsicherung der Märkte wider, getrieben von mehreren Faktoren: Geopolitische Risiken: Konflikte, die Lage in Venezuela und die politische Diskussion um die US-Regierung. Wirtschaftliche Schwäche: Vor allem in Europa und Deutschland. In solchen Zeiten suchen Anleger Sicherheit in den Rohstoffen Gold und Silber – also außerhalb des Aktienmarkts, was anderen Mechanismen unterliegt. Daher sind die Edelmetalle immer spannend. Im Folgenden schauen wir uns die Zahlen auf Jahressicht (2025) an. Dow Jones: 42.500 auf 48.000 Punkte (+13 %). Ein Kursanstieg von z.B. 13 % impliziert, dass die Gewinne und Umsätze der enthaltenen Unternehmen im Idealfall mindestens im gleichen Maße gestiegen sind. Die Disziplin, Wert und Preis stets im Auge zu behalten, bleibt essentiell. Nasdaq: 21.000 auf 25.249 Punkte (+20 %). S&P 500: 5.800 auf 6.800 Punkte (+17 %). Russell 2000: 2.200 auf 2.500 Punkte (+11 %). MSCI World: +19,5 %. DAX (Top-Performer): 19.909 auf 24.490 Punkte (+23 %) Die fundamentale Triebkraft hinter diesen langfristigen Aufwärtsbewegungen ist für mich eindeutig: Die ultralockere Geldpolitik der Zentralbanken seit der Finanzkrise 2008/09, und auch schon seit der Lehmann-Pleite 2001. Das Gelddrucken wie die Großen, und extrem niedrige Zinsen haben Kapital in die Aktienmärkte getrieben. Aktuell zeigt die Inflation mit 1,8 % erste Anzeichen der Beruhigung. Meine Erwartung für 2026: Wir werden eher wieder Zinssenkungen sehen, was den Märkten weiteren Schwung geben könnte. Die geopolitische Lage in Venezuela ist meiner Meinung nicht so spannend, als dass sie die Märkte groß bewegen kann. Spannender ist eher, ob in diesem Bereich noch andere Länder hinzugezogen werden. Auch interessant ist die Frage, was Trump noch so machen wird. Denn er hat ja auch schon diverse Male über Grönland gesprochen, dass dort sehr viele russische und chinesische Schiffe und Bomber liegen. Grönland ist rein strategisch eine sehr interessante Insel. Dänemark hat die klare Stellung bezogen, dass Grönland zu Dänemark gehört. Der Blick zurück auf 2025 zeigt neben den spektakulären Edelmetallen auch starke Einzelperformances im Aktienmarkt. Während die großen Technologietitel von ihren Allzeithochs etwas zurückkamen, glänzten andere Sektoren und Einzelwerte: Danaher (DHR): Stieg von einem Tief bei 170 $ auf über 240 $. Alphabet (Google): Legte von einem Tief bei 140 $ bis auf eine Spitze von fast 330 $ zu. Johnson & Johnson (JNJ): Ein Favorit aus dem Healthcare-Sektor, stieg von 140 $ auf 215 $ (ein Plus von mehr als 50 %). Medtronic (MDT): Zeigte eine starke Performance von 80 $ auf 106 $. Während Kryptowährungen wie Bitcoin das Jahr mit einem Verlust von ca. 7 % (von 93.700 $ auf 87.600 $) beendeten, bewies der Aktienmarkt einmal mehr seine Stärke – insbesondere in den als „Old Economy" bezeichneten oder defensiveren Sektoren wie Healthcare. Auch ein vermeintlicher Langweiler wie Ross Stores zeigte eine beachtliche Performance: Von einem Tief bei 125 $ stieg die Aktie auf rund 190 $. Dies unterstreicht, dass nicht nur die spektakulären KI-Titel wie Nvidia, sondern auch solide Unternehmen mit starken Geschäftsmodellen 2025 punkten konnten. In diesen Bereichen sehe ich 2026 Chancen Für das neue Jahr 2026 sehe ich eine Vielzahl treibender Themen, die Anlegern Chancen und Risiken bieten: Makroökonomische und politische Unsicherheit: Die geopolitische Lage (Ukraine, Naher Osten, US-Politik unter Trump) bleibt ein bestimmender Faktor. In Deutschland braucht es dringend eine wachstumsfördernde Agenda mit Fokus auf niedrigere Energiepreise, Steuerentlastung, reduzierte Lohnnebenkosten und massive Investitionen in Digitalisierung und Infrastruktur. Zinspolitik der FED: Die erwarteten Zinssenkungen könnten den Märkten weiteren Rückenwind geben. Die Welt entwickelt sich immer weiter. Probleme schaffen auch Lösungen und neue Märkte – sei es in der Energiewende, der Digitalisierung oder Themen wie Human Robotik. Diese Dynamik schafft fortwährend Investitionsmöglichkeiten. Diese Philosophie der ständigen Weiterentwicklung und Anpassung wende ich auch auf die Börse an: Jede Marktlage birgt Chancen. Bei Tiefs bieten sich Einstiegsgelegenheiten. Bei Höchstständen wie aktuell gilt es, besonders wachsam nach unterbewerteten Werten mit Nachholpotenzial zu suchen. Ich glaube tatsächlich, dass in dem Jahr 2026 Gelder aus Aktien eher ein Stück weit rauslaufen werden und aus den Big Seven einiges an Luft abgelassen wird. Denn die Bewertungen sind schon etwas aberwitzig. Ich glaube, dass vielleicht die Dividendentitel, die Old Economy wieder mehr ins Spiel kommt. Konkrete Aktien-Ideen Ein konkreter Favorit für mich zu Beginn des Jahres ist Novo Nordisk (NVO). Die Aktie, bereits in meinen Top Ten für 2026, hat sich von einem Tief bei 45 $ auf rund 57 $ erholt. Der positive Impuls kam durch die Markteinführung der Abnehm-Pille in den USA zu einem Monatspreis von 149 $. Novo Nordisk sichert sich so frühzeitig Marktanteile, bevor Konkurrenz folgen kann. Die Aktie wurde meiner Einschätzung nach übermäßig abgestraft und bietet Nachholpotenzial. Neben konkreten Einzelwerten bleiben für mich bestimmte Branchen im neuen Jahr besonders spannend. Healthcare ist und bleibt ein zentraler Bereich. Die demografische Entwicklung ist eindeutig: Die Weltbevölkerung wächst und wird älter. Der Wunsch nach Gesundheit, Pflege und einem langen, vitalen Leben treibt diesen Sektor nachhaltig an. Auch Künstliche Intelligenz (KI) bleibt ein absoluter Megatrend. KI verändert die Welt bereits jetzt fundamental. Ein entscheidender Unterschied zur Dotcom-Blase der Jahrtausendwende: Viele KI-Unternehmen generieren heute bereits enorme Umsätze und Gewinne. Die aktuellen Bewertungen mögen hoch sein, aber sie basieren auf einer realen wirtschaftlichen Basis. Zwar fließen weiter immense Summen in KI-Entwicklung, doch insgesamt ist die Lage eine andere. Ich sehe außerdem Aufholpotenzial in der zweiten Reihe – also bei soliden, etablierten Unternehmen jenseits der absoluten Top-Konzerne, sowohl in Deutschland als auch international. Der Bereich Infrastruktur wird weiter Schwung aufnehmen, was er in Teilen bereits tut. Parallel dazu wird der globale Energiedurst nicht gestillt werden können. Der Energieverbrauch wächst unaufhaltsam weiter. Unabhängig von politischen Debatten ist die zuverlässige Bereitstellung von Energie – ob konventionell oder erneuerbar – eine der fundamentalsten Aufgaben, die riesige Investitionen erfordert. In diesen Bereichen wird es also mit Sicherheit die ein oder andere spannende Aktie geben. Wer in den letzten Wochen meinen Podcast verfolgt hat, den habe ich bereits mitgenommen auf eine kleine Reise durch mein Jahresende und habe dabei 10 bis 12 Aktien genannt, die ich für 2026 sehr spannend finde, darunter Novo Nordisk. Doch abseits konkreter Empfehlungen möchte ich noch ein paar grundsätzliche Worte zur Börse loswerden. Dir als Hörer ist das Prinzip vertraut: Es geht um die Umsetzung der Blaupause eines Investors. Es geht darum, Wert und Preis zu unterscheiden. Es geht darum, den richtigen Moment zum Investieren zu finden, anstatt zu spekulieren. Doch eines steht für mich unumstößlich fest, und das ist mein persönliches Plädoyer für die Aktie: Wir kommen um Aktien nicht mehr herum. Das Zinsniveau ist seit Jahrzehnten niedrig und wird angesichts der globalen Verschuldung und inflationären Tendenzen nicht massiv
