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Kanzler Stocker will bei nächster Nationalratswahl antreten

Kanzler Stocker will bei nächster Nationalratswahl antreten

Update: 2025-11-30
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Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) möchte sein Amt noch länger ausüben. Mit seiner Nachfolge werde er sich erst “nach der nächsten Nationalratswahl beschäftigen”, sagte er im Interview mit der “Kronen Zeitung” (Sonntag). Folglich werde er bei dieser als Spitzenkandidat für die ÖVP antreten und einstweilen “natürlich” Kanzler bleiben, so Stocker: “Mich erfüllt diese Aufgabe mit viel Freude.” Nach seiner Rückenoperation ist er “vollkommen schmerzfrei”.





Mit der Regierung will der Kanzler einen “Schritt nach vorne” machen. “Ich habe den Willen, dieses Land zu gestalten und will mit meinen Mitbürgern in einem schlankeren, effizienteren Staat leben, mit einem soliden Haushalt, mehr Wirtschaftswachstum, weniger Inflation und hoffentlich mehr Zufriedenheit.” Eine etwaige Führungsdiskussion in der Volkspartei während seiner Abwesenheit verbannte Stocker in die “Gerüchteküche”. Auch an den ständigen Spekulationen um eine Rückkehr von Ex-Kanzler Sebastian Kurz sei nichts dran.



Unerfreuliche Umfragen



“Sicher kein Anlass zur Freude” seien die aktuellen Umfragen, in denen die Regierungsparteien ÖVP, SPÖ und NEOS zugunsten der FPÖ verlieren. “Was in der Wirtschaftskammer passiert ist, geht natürlich auch an der Volkspartei nicht spurlos vorüber”, so Stocker. Sinkendes Vertrauen in die Regierung sei für ihn in Krisenzeiten nichts Ungewöhnliches. Freilich wolle er nun das Land “mit den richtigen Entscheidungen durch diese Zeit führen”.



Der ÖVP-Obmann war in der Vorwoche nach einer Rückenoperation ins Büro zurückgekehrt. Aufgrund einer Verengung bei der Wirbelsäule habe er zuvor ein Jahr lang starke Schmerzen gehabt, sagte Stocker. In den vier Wochen der Rekonvaleszenz sei es ihm “mit jedem Tag besser gegangen”, jetzt habe er ein “ganz neues Lebensgefühl”. Auch von zuhause habe der Kanzler gearbeitet, Telefonate geführt und Mitarbeitende empfangen. Nun pendle er wieder täglich zwischen Wiener Neustadt und Wien.



FPÖ sieht “panisches Ablenkungsmanöver”



Die FPÖ würde einfache Lösungen versprechen und die Gesellschaft spalten, sagte Stocker. Deren Parteichef Herbert Kickls Bilanz als Innenminister sei “desaströs”. Ein “panisches Ablenkungsmanöver vom eigenen Totalversagen” sah hingegen der freiheitliche Generalsekretär Michael Schnedlitz in einer Aussendung: “Statt die Teuerungs- und Asylkrise zu bekämpfen, verbreitet der Kanzler Märchen und Lügen über den einzigen Politiker, der die Interessen der Österreicher vertritt.”



(APA)

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