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Melange à trois
Melange à trois
Author: Missy May, Marjan Shaki, Linda Hold
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© Missy May, Marjan Shaki, Linda Hold
Description
Melange à trois – Der Podcast
Wenn Freundinnen aus einer WhatsApp-Gruppe beschließen, einen Podcast zu starten, kann etwas Verbindendes entstehen:
Sie sind nicht nur Künstlerinnen, Mütter, Ehefrauen und – empirisch betrachtet – in ihrer Lebensmitte, sondern vor allem eines: Menschen, die kein Blatt vor den Mund nehmen und humorvoll, aber auch kritisch Themen besprechen, die alles andere als geplant sind, sondern spontan aus einem Topf gezogen werden.
Genießt eine kurze Pause vom Alltag, hoffentlich mit einer heißen Tasse Kaffee in der Hand gemeinsam mit Missy, Marjan und Linda.
Wenn Freundinnen aus einer WhatsApp-Gruppe beschließen, einen Podcast zu starten, kann etwas Verbindendes entstehen:
Sie sind nicht nur Künstlerinnen, Mütter, Ehefrauen und – empirisch betrachtet – in ihrer Lebensmitte, sondern vor allem eines: Menschen, die kein Blatt vor den Mund nehmen und humorvoll, aber auch kritisch Themen besprechen, die alles andere als geplant sind, sondern spontan aus einem Topf gezogen werden.
Genießt eine kurze Pause vom Alltag, hoffentlich mit einer heißen Tasse Kaffee in der Hand gemeinsam mit Missy, Marjan und Linda.
54 Episodes
Reverse
Dezenz ist Schwäche, pflegt so mancher zu sagen.Wer klare Linien lebt, wird vom Prunk und Kitsch visuell erschlagen, sobald eine Jahreszeit mit ihren Festivitäten dekormäßig um sich schlägt.Kaum haben wir uns kollektiv darauf geeinigt, das vergangene Jahr hinter uns zu lassen, winkt es uns noch einmal im Wimpernschlag zu – und erinnert daran, dass zu anderen Zeiten des Jahres und des Lebens weniger mehr sein kann.Zwischen Schenkelklopfen und Schmunzeln, bombastischen Premieren und dem Barfußweg zum Würstelstand.Zwischen festem Auftritt und dem Wunsch zu tanzen, der mangels Platz und Rang nur ein Schielen auf Zehenspitzen bleibt.Wo Tulpen blühen, fast nackte Bilder hängen, wann wir ein bisschen selbstverliebt sind – oder in jemand anderen.Wer, wo und wann dazugehört, dürft ihr jetzt kurz ratenund in der heutigen Folge der Auflösung nachhören.
Wir haben es geschafft, weil wir es wiederum noch immer nicht geschafft haben, im bereits dichten Nebel des Januars zusammenzukommen. Aber dieses Mal haben wir es mit den Ton-Hürden erfolgreich aufgenommen und konnten zumindest auf diese Weise plaudern! Etwas gewöhnungsbedürftig zu Beginn, sind wir der Meinung, so geht’s auch. Ist zwar nicht zu vergleichen mit dem wirklichen Zusammenkommen, aber da, wo’s passt, passt es auf jede Art.Und so steht dies auch sinnbildlich für den Beginn eines neuen Kapitels, das beschrieben werden möchte, Richtiges und Gutes aus dem alten Jahr mitnimmt und anderes einfach mal zurücklässt.Mit großen Schritten galoppieren wir ins neue Jahr und erfahren dabei, wer welche Pläne hat und vielleicht Neues wagt. Ganz wichtig: die klappernden Hufen des chinesischen Krafttieres 2026! Voller Inbrunst, Tatendrang, Leidenschaft und vielleicht auch etwas Ungeduld geht’s feurig in die nächste Runde und ins bärige zweite Jahr mit der Mélange. Oder möglicherweise für eine Weile mit Thé à trois?
