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EvidenzUpdate – für klügere Medizin
EvidenzUpdate – für klügere Medizin
Author: Denis Nößler, Martin Scherer
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Description
Betrachtungen über sogenannte "Wahrheiten" in der Medizin. Wir schauen auf die medizinische Wissenschaft, auf Studienergebnisse und Expertenaussagen. Wir ordnen ein, was wir eigentlich wissen können und was nicht. Und wo es schlicht Grenzen gibt – für Ärztinnen und Ärzte und für alle, die mehr wissen wollen.
Neue Episoden gibt es (mindestens!) wöchentlich.
Wir, das sind Martin Scherer, Past-Präsident der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM), und Denis Nößler, Medizinjournalist.
Mehr Inhalte und Einordnung, alle Details zu den Episoden und von Menschen (!) liebevoll aufgeschriebene Transkripte gibt es auf
www.evidenzupdate.de
Neue Episoden gibt es (mindestens!) wöchentlich.
Wir, das sind Martin Scherer, Past-Präsident der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM), und Denis Nößler, Medizinjournalist.
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177 Episodes
Reverse
Servus! Lust auf einen kleinen und kurzen (!) Ausflug ins linke Atrium? Dort können wir uns das Öhrchen anschauen. Und die Schirmchen, also: den katheterbasierten Vorhofohrverschluss, den LAA-Okkluder (engl.: Left Atrial Appendage Closure). Dafür haben wir eine frische, große, deutsche Studie auf dem Tisch, dazumal unabhängig von der Industrie. Es geht um die CLOSURE-AF, die Mitte März publiziert worden im New England Journal of Medicine.
Guten (Karfrei-)Tag! Fragt man eine sog. KI seiner Wahl, was das Osterfest mit der oralen Antikoagulation bei venösen Thromboembolien zu tun hat, fabulieren die Maschinen u.a. das zusammen: Auferstehung als Metapher fürs Rezidivrisiko, der Frühling als verlängerte Sekundärprävention, das Opferlamm als Symbol fürs Blutungsrisiko. Wie (herrlich) albern diese Apparate sind.
Aber zum Ernst der Sache: Heute gibt es ein echtes Short-Take (unter 30 Minuten!), und zwar über die COBRRA-RCT zur Frage, ob man bei akuten venösen Thromboembolien entweder zu Rivaroxaban (Xarelto®, Generika) oder doch besser zu Apixaban (Eliquis®) greifen sollte.
Buona sera! Ja, wir sind etwas spät dran mit der nächsten Episode, genau genommen eine Woche, die wir wenigstens mit einem Evidenz-Quickie überbrückt haben (der Nächste ist auch schon in der Mache; die nächsten Episoden auch schon geschnitten). Nun aber die aktuelle Episode, und in der kommt es ziemlich fett. Wir haben uns die aktuelle Leitlinie zur Dyslipidämie-„Verwaltung“ aus den USA vorgenommen, genauer genommen von ACC und AHA und vielen, vielen weiteren.
Wir zerlegen ausnahmsweise mal keine Studienpublikation oder Metaanalyse. Wir nehmen nicht den nächsten gesundheitspolitischen oder gesellschaftlichen Kokolores aufs Korn. Die internistischen und Organ-Fächer lassen wir auch in Ruhe. Heute geht es „an die Front“, jedenfalls gedanklich: Denn wir wollen wissen, wie evidenzbasierte Medizin bei der Bundeswehr funktioniert, welchen Stellenwert Leitlinien noch haben, wenn draußen die Panzer rollen. Dafür sprechen wir mit dem Kommandeur des KdoGesVersBw, Generalstabsarzt Dr. Johannes Backus.
Eigentlich wollten wir nur über Interessenkonflikte in der Medizin reden. (Haben wir auch.) Aber dann kamen wir auf die Frage, was in unserer Gesellschaft derzeit die wichtigsten Werte sind. Ist es Frieden? Oder Freiheit? Demokratie? Alles wäre höchst erstrebenswert, angesichts nicht nur der jüngsten Entwicklungen. Oder ist es in unserer saturierten „westlichen“ Welt vielleicht Wohlstand? Wahlweise Freude und Eierkuchen?