Dein Aktienjahr 2026: Mit der Aktien-Vermietungsstrategie zum Vermögensaufbau Mit dem Jahreswechsel beginnt alles wieder von vorne. Das ist also die perfekte Zeit, um Ziele neu zu justieren und endlich die Dinge anzupacken, die wirklich zählen. Die zentrale Frage: Wie kann 2026 für Dich nicht nur ein gutes, sondern ein herausragendes Börsenjahr werden? Ich nehme Dich heute mit auf eine Reise durch die wichtigsten Lektionen und stelle Dir meine mächtigste Strategie vor: die Aktien-Vermietungsstrategie. Egal, ob Du bereits investierst oder am Anfang stehst: In dieser Folge erfährst Du, wie Du die richtigen Aktien auswählst, ein renditestarkes Depot aufbaust und mit einem klaren Plan durchstartest. Das erwartet Dich in dieser Folge: Der Jahresstart: Vom Vorsatz zur Gewohnheit Die kritische Selbstreflexion Die Blaupause des Investors in 4 Schritten Das große Geheimnis: Die Aktien-Vermietungsstrategie mit Optionen Dein nächster Schritt: Wie Du 2026 zu einem finanziell erfolgreichen Jahr machst Der Jahresstart: Vom Vorsatz zur Gewohnheit Der Januar ist der klassische Zeitpunkt für Neuanfänge, aber die Wahrheit ist: Du hast jeden Tag die Chance, Dein Leben zu verändern. Immer wieder höre ich den Satz: „Ulli, im nächsten Jahr fange ich an." Jetzt ist dieser Zeitpunkt! Zuerst möchte ich Dir gratulieren, dass Du den Podcast regelmäßig verfolgst. Doch die entscheidende Frage ist: Was machst Du mit dem Gehörten? Hörst Du nur passiv zu oder machst Du Dir aktiv Notizen und – noch wichtiger – setzt Du die Inhalte in die Tat um? Denn nur die Umsetzung verwandelt Wissen in persönlichen Erfolg. Vergleiche es mit dem Fitnessstudio. Viele starten am 1. Januar hochmotiviert, doch der langfristige Erfolg stellt sich nur ein, wenn aus dem Vorsatz eine feste Gewohnheit wird. Ähnlich ist es mit unseren Glaubenssätzen über uns selbst. Der Schlanke sagt: „Ich bin einfach so." Der Übergewichtige sagt: „Ich war schon immer so." In ihrer jeweiligen Welt haben beide recht. Du allein entscheidest, in welche dieser Realitäten Du künftig einsteigen möchtest. Mit einem klaren und starken Warum schaffst Du die Grundlage, um 2026 zu dem Jahr zu machen, das Du Dir wirklich wünschst. Ich selbst habe die letzten Tage zwischen Aktivität und Reflexion verbracht – mit Spaß auf der Skipiste, aber auch mit einem intensiven Rückblick auf das vergangene Jahr. Vieles ist geschehen, und ich habe diese Zeit genutzt, um mein Unternehmen konsequent weiterzuentwickeln, um Dich noch besser zu unterstützen: Wir haben unseren Seminarbereich modernisiert und jedes Seminar mit dem aktuellsten Content neu aufgesetzt. Unser Coaching-Team hat weitere Ausbildungen durchlaufen, und wir haben den Vertrieb verstärkt. Außerdem ist ein komplett neues CRM-System im Einsatz, und wir haben neue Produkte gelauncht. Hinter diesen Strukturen steht ein engagiertes Team: Mehr als 25 Menschen in der Ulrich Müller Wealth Academy arbeiten mit der Mission, Dich auf Deinem Weg zum Erfolg zu begleiten und Dich dabei zu unterstützen, endlich die volle Kontrolle über Deine Finanzen zu übernehmen. Ein zentrales Learning und Produkt aus dem Jahr 2025 ist unsere Aktien-Vermietungsstrategie. Als regelmäßiger Hörer weißt Du: Ich halte Aktien für die beste und sicherste Geldanlage der Welt. Doch die entscheidende Frage lautet: Wie setzt Du dieses Wissen für Dich persönlich und profitabel um? Immer wieder werde ich gefragt: „Ulli, wo finde ich den nächsten heißen Aktientipp?" oder „Soll ich jetzt meinen Gewinn mitnehmen?" Statt nur nach Tipps zu suchen, möchte ich Dich ermutigen, 2026 zu Deinem Aktienjahr zu machen. Dafür ist eine ehrliche Bestandsaufnahme nötig. Die kritische Selbstreflexion Wenn Du bereits investierst, frag Dich selbstkritisch: Bist Du wirklich erfolgreich? Erzielst Du eine konsistente, gute Rendite oder betreibst Du Investieren eher als Hobby? Um erfolgreich zu sein, brauchst Du Antworten auf fundamentale Fragen: Wie findest und bewertest Du eine Aktie? Wann steigst Du ein und wann aus? Wie diversifizierst Du (über Branchen, Länder, Währungen)? Wie generierst Du Cashflow (durch Dividenden oder andere Strategien)? Welchen Broker und welche Chartsoftware nutzt Du? Vor allem: Hast Du einen klaren Handelsplan und eine tägliche Routine? Genau hier setzt die Aktien-Vermietungsstrategie an. In dieser Folge nehme ich Dich mit und zeige Dir, wie ich mit meiner Blaupause eines Investors vorgehe, und wie Du mit dem Thema Optionen Deine Ergebnisse deutlich verbessern kannst. In 20 Minuten können wir das Feld nicht vollständig abdecken, aber ich werde Dir einige goldene Nuggets mit auf den Weg geben, die Du sofort umsetzen kannst. Egal, auf welchem Stand Du bist – ob Du am Anfang stehst, bereits investierst, aber unzufrieden bist, oder eine reine Buy-and-Hold-Strategie verfolgst, die in den letzten Jahren an Schwung verloren hat. Vielleicht hattest Du mit den „Big Seven" Erfolg – oder eben nicht. Vielleicht hattest Du FOMO (Fear Of Missing Out) oder Zweifel. All diese Fragen und Gefühle sind entscheidend für Deinen Börsenerfolg. Bevor wir in die Strategie einsteigen, möchte ich Dir zwei entscheidende Hinweise mitgeben. Der erste betrifft Deine Emotionen. Sie steuern alles in unserem Leben. Denke an Momente tiefer Verliebtheit, Eifersucht oder Wut – oft handeln wir dann irrational und bereuen es später. Genau so emotional ist das Thema Geld. Es geht um Wünsche, Ängste und Sicherheit. Der Weg zum Vermögen folgt drei unumgänglichen Stufen, die Du nicht überspringen kannst: Geld verdienen: Du musst einen Wert für andere schaffen, also „dienen", um Einnahmen zu generieren. Geld behalten: Die Fähigkeit, das Verdiente nicht gleich wieder auszugeben, ist fundamental. Geld investieren: Erst das intelligente Investieren lässt Dein Vermögen nachhaltig wachsen. Mach 2026 zu dem Jahr, in dem Du diese drei Komponenten umsetzt – ob Du es nun Dein Vermögens-, Spar- oder Investorjahr nennst. Die Blaupause des Investors in 4 Schritten Um erfolgreich zu investieren, brauchst Du einen klaren Prozess. Meine Blaupause des Investors basiert auf vier Schritten, die systematisch aufeinander aufbauen. Schritt 1: Eine vernünftige Auswahl treffen Aus über 30.000 Aktien musst Du die richtigen Unternehmen auswählen. Eine Aktie ist eine Unternehmensbeteiligung. Daher solltest Du auf steigende Gewinne und Umsätze, eine solide Bilanz und idealerweise eine lange, stabile Dividendenhistorie achten. Diese Fundamentaldaten geben Dir die Sicherheit, dass das Unternehmen auch in Zukunft bestehen und wachsen wird. Schritt 2 und 3: Die technische Bestätigung Hier kommt die Charttechnik und die Analyse von Indikatoren ins Spiel. Es geht darum, den optimalen Zeitpunkt für Deinen Einstieg zu finden. Keine Sorge – Du musst kein Experte werden. Wir haben dieses Wissen für Dich in ein anwendbares System gepackt, das Du 1:1 umsetzen kannst. Diese Schritte beantworten die Frage: Wann ist der richtige Moment, um in eine ausgewählte Aktie ein- und auszusteigen? Die Blaupause gibt Dir genau diese klaren Signale für den Ein- und Ausstieg, denn Erfolg an der Börse hängt maßgeblich davon ab, zu wissen, wann man einsteigt und wann man geht. Wie ein Sprichwort sagt: „An der Börse wird nicht geklingelt, wenn der Markt nach oben geht." Die Märkte sind unberechenbar, was schon Isaac Newton verzweifeln ließ, der die Sterne berechnen, aber nicht, was die „wilde Hammelhorde" der Börse macht. Schritt 4: Die richtige Strategie. Die konkrete Umsetzung ist wichtig: Dazu gehören präzise Kauf- und Verkaufssignale und das große Geheimnis: die Aktienvermietung durch Optionen. Das große Geheimnis: Die Aktien-Vermietungsstrategie mit Optionen Optionen sind ein mächtiges Werkzeug, aber sie sind wertlos, wenn Du das zugrundeliegende Spiel nicht verstehst. Wenn Du in einem steigenden Markt ständig Calls verkaufst, begrenzt Du Deine Gewinne. Wenn Du in einem fallenden Markt Puts verkaufst, kannst Du Verluste einfahren. Optionen allein sind keine Magie. Der Durchbruch kommt erst, wenn Du die vorherigen Schritte der Blaupause beherrschst: Die Auswahl hochwertiger Aktien (Wert vs. Preis), die Analyse der Charts und Indikatoren. Dann kannst Du Optionen strategisch einsetzen, um von Deinem Wissen zu profitieren. Du musst nicht zu 100 % wissen, wohin der Markt geht, Du musst nur vermeiden, zu investieren, wenn der Markt in die andere Richtung läuft. Für mich sind Optionen einer der größten Mythen und gleichzeitig eine der größten Chancen. Ich habe die Optionen schon im Jahre 1999 kennengelernt und konnte sie die ersten Jahre noch gar nicht handeln, weil es als Deutscher noch gar nicht möglich war, überhaupt so ein Depot zu eröffnen. Auf der anderen Seite kann man festhalten, Optionen sind wie das Salz in der Suppe. Zu viel Salz ist nicht gut und mit zu wenig Salz schmeckt das Essen fad. Erst die Kombination einer soliden Strategie mit den richtigen Optionen (dem passenden Delta, der optimalen Laufzeit) führt Dich zum Erfolg. Das Prinzip der Aktienvermietung ist simpel: Stell Dir vor, Du vermietest eine Immobilie. Du hast einmalig investiert und erhältst regelmäßig Mieteinnahmen. Genau das kannst Du mit Aktien tun. Du vermietest Deine Aktienposition und kassierst dafür regelmäßig eine Prämie – die Optionsprämie. Das generiert einen zusätzlichen Cashflow auf Dein bestehendes Investment. Diese Macht der regelmäßigen „Mieteinnahmen" aus Aktien und Optionen ist eine der stärksten Kräfte an den Finanzmärkten. Selbst Investoren-Legenden wie Warren Buffett bedienen sich dieser Methode. Der große Vorteil von Optionen: Du kannst in fast jeder Marktphase Geld verdienen – ob die Kurse steigen, fallen oder seitwärts laufen. Diese Flexibilität ist unschätzbar wertvoll, besonders in Phasen wie heute, in denen viele Märkte auf Allzeithochs stehen. Diese Situation wirft fundamentale Fragen auf: Solltest Du bei hohen Kursen aussteigen? Oder einfach halten, weil Dein Anlagehorizont 20 Jahre beträgt? Bist Du eher Investor oder Trader? Auch die Wahl des ric
