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Reizdarm-Syndrom. Was wirklich hilft

Reizdarm-Syndrom. Was wirklich hilft

Update: 2025-11-23
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Wie Reizdarm entsteht und welche Maßnahmen die Symptome lindern.

Reizdarm-Syndrom verständlich erklärt


In dieser Podcastfolge sprechen Ulli Harras und Rüdiger Freund, Apotheker und Chefredakteur von aponet.de, über das Reizdarm-Syndrom (RDS). RDS ist eine funktionelle Störung des Darms, die starke Beschwerden verursacht und den Alltag vieler Betroffener prägt. Typisch sind häufiger Stuhlgang, Durchfall, Blähungen und Übelkeit. Diese Symptome können über Monate bestehen und machen es schwer, einen normalen Tagesrhythmus zu halten.


Reizdarm-Symptome frühzeitig ernst nehmen


Viele Menschen gehen erst spät zum Arzt. Dabei rät Rüdiger Freund dazu, sich medizinische Unterstützung zu holen, wenn die Beschwerden länger als einige Wochen anhalten. Anhaltende Durchfälle oder starke Bauchkrämpfe weisen darauf hin, dass der Verdauungstrakt aus dem Gleichgewicht geraten ist. Eine frühe Abklärung hilft, andere Erkrankungen auszuschließen und schneller passende Maßnahmen zu finden.


Ursachen und Auslöser. Was hinter RDS steckt


Die Ursachen von Reizdarm sind bis heute nicht eindeutig geklärt. Der Apotheker erklärt, dass mehrere Faktoren zusammenspielen. Dazu gehören Veränderungen in der Darm-Hirn-Achse, Stress und psychische Belastungen, Störungen im Mikrobiom sowie Reaktionen nach Infekten. Auch Antibiotika und andere Arzneimittel können das Gleichgewicht der Darmflora so verändern, dass Beschwerden entstehen. Manche Studien vermuten sogar kleine Entzündungsherde in der Darmwand.


Diagnostik beim Arzt. So läuft die Abklärung


Um ein Reizdarm-Syndrom sicher zu diagnostizieren, müssen zunächst andere Erkrankungen ausgeschlossen werden. Ärztinnen und Ärzte nutzen dafür Blutuntersuchungen, Ultraschall, das Abtasten des Bauches und bei Bedarf eine Darmspiegelung. Praktisch ist ein Symptom-Tagebuch, wie es Freund empfiehlt. Betroffene dokumentieren damit Stuhlgang, Schmerzen, Ernährung und Stressfaktoren. Das macht Muster sichtbar und erleichtert die medizinische Einschätzung.


Behandlung bei Reizdarm. Was wirklich hilft


Eine ursächliche Therapie gibt es bisher nicht. Die Behandlung richtet sich nach den individuellen Beschwerden. Wer unter Durchfall leidet, kann gezielt Medikamente einsetzen. Bei Verstopfung helfen Ballaststoffe wie Flohsamen. Pflanzliche Präparate mit Pfefferminz- oder Kümmelöl wirken entspannend auf die Darmmuskulatur.


Auch der Lebensstil spielt eine große Rolle. Eine angepasste Ernährung, möglichst begleitet von einer Ernährungsberatung, stabilisiert die Verdauung. Entspannungsmethoden wie Yoga, Meditation oder autogenes Training senken Stress und stärken die Darm-Hirn-Achse. Freund betont, dass regelmäßige Bewegung den Bauch beruhigt und das Wohlbefinden verbessert.


Alltag mit Reizdarm. Warum Selbsthilfe so wichtig ist


Viele Betroffene erleben gute Phasen und Rückschläge. Klar ist. Je besser man die eigenen Auslöser kennt, desto leichter lässt sich der Alltag stabil halten. Kleine Veränderungen wie regelmäßige Mahlzeiten, ausreichend Flüssigkeit, Stresspausen und angepasste körperliche Aktivität machen oft einen größeren Unterschied, als man zunächst erwartet.


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