Im Nachhinein ergibt alles Sinn. Dieser Gedanke heilt so manche Wunde, die man gerade erst zu verarbeiten beginnt. Dass das Leben nicht immer linear verläuft, dass Rückschläge – retrospektiv betrachtet – manchmal sogar die bessere Option waren oder dass noch eine offene Rechnung bleibt, liegt teils im Auge der Betroffenen, teils an der inneren Haltung und manches Mal schlicht an der Zeit, die für einen arbeitet. Tiefschläge und Einschnitte lassen sich nicht vermeiden, oft macht auch hier der Ton die Musik. Liegt man am Boden und es wird nachgetreten oder sanft begleitet und bekommt die Situation erklärt. Letzteres lässt einen auch schneller den Fakt selbst überarbeiten, anstatt einen Schmerz über den Schmerz zu bearbeiten.Welche Enttäuschung klebt ein Leben lang an uns wie Bratfett an der Pfanne? Und aus welcher Niederlage ist man erst wie ein Phönix aus der Asche erwacht?Die Stimmung bewegt sich zwischen bittersüß und einfach nur oasch. Zur Untermalung dieser Lebensphasen gibt es in der aktuellen Folge auch ein paar kleine Gesangseinlagen.
Der Mensch ist von Natur aus ein wissbegieriges und lernfähiges Wesen. Das zeigt sich bereits bei Kindern: In ihrer Entwicklung – und den damit einhergehenden kleinen und großen Rückschlägen – stehen sie immer wieder auf und machen weiter.Dass wir jedoch in einem System leben, das feste Standards und Regeln vorgibt, macht persönliche Entwicklung manchmal unnötig anstrengend. Gleichzeitig stellt sich die Frage nach der Funktionalität: Was wäre, wenn jeder ausschließlich nach seinem eigenen Rhythmus leben würde?Wir stecken in einer Korsage, die bereits im Kindergartenalter beginnt und sich durch die gesamte Schulzeit zieht. Inwieweit bereitet uns dieses System tatsächlich auf das reale Leben vor – oder macht es uns in der heutigen Arbeitswelt eher unflexibel? Zwischen Förderung und Überforderung, Einteilung und Aufteilung, Verantwortung und Anschieben und Ausgepowertsein, noch bevor es eigentlich richtig losgeht. Was müsste sich ändern? Wie realistisch sind die Chancen auf Veränderung? Und wie manövriert man sich am besten durch die bestehenden Vorgaben?Dies und mehr hört ihr jetzt.
Nach einer Zeit innerer Einkehr, Stille und Gedankenpause kehren wir gesammelt, motiviert und gestärkt zurück – mit einem zufällig gezogenen Thema, das besonders gut passt. Direkt ins neu begonnene 2026, mit Vorhaben, Vorsätzen und Vorlieben.Wie sehr sind wir darauf angewiesen, auf uns aufmerksam zu machen? Wie genau wird man sichtbar? Und was passiert mit denen, die sich mit Selbstvermarktung schwertun – haben sie auf gewissen Arbeitsmärkten gar keine Chance mehr?Wie sehr nähren wir unsere Seele wirklich mit brauchbaren Inhalten? Und was von dem, was wir zeigen und mitteilen, ist wirksam, wirklich authentisch und vor allem persönlich vertretbar? Zeigen wir die fabelhafte Welt und ernten Beifall – und wie sehr tut das wirklich gut?Sind Followerzahlen ein Indikator für Erfolg? Zwischen „Mensch, ärgere dich nicht“, „Tabu“ und Pantomime spielen wir auf unsere Weise die Spiele der sozialen Medienkultur mit oder gehen hier und da erst mal nur auf Besuch. In unserer ersten Folge im neuen Jahr besprechen wir dies und mehr.
Bevor wir gemeinsam in die stillste Zeit des Jahres eintauchen, wollen wir heute noch einmal so richtig drauflosreden und mit rasantem Tempo in die Weihnachtszeit starten. Draußen glitzert es schon, es wird kälter – und vielleicht auch ein bisschen hektischer. Und doch sehen wir sie schon: die ruhigen Tage, das Friedenslicht am Ende des Tunnels.Die Wochen vor den Feiertagen sind oft gefüllt mit Terminen, To-do-Listen und Erwartungen. Kekse backen, Geschenke besorgen, Traditionen pflegen, neue Rituale entdecken. Manche von uns finden Ruhe im kleinen Kreis, andere stellen einen zusätzlichen Teller auf den Tisch und lassen die Tür offen für spontane Begegnungen.In dieser Folge wollen wir innehalten und fragen: Was war dieses Jahr wichtig? Was nehmen wir mit – und was dürfen wir loslassen, so wie die Kerzen am Baum langsam herunterbrennen?Schön, dass ihr da seid. Macht es euch gemütlich und lasst uns gemeinsam in diese besondere Zeit starten.