Dein erfolgreichstes Börsenjahr: Die 11-Punkte-Strategie für 2026 Jetzt blicken wir auf 2026. Wie wird es Dein erfolgreichstes Jahr an der Börse? In dieser Folge teile ich die elf essentiellen Punkte, die ich aus über drei Jahrzehnten Erfahrung als zentral für nachhaltigen Erfolg erkannt habe. Es geht nicht um kurzfristige Trends, sondern um das fundamentale Mindset und die Disziplin, die einen echten Investor ausmachen. Dies ist Deine Blaupause. Das erwartet Dich in dieser Folge: Das Fundament: Selbstreflexion Eine klare Strategie Die richtige Einstellung zu Zeit und Emotionen Der rationale Blick auf Wert und Preis Vom Anfänger zum Investor Rückschläge und Lernbereitschaft Die alles entscheidende Disziplin und Dein Warum Das Fundament: Selbstreflexion In dieser Folge geht es darum, wie Du 2026 zu Deinem erfolgreichsten Börsenjahr machst. Dafür habe ich die letzten Tage intensiv genutzt: für die Arbeit, für private Zielsetzungen und vor allem für eine ehrliche Reflexion der vergangenen Jahre. Welche Punkte sind wirklich entscheidend, um nachhaltig an der Börse erfolgreich zu sein? Diese Folge ist ein kompakter Rückblick und Ausblick zugleich. Ich habe die elf wichtigsten Prinzipien für Dich zusammengefasst – sie zeigen Dir, wie Du erfolgreich wirst, welche Fallen Du vermeiden solltest und worauf es im Kern ankommt. Dieser Podcast ist der letzte in diesem Jahr und bildet eine ideale Ergänzung zu den vorherigen Folgen, wie beispielsweise: „Top Ten Aktien für 2026", das spannende Gespräch mit Robert Halver von der Baader Bank zur Lage 2026, die „16 Prinzipien, die Dich wirklich weiterbringen" und die Essenz des Investierens von Warren Buffett, Charlie Munger und mir selbst. In dieser Folge dreht sich alles um die Frage: Wie kannst Du 2026 zu einem erfolgreichen Börsenjahr machen? Ich glaube, zum einen gehört natürlich auch immer ein bisschen Mut dazu und auch ein bisschen Glück. Aber ich glaube, es geht gar nicht darum, ob Du 2026 zu einem erfolgreichen Börsenjahr machst, sondern ob Du grundsätzlich ein erfolgreicher Investor wirst. Ich habe elf zentrale Punkte für Dich vorbereitet, die mir in den letzten Wochen und Monaten erneut deutlich geworden sind. Vielleicht kennst Du den einen oder anderen Tipp bereits aus einem meiner Seminare oder einer Podcast-Folge. Die entscheidende Frage ist jedoch: Lebst Du diese Tipps bereits? Setzt Du sie konsequent um? Der entscheidende Faktor ist also stets die Umsetzung. Es reicht nicht, ein Prinzip nur zu kennen – Du musst es verinnerlichen, daran glauben und vor allem in Dein Leben integrieren. Ein Großteil unseres Handelns wird von Gewohnheiten gesteuert. Wir tun Dinge oft so, wie wir sie schon immer getan haben. Unser Gehirn sträubt sich natürlicherweise gegen neue Lernprozesse und die damit verbundene Anstrengung. Daher ist es unglaublich wichtig, regelmäßig innezuhalten und selbstkritisch zu prüfen: Bin ich noch auf dem richtigen Weg? Genau deshalb habe ich der ursprünglichen Liste einen essentiellen, elften Punkt vorangestellt: Die Selbstreflexion. Sie ist die Grundlage für alles – für Dein Leben, Deinen Börsenerfolg und Deine persönliche Entwicklung. Frage Dich stets: Was kann ich an mir selbst verbessern? Die Annahme, bereits alles richtig zu machen, ist ein Trugschluss. Ein prägnantes Beispiel aus dem Jahr 2025 verdeutlicht das: Ein Seminarteilnehmer sagte zu mir: „Ulli, irgendwie macht Geld doch gar nicht glücklich." Auf meine Nachfrage, wie er zu dieser Überzeugung kommt und wie viel Geld er denn besitze, stellte sich heraus: Er hatte keines und war in dem Moment sogar relativ pleite. Seine Schlussfolgerung war also: Weil ich kein Geld habe, ist es unwichtig. Hier wird der klassische Denkfehler sichtbar. Ich habe ihm die andere Seite der Medaille gezeigt: In Gesprächen mit wohlhabenden Menschen höre ich sehr oft, dass Geld sehr wohl glücklich macht – natürlich nicht das Geld an sich, sondern die damit verbundenen Möglichkeiten, die Sicherheit und die persönliche Freiheit. Menschen ohne Geld argumentieren hingegen häufig, dass es nicht glücklich macht. Dieses Beispiel zeigt, wie wichtig eine ehrliche Selbstreflexion ist, bevor wir überhaupt mit den strategischen Punkten starten. Sie ist der fundamentale erste Schritt für ein erfolgreiches Börsenjahr 2026 und ein erfolgreiches Investorenleben insgesamt. Eine klare Strategie Der erste Punkt ist eine klare Strategie. Alles im Leben folgt einer Strategie – die Frage ist nur: Welche verfolgst Du? Manche Anleger behaupten: „Ich picke immer die guten Aktien heraus." Andere sagen: „Immer, wenn ich eine Aktie kaufe, fällt sie." Beide haben in ihrer Wahrnehmung recht. Doch ich bin überzeugt: Es gibt per se keine guten oder schlechten Aktien. Natürlich lassen sich Klassifizierungen treffen: Eine „gute" Aktie im Sinne eines Wachstumswerts steigt tendenziell von links unten nach rechts oben (LURO-Aktie). Eine „schlechte" erscheint volatiler und kann stark fallen. Doch im Kern ist es nicht die Aktie selbst, sondern das, was Du daraus machst. Selbst mit fallenden Kursen lässt sich Geld verdienen. Daher ist der erste und wichtigste Schritt für ein erfolgreiches Börsenjahr und ein erfolgreiches Investorenleben: Du brauchst eine zu Dir passende und klare Strategie Die richtige Einstellung zu Zeit und Emotionen Der zweite, extrem wichtige Punkt ist Zeit. Sie ist Dein mächtigster Verbündeter. Wenn ich auf meinen eigenen Weg zurückblicke: 2005 stand ich noch mit Schulden da. Heute habe ich ein neunstelliges Vermögen aufgebaut. Dieser Prozess dauerte keine Woche, keinen Monat und auch kein Jahrzehnt. Es waren insgesamt 21 Jahre. Unsere Gesellschaft verlangt oft nach sofortigen Resultaten: Gestern abnehmen, vorgestern erfolgreich werden. Doch ob es um Börsenerfolg, das Meistern einer Sportart oder das Erreichen einer Topform geht – wahrer, nachhaltiger Erfolg braucht Zeit. Es ist unmöglich, an der Börse blitzschnell reich zu werden, ohne enormes Risiko einzugehen und dieses vermeintliche Glück meist schnell wieder zu verlieren. Wenn Du ein erfolgreicher Investor sein willst, musst Du Dich auf die mittel- bis langfristige Perspektive einlassen. Nimm Dir die Zeit, um zu lernen, umzusetzen, aus Fehlern zu lernen und dadurch stetig besser zu werden. Damit einher geht der dritte Punkt: der Umgang mit Emotionen. Geld ist ein höchst emotionales Thema, das wird besonders in Erbstreitigkeiten schmerzlich deutlich. An der Börse sind diese Emotionen allgegenwärtig und werden zu Deiner größten Gefahr oder Deiner größten Stärke. Die Emotionen einfach „auszuschalten" funktioniert nicht. Diese Fähigkeit entwickelst Du mit der Zeit. Durch gemachte Fehler, durch Erfahrungen, Gewinne und Verluste baust Du einen Erfahrungsschatz auf, der Dir eine innere Ruhe gibt. Diese Ruhe wird zu Deiner Superkraft an der Börse. Deshalb ist die Beherrschung der Emotionen für mich ein zentraler Baustein. Der rationale Blick auf Wert und Preis Darauf baut der vierte Punkt auf: die strikte Unterscheidung zwischen Wert und Preis, also den fundamentalen Daten eines Unternehmens. Diesen Unterschied zu kennen ist entscheidend, denn genau hier schlagen die Emotionen aus Punkt drei oft irrational zu. Stehen Aktien auf Allzeithochs, greift das FOMO-Prinzip (Fear Of Missing Out). Die Anleger fürchten, den Zug zu verpassen, und steigen aus purem Euphorie-Gefühl noch ein, um die letzten Prozente mitzunehmen. Auf der anderen Seite, wenn Kurse tief gefallen sind, sind es dieselben Anleger, die plötzlich von Angst getrieben werden. Sie sagen sich: „Diese Aktie nervt mich nur noch, ich will sie nicht mehr haben." Sie fürchten weitere Verluste und verkaufen genau dann, wenn die Gelegenheit rational betrachtet attraktiv sein könnte. Du brauchst ein klares System, das Dir hilft, den Wert eines Unternehmens von seinem aktuellen Börsenpreis zu trennen. Der Preis ist das, was Du bezahlst. Der Wert ist das, was Du