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Weiter gedacht - der Podcast der WZ
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Author: Wiener Zeitung
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Bei „Weiter gedacht - der Podcast der WZ“ präsentieren wir jede Woche eine neue Geschichte - und werden ganz persönlich. Anja Steigmeier, Petra Tempfer und Mathias Ziegler sprechen mit Menschen aus der Mitte der Gesellschaft.
124 Episodes
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Nach 109 Folgen ist Schluss: Das Jahr 2026 wird ohne den WZ-Podcast „Weiter gedacht“ starten. In dieser letzten Folge haben wir bisher unveröffentlichtes Material und Outtakes von den hartnäckigsten Versprechern bis hin zu Lachanfällen – und kläffenden Hunden – für euch. Enjoy one last time!
Yasmin fuhr nach Tschechien, um mithilfe einer Eizellen- und Samenspende schwanger zu werden, als sie Single war. Der richtige Mann zur richtigen Zeit sei einfach nie dagewesen, sagt sie. Sie betrachte es als Luxus, dass sie sich das genetische Material aussuchen konnte und sich bei der Kindererziehung mit niemandem absprechen muss.
Verschwörungstheorien verbreiten sich aktuell mehr denn je: Es gehe um Zukunftsängste und Skepsis gegenüber der Demokratie, sagt dazu die Leiterin der Bundesstelle für Sektenfragen Ulrike Schiesser.
Drogen, Raub, Gewalt, Waffenhandel: Elias (Name geändert) hat als Jugendlicher „ziemlich viel Scheiß angestellt“ und wurde zu insgesamt zwei Jahren Haft verurteilt. Mit 16 Jahren saß er zum ersten Mal im Gefängnis. Vier Jahre später ist er ein anderer Mensch, betont er. Der 20-Jährige macht jetzt eine IT-Lehre und ist im Sport- und Resozialisierungsverein Phönix aktiv. Dort hilft er jungen Leuten, ihr Leben wieder in geordnete Bahnen zu lenken. So wie ihm selbst geholfen wurde.
Hast du einmal eine Leiche gerochen, vergisst du diesen Geruch nie wieder, sagt Peter Vachutta – er ist Tatortreiniger und wird dann aktiv, wenn ein Mensch in seiner Wohnung verstorben ist. Je länger eine Leiche liegt, desto länger dauert die Reinigung.
Was im Alter von zwölf Jahren als Spielerei mit seinem großen Bruder begann, ist heute Renés Lebensunterhalt: Unter seinem YouTuber-Namen Luigikid zockt er verschiedenste Horror-Games und lädt die Videos davon für seine inzwischen 1,36 Millionen Fans in aller Welt hoch. Und weil René, der vor kurzem seinen 30. Geburtstag gefeiert hat, seit gut zehn Jahren täglich etwas Neues streamt, hat er mittlerweile mehr als 4.000 Online-Videos produziert.
Stell dir vor, du machst TikTok-Videos mit bis zu drei Millionen Views – aber niemand weiß, wer du bist. So geht es Stephan Tschany (32), der seit mehreren Jahren für A1 eSports kurze Clips mit seinem Gesicht online stellt. Sein Name kommt dabei jedoch praktisch nicht vor. Sogar A1 vermarktet ihn nur als „den Typen von TikTok“.
Er hatte eine Geschäftsidee, ging ins Silicon Valley und wurde damit reich: Mo Wildman, damals noch Leo Widrich, stammt aus Melk in Niederösterreich und hat das Social-Media-Tool „Buffer” mitgegründet. Zu dieser Zeit war er 20 Jahre alt. Heute ist er 35, hat eine tiefe Sinnkrise und zwei Jahre im Kloster hinter sich. Im Podcast erzählt er, wie auf die Erfüllung seines Traums die totale Ernüchterung folgte, und was ihm heute im Leben wichtig ist.
„Ich war verliebt in diese Lebensform, in dieses Leben“, sagt die 27-jährige Schwester Mirjam, die in einem Kloster in Linz lebt. Dass sie mit 18, damals noch als Laura Schwaiger, in den Orden der Marienschwestern vom Karmel eingetreten ist, machte sie zur jüngsten Ordensfrau Österreichs. Wer sich nun eine weltfremde, biedere Klosterschwester vorstellt, irrt: Schwester Mirjam hat rund 4.000 Follower:innen auf Instagram.
Vor einem Jahr hat uns Anna (Name geändert) erzählt, warum sie bei der Polizei aufgehört hat. Neben Sexismus waren die unzähligen und oft nicht planbaren Überstunden ein Grund dafür. In der 100. Folge unseres WZ-Podcasts „Weiter gedacht“ schauen wir noch einmal auf diese meistgehörte Episode zurück.