Ein Adjektiv, das sich überall hineinlegt wie eine Prise Zuckerstaub.Es steht für all das Süßliche, Kuschelige, Glitzer-Pastellige, für Plüsch, der sich an uns schmiegt und uns gleichzeitig ein wenig belächelt. Ein Begriff, mit dem wir uns selbst bestäuben – mal aus Eitelkeit, mal aus Trotz, mal einfach, weil’s schön klebt.Er löst bei der einen wohliges Seufzen aus, bei der anderen leises Würgen. Er passt zu Outfits und Angewohnheiten, zu heimlichen Wünschen, zu beginnender Arthrose und krummen Zehen – und natürlich zu den Gummibärchen, die sich irgendwo dazwischen verstecken.Und immer – wirklich immer – kommt ein Tupfer Mayonnaise dazu. Nur für eine von uns nicht.Welche? Hört selbst.
In was wir investieren, ist ähnlich individuell wie die Wahl des Lippenstifts. Geschenke, die man sich schon lange wünscht und letztendlich unter dem Deckmantel, einen anderen zu beglücken, selbst macht; Urlaube sowie kleinere und große Geschenke – und der „schönste Tag des Lebens“.Sind Dinge nur wertvoll, wenn sie viel kosten? Oder ist man gezwungenermaßen dann noch gezwungener, sie auch tatsächlich zu genießen?Von großen Festen, kleinen Träumen und dem allerschönsten Geschenk – nämlich Zeit – und vielen Momenten der Zufriedenheit, wenn sich das Investment auch wirklich ausgezahlt hat, darüber sprechen wir heute.
Landesgrenzen, Zäune und Mauern lösen bei den meisten gemischte Gefühle aus. Das Wort „Grenze“ trägt einerseits negative Assoziationen in sich – es steht für Distanz, Trennung und Ausgrenzung. Andererseits verbindet man es im Zusammenhang mit persönlicher Freiheit, Privatsphäre oder individuellen Kapazitäten mit Selbstschutz und Respekt.Im Gegensatz zu staatlich festgelegten Grenzen sind persönliche Grenzen ein sehr individuelles Feld. Sie bestimmen nicht nur unsere eigenen Rahmenbedingungen, sondern auch, wie wir mit anderen Menschen umgehen.Doch wie erkennt man eigentlich sein persönliches Limit? Ist es tagesformabhängig? Und wie oft müssen wir nachjustieren, um zwischen innerem Schweinehund, gefühlter Verletzung und einer tatsächlichen roten Linie zu unterscheiden?Manchmal ist es wichtig, an seine Grenzen zu stoßen – und sie anschließend zu erweitern. Das gelingt jedoch nur durch sichere Erfahrungen innerhalb des bereits abgesteckten Bereichs. Woher Grenzen kommen, wann „genug“ wirklich genug ist und ob manche von ihnen vielleicht sogar aufgelöst werden können, besprechen wir in unserer aktuellen Folge.
Wir haben es getan! Zum ersten Mal durften wir unsere kleine Gesprächsrunde erweitern und uns mit einigen von euch in einem gemütlichen Café zusammenfinden.Das Thema dieses Treffens wurde dabei komplett von euch initiiert: Adjektive und Themen wurden gesammelt und von uns in die Runde geworfen.Daraus entstand ein wunderschönes Gespräch über Freundschaft, Selbstwert und Mut – aber auch über Hilflosigkeit, große Schritte, kleine Freuden und unbekannte Begegnungen.Woher wir unseren Selbstwert beziehen, müssen wir ab einem gewissen Alter oft neu definieren und wieder selbst entwickeln. Während manche von uns mit ihren Tätigkeiten prahlen, rühmen sich andere mit der Freiheit des vermeintlichen „Nicht-Erfüllens“.Können wir unseren Selbstwert tatsächlich allein aus uns selbst schöpfen – oder ist es doch unumgänglich, Erfolge auf das Konto unseres Selbstwerts einzuzahlen?Was genau bedeutet eigentlich Selbstbewusstsein? Und unterscheidet es sich zwischen Männern und Frauen?Wie verwandelt man unbekannte Pfade in fruchtbare Wege?Und was macht einen wirklich guten Mädelsabend aus?Dies und mehr hört ihr in unserer ersten Live-Podcast-Folge – mit euch und durch euch.