langfristig erhältst. Für Top-Unternehmen mit steigenden Gewinnen und Umsätzen gibt es immer wieder Phasen, in denen sie an der Börse günstig gehandelt werden – einfach, weil sie gerade nicht im Trend liegen. Die Old Economy ist in 2025 so gut wie gar nicht gelaufen, aber die Big Seven, die sind immer weitergelaufen oder alles, wo KI involviert gewesen ist. Ein klares System, das Dir hilft, Wert und Preis zu unterscheiden, ist daher unverzichtbar, denn es wird immer wieder Divergenzen am Markt geben. Manchmal sind Kurse viel zu hoch, manchmal viel zu tief. Langfristig pendeln sie sich jedoch wieder bei ihrem Durchschnitt ein. Diese Erkenntnis sollte Teil Deiner Bewertung sein. Daraus ergibt sich der fünfte Punkt: Einen konkreten Plan zu haben. Dieser Punkt ist die logische Konsequenz Deiner Strategie. Eine Strategie ist nur ein Gerüst. Ein Handelsplan macht sie ausführbar. Er legt fest, wie Du handelst. Er ist Deine persönliche Handlungsliste, die Du an die Börse mitnimmst, um Entscheidungen nicht dem Zufall oder dem Gefühl zu überlassen. Mein Rat an Dich: Lege für jede Investmentidee vorab schriftlich fest: Ein- und Ausstiegspunkte: Zu welchem Kurs kaufst oder verkaufst Du? Nachkauf-Regeln: Unter welchen Bedingungen stockst Du eine Position auf? Risikomanagement: Wie sicherst Du Deine Positionen ab (z.B. mit Stopp-Loss)? Bei Derivat-Strategien: Welche Optionen (Delta, Laufzeit) verkaufst oder kaufst Du? Wann und wie rollst Du Positionen? Klär für Dich auch die grundlegende Absicht: Möchtest Du die Aktie langfristig besitzen oder nur eine Prämie mit einem Optionsgeschäft erzielen? Wann und wie passt Du Deine Positionen an? Nimm Dir die Zeit, diese Fragen für Dich persönlich und detailliert zu beantworten. Vom Anfänger zum Investor Das führt mich zum sechsten Punkt: Investor sein wollen oder auch das Investor-sein lernen wollen. Wir lernen nicht, was ein Investor ist. Wir lernen höchstens das Sparbuch kennen. Ein echter Investor hingegen investiert sein Geld in Assets wie Aktien, Immobilien oder auch Kryptowährungen. Dazu benötigt er die bereits genannte
Meine 10 Aktienfavoriten für 2026: Diese Unternehmen gehören in Dein Depot Das Jahr 2025 neigt sich dem Ende zu, und wir stehen kurz vor 2026. Für Dich als Investor stellt sich nun die entscheidende Frage: "Welche Aktien sollten jetzt den Weg in Dein Depot finden?" 2025 war ein verrücktes Jahr, dominiert von den Big Seven und der KI-Euphorie. Heißt das, die Old Economy ist tot? Auf welche Trends setze ich persönlich? In dieser Folge stelle ich Dir meine zehn Aktienfavoriten für das kommende Jahr vor – eine Mischung aus soliden Unternehmen mit Aufholpotenzial und langjährigen Trendfolgern. Damit kannst Du Dein Depot robust und zukunftsfähig aufstellen. Das erwartet Dich in dieser Folge: So lief der Markt 2025 Meine Erfolgsfaktoren für 2026 Meine 10 Aktienfavoriten Fazit und die wichtigsten Vorsätze für 2026 So lief der Markt 2025 In dieser Folge erfährst Du, was meine zehn Aktientipps für 2026 sind. Wie immer gilt: Das ist keine Kaufempfehlung, sondern die Vorstellung von Unternehmen, die ich persönlich spannend finde. Einige besitzen einen breiten „Burggraben" im Sinne Warren Buffetts und haben Aufholpotenzial, andere sind klare Technologiemarktführer, und KI darf natürlich auch nicht fehlen. Zunächst ein Blick auf die aktuelle Marktlage: 2025 war ein extrem gutes Börsenjahr. Der DAX legte rund 20 % zu. Allerdings war die Performance sehr differenziert. Die Big Seven und KI-Werte sind hervorragend gelaufen, während der deutsche Markt, der MDAX und die Old Economy insgesamt sehr schwach performten. Einzige Ausnahme: Banken konnten dank des wiedererstarkten Zinsdifferenzgeschäfts etwas aufholen. Was bedeutet das für 2026? Mein klarer Hinweis: Jetzt ist der ideale Zeitpunkt für ein Rebalancing. Wenn Du Aktien hast, die sehr gut gelaufen sind, macht es Sinn, einen Teil der Gewinne mitzunehmen. Gleichzeitig kann man bei schwächelnden Titeln nachkaufen – vorausgesetzt, die fundamentalen Zahlen stimmen. Meine Erfolgsfaktoren für 2026 Halte Dich dabei immer an meine Blaupause des Investors: Analysiere den Wert und den Preis (Fundamentals). Studiere die Charts und Indikatoren (technische Analyse). Last but not least kommt die Strategie. Denke auch 2026 daran, dass diese Dinge entscheidend für Deinen Börsenerfolg sind: Kontrolliere Deine Emotionen und setze die Strategie rational um. Nimm Dir Zeit. Ein Depot wächst wie Gras: Es braucht Geduld und Zeit. Wenn Du Geduld aufbringst, wird Dein Vermögen mit der Zeit wachsen. Meine 10 Aktien-Favoriten für 2026 Was sind nun meine Favoriten für das kommende Jahr? Als Risiko-Disclaimer: Alle hier genannten Aktien befinden sich in meinem eigenen Depot. Das bedeutet nicht, dass sie 2026 alle explodieren müssen, aber ich halte die Chancen dafür sehr gut und finde diese Aktien sehr spannend. Es handelt sich um keine Kaufempfehlung. 1. Adobe (ADBE) Ich starte mit dem Technologie-Riesen Adobe. Das Unternehmen hinter Photoshop, InDesign und unzähligen anderen Kreativ-Tools ist ein spannender Wert. Das Abo-Modell sorgt für wiederkehrende Einnahmen und ist hervorragend skalierbar. Dennoch stellt sich die Frage: Warum ist die Aktie in den letzten ein, zwei Jahren nicht vom Fleck gekommen? Der Höchstkurs lag bei rund 700 US-Dollar. Nach einem Einbruch auf etwa 300 Dollar während der Tech-Krise 2022 erholte sie sich auf 640 Dollar. 2025 gab die Aktie jedoch wieder rund 100 Dollar nach, ein Minus von etwa 20 %, und gehört damit zu den schwächeren Performern. Was ist also passiert? Hohe Dividenden sind bei Adobe nicht zu erwarten. Schaut man sich jedoch die Earnings an, sind diese seit 2018 fast durchgehend grün, also positiv. Nur Ende 2019 gab es eine negative Überraschung. Wir können also festhalten: Adobe ist ein Top-Unternehmen mit einer jahrzehntelangen Erfolgsgeschichte, das aktuell einfach nicht performt. Der Grund lässt sich kurz zusammenfassen: Es geht um KI. KI wird natürlich in die Software von Adobe integriert. Experten sind uneinig, ob das ein Risiko, eine große Konkurrenz oder eine Chance ist. Ich persönlich sehe es zunehmend als Chance. Viele langjährige Investoren und eine treue Kundenbasis bilden ein solides Fundament. Die Integration von KI kann die Produkte nur besser machen. Zwar werden KI-Tools teurer sein, was in einem Abo-Modell jedoch gut umsetzbar ist. Fakt ist: Adobe hat eine riesige Marktmacht. Wenn das Unternehmen seine KI-Innovationen erfolgreich ausrollt, ist die Aktie meiner Meinung nach sehr spannend. Mein erster Tipp aus dem Technologiebereich für 2026 lautet also: Adobe. 2. Church & Dwight (CHD) Mein zweiter Favorit ist Church & Dwight. Das US-amerikanische Konsumgüterunternehmen entwickelt und vermarktet eine breite Palette von Haushalts-, Körperpflege- und Spezialprodukten. Hinter dem Kürzel CHD verbergen sich weltbekannte Marken wie: Arm & Hammer (Waschmittel, Backpulver, Katzenstreu) Trojan (Kondome) OxiClean (Fleckenentferner) Waterpik (Mundhygiene) Batiste (Trockenshampoo) Das Unternehmen ist in seinen Kategorien oft marktführend. Auch diese Aktie ist in letzter Zeit deutlich zurückgekommen. Der Höchstkurs von Church & Dwight lag bei etwa 115 US-Dollar. Aktuell liegt die Aktie bei rund 86 Dollar. Das bedeutet ein Aufholpotenzial von etwa 30 Dollar oder 35 %, um wieder das Allzeithoch zu erreichen. Hinzu kommt eine solide Dividendenrendite von etwa 1,5 % (0,30 USD pro Quartal). Langfristig betrachtet kennt diese Aktie nur eine Richtung: nach oben. Rückschläge wie der aktuelle waren in der Vergangenheit stets gute Einstiegsgelegenheiten. Die Erwartung für 2026: Church & Dwight soll Rekordumsätze und -gewinne erzielen. Kombiniert mit dem attraktiven Kursabstand zum Hoch macht das das Investment für langfristig orientierte Anleger sehr spannend. 