Zwei Jahre tobte der Krieg um Gaza zwischen Israel und der Hamas. Am Montag sind die letzten überlebenden Geiseln vom Terroranschlag der Hamas am 7. Oktober 2023 freigekommen, und Israel hat im Gegenzug palästinensische Gefangene freigelassen. Unmittelbar davor waren die stellvertretende WZ-Chefredakteurin Aleksandra Tulej und WZ-Redakteur Simon Plank in Israel. Sie haben das Westjordanland besucht und mit israelischen Siedlern an der Grenze zu Gaza gesprochen. Was sie dort erlebt haben, hört ihr in dieser Folge.
Wie kann man einen Vollzeitjob in der Intensivpflege und das Familienleben mit der kleinen Tochter unter einen Hut bringen? Auf diese Frage hat Christian Fröhlich (38) vor vier Jahren eine ganz spezielle Antwort gefunden: Er hat sich selbständig gemacht und ist gemeinsam mit seiner Frau Svenja (34) in ein Wohnmobil umgezogen, von dem aus er nun mobile Pflege anbietet. Die Fröhlichs haben in ihrem fahrenden Zuhause bereits 19 Länder besucht und sind inzwischen zu fünft.
Er war gerade einmal drei Wochen alt, als Nik Weiss 1994 mit seinen Eltern zum ersten Mal nach Washington flog, wo sein Vater Martin Weiss in der Botschaft arbeitete. Es sollte nicht der letzte Ortswechsel bleiben, denn in Niks ersten Lebensjahren pendelte die Familie regelmäßig zwischen Österreich und den USA hin und her, ehe sein Vater Generalkonsul in Los Angeles wurde. Mit 15 Jahren zog Nik dann wegen des Botschafterpostens seines Vaters nach Zypern um und kehrte erst nach dem Schulabschluss für den Zivildienst endgültig nach Wien zurück.
Weder die Kälte, die auf der Haut brennt, noch eine Eisbärfamilie hielten Jonathan Fipper davon ab, ein Studienpraktikum auf einem norwegischen Gletscher zu absolvieren. Ganz im Gegenteil: Es zog ihn weiter in die Arktis und ins ewige Eis, das allerdings gar nicht so ewig sein könnte, wie man vielleicht denkt.
Von einem Tag auf den anderen war Karl Pewny einfach weg. Erst nach fünf Jahren meldete er sich bei Verwandten und Freunden. So lange dauert die Grundausbildung bei der Fremdenlegion: eine professionelle Truppe der französischen Armee, die vor allem aus freiwilligen Soldaten aus dem Ausland besteht, und der er sich angeschlossen hatte.
Sie ist zu zweit gestartet, war zwischenzeitlich zu fünft unterwegs, weite Teile der Strecke hat Leoni Kolberg aber ganz allein zurückgelegt. Und zwar auf dem Rad, ohne Elektromotor, nur mit dem Nötigsten im Gepäck. Rund 45.000 Kilometer spult die 28-Jährige seit mittlerweile drei Jahren ab, ihre Weltreise führt durch 36 Länder von Deutschland über den Balken, Skandinavien, den Iran und Indien bis nach Südamerika.
Wäre Künstliche Intelligenz nicht nur innovativ, sondern auch umweltschonend, wäre das ein echter Wendepunkt. Die Informatikerin Ivona Brandic zeigt mögliche Wege dorthin.
Es ist überall: im Wasser, im Boden, in der Luft – und auch in uns. Vor dem Mikroplastik gibt es kein Entkommen, selbst auf dem Nordpol schwirrt es im Schnee herum. Dass nicht nur Fische im Meer damit kontaminiert sind, sondern auch wir, ist seit 2018 bekannt. Damals verhalf das Mikroplastik dem Wiener Mediziner Philipp Schwabl (37) zu einem wissenschaftlichen Durchbruch: Zum ersten Mal weltweit konnte er es im Menschen nachweisen. Seine bahnbrechende Studie in Kooperation mit dem Umweltbundesamt machte Philipp zu einem gefragten Interviewpartner für Medien aus aller Welt.
Der Klimawandel zwingt die Landwirtschaft zum Umdenken: Denn der regnerische Juli heuer war ein Ausreißer, meint Lukas Windholz (29), der seinen Betrieb in Bruck an der Leitha bereits vor zehn Jahren auf neue Beine gestellt hat. Damals begann er Melonen anzubauen. Acht verschiedene Sorten Wasser-, Honig- und Zuckermelonen hat er seither schon angebaut. Damit war er der Erste in seiner Region und gehört zu den Südfruchtpionier:innen in Österreich. Lukas ist allerdings Nebenerwerbsbauer – hauptberuflich arbeitet er bei einem Saatgutunternehmen im selben Ort, direkt neben seinem Melonenfeld.
Meer, Palmen und Sandstrand: Vor 15 Millionen Jahren wäre das Wiener Becken die perfekte Urlaubsdestination gewesen. Welche klimatischen Veränderungen und Katastrophen hat die Erde bisher schon überstanden, und wie reiht sich der aktuelle Klimawandel in diese ein? Der Erdwissenschafter Mathias Harzhauser vom Naturhistorischen Museum gibt in dieser Folge Antworten.



