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SWR Kultur lesenswert - Literatur
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SWR Kultur lesenswert - Literatur

Author: SWR

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960 Episodes
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Joanna Bator erzählt 16 Geschichten, die für sich stehen können, aber ineinander verflochten sind. Sie erzählen von Alltäglichem, hinter dem das Unheimliche lauert.
Jedes Leben gewinnt Bedeutung, wenn man nur von ihm erzählt. In den „Wintermythologien“ erweist sich Pierre Michon einmal mehr als ein Meister der historischen Miniatur. Rezension von Leander Berger
Eltern, die die Erziehung an die Schule delegieren. Behörden, die sich hinter Abkürzungen verschanzen: Ricarda Junges Roman „Die schönste Zeit“ erzählt schonungslos von Überforderung auf allen Seiten. Christoph Schröder im Gespräch mit Ricarda Junge
Der Kultur droht der Rotstift. In Freiburg ist die Lage noch stabil. Katharina Knüppel vom Literaturhaus Freiburg über neue Zielgruppen, Programmplanung und ein Jubiläum im Herbst.
Verdeckte Operationen gegen Deutschland nehmen zu, mutmaßlich gesteuert von Russland, China, Iran oder Nordkorea. Dieses Buch zeigt das ganze Ausmaß des „stillen Kriegs“.
Die österreichische Autorin Magdalena Schrefel verwebt in „Das Blaue vom Himmel“ Klimapolitik mit persönlicher Leere – zwischen Vater, Tochter und verlorener Mutter.
Was hilft uns, wenn wir in eine Extremsituation geraten? Die beiden Notfallseelsorger Albi Roebke und Lisa Harmann erklären es mit Beispielen aus ihren bewegendsten Einsätzen.
In „Pompejis letzter Sommer“ erzählt Archäologe Gabriel Zuchtriegel mitreißend vom Leben kurz vor der Katastrophe und davon, wie nah uns diese untergegangene Welt noch ist.
Der österreichische Autor Thomas Bernhard hat Heinrich Steinfest inspiriert. Hier erzählt Steinfest, was er insbesondere an Bernhards Museumsroman „Alte Meister“ schätzt.
Heute sprechen wir über das Stottern. Und hören neue Songs und Lyrik über Minneapolis. Wir begegnen „Alten Meistern“ bei Heinrich Steinfest und im neuen Roman von Stefan Hertmans.
Poems of Minneapolis

Poems of Minneapolis

2026-02-0607:48

Seit den tödlichen Schüssen in Minneapolis nimmt der Widerstand gegen die Regierung Trump an Fahrt auf. Auch Dichter und Sänger schreiben zunehmend gegen die Razzien der ICE an. Reportage von Ulrich Rüdenauer
Anton und Dius sind Freunde. In seinem neuen Roman „Dius“ erzählt Stefan Hertmans die Geschichte einer aufgeladenen Künstlerfreundschaft zwischen Gent und Bergamo.
In „Das Dream Hotel“ entwirft die marokkanische Autorin Laila Lalami eine düstere Zukunft: Tech-Firmen haben die Macht übernommen und Data-Mining ist die neue Sicherheits-Norm.
Der Historiker David van Reybrouck plädiert in seinem scharfsichtigen und streitbaren Essay „Die Welt und die Erde“ für einen Paradigmenwechsel in der internationalen Klimapolitik.
Vier alte Frauen gründen in den USA einen Club, um anderen Senioren zu helfen. Mit Solidarität setzen sie ein Zeichen gegen gesellschaftliche Spaltung und finden einen neuen Lebenssinn.
Wie lässt sich angesichts von Kriegen, Krisen und Katastrophen Gelassenheit bewahren? Kulturwissenschaftler Helmut Lethen geht dem Ganzen in seinem Essay „Stoische Gangarten“ nach.
SWR Bestenliste Februar