3. Edwards Lifesciences (EW) Der dritte Tipp ist Edwards Lifesciences. Das Unternehmen ist ein weltweit führender Anbieter von medizinischen Innovationen, insbesondere für die Behandlung struktureller Herzerkrankungen. Seine Produkte kommen auch in Operationssälen und auf Intensivstationen zur Überwachung zum Einsatz. Das Portfolio umfasst Herzklappen und Technologien zur Überwachung der Herz-Kreislauffunktion, mit dem Ziel, die Lebensqualität von Patienten mit Herzproblemen deutlich zu verbessern. Die Hauptgeschäftsbereiche sind: Herzklappentherapie Intensivmedizintechnologie herzchirurgische Produkte Gefäßchirurgie Das Unternehmen ist in all diesen Bereichen hervorragend aufgestellt. Die Aktie von Edwards Lifesciences liegt aktuell bei etwa 85 US-Dollar. Ihr Allzeithoch lag bei rund 131 Dollar, das Tief vom 1. August letzten Jahres bei etwa 60 Dollar – zu diesem Zeitpunkt habe ich sie bereits als klaren Kauf empfohlen, da ich großes Aufholpotenzial gesehen habe. Das Unternehmen schüttet zwar keine Dividende aus, verzeichnet aber seit Jahren durchgehend grüne Earnings. Der gesamte Medizin- und Healthcare-Sektor war zuletzt eher schwach. Genau hier sehe ich jedoch eine große Chance, insbesondere durch den Einfluss von KI. KI wird im Healthcare-Bereich revolutionäre Möglichkeiten eröffnen. Kombiniert mit den langfristigen Trends einer wachsenden und alternden Weltbevölkerung steigt der Bedarf an medizinischer Versorgung stetig. Ein weiterer Treiber ist die sogenannte medizinische Inflation von rund 7 % – medizinische Produkte und Dienstleistungen werden kontinuierlich teurer, was profitablen Unternehmen wie Edwards zugutekommt. 4. Google (Alphabet) Die Nummer 4 auf meiner Liste ist Google (Alphabet). Die Aktie liegt aktuell bei rund 300 US-Dollar, nachdem sie bereits bei 330 Dollar stand. Google ist einer dieser klassischen Trendfolger, der bereits sehr hoch gelaufen ist. Das muss man so festhalten. Persönlich wünsche ich mir bei Google sogar einen weiteren Rücksetzer, um sie deutlich günstiger einkaufen zu können – denn im Einkauf liegt der Gewinn. Immerhin schüttet Google mittlerweile eine kleine Dividende von 0,21 USD pro Quartal (ca. 0,25 % pro Jahr) aus. Das Restgeld wird für Entwicklung, Wachstum und Forschung genutzt. Vor einigen Monaten hieß es noch, Google verpasse den KI-Trend. Das Gegenteil hat sich bewiesen. Die jüngsten Quartalszahlen waren exzellent. Deshalb ist die Aktie in 2025 auch von rund 177 auf über 330 US-Dollar gestiegen – ein Plus von über 80 %. Eine Aktie wie Google sollte meiner Meinung nach in keinem diversifizierten Depot fehlen. Zugegeben, sie ist aktuell teuer, aber das ist bei einem solchen Top-Unternehmen und absoluten Marktführer durchaus üblich. 5. NVIDIA (NVDA) Die Nummer 5 ist NVIDIA. Zu diesem Unternehmen ist gefühlt alles gesagt. Es ist der unangefochtene Weltmarktführer im KI-Bereich, fantastisch aufgestellt und verzeichnet gigantische Wachstumsraten. Natürlich ist die Bewertung sehr hoch. Ich habe mich entschieden, dass in meinem Depot mindestens zwei der Big Seven nicht fehlen dürfen. Meine Wahl fiel auf NVIDIA und Google. Man kann natürlich auch weitere hinzunehmen, das schadet nie. Allerdings sollte man die Gewichtung im Depot nicht übertreiben. Es mehren sich die Stimmen, dass es für die Big Seven 2026 schwieriger werden könnte. Das Geld könnte sich etwas breiter verteilen, da die hohen Bewertungen zunehmend in den Fokus rücken. Klar, solange das Wachstum und der KI-Boom anhalten, können die Big Seven weiterlaufen. Dennoch sollte man die bereits sehr hohen Bewertungen nicht ignorieren. Die Frage ist, ob sie 2026 weiterhin das Maß aller Dinge sein werden oder ob es auch Rückschritte geben wird. NVIDIA liegt aktuell bei etwa 173 US-Dollar – immerhin ein Rabatt von rund 37 Dollar zum Höchststand von über 210 Dollar. Trotzdem bleibt die Bewertung hoch, weshalb man die Positionierung mit Bedacht angehen sollte. 6. Novo Nordisk (NVO) Empfehlung Nummer 6 ist Novo Nordisk. Von diesem Unternehmen will aktuell scheinbar niemand mehr etwas hören, dabei ist es über Jahrzehnte zum Weltmarktführer im Diabetes- und Insulinbereich gewachsen. Das Unternehmen ist auch stark im Bereich der Fettwegspritzen vertreten und arbeitet wie sein gro
Ist die Blase diesmal anders? Marktausblick 2026 mit Kapitalmarktexperte Robert Halver Gemeinsam mit dem legendären Börsenkommentator und Kapitalmarktexperten Robert Halver von der Baader Bank wagen wir einen ehrlichen Rückblick auf das turbulente Börsenjahr 2025 und einen mutigen Ausblick auf 2026. Mit seinem einzigartigen rheinischen Humor und seiner bildhaften Sprache bringt er selbst komplexe Marktzusammenhänge auf den Punkt und beantwortet wichtige Fragen wie: Stecken wir wirklich in einer KI-Blase wie damals bei Dotcom? Können die Schuldenberge noch höher werden, ohne dass alles kollabiert? Und wo liegen die größten Chancen im kommenden Jahr? Das erwartet Dich in dieser Folge: Die KI-Blase mit Substanz: Warum der Hype diesmal fundamental anders ist Kein Schuldenkollaps: Die überraschende Stabilität des Systems Zinsen und Inflation 2026: Ein realistischer Ausblick und die Folge für Anleger Die Top-Favoriten für 2026: Wo Robert Halver jetzt die größten Chancen sieht Bitcoin und Buffett: Einschätzungen zur „buckeligen Verwandtschaft" und dem Rückzug einer Legende Die KI-Blase mit Substanz: Warum der Hype diesmal fundamental anders ist Für alle, die ihn noch nicht kennen: Mein Gast Robert Halver ist ein langjähriger Kapitalmarktexperte und bekannter Börsenkommentator mit regelmäßigen Auftritten im Fernsehen, Radio und auf Fachveranstaltungen. Auch in Publikationen kommt er oft als Kolumnist zu Wort und ist einem breiten Anlegerpublikum bekannt. Ich möchte mit Robert Halver einen Rückblick auf das turbulente Börsenjahr 2025 wagen und vor allem einen mutigen Ausblick auf 2026 geben. Überall ist von der KI-Blase die Rede. Daher ist meine erste Frage an ihn: Ist es schon eine, wird es noch eine, oder ist es diesmal ganz anders? Ich bitte ihn zunächst um seine Einschätzung, wie 2025 gelaufen ist – was normal war, was er erwartet hatte, und was ihn überrascht hat. Robert Halver beginnt mit der Beobachtung, dass seit 2008 scheinbar nichts mehr normal sei. Jedes Jahr bringe neue Verwerfungen, was besonders für jemanden mit seiner langen Markterfahrung spürbar sei. Doch diese Verwerfungen seien nicht unbedingt börsenschädlich, im Gegenteil. Er verweist als Beispiel auf die angekündigten, aber nie in vollem Umfang umgesetzten Zölle unter Trump. Schon damals war er der Meinung, dass man dies nicht so ernst nehmen solle. Dann kommt er auf den KI-Hype zu sprechen. Während viele von einer Blase redeten, sei dies für ihn nicht mit der Dotcom-Blase vergleichbar: „Es ist eine Blase mit Substanz, eine irrationale Blase, die definitiv einen Substanzwert hat." Künstliche Intelligenz sei der „Highway", auf dem die Volkswirtschaft künftig produktiver werde. Daher mache es Sinn, das Thema positiv zu sehen. Er habe nie verstanden, warum diese hoch bewertete Branche gerade in Deutschland so kritisch gesehen werde, während das in Amerika anders sei. Der Hintergrund der letzten Konsolidierung des Einbruchs sei zudem nicht von der Branche selbst ausgegangen, sondern habe laut Robert Halver zwei externe Gründe gehabt: Erstens die Angst, die US-Notenbank könnte weniger freizügig sein – eine Angst, die er nicht teile, da er weiterhin von einer lockeren Geldpolitik ausgehe. Zweitens schlichte Gewinnmitnahmen im KI-Sektor. Anleger hätten dort Liquidität abgezogen, um Verluste in anderen Bereichen wie Bitcoin auszugleichen. Man hole sich Geld eben dort, wo gerade Gewinne realisiert werden könnten. Er warnt davor, sich von negativer Medienberichterstattung oder „Untergangsliteratur" beeinflussen zu lassen. Sein Credo laute: „Der Markt hat immer recht." Mit Blick auf 2025 sei man richtig gelegen, dem Aktienmarkt weiter Chancen zu geben. Man solle die Dinge etwas ruhiger betrachten – eine Weisheit des Alters, wie er anmerkt. Ich greife seinen Punkt zur Substanz auf, um zurück zum Thema KI zu kommen, da ich die Dotcom-Blase selbst miterlebt habe. Ein Titel wie Cisco Systems steht heute, 25 Jahre später, wieder auf demselben Niveau wie damals auf dem Höhepunkt. Ich frage ihn daher, woran er diesen fundamentalen Unterschied festmacht. Damals hat es Börsengänge gegeben, bei denen der Erlös als Festgeld angelegt wurde, weil die Unternehmen keine Ahnung hatten, wofür sie das Geld eigentlich ausgeben sollten. „Das war fauler Zauber. Es hat gestunken, weil es eine Pionierzeit ohne Substanz war." Heute sei das anders, sagt Halver. Die heutigen KI-Unternehmen machen „richtig viel Gewinn". Zwar sei die Investition in KI teuer und manche zweifelten an der Nachhaltigkeit, doch niemand werde gezwungen, das Geld für KI auszugeben. Der Antrieb komme von der Wettbewerbsfähigkeit. Jeder wolle bei Effizienzsteigerung und Produktivitätsgewinnen vorne dabei sein. Das vielleicht wichtigste Argument für KI sei der globale Wettbewerb zwischen den USA und