Der Alltag dehnt sich oft zu einer Landschaft aus Tätigkeiten aus, die mehr Stunden beansprucht, als ein gewöhnlicher Tag herzugeben bereit ist. Zwischen Arbeit, Familie, Haustieren und den unverhandelbaren Grundbedürfnissen entsteht ein Geflecht aus Verantwortlichkeiten, das sich fortwährend ausbreitet. Der Haushalt bildet darin ein eigenes Kapitel, ein flexibles und zugleich hartnäckiges Feld, das sich dem Zeitplan selten fügt. Wenn die Minuten knapp werden, bleibt nichts anderes übrig, als die Krümel am Boden den Katzen zu überlassen und den Anspruch auf Ordnung großzügig neu zu definieren.Gleichzeitig wächst die Vorstellung einer Zukunft, in der all diese Mühen verschwinden könnten. Ein häuslicher Kosmos, der sich selbst trägt. Ein Haus, das sich morgens einschäumt, sorgfältig und sanft, und den zufällig Anwesenden notfalls gleich mitreinigt. Eine Küche, in der das Essen im Kühlschrank entsteht und sich anschließend eigenständig um Abwasch und Einräumen kümmert. Ein Raum, in dem Effizienz nicht mehr angestrebt, sondern inhärent sein wird.Die Konsequenz läge auf der Hand: Zeit in einem Ausmaß, wie man es bislang nur in der Theorie kennt. Doch der Mensch neigt dazu, Freiräume zu füllen, als seien sie ein Vakuum, das es zu verhindern gilt. Neue Aufgaben würden entstehen, neue Optimierungen, neue Routinen, die abermals nach technischen Lösungen verlangen. Im Herzen dieser Entwicklung bliebe ein stiller Gedanke bestehen: Ordnung ist angenehm, doch das kleine, unplanbare Chaos besitzt einen überraschenden Zauber.Gerade die zwischenmenschlichen Begegnungen tragen diesen Zauber. Sie sind selten effizient, oft störend, gelegentlich anstrengend – und doch unverzichtbar. Ohne sie verschwänden jene Momente, in denen uns die Gaumenfreude dem Kellner um den Hals fallen lässt, weil etwas auf unwahrscheinliche Weise vollkommen gelingt. In solchen Augenblicken tritt das Leben aus der Routine heraus und verweist darauf, dass Perfektion nicht der einzige Wert ist.Ein Blick zurück zeigt, wie selbstverständlich vieles geworden ist: die Waschmaschine, die Spülmaschine, der Staubsaugerroboter – all jene Helfer, die einst revolutionär wirkten und heute nur noch Geräusche im Hintergrund erzeugen. Zwischen Waschbrett, Lagerfeuerromantik und der sterilen Präzision moderner Geräte spannt sich ein Bogen, der den Wandel des Alltags markiert. Die Vergangenheit forderte mehr Zeit, schenkte dafür aber oft eine andere Form der Ruhe.Die Zukunft wird weiter optimieren, glätten, vereinfachen. Doch ein kleiner Rest an Unordnung – und an Begegnung – wird bleiben müssen, damit der Mensch nicht gänzlich zum Zuschauer seines perfekt funktionierenden Haushalts wird.Der Wunsch nach dieser Balance bleibt bestehen und beschäftigt zugleich.Vielleicht fangen wir erst mal klein an …Hört selbst.
Wo beginnt Freiheit eigentlich – beim Urteilen, beim Totschweigen oder beim ungefragten Trommeln für das vermeintlich Richtige?Über das Impfen zu sprechen, ist fast so heikel wie Gespräche über Kindererziehung oder Politik. Während die einen lautstark die Impfkeule schwingen, weichen die anderen der spitzen Nadel nur allzu gern aus.Viele Krankheiten, die man längst erfolgreich ausgepiekst hatte, kehren langsam zurück – irgendwo zwischen Impfmüdigkeit, entschiedener Gegnerschaft und medizinischer Notwendigkeit.Als Gesellschaft bewegen wir uns bei diesem Thema mal schonungslos offen, mal hinter vorgehaltener Hand – immer auf der Suche nach dem „richtigen“ Weg. Doch was ist überhaupt richtig? Und woher wissen wir das eigentlich?Drei Frauen, drei Perspektiven, verschiedene Zugänge – und ganz unterschiedliche Erlebnisse mit der Nadel, dem Mythos und der Medizin.Ein Thema, das Freundschaften beenden kann.Wie es bei uns ausgeht?Hört selbst.