SWR Bestenliste Februar

2026-02-0101:09:07

Traumlogik und Erinnerungsarbeit: Martina Läubli, Judith von Sternburg und Christoph Schröder diskutierten in der Bühler Mediathek vier Werke, die auf der SWR Bestenliste im Februar verzeichnet sind. Auf dem Programm standen mit „Vaim“ der neue Roman von Literaturnobelpreisträger Jon Fosse (Platz 5), mit „Ein Jahr in der Natur“ von Josephine Johnson eine Erstübersetzung aus dem Jahre 1969 (Platz 3), mit „Trag das Feuer weiter“ der Abschluss einer Familientrilogie von Leïla Slimani (Platz 2) und mit „Abschied(e)“ von Julian Barnes ein Buch über Erinnerungsarbeit angesichts des nahenden Todes. Begeistert zeigte sich die Jury von Jon Fosses „Vaim“ in der deutschen Fassung von Hinrich Schmidt Henkel aus dem Rowohlt Verlag. Drei Männer erzählen, eine Frau entscheidet. Fosses Prosa in kapitellangen Sätzen, die von Einsamkeit in der norwegischen Provinz erzählen, von Freundschaften und fatalen Beziehungen, überzeugte selbst einen ehemaligen Kritiker des Autors. Ein Text, getragen von einer melancholischen „Traumlogik“, erklärte Jury-Mitglied Christoph Schröder. Fosse-Kennerin Martina Läubli ordnete die Geschichte, in der am Ende fast alle Figuren gestorben sind, in das Gesamtwerk des Nobelpreisträgers ein. Die bislang jüngste Pulitzer-Preisträgerin wird in Deutschland wiederentdeckt, dank einer hochwertigen Edition in der Anderen Bibliothek. Josephine Johnsons „Ein Jahr in der Natur“ in der Übersetzung von Bettina Abarbanell und mit Illustrationen von Andrea Wan wird von der Bestenliste-Jury aber durchaus kontrovers diskutiert. Die Genauigkeit der Naturbeschreibungen, die niemals zu sprachlichen Überhöhungen der Flora und Fauna führen, wird gelobt. Doch die jahreszeitlichen Naturbetrachtungen seien zuweilen etwas erwartbar, sagt Judith von Sternburg. Auch die Schärfe und Aktualität der politischen Analyse ist Gegenstand des Gesprächs, webt die Autorin in ihre Chronik doch immer wieder Kommentare zum damaligen Vietnam-Krieg ein. Je länger der Abend, desto schärfer die Diskussion der Jury. Leïla Slimanis „Trag das Feuer weiter“ in der Übersetzung von Amelie Thoma aus dem Luchterhand Verlag wurde von Judith von Sternburg vorgestellt. Nach der Lesung aus dem Roman, in der es um die Zerrissenheit der Hauptfigur zwischen Marokko und Frankreich ging, kam Christoph Schröder auf die sprachlichen Schwächen zu sprechen. Während Läubli und von Sternburg ein Buch mit ambivalent gezeichneten Figuren gelesen haben wollen, kritisierte Schröder die seiner Meinung nach offensichtliche Schwarz-Weiß-Malerei, den willkürlichen Perspektivwechsel und die auf „Thrill“ angelegte Ästhetik selbst in einer Missbrauchsszene: „An diesem Buch stört mich so gut wie alles.“ Der Spitzenreiter der SWR Bestenliste im Februar ist Julian Barnes vermutlich letztes Buch „Abschied(e)“, das Gertraude Krueger für Kiepenheuer und Witsch ins Deutsche übertragen hat.
Eine Jugendliebe, eine jahrzehntelange Brieffreundschaft. Als Arthur vom Sohn seiner großen Liebe Charlene erfährt, dem „anderen Arthur“, gerät alles ins Wanken.
Josephine Johnson ist bis heute die jüngste Pulitzer-Preisträgerin aller Zeiten. In diesem Buch erzählt sie von ihrem zurückgezogenen Leben in Ohio. Johnson unterzieht die sie umgebende Welt einer anschaulichen und bildstarken Betrachtung.
Am 19. Januar ist Julian Barnes 80 Jahre alt geworden, und „Abschied(e)“ soll sein letztes Buch sein. Behauptet der Autor und verabschiedet sich auf das Eleganteste von seiner Leserschaft: mit einem klugen, fein ironisch gewürzten Text.
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Comments (1)

minx meow

wie schwülstig kann man sich ausdrücken 💀

Apr 14th
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