China. Wer geopolitisch vorne liege, habe einen klaren strategischen Vorteil. Daher drückten die Staaten massiv auf die Entwicklung, wer die KI beherrsche, erreiche seine Ziele früher. Wenn dann gesagt wird, in Amerika finanzieren vor allem riskante „Schattenbanken" diesen Boom, muss man entgegnen: Diese Institute würden nicht wackeln, denn die US-Notenbank werde nach den Lehren von 2008 nie zulassen, dass eine systemrelevante Bank zusammenbreche. Auch Diskussionen über staatliche Investitionen in Hightech deutet er nicht als Zeichen von Schwäche, sondern als notwendige Reaktion auf chinesische Subventionen. Amerika müsse seine Führungsqualität verteidigen. Ein weiteres Schlüsselargument ist für ihn die breite Durchdringung aller Branchen. KI halte Einzug in den Gesundheitssektor, bei Finanzdienstleistern, Wirtschaftsprüfern und der Industrie. Das sei eine Entwicklung mit Substanz. „Wenn es dann zwischendurch zu Volatilitäten kommt, die die Spreu vom Weizen trennt – das gehört dazu", sagt er. Solche Korrekturen nutze man in Amerika, um in die besten Halbleiter und Technologien zu investieren. Er warnt aber davor, Hightech mit KI gleichzusetzen. Zum Sektor gehörten auch Gerätehersteller, Cloud-Computing-Unternehmen und Online-Marketingplätze. Auch die Software-Branche bleibe spannend. KI bleibe also interessant, führt er weiter aus, und das sei ja auch das Glück für das kommende Jahr, dass der Markt breiter werde und nicht mehr nur auf dem einen, starken „Zylinder" der Hightech-Werte laufe. Kein Schuldenkollaps: Die überraschende Stabilität des Systems Darauf aufbauend stelle ich ihm die nächste Frage, die viele Crash-Propheten und Kritiker des Fiat-Geldsystems umtreibt: Wir bauen immer mehr Schulden auf. Das kann ja nicht funktionieren. Irgendwann müsse dieser „Schuldenkram" doch zusammenbrechen, oder? Wie er das sieht, möchte ich von ihm wissen. Robert Halver beginnt mit einem Verweis auf das deutsche Stabilitätsdenken, das man „mit der Muttermilch aufgenommen" habe. Doch dann blickt er historisch zurück: US-Präsident Ronald Reagan habe in den 80er Jahren zwei Billionen Dollar Staatsschulden angehäuft. Heute liege man beim 19-fachen dieses Betrags – und Amerika sei immer noch nicht pleite. Es gebe klare Maßnahmen, um einen Zusammenbruch zu verhindern. Die Notenbanken drücken die Zinsen, damit diese nicht „durch die Decke" gehen. Mit einem neuen Notenbankchef und einer neuen Besetzung im FED-Direktorium im nächsten Jahr werde man die Zinsen weiter senken, um eine Schulden-, Banken- oder Finanzkrise zu verhindern. „Ich sage auch dazu, das hat mit Stabilität nichts mehr zu tun", so Halver, „ich werfe ein, dass das zwar locker klingt, aber die Alternative – das System bewusst an die Wand fahren zu lassen – ist unrealistisch." 2008 hat man davor gestanden, heute wäre ein Absturz katastrophal und würde die Weltwirtschaft zusammenbrechen lassen, mit allen politischen und sozialen Folgen. Das wird man nicht zulassen. Halvers Argument lautet: Solange die Notenbanken bereit sind, die Staatsschulden zu decken, „brennt da nichts an." Amerika mit seiner Weltleitwährung und seinem attraktiven Absatzmarkt werde weiterhin Geld anziehen, besonders im Zuge der Reindustrialisierung. Die Alternative eines Kollapses sei schlichtweg keine positive Option. Die amerikanische Sicht auf Schulden fasst er so zusammen: Für Amerikaner seien Schulden die „Autobahn, auf der die Konjunktur läuft". Der Fehler liege nicht in den Schulden selbst, sondern darin, als Anleger zu stark in Zinspapiere investiert zu sein. Die Inflation fresse die reale Rendite auf, und die Notenbanken sorgten sogar dafür, dass die Inflation oberhalb der Kreditzinsen liege. „Real macht man noch Verluste. Das ist das Problem, wenn man da investiert," führt er weiter fort. Das „Breitbandantibiotikum" gegen diese monetäre Instabilität sei daher der Aktienmarkt. Als Nominaleinlage nehme er die Inflation mit und profitiere von den investierten Geldern. Bevor wir auf die Zinsen zurückkommen, stelle ich eine Anschlussfrage zu den Ängsten vor KI, wie sie etwa von „Crash-Jungs" oder in Schlagzeilen verbreitet werden: Dass KI Millionen Jobs kostet und die Welt zusammenbrechen lasse. Was entgegnet er diesen Ängsten? Robert Halver räumt ein, dass es eine ethische Frage sei und KI durchaus Jobs ersetzen werde, die automatisierbar sind. Seine Botschaft an die Hörer, besonders die Jüngeren, ist eindeutig: „Bildung, Bildung, Bildung, tut was, sorgt dafür, dass ihr attraktiv seid am Arbeitsmarkt." Es würden zwar neue Jobs entstehen, aber auch viele wegfallen. Er geht sogar davon aus, dass langfristig eine Art „Maschinensteuer" eingeführt werden könnte, um Einkommen umzuverteilen. Der entscheidende Hebel liege jedoch beim Einzelnen: Man müsse sich aktiv attraktiv machen, um die Chancen des neuen Systems für sich zu nutzen. In Deutschland beobachtet er kritisch eine schwindende Leistungsbereitschaft. Er zitiert ein von ihm gesehenes Wahlplakat: „Wir müssen nicht mehr arbeiten, wir müssen mehr enteignen." Das sei der falsche Weg, sagt er, denn: „Wir müssen mehr arbeiten – wobei arbeiten nicht heißt, dass man 16 Stunden arbeitet, sondern dass man sich weiterentwickelt." Das Leistu
Steht uns die Jahresendrallye noch bevor? Wir schauen zurück auf einen Monat, in dem die Luft an den Höchstständen dünner wurde, und wagen einen Blick nach vorne: Gibt es noch eine Jahresendrallye? Welche Rolle spielen Zinsen, Inflation und der geopolitische Frieden? In dieser Folge analysiere ich die aktuelle Marktlage, zeige die Gewinner und Verlierer des Novembers auf und erkläre, warum die „Big Seven" den Markt immer noch dominieren. Außerdem teile ich meine persönliche Einschätzung und Strategie für den Jahreswechsel. Das erwartet Dich in dieser Folge: November-Bilanz: Die Tech-Luft wird dünner, Rohstoffe und Gold glänzen Mein Ausblick für Dezember Diese Bereiche und Einzeltitel haben Potenzial November-Bilanz: Die Tech-Luft wird dünner, Rohstoffe und Gold glänzen Der November war ein spannender Monat. Die Märkte liefen nicht mehr so dynamisch weiter und blieben ein wenig auf sehr hohem Niveau hängen. Man könnte sagen, die Atemluft wurde knapper. Ein Blick auf die Zahlen zeigt ein gemischtes Bild: Dow Jones: Ein leichtes Plus. S&P 500 und Nasdaq: Leichte Verluste. Bitcoin: Ein ganz großer Verlierer mit fast 17 % Minus. Wir schauen auf den Dezember voraus. Historisch gesehen ist das letzte Quartal, und besonders der Dezember, ein sehr positives Börsenjahr. Es gibt sogar die „Januar-Regel": Wie sich die ersten Tage im Januar bewegen, so soll oft das ganze Jahr werden. Das werden wir eventuell sehen. Ich denke, wir haben nach wie vor eine gewisse Abkopplung von der Realwirtschaft. Die Inflation hat wieder angezogen, gerade in Deutschland deutlich. Die letzten Zahlen zeigen eine erhöhte Tendenz. Die Inflation in der Eurozone ist unerwartet auf über 2,2 % gestiegen und liegt damit über der Zielmarke der Europäischen Union. Gleichzeitig gibt es andere Signale: Die Ukraine baut eine Rüstungsfabrik in Dänemark. Die EU hat signalisiert, offen für alle Technologien zu sein, was — den unter Druck stehenden deutschen Automobilherstellern wie VW, Mercedes und BMW — massive Probleme bereitet. Der Standort Deutschland ist laut BDI-Chef „im freien Fall", und die Industrieproduktion sinkt im vierten Jahr in Folge. Man kann nur hoffen, dass sich diese Entwicklung umkehrt. Und was machen unsere Aktien? Da wir auch in amerikanischen Titeln unterwegs sind, sei beispielhaft Starbucks erwähnt. Das Unternehmen soll Verstöße gegen das Arbeitsrecht gehabt haben und hat sich mit einer Zahlung von rund 35,5 Millionen Dollar an die Angestellten gütlich geeinigt. Wenn wir uns die Märkte anschauen, müssen wir zunächst festhalten: Der Markt steht extrem hoch. Wir bewegen uns nach wie vor in einem Tech- und KI-dominierten Umfeld. Die Old Economy läuft dagegen nicht so gut. Im Healthcare-Bereich sehen wir etwas Bewegung; er ist ein Stück weit hinterhergekommen. Da gibt es Aktien, die Gas gegeben haben, aber auch Nachzügler mit noch viel Potenzial nach oben. Ein Beispiel aus diesem Sektor: Eli Lilly ist in den letzten Wochen und Monaten extrem gelaufen und mittlerweile über eine Billion Dollar wert. Der große Mitbewerber Novo Nordisk dagegen ist „nur" etwa 200 Milliarden Dollar wert. Ich persönlich habe Novo Nordisk gerade aufgestockt – das ist natürlich keine Kaufempfehlung. Meine