Heute wird’s gruselig bis makaber. Mit anfänglichen Startschwierigkeiten stolpern wir direkt hinein in fürchterliche Gruselgeschichten – und nehmen dabei auch unsere eigenen Reaktionen in echten oder eingebildeten Stresssituationen unter die Lupe.Während die eine schon die Krallen ausfährt, ergreift die andere panisch die Flucht – und die dritte? Die legt sich möglicherweise einfach zur letzten Ruhe.Was lehrt uns das Fürchten?Wie wollen wir begraben werden?Und was hat das alles mit menschlichem Restmüll zu tun?In dieser Folge klären wir, was Spinnen, Gehirne und Friedhöfe mit uns machen – und haben uns dafür auch optisch ein bisschen ins Blut gelegt.Makaber. Schrill. Und ziemlich lebendig.
Die Geschlechterrollen werden uns quasi in die Wiege gelegt – so zumindest scheint es, wenn man viele kleine Kinder beobachtet. Doch wie viel davon ist tatsächlich angeboren? Wie viel ist anerzogen, patriarchal geprägt oder durch die Gesellschaft weitergetragen? Und wie leicht lässt sich dieses System überhaupt beeinflussen?Nicht erst seit #MeToo beginnen wir konsequenter und entschlossener darauf hinzuweisen, wo in unserer Gesellschaft Unterdrückung geschieht – oder sogar bewusst zementiert wird.Gleichzeitig gibt es Momente, in denen Frauen es durchaus genießen, vom „stärkeren Geschlecht“ umworben zu werden. Diskriminierung auf der einen Seite, Alpha-Männchen auf der anderen – ein scheinbarer Widerspruch, der dennoch in vielen Leben koexistiert.Wir müssen einen Konsens finden: nicht nur über den Gender Pay Gap diskutieren, sondern auch darüber, wie wir Sprache, Macht und alltägliche Abhängigkeiten fair gestalten. Zwischen verkomplizierter Sprachanwendung und sprachlicher Gewalt, zwischen dem realen Nachteil, den viele Frauen erfahren, und der Tatsache, dass wir in manchen Situationen auch auf Männer angewiesen sind – dazwischen bewegen wir uns.Und manchmal, zwischen all den strukturellen Ungleichheiten, dem Menschlichen, dem Politischen, dem „Kacken der Tiere“ fantasievoll in Szene gesetzt, sitzen wir einfach wieder zusammen – bei einem gemütlichen Kaffee und bester Laune.
Jahreszeitenbedingte Talfahrten oder der falsche Fuß beim Aufstehen. Seelische Tiefs kennen wir alle. Doch paradoxerweise kann eine depressive Phase eine Art klärende, entschleunigende oder bewusstseinserweiternde Wirkung haben.In solchen Momenten darf sie – trotz der Schwere – als Anlass zur Selbstreflexion, zum Rückzug vom Übermaß des Alltags oder zur Neuausrichtung empfunden werden. Die „Erfrischung“ liegt nicht im Leiden selbst, sondern im Stillstand, der neue Perspektiven ermöglicht. Es ist eine Form des Durchatmens im Dunkeln – eine Pause, in der etwas Altes abbröckelt, bevor Neues entstehen kann. Wir sinnieren über unsere, aber auch allgemeine dunkle Flecken des Lebens und suchen positive Effekte.Trotzdem bleibt eine längere oder schwere Depression eine ernsthafte psychische Erkrankung, die Hilfe braucht. Der Begriff darf daher nie romantisieren, sondern höchstens andeuten, dass selbst in tiefen Phasen manchmal ungewollte Einsichten oder Wandel keimen können – und dadurch frischer Wind in bereits muffige Räume strömen darf.1. TelefonSeelsorge Österreich📞 142 (kostenlos & anonym, 24 Stunden täglich)🌐 www.telefonseelsorge.at→ Auch Chat- und Mailberatung möglich, völlig anonym. 2. Rat auf Draht (für Kinder, Jugendliche & Bezugspersonen)📞 147 (kostenlos, 24/7, ohne Vorwahl)🌐 www.rataufdraht.at→ Chatberatung & E-Mailberatung verfügbar. 3. Psychosoziale Notdienste (je nach Bundesland)– Wien: 01 31330 (24h erreichbar)– Niederösterreich: 0800 20 20 16– Steiermark: 0316 877 22 22– Tirol: 0512 504 800 81– Burgenland: 02682 65306– Kärnten: 050 536 53399– Salzburg: 0662 88 53 00– Oberösterreich: 0732 2177– Vorarlberg: 05522 505 22 22→ Alle sind anonym und rund um die Uhr erreichbar.💬 Online & Chat-Angebote • krisenchat.at→ Kostenlos, anonym, rund um die Uhr über Chat erreichbar (auch WhatsApp).→ Besonders für Jugendliche und junge Erwachsene. • suizidpraevention.gv.at→ Übersicht über regionale Hilfsangebote & Krisendienste.❤️ Wenn du sofort Hilfe brauchstFalls du dich akut in einer Krise befindest oder das Gefühl hast, nicht mehr weitermachen zu können,bitte rufe sofort 112 (Notruf) oder geh in die nächste Notaufnahme – du bekommst dort sofort Unterstützung.
