Die Scharfschützen-Touristen von Sarajevo
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Sie sollen in dunkler Nacht eingeflogen worden sein, übers Wochenende in den Krieg und wieder zurück. 200’000 Euro für einen Jagdausflug in die Hügel von Sarajevo.
Ein Jagdausflug aus Menschen. Vor dreissig Jahren endete der Krieg in Bosnien-Herzegowina, seither halten sich hartnäckig die Gerüchte von wohlhabenden Westlern (auch aus der Schweiz), die auf «Sarajevo-Safari» gegangen sein und von den Hügeln gegen Bezahlung auf Zivilisten geschossen haben sollen. Handfeste Beweise für die Vorwürfe gibt es bislang keine. Eine Untersuchung in Mailand könnte das nun ändern – nach der Recherche eines italienischen Journalisten ist die Staatsanwaltschaft aktiv geworden.
Wie gross sind die Erfolgschancen einer solchen Untersuchung? Und was bedeutet diese neue Entwicklung für die Menschen in Bosnien? Darum geht es in einer neuen Folge von «Apropos». Zu Gast ist Elisa Britzelmeier, die neue Korrespondentin der Süddeutschen Zeitung und des Tages-Anzeigers in Italien.
Host: Philipp Loser
Produzentin: Sibylle Hartmann
- Scharfschützen-Tourismus im Bosnienkrieg: «Es ist unfassbar für mich, dass jemand aus Vergnügen das Kind eines anderen tötet»
- Apropos-Folge über Amina Ovcina Cajacob, die den Krieg in Bosnien überlebt hat: «Ich war ein Kind und dann nicht mehr»
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