Nein: Gesundheit scheint im Moment für viele das Maß der Dinge zu sein, jedenfalls wenn man nicht gerade in einem von Krieg oder Armut heimgesuchten Land lebt. Über Gesundheit geht im sog. Westen im Moment nur wenig. Aber wieso?
Salve! Der BVB ist raus aus der Champions League, die Herren haben es ziemlich vermasselt: erst gepennt, dann Fehler gemacht. Blöd für alle, die es mit Schwarz-Gelb halten.
Nicht weniger blöd ist es in der Medizin, wenn man etwas verpennt oder „raus ist“. Zum Beispiel wenn es um Herz geht, um die Koronarien, und auf einmal ein paar Fachgesellschaften aus Leitlinien „raus sind“. Oder wenn sie sich im Streit ums Herz und über die richtigen klinischen Interpretationen von Studienevidenz (mehr oder weniger) zerlegen und dem Streit kein konstruktiver Diskurs mehr folgt. Auch das ist ziemlich blöd.
Guten Abend! Für heute haben wir uns ein moralisches Minenfeld herausgesucht, das wir aus freien Stücken betreten: Interessenkonflikte in der Medizin, einmal wieder (manche erinnern sich vielleicht noch an die Episode Bias by Design). Dieses Mal denken wir über den Sinn von Interessenerklärungen nach, vielleicht auch über ihren Unsinn.
Moin, zusammen! Heute wollen wir etwas druckvoller ins Wochenende gehen. In unserem Short-Take (das ist alles unter 45 Minuten 🤓) nehmen wir uns eine XXL-Metaanalyse vor. Darin stecken die Daten von 5,87 Millionen Menschen mit Typ-2-Diabetes aus 89 Kohorten.
Hej aus den Glomeruli! Wie versprochen geht’s uns heute an die Nieren. Das wird auch nicht sooo lang, ebenfalls versprochen. Wir nennen es jedenfalls Short-Take. Herausgepickt haben wir eine Studie, die nicht nur nephrologisch, sondern fast schon politisch daherkommt: Sie zeigt (oh, Wunder), dass es sich an allen Rändern gefährlich und in der Mitte mithin am besten lebt. Wieder eine schöne U-Kurve.
Guten Abend! Zwischenzeitlich war uns nach all den malignen Episoden etwas schwindelig geworden. Abhilfe geschaffen haben Ralf Jendyk und Detmar Jobst, die etwas gegen Schwindel haben: nämlich die neue S2k-Leitlinie Schwindel in der Hausarztpraxis. Vielen Dank an beide für ihre Zeit und das lehrreiche Gespräch!
Moin, zusammen! Im Moment sind wir etwas „maligne“ unterwegs und beschäftigen uns mit allerhand Krebs-Screenings. Eine haben wir noch, nämlich die Brustkrebs-Früherkennung und speziell das hiesige Mammografie-Screening-Programm (MSP) und die große Evaluation dazu aus dem vergangenen Jahr, die ZEBra-MSP. Die schauen wir uns hier etwas näher und dezidiert kritisch an. Wir wollen fair bleiben und hoffentlich praxisnah den Nutzen und den Schaden des MSP zeigen.
Salut! Diese Episode widmen wir allen, die schon zu viele Glimmstängel verputzt haben, die die Verbrennungsprodukte passiv erduldet haben und jenen, die andere von Zigarette et al. losbringen wollen. Denn heute sprechen wir über die Lungenkrebs-Früherkennung für Raucherinnen und Raucher, die im April starten soll. Mit am Start ist wieder Jean-François Chenot aus Greifswald.
Wir starten ins neue Jahr: mit fragwürdiger Mathematik, einer leichten Erkältung und dem festen Vorsatz, diesmal wirklich einen Short Take zu machen. Spoiler I: Es gelingt uns so mittelgut. Denn obwohl wir uns vorgenommen hatten, lediglich zwei im Jahresrückblick liegengebliebene Arbeiten nachzuholen, kam uns (einmal mehr) die Gesundheitspolitik dazwischen. Spoiler II: Es geht so verrückt weiter, wie es gaga aufgehört hat.