Wie passen Klimaschutz und Bühne zusammen? Ein Thema, das irgendwie auch schon viele nervt, weil es sich anfühlt wie ein Kampf gegen Windmühlen. Gleichzeitig gibt es diese großartigen Menschen, die mit immer innovativeren Ideen die Macht der Gewohnheit auch in diesem Bereich aufbrechen und uns neue Wege aufzeigen. In Wahrheit führt ja kein Weg daran vorbei, und wir müssen uns damit auseinandersetzen – nicht nur wir im Privaten, sondern vor allem in großen Unternehmen, zu denen eben auch Bühnen zählen.Wir alle sind mehr und mehr gefragt, unseren Beitrag zu leisten und trotzdem das Gefühl zu vermitteln, als müssten wir nicht auf etwas verzichten, sondern im Gegenteil – eine gewinnende Situation für uns alle zu erreichen, im Hinblick auf eine gesunde Zukunft. Wer was bereits umsetzt, wie wir Theater ohne Ressourcenverschwendung umsetzen würden, ob sich damit überhaupt noch Geld verdienen lässt und wer nicht nur ein Kostüm recycelt – oder offen gestanden gefladert – hat, das besprechen wir in der aktuellen Folge.
Willkommen zu einer neuen Folge – heute geht’s um ein Thema, das in Therapieräumen gern mal leise mitläuft. Wenn der gute Wille ein bisschen zu viel Schwung bekommt und Interventionen schneller wachsen als das Vertrauen – dann lohnt sich ein genauerer Blick.Dabei ist klar: Es gibt unzählige Formen von Therapie – von tiefenpsychologisch bis körperorientiert, von kreativ bis kognitiv – und jede hat ihre eigene Sprache, ihr eigenes Tempo, ihre eigenen Fallstricke. Doch ganz gleich, wie der Ansatz aussieht: Manchmal ist weniger mehr.Wir sprechen darüber, wo gut gemeint nicht immer gut gemacht ist, warum Tempo nicht gleich Tiefe bedeutet – und wie man in der Therapie den Fuß manchmal auch vom Gas nehmen darf. Wie immer mit einem Schuss Nachdenklichkeit und einem Hauch Selbstironie.
Wie funktioniert Kreativität und wann kann sie sich entfalten? Ist uns allen Kreativität angeboren, oder braucht es einen gewissen Nährboden, Raum und mitunter auch Langeweile? Manche Menschen funktionieren sehr kreativ unter Leid, Druck und Schmerz und finden hier ein kreatives Ventil. Andere blühen auf einem vertrauensvollen und sicheren Boden erst richtig auf. Wie lässt sich Kunst bewerten? Braucht Kunst zwangsläufig ein Publikum und wie viele Menschen sind viel schöpferischer, als sie es selbst für möglich halten? Wenn Kreativität ein Hobby ist, dient es nicht selten der Entspannung. Bekommt sie viel positive Resonanz, entscheiden manche Menschen, daraus einen Beruf zu machen – und verlieren wiederum ihr Hobby. Wie wichtig ist es dann, wieder ein neues Feld der Gestaltung und Schöpferkraft zu finden? Brauchen wir alle mehr Mut zu mehr Fantasie? Entstehen nicht dadurch erst die größten Erfindungen?Wer und was inspiriert uns? Und wie viel Einfluss – im positiven wie im negativen – haben hier soziale Medien, Hobby-Journalisten und selbsternannte Experten, die einem mit einem Wimpernschlag die Freude an der eigenen Kreativität kaputt machen können, weil wir uns entscheiden oder entschieden haben, uns einer äußeren Wertung auszuliefern, anstatt die Erfüllung des Moments nach unserem Geschmack lustvoll und originell im Stillen zu genießen.Was gefällt und berührt – darüber lässt sich weitestgehend streiten, auch wenn manche Trends uns den Geschmack vorgeben, uns durch die Welle der Gruppendynamik mitreißen und den Zugang zur individuellen, persönlichen Vorliebe manches Mal trüben oder verändern. Vielleicht ist es an der Zeit, Kreativität nicht mehr messen, bewerten oder rechtfertigen zu wollen – sondern sie einfach geschehen zu lassen.