Überlegung dahinter: In den nächsten drei bis fünf Jahren werden schätzungsweise 300 Millionen weitere Diabetiker dazukommen, die Insulin benötigen werden. Ich glaube, dass davon auch Novo Nordisk stark profitieren wird. Aktuell halte ich es für sehr spannend, die Cash-Quote ein Stück weit hochzufahren. Der Markt hat im November nicht mehr viel Performance gebracht. Es gab aber auch deutliche Ausreißer nach unten. Die Aktie von Meta (aus dem Kreis der „Big Seven") hat beispielsweise eine ganze Ecke verloren. Viele, die bei 700, 750 oder 800 Dollar nicht mehr einsteigen wollten, sehen sie jetzt deutlich günstiger. Ich bleibe bei meiner Einschätzung, die ich seit fast einem Dreivierteljahr vertrete: Der KI-Bereich befindet sich meiner Meinung nach in einer Blase. Gleichzeitig werden Bereiche der „Old Economy" wieder spannend. Ich glaube, dass ein Rücksetzer oder sogar ein Crash, der auf lange Sicht gesund wäre, den KI-Bereich deutlich treffen würde. Im Gegenzug wäre die Old Economy wahrscheinlich entspannter unterwegs, und wir könnten dort sogar steigende Kurse sehen. Für den Healthcare-Bereich bleibe ich relativ entspannt. Den Rohstoffbereich und die Old Economy finde ich nach wie vor interessant. Ich werde nicht müde, das zu betonen, denn gegessen und getrunken wird immer. Bei einer wachsenden Weltbevölkerung werden dort die Schnäppchen zu finden sein, über die man in ein paar Jahren sagt: „Hätte ich damals beim Podcast nur richtig zugehört und es umgesetzt." An dieser Stelle ist die Frage entscheidend: "Bist Du mehr Investor oder mehr Trader?" Als Investor hast Du jetzt die Möglichkeit, Top-Aktien mit einer Perspektive von drei bis fünf Jahren zu günstigeren Preisen einzukaufen. Ich selbst bin Value-Investor mit Trading-Ansatz. Mich jagen nicht alle kurzfristigen Trends „durchs Dorf". Wenn Aktien weiter runtergehen, fragen mich manchmal Leute: „Ulli, wie kannst Du so ruhig bleiben?" Die Antwort ist einfach: Ich kann abwarten. Innerhalb von ein paar Monaten, Jahren oder auch mal zwei, drei Jahren gehen solche Aktien in der Regel wieder nach oben. Ein gutes Beispiel dafür ist Netflix. Netflix ist von rund 700 Dollar – durch Corona und die Zeit danach – auf ein Tief von etwa 160 bis 170 Dollar gefallen. Mittlerweile steht die Aktie wieder bei weit über 1000 Dollar (nach einem Split sind das nur noch etwa 100 bis 110 Dollar). Man sieht also, dass sie granatenmäßig nach oben gegangen ist. Das ist eine wichtige Lektion für Dich als Investor: Wenn Du wirklich Investor bist, versuche den Vogelblick einzunehmen und Dich nicht von Deinen Emotionen wahnsinnig machen zu lassen. Ein genauerer Blick auf die November-Performance: Dow Jones: Von 47.562 Punkten (31.10.) auf 47.700 . Eine minimale Veränderung von rund +0,2 %. Faktisch unverändert, weiterhin auf Allzeithoch-Niveau. Nasdaq: Von 25.858 auf 25.434 gefallen. Ein Verlust von -1,8 %. Die Old Economy machte ein kleines Plus, die Nasdaq verlor. S&P 500: Von 6.840 auf 6.849. Faktisch unverändert bei 0 %. Gleichgewichtet betrachtet liegt er bei +1,7 %. Warum diese Diskrepanz? Ganz klar: In Indizes wie dem S&P 500 und der Nasdaq sind die Big Seven extrem stark gewichtet. Der Abfall einer Meta (mit über 20 % Verlust) hat daher massive Auswirkungen auf den gesamten Index, obwohl es vielen anderen Unternehmen vielleicht besser ging. Russell 2000: von 2.479 auf 2.500; leicht im Plus bei +0,7 %. MSCI World: von 4.390 auf 4.398; leicht im Plus bei +0,5 %. DAX: von 23.900 auf 23.800; ein Verlust von -0,5 %. Öl (Brent): von 60 auf 58 USD gefallen. Das hängt sicherlich mit der abkühlenden Weltwirtschaft und dem daraus resultierenden geringeren Bedarf zusammen. Hinzu kommen strukturelle Veränderungen wie Wärmepumpen und weniger Verbrenner, die den Öl- und Gasverbrauch langfristig nach unten bringen. Weitere wichtige November-Bewegungen: Euro/US-Dollar: von 1,15 auf 1,16 – faktisch unverändert. Gold: legte eine starke Performance hin. Von 4.002 auf 4.239, ein Plus von knapp 6 %. Silber: ein regelrechter Run von 48 auf 56; ein Plus von 16 %. Bitcoin: deutlicher Verlierer! Von 109.500 auf ein Tief von 91.000, ein Minus von fast 17 %. UM Strategy Fund: von 93 auf knapp 96, ein Plus von über 3 % – was mich besonders freut, da die Märkte insgesamt eher verloren haben. Was hat die Märkte bewegt? Wir stehen nach wie vor sehr hoch. Die Diskussion um China war ein Thema. Auffällig ist, dass die weltweiten Rüstungsausgaben so hoch sind wie nie zuvor. Ob man das gutheißt oder nicht – als Wirtschaftszweig generiert die Rüstungsindustrie Steuereinnahmen und Arbeitsplätze und beeinflusst so das Bruttoinlandsprodukt. Ein Blick auf die Politik: Trump versucht gerade, zwischen der Ukraine und Russland zu vermitteln. Allein die Tatsache, dass Friedensgespräche im Raum stehen, hat den Markt in einigen Bereichen nach oben getrieben, wobei andere deutlich nach unten gegangen sind. Ich bleibe bei meiner Einschätzung zu Einzeltiteln: Nvidia ist ein ganzes Stück zurückgekommen. Auch Meta ist deutlich zurückgekommen. Auf der anderen Seite gab es im November starke Quartalszahlen, beispielsweise von Google mit den besten Zahlen und einem gigantischen Wachstum. Google ist mittlerweile über 4 Billionen Dollar wert. Auch Tesla lief in den letzten Monaten gut und erreichte zeitweise über 400 Dollar. Die Big Seven machen immer noch gefühlt 40 % der großen Indizes aus. Sie schieben die Märkte an – oder, wie im Falle von Meta und Nvidia, eben auch nach unten. Die Schlussfolgerung kann nur sein: Der Markt wird von den Big Seven und dem KI-Bereich getragen. Die Old Economy und viele andere Bereiche sind noch weit vom All Time High entfernt. Das sieht man auch daran, wie nur wenige Aktien sich noch über ihrer 50- oder 200-Tage-Linie befinden. Mein Ausblick für Dezember Der Dezember ist der Jahresendspurt. Da entsteht „Window Dressing" bei Fonds und ETFs, positive Nachrichten und der allgemeine Wunsch, das Jahr gut abzuschließen. Die Weihnachtsstimmung und die Ruhe mit der Familie wirken sich ebenfalls auf die Stimmung der Investoren aus. Statistisch gesehen ist der Dezember ohnehin einer der besseren Börsenmonate. Ich möchte mich nicht dagegenstellen. Zwar glaube ich, dass wir zu hoch stehen und eine KI-Blase existiert, aber ich glaube auch, dass die Märkte dieses Spiel momentan mitspielen und einfach weiterlaufen werden. Jetzt wird es besonders spannend wegen der Inflation. Wir befinden uns in einem schwierigen wirtschaftspolitischen Dilemma: In Amerika und Europa zieht die Inflation wieder an, während die Notenbanken eigentlich im Zinssenkungsmodus sind. Das Problem: Senkt man die Zinsen, wird die Wirtschaft zusätzlich angeschoben und die Inflation könnte weiter springen. Das kann man nicht unbegrenzt tun. Würde die I
Diese drei Fehler kosten Dich Geld – und wie Du sie vermeidest Das Jahr neigt sich dem Ende zu, und es ist Zeit für eine kritische Bestandsaufnahme. In dieser Folge geht es um die entscheidenden Stellschrauben für Deinen Börsenerfolg im kommenden Jahr. Wir werfen einen Blick auf die häufigsten mentalen Fallen, in die Anleger immer wieder tappen, beleuchten die wichtigsten steuerlichen Optimierungsmöglichkeiten vor Jahresende und besprechen, warum eine klare Strategie und regelmäßige Selbstreflexion Deine Rendite maßgeblich beeinflussen. Egal, ob Du bereits Gewinne erzielt hast oder noch nach dem entscheidenden Durchbruch suchst – in dieser Folge gebe ich Dir konkrete Handlungsempfehlungen an die Hand. Das erwartet Dich in dieser Folge: Die drei teuersten mentalen Fallen Steuerliche Optimierung Die Macht der Selbstreflexion Dein Aktionsplan für Dezember Die drei teuersten mentalen Fallen In dieser Folge behandeln wir drei zentrale Themen: die steuerliche Seite, mentale Fallstricke und strategische Grundlagen. Ich werde auch ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern und der Frage nachgehen, ob dieses Börsenjahr wirklich so schwierig war oder ob die Märkte sich ganz normal verhalten haben. Wir schauen auf die Zukunft, auch im Hinblick auf KI und besprechen, wie Du richtig partizipieren kannst. Fangen wir direkt mit einer der größten mentalen Hürden an: 1. FOMO (Fear of Missing Out) Es gibt drei große mentale Fehler, die an der Börse immer wieder passieren und die für Anleger verheerend sein können. Der erste und vielleicht häufigste ist die Fear of Missing Out, also die Angst, etwas zu verpassen. Du kennst das vielleicht: Du stehst an der Seitenlinie und siehst zu, wie die Aktienkurse steigen. Einerseits freust Du Dich über die positive Marktentwicklung, andererseits bist Du frustriert, weil Du nicht investiert bist. Dieses Gefühl wird besonders stark bei Titeln wie Nvidia, die in den letzten Jahren eine atemberaubende Rallye hingelegt haben. An jedem neuen Hoch fragst Du Dich: „Warum bin ich nicht dabei? Kann ich jetzt noch einsteigen? Geht das überhaupt noch höher?" Aus meiner Erfahrung mit über 30.000 Anlegern kann ich Dir sagen: Dieses Phänomen ist extrem verbreitet. Das Problem liegt oft nicht daran, ob Du eine gute oder schlechte Aktie kaufst, sondern Du kaufst sie zum falschen Zeitpunkt – nämlich dann, wenn die Euphorie und die Kurse ihren Höhepunkt erreicht haben. Genau das ist die FOMO-Falle. Um das zu verstehen, lohnt sich ein Blick in die Psychologie des typischen Investors. Stellen wir uns einen typischen Anfänger vor: Die Märkte sind relativ weit unten, aber die Stimmung ist noch von Angst geprägt – das „Gewitter" ist noch da. Der Neue denkt: „Jetzt kann ich doch nicht einsteigen, es wird sicher noch schlimmer." Dann dreht der Markt langsam. Die Kurse beginnen zu steigen, und er denkt: „Vielleicht sollte ich langsam einsteigen. Das Gewitter zieht ja weg, die Sonne kommt raus." Aber er zögert noch. Während die Märkte weiter steigen, hört er von Freunden, die schon investiert sind. Er denkt: „Das Gewitter ist doch noch nicht ganz vorbei, ich warte, bis die Sonne richtig durchbricht." Irgendwann, wenn der Aufschwung unübersehbar wird und der „Nebel" sich lichtet, steigt er schließlich ein – genau dann, wenn die „Sonne" am höchsten steht und der Tag sich eigentlich schon dem Ende zuneigt. Er kauft also genau an einem sehr hohen Punkt. Die FOMO-Falle führt also dazu, dass man entweder zu zögerlich ist und den gesamten Aufschwung verpasst, oder dass man aus Angst, etwas zu verpassen, genau zum falschen Zeitpunkt einsteigt. Was dagegen hilft, ist eine glasklare Strategie, die man erlernen und diszipliniert befolgen muss. 2. Hoffnung ist keine Strategie Kommen wir zum zweiten großen mentalen Fehler: Das Problem der Hoffnung. In meinen Seminaren sage ich oft: „Hoffnung ist keine Strategie." Dennoch handeln viele Anleger genau nach diesem Prinzip. Sie haben kein klares Einstiegssignal, keinen definierten Ausstiegsplan und kaufen lediglich aufgrund eines Tipps – sei es aus der Zeitung, von der Bank oder einem guten Freund. Sie steigen also in eine Aktie ein, ohne das Unternehmen wirklich zu analysieren oder zu verstehen. Und dann passiert es: Der Kurs geht nach unten. Was folgt, ist reine Hoffnung. Man hält sich an Sprichwörter wie: „Die Hoffnung stirbt zuletzt" oder „Man muss öfter aufstehen, als man hinfällt" und hält die Position. Die Aktie fällt weiter, 30, 40, sogar 50 Prozent. Das verursacht einen enormen emotionalen Schmerz. Einige verkaufen schließlich doch an diesem Tiefpunkt, andere halten durch – manchmal mit Glück, manchmal nicht. Die Lösung liegt in zwei Fragen: Bist Du Trader oder Investor? Als Investor kannst Du einen Rücksetzer vielleicht aussitzen, als Trader nicht. Hattest Du einen Plan? Hattest Du ein klares Einstiegsszenario und einen Stop-Loss, der Dich bei 10 oder 20 Prozent Verlust aus der Position genommen hätte? Ein strategischer Stopp bewahrt Dich davor, tiefe Verluste erleiden zu müssen. Auf diese Weise kannst Du bei 10 oder 20 Prozent Verlust ausgestoppt werden und die gleiche Aktie später, vielleicht bei 50 oder 60 Prozent unter ihrem früheren Kurs, wieder kaufen. So hast Du eine viel bessere Chance, langfristig gutes Geld zu verdienen. Die Lehre aus diesem zweiten Fehler ist also: Verlasse Dich nicht auf Hoffnung und definiere für Dich, ob Du ein Trader oder Investor bist. 3. Das ignorierte Rebalancing Der dritte große Fehler betrifft das Rebalancing. Wenn Du ein gutes Depot aufbaust, diversifizierst Du zunächst vernünftig über verschiedene Branchen – nicht nur Technologie oder Medizin, sondern auch Rohstoffe und andere Sektoren. Der Start ist also gut. Doch dann laufen die Märkte an – leider aber nur in einem Bereich. Genau das erleben wir aktuell im Tech- und KI-Sektor. Im letzten Jahr sind diese Märkte extrem gut gelaufen. Wir können sagen, dass sich der Tech-Bereich und insbesondere die „Big Seven" extrem vom Rest abgekoppelt haben. Dein Depot hat sich also zwar gut entwickelt, aber mit einem entscheidenden Makel: Es wird fast nur noch von den Big Seven und dem Tech-Sektor getragen. Der Rest ist deutlich zurückgeblieben, und in Deinem Depot herrscht ein klares Ungleichgewicht. Man könnte meinen, das sei nicht schlimm, solange es läuft. Doch wenn sich die Gewichte so stark verschoben haben, kommt das Rebalancing ins Spiel. Es macht jetzt Sinn, sich von einem Teil der Gewinner zu trennen und in Werte zu investieren, die ein Stück zurückgeblieben sind und somit mögliches Aufholpotenzial bieten. Genau das habe ich im letzten Jahr mit dem Healthcare-Bereich empfohlen. Titel wie Eli Lilly, Medtronic, Johnson & Johnson und andere haben seither eine sehr gute Entwicklung hingelegt. Auch Werte wie Pfizer oder Novo Nordisk hatten und haben noch Aufholpotenzial. Rebalancing macht also einfach Sinn. Es bedeutet, sich von einem Teil der Gewinner zu trennen und das Kapital in Werte umzuschichten, die noch nicht so stark gelaufen sind. Mein absoluter Börsen- und Profitipp an Dich: Lege Dir das einmal im Jahr verbindlich in den Kalender. Nimm Dir Zeit, um Dein Depot kritisch zu prüfen: Welche Branchen sind übergewichtet? Wie ist die Aufteilung? Kann ich mein Depot wieder breiter und zukunftssicher aufstellen? Steuerliche Optimierung Das waren die drei größten mentalen Fallstricke. Kommen wir nun dazu, was Du zum Jahresende noch konkret tun kannst. Wenn Du bis jetzt keine großen Gewinne gemacht hast, wirst Du das Jahr wahrscheinlich nicht mehr zu einer Mega-Rendite drehen. Das ist aber auch nicht das primäre Ziel. Es geht nicht um kurzfristige Gewinne. Viele Anleger machen anfangs gute Gewinne, verlieren aber alles wieder, sobald der Markt schwieriger wird. Trading und Investieren ist ein komplexes Thema, das Disziplin und eine langfristige Perspektive erfordert. Dein Erfolg hängt von Dir selbst, Deinen Emotionen, Deinen Strategien und Deiner Lernbereitschaft ab. Wie entsteht also nachhaltiger Erfolg an der Börse, und was kannst Du noch in diesem Jahr tun? 1. Rebalancing als Jahresend-Routine Wie bereits erwähnt, ist mein erster Tipp das Rebalancing. Ich trage mir das immer für den Dezember mit jährlicher Wiederholung im Kalender ein. So kann ich in Ruhe prüfen: Ist mein Depot noch gut aufgestellt? Muss ich Positionen anpassen? Gibt es Branchen, die sich hervorragend entwickelt haben und andere, die Nachholpotenzial bieten? Das Ziel ist, die „Töpfe" wieder einigermaßen ins Gleichgewicht zu bringen. 2. Die steuerliche Betrachtung Der zweite große Punkt ist die steuerliche Betrachtung. Stell Dir vor, Du handelst mit Aktien, erzielst Gewinne und Verluste, beziehst Dividenden und handelst vielleicht auch mit Währungen oder ETFs. Im Trading gibt es steuerlich einiges zu beachten. Wir haben in Deutschland verschiedene „Töpfe": Einen Topf für Aktiengewinne Einen Topf für Optionsgewinne Getrennte Regelungen für Währungen und ETFs Vielleicht hast Du dieses Jahr schon schöne Aktiengewinne realisiert. Jeder realisierte Aktiengewinn unterliegt der Abgeltungssteuer von 25 %. Es kann also sein, dass bei Dir bereits eine Steuerlast entstanden ist. Wie gesagt: Hoffnung ist keine Strategie. Vielleicht hast Du aber auch die ein oder andere Aktie im Depot, die aktuell deutlich im Minus steht. Genau das kann jetzt eine interessante Chance sein. Es geht dabei natürlich nicht um illegale Machenschaften, sondern um legale Steueroptimierung. Steuern zu zahlen ist zwar eine Bürgerpflicht, aber es ist ebenso legitim, die Steuerlast im Rahmen des Gesetzes zu minimieren. Du könntest also überlegen, ob Du einige der verlustbehafteten Aktien noch vor Jahresende verkaufst. Dadurch generierst Du Aktienverluste. Diese realisierten Verluste kannst Du dann mit Deinen bereits erzielten Aktiengewinnen verrechnen. Das Ergebnis ist ein geringerer zu versteuernder Gewinn. Zwar musst Du den Gewinn irgendwann in der Zukunft versteuern, aber Du erzielst einen Steuerstundungseffekt. Dieser Effekt ist nicht zu unter
























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