45² = 2025. Schon wieder ein Jahr kaputt: Neue Regierung, neuer Kanzler, alte Probleme und für vieles nach wie vor keine Lösungen. (Nicht nur) Im Osten Europas ist immer noch Krieg, und im Weißen Haus sitzt schon wieder der Verrückte. Den Begriff Effizienz können immer weniger richtig buchstabieren, vor allem im Gesundheitswesen. Und sogenannte Prävention macht immer mehr kaputt. Höchste Märklin-Eisenbahn für eine Jahresrückblicks-und-Ausblicks-Episode.
Fröhliche Weihnachten, liebe Leute! Heute wird es noch einmal herzerwärmend – und noch einmal länger: Mit Günther Egidi reden wir in Teil 2 über die neue Version 2.3 der S3-Leitlinie Hausärztliche Risikoberatung zur kardiovaskulären Prävention. Günther Egidi ist einer der Leitlinien-Autoren. Vor einer Woche hatten wir bereits Teil 1 des Gesprächs veröffentlicht, darin ging u.a. um die Indikationsstellung und Risikoermittlung.
Einen schönen 4. Advent und Chanukka sameach, liebe Leute! Heute wird es herzerwärmend – und etwas länger: Mit Günther Egidi haben wir uns die neue Version 2.3 der S3-Leitlinie Hausärztliche Risikoberatung zur kardiovaskulären Prävention vorgenommen. Günther Egidi ist einer der Leitlinien-Autoren. Die neue Version ist im August erschienen, das Update vom Innovationsfonds gefördert worden. Über die Neuerungen in der Leitlinie sprechen wir in zwei Teilen. Hier: Teil 1.
„Hannover“ hängt uns noch immer nach, bestenfalls aber positiv. Ein Lapsus, nämlich in einem Gespräch (über die neuen Anti-Amyloid-Antikörper) unsere Interessen nicht dargelegt zu haben, hat Folgen: Seither veröffentlichen wir die Interessenerklärungen von uns und unseren Gästen. Wir vermuten, dass wir der wohl einzige medizinische Podcast hierzulande sind, der das tut. Und die zweite Folge ist diese heutige Podcast-Episode: Ein Gespräch zu fünft (!) über die strukturelle Verwundbarkeit der modernen Medizin, nämlich über Interessenkonflikte. Dieses Gespräch führt uns (Spoiler!) in den methodischen und auch in einen kulturellen Kaninchenbau.
Bonjour & liebe Grüße „aus“ New Orleans! Vor Ort waren wir zwar (leider) nicht. Wir waren ja beim 13. Tag der Allgemeinmedizin in Hamburg, während gleichzeitig in NOLA die Jahrestagung der American Heart Association (AHA) stattfand. Aber wir haben versprochen, uns dennoch mit der einen oder anderen kardiologischen „Breaking News“ zu beschäftigen, die beim AHA-Meeting vorgestellt wurde. Das machen wir in dieser Episode (aufgezeichnet am 14. November), denn manches aus New Orleans ist unseres Erachtens etwas zu leichtfertig bzw. leichtgläubig und voreilig als Sensation bezeichnet worden. Wie so oft (Achtung, Spoiler) halten solche Einschätzung bei genauerer Betrachtung nicht stand.
Hallihallo! Nach der Präventionsepisode legen wir mit Thomas Maibaum noch einen nach und bleiben ein Stück im Thema: Wie schon öfters angecliffhangert, kommt hier und heute endlich unser Gespräch über die Version 3.0 der S3-Leitlinie Kolorektales Karzinom. Auch die Miezekatze ist wieder am Start und hat einen „Textmarker“ dabei.
Guten Morgen (?), liebe Leute! Heute müssen wir über ein riesengroßes Missverständnis sprechen: über Prävention, oder besser: über das, was aus ihr geworden ist. 😷 Dafür haben wir einen Dritten im Bunde, den wunderbaren Thomas Maibaum aus Rostock, der nicht nur interessante Literatur (s.u.) im Gepäck hat, sondern noch klügere Gedanken.























