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Die Geschichtsgreißlerei
Die Geschichtsgreißlerei
Author: Andreas Filipovic, Walter Szevera
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© Andreas Filipovic
Description
History goes Grätzl! - Ausgehend von Wiener Orten behandelt die Geschichtsgreißlerei historische Themen und aktuelle gesellschaftspolitische Fragen. Sie erzählt Unbekanntes und Unerhörtes über Wien und spannt den Bogen weit darüber hinaus.
64 Episodes
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60 Jahre nach dem „Anwerbeabkommen“ zwischen Österreich und Jugoslawien sprechen wir mit der Historikerin Julia Tyll-Schranz über diese Migrationsbewegung des 20. Jahrhunderts und über Schicksale der damals zugewanderten Held*innen des Alltags.
Mit der Professionalisierung des Kochgewerbes in Gastronomie und der Publizierung von populären Kochbüchern wird auch der Mythos des angeblich liberalen Vielvölkerstaates in der Doppelmonarchie weiter vorangetrieben.
Lokalgeschichte betrifft uns oft sehr unmittelbar. Das macht Forschung in diesem Zusammenhang ebenso spannend wie manchmal auch schwierig, besonders bei heiklen Themen. In Purkersdorf hat man sich schwierigen Kapiteln der Vergangenheit gestellt und so eine kritische lokale Gedenkkultur etabliert.
Motiviert von der Vorstellung, das für die Ermöglichung eines glücklichen Lebens für die Arbeiter:innenschaft Volksbildung den Grundstein bildet, entwickelte Otto Neurath gemeinsam mit seinen Weggefährt:innen das Bildsystem der ISOTPYE um komplexe gesellschaftliche und wirtschaftliche Phänome zu verstehen.
Mit der staatlichen Bewerbung des Steyr Baby 1936 wollte das austrofaschistische Regime sich ein technologiefreundliches und zukunftszugewandtes Image geben und für den motorisierten Individualverkehr Werbung machen.
Kino hat in Wien eine bewegte Geschichte. Von den zwielichtigen Anfängen in Schaubuden und Varietés über die Hochzeit mit unterschiedlichsten Spielstätten an jeder Ecke der Stadt bis zum Nischendasein neben allerlei sonstigen Unterhaltungsangeboten. Was aber macht das Kino in dieser Stadt historisch und aktuell aus?
Während heute Kaisermühlen als traditioneller Stadtteil mit hoher Wohnqualität aufgrund seiner Nähe zu den Donaugewässern gilt, ist die industrielle und sozial-politische Vergangenheit stark in Vergessenheit geraten.
Gemeinsam mit dem Gast Florian Wagner untersuchen Andreas und Walter eine der erfolgreichsten Kultserien im österreichischen Fernsehen, den „Kaisermühlen-Blues“. Sie spüren Bildern der ökonomischen, politischen und kulturellen Transformation der 1990er Jahre nach und stellen die Frage nach Gegenwart und Zukunft eines Proletarischen Fernsehens.
Cocktail-Trinken diente immer als kulturelles Unterscheidungsmerkmal gegen klassischen Alkoholismus, Spießertum und provinzielle Engstirnigkeit
Mit der industriellen Bereitstellung von Sodawasser und künstlichen Aromen sowie der Entstehung einer konsumfreundlichen amerikanisierten Jugendkultur steigt der Absatz von zuckerhältigen nicht-alkoholischen Getränken ab den 1950er rapide an.
Aufgrund technischer Innovation, Marketing und politischer Umwälzungen entwickelt sich Bier im 19.Jahrhundert vom jahreszeitlich beschränkten Genussmittel zum Modegetränk des gehobenen Bürgertums.
Erst ab den 1880er Jahren konnte aufgrund der wissenschaftlich-technischen Fortschritten in der Lebensmittelindustrie (Pasteurisierung, Kühlmittel, …) Wien im großen Maßstab mit Milch und anderen Molkereiprodukten versorgt werden.
Lange Zeit wurde Wein als Ersatz und Haltbarmachung von Wasser verwendet, erst spät entwickelt es sich als wahres Genussmittel.
Trinkwasserversorgung ist für Großstädte wie Wien zentrale Voraussetzungen, die Breitstellung von Wasser stellt aber enorme städtebauliche und finanzielle Herausforderungen
In dieser Sendung geht um die wichtige Arbeit der Gruppe MATHILDA und die Ausrichtung des Forschungsfokus auf die Opfer und deren aktivistische Initiative, das Unrecht aufzuarbeiten.
Migration und Wanderungsbewegungen spielen seit Anbeginn der Menschheitsentwicklung eine Schlüsselrolle. Das Prinzip der Sesshaftigkeit ist hingegen ein im Gesamtblick sehr junges Phänomen und stellt eher die Ausnahme dar.
Zwischen 1938-45 wurden tausende jüdische MieterInnen von Gemeindebauten aus ihren Wohnungen vertrieben. Die Nationalsozialisten gängelten damit Teile der Bevölkerung für ihre rassistische Politik. Nach 1945 blieb lange dieser dunkle Teil der Geschichte der Wiener Gemeindebauten unter dem Teppich des Schweigens und bewusster Verdrängung.
Elende Verhältnisse schaffen elendes Verhalten und das Leben des Einbrechers Schani Breitwieser steht für die große soziale Ungerechtigkeit zum oft verklärten Ende der Kaiserzeit. Eine unglaubliche Geschichte, die nur darauf wartet, verfilmt zu werden
Im klassischen ArbeiterInnenbezirk Rudolfsheim-Fünfhaus engagierten sich während des Nationalsozialismus unterschiedliche anti-faschistische Kräfte, deren politisches Spektrum von kommunistischen Betriebsgruppen bis legitimistischen Kreisen reichte. Im Zentrum des aktiven Widerstandes standen dabei Teile der Belegschaft des Wiener Westbahnhofs.
Der Bau und Erhalt eines U-Bahnnetzes erleichtert nicht nur die Mobilität der BürgerInnen in der Stadt, sondern stellt Kommunen vor enormen finanziellen, technischen und organisatorischen Herausforderungen und bringt auch zahlreiche soziale und kulturelle Veränderungen mit sich.