Leistungsdruck beginnt bereits bei den Kleinsten. Auch als Erwachsener fühlt es sich meistens besser an, zu sagen, was man alles geleistet hat, wie viel auf der Agenda steht, anstatt die vielen Lücken im Kalender zu betonen oder wie oft man geruht hat. Wer sich ausruht, muss es sich verdient haben. Gleichzeitig blicken wir neidvoll auf jene, die es sich augenscheinlich nicht nur finanziell, sondern auch vom Mindset leisten können, einen Gang zurückzuschalten und Auszeiten in ihren Alltag als Fixpunkt zu integrieren, anstatt sich bis zur völligen Erschöpfung von Urlaub zu Urlaub zu hangeln.Auszeit ist für jeden etwas anderes. Eine kleine Auszeit ist selten ein Mangel an Zeit, als vielmehr die Tatsache, es verlernt zu haben, sich diesen wichtigen kurzen Moment auch ohne vorige Anstrengung zu schenken. Wo genau liegt der Punkt, an dem aus gesunder Hingabe eine Abwärtsbewegung in Richtung Erschöpfung entsteht? Warum ist es für manche von uns so unglaublich schwer, sich guten Gewissens etwas zu gönnen und sich selbst, anstatt vielen anderen, die eigene Zeit und Muße zu schenken?In einer Gesellschaft, in der Leistung und Haben mehr zählen als Sein, fällt es vielen von uns zunehmend schwerer, eine gesunde Balance zu finden und neben exzessivem Arbeiten nicht auch exzessives Abschalten zu betreiben – um schlussendlich wieder ausreichend leisten zu können. Die Antwort liegt vermutlich wieder einmal in der goldenen Mitte. Nur wer innerlich gefüllt und aufgeladen ist, meistert auch holprige Wege und mühselige Aufstiege, die das Leben für uns bereithält. So viel ist wohl sicher.
Wir 3, aber auch die Menschen in unserem Umfeld, sind sich einig: Alle, die Not erleiden – wie Hunger, Krieg, Katastrophen – müssen die Chance auf ein besseres Leben haben. Der Klimawandel, politische Unruhen sowie fatale Folgen von Machtmissbrauch in hohen Ämtern führen dazu, dass immer mehr Menschen die Last der Flucht auf sich nehmen müssen – in der Hoffnung, das zu bekommen, was wir uns alle wünschen und vor allem möglichst lange erhalten möchten: Frieden, Gesundheit und Sicherheit. Wie schnell diese Grundbedürfnisse ins wirkliche Wanken geraten, können wir – bislang glücklicherweise – den Medien tagtäglich entnehmen und wie einen Film betrachten, während es für so viele Menschen brutale Realität ist. Doch was passiert, wenn aus einst großen europäischen Gesten plötzlich kleinliche Alltagsaversionen bis hin zu pauschalen Vorurteilen, Ängsten und fremdenfeindlichen Haltungen in der eigenen Gesellschaft entstehen? Wie können wir anderen begegnen, ohne uns selbst unfrei zu fühlen? Schaffen wir den Spagat und finden wieder Anhaltspunkte, um das, was uns alle eint, anstatt jenes, was uns religiös und kulturell trennt und unterscheidet, lebendig, bereichernd und gemeinschaftlich umsetzbar zu machen? Oder ist es naiv, sich ein multikulturelles Miteinander auf Augenhöhe, Respekt und Faszination untereinander zu wünschen, damit aus Fremden Freunde werden? Dies und mehr in Folge 34.




